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33 Fortsetzung.
Nachdruck verboten!
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die mit ihren Eltern begleiten wollen;' doch hat sie sich mit einem jt nun will sie nicht weg. uns, für Ihren Vater hi
A- nimm das Angebot Ich geäußert, Deulsch- Mst du doch die beste I schon ein Weilchen
die Hände erhob.
) Deutschland möchte
Puls Speerau dachte, p Deutschland dem Pte, und dessen Frau
nicht zureden, Kind,
onttward das Dasein für Angela sicher viel besser. Und l<e-n wenn er sich vorstellte, daß er vielleicht noch recht friert
Die aussortierten Bücher
Aktion der Deutschen Studentenschaft gegen das undeutsche Schrifttum.
Berlin, 6. Mai. (CNB. Funkspruch.) Im Auftrage des Kampsausschusses „Wider den undeutschen Geist" der Deutschen Studentenschaft, Kreis X (Brandenburg) setzten sich heute vormittag fünf studentische Stoßtrupps in Bewegung, um sämtliche Dolksleihbüchereien in Berlin einer Säuberung zu unterziehen. Wie wir erfahren, richtet sich die Aktion selbstverständlich nur gegen die der breiten
Landeskirchentages durch Hinzuziehung von Vertretern der G l a u b e n s b e we - gung Deutscher Christen ergänzt werden. Weiterhin wurde beschlossen, daß unbeschadet der kommenden kirchlichen Neuregelung im Reich die Bereinigung der kirchlichen Verhältnisse an Rhein und Main (GroßhessischeKirche) mit Tatkraft zeitgemäß gefördert
Schriften sollen am kommenden Mittwoch a u f dem Opernplatz verbrannt werden. Büchereien, die ausschließlich wissenschaftlichen -Zwecken dienen, werden selbstverständlich von der Aktion verschont bleiben. Hausbüchereien werden, soweit bisher feststeht, nicht von der Aktion erfaßt; es bleibt vielmehr jedem Deutschen anheim gestellt, seine Hausbibliothek von undeutschem Schrifttum zu säubern und die undeutfchen Bücher der deutschen Studentenschaft zur Verfügung zu stellen.
Zu Beginn der Aktion wurde das Institut für Sexualwissenschaft besetzt, das von Professor Magnus H i r s ch f e l d aufgezogen worden war. Aus der Büchersammlung wurden nicht nur die Hauptwerke von Magnus Hirschfeld, sondern auch die Sonderdrucke kleinerer Schriften, Zeitschriften und Arbeiten anderer Autoren ausgeschieden und auf Lastkraftwagen verladen. Die beschlagnahmten Bücher des Instituts
Arbeitsfront und Wirtschaft.
Ein Briefwechsel zwischen den Kommissaren Wegener und Ley.
werden noch einer genauen Sichtung unterzogen, damit nicht Werke der Vernichtung anheimfallen, die für die medizinische Wissenschaft einen hohen Wert besitzen. Auch das Dilderarchiv stitutes ist einer Sichtung unterzogen Rach Beendigung der Aktion ist das geschlossen worden.
Genf, 5. Mai. (TA.) Die deutsche Abordnnug auf der Abrüstungskonferenz hat dem Präsidium neue deutsche Abänderungsvorschläge für das Kapitel des englischen Abrüstungsabkommens, das die Luftrüstungen behandelt, eingereicht. Im englischen Plan ist vorgesehen, daß die Abschaffung der gesamten Militärluftfahrt, die den langjährigen deutschen Forderungen entspricht, nicht während der Laufzeit dieses Abkommens erfolgen soll, sondern daß diese Frage bis zur zweiten Abrü- stungskonferenz, also mindestens bis zum Jahre 1938 zurückgestellt werden soll.
Der englische Plan sieht ein Verbot des Luftbombenabwurfes vor, das jedoch durch Ausnahmen für „polizeiliche Zwecke in entlegenen Gebieten" eingeschränkt wird. Diese Ausnahmeregelung ist jedoch nach deutscher Auffassung vollständig unklar» und läßt den Bombenabwurf auf die Zivilbevölkerung oder auf hoher See zu. Demgegenüber beantragt die deutsche Abordnung in ihren Abänderungsvorschlägen, daß die Ausnahmeregelung der polizeilichen Zwecke in entlegenen Gebieten fallengelas- s e n wird.
