Rundsunkprogramm.
tausch von Jndustriewaren gegen Agrarpjodukle feine Volksernährung ficherzusiellen. Mrlschasllich betrachtet bleibt deshalb der deutschen Agrarpolitik keine Wahl, sie muh daraus gerichtet fein, wenig- siens d i e notwendig st en Lebensmittel aus der eigenen Scholle ju sichern. Lin weiterer wichtiger Faktor für Deutschland ist die Tatsache, doh die V e r st S d l e r u n g. wie sie in den letzten Jahrzehnten in noch stärkerem Maße al» in Amerika vor sich gegangen ist. zur Aerslö- rung der Lebenskraft des Volks führt. Daraus ergibt sich für uns die Ausgabe der deutschen vauernsiedlung. Die Hilfe für die deutsche Landwirtschaft ist deshalb das Kernstück de» ersten Jahresplans Adolf Hitlers. Das Ziel der deutschen Agrarpolitik ist also nicht die IN a s f e n p r o d u k t l o n , wie sie in der Absicht der sowsetrusslschen Getreidesabrlken liegt, sondern der gesunde Kleinbetrieb de» bodenständigen Bauern. Ho allein kann neben der Ernährungssrage gleichzeitig das be vö l ker u n g »- politische Problem Deutschland» gelöst werden.
Meine politische Nachrichten.
Nach polizeiamtlicher Mitteilung ist der frühere Hauptschriftleiter des sozialdemokratischen „Offenbacher Abendblattes" und ehemalige hessische Landtagsabgeordnete Gg Kaul, der am Abend des l.Mai mit einer schweren Deronalvergistung ins Krankenhaus eingeliefert wurde, g e st o r b e n. Kaul, der ein Alter von 60 Jahren erreicht hat, studierte zunächst Theologie, gab dieses Studium aber bald auf und wurde sozialdemokratischer Schriftsteller. Er gehörte dem Hessischen Landtag von 1919 bi« 1932 an.
Zu Der Untersuchung geaen den bisherigen Präsidenten deS Reichslandbundes Gras von K a l ck r e u t h teilt die deutschnationale Pressestelle mit, dah Gras Kalckreuth nicht Mitglied der Deutschnationalen Front
ist, vielmehr im Zusammenhang mit dem Westarp- Konflikt im Jahre 1930 auS der Partei ausgetreten ist.
Aus aller Welt.
Reichsführerschaft des deutschen Braugewerbes.
Das Präsidium des Deutschen Brauerbundes, das bereits Ansang April eine vorläufige Gleichschaltung vorgenommen hatte, hat sich jetzt neukonstituiert. Das bisherige, aus 16 Herren bestehende Präsidium führt fortan Die Bezeichnung „Reichs- führerschaft des deutschen Brauge- roerbes"; es hat aus seiner Mitte ein geschästs- führendes Präsidium von sechs Herren gebildet, das in Zukunft die alleinige verantwortliche Vertretung des gesamten Braugewerbes darstellt.
Autounglück. — Lin Kind getötet, drei Kinder verletzt.
Im Borort Reinhausen bei Regensburg fuhr ein von dem Legationssekretär Petit beim französischen Konsulat gesteuerter Kraftwagen aus den Bürgersteig und ersahte dabei vier Kinder. Ein sieben Jahre altes Mädchen wurde getötet. Zwei Kinder erlitten schwere, das vierte Kind leichte Berte tz u n g e n. Der Legationssekretär gibt an, die Herrschaft über den Wagen verloren zu haben.
Der DBB. für wlederelnstellung stellenloser Kollegen.
