Ausgabe 
5.4.1933 Erstes Blatt
 
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Oberheffen

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M in i st e ri al - und Polizeiperso­nalien. 3n den einstweiligen Ruhestand verseht wurden beim Ministerium des Innern: Staats­rat Ludwig S ch w a m b und Oberregierungsrat Richard van Bahhuysen, beide mit Wir­kung vom 1. Juli 1933. Durch Verfügung des Staatskommissars für das Polizeiwesen in Hessen sind mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres be­urlaubt: Polizeihauptmann Bünau und Po­lizeioberleutnant Bert, beide von der Polizei­schule in Darmstadt. Das Gesamtministerium hat folgende Charakterverlechungen an Polizeioffi­ziere verliehen, die auf Grund ihrer nationalen Einstellung von der bisherigen Regierung gegen­über links eingestellten Offizieren übergangen worden sind: Polizeimajor a. 'S). Geppert als Polizeioberstleutnant a. D., Polizeihauptmann

Landkreis Gießen.

X W i e s e d, 30 März. 3m dichtbesehten Saale von Gastwirt H Braun veranstaltete der C v a n« gelische Frauenvcrein am Dienstag seine S ch l u i; f e i c r, die diesmal im Gegensatz zu vergangenen 3ahren einen weitgespannten Rah­men erhielt. Der Evangelische Frauen­chor, der Turnverein und die 2 l a u - jackenkapelle trugen in selbstloser Weise durch ihre Mitwirkung am Gelingen des Abends bei. Der Dorsitzende, Pfarrer Sattler, be­grüßte u. a. auch zahlreiche Gäste des Frauen­vereins Klein-Linden, die gegen Mitternacht mit Sonderwagen der Elektrischen zurückfahren konn­ten. Der Dorsitzende wies weiter aus die Aufgabe hin, die einem Frauenverein im Dienste an der Gemeinde zufällt, und gab der Hoffnung Aus­druck, daß alle beteiligten Vereine auch ferner­hin zusammenstehen mochten. Das überaus reich­haltige und flott sich abwickelnde Programm stand unter Leitung von Frau Pfarrer Hartmann, die ein gut dargebotenes TheaterstückMutter­los" eingeübt hatte. Der Frauenchor unter seinem langjährigen Dirigenten Philipp Gros erfreute durch vier fein zu Gehör gebrachte Chöre und Dolkslieder, während die Gesangsobteilung des Turnvereins unter ihrem altbewährten Chor­leiter E h e l m Ü l l e r, Rödgen, vier Lieder brachte, die auf bekannter künstlerischer Höhe standen. Die Mädchenabteilung des Turnvereins unter Führung von Turnwart O. Reh zeigte durch schöne Reigen und Gymnastikdarbietungen ihr exaktes Können- Weiter flochten sich Gedichte, 3nstrumentalsolis, Derlosung usw- in das bunte Programm, das durch flotte Musikstücke der Blaujackenkapelle unter Leitung von O. B e k - kerlll. umrahmt wurde. Begonnen und be­schlossen mit dem gemeinsam gesungenenWir treten zum Beten" und dem Deutschlandlied gab der Abend viel Freude und manche Anregung den Besuchern mit in den Alltag. Der Rein­ertrag des Abends war für den Fonds zum Reubau der Kleinkinderschule bestimmt.

Watzenbor n°S,teinberg, 4. April. Der GesangvereinSängerkranz" hielt am Samstag zu Ehren seines 1. Vorsitzenden 3oh. Harnisch eine schlichte Feier ab. Rach ver­schiedenen Liedervorträgen hielt der 2. Dorsihende Otto 3 u n g eine Ansprache. Er dankte dem 1. Dorsihenden für seine lange ununterbrochene Tätigkeit im Derein und überreichte ihm in dessen Auftrag ein Geschenk. 3ohann Harnisch steht seit nunmehr 25 3ahren ununterbrochen als 1. Dorsitzender an der Spitze des Dereins. Seit 40 3ahren ist er Sänger. 3hm ist es vor allem zu verdanken, daß der Derein zu seiner heutigen Blüte und Wohlstand gelangt ist, denn er ist einer der besten Wahrer des deutschen Dolks-

Oer neue Vorsitzende des Tierschutz­vereins für Hessen.