Ferner wird in wörtlicher Llebereinstimmung mit den Deutschland im Versailler Vertrag auferlegten Bestimmungen beantragt, daß die vertragsschließenden Staaten Aebereinkommen i n ihre Truppende st ände keinerlei Luftrüstungen einzubeziehen. Das gesamte Material der Militärluftfahrt soll zur Hälfte innerhalb des ersten Jahres nach Inkrafttreten des Abkommens, zur anderen Hälfte vor dem Ablauf des 2. Jahres völlig vernichtet werden.
Die stummen Gäste von Zweilinden vornan vonAnny vonpanhuys.
Copyright by Belletristische Korrespondenz Bechthold.
ü>ffen. feiner Schublade hervorzog Zeit zvband sich statt eines grauen c , Strick um den Kragen.
Wulf Speerau ging neben dem alten Pfarrer durch die enge Gasse. „Ich will versuchen, Angela noch umzustimmen', begann er, „aber ich bitte Sie, Senor Cura, falls ich in jener Zeit sterbe, in der Angela fort ist, sich ihrer anzunehmen, ihr beizustehen, wenn es nötig ist."
"Das verspreche ich Ihnen recht gern Senor Esperao", erwiderte der Pfarrer, „der Gedanke braucht Sie nicht zu bedrücken, im übrigen müssen Sie nicht gleich ans Sterben denken. Das Vierteljahr, welches wir in Deutschland weilen, geht schnell herum." Er klopfte ihm beruhigend auf die Schulter.
Wulf Speerau nickte lächelnd; dann grüßte er höflich und kehrte um. Immer wieder gingen ihm neue Gedanken durch den Kopf.
Nach dem Essen begann er zu Angela: „Du solltest das Angebot des Pfarrers annehmem Mädelchen, du müßtest hier ein Weilchen heraus. Wenn du auch nicht davon sprichst, , so weiß ich doch an was du am meisten denkst. Glaube mir, Kind, die Sterne vorn Himmel möchte ich herunterholen für dich, es gäbe für mich keinen schöneren Tag auf der Welt als den, wenn du Konrad von Zweilindens Frau werden könntest." Er ließ das Thema fallen. „Ich will nachher ans Meer fahren", erklärte er, „ich sehne mich nach frischer, kühler Luft; hier in unserer Gasse ist es so dunstig."
Angela nickte ihm zu, sie dachte, er würde ja doch wieder die dämmerkühle Kirche Belön aufsuchen.
Wulf Speerau aber zog seinen guten Anzug an, und als er fortging, küßte er Angela besonders Zärtlich. „Kind, trage es mir nie nach, daß ich die Schuld an deinem Unglück habe, ich bitte dich inniq darum!"
Angela blickte ihn ernst an. „Aber, Vater, wir wollten doch nicht mehr davon sprechen. Ich werde dir niemals etwas nachtragen, das weißt du ja."
Er küßte sie noch einmal.
„Wie dankbar ich dir bin, Angela, du einziger Mensch, den ich Selbstsüchtling mehr liebe als mich. Wie beruhigend es ist, zu wissen, du wirst mir niemals etwas nachtragen."
Er ging, und Angela blickte ihm nach. Alt war der Vater geworden, sehr, sehr alt; eigentlich sollte sie ihn gar nicht allein gehen lassen. Aber sie mußte arbeiten, sie hatte noch allerlei Aufträge zu erledigen. Ein paar Sträuße und Kränze waren be- ftellt, die gegen Abend abgeholt werden sollten
Neue deutsche Vorschläge in Genf
Oie Lust- und Seerüstungen.
