Aus Der provinzialhaupistM
** Hessische Schulpersonalie. Der Ober-
schließlich darf den Mäkelfrihen noch eins geraten werden: w3t>r müht Obst mit härteren Schalen wie Kirschen oder Stachelbeeren gut kauen, statt die Früchte in voller Gröhe in den Magen rutschen zu lassen.
Versammlung des Sparerbundes.
führte aus: Wohl sind die Parteien verschwunden, aber die früheren Anhänger dieser Parteien müssen seelisch und weltanschaulich zu Rational- sozialisten umgeformt werden. Die wesentlichen Erzieher in dieser großen Schule sind die Beamten. Wir müssen den Glauben an die sittliche emporstrebende Kraft unserer Regierung verankern. Die deutschen Lehrer würden zu ihrem Teil an der Erfüllung dieser Aufgaben mitarbeiten in dem Bewußtsein, dah ihnen das höchste und heiligste Gut des Volkes, seine Zukunft, in die Hä?de gelegt sei. Sie würden die Wächter darüber sein, daß niemals wieder das deutsche Erziehungsleben m falsche Kanäle abgeleitet werden könne.
Oer Führer des Beamten-bundes, Neef, stellte das Bekenntnis des De^mtenbundes zum Volksganzen in den Mittelpun'i seiner Rede. Die Zeiten seien vorbei, in bene1 900 Beamtenorganisationen nebeneinander '-md gegeneinander bestanden hätten, als das getreue Abbild einer zur Erfolglosigkeit verurteilten Zerrissenheit.
Bedauerlich f>i hhe Verständnislosigkeit für den Gedanken d<r Volksgemeinschaft bei der höheren Beamtenschaft. Von über 7000 höheren Beamten hätten nur etwa ein halbes Tausend sich zum neuen Reich gefunden- Es gelte darum, in staatspolitischen Kursen die deutsche Beamtenschaft im Geiste des Ra- tionalsozialismus zu erziehen. Wenn sich gewisse Verbände als Saboteure der Einheit erwiesen, so gebe es unter Umständen noch das Mittel des Kommissars. Roch immer liege d i e Personalpolitik in Händen von Richt- Rationalsozialisten, die versuchen, Kämpfer der , Bewegung zu entfernen. Scharf wandte sich der Redner sodann gegen den Klassenkampf der Reaktion. Der Redner schloß mit dem Appell an Leistung, Charakter und Pflichterfüllung.
"SonntagsrückfahrkaxtenzurRe- gatta in Gießen. Von allen Bahnhöfen im Umkreis von 75 Kilometern um Gießen werden am Samstag und Sonntag zu der an diesen beiden Tagen in Gießen stattfindenden Regatta der Gießener Rudergesellschaft Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben. Die Karten gelten vom 8. 3uli 0 Ähr bis 9. 3uli 24 Ähr zur Hinfahrt und vom 8.3uli 12 Ähr bis 10. 3uli 12 Ähr zur Rückfahrt. Bis zum letztgenannten Zeitpunkt muß die Rückfahrt angetreten sein.
^Sonntagsrückfahrkarten zu dem Krei.s turn fest in Reiskirchen. Von allen Bahnhöfen der Strecken Hungen — Gießen, Butzbach — Gießen, Wetzlar — Gießen, Wetzlar — Lostar — Gießen, Lollar — Grünberg, Hungen — Mücke — Reiskirchen und Gießen nach Reiskirchen werden Sontagsrückfahrkarten ausgegeben. Die Kar-
Das Lxplofionsunglück in Bautzen.
Zu dem Änglück wird von der Polizei u. a. noch mitgeteilt: Als gegen 21.45 Ähr die sogenannten großen Kanonenschläge abgebrannt werden sollten, explodierte plötzlich ein Böllerschuß, der aus einem Eisenrohr bestand, das mit Pulver gefüllt war. Durch die umherfliegenden Eisenstücke wurde einem
an den scheidenden Verbandsvorsihenden herzliche r müsse man der Regierung Vertrauen entgegenbrln- Abschiedsworte. Hierauf wurde der preußische gen und mithe" ' - --
Landtagsabgeordnete Dr. Schmidt, Rordstem- Reiches. Rach
Oer Führer des nationalsozialistischen Deutschen Lehrerbundes und bayrischer Kultusminister Schemm
müsse dementsprechend als gesonderter Stand herausgestellt werden, in Fortentwicklung des Grundsatzes des großen Preußenkönigs: Ich bin der erste Diener meines Staates.
