Ausgabe 
5.5.1933 Frühausgabe
 
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(Taff, Friedrichs Vorleser, war erkrankt, und aus dessen Vorschlag gestattete er einem andern jungen Mann, dies Amt inzwischen zu übernehmen

Der neue Vorleser wollte seine Sache recht gut machen, er deklamierte wie auf der Bühne und mochte dabei lebhafte Bewegungen, mit den Armen. Ihm zur Seite standen kostbare Kristalleuchter tn der Aufregung warf er einen zu Boden, daß er zersplitterte.

Der Vorleser erschrak heftig, ward leichenblaß und zitterte an allen Gliedern. Verlegen stammelte er Entschuldigungen, doch Friedrich gar nicht auf­gebracht über diese Unterbrechung sagte heiter:

Mein Freund, bei der Sache ist nichts weiter zu tun, als daß man ein anderes Licht anzünden läßt!"

von uns trennen und das vor der Reichsgrenze zur Abwehr von Angriffen auf deutsches Leben und deutsche Ehre liegt. Wir wollen auch im Innern des Reiches kämpferische scharfe Wächter fein, daß uns deutsches Volk, deut­sches Leben, deutsche Kultur nicht mehr mit den Grenzen des Staates eingeengt werde. Der kom­mende Volksbund für das Deutschtum im Ausland wird dem zielberufenen Füh- rergedanken auf allen Gebieten in die Tat Umsehen. Begeisterung und neugeweckter Pflicht­eifer wird uns Tausende neuer Mitkämpfer zufüh­ren. In den Pfingsttagen schon soll in Kla­genfurt an den südlichen Grenzmauern des kommenden großen Deutschland ein neuer VDA. den alten Willen zur Ration bekunden!

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Abwechslung liege für den Hörer der Reiz. Deshalb seien rein politische Reden und Liebertragungen örtlicher Kundge­bungen für die nächsten Wochen auf ein Mindestmaß einzuschränken.

Der Reichskanzler an die Stuttgarter Hochschule.

B e r l i n, 4. Mai. (1DI3.) Reichskanzler Adolf Hiller hat dem Rekwr und Senat der Technischen Hochschule in Stuttgart unter gleichzeitiger Hebet- mittlung feines Dankes für die ihm erwiesene Ehrung darum gebeten, aus grund­sätzlichen Erwägungen von der Verleihung der würde eines D o f f o r - 3 n g e n i e u r s an ihn freundlichst absehen zu wollen.

U Auch hi aalen Ärb ganze Dors p Leberall brar sprechet auf 1 der Astzug nahmen mit d Durch die Soi Kuhberg, jenei überragt und e weit hinüber ir Dort, wo schon pslamt worden, §itler»2ini Eingangslied i grüble Lehrer < Bedeutung der meinsamen Gcs< Pfarrer Steil Sinnbild des Ti bei übernahm der Gemeinde, mania einen E langen sämtliche toorten von Lei Lied, womit de schluß sand.

Eine Olympiade des Geistes. Die Neichsregierung fordert die Nationen zu einem Wettkampf im Drama auf.

2lthen , 4. INai. (121.) Reichsminisler Dr. (Boeb­bet & hat Dr. Wilhelm Leyhausen, der non der deutschen Reichsregierung zu den Jeffoorffel- hingen desAngelos Sikelianos" nach Athen entsandt worden ist, ermächtigt, folgende Er­klärung abzugeben:

Das junge Deutschland ist der Ansicht, daß es im Sinne des Fortschreitens des menschlichen Geistes handelt, wenn es den Gedanken der Olym­piade in vollendeter Weise, d. h. nach dem Worte Friedrich von SchillersKampf der Wagen und Gesänge" Wiederaufleben zu lassen ver­sucht. Die deutsche Reichsregierung erklärt, daß sie die Olympiade 1 936, die das Los ihr als Gastgeberin zuerteill hat, in diesem Sinne zu er­weitern gedenkt. Sie ist entschlossen, alle be­teiligten Rationen auch zu einem Wettkampf des Geistes einzuladen. Die Freundschaft unter den Rationen wird letzthin immer nur a u f dem Bekenntnis jeder einzelnen Ration zu sich selbst beruhen. Darum schlägt die deut­sche Reichsregierung als geistiges Kampfgebiet den Bezirk des unveräußerlichen Besihtumes einer jeder Ration der Erde vor: Der Sprache. Die letzte Kunst der Sprache aber ist das Drama. 3ede mitkämpfende Ration soll Zeugnis oblegen von ihrem eigen st en Geist und dessen Stel­lung zu den ewigen Problemen der Menschheit, zu Freiheit, Liebe, Schönheit und Gott.

