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4.10.1933 Zweites Blatt
 
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Aus der Provinzialhauptstabi

Drachen in

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ZesichtWngsbimimel in der Brannen Reffe

ten Einblick in das Gebiet der Landwirtschafts- Wissenschaft, daneben aber auch in die bäuerliche Praxis. Ferner kann man prächtige Erzeugnisse des Feld- und Gartenbaues sehen, die namentlich unseren Hausfrauen besonders zur Besichtigung unseren Hausfrauen zur aufmerksamen Besichtigung beit des künstlerischen Gartenbaues für die Zwecke des Ziergartens nach neuzeitlichen architektonische« Gesichtspunkten.

Aussteller auf der Braunen Messe.

Schmidt, Iah. herm. L, Sich, Kurz-, Weiß- u. Wall« waren-Großhandel, Nieder!. Gießen, Alicenstr 20.

Reih, Otto, Gießen, Naumann-Nähmaschinen, Aster« weg 44. Stand 152.

Technische Rothilfe, Ortsgruppe Gießen: Arbeiten b, Hilfspionierdienstes.

wertes Kennzeichen.

Für die bäuerliche Bevölkerung, nicht minder aber auch für die Bewohner der Stadt sind die Stände besonders erwähnenswert, die der Land- , wirtschaft gewidmet sind. In eindrucksvoller Aus­stattung erhält der Beschauer hier einen interessan-

** Vorsicht beim Steigenlassen von Drachen. Amtliche Stellen warnen dringend da- vor, Papierdrachen im Gefahrenbereich der elektri­schen Leitunaen steigen zu lassen. Dadurch, daß sich Drachen in den Hochspannungsleitungen verfingen, sind mehrfach erhebliche Schäden an den Leitungen entstanden: ganze Bezirke wurden von der Strom- Zuführung abgeschnitten und Fabriken stillaeleat. Auch besteht Gefahr für den Führer des Drachens Für die Umgebung von Flugplätzen bestehen übri­gens noch besondere Bestimmungen.

** Einschaltung der Bausparkassen in die Arbeitsbeschaffung. Man berichtet uns: Voraussichtlich werden die Bausparkassen in die Arbeitsbeschaffung der Reichsregierung eingeschattet, um große Geldmittel für den Baumarkt zur Ver­teilung an Eigenheimsteller unterer und mittlerer Schichten zu bringen. Die Reichsregierung erspart dadurch einen von ihr aufzuziehenden Derteilungs- apparat. Die große Bausparkasse «Deutsche Bau- und Siedlungsaemeinschaft (DBS.) in Darmstadt" arbeitet dieser Arbeitsbeschaffung durch die Reichs­regierung schon vor durch erneute Vergebung einer Summe von 1,5 Millionen Reichsmark zur Erstel­lung von 131 Eigenheimen, wodurch 3000 bis 4000 Arbeiter für mehrere Monate Beschäftigung erhal- ten. Die Gesamtzahl der durch Darlehen der DBS. erstellten Eigenheime steigt damit auf rund 4000. Don dieser Darlehensoergebung erhiett auch die Ortsgruppe Gießen der DBS. wiederum ein Dar-

Ein Gang durch die Braune Messe in der Gieße­ner Volkshalle wird auch den Hausfrauen eine wertvolle Bereicherung bieten. Auf allen Gebieten der Hauswirtschaft können sie in.den Ausstellungs­ständen zahlreiche Anregungen empfangen. Daneben werden ihnen aber auch wertvolle Vergleichsmög­lichkeiten geboten, auf die es der mit ihren Mitteln scharf rechnenden Hausfrau natürlich besonders an­kommt. Der Besuch dieser Warenschau wird ferner auch für angehende Ehepaare von Nutzen sein, weil sie dort am übersichtlichsten erkennen können, wie sie in zweckmäßigster Weise ihre Einkäufe machen und dabei die Ehestandsdarlehensscheine verwerten können. Neben Ausstattung-,- und Haushaltswäsche in großer Auswahl, Möbel für Zimmer und Küche sieht man Haushaltsgerät der verschiedensten Art, eine große Auswahl an Osfen, von den einfachen bis zu sehr wertvollen Stücken, Küchenherde man- nigfaltiaster Konstruktionen zum Gebrauch von Elektrizität, Gas oder Kohle, Nähmaschinen mit vielseitigster Verwendungsmöglichkeit usw. usw. In den Bereich dieser Bedarfsdeckung gehören auch die reichhaltigen Waren-Kollektionen für die Körper- und Gesundheitspflege, ferner die großeAuswahl an Beleuchtungseinrichtungen, Glas, Porzellan und Kristallgegenständen, Teppichen, Gardinen, Stepp­decken, Radio, Musikinstrumenten, Photo, Korb- und Rohrmöbeln und anderen Dingen, deren Zweck es ist, häusliche Behaglichkeit und Entspannung von den Strapazen des Alltagswerks zu bieten. Der Umfang der Ausstellung auf dem Gebiete der Haushaltsbedarfsdeckung ist so groß, daß es im Rahmen dieser Uebersicht unmöglich ist, alle Einzel- heiten lückenlos zu fajübern. Besonders zu betonen ijt aber, daß man durchweg beste Qualität der Ware zu sehen bekommt und dabei Preise nennen hört, die als durchaus angemessen anzusehen sind und die in ihrer Vielgestaltigkeit den weitesten Spielraum für die finanzielle Leistungsfähigkeit der Kaufinteressenten gewähren. Man gewinnt bei der Besichtigung der Ausstellungsstände dieser Waren- gruppen ferner den Eindruck, daß sich unsere ein­heimischen Firmen sowohl hinsichtlich der Qualität der Waren, wie auch bei der Preisbemessung den An- sprücben des Publikums in vollem Ausmaß ge- wachsen zeigen und unsere Geschäftsleute daher mit Recht die Forderung an die Einwohnerschaft stellen können: Kauft am Platze, kauft deutsche Waren beim deutschen Geschäftsmann!

