Ausgabe 
5.4.1933 Frühausgabe
 
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Aus der Provinzialhauptstadt

Schne

>ge beim

, vortrug- Polizeichuh

Diehl und Pkofessvr

Stahlhelmtagung in Alsfeld

birgstotmen der spanischen Westküste. Eine -Vuchr reiht sich an die andere, ost von schrotsen Fels- klippen umgeben, an denen die anrollende See brandet und ihren weihen Gischt übet die Steine

L i ch, 4. April. 3n einer auf gestern abend in den Rathaussaal einberufenen Festsitzung des Gemeinderats wurde einmütig die Ernen-

sinden der beiden Derlehten ist, den Llmständen entsprechend, gut.

* Oefsentliche Bücherhalle. 3m Würz wurden 1361 Bände ausgeliehen. Davon tarnen auf; Erzählende Literatur 892, Literatur­geschichte 1, Zeitschriften 28, Gedichte und Dra­men 8, 3ugendschriften 118, Länder- und Völker­kunde 81, Kulturgeschichte 11, Geschichte und Bio­graphien 98, Kunstgeschichte 11, Naturwissen­schaft und Technologie 43, Heer» und Seewesen 5, Haus- und Landwirtschaft 17, Gesundheitslehre 13, Religion und Philosophie 14, Staatswissen­schaft 17, Sport 1, Fremdsprachliches 3 Bände. Rach auswärts kamen 4 Bände.

Drei Ehrenbürger von Lich.

3n einer Ansprache, die vor der Presse bei der Dorbesichtigung der Ausstellung ..W a s s c r - sport und Wochenende" gehalten wurde, wurde betont, es sei ein glückliches Zeichen, dah diese Arbeit an den Beginn einer Zeit falle, die einen neuen Abschnitt in dem Geistes- und Wirtschaftsleben unseres Bolkes bedeute: das Berliner Messeamt stelle seine Einrichtungen ganz in den Dienst nationaler Erneuerung, um aufzubauen, was aufzurichten notwendig sei. Daher ist auch diese Schau nicht nur Selbstzweck: sie möchte vielmehr dem Gedanken der Dolksgesundheit, desWasfersports, des Wochenendes und allem dienen, was damit zusammenhängt, Wie gewöhnlich, hat man die Eintönigkeit der 3ndustrieschau durch farben­freudige Aufmachung und bunte Wimpel belebt, und die große Halle, durch deren Oberlicht viel Sonne hineinströmt. bietet ein heiteres und luftiges Bild; überall die glänzenden Metalle der Motoren, die frisch lackierten schnit­tigen Körper der Boote und Kanus, die weihen Segel der Segel- und Eisjachten, das dunkle Grün ganzer Zeltstädte dazwischen.

Die Sonderausstellungen fehlen auch heute nicht. Eine ethnographische zeigt in hüb­schen Kojen Modelle von Booten aus Afrika, Amerika und den Südseeinseln: in der sehr aus­führlichen Kunstschau findet man Gemälde und Graphik von Malern. die ihre Motive aus der Landschaft und dem Sport genommen haben.

I Die AusstellungMit Zelt und Boot in fernen Ländern" baut ein ganzes Er- peditionslager auf mit allem, was zu einer tro­pischen Ausrüstung gehört, Kochgeschirren, Zel­ten. Möbeln, Kinokameras und Tonfilmaufnahme­geräten. 3m Obergeschoß fällt die wirksame Son­derschauOstpreußen ruft auf. die der Seedienst Ostpreußen zusammengestellt hat: sw wirbt für den Besuch des bedrohten Ostens und plakatiert sehr eindrucksvoll seine landschaftlichen

I Schönheiten. Die Wassersportverbände führen ihre Einrichtungen, Bootshäuser. Preise, Fahrzeuge

I vor. zu denen auch die schönen Eissegler gehören.