Die deutsche Reichsregierung, die weih, daß sie im Sinne des deutschen Volkes handelt, möchte die Völker der Erde anregen, ihr zu helfen, die Olym­piade ihren ältesten Gedanken getreu u vollenden, so daß dieses Welttreffen in immer vollendeterem Maße ein werk des Friedens werde und im innigsten Zeichen des Geistes vor sich gehe. Die deutsche Reichsregierung wird die beteiligten Rakionen einzeln zu weiteren Beratungen über die Mitarbeit an diesem Gedanken einladen.

ReichsministerGoebbels dankt den Helfern des 1. Mai.

Die künftige Programmgestaltung des Rundfunks.

Berlin, 4. Mai. (TU.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, empfing die für die Durchführung^ und das Gelingen der Liebertragung der Feier­lichkeiten desTages der nationalen Arbeit" verantwortlichen Angestellten des Rundfunks sowie Mitarbeiter aus sonstigen an der Arbeit beteiligten Behörden und Organisationen um ihnen im Hamen des Reichskanzlers den Dank auszusprechen für die vorbildliche und erfolg­reiche Arbeit, welche die Durchführung der großen Pläne möglich gemacht habe. Für die jungen Kräfte, die sich dem Propagandaministerium be- geistert und unermüdlich zur Verfügung gestellt und Tag und Rocht an der Vorbereitung der

Feiern gearbeitet hätten, fei der 1. Mat eine Generalprobe gewesen. Das vorbildliche Gelingen aller Feste sei jedoch nicht nur den hier Anwesenden, sondern einer noch weit größeren Zahl von Mitgliedern draußen im Lande zu danken. Es liege ihm daran, allen, die Anerkennung der Reichsregie­rung bekanntzugeben.

Den Intendanten und Eendeleitern sämtlicher Rundfunkgesejllschaften erklärte der Minister, daß der Kurswechsel im Rundfunk gerade im letzten Monat sehr erfreulich zu spüren gewesen sei. Ietzt sei es die Aufgabe der In­tendanten, den unterhaltenden Teil der Programme befanders zu pflegen. Das dürfe allerdings kein Abgleiten in verwandte Darbietungen früherer Zeit bedeuten. In der

Die evanMcheAeichskir-e nach denGwn-Wen der GlanbensbewegnngDenssche Christen".

Die Gemein-estanenarbeit -er evangelischen Kirche.

Berlin, 4. Mai. CSU.) Die Reichspropa­gandastelle der Deutschen Christen teilt u. a. mit-

AusAntrag des Reichsgeschäftsführers der Evangelischen Reichsfrauenhilfe, Lic. Herme- nau, Potsdam, fand unter dem Vorsitz des Landesbischof Marahrens im Kirchenbundes­amt eine Sitzung über die Fragen der G e - merndefrauenarbeit der evangeli- r K ir ch e Es wurde einstimmig be­schlossen, die Gemeindefrauenarbeit aller Landes­kirchen zu einer k i r ch e n a m t li ch e n Reichs- frauenljilfe zufammenzuschließen und sofort mit den organisatorischen Vorbereitungen zu be­ginnen. Es wurde ferner der Antrag der GlaubensbewegungDeutsche Christen", ein Kommissariat des Mütterdienstwer­kes der evangelischen Kirche einzusehen, ein­stimmig angenommen. Die Leitung des Kom­missariats wurde Frau Schloßmann-Lön- nies, der Leiterin des Wütterdienstes der Evan­gelischen Reichsfrauenhilse übertragen. In diesem Wutterdienstwerk sind mehr als 1,3 Millionen evangelische Mütter zusammengefaßt. Der dies-

Muttertag soll Auftakt für eine plan^ volle Mutterarbeit in Deutschland fein.