Der seitherige Dorsitzende des Tierschuhver­eins für Hessen hat mit seinem Ausscheiden aus der obersten Schulbehörde auch den damit ver­bundenen ehrenamtlichen Dorsitz beim Tierschutz­verein für Hessen niedergelegt. Der von der na­tionalsozialistischen Regierung kürzlich ernannte oberste Leiter des hessischen Schulwesens, Ober­schulrat Ringshausen (M. d. R.), ist durch einstimmigen Beschluß zum Dorsihenden des Tier­schuhvereins für Hessen ernannt worden.

Reue Tierschuhmaßnahmen der hessischen Staatsregierung.

Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, plant die Staatsregierung neue Maßnahmen zum Aus­bau des Tierschutzes. Das Katzenwürgen soll gesetzlich verboten werden. Außerdem hat die Staatsregierung bei der Reichsregierung an­geregt, den Handel mit kupierten Pfer­den , sowie das Kupieren selbst im ganzen Reich zu verbieten.

Gießen, 31. März. Ein Handwerker, der durch das Amtsgericht Herbstein wegen Dieb­einer Schreibmaschine zu einer Gefängnis-

Oer neue Darmstadter Gtadtrat.

WSR. D a r m st a d t, 4. April. Wenn die Er­gebnisse der Reichstagswahl vom 5. Mär; dem Gleichschaltungsgesetz zugrunde gelegt und die kommunistischen Stimmen berücksichtigt werden, so seht sich nach den Grundsätzen des Derhältnis- wahlrechts die neue Stadtvertretung von Darmstadt wie folgt zusammen: Ra- tionalsvzialisten 20, Sozialdemokraten 9, Kom­munisten 3. Zentrum 2, Kampffront 2, Deutsche Volkspartei 1, zusammen 37 Mandate. Kommt eine Listenverbindung zwischen Deutscher Dolks­partei und Chr.-Soz. Volksdienst zustande, dann könnte sich eine Derschiebung zwischen Kampf­front Schwarzweihrot und DDP. ergeben. Der bisherige Stadtrat umfaßte 48 Stadträte, und zwar 16 Sozialdemokraten, 9 Deutsche Dolks­partei, 5 Rationalsozialisten, 3 Staatsparteiler, 3 Zentrum, 3 Positive Arbeitsgemeinschaft, z3 Deutschnationale, 1 Dolksrechtler.

Wettervoraussage.

Das Polentief hat sich wesentlich abgeflacht und wandert östlich ab. Somit läßt auch die starke Nord­westluftzufuhr der letzten Tage nach, und das Hoch­druckgebiet wird sich weiter östlich verlagern. Wenn sich auch vorerst noch etwas Bewölkung zeigt, so wird doch unter dem Einfluß des hohen Drucks mehr Aufheiterung eintreten. Ein- und Ausstrah­lung kommen dann mehr zur Geltung, so daß sich die Temperaturgegensätze zwischen Tag und Nacht verschärfen und tagsüber wesentliche Milderung zu erwarten ist.

Aussichten für Donnerstag: Stellen­weise Frühnebel, noch wolkig, aber später aufhei- ternd, tagsüber milder und trocken.

Aussichten für Freitag: Tagsüber wei­tere Erwärmung, morgens dunstig, sonst vielfach auf- heiternd, trocken.

