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06/06/1933 Frühausgabe
 
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nr. 129 SrübauSgabe

185. Jahrgang

Dienstag, ö. Juni |955

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Deutsches Volkstum über alleGtaatsgrenzen hinweg.

Die pfingstiagung des VDA. in pasiau.

Passau, 3. Juni. (TU.) Racy einem Be- grüßungsabend der Stadt Passau am Freitag, begann am Samstag früh die große P f i n g st - tagung deS VDA.

Der bayrische Kultusminister Schemm

führte in seiner Ansprache in der Weihestunde für den deutschen Südosten u. a. aus, daß sich Deutschland jetzt nach der politischen Erneuerung seiner Mutterschaft wieder bewußt geworden sei. Hitler habe jedem deutschen Menschen wieder die Grundidee beigebracht: Ihr müßt wieder ein ganzes V o lk w erden, wenn nicht alles verloren sein soll. Jetzt könne man mit Stolz den Brüdern im Auslande zurufen:

Deutschland ist wieder deutsch geworden, wie es einst gewesen ist.

Bon diesem neugestaltetcn Deutschland gehe ein großes gläubiges Vertrauen hinaus über die Grenzen in alle Länder. Draußen in der Welt sei man wieder stolz auf Deutschland und sein Vaterland. Die letzte Vollendung aber, das große Erzichungswerk, die geistige Durch­bildung, liege noch vor und. Die Regierung werde nicht ruhen und rasten, um die letzte Vollendung der deutschen Volkswerbung zu rin­gen und zu kämpfen. Sie würde aber auch mit nicht zu überbietender Brutalität jeden Versuch niederbrechen, die Einheit des deutschen Volkes zu zerstören. Die Einheit Volk und Gott dürfe durch nichts zerrissen werden.

Samstag nachmittag traf der bayerische Reichs- statthalter Ritter von Epp in Passau ein. Der Reichsführer Dr. Steinacher begrüßte den Reichsstaf.halter, die Vertreter der bayerischen Regierung, des Reichsinnenministeriums, des Reichsaußenministeriums und des Preußischen Kultusministeriums usw. Jubelnd begrüßt nahm

Reichsstaithalier von Epp

das Wort, um für die Reichsregierung und die bayerische Regierung den VDA. und seine Führung zu begrüßen. Wir Deutschen als völ­kische Absonderlichkeit brauchten besondere Klam­mem, um unser Volkstum zusammenzuhalten, das teils durch die geschichtliche Entwicklung, teils durch fremdes Diktat ausgespaltet sei. Den Zweidritteln im Reich stünden mehr als ein Drittel draußen gegenüber. So sei teils durch eigene Schuld, teils durch fremde Gewalt das mächtigste und stärkste Volkstum im Herzen Europas aufgeteilt und zer­rissen, um anderen dienstbar zu fein. Auch in Gens handele es sich jetzt darum, daß an den Versklavungsbestimmungen nicht gerüttelt werden solle. Rach dem Leitsatz der Römer, daß der Deutsche nur von Deutschen be­kämpft werden könne, müsse man auch den Anlaß zur Verlegung der VDA. - Ta­gung von Klagenfurt nach Passau be­urteilen. Unb was habe gerade Oesterreich dem VDA. zu verdanken. Diese wirkliche Grenzlands­kundgebung in Passau sei ein Zeichen einer ge­radezu erschütternden Rückentwicklung in der Geschichte.

Unter stürmischem Beifall brandmarkle der Red­ner die versuche der letzten Wochen, eine Mis­sion des österreichischen Menschen zu erfinden, die lediglich die Niederschrift für eine inhaltlose Politik sei. Geschichtlich gebe es für den öster­reichischen Stamm nur eine Front nach Osten und den Rücken zum Stammland, nicht umge- kehrt.

