Ausgabe 
5.5.1933 Frühausgabe
 
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Aus der Provinzialhauptstadt

oorgctragcnen Dorspruch von Fräulei»

schön

4.

Jahre,

Stätte her Arbeit die Hakenkreuzfahne zu hissen. Dabei hielt ein dort beschästigter Arbeiter in

bestehe darin, den Millionen Arbeitslosen

wieder

getragen.

Großen-Buseck.

Ort

und aus den freien Plätzen die Ucbtrttagung

vom

unter durch

war- rung

Dorantritt der Kapelle und Dorreitcrn fast alle Strasten des Dorfes, in dem kein

Die Kapelle der SA. trug zur Verschone, der Feier bei-

hat du D rutscht ? d« von ihr cor. ?cn öhibenlenfibafr Vertretung her llen immatrihilitrttn

binger, Witwe, 69 Jahre, Schillerstraste 20.

Karl Nolte, Eisenbahnarbeiter i. R., 82 Weserstrahe 25.

ist, das Feuer gehörig zu beaufsichtigen oder auszulöschen unterläht oder den bei Erteilung der Erlaubnis ihm vorgeschriebenen Bedingun­gen zuwiderhandclt:

wer Valdflächen oder Grundstücke, welche an Waldungen angrenzend ohne Erlaubnis der Forstpolizeibehörde abbrennt oder den hierauf bezüglichen Anordnungen der Forstpolizei- behörde zuwiderhandelt,

folgte ein vom Ortspfarrer Pg. Büchner ge­haltener Feldgottesdienst, wobei die SA-Ka-

. Queckborn.

< Die Feier des Tages der nationalen Arbeit gestaltete sich auch hier zu einem fest­lichen All. Flotte Marschmusik weckte in aller Frühe die Bewohner des Dorfs. Dann läuteten die Glocken. Die Schüler versammelten sich im Saal der Oberklasse, der mit Fahnen und frischem Grün festlich geschmückt war. Zahlreiche Erwach­sene nahmen an der Feier teil. 3n einer An­sprache ging Lehrer Jochem auf die Bedeutung des Tages ein. Vaterländische Lieder umrahmten die Feier. Anschließend hörte man die Hebcrtra* gung aus Berlin und später den feierlichen Staats­akt der hessischen Regierung in Darmstadt. Mit­tags bewegte sich ein stattlicher Zug, bestehend aus der Schuljugend, den Ortsvereinen und zahl-

V gemeldet wirk», EE.-Htukmbann- jer des beurlaubten ^Präsidenten

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'enotrsichmmg

ite des Berban» erusslranten- em Eesamtvorsland schastUcherDe* c Vereinigung stossen, die in für* >en wird. Der Za* iisper bestehenden 1 schasst bie im In* lend notwendigen eine Einheit* nversicherung der vereinheitlichte sskantenfassen mit nMitgliedern stellt Veugestaltung der norbnung und Um« Jeiste der national* igung.

rannt

aebelich bei Den* »rannten ein Echos* >u gesüllte Scheune rettet w erden, ianben ben Tob in ndstistung vemutet.

pelle die Lieder begleitete. RachmittagS stellte sich am Bahnhof ein Zestzug auf. an dem sich die meisten männlichen und zahlreiche weiblichD Ernwohner beteiligten. Der Zug bewegte sich

Der 1. Mai in Oberhessen.

Eindrucksvolle Kundgebungen zu Ehren der deutschen Arbeit.

