Ausgabe 
5.4.1933 Frühausgabe
 
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hat das bisherige Ermiltlungsergebnis den dringenden Verdacht der Untreue und des Betruges so sehr verstärkt, daß ihre Vorführung zwecks Erlaß eines richterlichen Haftbefehls angeordnct worden ist. Bei Di­rektor Esser waren die Voraussetzungen für eine weitere Jnhaftbeh altung nach Festnahme der anderen beiden Beschuldigten und nach Sicherstellung des belastenden Materials nicht mehr gegeben. Er wurde deshalb a u f freien Fuß gesetzt. Das Ermittlungsver­fahren wird jedoch auch gegen ihn fortgeführt. Alle drei Beschuldigten bestreiten zwar bis jetzt, strafbare Handlungen begangen zu haben, muhten jedoch schon zugeben, in vielen Fällen unkorrekt gehandelt zu haben.

Die Gleichschaltung der Industrie.

Wirtschaftspolitische Zusammenarbeit zwischen Langnamverein und NSDAP.

Essen, 4. April. (TU.) Wie bereits mitgeteilt, haben Langnamverein und N S D A P. für das Gebiet West zur gemeinsamen Klärung wirt­schaftspolitischer und organisatorischer Fragen einen Führerkreis gebildet, der bereits in diesen Tagen bedeutungsvolle Arbeiten ausnehmen wird und in dem Unternehmer und Arbeiter beteiligt sind. Nach Mitteilung des Gaues Düsseldorf der NSDAP, liegt die gesamte Organisation dieses Führerkreises in den Händen des Sturmführers und Wirtschaftsbeauftragten der NSDAP. Dr. Josef Klein und des Geschäftsführers des Longnam- vereins Dr. Schlenker- Düsseldorf. Für die ver­schiedenen Produktionszweige werden eingesetzt: Kohle: für die NSDAP. Ludwig Kraft- Düssel­dorf und Direktor Janus (Kohlensyndikat) Essen, Eisen und Stahl: Sturmführer Dr. S ch e r r - Düsseldorf und Direktor Dr. Ernst Poensgen (Vereinigte Stahlwerke AG. bzw. Stahlwerksver­band) Düsseldorf, Textilgewerbe: Kreiswirt­schaftsreferent der NSDAP. Generaldirektor Wil­helm Achter- München-Gladbach und Abraham F r o w e i n - Wuppertal, Chemie und verwandte Produkte: für die NSDAP. Generaldirektor Eis- ni a n n - Koblenz und Direktor Fritz ter Meer (IG. Farbenindustrie AG.) Leverkusen und schließ­lich als wirtschaftlicher Beirat: Dr. Paul Karren- b r o ck (von der NSDAP.) Düsseldorf. Die so zu­sammengesetzte Stelle hat die Aufgabe, sofort für das gesamte Wirtschaftsgebiet West die erforder­lichen Organisationen zu schaffen und Anordnungen zu treffen, sowie dafür zu sorgen, daß die Wirt­schaft in diesem Gebiet sich organisch in den neuen Staat eingliedert.

Die Sicherung

-es Wirtschastsfriedens.

Berlin, 4. März. Zu der Frage der zeit­lichen Geltung der Tarifverträge wird an zuständiger Stelle die Annahme be­stätigt, daß die Reichsregierung mit dem Plane umgeht, nach dem Beispiel der Textilindustrie und des Bergbaues die Tarifverträge für eine Reihe von Monaten unver­ändert bestehen zu lassen. Den Unter» nehmern soll nahegelegt werden, die Verträge nicht zu kündigen. Man darf wohl annehmen, daß der bestehende Zustand zunächst bis zum September grundsätzlich aufrechterhalten wer­den soll. Bekanntlich sollen die einschlägigen Fragen von einem Gremium nachgeprüft werden, das aus den neuen Mitgliedern des Reichs­wirtschaftsrates gebildet werden soll, die auf Grund der Reuorganisation des Reichswirt­schaftsrates in Zukunft vom Reichspräsidenten ernannt werden. Solange diese Rachprüfung nicht abgeschlossen ist, soll an den bestehenden Tarifverträgen nichts geändert werden. Man ist an zuständiger Stelle der Ansicht, daß Ausnahmen nur in äußer st dringen­den Fällen zugelassen werden können, so, wenn in einem Wirtschaftszweige eine ganz außerordentliche Verschlechterung eintreten sollte. Ein solcher Fall ist bisher nicht bekannt geworden.