Sehr mannigfaltig und vielschichtig zeigt sich I die eigentliche Ausstellung der 3ndu» ftrien. denen kaum ein Gebiet fern bleibt, das nur irgendwie mit Wassersport und Wochenende zusammenhängt und was gehörte im weiteren Sinne eigentlich nicht dazu? Man findet hier ein­fach alles: Boote mit und ohne Motor, Segel­jachten, Kanus, Paddelboote, Einsitzer und Viel-

jagt.

DieLeipzig" hatte durch Funkspruch auf 13 Ahr einen Treffpunkt westlich der Bucht von Arosa verabredet, und da wir früh genug in der Nähe cintreffcn, läßt der Kommandant das Sch'f^ vor der Bucht stoppen. Gegen mittag lief man bann westlichen Kurs bis zum Treffpunkt nut bet Leipzig", die gegen 13 Uhr am Horizont aus­gemacht wurde. Ein wundervolles Bild, wie der Kreuzer in stolzer Fahrt an uns vorüberfährt. Auf der Leipzig" ist das Artillerie-Dersuchskom- mandv für Ähiffe sofort an die Arbeit gegangen, und wenig später nach unferm Zusammentreffen ballern schon die ersten Schüsse ^»nd dann salve auf Salve über den Atlantik. 3n dec Nacht laufen wir dann in Kiellinie der ..Leipzig" direkten Kurs Madeira. Der Sonntag tommt, und bei ziemlich starkem Seegang werden noch einige Schießübungen erledigt. Porto Santo kündet sich durch seine Feuer in der Nacht, warme Cuft um­gibt uns. Wir sind an den Toren ber^ro- pen angelangt. Funchal liegt im Süden, und hort geht es dann endlich vor Anker.

Stenogi-aphischerWetikampfinGießen.

Als Auftakt zu den diesjährigen ftenographi- Lhen Wettkämpfen des Hessisch-Nassauischen Kurz- MftDerbanbe5 veranstaltete die 1. Reichskurzschrnt- Usellfchaft Gießen in der Pestalozzischule ein Ver- ciiswettschreiben. Dem Schnellschrelben war cm 5d)ön= und Richtigschreiben angegliedert. Insgesamt ui /rden 73 Arbeiten abgeliefert. Die Höchstleistung im Schnellschreiben betrug 260 Silben, die von den 'Ritgliebern Kurt Moosdorf und Georg Wahl kwielt wurde. Für die besten Arbeiten wurden vom '.S:rein Ehrenpreise zur Verfügung gestellt.

Das Weltschreibergebnis:

der Tiere. ... .

Dann wird die 3nsel Quessant passiert und da­mit der Kanal. Das Wahrzeichen von Quessant »st der .Preußische Grenadie r". der hohe schwarz-weiß gestrichene Leuchtturm der 3nsel. Und dann geht es hinein in die Biskaya, die Heimat d e r S t ü r m c". Aber diesmal meint sie es gut mit uns. Sie gibt lich von der fried­lichen Seite. Schweinsfische begleiten dasSmiil. 3n mächtigen Sähen schießen sie aus dem WaNer in die Lust und wieder hinein in ihr feuchtes Element, mit einer Schnelligkeit ohnegleichen. Dann wieder eine Nacht, und da leuchten an der Kimm die ersten Feuer von der spani­schen Nordküste auf. Kap Finisterre ist er­reicht. und entlang geht es an den bizarren Ge­ber spanischen Westküste. Eine Ducht

Großes Arbeilsdiensilagerprojeki in Nidda.