AeichssiaiWier Sprenger spricht ans einer Mffenkundgebnng der Berliner Beamtenschaft
Berlin, 5. Juli. (TU.) Auf einer von der Beamtenabteilung der NSDAP, und dem Deutschen Beamtenbund am Mittwoch veranstalteten Massenkundgebung der Beamtenschaft im Sportpalast sprachen u. a. der Reichsstatthalter in Hessen und Ehrenvorsitzende des Nationalsozialistischen Beamtenbundes, Sprenger, der Reichsorganisationsleiter der Nationalsozialistischen Beamtenabteilung und Führer des Deutschen Beamtenbundes, Neef, sowie der bayerische Kultusminister und Führer des Nationalsozialistischen Lehrerbundes. Schemm, vor etwa 18 000 Beamten aus sämtlichen Reichs-, Staats- und Gemeindebehörden der Reichshauptstadt. Es nahmen an dieser Kundgebung Abordnungen aus dem Reich und dem Saargebiet sowie die zur Zeit in Berlin weilenden drei Führer der holländischen Beamtenschaft teil.
Reichsstatthalter Sprenger
hob hervor, daß in dem überwundenen Staat von Weimar die führenden Männer der Beamtenschaft nicht das geringste Verständnis für den werdenden Aufbruch der Nation ausgebracht, sondern stur daran gearbeitet hätten, das alte System zu halten. Währenddessen sei eine Unzahl von Beamten, die die nahe Wende der Zeit erkannt hallen, u m Lohn und Brot gebracht worden, und unzählige andere hätten einen schweren Kampf um die Verbreitung her Idee Hitlers führen müssen. Dieses Netz nallonalsozialistisch gesinnter Beamter habe es mit ermöglicht, nach dem 30.Januar 1933 den Umbau in Ruhe und Ordnung zu vollziehen. Berufsbeamtentum fei im deutschen Staate unerläßlich. Das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums gebe Möglichkeiten zur Reinigung des staatlichen Verwaltungsapparats berge ober auch große Gefahren in sich. Durch Ruhegehälter werde auch der Haushalt der Gemeinden bis zur Unerträglichkeit belastet. Dementsprechend müsse das Gesetz dahin fortentwickelt werden, daß alle Schädlinge ohne Belastung des Steuer» groschens der Bevölkerung entfernt werden können. Zum vorübergehenden Ausgleich der Härten könne eine Sicherung einer angemessenen Lebenshaltung gewährleistet werden. Alles müsse in der Fortentwicklung einheitlich geschehen: Ein Reich — ein gleiches Beamtenrecht, gleichgültig, ob für Kommunal-, Staats» oder Reichsbeamte. Der Beamte, der Zivilsoldat des Staates ist,
150 Morgen, mit erheblichem Preisaufschlag weiterverkauft. Zur Vernehmung sind insgesamt 37 Zeugen geladen.
Deutsche Studentenschaft und kösener Korpsstudenten.
Die Pressestelle der Deutschen Studentenschaft teilt mit: Die Führung der Deutschen Studentenschaft hat, wie bereits mitgeteilt wurde, die Beziehungen zur Leitung des Verbandes Kösener Korpsstudenten abgebrochen. Der Grund für diese Maßnahme ist darin zu sehen, daß die Voraussetzungen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, wie sie gemäß Ziffer 2 der vom Reichskanzler gebilligten Richtlinien für die Zusammenarbeit der Deutschen Studentenschaft mit den Korporations- vcrbänden bestehen müssen, hinsichtlich des Verbandes Kösener Korpsstudenten nicht vorhanden sind. Die Deutsche Studentenschaft hätte es begrüßt, wenn seinerzeit dem Pfingstkongreß in Kösen Gelegenheit gegeben worden wäre, den Führer selbst zu bestimmen, anstatt dies durch die bisherige Verbandsleitung und die Altherrenschaft vornehmen zu lassen.