Oie Wasser ziehen.

Von Otto Alscher.

Die Sonne liegt platt und sanft auf dem flachen 2anö. Weiche, blaue Luft umkleidet noch das sumpfige Weideland, das erste Grün der Sträu­cher im Straßengraben und hält den Sonnen­schein mit einer unsichtbaren Dunstschichte ab.

Tlnd diese satte, nasse Aprilluft, das ver­schleierte, weite Land ist erfüllt von seltsam drängenden Rufen, dem blechernen Schrei der Kraniche, dem Geklingel ziehender Enten, dem Geschnarre und Gequetsch der Rohrsänger. Schon aufdringlich, trotz dem lärmfrohen Tag, wirkt das Quietschen der ungeschmierten Räder eines Büffelkarrens.

Don der erhöhten Straße aus, auf welcher der Karren fährt, sieht man links über, vom stei­genden Wasser bedeckten Vorgelände hinweg, Die rasch sich vorbeischiebende Fläche der Donau. Weiden und Pappeln, die am letzten Uferstreifen zwischen Sümpfen und Strom stehen, sehen aus, als zögen sie rasch vorbei, in langer Reihe längs der Straße hinmarschierend.

Der bulgarische Bauer sitzt quer im Karren, dem Rücken gegen die Wagenleiter gelehnt, die süße gegenüber, durch die Sprießeln hängen lassend. Er schläft noch nicht, ist auch nicht wach, starrt vor sich hin, auf die ziehenden Wellen des Stromes, die sein Schauen einlullen, wie von dem Lärm der frühlingswachen Vogelstimmen sein Denken eingeschläfert wird.

Das ungefüge Holzjoch, durch das die Düffel die Köpfe gesteckt haben, drückt ihnen schwer aus den Racken, scheuert ihnen die Brust und schwankt ächzend einmal rechts, einmal links mit dem Tritt der Tiere, die mit eingeknickten Knien die Straße hinschleichen. Und langsam, unendlich langsam rückt der Karren weiter. Vom Wasser herüber kommt es kühl und naß. Und dieser Lufthauch bettet wie in ein Gewölke endlosen menschenleeren Landes die Büffel ein, bringt ihnen nur die Rufe der Wasservögel mit ihrem aufreizenden Drängen herbei und das Ahnen, daß auch sie an das Erwachen der Ratur ge­bunden sind.

Die Last des Joches hat die Köpfe der Düffel so tief zu Doden gedrückt, daß ihre Rüstern fast die Straße berühren. Trotzdem wittern sie das weite, freie Land rings um sich, die Sümpfe und das Frühlingshochwasser des Stromes. Sie

Eine Reichssührer-Gemeinschaft des deutschen Bauernstandes.

Reichskanzler Adolf Hitler übernimmt die Schirmherrschaft.