fiihrung der Unternehmerschaft mit der Arbeiterschaft kann das große Ziel der deutschen Volksgemeinschaft erreicht werden, sondern durch die soziale Befreiung der deutschen Arbei- allein kann die Grundlage und
Wulf Speerau war ganz eigen zumute heute, er hatte, seit der Pfarrer dagewesen, das Gefühl: wenn er nicht mehr wäre, müßte sich das Leben für Angela oiel leichter gestalten. Was sollte überhaupt aus ihr werden, wenn er noch lange bei ihr blieb? Vielleicht war ihr jetzt durch den Pfarrer die beste Gelegen- heit gegeben, in andere Verhältnisse zu kommen. Er hatte nicht die Macht, sie aus der Enge ihres jetzigen Ledens zu befreien; wenn er aber still beiseite trat,
werden soUe. Die Kirchenregierung wird entsprechende Verhandlungen mit den beteiligten Rachbarkirchen neu in Gang bringen. Im Hinblick auf die schwebenden Verhandlungen wurde der Präsident des Landeskirchentages D. Herrmann gebeten, zunächst von der für Mitte d. M. in Aussicht genommenen Einberufung des Landeskirchentages abzusehen.
so gut Deutsch wie Spanisch, damit unsere Reise und die endgültige Regelung der Angelegenheit gut von- ftatten geht. Ich habe nun an Sie gedacht, Angela. Wenn Sie uns nach Deutschland begleiten würden, öann wüßte ich, daß sich 'alles für uns glatt und bequem gestaltete." . «
Er wollte weitersprgchen^Lder Angela hinderte ihn dadurch, daß sie abroejj^ff 1
„Nein, Senor Cura, nrifijSlB ich nicht."
Wie ein Aufschrei vielleicht fürchtete Manne zu begegnen, sie nicht werden durfte^^^W
Er sagte: „Ich will^^^M aber raten möchte ich bir,Mf) an. Du hast früher oft land kennenzulernen OeKtnS Gelegenheit dazu. Ich N)e:ie,'n allein."
Lieber Pg. Dr. Wegener! Ich danke Ihnen vielmals für Ihren Glückwunsch und dafür, daß Sie mir ZU gemeinsamer Zusammenarbeit die Hand bieten. Unsere langjährige persönliche Bekanntschaft und unsere völlig gleichgerichtete nationalsozialistische Ueberzeugung gibt mir und der von mir geführten Deutschen Arbeitsfront die freudige Gewißheit, daß der neue Geist der Zusammenarbeit, der uns erfüllt, sich von der Spche auf die gesamteOrgani- sation der Wirtschaft übertragen wird, so daß künftighin bei Verhandlungen sich nicht mehr
Die deutsche Abordnung beantragt sodann, um den franz^schen Forderungen auf Kontrolle der Zivilluftfahrt Rechnung zu tragen, daß die vertragsschließenden Staaten eine wirksame Kontrolle der zivilen Luftfahrt annehmen, um die militärische Verwendung zu verhindern.
Von deutscher Seite wird au diesem demnächst im Hauptausschuß zur Verhandlung gelangenden deutschen Luftrüstungsanträgen darauf hingewiesen werden, daß dieses Kapitel der Abrüstung den Prüfstein des ehrlichen Abrüstungswillens der Großmächte darstellt, da auf diesem Gebiet sofortige wirksame Maßnahmen ergriffen werden können.
Auf dem Gebiete der Seerüstungen verpflichtet sich Deutschland nach den heute eingereichten Anträgen, daß es d i e Zahl der Ueberwas- s e r s ch i f f e, an die es bisher durch den Versailler Vertrag gebunden war, nicht überschreiten will und daß es nicht mehr als ein Schiff auf Stapel legen will als Ersatz für eines feiner veralteten Linienschiffe. Sollte der Hauptausschuß zu der Ent- scheiduna kommen, daß die übrigen Mächte auf ihre U-Boote für die nationale Verteidigung nicht verzichten können, so behält sich die deutsche Delegation das Recht vor, zu einem späteren Zeitpunkt auf diesen Punktzurückzukom- men. Obwohl in dem englischen Konventionsentwurf keine Herabsetzung der Flotten vorgeschlagen wird, ist Deutschland trotzdem bereit, in der Erwartung, daß die hochgerüsteten Seemächte auf der Konferenz von 1935 eine wesentliche Herabsetzung ihrer Seerüstungen vornehmen, bis zu dieser Konferenz die '^chlffszahlen beizubehalten, an die es bisher grbunben war.