Ein evangelischer Landesbischof von Bayern.

Bayreuth, 4. Mai. (WTB.) In der heutigen Sitzung der Landessynode der Evanqe- lisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern, die zu einer außerordentlichen Tagung in Bayreuth zusammengetreten ist, wurde befs R ü ck- trittsgesuch des Kirchenpräsidenten D. Veit verlesen. Mit sämtlichen 89 Stimmen wurde Oberkirchenrat D. Hans Meiser (München) zum Kirchenpräsidenten gewählt. Durch nachfolgen­den einstimmigen Beschluß wurde ihm die Amts­bezeichnungLandesbischof" verliehen und ihm durch ein Ermächtigungsgesetz weitgehende Voll­macht erteilt.

Ein Prozeß um Ameisen.

Daß die Ameise, die in der Fabel und ht der modernen Raturkunde als ein so fleißiges unh ordentliches Geschöpf erscheint, auch zum Ver­brecher werden kann, ist eine Tatsache, mit der sich letzt ein französischer Gerichtshof beschäftigen muß. Ein reicher Kaufmann hat eine Klage gegen einen Häusermakler eingebracht, weil er ihm eine Villa verkauft hat, in der sich eingeheimer Schaden" in der Gestalt von Ameisen befand. Der Kauf­mann erklärt, daß er die reizende Besitzung an der französischen Südküste erwarb, um hier seine Sage in Frieden zu beschließen, aber daß er fn dem Haus keine ruhige Minute hatte, weil er von einer Horde von Ameisen geängstigt, geschädigt und schließlich vertrieben wurde. Er bringt die Bescheinigungen von Sachverständigen bei, nach denen die Ameisen folgende Verbrechen begangen haben: sie leerten einen 12 Pfund schweren Tops mit Marmelade in 20 Minuten und machten über­haupt aus der Küche eine Wüste, in der nichts Eßbares mehr vorhanden fein konnte: sie zwan­gen den Besitzer, unter jeden Dettfuh Schalen mit Paraffin zu stellen, um das nächtliche Vor­dringen der Insekten in die Betten zu verhindern: sie richteten schweren Schaden im Garten an und ließen sich durch die Verschwendung von beträcht­lichen Mengen von Insektenpulver nicht im ge­ringsten aus der Ruhe bringen: sie bissen die grauen und zwangen schließlich alle Insassen deS Hauses dieses zu verlassen. Der Kaufmann ver- langt die Rückerstattung des Kaufpreises, da die Villa für ihn unbenutzbar ist. Das Gericht hat neue Sachverständige ernannt, die den Schaden genau feststellen sollen, bevor das Llrteil gefällt wird.

Berlin, 4. Mai. (TU.) Der Führer der Glau­bensbewegungDeutsche Christen", Pfarrer H of­fen f e l b e r, wirb am Samstag bem Präsidenten D. Kapier nachstehende Grunbsätze berDeutschen Christen" überreichen, nach benen die evangelische Rcichskirche geschaffen werben soll:

1. Wir wollen bie evangelische Reichs­kirche lutherischer Prägung unter Eingliederung ber reformierten Ge­rn e i n b c n, benen ihre Eigenart gewährleistet wirb.

2. Wir wollen keine Staatskirche, aber auch keine .Kirche, bie Staat im Staate Ist, sonbern eine evangelische Reichskirche, bie bie Hoheit des nationalsozialistischen Staates aus Glauben anerkennt unb bas Evange­lium im Dritten Reich verkündigt.

3. Die evangelische Reichskixche ist bie Kirche ber beutschen Christen, b. h. ber Christen arischer Rasse. Insofern ist sie auch mit ben beutschen Christen des Auslanbes oerbunben. Die Verkündi- gung bes Evangeliums unter ben frembftämmigen ist eine Angelegenheit ber äußeren Mission.