Berlin, 4. April. (TU.) Auf Einladung des Präsidiums des Reichslandbundes traten am Dienstag im Landbundhause zu Berlin die Leitung des agrarpolitischen Apparates der RSDAP. sowie der nationalsozialistischen Bau­ernschaften, die Spitzenvertretung Dcre Vereini­gung der Deutschen Christlichen Bauernvereine und andere Bauernverbände zusammen, um eine Einigung des deutschen Bauern­standes herbeizuführen. Auf Vorschlag des geschäftsführenden Präsidenten des Reichsland- bundes, Graf v. Kalckreuth, wurde einstim­mig beschlossen, sofort eine Gemeinschaft zur Schaffung einer einheitlichen Standesvertretung des gesamten deutschen Bauerntums zu bilden. Die Durchführung der organisatorischen Regelung müsse spätestens zum 1. Januar 1934 abgeschlossen sein. Darauf wurde dieReichsführerge- meinschaft" des Deutschen Bauern­standes gebildet, die sich aus folgenden Per­sönlichkeiten zusammenseht: Den Präsidenten des Reichslandbundes, Graf Kalckreuth, Lind, Willikens, Meinberg, den Vertretern des agrar- poli tisch en Apparates der RSDAP. und der diesem angegliederten nationalsoziali­stische Bauernschaften Darre, Luber, Backe, Dei­ninger, den Spitzenvertretern der Vereini­gung der deutschen Christlichen Bauernvereine, Freiherr von Lüninck- Koblenz, Schill, Hundhammer, Stewes. Der Lei­ter des agrarpolitischen Apparates der RSDAP. Dr. Dorre wurde einstimmig gebeten, den Vorsitz derReichssührcrgemcinschaft" zu über­nehmen.

Aus Antrag des Grasen Kalckreuth wurde be­schlossen, aus der besonderen Verbundenheit des deutschen Bauerntums mit dem Führer des neuen Deutschland, Adolf Hitler, diesen zu bitten, ..der Schi rmherr der Reichssührergemeinschaft des deutschen Bauernstandes" zu sein und da­durch dem Cinigungswerk feinen beson­deren Schuh zu verleihen. Der große Eini­

gungsgedanke des gesamten Berufsstandes soll durch die unmittelbare und eindeutige Verknüp­fung mit der Person des Staatsführers klar und offen aus den Riederungen des überwundenen Parteigedenkens herausgehoben werden.

Die Federführung der Reichsführer­gemeinschaft wurde in die Hände von Graf Kalckreuth gelegt. Weiter wurde beschlossen, daß die in der Reichsführergemeinschaft zusam­mengeschlossenen Führer in ihren Verbänden und Bereichen das Erforderliche veranlassen, um ö r t- l ich e Führe rgemeinschaften in entspre­chender Zusammensetzung in den Ländern und Provinzen zur Durchführung der Ab­sichten der Reichsführergemeinschaft baldigst zu bilden. Mit denjenigen wirtschaftspolitischenland­wirtschaftlichen Organisationen, die nicht in der Reichsführergemeinschaft vertreten find, wurde zunächst nicht in engere Verhandlungen eingetre­ten. Die Rcichsführergemeinschaft hat aber ihren Vorsitzenden gebeten, das Gebotene zu unter­nehmen, um auch den Dauern der noch außenstehenden Organisationen den Weg zum Rücktritt in die freie große, alle An­gehörigen des Berufsstandes vertretene Gesamt- körpe<chaft des deutschen Dauemstandes freizu- machen.

Reichskanzler Adolf Hitler empfing um 13.45 Uhr dasPräsidium desReichs- landbundes, und zwar die Präsidenten Graf Kalckreuth, Lind, Willikens, Meinberg und die Direktoren Kriegsheim, v. Sybel, Dr. Siburg, Doch und den Chef der Präsidialabteilung Re­gierungsrat a. D. Dr. Wenzel. Er gab bei diesem Anlaß seiner besonderen Verbunden­heit mit dem Deutschen Dauerntag lebhaften Ausdruck und teilte mit, daß er freudig bereit sei, der Schirmherr der neubegründeten Reichsführergemeinschaft des Dauernstandes zu fein.

Beschlüsse des Reichskabinetts.

Schächiverboi für das ganze Reichsgebiet -Strafverschärfungen für Verbrechen der Brandstiftung und Sprengstoffattentate.

Berlin, 4. April. (CNB.) Wie wir erfahren, hat das R e i ch s k a b i n e t t sich in seiner heutigen Sitzung noch nicht mit außenpolitischen Fragen be­schäftigt. Sie kommen voraussichtlich in der nächsten Kabinettssitzung an die Reihe, die für Freitagnach­mittag in Aussicht genommen ist. Heute hat übrigens zum erstenmal Reichsbankpräsident Dr. Schacht an einer Kabinettssitzung teilgenommen. Das Ka­binett hat in dieser Sitzung mehrere wichtige Gesetze verabschiedet, darunter zunächst

das Gesetz über das Schächten von Tieren.