Nidda, 3. April. 3n einer Sitzung, an der zwölf Gemeinden und drei staatliche Forstämter teilnahmen, wurde der Plan eines großen Arbeitsdienstlagers in Nidda fest­gelegt. Für die Arbeiten wurden Anträge mit

fitjer, Dersuchsmodelle aus allen Hölzern und in den mannigfachsten Formen, und man müßte sich eigentlich in die Leistungen jeder einzelnen Koje vertiefen, um einen Eindruck von dem augen­blicklichen Stand dieser weit verzweigten 3n- öuftrie zu gewinnen, die sich durchaus auf tue heutigen Verhältnisse eingestellt hat: das b e st e Gerät zu den billigsten Preis en! Die sehr umfangreiche Kleinbootindustrie führt llcinft- mögliche Boote mit Kajüten m hoher Bequemlich­keit und Vollendung vor.

Wir finden die umfangreiche Schau der Faltboote mit einer Vielseitigfeit von 2.Y- pen. die erstaunlich ist. Wurde das Faltboot bis­her eigentlich nur mit Gummihaut bespannt, so kommen jetzt zwei wichtige Neuheiten auf den Markt. Das Schlauchboot war bisher nur den großen Ozeandampfern als Rettungsboot be­kannt das bis zu hundert Menschen fassen kann: jetzt möchte es sich auch als Gebrauchsboot cin- führen. Cs hat den wichtigen Vorzug der ein­fachen Zusammenlegbarkeit und Olufftcllbartcit. Er besteht nur aus Gummi, kann daher leicht gerollt werden und wird einfach mit einem Blasebalg aus­geblasen. Setzt man noch einen Motor hinten an, hat man ein Außendordsahrzeug, doch erscheint es auch als kleineres Badeboot und als Paddler. Es soll unglaublich wenig Raum beanspruchen, da es eine Art Floßboot mit Luftschläuchen darstellt, bei dem die Versteifungen durch Spanten fortsallen. Das S t a h l b o o t sucht dagegen den Vorzug der leichten Beförderung auf andere Weise zu gewin­nen, und es möchte zugleich die Haltbarkeit der üblichen Gummihaut dadurch übertreffen, daß fein Uederzug aus einem Spezialblech besteht, das man zu einer Rolle zusammenrollen und mit sämtlichem Gestänge in einem Rucksack transportieren kann. Seine größere Stabilität und Haltbarkeit sprechen für die neue Erscheinung. Das Schlauchboot mit seinen Luftkammern sieht nicht gerade elegant aus. das Stahlboot zeigt die schnittigsten Formen.

Ein ganzes Kapitel bildet die Abteiliing der Motoren, der Rennboote, der Motorboote und aller Fahrzeuge, die getrieben werden. Man sieht also, daß auf dieser Ausstellung wirtlich alles Zubehör dis zu den Zelten und Zelthäusern ver­sammelt wurde und daß alles auf Wasser, Sonne und Weite gestimmt ist. Auch die nicht zu um­gehende Erfrischungsstätte ist die Nachahmung eines Dampferdecks, von dem aus man einen (ge­malten) Uebcrblick über eine weite, sonnenschim- | mernöe Wasserfläche hat.

insgesamt rund 2 4 6 0 00 Tagew orten und einer Geldaufwendung von rund 4 93 000 Ml. vorgelegt und beschlossen. Es soll umgehend diy Genehmigung durch das Landesarbeilsamt her- bcigeführt werden, damit die Arbeiten schleu­nigst begonnen werden können. Als SiN des Arbeitsdienstlagers wird ein hiesiges großes Ge­bäude in einer ehemaligen Brauerei eingerichtet.

) in der heMen s-Äirtschast.

t. 4. April. Die Preise- ltsregierung teilt mit: Der empfing am Montag

ndesverbandes Hessen für

ih Gewerbe, Mainz, Die then (1. Aorsihenderl, en, Mainz, Aorsihenber

. -sowie den Landesver« ng, Main;. Dorsitzenkr itaatäprälibenten im 2?n- eften Glüäwünschc zu sei« Ziele des Verbandes dar. Bericht über die fieber« rrbandes und betonte ine« e des Terbandes sich "i i bewegten, wie bieieni« des fiirdenAittel«

des Äechtkinwafts Di.

