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Ziele und Aufbau des Deutschen Modeamtes
Der Magistrat der Stadt Frankfurt a. M. hat oem Dichter Rudolf P r e s b e r anläßlich seines
Der Llr-Gtruwwelpeter.
Erste Gestalt eines berühmten Bilderbuches.
Als der junge Frankfurter Arzt Heinrich Hoffmann zu Weihnachten 1844 seinem dreijährigen Söhnchen Carl ein Bilderbuch kaufen wollte, fand er unter allem, das der Buchhändler ihm vorlegte, nichts, das seinen Ansprüchen an leichte Faßlichkeit genügt hätte. Als er schließlich heimkam. brachte er ein Heft mit, das er Frau mit den Worten überreichte: „Hier habe ich, was wir brauchen", und auf ihren verwunderten Ausruf: „Aber das ist ja ein leeres Schreibheft!" erwiderte er: „Fawohl, aber da will ich dem (Zungen schon selbst ein Bilderbuch daraus machen." Richt umsonst hatte Hoffmann bei seinem Vater zeichnen gelernt, nicht umsonst hatte er schon oft Verse gemacht und diese Fertigkeit am Bett kranker und widerspenstiger Kinder angewendet, um sie zu beschwichtigen und abzulenken. Ohne diese äußere und innere Vorbereitung wäre gewiß nicht das Buch entstanden das er nach Lleberwin- dung mancher technischer Schwierigkeiten feinem Sohn auf den Weihnachtstisch legte. Die originelle Gabe wurde auch bald von anderen, Kindern und Erwachsenen, bewundert, und sachkundige Leute ermunterten den Urheber, das Werklein drucken zu lassen, denn es wäre zu schade, wenn es der (Zunge in ein paar Tagen zerreiße. (Zn einer kleinen literarischen Gesellschaft, in der das Büchlein herumgezeigt wurde, kam es dem Buchhändler Dr. L 5 n i n g zu Gesicht, der soeben unter der Firma „Literarische Anstalt" einen Verlag gegründet hatte. Diese erklärte sich sofort bereit, das Kinderbuch herauszubringen. Täglich überwachte Hoff- mann den Lithographen, der die Herstellung der Bilder besorgte, damit dieser die Gestalten nicht durchs (Idealisierung verändere und nicht von den sorgfältig gewählten Farben abweiche. So erschien denn zum Preis von 59 Kreuzern Weihnachten 1845 unter dem Titel „Lustige Geschichten und drollige Bilder mit 15 schön kolorierten Tafeln für Kinder von drei bis sechs (Zähren" die erste Auflage von 1500 Exemplaren, die schon nach vier Wochen vergriffen war. Das war für die dama- lige Zeit ein großer Erfolg, im Sturm eroberte das Buch sich die Herzen der Kinder, und seitdem ist es in Millionen von Stücken verbreitet. In alle Kultursprachen überseht, in die fernsten Lander gedrungen.
Sie ersten Auflagen des „Struwwel- pete^, wie das Buch von den Kindern gleich zu Anfang genannt wurde und wie es von bet
Bekanntmachung des NS.-Lehrer- bundes (Kreis Gießen).
RS.-kreisversammlung.
. 3n bßr heutigen (Mittwoch) Kreisversammlung ?C5.J?6m=Ce^rerbunbe5 UM 15 Uhr im Caf6 Leib spricht Pfarrer Probst. Frankfurt a. M., über E.^Therna ..Nationalsozialismus und deutsches Lprqtenmm . Hierzu werden besonders auch die Herren Geistlichen des Kreises eingeladen.
Greta Garbos erster Schritt zum Ruhm.