Das Gesetz lautet:

§ 1.

Warmblütige Tiere sind beim Schlachten vor Be­ginn der Blutentziehung zu betäuben.

Der Reichsminister des Innern kann bestimmen, daß die Vorschriften des Abs. 1 auch beim Schlachten anderer Tiere anzuwenden ist. Solange er von dieser Befugnis keinen Gebrauch macht, können die Lan­desregierungen oder die von ihnen bestimmten Stel­len solche Bestimmungen erlassen.

Bei Notschlachtungen, bei denen ^ich die Betäubung des Tieres »ach Lage der Verhältnisse nicht aus­führen läßt, findet die Vorschrift des Absatz 1 keine Anwendung.

_ § 2.

Die näheren Bestimmungen über das Schlachten der im § 1 bezeichneten Tiere erläßt der Reichs­

minister des Innern. Solange er von dieser Be­fugnis keinen Gebrauch macht, können die Landes­regierungen oder die von ihnen bestimmten Stellen solche Bestimmungen erlassen.

§ 3.

Wer vorsätzlich oder fahrlässig die Vorschrift des § 1 Abs. 1 oder einer auf Grund dieses Gesetzes er­lassenen Bestimmung zuwiderhandelt, wird mit Ge­fängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bestraft.

§ 4.

Dieses Gesetz tritt am 1. Mai 1933 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Bekanntmachung über das Schlachte» von Tieren vom 2. Juni 1917 außer Kraft.

Ferner hat das Kabinett mit einem Gesetz zur Abwehr politischer Gewalttaten

neue Strafverschärfungen

verfügt. Das Gesetz lautet:

§ 1.

Mit dem Tode ober mit lebenslangem Zuchthaus ober mit Zuchthaus bis zu 15 Jah­ren kann, soweit bisher milbere Strafen angedroht sind, bestraft werden:

1. Wer ein Verbrechen gegen § 5 Abs. 1 und 2 des Gesetzes gegen den verbrecherischen und gemein­gefährlichen Gebrauch von Spreng st offen vom 9. Juni 1884 begeht;

sehen nichts davon, denn die zottige Wolle ihrer schwarzen Haare hängt ihnen über die Augen, aber die suchenden Rufe der Vögel, das Brausen ferner Wirbel, der Geruch des Schmelzwafsers, Wecken in ihnen dieselben Urinstinkte, wie in den nordwärts ziehenden Vogelscharen.

Und der Düffelstier, der dreijährige, der rechts im Joch trottet, in dem alles noch Tasten und Erwarten ist, empfindet es dunkel, aus einer triebhaften Erinnerung heraus, daß es die Zeit ist, wo die wilden Herden seiner Artgenossen vor Jahrtausenden gegen Mitternacht zogen, je­nen Weidegründen zu, die auch im Sommer grün bleiben.

Er hebt den dicken, zottigen Schädel, will etwas erschauen, etwas wittern vielleicht will er das (Brüllen des Leitstieres der großen Herde hören aber es ist nur eine dumpfe Unruhe, die ihn befallen hat.

Der andere Büffel ist ein altes Tier, längst stumpf geworden im Joch, der willenlos alles hinnimmt, das Oefeffeltfein an den Karren, die Trockenfütterung und karge Rahrung im Winter, das Grasen auf feier Weide im Sommer. Er spürt die Unruhe des Kameraden, doch fühlt er sich durch sie nur belästigt.

Der junge Büffelstier hebt immer wieder den Kopf, stemmt den Racken ins Joch, möchte frei davon werden, es drängt ihn suchend über das Land zu streifen, sich den Artgenoffen beizuge- fellen, er stößt ein kurzes Grunzen aus, als riefe er sie doch das klobige Joch, der polternde Karren geben ihn nicht frei.