Lufttemperaturen am 4. April: mittags 11,2 Grad Celsius, abends 9,3 Grad; am 5. April: morgens 8 Grad. Maximum 11,6 Grad, Minimum 7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 4. April: abends 8,6 Grad Celsius: am 5. April: morgens 7,3 Grad Celsius. Niederschläge 0,2 mm. Sonnen­scheindauer eine Diertelstunde. ____________

Urteil Berufung. Eines Abends war aus ........vor einem Cafe haltenden Kraftwagen eine Schreibmaschine entwendet worden, die durch die Gendarmerie wenige Tage später in einem vor der Wohnung des Angeklagten aufgesetzten Holz­stoß wiedergefunden wurde. Der Angeklagte, der an dem fraglichen Abend gesehen wurde, als er allein das Cafe verließ, benahm sich bei dem Auffinden der Schreibmaschine sehr auffallend. Das Gericht kam auch heute zu der Lieber­zeugung, daß nur der Angeklagte die Schreib­maschine gestohlen hat. Unter Verwerfung der Berufung wurde er zu 1 Monat Gefäng­nis verurteilt. Da er noch nicht vorbestraft ist, wurde ihm bedingter Strafaufschub mit vierjäh­riger Bewährungsfrist bewilligt unter der be­sonderen Auflage, an die Staatskasse eine Geld­buße von 50 Mark zu bezahlen.

Das Amtsgericht Gießen hatte einen aus­wärts wohnenden Techniker wegen Anstiftung und von treuer, hingebender, fachkundiger Arbeit | zum Diebstahl zu vier Monaten Gefäng-

der Lehrerin zeugten. Besonderer Wert schien darauf gelegt worden zu sein, daß die hergestell- ten Handarbeiten auch praktische Verwendung finden können. Man sah neben sauber genähten Wäschestücken mollige Schlummerrollen und Sofa­kissen. farbenfrohe Kaffeehüllen, gehäkelte Llnter- röckchen und Lieberziehjäckchen, reizende Tisch­decken und viele andere Dinge. Alle Besucher der Ausstellung waren äußerst befriedigt.

f Treis (Lumda), 3. April. Den 25. Zäh­re s t a g seines Wirkens an der hiesigen Schule konnte dieser Tage Lehrer Wilhelm Heb r ich dahier begehen. Rachdem am Morgen seine Schü­ler Glückwünsche dargebracht hatten, gratulierten am Mittag das Lehrerkollegium durch Lieberrei­chung eines Blumenkorbes, der Gemeindevorstand mit einem Diplom: auch der Schul- und Kirchen­vorstand ließen ihre Glückwünsche überbringen. Am Abend brachten der Kirchenchor, dem der Zu­bilar angehört, der Posaunenchor und die SA. dem Zubilar ein Ständchen. Pfarrer Döchner sprach im Rainen des Kirchenchores, Kaspar Euler für die SA. und Wigand Pfeil für die früheren Schüler: auch die Hitler-Jugend brachte durch ihren Sprecher ein dreifaches Sieg- Heil auf ihren beliebten Lehrer aus. Der Ju­bilar dankte in tiefer Rührung für die ihm all­seitig bewiesene Treue und Anhänglichkeit.

Kreis Schotten.

Laubach, 3. April. Am Sonntagabend wurden hier in einem Kirchenkonzert Werke von Beethoven, Händel und vor allem 3oh. Seb. Bach zu Gehör gebracht. Ausführende waren Herr Johannes R e b e l i n g (Orgel), Herr stuck, theol. Wilhelm Bolz (Dioline), die beide eine meisterhafte Beherrschung ihrer Instrumente zeigten: ferner wirkte Fräulein Käthe Gärt­ner, Klein-Linden (Alt) mit, bei deren Stimme man die große Klangfülle, den seltenen Lirnfang und die schöne Warme besonders anerkannte.

Strafkammer Gießen.

n i s verurteilt. Mit der von ihm eingelegten Berufung wollte er feine Freisprechung errei­chen. In der heutigen Derhandlung wurde auch der frühere Angeklagte, der inzwischen wegen des Diebstahls rechtskräftig abgeurteilt worden ist, gehört. Dieser hatte von dem jetzigen Ange­klagten damals einen Bund Schlüssel zwecks Be­nutzung bei Ausführung der Tat erhalten, von der Diebesbeute war ihm die Hälfte des gestohle­nen Geldes dann ausgehändigt worden. Zn die­sem Verhalten des Angeklagten erblickte das Gericht keine Anstiftung zum Diebstahl, wohl aber Hehlerei, weil er einen Teil des gestohlenen Geldes an sich gebracht hatte. Unter kostenfälliger Verwerfung der Berufung wurde er zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.