Greta Garbo hat wieder ihre Filmtätigkeit in Hollywood ausgenommen, nachdem sie bei ihrem Aufenthalt in der Heimat all die Stätten wieder, gesehen, an denen die junge Greta Gustavson so ichwer um ihren Aufstieg kämpfen muhte. Wie sie ihren ersten Schritt zum Ruhm getan hat, davon wird in einer englischen Filmzeitschrift eine bisher noch unbekannte Episode aus ihrem Leben erzählt- „Es war an einem bitterkalten Tage im Januar als der Wagen des Schauspielers Carl Briffon, der' damals m Stockholm auftrat, vor dem Theater hielt. Von der Wand löste sich eine Gestalt, die augenscheinlich auf ihn gewartet hatte, berührte den Arm des Künstlers und als er sich überrascht umwandte, reichte ihm ein schüchternes kleines Mädchen mit einem Krux einen Strauß Veilchen. Während Briffon die Blumen in das Knopfloch seines Mantels steckte wunderte er sich darüber, wie ein so ärmlich gekleidetes Mädchen im nordischen Winter so viel für Veilchen ausgeben könne. „Warum tun Sie das?" fragte er. „Wie heißen Sie?" „Ich liebe das Theater und Ihr Spiel," lautete die Antwort. „Ich habe Sie öfters gesehen, wenn ich genug Geld hatte, um mir einen Platz zu kaufen, mein Rame ist Greta Gustavson." „Ich will Ihnen ein Paffepartout für das Theater geben," sagte Briffon freundlich, „da- mit Sie mich jeden Abend ansehen können, wenn es Ihnen beliebt." Unh er schrieb einige Worte auf eine Karte. Sie dankte und lief hinaus in das Dunkel des Theaterhofes. Greta besuchte seitdem oft das Theater, in dem Briffon auftrat, und die beiden wurden gute Freunde. Sie erzählte ihm von ihrer Sehnsucht nach der Bühne, und er schilderte ihr den Zauber dec Bretter, die die Welt bedeuten. Briffon war es auch, der sie zu ihrem ersten Auf- treten überredete.
Er trat damals mit einer Reihe von Chordamen auf und sang ein Couplet, in das er zuletzt das Publikum einzustimmen bat. Erst sang er, dann sie- len die Mädchen ein und dann das Publikum. Briffon kam nun auf den Gedanken, daß er die Zuschauer bester zum Mitsingen des Refrains veran- laffen könne, wenn er zunächst einen einzelnen aus der Menge zum Singen aufforöere. Er dachte dabei an Greta. Eines Abends sah er sie auf ihrem gewöhnlichen Platz im Parkett sitzen, und als er hinunlerrief: „Run soll jemand mitsingen!" da blickte er starr auf sie und flüsterte ihr über das Orchester zu: „Los, Greta!" Sie zögerte und errötete, aber dann erhob sie sich und sang den Kehrreim allein,
Deutscher Fleischeroerbandstag.
Der 5 3. Deutsche Fleischerverbands- k 2 g. zu dem 800 bis 1000 Delegierte aus ganz Deutschland erschienen sind, wurde in Anwesenheit von zahlreichen Ehrengästen und Vertretern | des gesamten Handwerks mit einem offiziellen Festakt im goldenen Saal des Rathauses zu Augsburg eröffnet. Rach Gesangsvorträgen der Sangerobteilung der Augsburger Freien Meh- gerinnung begrüßte Bürgermeister Eistermahr im Ramen der Stadt die Gäste als Repräsentanten eines im Vollsaufbau wichtigen Berufsstandes. Der 1. Derbandsvorsihende Lammertz brachte in seiner Erwiderung den Dank und die Liebereinstimmung seiner Berufskollegen mit den Zielen des neuen Staates zum Ausdruck und schloß mit einem Treubekenntnis für den geliebten Reichspräsidenten und den großen Volkskanzler.
Die Untersuchung des Unglücks auf der Zeche „General Blumenthal".
Der Unfallausschuß der Grubensicherheitskommis, ston Dortmund trat aus Anlaß der Explosion auf der Zechenanlage „General Blumenthal I/II" zusammen. Unter Hinzuziehung von Sachverständigen der Bergwerklichen Dersuchchtrecke und des Vereins zur Ueberwachung der Kraftwirtschaft der Ruhrzechen fand eine Besichtigung der Explosionsstätte und im Anschluß daran eine eingehende Erörterung der möglichen Ursachen des Unglücks statt. Die Er- plosion hat sich in der 130 Meter vom Schacht entfernt liegenden Derladehalle zugetragen. Es wurde festgestellt, daß an einem Waschbergtransportband ”ur3 cor der Explosion Schneidearbeiten vorgenommen worden sind. Es besteht die Möglichkeit, daß hierin oder in Störungen an elektrischen Einrich- tungen die Ursache der Explosion zu suchen ist. Die bergbehordliche Untersuchung nimmt ihren Fortgang.