»ntSrffletnct u ü. den Gedanken des es. Dieses Vorhaben fc mrdern, zumal ihm bereite d und Ziele des Aerban 6 einer «*8 "t jen Kampfbund für M öege

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Wassersport und Wochenende

Eine neue Berliner Ausstellung.

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mann K Ö h l. Er wies darauf hin, daß eine der drückendsten Fesseln des Versailler Vertrags das völlige Verbot der Luftfahrt für Deutschland fei Trotzdem sei es dem deutschen Erfindungs- und Unternehmungsgeist gelungen, das Flugwesen in Deutschland weiter zu entwickeln. Der Ozeanflug des Hauptmanns Köhl fei eine Großtat gewesen, tjer eine besondere Bedeutung zukomme, sein Ozeanflug habe wesentlich zur Stärkung des beub scheu Ansehens im Ausland beigetragen. Hoffentlich würden die Fesseln, die heute noch das deutsche Flugwesen hinderten, bald gelost werden. Der zwei­stündige Vortrag von Hauptmann Kohl war für alle Zuhörer eine große Freude. Der Vortragende verstand es ausgezeichnet, eine überaus packenoe und anschauliche Schilderung des großen Unterneh­mens zu geben. Aus dem Vortrag ging hervor, mit welch großen Schwierigkeiten und Gefahren der Flug, der vielfach im dichten Nebel vor sich ging, verbunden war. Besonders interessant war die Schilderung der Ereignisse des letzten Teiles des Fluges entlang der Eiswüste von Labrador mit der romantischen Landung beim Leuchtturm von Green- ln Island. Zum Schluß zeigte der Redner eine An­zahl Lichtbilder über den begeisterten Empfang der Ozeanflieger in Neuyork und in den anderen amen kanischen Großstädten. Wohl feiten hat em Vor­tragender in diesem Saale einen so stürmischen, mi­nutenlangen Beifall geerntet, wie Hauptmann

Vorstellung.

** Personalien. Versetzt wurde der Kanzlei- ossistent Ludwig S ch n e u ck e r zu Ulrichstein vom 1. April ab in gleicher Diensteigenschaft in das Forst- flint Gießen. In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer Konrad Hildebrand an der Volks­schule zu Gettenau, Kreis Büdingen, auf fein Nach- juchen mit Wirkung vom 1. April ab.

Unfälle bei der Arbeit. 3m Laufe des gestrigen Nachmittags ereignete sich in den Werkstätten der Firma Bänninger ein Unfall. Der 25 Fahre alte Fräser Heinrich Dtzbach aus Steinbach geriet mit einer Hand in die Fräs­maschine und erlitt dabei schwere Verletzungen, die seine sofortige Ueberführung durch die Frei­willige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik notwendig machten. Ein weiterer Unfall ereignete sich in B r anö« oberndorf. Der 64 3ahre alte Zimmer- meifter 3akob Roos war mit der linken Hand der Kreissäge zu nahe gekommen und hatte sich schwere Verletzungen zugezogen. Auch diesen Ver­unglückten brachte die Freiwillige Sanitats- kolonne nach der Chirurgisches Klinik. Das Be-

eingezeichnet sind. 3mmer wiederBoje über Bord", besonders schwer bei dem nun immer Här­ter werdenden Seegang und Wind aus Nordnord­west bis zur Stärke 5. Manchmal tauchten die Kut­ter in der Dünung völlig weg, so daß sie zeitweise nicht zu sehen waren. Dann senkt sich wieder die Nacht herab mit ihrem starken Signalverkehr.