Der Deutsche Bankbeamten-Derein hat die Zen- tral-Direktionen der Großbanken darauf hingewie- sen, dah die Besetzung der Betriebe knapp bemessen worden sei, dah auch nur die geringste Geschäftsbelebung Ueberftunben verlange. Auch die bevorstehende Urlaubszeit werde einen Mangel an Arbeitskräften in Erscheinung treten lassen, dem nicht durch zusätzliche Arbeitsleistungen der übrigen An- gestellten abgeholfen werden dürfe. Es sei deshalb unbedingt notwendig, dah die Belegschaften der Bankbettiebe in allen Niederlassungen schleunigst aus gefüllt würden. So müsse auch das Bank- Igeroerbe an dem großen Ausbau-Programm der Reichsregierung mitarbeiten. Bei der Heranziehung neuer Arbeitskräfte seien in erster Linie die abgebauten Berufsgenossen, insbesondere die verheirateten und älteren Kollegen, zu berücksichtigen.
Sonnlag, 7. Mai.
6.35 Uhr: Hafenkonzert. 825: Katholische Mor- genfeier. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 10.15: Hausmusik. 11.15: Rcichssendung aus Hamburg: Brahms-Huldigung vor und in dem Hause des Meisters. Anschließend: Brahms-Feier des Staates in der Hamburger MusikhaUe. 12.20: Ostdeutsche Kundgebung 13.20: Mittagskonzert. 14.30: Zehnminutcndienst der Landwirtschaftskammer Wiesbaden. 14.40: Stunde des Landes. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittags- konzert. 18: Heinrich von Treitschke. Bon Prof. Dr. W. Platzhoff. 18.25: Vergnügliches Zwischenspiel. 18.50: Gerhard Menzel spricht über sein Buch .Flüchtlinge". 19.05: .Petri Heil." Ein Hörbericht von Oppershofen an der Wetter. 19.25: Sportnachrichten. 19.35: Reichssendung von Wien: Am Grabe Johannes Brahms. 20: Davis- Cup: Deutschland-Aegypten. 20.20: Unterhaltungskonzert. 22.45 bis 24: Nachtmusik und Tanz.
Blonlag, 8. Mai.
7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.10 bis 10.40: Schulfunk. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 15.20: Frauenstunde: „Rechtsfragen, die Frauen und Mütter angehen". 16.30: Äachmit- tagskonzert. 18: .An die gestaltenden Handwerker Frankfurts". 18.15: Deutscher Almanach. 1H.25: Englischer Sprachunterricht. 19: Reichssendung von Breslau. Stunde der Nation. .Volkslieder aus schlesischen Landen". 20: Die Räuber. Ein Schauspiel von Schiller. 21.30: Unterhaltungskonzert. 22.40: Nachtmusik.
Dienstag, 9. Mai.
7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 15: Gießener Wetter» bericht. 15.20: Stunde der Hausfrau. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: .Landhelfer und Landhelferin". 18.15: .Die Mai-Versteigerungen im Rheingauer Weinbaugebiet". 18.30: .Vom toten und vom lebendigen Geist". 19: Reichssendung: Stunde der Nation. Zu SchiUers Todestag. 20: Brahms-Chöre. 20.45: E. T. QL Hoffmann in Bamberg. 21.30: Schwäbisch-Alemannische Volksmusik. 22.45 bis 24: Nachtmusik.
Mittwoch, 10. Mal.
7.15 Uhr: Frühkonzcrt- 10.10 bis 10.40: Schulfunk. 12: Mittagskonzert I. 13.30 Mittags» konzert II 15 20 Stunde der Jugend. 16.30» Lachmittagskonzert. 18: ..Der Kyffhäuferbund . 18.25: Zeitfunk. 19: Reichssendung: Stunde del Nation- Ostpreußikche Komponisten. 20 Literarische Selbstbildnisse. 20 20: Johannes Brahms Konzert des Kampfbundes für Deutfche Kultur. 21.30: „Zum Schwäbischen Heimattag, Pfingsten 1933". 2215: Deutscher Almanach. 22.40 bis 24; Tanzmusik.
Donnerstag, 11. Mai.
