Ausgabe 
6.6.1933 Erstes Blatt
 
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3. Die Hauptabteilung, welche das Genos­senschaftswesen betreut und also die heu­tigen Genossenschaften eingliedert. Allerdings ist dann eine Voraussetzung hierzu, daß die Genossen­schaften sich wieder auf ihre alte Auf­gabe beschränken.

4. Die Hauptabteilung, welche die Waren­bewegung betreut, also der Handel mit Erzeugnissen des Landstandes und D e - triebsmi-tteln des Hofes. 3n diese Haupt­abteilung wäre der Deutsche Landhan- d e l s b u n d einzugliedern.

5. Die Hauptabteilung, welche das Geld­wesen des Landstandes betreut. Lieber Einzel­heiten dieser Hauptabteilung soll im Augenblick nichts näher gesagt sein.

Ob sonst noch Hauptabteilungen gebildet werden sollen oder wie die innere Aufteilung der Haupt­abteilungen vor sich gehen soll, ist im Augenblick nicht wesentlich zu entscheiden. Wesentlich ist nur, daß jeder einzelne anfängt, an den Aufgaben mit­zudenken und von seinem Teil aus an der Entwirrung der Lage mitarbeitet."

Frankreich zur Paraphierung des Viererpakts bereit.

Paris, 6. Juni. (WTB. Funkspruch.) In einem Ministerrat unter Vorsitz des Präsidenten der Re­publik erstattete Ministerpräsident D a l a d i e r und Außenminister Paul-Boncour über den Stand der Verhandlungen zum viecerpakt, sowie über die an dem ursprünglichen Entwurf vorgenommenen Abänderungen Bericht. Der Ministerrat hat beschlossen, den französischen Botschafter in Rom zu ermächtigen, den Text dieses Paktes zu paraphieren.

Dazu wird von unterrichteter Seite in Berlin bemerkt, doh der Mussolini-Plan durch die mehrfachen französischen Abänderungen seinen ursprünglichenEharakterbereitsver- loten hak: bei dem heule in Berlin eingegangenen Pakkentwurf handelt es sich um einen ganz neuen Text, der, wie wir hören, seilens der Reichscegierung einer sorgfältigenPrüfung unterzogen wird.

OieGäuberungöaktion beim Rundfunk.

Berlin, 3. Sunt. (WTB.) Die vom Reichs­rundfunkkommissar Dr. Krukenberg einge­leitete Säuberungsaktion des Runkfunks nähert sich ihrem Ende. Bereits jetzt sind seit Beginn der Äeuordnung des Rundfunks 9 8 leitende und 38 sonstige Angestellte aus den Rundfunkgesellfchaften ausgeschieden. So­weit ihre Stellung nicht infolge der gleichzeitig durchgeführten Vereinfachung des gesamten Ge­schäftsbetriebs ekngespart werden konnte, find sie überall durch langjährige Kämp­fer für die nationale Erhebung er­seht worden, die durch bisherige Arbeit und persönliche Qualität die Gewähr dafür boten, den Rundfunk aus dem ihm von Reichsminister Dr. Goebbels gewiesenen Weg vorwärts zu führen.

Kleine politische Nachrichten.

Reichskanzler Adolf Hitler hat die Pfingst­tage auf dem Obersalzberg bei Berchtes­gaden verbracht. Reichsminister Dr. Goebbels weilte bei ihm zu Besuch und hatte ausgiebig Ge­legenheit, über die Romreise zu berichten.

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Der Reichsjustizkommissar Dr. Frank wird im Donnerstag, 8. Juni zwischen 20 und 20.30 Uhr im Deutschlandsender über das ThemaD a s neuedeutsche Recht" sprechen. Die Rede wird auf alle deutschen Sender übertragen.

Der neue Vorstand des Verbandes der deutschen Hochschulen hat an den Reichs­kanzler folgendes Telegramm gerichtet:Die neue Führung des Deutschen Hochschuloerbandes begrüßt in Verehrung und Treue den Kanzler des deutschen Volkes und gelobt freudige Mitarbeit am Aufbau des Reiches, gez. Schucht, Bebermeyer." e

Der Katholif che G e s s l l e n t a g, der vom 8 bis 11. Juni in München stattfinden sollte, ist von der bayerischen politischen Polizei verboten worden.

Die in den Städten Schöningen, Heldstedt und Königslutter imj?aufe der Woche verhafteten Führer des Stahlhelms sind gestern mittag sämtlich wieder auf freien Fuß gesetzt wor­den, nachdem sie vom zuständigen Amtsrichter noch­mals vernommen worden waren.