Wieder trotten die Büffel eine Weile stumpf in ihrem Joch. Der Bauer im Wagen schläft, gleichförmig kreischen die Radnaben. Da kommt plötzlich ein kurzer Windstoß, läßt das Rauschen des rasch hineilenden Stromes anschwellen, er­füllt die Luft mit einem würzigen Sprühen fein­verteilten Wassers und bringt gleich ein ganzes Bündel Vogelstimmen mit.

Der junge Düffel wirft den Schädel auf, grunzt wie antwortend und drängt stürmisch nach links, die Straße hinab. Sein Kamerad hat zwar weder einen Zuruf oder den Stock des Bauern gespürt, doch willenlos wendet auch er sich dem Strome zu. Heber die Böschung rollt der Karren hinab, nun gleiten die Räder weich über nassen Wiesen- hoben und bald plantschen die Hufe der Büffel in den ersten Tümpeln.

Wieder stößt der junge Büffel ein hustendes Schnauben aus. Es ist derselbe Laut, mit welchem

seine Vorfahren beim Rahen eines Feindes in die Sümpfe flüchteten, in denen sie, als vorzügliche Schwimmer vor jeder Gefahr gesichert waren. Vielleicht ist es auch bei ihm die, über die Gene­ration hinweg vererbte Erinnerung an das Wasser als Heimstätter, die ihm die Hoffnung erweckt, dadurch dem schweren Joch, dem Karren, ent­kommen zu können.

Schon waten die Büffel knietief im Wasser, leicht gleitet der Karren über den bewachsenen Untergrund, von den Speichen rinnt das Wasser in ganzen B^hen hinab, doch noch immer krei­schen die Radnaben.

Räher und näher kommen die Büffel der Grenze, wo hinter der Baumreihe das überschwemmte Vorland zu Ende ist und der Strom beginnt. Schon zieht eine leichte Strömung unter ihnen hinweg, bald werden die Büffel schwimmen müssen; aber der Karren, der schlafende Bauer?...

Run hat das Wasser die Achsen und es ver­stummt jäh das Quietschen der Räder. Die Füße des Bauern hängen ja schon seit einer Weile im Wasser, aber das fühlt er nicht, das Verstummen der Räder jedoch weckt ihn sogleich, er fährt auf, sieht verblüfft knapp vor sich den ziehenden Strom, wendet sich bestürzt um, überall Wasser, nur weit rückwärts der erhöhte Damm der Straße. Run be­greift er, ertennt die Gefahr, springt entsetzt im Wagen auf, schlägt auf die Düffel ein und schreit angstvoll:Hais, pschüh ho! Hais Pschüh ho!" um sie zum Wenden zu bringen.

Der junge Düffel sträubt sich, will in den nahen Strom hinein, der alte Düffel aber, auf den die Worte schon automatisch wirken, drängt nach rechts, der andere muß sich fügen und bald wühlt sich der Karren über die vom Wasser überfluteten Sieder wieder der Straße zu.

Der Karren hat den trockenen Doden erreicht, aufatmend springt der Dauer herab, stöhnt erleich­tert:Oh bösche moje! Bösche moje!" Dann nimmt er die Pelzmütze ab und wischt sich mit deren äußerer Seite den Angstschweiß von der Stirne.

Was weiß er davon, daß es der Geruch des Wassers, die Stimmen ziehender Vögel waren, welche in dem Büffel den schon feit Jahrhunderten verstummten Drang zur Frühlingswanderung noch einmal erweckten? Für ihn ist ja diese Frühlings­revolution des Blutes längst zu einem Verlan­gen geworden, in der Erde zu graben, um Rah­rung für ein kommendes Jahr zu erzeugen.

8 bad), hemn Ghrenpreife: Steinberger

ynei

Luise Reinhardt.