».Graf Zeppelin" in Pernarnbuco.
Das Luftschiff „G r a f Zeppelin" hat auf feiner Sudamerikafahrt am Dienstag früh gegen 5 Uhr das Felseneiland St. Paul und gegen 9 Uhr Fernando de Noronha erreicht. Es fuhr, um nicht vor der planmäßigen Zeit am Dienstagabend im Zwischenlandehafen Pernarnbuco einzutreffen mit gedrosselten Motoren. Um 19.30 Uhr ist das Luftschiff dann planmäßig in Pernarnbuco gelandet.
Schweres Segelboolunglück auf der Außenweser.
Unverantwortlicher Leichtsinn hat, wie aus Bremen gemeldet wird, zu einem schweren Segelbootunglück geführt, dem wahrscheinlich fünf Kinder und em Erwachsener zum Opfer gefallen find. Trotz schweren Nordweststurmes wagten sich sechs Erwachsene mit fünf kleinen Kindern in einem
toorauf das Publikum begeistert die Strophe wie. der^lte. Dieser neue „Trick" war ein großer Erfolg für Briston. Wenn er das Publikum aufforderte, dann
ledesmal Greta: „Ich will singen," und durch ihren Vortrag schuf sie einen engeren Zusammenhang zwischen Künstler und Publikum, gab seinem Spiel eine stärkere Resonanz. So arbeitete die kleine Verkäuferin mit dem Künstler zusammen, ohne daß man die Verabredung bemerkte, und jeden Abend kam sie in einen Rausch, bis Briffons Gastspiel zu Ende war und er Stockholm verlieh. Da war aller Glanz aus Gretas Leben gewichen, sie ver- kaufte wieder traurig und träumerisch ihre Hüte, bis sie dann schließlich den entscheidenden Entschluß ihres Lebens faßte und sich dem Filmregiffeur Mauritz Stiller vorstellte, der ihr den Weg zum Ruhm bahnte.
Ernennungen zu Handelsund Ergänzungsrichtern
zur Sammer des Landgerichts für Handelssachen in Gießen.
Vorn Haschen wurden die Herren
Kaufmann Josef Sauer, Kaufmann Georg S ch u- A o r d , Bankdirektor Griesbauer, Kaufmann Karl G e or g i (sämtlich in Gießen), ferner Franz Weber (Friedberg) und Karl N e u s ch ä f e r (Di-
Grund einer Anordnung deS etaa tskommissars für das Polizei- wesen in 5j essen führen die Polizeiämter Darmstadt, Mainz, Offenbach, Worms und Gießen künftig die Bezeichnung „Polizeidirektionen". Die politische Abteilung der Polizeidirektion führt die Bezeichnung „Staatspolizeistelle", die Kri- minalabteilung die Bezeichnung „Kriminalpolizeistelle . Die frühere Bereitschafts- oder Schutzpolizei heißt jetzt Landespolizei; der leitende Lrollzeiosfizier heißt Polizeiführer. Zur Landes- polizei gehören auch der Kraftfahrdienst der Polizei und die Polizeifunkstelle.
Segelboot auf hie offene Weser. Kurz nach Derlaffen der Geester Mündung kenterte das Boot. Durch den Schlepper „Elsfleth" wurden drei Erwachsene gerettet. Ein anderes Boot nahm zwei Erwachsene auf. Vermutlich sind der sechste Erwachsene und sämtliche fünf Kinder ertrunken. Zwei Kinder- fachen sind bereits geborgen worden.
Zwölf Iahre Zuchthaus wegen der Ermordung eines SA.-Mannes.