2. Benner eine Ansprache hielt, die mit einem Sieg-Heil aus den Führer schloß. Der kommissa­rische Bürgermeister Berg Höfer dankte allen, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben. Rach der Feier waren die über 70 Jahre alten Einwohner von der Frauenschast der Ortsgruppe zu Kaffee mit Kuchen in LempS Saal eingeladen. Don 57 Eingeladenen waren 45 erschienen, den anderen, die wegen Krankheit und Alter nicht kommen konnte, wurde durch die Hitlerjugend Kuchen ins Haus geschickt. Allerlei anregende Reden würzten die Zusammenkunst, bei der auch die beiden ältesten Männer unserer Gemeinde, die Herren Philipp Will II- und 3oh. Konrad O p p e r, beide 84jährig, zugegen waren, von denen der erstere sogar im Zestzug mitmarschiert

Tempelhofer Feld. Tanz hielt jung und alt noch lange oeisammen-

5. wer bei einem Waldbrande der Aufforderung des zuständigen Forstbeamten oder Ortspolizei- beamten zur Hilfeleistung nicht nachkommt, ob­schon er derselben ohne erheblichen eigenen Nachteil Folge zu leisten vermag.

ifeoriwti^en.

Tagcskalender für Freitag: Oberh. fiunftDcrem, Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr, große Frühjahrs-Ausstellung. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße: .Helgas Fall und Aufstiegs. Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Tom rechnet ab" undDie Nacht ohne Pause".

wie er hier nie zuvor gesehen wurde, durch fcci< Am Abcnd hörte man in allen Lokaler?

Sneflaften der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Berdindlichkeit der Schriftleitung.)

B. in Gießen. Das Schießen an Orten, an denen Menschen zu verkehren pflegen, sowie das Schießen ohne polizeiliche Erlaubnis ist strafbar. Dieses gilt insbesondere für das Abschießen von Singvögeln. Anzeigen sind bei der Polizei oder dem Feldschutz*

** o t e r b e f ä11 e in Gießen. In der Zeit vom 16. bis 30. April verstorben in Gießen: 17.: Marie Wenzel, geb. Luh, 77 Jahre, Kirchstraße 13; Sibilla Seibert, geb. Leipold, Witwe, 83 Jahre, Am Nahrungsberg 30. 18.: Karl Lüdeking. Rentner, 85 Jahre. Seltersweg 5; Hermann Lehmann, Metz- g?rgefeUe, 23 3., Wartweg 23. 19.: Marie Albach, Seb. Müller, Witwe, 90 Jahre, Alicenftraße 34;

nton Dietz, Zugführer i. 91, 65 Jahre, Strofborfer Straße 22, Hermine Lauer, geb. Herrgen, 33 I., Kirchenplatz 9. 24.: Dorothea Strauch, geb.- ---- ~v" ' ' 29.:

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Bg. Der Feiertaader nationalen A r - beit zeigte hier ein Bild des Zusammenwirkens und der Einigkeit, wie wir es feit den Augusttagen 1914 nicht mehr gesehen haben. Das Dorf prangte im Schmuck von Tannen- und Birkengrün und einer noch nie erreichten Zahl von Fahnen. Nach dem Wecken durch den Spielmannszug der Feuer­wehr und den Posaunenchor und durch Böllerschüsse fetzte das Läuten sämtlicher Glocken ein. Bor den versammelten Behörden Großen-Busecks und eini­ger Gemeinden der Umgegend fand die Hissung der Fahnen auf dem neuen Schulhaus statt. Karl Hahn wies in feiner Ansprache auf die Bedeutung des Tages hin und forderte zu treuer und hingeben, der Arbeit auf. Dor einer nach Hunderten zählenden Gemeinde hielt darauf in einem Feldgottesdienst Pfarrer Müller eine packende Festpredigt, in der er die von Gottvertrauen getragene Arbeit feierte und dem Reichspräsidenten und dem Führer Dank aussprach dafür, daß sie die Arbeit wieder in ihre Rechte eingesetzt haben. Ihre vornehmste Ausgabe

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nen beuÄ Nn- enbar at?Qt'lOn

Die größte Seeschlacht der Weltgeschichte

Oie Schlacht von Skagen und Homsnff.

Nach Teilnehmerberichien zusammengestellt von Walter Falkenau.

hausen.