Da ist auch an Bord übrigens ein ganz beson­derer Gast, Hoko, der Bär. Daß er sich "vn Bord wohlfühlt, merkt man ihm allenthalben an. zumal er an Deck überall frei herumlaufen darf und seinen Bärenlaunen, soweit sie lich in eini­germaßen manierlichen Grenzen halten, nachgehen kann. Erstaunlich ist seine Kletterkunst. Kein Mail ist ihm zu hoch, daß er ihn nicht ersteigt mit schwindelfreier Sicherheit, wobei es überaus er­götzlich ist. zuzusehen, wie das Tier mit allen Nieren rauf und runter entert. Auf Seife ist er wie versessen und holt sie sich weg, wo er sie nur kriegen kann. Wehe, Wenn ihn seine Streifzuge in eine Kammer führen, ©leid) geht sein Spiel- trieb mit ihm durch und zurück bleibt ein wüstes Durcheinander. Aber alles ist ihm freundlich ge­sonnen. Der Seemann ist nun einmal ein Freund

$ Mit einer Ansprache des Bezirksgruppenführers des Stahlhelms, Freiherrn v o n R o k s m a n n (Dotzelrod) und dem Gesang des Deutschlandliedes wurde der Abend beendet. Den Vortrag des Haupt­manns Kohl hatte Stadtbaumeister Maurer (Alsfeld), der im Weltkrieg als Flugzeugführer In der Kampfftaffel des Hauptmanns Kohl stand, ver- mittelt.

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Salven im Atlantik.

Auf Manöverfahrt mitEmden" undLeipzig". -Boje über Bord" Hoko, der Bär. - An den Toren der Tropen.

Bon unserem Dr. O.-Sonderberichterstatter.

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►4 Alsfeld, 3. April. Eine große Stahlhelm- tagiing wurde am Samstagnachmittag mit einem Appell der auswärtigen Stahlhelmgriippen im Schulhof der Stadtschule eröffnet. Am Abend fand imDeutschen Haus" für geladene Gäste ein. D e u t scher Abend statt. Der Landesfuhrer des Lan­desverbandes Groß-Hesfen, Kapitän z. S. Weiße, hielt eine Ansprache über die Bedeutung und die Ziele des Stahlhelms. Er zeigte Entwicklung der Stahlhelmbewegung, die alsbald nach der Revo.u- tion 1918 einsetzte, und feine verschiedenen Aus­gaben, insbesondere für

Erziehung zum Wehrgedanken

und in der Mitwirkung auf dem Gebiet des frei­willigen Arbeitsdienstes. In der Turnhalle wurde der FilmEmden" undUnsere Reichswehr vor­geführt.

Die Tagung am Sonntag begann mit einem Gottesdienst in der Walpurgiskirche, an den sich ein Stahlhelmausma r^ch aller Grup p e n anschloß. Sodann erfolgte eine Phr de­nn f st e U u n g auf dem Marktplatz und ein V o r- beimarsch vor dem Landesführer. Am Nachmit­tag fanden W e 1) r f p o r t ö a r b i e t u n g e n auf dem Sportplatz in der Rambach statt, die ein zahl­reiches Publikum angelockt hatten. Zum erstenmal trat in dem Aufmarsch auch die Scharnhorst-Jugend in Erscheinung.

Den Höhepunkt der Tagung bildete der abends im großen Saale desDeutschen Hauses" gehaltene

Vortrag des Ozeanfliegers Hauptmann Köhl über seinen Ozeanslug nach Nordamerika im

Jahre 1928.

Der große Saal war bis auf den letzten Platz be­setzt. Nach dem Fahneneinmarsch begrüßte Bürger­meister Dr. Vöksing in herzlichen WortenHaupt-

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verbotenI An Bord derEmde n", im März.

Noch einmal vor ihrer ersten Auherdienststellung sollte dieEmden" hinaus auf die H o ch st r aßen des Weltverkehrs, um zu ihrem Teil bei­zutragen zu der hehren Aufgabe, den Namen Deutschlands sowie den deutschen Selbstbehaup­tungswillen immer und immer wieder zu künden. Kann man sich eine bessere Gelegenheit denken mit freudiger Genugtuung und mit von Stolz erfülltem Herzen zum Dienst auf hohe See hinauszufahren, als in diesen Tagen, da Deutschlands Lebenswille und heißer Drang zum W i e d e r a u s st i e g d e r N a t i o n stärkeren Ausdruck findet denn je /»uvor in den Llnglückszahren seit dem Zusammen­bruch, seit dem Diktat von Versailles!