Das Schwurgericht in Brieg verurtellte den Arbeiter Karl Z i e b o l z, der sich an dem Lieberfall auf Rationalsozialisten in Ohlau am 10. Iuli vorigen Iahres beteiligt und dabei den SA.-Mann Konietzke mit einer Latte erschlagen und in die Ohle geworfen hatte, wegen Totschlages zu zwölf Fahren Zuchthaus.
Schweres Verkehrsunglück in Algerien.
(£in Autobus der algerischen Strecke Oran—Tlern- ten ist 10 Kilometer von Tlemten einen Abhang hlnuntergestürzt. Vier Personen wurden dabei g e to t e t und 12 v e rl e tz t. /
Kunst und Wissenschaft. '
Richard Strauß in Bayreuth.
Dr. Richard Strauß und das Festspielorchester wurden bei der ersten Probe in Bayreuth durch Generalintendant T i e t j e n im Ramen von Frau Winifred Wagner begrüßt. Tietjen rich- tete an alle eine herzliche Mahnung, die Kameradschaftlichkeit hochzuhalten und weiter zu pflegen. Mit Worten des Dankes gedachte Generalintendant Tietjen darauf Arturio Toscani- n i s. dessen Absage er auf das tiefste bedauerte Hierauf hieß der Generalintendant Dr. Richard Strauß auf das herzlichste willkommen. Strauß dankte hieraus dem Generalintendanten Tietjen in sehr herzlichen Worten. Er führte aus, daß er vor nunmehr 50 Fahren das erstemal nach Bayreuth gekommen sei. Damals habe sein Vater am ersten Horn im Orchester in der „Parsifal"-Auf- fuhrung mitgewirkt, in der der Meister zum letzten Male dirigiert habe. Er freue sich außerordentlich. letzt wieder an Wagners Werk tätig zu sein. Mit der Bitte an das Orchester, ihn in ^mercfüfnftkri^n Arbeit zu unterstützen, schloß Strauß ferne Ansprache, die mit Beifall ausgenommen wurde.
Die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt für Rudolf Presber.
Auffuhrungsrechtsgesellschaft wird ein großer Teil der zur Zeit erforderlichen Unkosten eingespart, der den Urhebern und den Musikveran- stattern in Zukunft zugutekommen wird. Durch das vorliegende Gesetz werden keinerlei internationale Abmachungen verletzt. Durch die Ausschaltung der österreichischen Gesellschaft (die obenerwähnte ausländische Gesellschaft ist eine österreichische) ist eine Gegenmaßnahme Oesterreichs nicht zu befürchten, da Oesterreich an Deutschland für Autorenrechte etwa 46000 Mark jährlich, Deutschland dagegen nach Oesterreich über 2 Millionen abführt. Die österreichischen Autoren werden durch das vorliegende Gesetz in ihren Rechten nicht beeinträchtigt.
Oer neue Generalinspekteur für das deutsche Gtraßenwesen.
München, 4. Juli. (CNB.) Diplomingenieur Dr. Fritz Todt wurde vom Reichskanzler zum Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen ernannt. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Bauleiter großer Tiefbaustellen war Dr. Todt seit 1928 Ge- schäftsführer und technischer Leiter der Bauunternehmung Sager & Woerner, Straßenbau G.m.b.H., München. Durch seine Tätigkeit in der Industrie ist Dr. Todt mit den straßenbaulichen Verhältnissen in Deutschland vertraut und kennt auch den Straßenbau in Italien, Frankreich, in der Tschechoslowakei und Jugoslawien. Jrn Krieg war Dr. Todt vom