7.15 Uhr: Frühkonzert der SA- 9 bis 9.45: Schulfunk- 12: Mittagskonzert I. 13.30 Mittags- konzert II- 15 30. Stunde der Jugend. l£30: Nachmittagskonzcrt. 18: Zeitsragen. 18.25. ..Vom Schauplatz des Wcllenkrieges". 19: Reichssendung: Stunde der Nation. „Die Feier der jungen Front". 20 Kompositions-Stunde. 20.45: Unterhaltungskonzert. 21.45: „Das nußbraune Mädchen". "22.40: „Horst Wessel", Hörspiel von Han« Heinz Ewers und Paul Beyer.
Freitag, 12. MaL
7.15 Uhr. Frühkonzert. 10.10 bis 10.40: Schulfunk. 12. Mittagslonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 1630: Nachmittagskonzert. 18: Aerzte- Dortrag: Wohnungshygicne. 18.25: „Zur Umgestaltung des Dienststrafrechts in Preußen". 19: Reichssendung: Stunde der Nation. „Blut und Boden". 20: Atomzertrümmerung. 20.30: Unterhaltungskonzert- 22: Deutscher Almanach. 22.30 bis 24: Nachtmusik.
Samstag, 13. Mal.
7.15: Frühkonzert. 10.10 bis 10.40: Schulfunk.
12: Mittagslonzert I. 13: Mittagskonzert II. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert. 18- , Arbeitsfreiwillige und Bevölkerung". 18.25: „Bismarcks Glaubensleben". 19: Rcichssendung. Stunde der Nation. Frankfurts Römerberg. 20: Pfälzer Gebabbel. 2010: Süddeutsche Blasmusik. 21: „Wenn wir uns Wiedersehen". Volksstück mit Musik. 22.45 bis 24: Nachtmusik.
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Ganz gleich,worausSieJhren Kaffee kochen — ob aus öohnenkaffee, Kornkaffee oder Malzkaffee — immer wird das Getränk voller, herzhafter und trotzüem billiger durch einen Aufah der Kaffeewürze
Alle Freuden aber, auch die allerkleinsten, sollen wir dankbar hinnehrnen. Diese „Na, und—"» Menschen aber sind mit gar nichts zufrieden. Und, wenn nach schwerer Zeit endlich der Tag kommt, an dem es wieder aufwärts geht, wenn auch ganz langsam, dann kommen diese Schwarzseher sicher mit der kalten, harten Frage: „Ist das alles? Darüber kannst du dich freuen? Du bist aber recht bescheiden!" Triffst du einen solchen Nörgler, der nicht sehen kann, daß sich andere freuen, bann antworte laut und deutlich. „Jawohl! Ich bin so bescheiden! Ich kann mich noch über solche Kleinigkeiten", wie du sie nennst, freuen! Gott sei Dank!" F8-
Große nationale Kundgebung der Universität.
Am Montag, 17 Uhr, wird in der Volkshalle in Anwesenheit des Herrn hessischen Staatspräsidenten Dr. Werner eine große n a tionale Kundgebung der Universität, zu Ehren der Reick^regierung und des hessischen Staatspräsidenten, in Gestalt einer akademischen Feier, statt finden. Iw Mittelpunkt der Feier steht eine Festrede von Professor Dr. Kuhn über das Thema „Die Universität im neuen Reich". Ferner umfaßt das Programm Anfprachen des Herrn Staatspräsidenten Dr. Werner, des Rektors der Landesuniversität, Professor Dr. I e ß , und des Führers der Gießener Studentenschaft, von Graeve. Vorgesehen ist im Rahmen dieser Kundgebung die Verkündung des neuen Studentenrechtes durch den Herrn Staatspräsidenten, anschließend wird abends ein Fackelzug mit darausfolgender öffentlicher Verbrennung zersetzenden Schrifttums auf dem Trieb stattfinden. (Wir verweisen auf die heutige Anzeige.)
Zuchtviehversteigerung in Lauterbach.