53. Deutscher Fleischerverbandstag in Augsburg.
Rach einem Gedenkakt sür die Gefallenen und einem Begrühungsabend wurde in Augsburg die Hauptversammlung des 53. Deutschen Fleischerner- banbstages eröffnet. Der bisherige Vorsitzende Lamerh, Köln, gab seinen Rücktritt bekannt
Wer vertrüge kein rohes Obst?
Äeberarbeitete und hastige Mitmenschen behaupten oft, sie könnten rohes Obst nicht gut vertragen. Sie sind aber selber schuld daran, daß ihnen diese allerschönste Gabe Gottes Än- behagen verursacht. Sie haben schwerverdauliche Gerichte zu sich genommen, die stundenlang im Magen verarbeitet werden müssen, und haben hinterher frische Früchte als Rachtisch verzehrt. Dieses Obst muß nun erst so lange im Magen warten, bis der Abbau der anderen Schwerverdaulichkeiten vor sich gegangen ist, und das führt zu Gärungen im Darm. Rohes Obst, gut getaut, zur rechten Zeit gegessen, wird von sonst gesunden Menschen immer vertragen. Man kann bei überempfindlichen Magen die Früchte mit Flocken mischen, wie man ja auch Milch nicht ohne weiteres verabfolgt, wenn sie schlecht vertragen wird. Ein paar Weizen- oder Haferflocken zwischen die kleingeschnittenen oder zerdrückten Erdbeeren gestreut, besänftigen den aufrührerischen Magen sofort. Man süßt mit einem Löffel Honig und gießt im letzten Augenblick frische Sahne oder Düchsenmilch darüber. Einige geraspelte Haselnüsse erhöhen den Fettgehalt der sehr wohlschmeckenden Rachspeise, die man auch mit Vorliebe schon früh morgens zu sich nimmt unter Ämgehung von Kaffee oder Tee, die einem nervösen Mitmenschen zwar augenblicklich Auftrieb geben, ihm aber nicht das dauernde Wohlbehagen übermitteln, das den frischen Früchten von heimischer Flur Vorbehalten ist.
Oft wird auch den sommerlichen Beeren der Vorwurf gemacht, daß ihre Kerne die zarten Jn- nenorgane reizen sollen. Auch in solchen, oft eingebildeten Empfindlichkeiten bevorzugt man das „Einwicklungs- und Täuschungsverfahren". Man weicht Weizenflocken und geriebene Rüsse mit «risch gepreßtem Johannisbeersaft auf und mengt rote, weiße, schwarze Johannisbeeren, Erdbeeren und Himbeeren darunter, um das ganze mit Vanillemilch — extra in einem Kännchen daneben — zusammen auf den Tisch zu stellep. Auch die Verbindung von Quark, den man mit Vanille und Sahne geschlagen hat, mit frischen Früchten der Jahreszeit ist eine geschickte Ämgehung des nervösen Widerstandes gegen frisches Obst. Änd
scher.de falsche Vorstelluntz zu bekämpfen. In jeder Revolution kämen Entgleisungen vor, doch habe die Welt noch keine friedlichere Revolution gesehen, als es die deutsche war. Dr. Goebbels zeigte seine Befriedigung darüber, daß Bulgarien eines der ganz wenigen Länder ist, das dem neuen Deutschland gegenüber den Willen bekundet hat, die wirkliche Lage in Deutschland zu erkennen und zu verstehen. Dadurch habe sich Bulgarien die ehrliche Sympathie der deutschen Regierung gewonnen. Ueberdies beständen vielerlei Gemeinsamkeiten zwischen beiden Ländern, so die ungerechten Friedens- v ertrüge, gegen die von beiden Seiten angekämpft werde. Ebenfalls bestände Gemeinsamkeit in dem stark entwickelten Nationalgefühl und in der A r b e i ts d i e n st p fl i ch t, die Deutschland zum Teil nach bulgarischem Beispiel übernommen habe. Eine Klärung der Atmosphäre mache sich schon bemerkbar. Deutschland sei das Herz Europas und müsse als solches behutsam behandelt werden.