Ein Händler hatte gegen ein Urteil, durch das er wegen Betrugs zu 1 Monat Gefängnis verurteilt worden war, Berufung eingelegt. Den heutig n 7 c- rufungstermin versuchte er durch eine Mitteilung an das Gericht, wonach er infolge Erkrankung nicht reisefähig sei, zu umgehen. Eine sofort veranlaßte Nachprüfung dieser Angaben ergab deren Unrichtig- teit. Der Angeklagte war mit einem Diehtransport über Land. Wegen unentschuldigten Ausbleibens wurde seine Berufung toftenfäUig verworfen.

liedes in unserer Gemeinde.

z Rödgen, 3. April. Frau Schneider aus Großen-Buscck zeigte am Sonntagnachmittag in einer Ausstellung im unteren Dchulsaal die Arbeiten ihrer Schülerinnen von hier und Trohe. Andauernd gingen Frauen und junge Mädchen, ja sogar Manner, ein und aus und be­sichtigten die reichhaltigen, vielgestaltigen Aus­lagen, die von großem Fleiß der Schülerinnen

Oie Llmlagerückssände der Landwirtschafiskammer.

WSR. Darmstadt, 4. April. Die Presse­stelle der hessischen Staatsregierung teilt mit:

Zu den Ausführungen, die in einem Teil der Presse über die Rück stände bei der Land­wirtschaftskammer im Anschluß an die Rede des Herrn Staatskornmissar Dr. Wagner in Groß-Gerau gemacht wurden, gibt Dr. Wag­ner folgende aufklärende Mitteilungen: Wie ich festgestellt habe, fin j, ourch die wirtschaftliche Rot der letzten Zähre bedingt, bei der Landwirt- schaftskammer die Lim lagen nicht so pünktlich eingegangen, wie das früher der Fall war. Es ist ein erheblicher Rückstand an- gewachsen, zum einen Teil, weil viele Gemeinden die von den Bauern erhobenen Gelder sür Wohl­fahrtszwecke verwandten, zum andern Teil, weil ein Teil der Bauern mit der Llmlage-Zahlung im Rückstände ist. Daneben sind auch die Außen­stände für unmittelbare Leistungen der Landwirt- schaft'skammer von den Schuldnern noch nicht er­ledigt. Sie^ Umlagen können und müssen im Zn- tcreffe eines geordneten Finanzwesens der Be­rufsvertretung bezahlt werden. Besonders die Bauern, die ordnungsgemäß ihren Zahlungs­verpflichtungen nachgekommen sind, empfinden es als ungerecht, wenn der andere Teil unpünktlich bezahlt, oder sich der Zahlung entziehen will. Des­halb muh erwartet werden, daß sich jeder ein­zelne der Pflicht gegenüber feiner landwirtschaftlichen D er u f s v e r t r e- tu n g bewußt ist, besonders aber, nachdem durch die Maßnahmen der neuen nationalsozia­listischen Regierung die hessische Landwirtschaft eine ganz besondere Förderung erfährt, die sich für sie auch in finanzieller Hinsicht günstig aus­wirken wird.

a. D. H e i n e als Polizeimajor a. D., Polizeiober­leutnant a. D. Herrmann als Polizeihaupt, mann a. D.. Polizeioberleutnant a. 'S). Rettich als Polizeihauptmann a. D.

** Beurlaubungen im Landwirt schaftsamtsdienst. Auf Antrag des Staats« tommiffars für die Landwirtschaft in Hessen hat der hessische Finanzminisler mit sofortiger Wirkung beurlaubt: den Oberlandwirtschaftsrat Dr. Schul vom Landwirtschaftsamt Heppenheim und den Land­wirtschaftsrat Dr. Grimm vom Landwirtfchafts- amt Büdingen.