Oie Reform der Evangelischen Kirche in Hessen
Beschlüsse der Kirchenregierung.
Darmstadt, 5. Mai. (EPH.) Die Hessische Evangelische Kirchenregierung, ergänzt durch die Mitglieder der gemäß der Kirchenverfassung gebildeten ständigen Ausschüsse des Landeskirchentages, war in Darmstadt versammelt, um den Bericht über die in Berlin geführten Verhandlungen des Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses und des Kirchenbundesrates zur kirchenpolitischen Lage entgegenzunehmen. An diesen Sitzungen in Berlin hatten Prälat D. Dr. Dr. Diehl und Vizepräsident Dr. Dahlem als Vertreter der Evangelischen Landeskirche in Hessen teilgenommen.
Rach eingehendem Referat des Prälaten kam man zu der einmütigen Aeberzeugung, daß unbeschadet des Ergebnisses der Verhandlungen zwischen der Reichsregierung und dem Deutschen Kirchenausschuß schon jetzt auch für Hessen die durch die Lage gegebenen Vorarbeiten vondemDerfassungsausschußsofort Ln griff genommen werden sollen. Es handelt sich hierbei um die Lleberprüfung der Kirchenverfassung zur Beseitigung überholter Einrichtungen unter wieder stärkerer Betonung des urreformatorischen Synodal- und Gemeindegedankens. Zu diesem Zweck soll der Verfassungsausschuß des
lange am Leben bleiben könnte, war es plötzlich, als ob sich sein Herz ganz ängstlich zusammenzog.
Dann fuhr er nach der Fischervorstadt Barcelo- neta; in einer kleinen Kneipe trank er ein paar Gläschen Cazalla. Der scharfe Schnaps stieg ihm zu Kopf, gab ihm den Mut, den er brauchte, um auszuführen, was ihm nötig schien, was ihn heute von Hause fortgetrieben.
Eine ganz stille, einsame Ecke am Meer suchte er aus — und fand sie. Dort setzte er sich nieder und schaute starr auf die blauen Wogen. Seine Gedanken suchten noch einmal die Stunde seiner Vergangenheit, die er niemals hatte vergessen können, die ihn aber auch noch niemals so gequält hatte wie seit der Zeit, wo wieder ein Konrad von Zweilinden in sein Leben getreten.
Tiefblau war das Meer und der Himmel wie ein riesiges Zelt aus Türkisseide.
Dort, wo der Himmel das weichwogende Meer küßte, schwebte eine Rauchfahne; bald würde em Schornstein auftauchen, dem dann allmählich die Umrisse eines Dampfers folgten, der vielleicht von der nahen Küste Afrikas herüberkam. Wulf schloß halb die Augen, das allzu grelle Sonnenlicht störte ihn sehr.
Er dachte an den furchtbarsten Tag feines Daseins, der ihn zum" elenden Menschen gemacht. Er begriff längst nicht mehr, wie Geldgier und die Sucht nach Wohlleben einen Menschen zum feigen Mörder machen konnten.
Der Cazallaschnaps war schwer, er jagte ihm das müde Blut schneller durch die Adern und peitschte seine Phantasie auf. Er blinzelte in das Licht, hielt die Hand vor die Augen. Ihm war es, als wäre das Meer verschwunden und er sähe den Heimat- wald. Er atmete tief, ganz tief diesen würzigen Duft ein und erhob sich langsam. Er wollte in den Wald hineingehen, ihn durchqueren, dann mußte er bald in Schloß Wiesental sein.
Er ging vorwärts, und plötzlich erblickte er am Waldesrand das Steinkreuz. Er murmelte: „Hier starb von verruchter Mörderhand —!"
Es durchschauerte ihn eisig. Das entsetzliche Kreuz! Wenn er es nur nie mehr zu sehen brauchte. Nie mehr!