®enbarmeri. bis vor kurzem als Lei: Gießen tätige ®enbarrs würbe mit Wirkung ddl rung des ©enbarmeri'*- tragt. Der jetzige FK zirks Bensheim, Gen^ wurde vom gleichen Gießen als Führei^A tion versetzt. «ie nur • • m ; „ x . - uen und
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Aus der Zuchtviehversteigerung des Landwirt- schastskammer-Ausschusses für die Provinz Oberhessen in Lauterbach am Donnerstag, 11. Mai, kommen endgültig 32 Dullen, 2 Kühe und 2 Rinder des hessischen Fleckviehs zum Aus- gebot. Der Versteigerung geht — so schreibt man uns — eine Prämiierung voraus, die um 9 Uhr ihren Anfang nimmt. Sämtliche Bullen stammen von Kühen, deren Mütter hinsichtlich ihrer Milchleistung kontrolliert sind. Außerdem wurden die Bullen bereits auf ihre Körpersorm begutachtet und nur solche zur Versteigerung zugelassen, die als körfähig angesprochen wurden- Es sei besonders daraus hingewiesen, dah unter den zum Verkauf gestellten Bullen mehrere Epihentiere sind, wie sie die Hochzuchtgebiete des hessischen Fleckviehs nicht besser auszuweisen haben. Die Zuchtviehversteigerung in Lauterbach bietet somit beste Gelegenheit für Käufer zum Ankauf wertvoller Zuchtttere- Tierliebhaber werden bei dieser Veranstaltung Gelegenheit haben, sich einen Ueberblick über den Stand der Fleckviehzucht in Oberhessen zu verschaffen. Gemeinden erhalten beim Ankauf von Dullen, deren Mütter die vorgeschriebene Milch- bzw. Fettleistung aufzuweisen haben, einen lOprozentigen Zuschuß zu den Ankaufskosten. — Es liegt besondere Veranlassung vor. daraus hinzuweisen, dah die Versteigerung eine eigene Veranstaltung des Landwirtschaftskammer-Ausschusses für Oberhessen ist, und dah auher den zur Versteigerung zugelassenen Tieren auf dem Marktplatz selbst und in der Nähe desselben andere Dullen zum Verkauf nicht feilgehalten werden dürfen.
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n. Ab 6. ein-
endarmeriebezirks mmissar Köhler ai ab mit der Füh- T'iko-i i Densheim beauf-
nnissar Schupp, £>entr Densheim nach und' Dendarmeriesta- dab Am kom- kasse( Rinder-(Nutz-
schule: Treffen, ß .UHr.^LZ Wiesecker Weg, vlla^zensu Hangelstein. — Diciiciizüc bei Kraft, Monats^UrsiM der deutschen Eisenbahn-Fl
des Deutschen Muttertages vom Kreisamt Gießen eine Haussammlung vom 8. bis 17. Mai bewilligt worden. Alle Sammler sind mit polizeilich beglaubigtem Ausweis versehen. Am 13. und 14. Mai geht ein Blumenverkauf unter dem Motto: „Ehret die Mutter" durch alle Strahen der Stadt.
•• Noch keine Besserung. Das Befinden des mit Starrkrampf infolge einer nicht beachteten Holzsplitterverletzung an der Hand in die Chirurgische Klinik eingelieferten Landwirts Matthes aus Bettenhausen ist, wie wir heute morgen auf Anfrage in der Klinik erfahren, leider nach wie vor außerordentlich ernst.
** Schweinezählung am 7. 9 u n i. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat im Einvernehmen mit den Ländern für den 7.3uni eine Zählung der Schweine und in Verbindung damit eine Ermittlung der nichibeschau- vflichtigen Hausschlachtungen von Schweinen in den drei Monaten vom l.März bis 31. Mai 1933 an- geordnet. — Für Preußen ist in Verbindung mit der Schweinezählung zusätzlich die Zählung des Weidesettoiehs in den Kreisen, die für diese Art des Weideganges von Rindvieh von Bedeutung sind, angeordnet.