Diese einstimmig angenommene Entschließung wurde an den Herrn Reichsstatthalter Sprenger und an den Herrn Ministerpräsidenten Dr. Werner weitergeleitet.
Personalnachrichten aus dem Oberpost- direktionSbezirk Darmstadt.
Systems tragen müssen. Es gäbe bei dem der- I I , __________________
äeitigen System keinen Kuhhandel mehr, die scheinen ließen. Die Verletzungen stellten sich'jedoch
Arbeit erfolge vielmehr nach sachlichen Grundsätzen, glücklicherweise als unwesentlich heraus und der
Daß unser Reichskanzler die Sozialdemokratie er- Kraftfahrer konnte nach kurzer Behandlung den
ledigt und Arbeitnehmer und Arbeitgeber in eine Heimweg antreten. Die Schuldfrage ist nicht völlig
Front gestellt habe, sei eine große Tat. Was in geklärt. 1 1 u
sechzig Jahren nicht möglich gewesen sei, habe man ** Sonntagsrückfahrkarten zur Re - jetzt in einigen Wochen vollbracht. Die Sparer könnten hoffen, daß aus dem Rentenstaat wieder ein Rechtsstaat geschaffen würde. Die berufsständische Gliederung müsse wieder in den Vordergrund treten.
Die Wirtschaft brauche zur Produktion Geld: der deutsche Sparer werde in nächster Zeit mehr Beachtung genießen wie seither. Die Regierung kenne die Not der aufgewerteten Sparer, es bestehe Hoffnung, daß die Aufwertungsgesetze einer Revision unterzogen würden. Die schlimmsten Zeiten seien für die Sparer vorüber. Allerdings müsse man Geduld haben. Die Sparer wollten Opfer bringen, sie beanspruchten aber einen Teil der Hauszinssteuer, außerdem müsse die Anleiheablössung in fest verzinsliche Anleihen umgewandelt werden. Die Ziels des Sparerbundes seien erreichbar, allerdings
Eine Spende des Reichskanzlers für „Brüder in Not".
Berlin, 5. Juli. (WTB.) Zur Linderung der Rot unserer Volksgenossen in Sowjelrußland und S u d e l e n 1 a n d hat der Herr Reichskanzler den im Reichsausschuß „Brüder in Rot" zusammengeschlossenen volksdeutschen und kirchlichen verbänden den Betrag von 1 0 0 0 Reichsmark zur Verfügung gestellt.
Oie Landesbauernführer ernannt.
Berlin, 5. Juli. (CNB.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft und Reichs- bauernführer Darre hat auf Grund der ihm von der Reichsführergemeinschaft des deutschen Bauern- tumes erteilten Vollmachten zu Landesbauern- führern u. a. ernannt: für Hessen und Hes - f en-Nassau Dr. Wagner, Staatskommissar: für Kurhessen Seidler, Bauernhofbesitzer: für Rheinland Luyken, Bauernhofbesitzer: für Westfalen TI ein berg, Reichslandbundpräsident.
Oie NSOAP. übernimmt die Führung sämtlicher Wohlfahrtseinrichtungen.
München, 5.3uli. (TÄ.) Die Reichspresse- stelle der RSDAP. teilt mit: Unter dem Vorsitz des Reichsschahmeisters der RSDAP. Pg. Schwartz fand eine Besprechung über die künftigen Aufgaben und Arbeiten der R S. - D o l k s- wohlfahrt e.V. statt. Der Leiter der RS.- Voltswohlfahrt Pg. Hilgenfeldt gab in großen Zügen ein Bild über die Art der Sozialarbeit in den zurückliegenden Jahren und legte an Hand von Beispielen die Rotwendigkeit dar, dah nunmehr auch auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege und -fürforge nationalsozialistisches _ Denken und Wollen Ausdruck finde. Einmüttgkeit herrscht darüber, dah es zu diesem Zwecke unerläßlich ist, daß d i e RSDAP. d i e Führung über sämtliche Wohlfahrtseinrichtungen übernimmt. Rach Besprechung der Organisationsfragen wurden Reichsschatzmeister Pg. Schwartz sowie Stabsleiter Pg. Dr. Bohrmann als Der- tretet der RSDAP. in die Leitung der RS.- Dolkswohlfahrt e. V. berufen.