Bei wunderschönem klaren Winterwetter lichtete die .Emden" am Nachmittag des 20. Februar in i Wilhelmshaven die Anker, um zusammen mit dem KreuzerLeipzig", der einen Tag später folgte, auf dem "Wege nach Madeira und Las Palmas artilleristische Hebungen im Atlan­tik durchzuführen. Wie stets beim Auslaufen zu I einer längeren Fahrt hatten sich auch diesmal viele 3adestädter an der Südschleuse der dritten Ein- sahrt zum Abschied eingefundcn. als das SchM unt-t den Klängen vaterländischer Musik durch die Südschleuse hinaus auf die 3ade sich -ubewegte, auf der sich weithin die Sonne spiegelte. Wind- und Wettermeldungen lauteten günstig, fo daß eine schöne Fahrt zu erwarten War. 'Spiegelglatt auch die 3ade, die geradezu zu einem Manöver

Boje über Bord" herausforderte. And cs dauerte auch gar nicht lange, bis die Sirene über das Schiff heulte, dieEmden" stoppte, und das I Manöver begann. Schon find die Boote im Was­ser. ..Hohlweg Hohlweg!" So tonte es von ten Kuttern herüber, die bald wieder geheißt Wa­ren und mit 15 Meilen Geschwindigkeit ging es dann hinaus in die Nordsee, die im Abendrot der untergehenden Sonne leuch'.ele. Norderney flog in -wei Seemeilen Abstand vorbei, und von oen Dampfern begann der Signalverkeh r:/Bitte Namen"Hier Kreuzer Emden' »Woher kommen Sie?" Wo wollen Sie hin?"Wün­schen gute Fahrt"Danke, gute Docht!' cd blitzten die Scheinwerfer im Morse­alphabet von Schiff zu Schiff über die Nord­see. Eine böige Nacht, etwas lebhaftere cee, aber dieEmden" ist tüchtig, weich sind ihre Bewe­gungen. und am Morgen War man schon dicht am Kanal. Diele deutsche Schiffe, und doch be­läuft sich. Wie der Kommandant erklärte, jetzt der Verkehr im Kanal höchstens aus ein drittel gegen­über der Hochkonjunktur vergangener 3ahre. Dann taucht der Kreidefelsen von Dover auf. im Hellen Svnnenglanz. Wasser und Land erstrahlten in den schönsten Farben. Steilauf ragen die Kreide- wände aus dem Wasser und geben einen schönen Kontrast zum blauen Spiegel des Meeres.

Dicht an der englischen Küste geht es weiter, im Dunst am Horizont schimmert leicht ansteigend - das französische Festland. Nachmittag wird Beachy i Head passiert, der weiteste Vorsprung der Kulte . von Sussex, wo um das Feuerschiff Royai I Sovereign zahlreiche W r a cks in der Karte

Schön- und Richtigschreiben: Ber­ich r s s ch r i s t: 1. und Ehrenpreis (außer Wett­es empfing der Staats' b.'wcrb): Friedrich von ßemmers; 1. und Ehren- v Mi> Professor Her. ....... "WM-----

vriurnversität in ft, tont)Professor Her- Wn zum Kanzler sicher Eigenschaft er die 1 hessischen Staats, r Universität hätte, 'd auch für die Technischr soffen wer&cn. -Ausjin bivedirektvr Dr. Diel-