Kunst und Wiffenschast.

Dr. Goebbels als Autor.

Am 7. Juni findet im Hessischen Landes* theater in Darmstadt ein einmaliges Gast- fpielöer nationalsozialistischen Gast- spielbühne unter der Leitung von Rob. Rohde statt. Dieses Gastspiel wird allgemeines Interesse finden, daDer Wandere r", ein Spiel in acht Bildern, Prolog und Epilog, ein Werk des Reichs­ministers Dr. Goebbels ist.

Aus aller Welt.

Ein Adolf-Hitler-Park in Germersheim.

Am Pfingstsonntag wurde in Germersheim un­ter großer Beteiligung der Bevölkerung ein neu angelegter Park auf den Ramen Adolf- Hitler-Park eingeweiht. Aus allen Or­ten der Umgebung waren Besucher gekommen, insbesondere die ganze SA., SS. und Hj., der Stahlhelm u. a. mehr. Für die Stadtverwaltung sprach erster Bürgermeister Wolf, für die Gau­leitung der NSDAP. SA.-Oberführer Schwitz- gebel und Reichstagsabgeordneter Selzner, der auch den Dank des Herrn Reichskanzlers für die Ehrung übermittelte.

Erneuter Anschlag auf das Schild an der Löwener Universität.

In der verflossenen Woche wurde an der Biblio­thek der Universität zu Löwen das bekannte Schild ohne deutschfeindliche Inschrift wieder angebracht. Am Sonntagmorgen ist das Schild von demselben Morren wiederum völlig zer- stö r t worden, der es im Jahre 1930 zum ersten Male zerstört hat. Die Polizei gab ohne Erfolg meh­rere Schreckschüsse ab, um Morren zu veranlassen, vom Dach herunter zu steigen. Dieser stieg erst ab, als er das Schild völlig zerstört hatte. Er wurde festgenommen und erklärt, seine Tat nicht deshalb begangen zu haben, weil die antideutsche Inschrift entfernt worden sei. Er weigerte sich sodann, weitere Fragen des Untersuchungsrich­ters zu beantworten.

Schwerer Raub in Berlin.

Am Samstag verschafften sich zwei Männer, die sich als Leitungsrevisoren ausgaben, Einlaß in ein Haus in der Marchstrabe in Charlottenburg. Zwei dort anwesende Hausange st eilte wurden von ihnen gefesselt und mit Pistolen bedroht. Alsdann entwendeten sie aus einem Safe 50 000 Mark, eine Perlenkette, zwei Brillantbroschen, meh- rere kleine Ringe, eine Damen-Platinuhr, zwei Armreifen mit kleinen Brillanten und Perlen, eine goldene Uh ohne Deckel, sowie ein goldenes und ein silbernes Zigarettenetui mit Monogramm. Die Täter sind alsdann unerkannt entkommen.

BriUanlen-6mir festgenommen.

Einen besonders guten Fang machten die Be­amten des Einbruchs- und Raubkommissariats Stettin durch die Festnahme eines seit etwa zehn Jahren gesuchten Strahenräubers und Zu­hälters, der sich als Mitglied des VereinsEiche" mit einem gefälschten Pah auf den Ramen Heine, Kleine, geboren am 22. 2. 1896 in Essen-Alten­dorff, Dreher von Berus, in Stettin aufg eh alten hat. Er ist in der Verbrecherwelt alsBril- l a n t e n - E m i l" bekannt. Rach langem Kreuz­verhör gestand er ein, der 37jährige Händler Emil Drose aus Essen zu sein. Die Staats­anwaltschaft in Düsseldorf sucht ihn wegen Stra­ßenraubes, die Staatsanwaltschaft Köln zur Ver­büßung einer hohen Strafe wegen Zuhälterei. Vermutlich kommt er auch für zahlreiche Straf­taten in Stettin, Berlin, Dresden, Leipzig und im Ruhrgebiet in Frage.

Wettervoraussage.

Durch den hohen Druck über Skandinavien wird weiterhin vorwiegend kontinentale Lust nach Deutsch­land befördert, so daß die Schönwetterlage erhalten bleibt. Bei der starken Erwärmung wird jedoch das Barometer nach und nach fallen, da sich flache Stö­rungen herausbilben, die späterhin zu lokalen Ge- witterbildungen führen dürften.

Vorhersage für Mittwoch: Roch viel­fach heiter, heiß und trocken.

Vorhersage für Donnerstag: Abge­sehen von lokalen Gewitterstörungen noch Fort­dauer der Schönwetterlage.