** Gebührenordnungen für Kanal- benutzung und Straßenreinigung. Die Gebührenordnung über die Benutzung der städtischen Kanäle in Gießen und die Gebührenordnung über die Erhebung von Gebühren für die Reinigung der Straßen und Plätze haben einige Aenderungen er­fahren. Interessenten seien auf die diesbezüglichen Bekanntmachungen im heutigen Anzeigenteil auf­merksam gemacht.

Zur Feier des 25. Gründungs- gedenktages des DH C. Gießen ist noch zu berichten, daß am Samstagnachmittag der engere Vorstand an den Gräbern der verdienten Mitglieder Ernst Heß, Hch. Will und C. Wenzel als Zeichen der Wertschätzung Kränze mit den Vereinsfarben niedergelegt hat. Bei der Abendfeier am Sonntag verlas der Vorsitzende u a. auch ein Glückwunschtelegramm des Herrn Oberbürgermeisters Dr. Keller.

M i t schweren Verbrennungen in die Klinik eingeliefert. 3m Laufe des gestrigen Abends ereignete sich in einer Lehr­küche an der Dammstrahe ein Unfall. Die 43jäh» rige Witwe 3ohanna Vowinkel (wohnhaft Schottstraße 26) hatte sich schwere Verbrennungen, anscheinend durch heißes Wasser, an beiden Hän- den und beiden Füßen zugezogen, so daß sie von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz sofort nach der Chirurgischen Klinik ge­bracht werden mußte.

Zufammenstehen aller nationalgesinnten Deutschen überall im Lande auf. Wje die Führer in der Re­gierung in geschlossener Einigkeit zusammenstünden, sl^ müsse auch überall im Lande die Gefolgschaft un- rerbrüchlich fest Zusammenhalten, bisherige Mei- ( mingsoerschiedenheiten als erledigt ansehen und alle Kräfte auf die Erringung des großen nationalen Zieles einstellen, damit unserem Volke und der deut- Ichcn Fugend nicht etwa ein völkisches Langemarck bereitet werde. Erfreulich sei es, daß der Frontgeist oon 1914 jetzt wieder kräftig zur Geltung gekom­men sei, der auch weiterhin bei der Gestaltung der jeuMdjen Geschicke richtunggebend und grundlegend leinmüffe. Der Alldeutsche Verband habe zu den jetzigen führenden Männern des Deutschen Reiches bas Vertrauen, daß sie mit den vielfachen großen Schwierigkeiten fertig werden würden und unser Bolt einer besseren Zukunft entgegenführen. Dieses Vertrauen müsse vom Volke durch unverbrüchliche Ireue zu den Führern um der Zukunft des deut­schen Volkes und des Aufstiegs der deutschen Nation willen bekundet werden. (Lebhafter Beifall.)

Versammlung

der NS.-Kriegöopserversorgung.

Die NSDAP, hielt gestern abend im Cafö Leib eine Versammlung ab, zu der alle Kriegsbeschädig­ten, Kriegerhinterbliebenen und Rentenempfänger eingeladen waren. Landtagsabgeordneter Ziegler- Michelstadt sprach über das Thema:Der Dank des Vaterlandes". Der Redner führte u. a. aus: Das deutsche Heer sei hinausgezogen zum Kampf gegen eine Welt. Das Volk fei aufgestanden wie ein Mann. Kameradschaft fei zum obersten Gebot geworden. Der Geist aber, der sich vor dem Feinde bildete, fei in der Heimat durchbrochen worden, denn der Marxismus fei nie an der Front gewesen. Schon 1916 habe die Zersetzungsarbeit begonnen. Der Munitionsarbeiterstreik im Frühjahr 1918 habe Taufenden von Kameraden das Leben gekostet. An der Front habe die Jugend von Langemarck ihr Leben eingesetzt, in der Heimat aber sei gewühlt worden. So sei der 9. November, der schwärzeste Tag her deutschen Geschichte, gekommen. Dem Front­soldaten habe man die Achselstücke abgerissen, der Dank his Vaterlandes sei ausgeblieben, der Front­soldat wurde als unbequem empfunden. Dem Ar­beiter wurde ein Leben in Schönheit und Würde versprochen, er habe es aber nie erlebt. In den Jahren nach dem Kriege fei dann Adolf Hitler auf- gestanden und habe seinen einzigartigen Kampf zum Siege geführt. Die Vertreter her Systempat feien seien würdelos abgetreten.