4. Diese so gestaltete Kirche darf roeber der Hort ber Reaktion, noch ein bemokratisch-parlamen- tarischer Sprechsaal sein.

5. Die evangelische Reichskirche wirb vom Ver­trauen bes Volkes getragen unb vom Reichs- bischof geführt.

6. Die evangelisäF Reichskirche gliebert sich in nicht mehr als 10 Kirchenlänber, an bereu Spitze je ein Lanbesbischof steht.

7. Der Reichsbischof ist entsprechend der weit- überwiegenden Mehrheit des Kirchenvolkes lu­therisch. Ihm steht ein reformierter Reichsvikar zur Seite.

8. Der Reichsbischos hatseinenSihinder Luther st adt Wittenberg. Die Schloß­kirche ist feine Pfarrkirche.

9. Lieber die Reichskirche im Sinne der vor­stehenden Richtlinien und erstmalig über die Per­son des Deichsbischofs, dieser nach Vorschlag und aus den Reihen derDeutschen Christen", soll das gesamte evangelische Kirch en- d o l k am 31. Oktober 1933 durch Llrwahl ent- scheiden. Wahlberechtigt sind alle evangelischen Gemeindeglieder nach Maßgabe des staatlichen Wahlrechtes. Ausgeschlossen vom Wahlrecht sind Christen nichtarischer Abstammung.

10. Rach vorstehenden Grundsätzen vollzieht der Reichsbischos den weiteren Ausbau der evangelischen Reichskirche. Die Vorbereitung und Durchführung der kirchlichen Llrwahl liegt in Kunden der Herren Präsident Dr. D. Kapier Landesbischof Mahrärens, Reichsleiter der GlaubensbewegungDeutsche Christen", Pfarrer Hoffenfelder, Studiendirektor D. Hesse Psarrer Freitag, Dundespfarrer Peter' Pfarrer Probst, Frankfurt a. M., Rechtsanwalt Dr. Friedrich Werner, Direktor des Zentral- ausschusses der Inneren Mission, Dr. I e e p und Mlssionsinspektor D. Weichert unter Leitung des vom Herrn Reichskanzler Adolf Hitler berufenen Vertrauensmannes, Wehrkreisvfar- rer Müller.

Der ehrliche Alte hörte entzückt zu. Endlich legte der König bie Flöte fort unb wollte bas Fenster schließen. Da rief ber entzückte Schulmeister:

0 Majestät niemals hätte ich Ihnen solche sanften Töne zugetraut!"

Kleine politische Nachrichten.

Der H e s s i s ch e L a n d t a g ist vom Präsiden­ten zu seiner konstituierenden Sitzung auf Diens- tag, 9. Mai, 11 Llhr, ei*nberufen worden.

Am Sonntag, bem 14. Mai, hält ber Jung- lanbbunb Hessen in Frankfurt a. M. feine ft,ZuUrcnbe Sitzung ab. Staatskom- missar Dr. W a g n e r, der Borsitzenbe ber Lanbes- fuhrergemeinschaft hessischer Bauern, hat ben Jung- oauer Robert Schmibt aus Steinheim zum Lan­de s f ü h r e r des Iunglanbbundes Hessen und zum Landesgefchaftsführer den seitherigen Landbund- Geschaftsfuhrer Weber-Darmstadt berufen.

@raf Kalckreuth hat fein Amt als ge- schaztsfuhrender Präsi d e n t des Reichs-

die Garbo einmal mit einem unserer Leute zusam­men spielen zu sehen, mit einem Darsteller von großem Format. (Wir denken etwa an Forster.) Jiegie: R. Z. Leonard: er inszeniert nicht unge- schickt, aber auch nicht ohne gewisse Effekte, wie sie in Amerika geschätzt werden: die filmdramatur- gisch ziemlich unglückliche Vorgeschichte hat er durch indirekte Aufnahmen zu bewältigen versucht. Um der Garbo willen, wir wiederholen es, sollte man diesen Film sehen: er läuft seit gestern im Licht- spielhaus. Beiprogramm: schöne Aufnahmen aus der Baugeschichte von Potsdam, dazu die Wochenschau, die noch nie so aktuell war wie hier: der Eildienst der Ufa bringt eine Reportage von den Berliner Festlichkeiten am 1. Mai: vielen wird diese bildhafte Ergänzung ihrer noch frischen Eindrücke bei ber Rabwübertragung willkommen sein.r

Aus aller Welt.