** Großer B r i e f t a u b e n a u s f l u g im hiesigen Güterbahnhof. Am morgigen Sonntag wird um 6.41 Uhr ein großer ^Brieftauben Sonderzug mit etwa 20 000 Brieftauben von Köln, über die Umgehungsbahn kommend, im hiesigen Güterbahnhos oberhalb Klein-Linden an der Eisenbahn-Strecke Gießen—Großen-Linben eintrcsjen. Nach Entnahme und Bereitstellung der unzähligen Körbe, in denen die klugen Tierchen untergebracht sind, erfolgt bald nach der Ankunft des Sonderzuges der hochinteressante Ausflug. Liebhaber und Interessenten können dem selten gebotenen Schauspiel von der Bahnseite rechts der Fahrtrichtung Gießen-Gro- ßen-Linden zusehen. Der beste Zugangsweg zur Ausslugstelle geht in Klein Linden von der Frankfurter Straße links ab, und zwar durch die Heegoder Friedhofsstraße. Man kann aber auch, von Gießen kommend, an der Straßenunterführung der Main-Weserbahn links am Bahndamm hinaufgehen und kurz vor der Aufflugstelle über den Güterbahn. Hof hinweggehen. Die Aufslugstelle befindet sich also aus der rechten Bahnseite Gießen—Großen-Linben kurz vor (Eintritt der Bahn in den Waldeinschnitt und kann vor der Feldseite aus voll übersehen werden.
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— TageskalcnD-t für Sonntag. Stadttheater: 19 bi» 21-30 Uhr, „Liselott". — Oberhessischer KunltoMch,'. Mr»hous
platz, 11 bis 13 Uhr: aW' Frithahrs-Ausstel- lung. - DBS.: 13 Bauen und Giebeln
Gictzcncr Wochcnmarktpreise.
'Gießen, 6. Mai. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 120 bis 125 Pf-, Landbutter 120, Kochbutter 100, Matte 20 bis 25, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, Rüben (gelbe) 10 bis 15, (rote) 10, Tomaten 50, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Spargel 35 bis 60, Feldsalat 80 dis 100 Zwiebeln 10 bis 15, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Meerrettich 30 bis 50, Rhabarber 12 bis 15, Kartoffeln 3 (Pro Zentner 2,50 Mk.) Aepfel 25 bis 30, Dönobst 35 bis 40, Obstmus 40 bis 45, Suppenhühner 70 bis 80. junge Hähne 70 bis 90 Pfennig pro Pfund: Tauben 40 bis 60, Eicn (intt») 8. Käse 5 bis 10, Blumenkahl 30 bis 60, < tgurten 40 bis 60, Salat 15 bis 20, Lauchs fr /Sellerie 10 bis 30. Oberkohlrabi 15 bis 20; 2. ttich 10 bis 25 Pf- pro Stück-, Radieschen 10 bis |2 Pf- Pro Dund.
Wärter: 15 Uhr, „Stadt T;—fr“, Versammlung. — Turnverein 1846 ER. ÖVt-’n- Schwimmabtei- lung: 15 Uhr, Städtisch- iLolksbad, Schaum Schwimmen- — LichtspiM- 'i Bahnhofstraße: „Helgas Fall und Aufst---3 — Astoria-Licht-
spiele: „Tom rechnet ab“ ! „Die Nacht ohne Pause". — DHV.-Orche J16 Uhr, Katholisches Dereinshaus, Konze d Tang.