LJ Auch hier verlief der Tag der gratio- italen Arbeit in der würdigsten Weife. Das ganze Dorf prangte im schönsten Flaggenschmuck. ilcberaU drangen die Ueberkragungen der Laut­sprecher aus die Straßen. Rachmittags setzte sich der Festzug in Bewegung. Sämtliche Dereine nahmen mit der übrigen Bevölkerung daran teil. Durch die Dorfstraßen ging es hinauf auf den Kuhberg, jener schönen Anhöhe, die das Dorf überragt und einen herrlichen Blick auf das Dorf weit hinüber in das Hüttenberger Land gewährt. Dort, wo schon so mancher Erinnerungsbaum ge­pflanzt worden, sollte die neu gepflanzte Adolf- H i t le r - Linde geweiht werden. Rach einem Gingangslied des Gesangvereins Eintracht be­grüßte Lehrer Zöller die Anwesenden, auf die Bedeutung des Tages hinweisend. Rach dem ge­meinsamen Gesang des Deutschlandliedes hielt Pfarrer Steiner die Weiherede, die Linde als Sinnbild des Tages deutend. Bürgermeister G 5 - b c I übernahm dann den Daum in den Schutz der Gemeinde. Racydem der GesangvereinGer­mania" einen Ehor zum Dortrag gebracht hotte, sangen sämtliche Anwesende nach einigen Schluß­worten von Lehrer Zöller das Horst-Wesfel- Lied, womit der Weiheakt einen würdigen Ab­schluß fand.

Rödgen.

z Zum Tag der nationalen Arbeit war unser Dors auss festlichste geschmückt; die Häuserfronten trugen Sträuße, Kränze und Gir- larrden, überall flatterten Hakenkreuz- und schwarzweißrote Fahnen; an den Dorfeingängen waren Ehrenpforten errichtet. Rach dem Fest­geläut versammelten sich die Schulkinder im Schulfaal zu einer kurzen Feier. Danach-zogen die beiden Klaffen mit ihren Lehrern die Troher Schule hatte sich angeschlyssen, mit der SA. und der SA-Reserve nach der alten Eiche zwischen Rödgen und Annerod. Dort fand ein Feldgottesdienst für beide Gemeinden statt. Mit dem ChorDas ist der Tag des Herrn" leitete der GesangvereinHeiterkeit" von Annerod diese Feier ein. Ein Gedicht bereitete sinnvoll die Ansprache des Ortsgeistlichen vor, der in packen­den Worten dasBete und arbeite deutete. Wort und Lied, in der prächtigen Frühlings­natur gesprochen und gesungen, packten die große Versammlung im Innersten, jubelnd stimmte sie in den SchluhgesangOlun danket alle Gott" ein. Mittags fetzte sich ein stattlicher Festzug in Bewegung. Die Kinder eröffneten ihn. Der F21D. folgte. Ein Spielmannszug spielte die Marsch­musik. Dieralte Herren" fuhren im Auto mit. Der RSBO. folgten die Arbeiterinnen der Zi­garrenfabrik, die Kulturarbeiterinnen, drei Fah­nenabordnungen und viele Leute aus dem Dorf. Den Schluß bildete die SA. und die SA.-Reserve. 3n Wagners Saalbau begrüßte der Betriebs­zellenleiter Wilhelm Rocker die große Der- sammlung. Rach einem Dorspruch ergriff Herr Bartholomäus, Gießen, das Wort und sprach begeistert und begeisternd über die Be­deutung des Tages. Mit einem dreifachenSieg- Heil auf den Führer und dem Gesang des Deutschlandliedes wurde die Feier beschlossen. Am Abend hörte eine zahlreiche Dersammlung die Rede des Herrn Reichskanzlers. Unfere bei- den Gesangvereine stellten ihre Kunst in den Dienst der guten Sache. Außerdem wurde von Kindern ein Gedicht und ein Sprechchor vor-

Oie Verhütung von Waldbränden.