General v. E p p betonte besonders, daß es dem Reich nicht einfalle, sich in die amtliche öster­reichische Politik cimumifchen. Wir könnten war­ten, weil ein geschichtlicher Widersinn nicht bestehen bleibe. Mit Augenblicks- Politik könne man nicht historische Wahrheit um« kehren. Wer den Versuch mache, werde am deutschen Volkstum scheitern, und zwar am deut­schen Volkstum Oesterreichs Der Staat könne sich nicht in Oesterreich einmischen, aber niemand könne den Gedankenaustausch verbieten, wie ihn der VDA. pflege. Die Besonderheit dabei fei nur, daß man eine solche Selbstverständlichkeit gegenüber Oesterreich noch betonen müsse. Brau­sender Beifall rauschte auf, als Ritter v. Epp feststellte:

wir lassen uns von unserem Volkstum jenseits der Grenzen durch nichts und unter gar keinen Umständen trennen."

Rur in dem seelischen Wachstum eines Volkes lasse sich die staatsmähige Lösung denken. Es müsse das Bewußtsein entstehen, daß wir uns um unsere deutschen Brüder kümmern. Der Red­ner schloß ..Politische Macht kann man uns vor­enthalten, aber wir werden zusammen- halten Wir wollen dann sehen, wer stärker ist und es länger aushält. Dazu einen möglichst hochprozentigen Beitrag zu leisten, möge dem VDA. gel.ngen. Mag uns jetzt Tod und Teufel gegenüberstehen, wir sind überzeugt, uns kann niemand Überwinden. Dem deutschen Volkstum winkt am Schlüsse doch das Sieg-Heil."

Rach stürmischem Beifall und dem Gesang des Deutschlandliedes wurden die Satzungsänderungen zur Reuordnung des VDA erledigt. Dabei sprach

der brandenburgische Landessührer G a st -r r unter lebhaftem Beifall der Versammlung dem scheidenden Vorsitzenden, Reichswchrminister a. D. Dr Gehler, den Dank für seine mühevolle Arbeit in den letzten Jahren aus. MitVolk- Heil" wurde der neue Reichsführer Dr. Stei­nacher auf den Schild erhoben und als erster von Reichsstatthalter v. Epp begrüßt.

Der Reichsführer des VDA.

Dr. Steinacher

führte auf der Festsitzung u. a. aus: Allgemeiner und oberster Zweck für den VDA. ist Erhaltung, Festigung und Stär­kung deutschen Volkstums jenseits der deutschen Grenzen. Dadurch, daß wir den Staat aus dem Volkstum begründen, erwächst für den Staat seine Würde, seine Bestimmung, feine Kraft und feine Macht:

Volkstum nach außen zu schirmen und nach innen die Gliederung so zu gestalten, daß immer neu aus den Tiefen des Volkstums der lebendige

Zufluß von Kräften erfolgt.

Eine flammende Rationalbewegung hat jetzt unser ganzes staatliches und völkisches Leben erfaßt Der liberale Staat ber Vergangenheit ist Husammengebrochen. Die beiden einzigen Ansätze, die in die Zukunft deuten, die Anschluß- frage und die sogenannte Frage der deut­schen Minderheit sind im liberalen For­malismus verflacht und von Grund aus gefährdet worden. Es ist klar, daß die Arbeit des Auhen- deutschtums und für das Außendeutschtum weder an die Anschlußbewegung alten Stils, noch an die offizielle Arbeit dieser 14 Jahre anknüpfen kann, sondern mit jener Volksbewegung verknüpft ist. die vom Volkstum ausgeht, Die gegen den Staat entstanden war und das Außenbeutschtum nicht vom Kernstaat aus, sondern vom Ganzen aus gesehen hat.

Es ist ein tragischer Umftanb, daß zum selben Zeitpunkt, als sich die aus den österreichischen Ver­hältnissen geborenen und in der deutschen natio­nalen Bewegung zum Ausdruck gekommenen Volks­deutschen Gedanken durchsetzen, gerade in O e st e r- reich versucht wird, im völligen Widerstreit zum geschichtlichen Ablauf einen widernatürlichen Eta- tismus aufzurichten und in geradezu blasphemisti- scher Weise in Anlehnung an das zusammen­brechende westlerischc Staatsdenken, jetzt eine österreichifche Ration schaffen zu wollen.

Ls ist bezeichnend für die heutige Lage in Oester­reich, daß das Verständnis dafür fehlt, daß wegen der Gleichheit des Volkstums diese selbe Bewegung mit ihrer Reinheit des Wollens, ihrer Stärke des Empfindens auch im deutschen Volks­tum in Oesterreich zur Kraft gemeinsamen han­delns drängt.