Schließlich hat das Reichskabinett noch ein Gesetz zur Beschränkung der Herstellung und zur Regelung der Verteilung der Betäubungsmittel be­schlossen.

liegende» April-Heftes nennen wir beispielsweise de» aufschlußreichen Aussatz von Prof. Dr. An­dersen über das ThemaGeschlechtsbestimmung und Geschlechtsbeeinflussung"; eine hochinteressante AbhandlungFledermäuse in Volksglauben und Wirklichkeit" von Dr. M. Schott ist durch eine Serie schöner und seltener Aufnahmen anschaulich

regierung bei der Universität hätte. Dieselbe Einrichtung wird auch für die Technische Hochschule Darmstadt getroffen werden. Außer­dem sprachen noch Archivedirektor Dr. Diet-

Empfänge beim hessischen Siaaispräsidenten. Bor Ernennung Professor Herzogs zum Kanzler der Universität.

Darmstadt, 4. April. (WER.) Die Presse­stelle der hessischen Staatsregierung teilt mit: 2m Laufe des Montags empfing der Staats­präsident die Vertreter Der Hitlerjugend. Den Vorsitzenden der Handwerkskammer Mainz, Müller; Professor Dr. Thum uhb Pro­fessor Dr. Reulaux von Der Technischen Hochschule DarmstaDt; Freiherrn v. Löw von der Forstwirtschaftlichen Berufs- genossenfchaft; Dr. Bohnenberger von der Heag; Freiherrn Schenck zu Schweinsberg, der dem Staatspräsidenten Fragen des Zweck­sparkassenwesens vortrug; Polizeioberst Fendel-Sartorius.

Im Laufe des Dienstags empfing der Staats­präsident Professor I e ß und Professor Her-

- Aus den uns geschrieben: y SchauspielAudi Kaergel unter der mit Frau Augu Ehrenmitglied bes East in der Rolle lung im Mittwoch Spieldauer von 7. April, sieht der SchauspielsAnd stcllung im Fre Preise. Spieldauer Ausführung des » iftuM onn @erhoi leilung des Inten! Prasch in der R< im am Sonntag, 9. Vorstellung.

Steinberger; 1. Manns, Otto Will

men des Verbandes die besten Glückwünsche zu sei­ner Wahl und legte die Ziele des Verbandes Dar. Alsdann gab er einen Bericht über die sieben­jährige Tätigkeit des Verbandes und betonte ins­besondere, daß die Ziele des Verbandes sich i n gleicher Rich tun g bewegten, wie diejeni­gen des Kampfbundes für Den Mittel- ft a n D.

Rach Ausführungen des Rechtsanwalts Dr. Reen dankte Staatspräsident Dr. Werner Den Herren und begrüßte u. a. Den GeDanken Des Zusammenschlusses. Dieses Vorhaben sei zu unterstützen unD zu fördern, zumal ihm bereits seit längerer Zeit Zweck und Ziele des Verban­des bekannt seien, so Daß einer Verschmelzung mit Dem nationalsozialistischen Kampsbund für den Mittelstand nichts im Wege stünde.

zog von der Landesuniversität in Gießen. Wie verlautet, wird Professor Her­zog in den nächsten Tagen zum Kanzler ernannt werden, in welcher Eigenschaft er Die Vertretung Der hessischen Staats-

Oochschulnackrichten.

.Sem Pfarrer Lic. Hermann Sasse inBer­lin ist Der kirchenhistorische Lehrstuhl an Dec Universität Erlangen angeboten worden.

Professor Dr. K. H. Dauer in Göttingen ist zum Ordinarius für Chirurgie an der Universi­tät Dr eslau ernannt worden.

regende und gründlich unterrichtende Inhalt wird $ durch ein ganz ausgezeichnetes, technisch mustergültig $ behandeltes, reiches Bildmaterial höchst lebendig i?

unterstützt. Aus dem vielseitigen Inhalt des uns vor-

bebildert. Zahlreiche Leser wird der Beitrag von Wilhelm G u b i s ch über die Okknlt-Gläubigkeit als hauptsächliche Fehlerquelle bei Hellsehversuchen leb­haft beschäftigen. Prächtige Natururkunden sind die Fischadler-Ausnahmen von Walter Hege. Uebcr

r i ch, Prälat D. Dr. Diehl und Professor Dr. Maier vor.