Das Äreiwmt Gießen hat durch eine Bekannt- machuna im neuesten AmtsoerkundigungsblaU auf bie Dauer von vier Wochen folgende Anordnungen zur Verhütung von Woldbränden erlassen: 0 i Das Rauchen im Walde und in dessen Nähe

im Umkreis von 20 Meter vom Waldrande ist verboten;

2 da» Feueranzünden außerhalb von Gebäuden im Walde und im Umkreis von 20 Meter vom Waldrand ist verboten; als Feueranzünden gilt besonders das Abkochen durch Touristen.

Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen bis zu 150 Mark bestraft.

Ferner macht das Streisamt darauf aufmerksam, daß das unbefugte Betreten von Pflanzgarten- Häuschen, Wildscheuern oder ähnlichen Gebäulich­keiten in Wäldern, insbesondere das 9läd)tigcn darin, zum mindesten als Hausfriedensbruch bestraft wer­den kann, sofern nicht noch andere Strafbestimmun­gen verletzt sind.

Weiterhin macht das Streisamt noch besonders auf die nachstehenden Dorschriften des Art. 36 des Forst­strafgesetzes aufmerksam:

Mit Geldstrafe bis zu 60 Mark ober mit Haft bis zu 14 Togen wird bestraft:

1. wer mit unverwahrtcm Feuer ober Licht einen Wold betritt ober sich demselben in gesahrbrin- genber Weise nähert,

2. wer im Walde brennende oder glimmende Ge­genstände fallen läßt, fortwirft oder unvorsichtig handhabt;

3. wer in anderen als nach § 368 Nr. 6 des Strafgesetzbuchs strafbaren Fällen im Walde oder in gefährlicher Nähe desselben im Freien ohne Erlaubnis der Forstpolizeibehörde Feuer anzündet oder, falls ihm die Erlaubnis erteilt

Roch einmal bei den Ll-Dooien.

An der Ostküste Englands kreuzten vom frühen Morgen des 31. Mai an die deutschen Unterseeboote in dem ihnen anbesohlenen Sektor. Der Nebel ver- slüchtete sich in den Morgenstunden. Die Sonne brach durch. Meer und Küste erglänzten hochsom­merlich. Der Tag ging ruhig hin. Die Unterseeboote lagen unter Wasser und warteten auf den Herein- bruch der Dunkelheit, denn früher durften sie nicht auftauchen.

Als dieser schöne letzte Maientag endlich an der Ostküste Englands sich zum Abend niederneigte, er­hoben sich allerorten die deutschen U-Boote vorsichtig aus den Fluten, richteten die Funkenmasten, und bald darauf stürzte auf jedem der Boote der Funkenmaat aufgeregt auf den Turm und meldete, daß in der Apparatur ein Lärmen und Knattern herrsche, als ob olle Welt wild durchein- anderfunke. In diesem Augenblick ahnte man, daß etwas besonderes geschehen sein müsse. Don Osten her schossen Torpedoboote heran. Die deutschen U-- Boote gingen schnell wieder unter Wasser, und die Besatzungen warteten fieberhaft auf die Nacht, um neue Meldungen empfangen zu können.

Gegen 10 Uhr abends bann erhielten bie treuen Wächter an ber Ostküste Englanbs enblich bie Be­stätigung bafür, baß ihre merkwürbige innere Un­ruhe einen gar guten unb wichtigen Orunb hatte. Don ber beutschen Flottenleitung nämlich kam bie Melbung an alle hier stationierten Boote:

Sofort Humber-Einfahrt. Hava­rierte feinbliche Schiffe abfangen. Ge­zeichnet Flottenchef."