{Sunhn°^ ein Eesth 6-irenpreise "kl hx,

llschreiben: 260 Silben: 1. und w,n..F~.fe: Kurt Moosdorf und Georg Wahl. 2 0 0 Silben: 1. und Ehrenpreis: Fritz Dörfner; >_ Preis Otto Wilhelm. 180 Silben: 1. und Ehrenpreise: August Schott, Johanna Bohl und r.ung des R e i ch s p r ä s i d c n t e n, des R e i ch s-

Erna Reininger: 1. und Ehrenpreis (außer Kon- kanzlers und des hessischen Staats-

ti^rrenz): Friedrich von ßemmers; 1. Preise: Albert Präsidenten zu Ehrenbürger nun-

'Ol.anns, Annemarie Steinberger und Karl Brückel. I serer Stadt beschlossen. Die Kosten für die ,,,, 15 0 Silben: 1. und Ehrenpreise: Karl Berg Ausstellung der Ehrenbriefe durch Künstlerhand

und Karl Br6e. 140 Silben: 1. und Ehrenpreise: und die im Sitzungssaal aufzuhängenden Bilder

7 1 Khanna Graf und Karl Marth: 1. Preise: Gertrud der neuen Ehrenbürger Wurden bewilligt. Nach

Ü'svr tzcrzoqs rum Schäfer Wilhelm Hofmann, Rudolf Günther, Anna Schluß der Sitzung fand auf dem Adlerplatz. ein-

MWcrjitiit Lamni 2 Preis: Alfred Wifsemann; 3. Preis: Chri- geleitet durch die Feuerwehrkapelle, eine feier-

Wan Emmel. 120 Silben: 1. und Ehrenpreise: siche Kundgebung zur Ehrung der

und Albrecht Heöermehl; 2. Preise: neuen Ehrenbürger statt. Bürgermeister cunc ^iKn, Jerta Eisenbach, Luise Reinhardt, Ilse Geil sprach aufs deutsche Vaterland, das Vehmann. 100 Silben: 1. und Ehrenpreise: Otto Hessenland und die Stadt Lich, Pfarrer Dr a uo t Keßler Hermann Blum und Albert Klinkei: 1. auf den Reichspräsidenten, den Reichskanzler Meise: Ri« Gerbiq, Willi Ganß, Adam Krug, Elisa- und den Staatspräsidenten. Das Deutschlandtied dckh Paul Irma Krämer, Annemarie Seibert, Hans und das Horst-Wessel-Lied, sowie ein Vortrag fiugo Wrede, Ferdinand Dörfner, Otto Mädel. 80 tzer Kapelle beendeten die Feier, der eine große Gilben: 1. und Ehrenpreis: Erich Haibach: 1- Menschenmenge beiwohnte.

Preise: Emil Wahl, Elfriede Meister Starl Schick, (SSmiälhemofrdtifcbe 3Üraermeiffer x.....KC *ar( Weippert. 60 Silben: 1. und Ehrenpreis. OO^iaiOemorraillUJK y

9U *em5bttg, btt f)ans Herrmann, 1. Preis: Franz Kloß: 2. Preise: tf)FC6 Amtes entN0veN.

Wen Lina Jung, Gretel Roßkath, Annemarie Beith. Darmstadt, 2. April. (WSN.) Mit sofortiger

Wirkung wurden nachstehende s o z i a l d e m o k r a- tifche Bürger m ei ft er und Beigeo r d - ,V1A,VVV,. _ .... neten ihres Amtes enthoben und durch fol-

areifeVAlbert Manns, Annemarie Steinberger, Otto I gende Kommissare ersetzt: ~ ,

Wilhelm, Luife Reinhardt; 2. Preise: Gretel Roß- Arheilgen: Bürgermeister Jakob Jung durch tdth Annemarie Veith, Gertrud Schäfer; 3. Preise: Julius Birkenstock, Beigeordneter Georg opengler Franz Kloß, Emmi Wahl; Belobigung: Erich Liai- durch Arthur Zeidler.

t»ad), Heinrich Haberkorn. Redeschrift: 1. und E b e r st a d t: Beigeordneter Peter Flick durch Ehrenpreise: Friedrich von ßemmers, Annemarie Heinrich Dächer. .