Oie früheren bayerischen Minister Goldenberger und Schweyer festgenommen.
München, 6. Juli. (WTB. Funkspruch.) Die bayerische politische Polizei hat im Auftrage des Staatsmmlsteriums des Innern den früheren Kultusminister Dr. Goldenberger in Schutzhaft genommen und in die Gefangenenanstalt Stadelheim übergeführt. Weiter hat die bayerische politische Polizei den früheren Innenminister Dr. Schweyer festgenommen.
Es treten in den Ruhestand infolge Erreichung der Altersgrenze oder infolge dauernder Dienstunfähigkeit: der Oberpostsekretär Hartman n in Darmstadt, die Postassistenten Frees in Gießen und 3da Traub in Darmstadt, der Oberpostschaffner H erzog in Alzey, der Postschaffner Schneider in Mainz-Bretzenheim.
Gictzcncr ...
Gießen, 6.3uli. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Landbutter 120 Pfennig, Kochbutter 103, Matte 25, Wirsing (grün) 12, Weißkraut 12, Rotkraut 20, Spinat 15, Pilze 40, Bohnen (grün) 30 bis 35, (dick) 20, Zwiebeln 12,' Spargel 25 bis 40, Erbsen 15 bis 20, Kartoffeln (neue) 6 bis 10, (alte, Ztr. 2,80 bis 3Mk.), Tomaten 35 bis 40, Rhabarber 8, Himbeeren 40, Pfirsiche 40, Kirschen 25, Heidelbeeren 25, Johannisbeeren 20 bis 25, Erdbeeren 35 bis 40, Stachelbeeren 15 bis 20, Suppenhühner 70 bis 80, junge Hähne 90 bis 100 Pfennig pro Pfund; Tauben 50 bis 60, Eier (inl.) 8,5, Käse 4 bis 10, Blumenkohl 10 bis 50, Salutgurken 30 bis 35, Cinmachgurken 6, Salat 3 bis 8. Rettich 12 bis 20, Oberkohlrabi 5 bis 10 Pfennig pro Stück: Radieschen 5 bis 10, Rüben (gelbe) 10, (rote) 10 Pfennig pro Bund.
Bornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag: Orchester-Verein, 20 Uhr, Volkshalle: Volks-Konzert. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Eine Tür geht auf" und „Sergeant Mc. K'enna".
— Der „Heimatkundliche Ausflug" der Volkshochschule, der kürzlich wegen des Regenwetters verschoben werden mußte, findet nun am kommenden Sonntag, 9. Juli, statt. (Näheres siehe heutige Anzeige.)
— Marinepfarrer Haupt spricht in Gießen. „Am Sonntag, 9. Juli, 20 Ähr, wird auf Veranlassung des Evangelischen Bundes, Marinepfarrer Haupt im Cafe Leib einen Vortrag über „ilnfere heutige deutsche Kriegsmarine" (mit Lichtbildern) halten. Pfarrer Haupt ist in Gießen kein Fremder, hat er doch nach seinen Vertreibung aus Weisenau durch die Franzosen längere Zeit in unserer Stadt geweilt und fesselnde Vorträge gehalten. Sein bevorstehender Vortrag dürfte einen größeren Kreis der Gießener Einwohnerschaft interessieren. Auf die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen.
und wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden er- nannt. .Der Vizepräsident des Reichsstandes des I Haft genommen, deutschen Handwerks, Z e l e n y, Berlin, richtete 1 —
Aus aller Welt.
Das Boolsunglück auf der Unlerwefer.