Lufttemperaturen. Am 5. Juni: mittags 22,4 Grad Celsius, abends 12,7 Grad: am 6. Juni: morgens 14,4 Grad: Maximum 26,3 Grad, Minimum 9,0 Grad: Sonnenscheindauer 15% Stunden. Erd­temperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 5. Juni: abends 25,8 Grad: am 6. Juni: morgens 17,4 Grad.

Heutige Wasferwärme der Lahn 21 Grad Celsius.

worden. Sogar seine Verfasser haben zynisch zuge­geben, selbstverständlich sei es gar nicht ihre Absicht, gewesen, die Wahrheit zu schreiben, sondern sie hätten bestelltePropagandaarbeit" zu liefern ge­habt. An diese Dinge muß erinnert werden, wenn es sich darum handelt, Deutschlands Anspruch auf koloniale Wiederherstellung zu begründen und einen hieraus gerichteten nationalen Willen zu entzünden. Nur einen solchen werden die jetzigen Nutznießer des uns entfremdeten kolonialen Gutes zu respektieren sich veranlaßt fühlen.

Ministerpräsident Göring in Königstein.

F r a n k s u r t a. M., 5. Juni. (WSN.) Königstein stand am Pfingstsonntag ganz im Zeichen des Be- suches des Ministerpräsidenten Göring. Bereits in ben Morgenstunden strömten Tausende und aber Tausende nach der festlich geschmückten Stadt. Um 19% Uhr traft das große breimotorige Junkersflug- 3eug des Ministerpräsidenten von Nürnberg kom­mend auf dem Frankfurter Flugplatz ein. Reichsstatt­halter Sprenger mit feinem Stabe hatte sich u. a. Zur Begrüßung eingefunden. Von Wiesbaden waren der Bruder und der Neffe des Ministerpräsidenten eingetroffen. Göring besichtigte noch em Klemmflug­

zeug und bestieg sodann das Auto des Reichsstatt­halters, das ihn nach Königstein brachte wo er gegen 10 Uhr mit seinem Gefolge auf dem Festplatz erschien, von der wartenden Menge begeistert ge­feiert. Reichsstatthalter Sprenger hielt eine kurze Begrüßungsansprache. Der Ministerpräsident dankte dem Reichsstatthalter für die herzlichen Worte der Begrüßung und besonders für die hohe Ehre, die ihm durch die Verleihung des Ehrenbürgerrechts zuteil geworden fei. Wie alle Ehrungen, die ihn in letzter Zeit in so reichem Maße überschütteten, nehme er auch diese als dem Führer dargebracht und als Zeichen des Dankes, des Vertrauens und der Hoffnung. Der Führer allein sei der Schöpfer des neuen Reiches. Wenn sie auch alle mitgeholfen hätten in dem Kampfe um das dritte Reich, so hätten sie doch nur ihre Pflicht getan, der Wille des Führers habe sie geleitet und fein Geist habe sie er­füllt. Heute stände er zwar aus einem Platze, der ihm bas befonbere Vertrauen bes Führers bezeuge, er sei aber beshalb boch nureinSolbatAbolfHit- l e r s, ber seine Pflicht tue, wie taufenb andere ©21.» Männer auch. Das Vertrauen, das das deutsche Volk dem Führer Adolf Hitler und seiner Regierung entgegenbringe sei die Garantie für den Wiederauf st ieg unseres Volkes. Im Garten des Kaffee fireiner wohnte der Ministerpräsident dann der Burgbeleuchtung bei.

Der Ansklang der passauer VDA.-Tagnng.

Em Festzug vereinigt alle deutschen Gaue mit den Gruppen des Grenz- und Auslandsdeutschtums.

Kestgottesdienstim Oreiflußeck

Passau, 5. Juni. (TU.) Das Volksdeutsche Pfingstfest der nach Zehntausenden zählenden Jung- mannjchaft des VDA. fand seinen Höhepunkt in drei großen Veranstaltungen am Pfingstmontag. Morgens füllten die Gruppen mit ihren leuchtenden Wimpeln das Dreiflußeck. Nach dem gemein­samen Gesang des Niederländischen Dankgebetes sprach Domprost und Generaloikar Dr. Riemer von deutscher Ewigkeit, deutscher Hoffnung und deutscher Verpflichtung. Nach ihm verkündete ber Bischof der deutsch-evangelischen Landeskirche Süd- flaroicns, D. Popp- Agram, die Ewigkeitswerte deutsch-christlicher Glaubenszuversicht. Die Weihe­stunde schloß mit dem LiedGroßer Gott wir loben dich" und mit der Weihe neuer Wimpel der Jugend­gruppen durch Dr. Steinacher.