Zusammenschluß

kn der Angestelllen-Krankenverflcherung.

Der kommissarische Vorsitzende des Verban­deskaufmännischer Derufskranken- rassen hat zusammen mit dem Gesamtvorstand des Verbandes gewerkschaftlicher B e- rufskrankenkassen eine Vereinigung dieser beiden Verbände beschlossen, die in kür­zester Frist durchgeführt werden wird. Der Zu­sammenschluß beendet alle bisher bestehenden Meinungsverschiedenheiten und schafft die im In- jereffe der Versicherten dringend notwendigen Voraussetzungen für eine Einheit­lichkeit in der Krankenversicherung für die Angestellten. Der wieder vereinheitlichte Verband kaufmännischer Berufskrankenkaffen mit Jemen mehr als 1,25 Millionen Mitgliedern stellt sich zur Mitarbeit an der Neugestaltung der Krankenversicherung unter Einordnung und Llm- ordnung der Ersatzkassen im Geiste der national- sozialen Revolution zur Verfügung.

700 Schafe verbrannt.

Auf der Domäne Alt-Kaebelich bei Reu- brandenburg (Mecklenburg) brannten ein Schaf- ftall und eine große mit Heu gefüllte Scheune meder. Richts konnte gerettet w erden. 700 Schafe und 30 Rinder fanden den Tod in den Flammen. Es wird Brandstiftung vermutet.

z 3um Tag war unser Toi Häuserfronten t lanbcn, liberal schwarzweihroie waren Ehrenpf geläut berfamr vdjulfaal zu ei beiden Äk Trvhrr Schule 1 und der $ K<Kn Rödge Seldgotlesdienst dem Chor$QS JF. Eesangverei L m Ein Mdrache des 1 ? Dorten d. Dort und Lick se-

Die S- 6t W. Tin n Der ÄSBO"j Sarrenfabrik, \ S^nunat ^Schluß bi

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Ein Schauspiel von Maxim Ziese.

SchauspielDer Tag I" als eines ber bichterischsten beutschen Kriegsstücke gerühmt wirb unb einen schonen Theatererfolg erzielte, hat rmit, lewem letzten, in ben Jahren 1918 bis 1924 fpielenben DramaSiebenstein"* am Berliner Staatstheater einen starken Eindruck hinterlassen. Wenn man bas Stuck nur aus ber Lektüre auf sich wirken laßt, ist ber Einbruck zum minbesten zwie- spaltig: die vier Akte sinb in einer ganz merk­würdigen Mischung aus Realistik und Mystik ge­halten die stellenweise wie ein Nachklang aus bem Expressionismus wirkt, dem Ziese aber wohl ferns fte5-- singend ist ohne Zwei- rl ^®e'. E der die Fabel hervorging: Schick­sal eines Heimkehrers, eines jener ewigen Soldaten ?r.°Ber S?riT - 6as M°tw ift in ber Nachkriegsliteratur nicht selten, dem bie Welt unb l/er geworben ift; er weiß nichts h l'^an^UfQnr0en/ er f'ndet sich nicht mehr U..SR\eJyc9etn feiner neuen Umwelt sinb &»»» n ?nhld)' 6r üer,Ta9 sich keine bürgerliche Cxistenz aufzubauen, er ist ein Mensch unb Zeit­genosse ohne omn unb Ziel. Nicht einmal bie fpnbmoVnM5 langen Mädchens, bas mit einem star- Sir? ooUig an ihn Angegeben scheint, kann einen in @US ^^^llschen Verbunbenheit mit otenKameraben draußenunter dem roten . 9ehngt ihm nach langer Untätigkeit >°^ln Gemeinschaft mit der Geliebten ein neues Leben, das Arbeit unb Erfolge schafft. Aber bie beschworenben Stimmen imChor der Toten" unb ber Ueberlebenben seiner alten Kompanie reifen ihn aus bem mühsam gewonnenen Gleichmaß ieder heraus: bie Vision eines Regenbogens, der s'.ch "on ihrem letzten Unterstand in Frankreich nach ^"^i geheimnisvollen Ort Siebenstein wölbt läßt TAr l05, Siebenstein heißt ber mystische