Nun wußten alle, baß etwas Ungewöhnliches ge­schehen war, baß bie in biejem größten aller Kriege seit Jahren schon vergeblich erwartete Begegnung ber beutschen mit ber englischen Flotte ftattgefunben haben mußte. Die beutschen Unterseeboote legten sich erneut auf bie Lauer unb warteten. Der Engländer aber mußte über bie an ihrer Ostküste ausgelegte beutsche U Bootssperre wohl genau unterrichtet worben fein, beim englische Unterseeboot- j ä g e r schlichen während ber ganzen Nacht an der Küste umher, warfen Wasserbomben und ver­suchten mit allen Mitteln, den deutschen U-Booten den Aufenthalt an der englischen Küste so ungemüt­lich wie nur irgend möglich zu machen. Diese aber hatten etwas von havarierten englischen Schiffen gehört. Da hätten die englischen U-Bootjäger Feuer und Schwefel regnen lassen können, die treuen deut­schen Wächter wären nicht einen Fußbreit von ihrer Pflicht abgewichen.

Shin nach Mitternacht bann erreichte bie deut­schen Unterseeboote an Englands Küste der Funk- fpruch aus Nauen, der die berühmte Meldung brachte, bie Millionen Deutsche in einen Taumel ber Begeisterung versetzte, bie aber Millionen von Feinben ben Atem stocken ließ. Den Funkenmaaten, bie diese berühmte Meldung um Mitternacht ihren Kommandanten überbrachten, zitterten die Hände vor Aufregung, liefen die Tränen der Freude über bie Wangen. Minuten später schon wußten es alle:

Große siegreiche Seeschlacht bei Skagerrak, Verluste: Englänber Schlachtschiffe Jnvincible",Snbefatigable",Queen Mary",Ti­ger",Defence",Black Prince" gesunken,War- rior" sinkend. beutsche Verluste gering.

Die Nachricht, bie bie Zeppeline von ihrer Er- kunbungsfahrt mitbrachten, baß bie englische Hoch­seeflotte sich nördlich ber dänischen fiüite zurückbe- roege, veranlaßte bie oberste beutsche Flottenleitung, ben an ber Ostküste Englanbs wartenden Untersee­booten den Befehl zur Heimkehr zu geben.

Als bie beutschen U-Boote in Wilhelmshaven ein­liefen, tarnen sie in eine Heimat, bie von Jubel und Danksagung, von Freude und Begeisterung wider­hallte. Dor der Dockeinfahrt sah man von den heim* kehrenden deutschen Unterfeeboten aus die schwer- verwundeteSeydlitz" liegen, die mit dem furchtbar

Arbeit zu schaffen, ein Ziel, zu dessen Verwirk­lichung die Mitarbeit ber ganzen Nation nötig sei. Es folgten durch Lautsprecher bie Uebertragungen aus Berlin. Zur Feier am Nachmittag war bie Menge noch erheblich angewachsen. Zunächst wurde bie am Geburtstage bes Volkskanzlers gepflanzte Eiche durch ben Ortsgeistlichen geweiht. Seiner mit allseitiger Anerkennung aufgenommenen Rede hatte er die Mahnung zu Grunde gelegt:Volk, sei stark, einig unb deutsch!" Reichen Beifall fand auch Bür­germeister Gans, ber bie Eiche in den Schutz ber Gemeinde übernahm unb mit trefsenden Worten bie Bedeutung der drei Denkmäler auf unserem Kirchhof, ber Kriegerdenkmäler von 1870, 1914 unb der Hitlereiche erläuterte. Dann bewegte sich ein sehr großer Festzug durch unser Dorf, in dem auch etwa zehn sinnvoll zusammengestellte Festwagen mitgeführt wurden. Im zweiten Teil ber Feier hielt Karl Hahn eine begeifternbe Ansprache über bie Bebeutung des Tages. Gesänge der vier Gesangver­eine, Gedichtoorttäge ber Schulkinder und der Frauenschaft, gemeinsam gesungene Lieder statteten die Feier, die für jeden zu einem unauslöschlichen Erlebnis geworden ist, würdig aus. Der Posaunen­chor wirkte in allen Teil mit. Abends sand die Nachfeier im Saale des Gastwirts Wagner statt.