Steinberger. 1. Preise: Johanna Bohl, Albert Pfungstadt: Bürgermeifter Iohs. cchwinn, Vanns, Otto Wilhelm, Gertrud Schäfer; 3. Preis: durch Georg Steinmetz XVI., Beigeordneter Paul Luise Reinhardt. Weigel durch Wilhelm Martin. .

.. Roßdorf: Bürgermeister Wilh. ßorenz durch

'-bornötigen. I Heinrich Nikolay

Aus dem Stadttheater b üro wird Oberramstadt: Beigeordneter Jakob Bra­

uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, zum erstenmal das banb durch Heinrich Muhl.

SchauspielAndreas Hollmann" von Christoph Erzhausen: Bürgermeister August ßorenz

Suierqcl unter der Spielleitung Wolfgang Kühnes durch Dberftabtfetretär Vollrath, Beigeordneter Karl mit Frau Auguste P rasch - Greoenberg, Seibold durch Willi ßotz.

Ehrenmitglied des Meininger Landestheaters, als Wixhausen: Bürgermeister Jean Jung durch (Saft in der Rolle der Frau Hollmann. 25. Borstel- Peter Volz, Beigeordneter Heinrich Bauer durch [unq im Mittwoch-Abonnement; gewöhnliche Preise. Philipp Dietz. 1

Spieldauer von 20 bis 22 Uhr. tfur tfreitag, G r ä s e n h a u s e n: Beigeordneter Hrch. Kurz <. April, sieht der Spielplan eine Wiederholung des durch Philipp Mager.

SchauspielsAndreas Hollmann" vor als 26. Vor- Griesheim: Beigeordneter Wilhelm Dickhart stcllung im Freitag-Abonnement. Gewöhnliche durch ßehrer Jakob Scraut.

Preise. Spieldauer von 20 bis 22 Uhr. Die letzte (^)0kort-E>varmaßnahmeN

Ausführung des SchauspielsVor Sonnenunter- 1

n.ui.V von Gerhart Hauptmann unter der cpiel- OCF CDtOOt MÜINZ.

Ititung des Intendanten und mit Intendant Dr. MSN. Mainz, 3. April. Der kommissarische Drasch in der Rolle des Geheimrats Clausen ftn- Oberbürgermeister 3 u n g hat nach Anhören der tci am Sonntag, 9. April, 19 Uhr statt als Fremden- -AS.-Beamtenfachschaft eine Reihe von Sofort- sparmahnahmen getroffen, auf Grund deren die Stadt jährlich etwa 230000 Mark spa­re n wird. Diese Einsparung erfolgt durch Kür­zung des Personaletats und trägt zunächst vor­läufigen Charakter. Bei dem notwendigen 2Ibbau ist allen sozial berechtigten Forderungen Rech- nung getragen worden, da besonders die mitt­leren und unteren Beamtengruppen von der Kür­zung ihrer Bezüge ausgenommen werden. 3m einzelnen sind folgende Anordnungen geschehen: 83 Beamte, über 60 3ahre alt. smd m den Ruhestand versetzt worden, wodurch rund 98 000 Mark eingespart werden. Durch die in den letzten Tagen corgenonimenen Beurlaubungen von Be­amten werden 20 000 Mark eingespart. Die zu­künftige Durchführung des Stellenplanes durch Zurückstufung von Beamten ergibt eine Weitere Einsparung von 25 000 Mark, die bei oberen und höheren Beamten vorgenommene Gehalts­kürzung erbringt 30 000 Mark Ersparnis. Außer­dem werden durch Kürzung der Gehälter des Oberbürgermeisters und der Beigeordneten rund 17 000 Mark und durch Herabsetzung der Ruhe- I gchältcr und Hinterbliebenenbezüge ungefähr | 40 000 Mark eingespart.