Ehrung der Toten.

In früher Mittagsstunde waren die Kolonnen des VDA. mit ihren Wimpeln und Fahnen vor dem Passauer Dom zur Ehrung der Opfer des Grenzkampfes und zur Kundgebung für deutsche Einheit ausmarschiert. Nach einleitendem Hinweis Dr. Steinachers auf den symbolischen Namen der großen DomglockeDie Stürmerin", ge­dachte ber Führer bes beutschen Schutzbundes, Dr. Robert Ernst, als Kämpfer des Weltkrieges der Toten des Grenzkampfes. Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden legte der Reichsführer einen Lorbeerkranz zu Ehren der To­ten mit dem blauen Wimpel des VDA. und den deutschen Farbenbändern nieder. Der Münchener Unioersitätsprofessor Generalmajor Dr. Haus­hofer, der die volkspolitische Bedeutung des Do­nauraumes schilderte, ermahnte die Jugend, die heute den Willen zur Einheit und Freiheit bekundet, auch jederzeit mit der Tat ihre Gesinnung zu beweisen, wie es in Sturmgewittern das

feldgraue Heer in viereinhalb Jahren bewiesen hat. Die Kundgebung schloß mit dem Deutschlandlied.

Oer Festzug

Die Festesfreude in der überreich geschmückten Stadt fand dann ihren jubelnden Ausdruck in dem Festzua, der zwei Stunden lang durch das Spa­lier der Passauer Verbände zog. Am Adolf Hitler- a nahm Reichsführer Dr. Steinacher den eimarsch ab. Den Anfang machten unter Vor­antritt der Reichswehrkapelle Abordnungen der SA. und der Hitleriuaend. Dann folgten die Jugend- gruppen des 232)21, jede Landschaft, jede Stadt trug ihre Fahnen und Wimpel, dazu besondere Symbole, das Stadtwappen, plastische Darstellungen histori­scher Bauten und Denkmäler. P o t s d a m z. B. kam in der friderizicmischen Paradeuniform, der Ber­liner Gruppe schritt im braunen Pelz der Bär voran. Plauen fuhr in einem Landauer, umkränzt mit den Plauener Spitzen, vorbei. Pommern präsentierte seine großen Kartoffeln. Der Ratten­fänger von Hameln führte seine in alte Trachten gekleidete Kinderschar an. Die Braunschweiger Gruppe wurde von Till Eulenspiegel und seinen Gesellen geführt. Besonders umjubelt wurden d i e Vertreter aus Oe ft erreich, an ihrer Spitze die Kärntner. O st preußen fuhr ein großes Kar- tenbilb mit der Forderung auf Beseitigung des Kor­ridors voran. Die große Gruppe aus Danzig konnte sich davon überzeugen, daß auch im Süden des Reiches der Einsatz für die Deutschheit Danzigs fein Echo findet. Die Deutschen aus Eupen, M a 1 m e d y und St. D i a t h , denen sich auch Flamen beigefellt hatten, weckten Stürme der Begeisterung. So zog ein Grenzgebiet und eine auslandsdeutsche Volksgruppe nach der anderen vor­bei, alle iAi Bewußtsein der Einheit deutschen Blu­tes und in dem festlich beteuerten, Willen zur völ­kischen Untrennbarfeiit der Nation. Den größten Eindruck machte der durch Hunderte vertretene VDA. - Verband des Saargebietes.

Horst Wessel und die Welt.

Eine Kundgebung des Nationalsozialistischen Deutschen GtudentenbundeS.

Berlin, 3. Juni. (CNB.) Der Nationalso­zialistische Deutsche Studentenbund veranstaltete eine stark besuchte Kundgebung unter dem Leit­gedankenHorst Wessel und die Welt". Unter den Ehrengästen bemerkte man auch d i e Mutter Horst Wessels. Bei der Kundge­bung kamen erstmalig Ausländer zu Wort, um ihre Stellung zu Horst Wessel, dem deutschen Frei­heitskämpfer, und zum Rationalsozialismus dar­zulegen.

Der seit 23 Jahren in Deutschland lebende b u l - garischeGeneralGantschew erklärte, das Erwachen Deutschlands habe in Bulgarien gewaltigen Widerhall gesunden. Die na­tionalen Bulgaren sähen in einem nationalen Deutschland eine Bürgschaft für eine bessere Zu­kunft auch Bulgariens. Horst Wessel sei für alle Länder ein Vorbild, die ein nationales Erwachen erlebten. Doug Brink le h (Amerika), der all­wöchentlich für den amerikanischen Rundfunk über die deutschen Verhältnisse spricht, gedachte der ge­waltigen Leistung des unbekannten Soldaten Adols Hitler, der in 14jähriger Arbeit das Werk Bis­marcks vollendet, die deutsche Ration geschaffen habe. Horst Wessel, der sein Leben für die Wie­

dergeburt des deutschen Volkes hingegeben habe, werde von jedem Aufrechtdenkenden in der Welt verehrt.