Unb drüben, jenseits der Grenzen: Vom Baltikum hinunter zur Donaumündung, von Obcr- schlesien bis zum Egerland, vom Buchenland bis ins Land Tirol und nach Eupen-Malmedy. Heber- all sehen wir, wie die junge Generation durch diese Bewegung mitgesaht wird. Eine neue Epoche deutschen Lebens hat ange- fangen. Solche Möglichkeit ist Ausgabe und Verpflichtung zugleich, nicht zuletzt auch für den VdA.

Der zweiten Vortrag in der Festsitzung hielt Universitätsprofessor

Geheimrat Dr. Albrecht pentf überBlühen und Welken des deutschen Volkstums". Er führte u. a. aus:

Der Verein für das Deutschtum im Ausland setzt die Arbeit des alten deutschen Schuloereins fort. Es hat 14 Jahre gegeben, in denen es vielen notroen« diger erschien, internationale Gesinnung zur Schau zu tragen, als sich der Deutschen zu erinnern. Der erwachte völkische Geist hat diese Leute weggefegt, und heute muß gesagt werden.

Das Deutsche Reich ist zwar durch das Friedens­diktat geschmälert worden, und Oesterreich ist zerbrochen zugunsten derjenigen, welche frühere österreichische Regierungen unter Bedrückung des Deutschtums grohgezogen haben. Aber das Deutschtum ist stärker als je; den sechsten Teil der Bevölkerung Europas umfassend, stellt es eine Macht von 80 Millionen Menschen dar, die, auf viele Staaten verteilt, doch geeint sind durch deutsche Art und deutsche Gesinnung und Zu­sammenhalten werden durch eine Sprache, die auch fremde Völker lernen müssen, wenn sie den Fortschritten der Wissenschaft und Technik fol­gen wollen.

Man könnte von einer neuen Blüte des Deutsch­tums sprechen, wenn sich nicht auch bedrohliche Er­scheinungen eingestellt hätten, heute ist es die Be- schrönkung der Geburten. Notwendig ist es, hier halt zu gebieten; moralische Kräfte müssen einsetzen und dem deutschen Volke allenthalben sagen: Seid fruchtbar und mehret euch!

Abends zogen die Tausende der Tagungsteil­nehmer im Facke 1 zug durch die Stadt. Auf dem Domplatz begrüßte Dr. Steinacher die im Fackelschein versammelte Iungmannlchaft, die

nach dem großen Zapfenstreich über die 3nn- brücke abzog. wo die Fackeln in den Fluh gewor­fen wurden.

Gelöbnisse an Hindenburg und Hüter.

P a s s a u , 3. 3uni. (TH.) Don der VDA.-Ta- gung wurden folgende Telegramme abgeschickt:

An den Reichspräsidenten, Generalfeldmarschall von Hindenburg, den Ehrenvorsitzenden des Vereins:Aus der deutschen Donaustadt Pasfau sendet die Hauptversammlung des VDA. ihrem hohen Ehrenvorsitzenden ehrfurchtsvolle Grüße. 3n Treue und Dankbarkeit Dolksbund für das Deutschtum im Ausland."

Rn den Reichskanzler Adolf Hitler:Dem deutschen VolkskanUer Adolf Hitler, dem gro­ßen Sohn des deutschen Oesterreichs, entbietet aus feiner engeren Heimat am 3nn und Donau der

Passau, 3. 3uni. (SU.) Der neue Reichs­führer des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland, Dr. Steinacher, verkündete auf der Passauer Hauptversammlung des VDA. den nachstehenden

Aufruf zu einem Ehrenopfer für dos Auslandsdeutschtum:

Die nationale Reug estaltung im Reich hat gegen das Deutschtum im Ausland verstärkten Druck hervorgerufen. Ohne äuBererr Schutz, nur auf Selbsthilfe gestellt, ist dieses Auslandsdeutschtum vielfach einer Flut des Terrors und der Bedrohungen auf seinen wirtschaftlichen und kulturellen Besitz­stand ausgesetzt. Wie in der Zeit des Weltkrieges, wird das deutsche Volk außerhalb der Reichsgren­zen als lebendiger Teil der deutschen Ration an­gegriffen.