Kartenpunkt, bas unbekannte Marschziel ber Ueber­lebenben, wo ihnen die Gemeinschaft mit ben Ge­fallenen verheißen ist. Unwiberstehlich auf biese totra^e ms Wesenlose getrieben, entschwinbet ber Heimkehrer am Enbe aus bem lebenbiqen Umkreis ferner neuen Welt. Man kann bie Grundlinien ber Handlung nur anbeuten; bie persönliche Ausein- anbersetzung (mit einer Aufführung ober bem ??nch) muß jebem überlassen bleiben. Wir finbeu bie Stimmung unb bie Gesinnung, aus ber heraus ^eses Schauspiel geschrieben würbe, wohl ehrlich

ox i m Z iefe: Giebenftein. Drama. 100 Seiten. Frunbsberg-Verlag G. m. b. H., Berlin. (88.)

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unb männlich, ernst unb unserer Zeit entwachsen. Aber bie Visionen bes Dramatikers sinb, wie uns cheint nicht so verdichtet in Szene und Wort, daß >e ohne Fragezeichen und geheimnisvolle Ver- chwommenheit auf den Leser übertragen werden tonnen. Die gleiche stilistische Uneinheitlichkeit, von der wir oben sprachen, beherrscht auch die Formung der wichtigsten Gestalten, bie infolgebessen nie völlig aus jenem unbeutlidjen unb stets bezweifelbaren Dunstkreis ihrer Existenz heraustreten, ber für bie SSKV66 ewreffi[,l'ismU5 !° ungemem

Iridericus.

Anekdoten um Sen großen König.

s- ^eblingsschwefter Friebrichs bes Großen, bie Markgrafin von Bayreuth, halte einen Läufer,

me9fam Oeschwinbigkeit wegen aber

^arnenPresto" erhalten hatte.

r ber Siebenjährigen Krieges schlich er sandig, als Handwerksgeselle verkleidet, durch die ber^^nbe&U^ l?iner ^crrin Nachrichten von n s ihres Bruders zu bringen. Nun befand er SfnXÄ bei 2Irmee' al5 l'e in der Nähe von Roßbach stand. Es war um bie Mittagsstunbe, als die französische Armee anrückte.

Der König oollenbete ruhig seine Mahlzeit ftien ^ferbe'x Ub°rl°h einen Aug^L' K ?|reßrrbnUn9 ländlichen Heeres unb rief: glekO^066 9etr,äriig, stanb ber treue Diener

:,Oja°Eure MajchL""^ f°mmen?"

me'ine°r fo schnell Er kann unb melde Er

Schwester, bie Bataille sei gewonnen."

ein3AÄ'-Cn schlesischen Krieg brachte Friebrich eine Nacht m einem schlesischen Dorf zu Am 9fhpnh

Der König öffnete bas Fenster:

Was will Er?"

Zu Tode erschrocken stotterte ber Mann-

^''S{re K°nigliche Majestät - Dero untertänigster Mull/ ~ bf'n e"1 9r.°Jer Liebhaber von der edlen Ä ,7"f nte l4) b Iriebe wid°" AM, FÄX

Der bayerische Kultusminister S ch e m m hat am Donnerstag bem Herrn Karbinalerzdischof Dr. Michael von Faulhaber seine Aufwartung ge­macht. Dabei ergab sich willkommene Gelegenheit, eine Reihe Kirche unb Staat berührenbe Angelegen­heiten in längerer Unterrebung zu erörtern.