Wieviel schlaflose Nächte hatte ihm schon bas Denken an dieses Steinkreuz bereitet. Wenn ihm doch endlich einmal dieses Mahnzeichen an seine Untat nicht mehr erscheinen würde!
Er blinzelte wieder. Aber es verschwand nicht, nein, es wuchs, ward größer und breiter; und jetzt, mit einemmal, erkannte er auch wieder das Meer, sah, wie die Wogen das Steinkreuz umspülten, bas sich zu ungeheurer Größe emporreckte, das immer höher wuchs und mit den obersten Steinen schon den Himmel berührte.
Er sann gequält: so übermenschlich groß war seine Schuld wie das Kreuz, so über alle Maßen hinaus- strebend, riesengroß.
(Fortsetzung folgt.)
Auch heute verlangsamte sie ihre Schritte, auch heute gab sie sich dem wehmütigen Zauber hin, der sie immer aufs neue einspann wie in ein Netz von Dunkelheit und Gold, in ein Netz von Schwermut und Wonne. Sie hatte keinen Menschen, mit dem (ie über ihr Liebesleid sprechen konnte, und wenn sie der Vater manchmal so forschend anschaute, dann stieg Bitternis in ihr auf. Er trug die Schuld daran, daß sie ihrer Liebe hatte entsagen müssen, aber er tat ihr auch leid. Seit er sich ihr Vater nannte war er gut zu ihr gewesen, sie durfte ihn nicht merken lassen, wie schwer sie an seiner Schuld trug.
Als sie nach Hause kam, saß der Pfarrer Basella beim Vater. Sie kannte ihn gut, er war der Hauptpfarrer in der Kirche San Ram6n in Coll Manch- Angela hatte ihm schon öfters Blumen gebracht für die Ausschmückung der Kirche an hohen Feiertagen.
(Er war ein lieber alter Herr und hatte nichts Frömmelndes an sich. Im Gegenteil, fein Wesen war fast ein wenig derb.
Als Angela eintrat, rief er ihr fröhlich entgegen: "Ich vm Ihretwegen hier, Angela, und habe eine große, sehr große Bitte mitgebracht. Hoffentlich werden Sie mir diese auch erfüllen!"
Angela grüßte achtungsvoll.
„Wollen Sie Blumen für die Kirche, Senor Cura, Sie können so viele bekommen, wie Sie nur wollen, ich gebe sie Ihnen gern."
Pfarrer Basella schüttelte den Kopf.
„Und wenn ich Sie um so viele Blumen bäte wie Sie in vier Wochen unfertigen könnten, wäre ich noch bescheiden. Nein, meine Bitte ist größer und anspruchsvoller. Aber setzen Sie sich lieber erst, Kind, dann will ich Ihnen meine Bitte vortragen. Ihrem Vater habe ich sie schon erklärt. Er überläßt die Entscheidung Ihnen."
Angela nahm Platz, ihr Blick verriet schon ein wenig Spannung. Der Pfarrer rieb sein Kinn.
„Also, Angela, es handelt sich um folgendes: Ich habe eine Großnichte in Sevilla. Ihre Eltern sind tot, und sie lebte bisher bei einer Freundin ihrer Mutter. Sie ist sprachenkundig, aber Deutsch kann Sie leider nicht. Vor einiger Zeit ist nun ein entfernter Verwandter von uns, der Letzte einer Linie, die feit Generationen in Deutschland lebt, dort gestorben und hat Catalina und mir ein Riesenoer- mögen vermacht. Es ist alles schon so weit geordnet, und wir wollen in Kürze nach Deutschland reifen, um die Erbschaft anzutreten, möchten aber gern jemand mitnehmen, der vollkommen Deutsch spricht.
t e r f rf) g f t ________o_
Garantie gefchasfeä werden, durch die in Zukunft auch in der Wirtschaft mit gemeinsamer Kraft an den gemeinsamen Aufgaben gearbeitet wird. Heil Hitler?