3n der Einheit der Verteidigung muh sich daher auch die Ration bewahren. Reutralität gegenüber diesem Abwehrkampf deutschen Volkstum» vor den Grenzen darf es hier im Reiche nicht geben.

Das gebietet deutsche Ehre und deutsches Le­bensinteresse. Die laufenden Mittel des VDA. reichen nicht einmal für die dringendsten laufenden Ausgaben, ohne im entferntesten nur dem zu ent­sprechen, was die gesteigerte Rot unserer Volks­genossen jenseits der Grenzen von uns nur ein­malig als Opfer fordern darf.

Reben das Groschenopfer der Mil­lionen, aus denen bisher im wesentlichen die Mittel des VDA. stammten, muy daher ein einmaliges und besonderes Pflicht- und Ehrenopfer der Kreise treten, die durch Einsicht, Weitblick, gesamtdeutsche Verantwortung und Vermögen berufen sind, dort Deutschen Hilfe zu bringen, wo es jetzt am dringendsten nötig ist.

Dir rufen daher auf zum nationalen Ehrenopfer 1933 für das Deutschtum jenseits der Grenzen.

Wir stellen das Rotopfer in diesem 3ahre, in welchem der gesamtdeutsche Gedanke an den deutschen Südmauern der Karawanken auf der Klagenfurter Pfingsttagung als deutsche Aufgabe und deutsche Forderung neu verkündet werden sollte, unter den Geist und das Wollen jenes Mannes, der in ähnlicher Rotlage des Deutsch- tums in Oesterreich-Ungarn vor 20 3obren einen Aufruf zum Schutz des kämpfenden deutschen Volkstums an den Grenzen erließ, unter dem

Passau, 5. Juni. (TU.) Das volksdeutsche Pfingstfest des Dolksbundes für das Deutschtum im Ausland wurde am Samstag mit Gottesdiensten bcider christlichen Konfessionen eingeleitet. Der sach­liche Höhepunkt der Tagung war dann die

Bauerntogung

aus der zunächst Regierungspräsident a. D. Graf von Baudifsin die Grundsätze volksdeutscher Bauernarbeit entwickelte. Nach dem Willen unseres Reichskanzlers Adolf Hitler, so führte er u. a. aus, ist ber Bauer wieder in den Mittel­punkt des deutschen Volkes getreten, und unsere Arbeit wird aus dieser Tatsache unge­ahnte neue Möglichkeiten gewinnen können. Die nationale Erhebung stellt die volkspolitische Arbeit in einen neuen und großen politischen Zusammen­hang hinein. Unser Reichskanzler Adolf Hitler hat in seinen Staatsreden bereits die Grundzüge der neuen Politik des deutschen Volkes in Mitteleuropa aufgezeigt. Die Verwirklichung dieser Politik ist die Ausgabe der heutigen (Beneration.

Wir haben nicht nur den deutschen Staat neu zu gründen und ihn fest zu machen, sondern wir

VDA. ehrerbietige Grüße und daS be­geisterte Gelöbnis treuester Gefolg­schaft im Kampfe für unser deutsche- Gesamt­volk Volksbund für das Deutschtum im Aus­land."

Weitere BegrüßungStelegramme wurden an Reichsinnenministcr Dr. Frick und an den preu­ßischen Kultusminister Rust gerichtet. Darin ge­lobt der VDA. treue Mitarbeit am Reuaufbau der Ration.

Ein Versprechen an Kärnten.

Passau, 5.3uni. (TU.) Der VDA. sandte von seiner Psingsttagung folgendes Telegramm an den Landeshauptmann Kernmaie r- Klagenfurt:3n tiefer Verbunden­heit gedenkt der VDA. auf seiner Tagung Kla­genfurt-Passau des Kärtener Landes und seiner Bevölkerung, die in schwerster Zeit den Glauben an Volk und Heimat mit Opfern und letzter Hingabe besiegelt hat. Schmerzlich empfinden wir die tragische Schicksalsverkettung, an der wir keine Schuld tragen. Aber was verspro­chen ist. werden wir erhalten. Wir wer- I den in einem anderen 3ahr doch noch nach I Klagenfurt kommen. Dr. Hans Steinacher. | Reichsführer des VDA."