drrtten Auflage ab auch auf dem Titel heißt, sind ud«:aus selten und sehr kostbar geworden. Kinderbücher haben ja meist kein langes Leben, und der Struwwelpeter hatte unter den derben Zugriffen *5® Hände besonders zu leiden, bis er schließlich in unzerreißbarem Material hergestellt wurde. Afar wie es so zu gehen pflegt: allmählich verblaßt die ursprüngliche Schönheit eines Werkes, je mehr es der Massenproduktion unterliegt. So ist es auch mit den Struwwelpeter-Ausgaben gegangen. Die ersten sind in ihrem Stil von den heute verbreiteten völlig verschieden, noch durch keine Zutaten verändert und atmen die ganze Ursprünglichkeit und LInmittelbarkeit, die diesem klassischen Erzeugnis seiner Art eigen ist. Fn die- sen fein ausgeführten Blättern tritt uns mit überraschender Eindringlichkeit entgegen, daß der Frankfurter Arzt ein wirklicher Künstler war, der nicht nur im drastischen Reim, sondern auch im erzenen Schmuck der Seite Hervorragendes leistete. Die spater so groben Figuren haben hier eine etwas unbeholfene, aber entzückende Anmut: eine jarte unb reiche Ornamentik umrahmt die einzelnem Seiten und gestaltet sie zu harmonischen Ein- zelkunstwerken. Daher bereitet der Fnsel-Verlag Veibaig je^t den unzähligen Freunden des unsterblichen Buches eine ebenso große Freude wie LIeber- raschung, wenn er in der Fnsel-Bücherei den Struwwelpeter in seiner ersten nr J a(t4.-^erau65nn9t- Den Inhalt der ersten Auflage, die in der zweiten noch um die Geschichten vom „Feuerzeug" und „Zappelphilipp", in der fünften um den „Hanns Guck-in-die-Luft" und den „<zliegenden Robert" bereichert wurde, geben die launigen Verse an, die als Titel auf dem vorderen Buchdeckel steyen:
Es stehn in diesem Büchlein hier Sechs Mährlein mit schöner Bilderzier: Vom bitterbösen Friedrich, Lind wie er zum durstigen Hunde schlich: Dom kohlpechschwarzen Mohren dann; Dom wilden Sonntagsjägermann Wie ihn der Keine Haas bezwang, Daß er in einen Brunnen sprang;
Dann wie 's dem Suppen-Kaspar ging;
Wie den Daumen-Lutscher der Schneider fing; Lind endlich auf dem letzten Bild Dom Struwwelpeter, wüst und wild. Das Alles fein malte und beschrieb Der lustige Reimerich Kinderlieb.
~ Dienst an der Zeit und am Volke — das war tn'ö ist die Losung von Del- hagenLKlasingsWonatsheften. Sie lhr auch in dem verführerisch ausgestatteten Fuliyeft. Der Gedanke der Rasse bewegt uns alle- er bestimmt, wie hier Prof. Dr. Rudolf Polland die „Lebensgesetze der Menschen und Völker". Was wissen wir von unserer Vergangenheit? Prof. Dr. Otto Liebel gibt Bescheid in seinem Beitrag „Altgermaniens Wiedererweckung". Linser Herz schlägt für unsre Brüder im Ausland. Hein Drewer schildert „Dierzehn Fahre Leidensweg der Sudetendeutschen". Tiefer als je empfinden wir die trostreiche Heiligkeit unsrer Heimat; Dr. Wilhelm Rüdiger läßt uns in einer farbenfrohen Folge großer Kunstwerke die „Seele der deutschen Landschaft" erleben. Wir freuen uns deutschen Dolkstums; Prof. Dr. Ad Helbok, vom Atlas für Volkskunde, schildert an Hand schöner Lichtbilder eine hessische Dauern- hochzeck. Teuer sind uns die Dichter, die unser heimliches Wesen auch durch äußerliche Zeiten bewahrten; Hermann Hesse zeichnet mit zartem Silber stift die ragende Gestalt des alten Wilhelm Aaabe. Auch der Roman von Walter v. Molo ®n tr c Aovellen von Deumelburg, Mostar. Kahlenberg atmen den frischen Geist unserer sich erneuernden Zeit. Die illustrierte Plauderei über Planschbecken und Vogeltränken von Heinz Grevenstett, die anregenden „Wünsche eines Herrenfahrers" von Dr. Hans Katinszky, die aufregende Bergsteigerschilderung aus dem Kaukasus von Willi Müller feien noch erwähnt.
Aus her provinzialhaupistadi.
Aeue Bezeichnungen bei der hessischen Polizei.