Auf diesen Brief hat der Führer der Deutschen Arbeitsfront wie folgt geantwortet:
innerpolitischer Gesichtspunkte, wie sie in der Rußlandpolitik der Reichsregierung im ganzen und der jetzigen Verlängerung des Berliner Vertrags im besonderen zum Ausdruck kommt, bei- Gehalten wird.
mit gemeinsamem Denken und Wollen. Aus dieser Ueberzeugung heraus beglückwünsche ich auch Sie und die deutsche Wirtschaft dazu, daß da» Vertrauen des Führers Ihnen die Macht in die Hand gegeben hat, die in langjähriger Arbeit von Ihnen vorbereiteten Pläne zur Durchführung zu bringen. Heil Hitler!
Oie deutsche Arbeitsfront.
Das Aktionskomitee aufgelöst.
Berlin, 5. Mai. (TU.) Der Führer der deutschen Arbeiterfront, Dr. Ley, veröffentlicht fol- gende Erklärung: „Parteigenossen und Parteigenossinnen! In wenigen Tagen ist eine der größten Taten der nationalsozialistischen Revolution durchgeführt worden. Alle Arbeiter- und An- geftelltennerbänbe haben sich bebingungs- unb vorbehaltlos bem Führer ber Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, Abolf Hitler, unterworfen. 8 Millionen Werktätige sinb in ber beutschen Arbeitsfront organisiert. Dieses Werk ist nur Dank ber Opferroilligfeit und ber Disziplin aller Dien ft ft eilen ber Partei möglich gewesen. Heute melbete ich bem Führer, daß die Aktion beendet sei und damit die Aufgabe des Aktionskomitees zum Schutze der deutschen Arbeit erfüllt wäre. Den Führer bat ich, genehmigen zu wollen, daß ich das Aktions- tomiteebamitauflöfe. Diesem Wunsche ent- sprach ber Führer unb beauftragte mich mit ber Neubildung ber deutschen Arbeits - front. Gleichzeitig ersuchte mich ber Führer, allen Parteigenossen, SA., SS., politischer Leitung, NSBO. usw. in seinem Namen für bie mustergültige Durchführung ber Aktion zu banken. Am Mittwoch, 10. Mai, finbet ber erfte Kongreß ber beutschen Arbeitsfront statt, auf bem ber Führer bie Parole für bie zukünftige Arbeit ausgeben wirb. Mit Hitler für Deutschlanb vorwärts!"
Beiträge
der Gewerkschafts-Mitglieder für Reichsbanner und GPO.
Berlin, 5. Mai. (TU.) Die RSBO.-Preffe- stelle meldet u. a.: „Bei der genauen Prüfung der Bucher der „Freien" Gewerkschaften und der Arbeiterbank erweist sich immer mehr die Der- quickung und engste Verflechtung von Gewerkschaften und sozialdemokratischer Parteipolitik. Die Dettragsgelder der Gewerkschaftsmitglieder wurden in überreichem Maße den sozialdemokratischen Organisationen, wie Reichsbanner und Eiserne Front, zur Verfügung gestellt. Im Jahre 1932 hat der 21DGB. an die Eiserne Front 218 374 Mk., an die SPD. 70 000 Mk. und an das Reichsbanner in Magdeburg 20 000 Mk. gezahlt. Die Angestellten der angeschlossenen Gewerkschaften wurden außerdem gezwungen, von ihrem Gehalt zu den drei Wahlkämpfen des Jahres 1932 Beiträge je nach Einkommen an die Eiserne Front zu zahlen. Der Verband sozialer Baubetriebe gibt seine Leistung an die Eiserne Front mit 13 335,30 Mk. an. Der Deutsche Holzarbeiterverband leistete 13 631,50 Mk. Für die Zukunft werden die Beitragsgelder der Gewerkschaftsmitglieder lediglich den gewerkschaftlichen Aufgaben zugeführt."
Gesunde Bauernpolitik der Kern des Wiederaufbaus.