Reiskirchen.

<£ Durch bas mit Fahnen unb Girlanben festlich geschmückte Dorf ertönte am frühen Morgen des Tages der nationalen Arbeit der Weckruf der Kapelle M ö b u s und des Spiel­mannszugs der Ha fia-Jugend. Rachdem die Kirchenglocken den Tag feierlich eingeläutet hatten, sammelten sich die Arbeiter und Arbeiterinnen, sowie die Amtswalter der REDAP. und der ASDO. im Hofe der Zigarrenfabrik Schirmer, um der Hissung des Hakenkreuzbanners beizu- wohnen. Werkführer 3 ü n g hielt eine An­sprache, in der cr die Bedeutung und den Ur- sprung des 1. Mai als Tag der nationalen Ar­beit darlegte. Sein Heil galt dem Führer des neuen Deutschlands. Gegen 13 Uhr sammelten sich alle Einwohner zur Feier an der Wieseck. Ortsgruppcnleiter der RSDAP. 3 ü ng e r er­öffnete die Kundgebung. Die Führerin des D. d. M., Lina Launspach, trug ein Gedicht Die Danner weh'n vor, das mit lebhaftem Beifall begrüßt wurde, der GesangvereinHar­monie erfreute mit dem ChorDies ist der Tag des Herrn. Der Ortsgruppenwart der RSBO- K. H a h n aus Großen-Buseck sprach dann über das ThemaDer 1-Mai als Feiertag der nationalen Arbeit. Sein Hoch galt dem lieben deutschen Baterlande- Begeistert fiimmtc man das Deutschlandlied an. Zwei Gedichte des Pg. Karl Rausch, die dem 1. Mai gewidmet waren, fanden reichen Beifall. Der Gesang­vereinEinigkeit trug mit seinem Männer- und gemischten Chor zwei Lieder vor, die sehr gut gefielen. Zur besonderen Weihe des Tages hatte die Ortsgruppe der RSDAP. beschlossen, eine Adolf-Hitlcr-Eiche zu pflanzen. Lehrer Rausch sprach hierzu die Gedenk- und Taufworte. Die Eiche sand ihren Platz neben der Friedenseiche, die im 3ahre 1913 zur Hundertjahrfeier des Tages von Leipzig im 3ahre 1813 geflankt wurde. Unter den Klängen des Riederländischen Dank- Sebets wurde die Eiche gepflanzt. Ortsgruppen-

:iter 3 Ü n g e r gab bann ben Baurn in ben Schutz ber ganzen Gemeinde Sein Heil galt dem Führer des neuen Deutschland- Das Horst- Wesfel-Lied schloß die Kundgebung. Hierauf be­wegte sich ein prächttg ausgestatteter Festzug.

Haus ungeschmückt war, bis zum Adolf-Hitler- Platz, wo OrtSgruppcnführer Euler nach einem

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zerschossenen Vorschiff bis zum Oberdeck In das Wasser eingetackcht war.

Unsere Betrachtung unb Darstellung bieser größ­ten Seeschlacht aller Zeiten begannen wir mit ber Anmerkung, baß auch ber Englänber, ber immer ein fairer Gegner gewesen ist, bie Leistun­gen ber beutschen Flotte durchaus zu würdigen wußte und unumrounben zugab, baß, wenn bie Schlacht von Skagen und Hornsrisf auch in eng­lischen Augen nicht gerade ein deutfcher Sieg ge- wefen fei, fo doch bestimmt auch kein englischer.