Berlin, 4. Jull. (TU.) Das Deutsche Modearnt teilt u. a. mit: Das Deutsche Modearnt wurde unter hem 10. Juni 1933 auf Anregung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda gegründet. Ehrenvorsitzende ist die Gattin des Reichsmini st ers Dr. Goebbels.
Das Deutsche Modeamt geht von der festen lieber- zeugung aus, daß es möglich sein muß, wie bei sonstiger künstlerischer Betätigung, so auch auf dem Ge- biete modischen Schaffens hem deutschen W e - sen entsprechende Ausdrucksformen zu finden. So hofft das Modearnt unter Zuziehung und Zusammenfassung aller irgendwie an modischen Schaffen beteiligten künstlerischen, wissenschaftlichen und technischen Kräften Leistungen bieten zu können, tzie geeignet sind, das Ansehen des deutschen Volkes in der Welt zu heben und ihm die st o l z e Freude an unserer völkischen und kulturellen Zusammengehörigkeit zu meh- rem Eine Steigerung des wirtschaftlichen Ertrages her deutschen Arbeit wird damit verbunden fein.
In der Auswahl der Mittel zur Durch- führung seiner Aufgaben hat sich das Modeamt keine Beschränkung auferlegt. Es sollen nicht nur Vorführungen und Ausstellungen veranstaltet und Sammlungen errichtet oder gefördert werden, es soll auch das Schulwesen gepflegt und derJndustrieWegweisung für modisches Schaffen gegeben werden. Ganz besondere Förderung feiner Bestrebungen verspricht sich das Modeamt dadurch, daß es d e r E i n- zelpersönNchkeit durch Gewährung freier Entfaltung ihrer Fähigkeiten und weitgehenden Schutzes in ihrer Betätigung den Weg zu Höchstleistungen ebnet.
Innerhalb seines großen Aufgabengebietes erscheint es dem Modeamt vordringlich, die vielfach fehlende Verbindung zwischen den Her- stellern von Stoffen und Zutaten einerseits und den modeschöpferischen Kräften her Knnst unh hes Hanhwerks andrerseits zu schaffen. Die Herbeiführung hiefer Verbindung ist eine grundlegende Voraussetzung für die Verwirk- lichung des Zieles: DeutscheModeschöpfung in Stofs und Kleid. Das Modeamt ist sich bewußt, daß bei der Zeitgebundenheit der Mode es nicht möglich sein wird, schon für den kommenden Winter die Vorbereitungen so umfassend zu treffen, baß die erstmalig auf Anfang September geplante Vorführung deutscher Mode- schöpfungen schon ein zutteffendes Bild von hem deutschen Können geben wird.
Die Vermittlung von Musikaufsührungsrechien
Berlin, 4. Juli. (WTB.) Das R e i ch s k a b i - nett verabschiedete in seiner heutigen Sitzung das vom Neichsminister für Volksaufklärung und Propaganda oorgelegte Gesetz über Vermitt- luna von Musikaufführungsrechten. 3m Anschluß hieran fand eine eingehende Aussprache über allgemeinpolitische, wirtschafts- und sozialpolitische Fragen statt.
Das Gesetz über Vermittlung von Musikauffüh- rungsrechten will den Autoren größeren Schutz verleihen. Im § 1 des neuen Gesetzes wird bestimmt, daß die gewerbsmäßigeVermitt- lung von Rechten zur öffentlichen Aufführung von Werken her Tonkunst mit oder ohne Text, zu her es nach den gesetzlichen Bestimmungen her Ei n Willi 9 u n»g h e 5 Berechtigten bedarf, nur mit Genehmigung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda zulässig ist. Im § 3 wird die öffentliche Aufführung eines dem Urheberrecht unterliegenden musikalischen Werkes als unzulässig erklärt, wenn der Musikveranstalter den Erwerb der Aufführungsbefugnis auf Erfordern nicht nachzuweisen vermag. Sowohl die Polizei wie her Berechtigte kann den Nachweis fordern.