„Na, und — ?*
3m letzten Sommer besuchte uns ein entfernter Detter. Als wir am Tisch saßen, kam mein siebenjähriger Junge aufgeregt ins Zimmer und erzählte, daß er soeben beim Himbeerpslücken ein Vogelnestchen entdeckt habe. Ganz versteckt unter den schützenden Blättern eines Strauches wäre es, und vier Eierchen lägen darin. Seine Augen glänzten vor Freude. Er wartete darauf, dah auch wir seine Freude teilten. Statt dessen fragte mein Vetter: „N a. und -7" Erstaunt schaute mein Junge auf. Diese Frage hatte et nicht erwartet. Auch mich befremdete das „Na, und —I" Der Detter fuhr fort: „Ist das alles? Wegen eines Vogelnestes braucht man doch so fein Geschrei zu machen!" Ganz betroffen zog sich mein Kleiner zurück. Die Ansicht des Vetters hatte wie em kaltes Bad auf ihn gewirkt. Seine Freude am Nestchen war zerstört worden.
Ich sagte auch nichts mehr: denn ich kannte ja den Detter, wußte, wie er sich zu den kleinen Alltagssreuden stellte. Das Leben hatte ihm viele Hossnungen geraubt, und so war er nach und nach zu einem Griesgram geworden. Da muhte schon etwas ganz Aulregendes geschehen, wenn er nicht zu seinem regelmäßigen „Na, und —“ griff. Hoffnungen ober gar kleine Erfolge erkannte er nie an. Für alle Fortschritte in der Technik, sür alle Leistungen im Sport hatte er nur die Gegenfrage: „Na, und —7"
Ich glaube, sie sind recht zahlreich, diese Vettern. Eie sehen an allen Geschehnissen nur die Schattenseite. Viele haben darin gerade eine glänzende Begabung, auch bei guten Nachrichten doch schon das Böse zu sehen, oder, wenn's noch nicht sichtbar ist, es wenigstens zu prophezeien.
Solche Menschen sind Schwarzseher, weil alle ihre Hoffnungen unerfüllt blieben. Jede Niederlage hat ihnen ein Stück ihrer Lebenskraft und -Freude geraubt. So wurden sie zu hoffnungslosen Lebensvemeinern. Es ist traurig, wenn einem nur diese Einstellung bleibt.
Aber diese Pessimisten sollten wenigstens ihre Mitmenschen in Ruhe lassen und ihnen nicht das bißchen Lebensglück nehmen, das trotz allem noch aus der Erde ist. Ohne Freude ist das Leben arm. Im Grunde genommen ist die menschliche Seele auf nichts mehr eingestellt als auf Sreuöe. Nur eine große Freude kann sie ganz beherrschen. Cs kommen auch Tage der Trauer, des Schmerzes, an denen unsere Seele aufgewühlt wird. Aber es lebt doch immer ein Gefühl in uns, daß diese Regungen nicht Herr über uns werden dürfen, damit sie uns nichi die Kräfte rauben, die wir zum Leben nötig haben. Wenn aber eine Freude von unferm Herzen Besitz ergriffen bat, dann merken wir, welche lebensbejahenden Machte in uns wohnen.
Wenn man sich recht freuen will, braucht man keineswegs in Gesellschaft anderer Menschen zu sein. Wer sich nicht allein freuen kann, der hat schon viel verloren. Die stille Freude, die uns den Tag erhellt, wird uns stets zu einem Quell, aus dem wir die Kräfte erneuern können zum Kampf im Leben. Hierher gehört die Freude an der Natur. Sie schenkt uns immer stunden der inneren Erholung, des Alleinseins mit uns selbst: sie schafft Freude beruhigt unsere Gedanken und deckt über manches einen weichen Schleier. Die Stunden, die wir allem draußen im Walde, auf einsamer Heide, an der See, oder in den Bergen verleben, gehören zu den schönsten des Daseins. _
— Tageskalender theater. 20 dis 22.30 Uhr:., DHD-: 20.30 Uhr, im'Mü . „ Abend. — GRG.: 20.30 kyr, Bootshaus, Herrenabend. — DamenDcreiniguöfl 1883/1933: 20 Uhr, vennÜang. — Fünfziger- Uhr.^Hotel Hopfeld, Der-
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