Zusammenschluß in der hessischen Mittelstands-Wirtschaft.

WSR. Darmstadt, 4. April. Die Presse­stelle der hessischen Staatsregierung teilt mit: Der Staatspräsident empfing am Montag vom Vorstand des Landesverbandes Hessen für Handel. Handwerk und Gewerbe, Mainz, Die Herren Lapp-Finthen (1. Vorsitzender), Rechtsanwalt Dr. Reen, Mainz, Vorsitzender der Ortsgruppe Mainz, sowie den Landesver- bandssyndikus Q u i 11 i n g , Mainz. Vorsitzender Lapp überbrachte Dem Staatspräsidenten im Ra-

erstaunliche Ausgrabungsergebnisse im Geiseltal bei Merseburg berichtet Professor We igelt an Hand eines gut zusammengestellten Bildmaterials. Auch die SpartenNaturschutz",Aus Technik und Wirt­schaft" undForschungsergebnisse" bringen viel Anregendes; Gedankenaustausch und Bücherschau runden den Inhalt des schönen Heftes ab.

Hstent Ludwig < 1- April ab in gfeid nmt Gießen. I der Lehrer Konrad schule zu Gettenau, Men mit Wirkuni "Anfälle b gestrigen Aacl Deristatien der Fi 25 Jahre alte F vteinbach geriet n Wine und erlil E jeme sofortige ?>tätsk°! A urgische Klini, ^imr Unfall . vberndvrs. t '"e'Uer Mb $o &

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2. Wer ein öffentlichen Zwecken dienendes Bau» werk in Brand setzt oder sprengt, oder wer eine Inbrandsetzung oder Sprengung in der Absicht begeht, in der Bevölkerung Angst oder Schrecken zu erregen;

3. Wer ein Verbrechen gegen § 229 Abs. 2 und §§ 312, 315 Abs. 2, 324 des Strafgesetzbuches (G i ftbeibringung, Uerberschwemmung, Be­schädigung von Eisenbahnanlagen, gemeingefähr­liche Vergiftung) begeht.

§ 2.

Für die in § 1 bezeichneten Verbrechen sowie für Verbrechen gegen § 5 Abs. 3 und §§ 6 bis 9 des Gesetzes gegen Den verbrecherischen und gemeinge­fährlichen Gebrauch von Sprengstoffen sind Die nach Der Verordnung der Reicysregierung vom 21. 3. 33 gebildeten Sondergerichte zuständig, soweit nicht Die Zuständigkeit des Reichsgerichtes oder der Oberlandesgerichte begründet ist.

Zeitschriften.

Der Naturforsche r", vereinigt mjtNa­tur und Technik", heißt eine bei Hugo Bermühler, Verlag, Berlin-Lichterfelde, nunmehr im 10. Jahr­gang erscheinende Zeitschrift, auf die wir früher be­reits mit nachdrücklicher Empfehlung aufmerksam ge­macht haben: eine bebilderte Monatsschrift für das gesamte Gebiet Der Naturwissenschaften und ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft' und Technik. Der Verlag Bermühler, dessen gesamte Produktion sich für die Pflege der großen, verzweig­ten und weitschichtigen Gebiete der Naturwissenschaft. eingefetzt, wendet sich nicht an ein eng begrenztes f f Spezialistentum, sonder» an alle aufnahmebereiten; Kreise Des Volkes; in diesem Sinne darf auch Der. Naturforscher" gewertet roerDen, Der in jedem seiner '! Hefte ein ungewöhnlich reichhaltiges Material an den Leser heranbringt; seine Beiträge, vo» tüchtigen s'I und gelehrten Kennern geschrieben, verbinde» wissen- schaftliche Zuverlässigkeit mit einer klaren, für jeder- 1 mann verständlichen Schreibweise. Der vielfach an- §

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