Der englische Lektor an der Universität Berlin erklärte, man habe in England für einen Mann Verständnis, der für sein Ideal und sein Vaterland in den Tod gehe. Mit echt süd­ländischer Begeisterung und Wärme, oft von jubelndem Beifall unterbrochen, feierte der fa­schistische Vorkämpfer Hauptmann B o r e l l i (Italien) den deutschen Freiheitshelden, der durch sein Sterben für die nationalsozialistische Idee die deutsche Seele der italienischen nahegebracht habe. Das Endziel beider Völker sei durch denselben Weg gekennzeichnet, der in aufrechter Freundschaft gemeinsam ge­gangen werden müsse. Immer habe Italien den unsinnigen Friedensvertrag bekämpft, der noch zu revidieren sein werde.

2m Anschluß an die Rede Borellis spielte die Kapelle die Faschistenhymne, die von den Teilnehmern stehend angehört wurde. Nachdem mehrere deutsche Redner gesprochen hatten, schloß die Kundgebung mit dem Horst-Wessel-Lied und einem Heil auf den Dolkskanzler und Führer.

Nie litiisliebenmg des deutschen Landstandes.

Ein plan des Reichsbauernführers K. Walter Oarr6.

Der Agrarpolitische Beauftragte des Kanzlers und Reichsbauernführer R. Walter Darre ver­öffentlicht in der von ihm herausgegebenen natio­nalsozialistischenLandpost" unter der Lieber­schriftZur Frage der Neugliederung des deut­schen Landstandes" Eiirzelheitcn über die Neu­organisation. In diesem Artikel heißt es u .a.:

Die landwirtschaftlichen und bäuerlichen Ver­bände, freie sowohl als auch halbamtliche und amtliche, sind auf dem Boden des Liberalismus planlos emporgewuchert, ohne daß eine ordnende Hand Liebersichtlichkeit, Sinn und Ord­nung in das Ganze gebracht hätte. Wir stehen heute vor diesem Durcheinander wie ein Gärtner, der in einem verwilderten, gründlich verunkrau­teten Garten planvoll Ordnung schaffen soll: oder wie ein Bauer, der einen völlig herun­tergewirtschafteten Hof übernehmen soll: In bei­den Fällen hat es keinen Sinn, zunächst an die Inangriffnahme von Fragen zweiter Ordnung zu gehen, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, wie die Dinge einmal im einzelnen aussehen werden, sondern erst einmal muß Klarheit ge­schaffen werden, wie der neue Plan grund­sätzlich aufgebaut sein muß. Darauf kann mit der Aufräumungsarbeit begonnen werden, bis aus der Linordnung der Plan der neuen Ordnung sicht­

bar wird. Dann erst ist es an der Zeit, das ein­zelne in der neuen Ordnung zu bedenken.

Dieser Grundplan soll etwa so aussehen:

Als Aufgabe steht vor uns, aus der Vielheit der freien und halbamtlichen Verbände eine Standesvertretung des deutschen Landstandes zu schassen. In diesem einen Stand müssen die bestehenden Verbände auf einige wenige Sparten, Hauptabteilungen, oder wie man es nennen will, zusammengefaßt, bzw. aufgeteilt werden. Von diesem Standpunkt aus ergeben sich folgende Sparten bzw. Hauptabteilungen:

1. Die Hauptabteilung, welche den Men­schen im Landstand betreut, also die eigentlich ständischen Aufgaben übernimmt. In diese Hauptabteilung wären die freien Verbände ein» Äugliebem, also etwa das, was sich in der Reichs- führergemeinschaft des Deutschen Bauerntums zu­sammengeschlossen hat.

2. Die Hauptabteilung, welche den Hof, den landwirtschaftlichen Betrieb, betreut, also die eigentlich betriebswirtschaftlichen und betriebstechnischen Aufgaben Übernimmt In diese Hauptabteilung wären die halbamt­lichen und amtlichen Selbstverwaltungskörper, wie es z. D. die Landschaftskammern darstellen, hin» einzunehmen.

Dr. Goebbels im Hauptquartier des italienischen Sports.

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''er Reichspropagandaminister und seine Gattin bei der Besichtigung des Mussolini-Forums, der groß­artigen Sportanlage in Rom.