Nachdem wir hier nun von vier Seiten aus in den Brennpunkt bes gigantischen Kampfes ber bei­den tapfersten unb wehrfähigsten Flotten ber Welt hineinzufehen versucht haben, wollen mir nun zum Schluß noch einmal bieTimes" vom 26. Mai 1932 zitieren, bie im Anschluß an bas eingangs Gesagte bann weiter zugesteht:

Das Hipperjche Geschwaber war auch währenb ber Hauptschlacht heftiger engagiert als irgendein anderer Teil ber beutschen Flotte, unb es bewies bis zum Schluß sein hohes Maß ber Schieß- unb Manövrierfähigkeit. Im kritischen Augenblick ber Schlacht rief Admiral Scheer die Panzerkreuzer zu Hilfe, und Hipper unb seine ftommanbanten führten biefes Manöver mit ihrer bekannten Hartnäckigkeit unb Genauigkeit aus."

Als Admiral o. Hipper im August 1918 bann bie Führuna ber beutschen Hochseeflotte übernahm, war es jetn brennenbfter Wunsch, bie englische Flotte noch einmal aus ben sichern Häsen und Buchten herauszulocken, sie n o ch einmal zu zwingen, sich den deutschen Gegnern in offener See schlacht zu stellen und sie bann zu schlagen. Es war bereits beschlossen worben, unb bas deutsche Haupt­quartier brang mit aller Kraft auf bie Innehaltung biefes Beschlusses, daß unter Hippers Führung bie beutsche Flotte am 21 Oktober 1918 einen wohloor- bereiteten, klugdurchdachten unb großangelegten Vorstoß gegen bie englische Flotte unternehmen sollte. DieTimes" meint, baß fein Mensch baran zweifelt, baß Hipper eine ähnliche Entscheidung wie vor dem Skagerrak erzwungen und damit einen außerordentlichen Erfolg erzielt haben würde.

Nicht nur dieTimes", sondern auch alle führen­den Männer im Lager ber Entente waren ber Mei­nung, daß ein solcher sinnreicher Vorstoß Admiral Hippers dem ganzen Kriege trotz des Fehlschla­gens ber großartig angelegten unb burchgeiührten heroischen Frühjahrsoffensive, vom März 1918 eine neue, für Deutfdjlanb sehr viel günsti­gere Wenbung hätte geben können. Die Frie- bensoerhanblungen hätten nach dem von Admiral von Hipper dringend erwünschten, neuen und wie man zuversichtlich hoffte, erfolgreichen Kampfe mit der englischen Flotte bestimmt bann in ber Wieder­herstellung bes Zustanbes vor bem Kriege gegipfelt.

Die beutschen Reoolutionshelben vom November 1918 bekamen es bann unter anberem auch von ber Times" gesagt:

Aber dieser Vorstoß sand niemals statt, denn die deutschen Seeleute meuterten, als die Flotte in See ging."

Nicht umsonst haben wir gerade zum Schluß un­serer Betrachtungen diese erschütternde Tatsache an­gemerkt, daß die deutschen Seeleute meuterten, weil sic von den falschen Propheten in jahrelanger Wühl­arbeit um Ehre und Glauben und inneren Anstand gebracht worden waren.

Die Helden aber, bie bie Schlacht von Skagen unb Hornsriff am 31. Mai 1916 für Deutschland ge­schlagen haben, sie leben wieder, ihr Geist lebt wie­der unter uns, vereint mit allen guten Kräften des Volkes an ber inneren und äußeren Erneue­rung unseres Vaterlandes, aus der her­aus nur allein solche Großtaten geschaffen werden können, wie sie diese größte Seeschlacht der Welt­geschichte auch barstellt. Unb daß dieser Geist nim­mer mehr von Deutschland gehe, daß er in uns, um uns und mit uns lebe, der Geist der unerschüt­terlichen Vaterlandsliebe und Hingabe, das walte Gott!