Der Kriegsbeschädigte sei in den Fahren nach dem Kriege mit Bettelpfennigen abgespeist wor­den. Sein Anspruch, sein Recht auf Llnterstüt- zung habe er sich mühsam gegen den Fiskus er­kämpfen müssen. Das Reichsversorgungsgeseh sei mit vielen Mängeln geboren worden. Die jetzige Regierung werde sich der Rot her Kriegsbeschä­digten in anderer Form als es durch ihre Vorgän­ger geschah, annehmen. Durch den Reichstags- abgeoxdnetcn Oberlindober werde dem­nächst ein Geschentwurs für die zukünftige Kriegs­opferversorgung eingebracht. Es werde beantragt, die Kriegsopferversorgung dem Wehrministerium anzugliedern. Dort erwarte man mehr Verständ­nis für die Opfer des Krieges. Die Verforgungs- gerichtsbarkdit, die jährlich zehn Millionen Mk. koste, werde abgelöst. Es würden lediglich kleine Spruchkammern geschaffen. Der Kriegsbeschädigte müsse auf schnellstem Wege zu seinem Rechte kommen. Bürokratische Hemmungen müßten aus- gescholtet werden. Es werde eine Einheitsrente mit klaren Sähen geschaffen. Der Kricgsbefchä- digte werde, sofern die Fähigkeiten dazu vor­handen sind, eingegliedert in die Aufbauarbeit des Staates und nach Möglichkeit im Verwal­tungsdienst beschäftigt.

Der Geist von Potsdam müsse wieder Einzug halten. Der 3ugend, die jetzt noch arbeitslos und ohne Hoffnung treibe, werde man durch Leichtkriegsbeschädigte im Rahmen der Arbeits­dienstpflicht Kameradschaftsgefühl beibringen. Man werde es sich zur Aufgabe machen, die Siedlung zu fördern. Die zweiten und dritten Bauernsöhne müßten im Osten angesiedelt wer­den. Träger des Staates solle in Zukunft auch nicht das Finanzkapital sein, der Staat müsse- vielmehr selbst über seine Mittel verfügen. Der Siedler werde in Zukunft nicht mit Schulden belastet, sondern nur einen tragbaren Zinsen­dienst zu bestreiten haben. Den Witwen und Waisen werde man besondere Aufmerksamkeit zuwenden. Dem Schwerkriegsbeschädigten werde man einen angenehmeren Lebensabend zu ermög­lichen bemüht sein. Der Schwerkriegsbeschädigte dürfe nicht mehr als Bettler an den Straßen liegen. Der gesamte Versorgungsapparat der Kriegsbeschädigten werde vereinheitlicht. Für das WortRente" werde man das WortEhren­sold" zu sehen haben. So denke man sich jetzt den Dank des Vaterlandes. Zum Schluß sprach der Redner noch über die Sozialversicherung und wies aus Mißstände und Korruption in den 3nstituten der Sozialversicherung hin. Er be­tonte, daß mit eisernem Besen gefegt toeroe. wo es nötig sei. Man werde keine halbe Maß­nahmen ergreifen. Die Regierung werde klare Wege gehen, um dem deutschen Volke wieder einen Staat zu geben, in dem sich der Staats­bürger wieder wohl fühle. (Lebhafter Beifall.)

Rach einer kurzen Pause sprach der Leiter der RS.-Kriegsopferversorgung des Gaues Hes­sen, Herr Storck, über die Sterbegeldversiche- rung. _____________

Ballonreifen fahren

So erschütterungsfrei trägt Sie Dir Wagen auf den schlechtesten Straßen dahin,wenn Sie

DUNLOP

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