Das mit 11 Personen auf der Änterweser gekenterte Segelboot ist durch einen Taucher gehoben worden. Im Boot fand man die Leichen der drei noch vermißten Kinder. Das Änglück hat demnach fünf Menschenopfer gefor- bert. Die sechs erwachsenen Insassen sollen alle gerettet sein. Kriminalrat Schorn, Weser - münde, der Leiter der Äntersuchung, wies auf die unvorstellbare Verantwortungslosigkeit der Erwachsenen hin, besonders der Besitzer des Bootes. ©trauten und Völker. Die Polizei werde das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung aufnehmen lassen. Das primitive Doot habe sich in sehr schlechtem Zustande befunden. Außerdem seien die Segler vorher mehrmals von erfahrenen Seeleuten eindringlich gewarnt worden. Das Boot habe höchstens drei Personen tragen können, während sich elf an Bord befanden. Die Windstärke habe schätzungsweise 6y2 bis 7 betragen.
Autobusunglück im bergischen Land.
Wie aus Mettmann bei Düsseldorf gemeldet wird, ereignete sich am Winkelsmühler Berg ein Autobus u n g l ü ck. Der evangelische Frauenverein Walsum bei Duisburg befand sich mit drei Autobussen auf einer Ausflugsfahrt. Einer der Fahrer verlor die Gewalt über den Wagen, so daß dieser in einer Kurve umkippte und gegen einen Baurn fiel. Bis auf drei Frauen wurden alle Insassen mehr oder weniger schwer verletzt. Bis auf 18 Frauen, die dem Krankenhaus zugestihrt werden mußten, konnten die Verunglückten nach Anlegung von Notverbänden ihre Fahrt fortsetzen.
Der zweite Hippel-Prozeß.
Vor der Strafkammer für Korruptions- und Sabotagefälle in Königsberg wurde die Haupt- Verhandlung gegen den Generallandschaftsdirektor v. Hippel wegen Betruges und Mitbietung in der Zwangsversteigerung des Gutes Lischkau fortgesetzt. Mitangeklagt ist der Sohn v. Hippels, Gert, der heuttge Besitzer des Gutes. Bei der Vernehmung des Angeklagten ergab sich, dah, wie so viele ostpreußische Landwirte auch Moehrke, der Besitzer des Gutes Lisch- kau, mit den Hypothekenzinsen im Rückstand geblieben war. Die Landschaft leitete deswegen das Zwangsversteigerungsverfahren ein und machte im Termin ihre gesamte Forderung fällig, im Gegensatz zu der sonst üblichen Stundung wenigstens der erstrangigen Hypothek- Dadurch wurde den anwesenden Kauflustigen ein Mit- bieten unmöglich gemacht. Das Gut wurde für 85 10) Mk., ganze 100 Mk. Mehrgebot über der Landschaftsforderung, dem Angeklagten Gert von Hippel zugeschlagen. Kurz nach der Versteigerung wurden angeblich 154, in Wirklichkeit nur
18iahrigen Mädchen der Hals aufgerissen, so daß 2m Gebiet der Oberpostdirektion Darmstadt der Tod auf der Stelle eintrat; außerdem wurden folgende Ernennungen verfügt:
wurden ein vierzehn- und ein achtjähriger Schü- Zum Oberpostrat der Postrat M e ie r inDarm- ler so schwer verletzt, daß sie bald nach ihrer stadt; zum Postdirektor der Postassessor Dr Einlieferung im Stadtkrankenhaus v e r st a r b e n. Jaekel aus Berlin. Es ist übertragen: eine Sechs Personen (nicht acht, wie zuerst gemeldet) Postamtmannstelle dem Oberpostinspektor wurden weniger schwer verletzt. Bei ihnen Steinmetz aus Darmstadt in Mayen. Cs sind besteht keine Lebensgefahr. Der Feuerwerker verseht: der Postrat A l t von Darmstadt nach Schöne aus Schland, der das Feuerwerk lie- Berlin, der Postamtmann Glenz von Meseritz fette und abbrannte, wurde von der Polizei i n nach Bingen (Rhein), der Postsekretär H ö s l von Lampertheim (Rh.) nach Groh-Steinheim (Kreis Offenbach a. M.) unter Ernennung zum Postverwalter, der Postassistent Möller von Groß- Steinheim nach Offenbach a. M.» der Telegraphenassistent Da hm er von Schotten (Obh.) nach Stockheim (Obh.), der Oberpostschaffner Wiese von Offenbach a. M. nach Mainz, die Telegraphenleitungsaufseher Hack von Rieder-Olm nach Äl- richstein, Krepp von Michelstadt (Odenw.) nach Eberstadt (Bergstraße), Orth von Älrichstein nach Grünberg (Hessen), Müller von Eberstadt nach Darmstadt, Philipp Schäfer von Ortenberg (Obh.) nach Stockheim, Simon von Beerfelden nach Rieder-Olm und Theodor Schäfer von Dingen (Rhein) nach Mainz, der Postschaffner Decker von Pfeddersheim nach Wrrms.