Nationales Ehrenopfer für das Deutschtum jenseits der Grenzen.

Ein Aufruf an die gesamte deutsche Ration.

Der Pfingstsonntag in Passau.

Ramen des steirischen Dichters und Dolkstums- kämpfers Peter Roseggers, feit dessen Tode gerade 15 3ahre vergangen sind.

Roseggers heißer Glaube an die Kraft deut­scher Selbsthilfe hat damals im alten Oesterreich in mitreißendem Willen über den Kleinmut ge­hegt und einen heiligen Opfermut für kämpfendes Volkstum an den Grenzen entflammt. Auf seinen Ruf ruf hin sind zur Roseggerspende unter dem Ruf2000 Kronen = zwei Millionen Kronen" binnen 3ahresfrist fast vier Millionen Kronen zusammengebracht worden.

Im Geiste dieser Roseggerspende eröffnen wir heute das Deutsche Ehrenopfer 1933.

wir treten an die gesamte deutsche Ration mit der Aufforderung heran, im Bekenntnis ;um Gedanken Roseggers den Glauben neu zu er­weisen: Den Brüdern im bedrohten Land roarm- fühtend Herz, hilfreiche Hand."

2000 Mark = 2 Millionen Mark, wir suchen 1000 Spender, Einzelpersonen ober Körperschaften, bic binnen Jahresfrist je 2000 Mark für einen Wehr- schätz beutfdjen Volkstums, für bas natio­nale Ehrenopfer stiften. Der Volksbeutsche Wehr­schatz wirb nach ben Richtlinien seiner Aufgaben bort eingesetzt, wo bas beutsche Volkstum jenseits ber Grenzen im besonderen Maße für uns in ber großen Hahwelle bes Jahres 1933 gelitten unb sich Hilfs- bebürftig erwiesen hat. Ieber Stifter erhalt eine Stifterurkunbe in Form eines künstlerischen Origjc nal-Holzschnittes bes bekannten Kärntner Meisters Switbert Lobisser.

Die Liste wird eröffnet mit ber Zeichnung bes Herrn Reichspräsibenten (BeneralfelbmarfdjaU von Hindenburg, unserem Ehrenvorsitzenden. Wer folgt nach?

i)r. Hans Steinacher, Reichsführer bes VDA.

Hitler und Krick unter den ersten Güstern.

Passau, 5. Juni. (TU.) Das National-Ehren- opfer 1933 für das Deutschtum jenseits ber Grenzen hat alsbalb auch die Zustimmung des Reichskanzlers Adolf Hitler und bes Reichsaußenministers Dr. Frick gefunben, bic beibe eine Stiftung g e zeichnet haben. Außerdem lagen bis zum Pfingst- sonntagfrüh bereits 15 weitere Zeichnungen vor, so daß bereits zwölf Stunden nach ber Ber- fünbung bes Aufrufs 36 000 Mark zur Verfügung gestellt waren.

müssen bei der Ordnung unserer eigenen staat­lichen Belange im Rahmen ber gegenwärtigen Reichsgrenzen zugleich bas Schicksal ber beut- fchen Brüber jenseits ber Reichsgrenze, die unter fremder Staatshoheit stehen, ira Auge haben. Dir müssen uns aber darüber klar sein, daß die neue neue deutsche Politik ausgeht vom deut­schen Volksgedanken und daß ber frühere Zwie­spalt zwischen ben staatlichen und den oolklichen

Interessen damit aufgehört hat.

Kein Stand ist so unlösbar verbunden mit dem Volkstum, wie der Bauer. Auch bort, wo er unter frember staatlicher Hoheit Grunb unb Boben be« hauptet, bleibt er schicksalhaft oerbunben mit seinem Volkstum. Der Wohlfahrtsstaat wirb abgelost burch bie Selb st Verantwortlichkeit ber B e - rufsftänbe und der Staat auf seine ursprüng­liche Aufgabe zurückgeführt, Hoheit unb Schützer zu fein.

Professor Dr. Csaki-Hermannstadt sprach bann von ber Bebeutung der deutschen Bauern für bas deutsche Volkstum in Südosteuropa. Es war eine ein- 3ige flammende Hymne auf die Kulturleistung des