Ein Interview
mit Reichsbaucrnführer Darre
Reuyork, 5.2Hai. (ERB.) Die gesamte amerikanische Presse oeröffentltdjl ein Interview des nationalsozialistischen Bauernführers Darre. Durch den Zusammenbruch ber Weltwirtschaft, führte Darre aus, ist bas beutsche Volk nicht mehr in ber Lage, in ausreichenbem Umfang durch den Aus-
Berlin, 5. Mai. (WTB.) Der Reichskommissar für bie beutsche Wirtschaft, Dr. Otto Wegener, Hot, wie ber Zeitungsbienst melbet, an ben Führer ber beutschen Arbeitsfront, Staatsratspräfibenten Dr. Ley, folgenbes Schreiben gerichtet.
Lieber Pg. Dr L ^y! Als ber auf Grunb bcs Vertrauens unseres Führers Abolf Hitler vom Reichswirtschaftsministör eingesetzte Reichskommissar für bie Wirtschaft beglückwünsche ich Sie zu bem einzigartigen Erfolg,' ben Ihre Aktion für ben Zusammenschluß bes gesamten Deutschtums gehabt hat. Nirgenbs in bgr Welt, be- fonbers nicht bei uns in Deutschlanb, ist es bisher möglich gewesen, bie ganze 5 r'6 n t ber Arbeiterschaft unter einer einzigen unb fejten unb verantwort u-ngsbe wußten Führung zusammenzufassett. Ich fasse es als meine ganz befonbere Aufgabe als Reichskommissar für bie Wirtschaft auf, mit Ihnen > n e n g st e r Fühlung zusammen z/l a.r »t «tn unb sehe in biefer Zusammenarbeit einen h e u e n Schritt
F n ’h10 U n" I > 7 " | i" "“D «'■> ociyunuiuiiyeii |iu; muii ineyr
sondern Männer
Der Pfarrer nickteWMM Sie, Angela, Ihr Vater ist emoerstanben.AWhabe schon für ein AÄeljahr den Tasche, unb meine
Jud)te fommt in acht LaWNMrher, mich abzuholen. Eine Freunbin meinet-MWMeine junge Deutsche, 'Y'^emTla lebt, hat uns erst 'Jt, im letzten Augenblick, ■'Sm Spanier verlobt, unb . ip e, Angela, begleiten Sie . ----- -,i ; ,ege ich hier ein Sümm
chen, unb Ihnen verspre?°"Hch, Sie sollen es unterwegs unb in Deutschländisch haben."
Angela lockte ber ®ejm \ mUjureiJen unb bas Land kennenzulernen, ir>” int er lebte, ben sie über '■ den fif"b=nner aufs neu« beuten mußte. Aber wieberum.Zum . es jkr sch^ecklicb au wissen, sie war ihm nAmehr b<:rfte if)n nid)t Ahen
Unb bann, sie können cm wen J „ • J 3 Er war in letzter K war allein.J^ unb immer müde, er bcf"s Emwirkun, 9fj. J kümmerte. So bliet'tilI9cmcme oteu tzeibwelen bes Pfarrers bei ihrem^r unruhigen Iräu roe,en De5
Da brach ber G * e rid) bod)
mi?. ah?rerVe5.nV vernahm er kräftige Schn Sie zu imm», unb eilte davon, wahrsten weiß
lwmer, wo ich b,ti) sogar eine Treppe hii (Tum I* 3urürf' als sich ber Du Senor
f,tn Stuckquße» schon fast bunkel, wie roieber
3 r 4 konnte, aber auf bem Schre Spuh9Prann*aU^-3t trJJ' brnnnte eine Lam einem Seufaer nach. Fnger Mann, ber ihn entqei nie bem
ÄrUf;id’‘e U"d bann aber mit eb.
9m»irinh?n .^fertigten Hast sich auf ben Held von onJ?3!6 un? 'ateressiert die darauf be= von roeitem. 21bjjc betrachtete. Aisbann benahm er -m Cl^<.9r n-S/lj sinnlosen unb unerwarteten Weise, t
Ihre tlmblos, pfiff eine Melobie, fuhr sich mit S» fam bargen Gegenstand, den er unter lautem ne:
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