In der Begründung wird darauf hingewiesen, daß in Deutschland zur Zeit drei verschiedene Organisationen bestehen, zwei reichsdeutsche und eine ausländische. Durch eine in den ständischen Aufbau em- zugliedernde einheitliche reichsdeutsche
rektor der Buderus-Jungschen Handelsgesellschaft Hirzenhain) zu Handelsrichtern, die Herren Kaufmann Wilhelm Poppe, Kaufmann Dr. Karl Dönges (Heuchelheim) unh Balduin Vogt (Inhaber des Hotels Trapp in Friedberg) zu Ergänzungsrichtern bei her Kammer für Handelssachen hes Landgerichts der Provinz Oberhessen in Gießen für die Zeit vom l.Juli 1933 bis 30. Juni 1936 ernannt.
Eine Warnung der Staatspressestelle.
Die 61 a a 15 p r e f f e ft e 11 e teilt mit: Aus ver- schiedenen Teilen des Landes treffen Meldungen über beschlagnahmtes kommunistisches Propaganoa- mateüal mit hoch- und landesverräterischem Inhalt ein, das auf folgende Art und Weise verbreitet wird: Gewisse Leute erhalten eine äußerlich 8 an z harmlose Drucksache mit hem Firmenaufdruck „Tabak-Versandhaus, Berlin W 135" oder „Tee-Versandhaus" oder unter der Firmenbezeich. nung irgend einer bestehenden oder nicht bestehen- den Versicherungsgesellschaft. Manchmal enthalten hie Umschläge noch einen großen Aufdruck, wie Sonderangebot oder ähnlich, um der betreffenden oenbung erstens einen rein geschäftlichen Anstrich 3u geben unh zweitens den Empfänger xu-i Durch- lesen zu veranlassen. Diese unter den verschieden- artigsten Absenderfirmen verschickten Drucksachen enthalten aber kein Wort von einem ver- enden Angebot, sondern maschinenschrift- Uch geschriebene unh oerfielfältigte ko mmuni- {ttfajc Hetz- unh H o ch v e r r a t s s ch r i f t e n — getDonlid) sechs Seiten mit ganz ungeheuerlichem Inhalt. Jeder Empfänger einer solchen Senhung ist verpflichtet, sie seiner örtlichen Polizeibehörde auszuhändigen. Etwaige öffent- liche oder geheime Weiterverbreitung zieht schwere Bestrafung nach sich. Wird jemand im Besitze einer loldjen Schrift angetroffen, wird ihm nicht geglaubt werden, daß er sie nicht gelesen hat und unbeachtet weggelegt habe. Wer ein derartiges Schreiben bekommt und sofort Meldung macht, hat keinerlei Be-
ersten bis zum letzten Tag an der Westfront. Der NSDAP, gehört er feit 1922 an. Er war Fachberater für Straßenbau in der von Gottfried Feder geleiteten Abteilung für Wirtschaftstechnik und Arbeitsbeschaffung. Dr. Todt gehört auch der SA als Sturmführer an. Reiche praktische Erfahrung, gründliche wissenschaftliche Vorbildung und streng sachliche Neutralität sind die Eigenschaften, die der vom Reichskanzler ernannte Generalinspekteur in fein neues Aufgabenreich mitbringt.
Seifer der Auslandsorfsgruppen der
AGOAP. beim Reichskanzler.
München, 4. Juli. (CNB.) Vor seinem heutigen Ruckflug nach Berlin empfing Reichskanzler Adolf Hrtle r auf dem Flugplatz Obertoiefenfelb mehrere Leiter der RS.-Ortsgruppen im Ausland, die ihm von seinem Stellvertreter Pg. Rudolf Heß vorgestellt wurden. Es waren dies die Parteigeiwssen Bürbach, Landesgruppenleiter für Portugal, Bene, Ortsgruppenleiter von London, Ruberg, Landesgruppenleiter von Kamerun, Hasenöhrl, Landesgruppenlei- ter von China, Alfred Heß, als Vertreter der Ortsgruppe Kairo, Pg. Schröder aus Kairo Bei dem Empfang waren zugegen die Leiter der Abteilung für Deutsche im Ausland Pg. Bohle und vom APA. die Parteigenossen Schumann und Seiger.
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