ir'erer Leute jufam« inen* Wj i etwa an öorfterj inszeniert nicht unge- gewisse es,eite, w.e die filmbramatur- eschjchte hat« Men versucht- Um gestern im Licht -schön- Aufnahm" botsdam, da.zu d' tuell war tmi W- Reportage vvnden ai: vielen mrd Z kommen sem-

reichen Einwohnern nach dem Friedhof zum Krie­gerdenkmal. Pfarrer Ries (Ettingshausenj ge­dachte in einer Ansprache der Toten des Welt­kriegs; Blockwart Frihiu« legte einen Kranz nieder, der Kriegerverein schoß eine Ehrensalve. Auf dem Adolf-Hitler-Platz wurde eine Adolf- Hitler-Eiche geweiht. Beide Feiern umrahmten Darbietungen des Gesangvereins3ug end treu. Bürgermeister Albert nahm die Eiche in den Schutz der Gemeinde. Der Abend vereinigte die 3ugend zu fröhlichem Tanz.

Ober-Bef,ingen.

kob. Der Festtag der nationalen Ar­beit verlief in unserem Dorfe in schönster Ein­tracht. Fast kein Haus war ohne Fahnenschmuck und Maiengrün. Am Borabend wurde ein gro­ßes Maifeuer angezündet und eine junge Linde dem Führer des Bolkes geweiht. Die Festrede hielt Lehrer i. A. 3 a k o b. Am Festtage wurden planmäßig die Fahnen gehißt, dann versammelten sich Schüler und OrtseinwohTier um die für die Allgemeinheit aufgestelltcn Lautsprecher. Hierauf zogen Schüler und Lehrer, sämtliche Dereine und viele Ortseinwohner nach dem Hardtberg bei Ettingshausen, wo Pfarrer Strack aus Mün­ster einen erhebenden Feldgottesdienst hielt. Am Rachmittag versammelte man sich an gleicher Stelle. Unter Leitung von ßeforer Erb (Ettings­hausen) trugen die Gesangvereine Ettingshausen und Münster einige sehr beifällig aufgcnomrnene Männerchöre vor. Hierauf sprach Pg. Lehrer S i - m o n (Ettingshausen) zu der Dersammlung und schloß mit einem dreifachen .Heil Hitler!" So­dann schilderte der Festredner, Pfarrer D r a u d t (Lichl in markigen Worten die Bedeutung des Festtages der nationalen Arbeit. Mit dem Deutfchlarrd- und dem Horst-Wesiel-Lied endete die eindrucksvolle Feier. Am Abend vergnügte sich die 3ugend beim Tanz.

Tret» an ber Lumda.

t Der Feiertag der nationalen Ar­beit wurde hier festlich begangen. Die SA - Kapelle begann den Festtag mit Wecken, Ehoral- blasen. Frühlingsliedern und Märschen. Rach dem Geläut der Kirchcnglocken wurde am Brau­nen Haus zum Marsch zur Zigarrensabrik von Rinn & Cloos angetreten, um dort an der

personal zu erstatten.

D. G. 1. Die Hingabe bes (Selbes an Ihre Eltern stellt ein Darlehen bar, besten Verjährung erst nach 30 Jahren eintritt. Den Wert ber für sie angeschafs- ten Sachen können Sie zurückforbern. Maßgebend ist ber Inhalt des von Ihnen abgeschlossenen Ver­trags, ben Sie uns bisher nicht oorgelegt haben. Bei ber von Ihnen gealberten Einstellung Ihrer Eltern werben Sie wohl ohne gerichtliche Klage nicht zum Ziele kommen. Versuchen Sie, eine gütliche Einigung burch einen gerichtlichen Sühneoersuch zu v-.,- erreichen. 2. Ihre Eltern können von ihrem «/«v« ui. vmh vvIWU|..8.» ^jettet in I Eigentum verkaufen soviel sie wollen. Erst gclegcnt- SA -Uniform eine markige Ansprache. Darauf ! lich ber bereinftigen (Erboerteilung kommen sog. - - - Dorempfänge zur Verrechnung unb zum Ausgleich.