en und mithelfen am Ausbau des neuen Deutschen
- - m . -------- , Rrch einer kurzen Aussprache und einem
men, einstimmig zum Verbandsvorsitzenden ge« Schlußwort des Referenten wurde die nachstehende wählt. Schmidt nahm sein Führeramt mit Dankes- Entschließung gefaßt:
Worten an und hob einige programmatisch« Punkte „Zahlreiche, in einer öffentlichen Versammlung ber zukünftigen Entwicklung des Fleischerverban- des Sparerbundes, Ortsgruppe Gießen, im Hotel des hervor. An den Reichskanzler wurde ein Hul- „Hindenburg" anwesende Männer und Frauen digungstelegramm gesandt. Als Vertreter der protestieren gegen jede andere Verwendung der Reichsregierung war der Reichskommissar für den Hauszinssteuerrestbeträge außer für die Wiederher» Mittelstand Ministerialdirektor Dr. Winboeck, stellung des Rechts für die enteigneten Hypotheken» Berlin, erschienen, der zur deutschen Mittelstands- gläubiger, und zwar aus ethischen, aus wirtschast» polittk einige grundsätzliche Ausführungen machte, lichen und aus Rechtsgründen."
lehrer an der Realschule zu Babenhausen, Wilhelm Müller, wurde auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. August in den Ruhestand versetzt.
** Gesellschaft Liebig-Museum. Im Anschluß an die Jahresversammlung der Gesell-
Die hiesige Ortsgruppe des Sparerbundes hielt I Liebig-Museum am Sonntag, 9. Juli 1933, an Freitagabend im Gasthaus Hindenburg eine findet der 2. Familientag der Blutsverwandten von Persammlung ab. Rach einer kurzen Begrüßung Justus von Liebig statt. Auf die heutige Anzeige durch den 2. Vdrsihenden, H. Lorenz, sprach fei besonders hingewiesen.
Justizrat Drink, Berlin, über „Sparerturn und ** V e r k e h r s u n s a l l. In der vergangenen nationale Revolution". Der Redner führte etwa Nacht ereignete sich an der Ecke Ludwigstraße und folgendes aus: Die in der letzten Zeit auf- Goethestraße ein schwerer Autounfall. Der Auto- gedeckten Korruptionen seien ein Beweis für die besitzer Schmidt aus der Weidengasse, der mit
Rotwendigkeit der inzwischen eingetretenen Äm- seinem Wagen in der Richtung nach der Universi-
walzung in unserem Vaterlande. Die neue Re- tät fuhr, wurde, als er die Goethestraße passieren
gierung forge für Sauberkeit, Recht und Ord- wollte, plötzlich von einem Kraftwagen, der aus der
nung. Es fei zu begrüßen, daß bie nationale Goethestraße kam, angefahren, und zwar so heftig, Revolution aufgeräumt habe unb die Regierung so daß sich der Wagen des Schmidt überschlug und durchgreife, ohne Änterschied der Person. Durch auf das Verdeck zu liegen kam. Beide Wagen wur-
• JL parlamentarische System sei dies den schwer beschädigt. Der Kraftfahrer Schmidt
nicht möglich gewesen. erlitt bei dem Unfall verschiedene Verletzungen, die
_ Die Sparer hätten die Kosten des seitherigen seine Ueberführung durch die Freiwillige Sanitäts» httoma -'-x— | kolonne in die Chirurgische Klinik notwendig er-