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Alfred Rosenberg, ber Chef bes Außenpoli- tischen Amtes ber NSDAP., hat sich nach Lonbon begeben zum Zweck ber näheren Unterrichtung über bie politischen Verhältnisse Englanbs unb ber In­formation englischer Kreise über bie politische Sage in Deutschland. In ber Begleitung Rosenbergs be­findet sich ber Parteigenosse Graf o. Bismarck.

*

einer Meldung der Agentur Indo Pacifique ist General von Seeckt, ber sich an Bord des DampfersContes Derbe" aufbemWegenach China befinbet, in Saigon angekommen. Gene­ral von Seeckt lehnte ein Interview ab.

Der Reichsminister bes Innern hat die Deutsche « t u b e n t e n f d) a f t auf Grund ber von ihr vor- gelegtenVerfassung ber Deutschen Stubentenschaft" als bie alleinige 0 e f a m t d e r t r e t u n g ber an ben reichsbeutschen Hochschulen immatrikulierten Stubenten anerkannt.

Wie derKölnischen Zeitung" gemeldet wird ist Regierungsrat Turner, SS.-Sturmbann- fuhrer in Trier, zum Rachfolger des beurlaubten

Regierungspräsidenten v. Sybel bestimmt worden.

tandbundes nleberge egt, um in einem Verfahren aegen die Deutsche Getreidehandelsgesell- schaft, mit dem fein Name in Verbindung gebracht wird, zur Wahrung seines Rechtes vollste Hand­lungsfreiheit nach allen Seiten zu haben. Die Ge- schaftsführung des Reichslandbundes ist dem Prä­sidenten Meinberg übertragen worden.

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Der Führer des Landesverbandes Ostpreußen des Stahlhelm, Graf zu Eulenburg-Wicken, hat sein Führeramt niedergelegt.

Der Landesbischof der eoangelisch-lucheri. scheu Kirche von Mecklenburg-Schwerin, Rend- t o r s st, übergibt ber Öffentlichkeit folgende Erklä- rung:Nachdem der Reichskanzler die innere Un­abhängigkeit der Kirche zugesichert hat, unb nach­dem ber Wille unb bie Kraft ber beutschen Frei- heitsbewengung über bie Klassen unb Stäube hin­weg bas deutsche Volk zu ber einen beutschen Nation ZU schmieben, überwältigt, offenbar geworben ift, habe ich meinen Beitritt zur NSDAP, erklärt."

Garbo-Ulm.

Mau ist seit langem baran gewohnt, baß sich bie großen Schauspieler unb Schauspielerinnen ihre Paraberolleu keineswegs mit befonberer Vorliebe aus klassischen Stücken holen. Was biese arnerika- uische Probuktion (Metro Golbwyu) betrifft, so heißt s'e »He Igas Fall unb Aufstieg" und ist bei Sidjl betrachtet ein richtiger Reißer: aber man geht ja nuht hin, um einen Reißer zu sehen, sondern um Die Garbo zu sehen, und das ist immer wieder em kleines Erlebnis und eine wirkliche Freude. Es kommt nicht so sehr darauf an, was sie zu spielen hat: hier ist es bie Liebesgeschichte einer Frau, bie um ihrer Leibenschaft willen burch alle Nieberungeu bes Daseins geht, bis sie am Enbe eines langen Damaskusweges ben Mann ihres Herzens wieber- finbet unb sich zurückgewinnt. Wie sie bas spielt: Darauf fommt es an. Sie ift wie geschaffen für biese Aufgabe, sie ist bie geborene Liebhaberin (wenn man es durchaus mit einer veralteten Rolleufach- deze.chnuug sagen soll) obwohl ihre Stimme *r °°".etwas fpröben Klang unb frembartigen Akzent behatt, ber schon in ihrem ersten Tonfilm SuMi/fö Manger überrascht, wenn nicht ent« tauscht hat. Aber bas stört merkwürbigerweise gar x1 dieser Film nur burd,

m burAJ,e £Uein' Rang unb Reiz erhält.

Partner heißt Clark Gable: ein tüchtiger, Schauspieler von typisch ame- nkamscher Haltung, aber nicht so konventionell wie Gilbert seinerzeit. Immerhin regt sich der Wunsch