Eine reichhaltige Auswahl von Waren für den Büro- und Geschäftsbedarf ist ebenfalls ein be­sonderes Merkmal der Braunen Messe. An mehre­ren Ständen kann man Düromaschinen der voll­endetsten Konstruktion und andere Hilfsmittel des Dürodienstes in vielfältigster Gestatt aufgestellt sehen. Auch hier beherrscht die gute Qualität zu angemessenen Preisen maßgeblich das Feld. Die taunenerregenben Fortschritte deutschen Erfinder- leiftes und deutscher Technik werden bei der Be- ichtigung dieser Stände in eindrucksvoller Weise offenbar. Auch den Ausstellungsbesuchern, die nicht unmittelbar zu den Kaufinteressenten für diese Fabrikate gehören, fei die Beachtung dieser Ab­teilungen empfohlen. Ebenso interessant ist es, die vielfättigen Erzeugnisse auf dem Gebiete der Kun­denwerbung in Augenschein zu nehmen. Sowohl im Parterre der Dolkshalle, wie auch auf der (Empore kann man nach dies« Richtung hin sehr

interessante und lobenswerte Erzeugnisse der Werbe­technik und der Handwerkskunst im Reklamewesen bemerken.

Der Sportsmann, insbesondere der Anhänger des Kraftfahrsports, kann auf dieser Worenschau und Derkaufsmesse gleichfalls wertvolle Feststellung i gen machen. Einige Stände zeigen die Bielsiitig- feit und die Leistungsfähigkeit der deutschen Fchr- radindustrie und des Motorradbaues. Auch in Üe- fen Ständen kann man Reichhaltigkeit der Fabif- täte feststellen, die für den sachkundigen Beschaur von Interesse fein wird. Die gleiche Feststellung t von den Ständen der Lederwarenbranche zu b» richten. Eine Fülle gediegener Qualitätsarbeit ai den verschiedensten Gebieten der Bedarfswirtschcj ist hier zu sehen. Neben den altbekannten Artikel dieser Branche treten hier insbesondere die wonnig faltigen Gegenstände hervor, die für den Bedarf der Angehörigen unserer nationalen Wehrverbände von besonderer Bedeutung sind. Preiswürdigkeit der Waren ist auch hier ein besonderes und lobens-

nach wie vor einen wertvollen Faktor im Dienste der Gesunderhaltung unserer Bevölkerung darstellt.

Bornotizen.

Tageskalender für Mittwoch. Stadt- theater: 19.30 bis 22 Uhr,Wo die Lerche singt". Volkshalle-Liebigshöhe: 10 bis 21 Uhr, Braune Messe. NS.-Frauenschafts-Kreisleitung Gießen: 15 Uhr, Liebigshöhe, Kundgebung im Rahmen der Braunen Messe. Möbelfabrik Karl Hahn: Möbel- Sonderschau in den Ausstellungsräumen, Loder» straße 14. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):SOS Eisberg!".

Die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde eröffnet die Vortragsreihe des Winterhalbjahres 1933/34 am morgigen Donners­tag, 5. Oktober, 20.15 Uhr, in der Neuen Aula der Univerfttät mit einem Lichtbildervortrag von Haupt­mann a. D. Dr. Walter Bruns (Neubabelsberg) über das Thema:25 000 km durch Sibirien". Auf die gestrige Anzeige fei besonders aufmerksam ge­macht.

Der Bund Haus und Schule veranstal­tet am Freitag. 6. d. M., 20 Uhr, im Iohonnessaal einen Familienabend mit gesanglichen und instru­mentalen Darbietungen. (Siehe heutige Anzeige.)

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Damen. An Samstagen ist das Schwitzbad von bis 19.30 Uhr für Herren geöffnet.

Im Ruheraum wurde eine Schicht von etwa fünf Zentimeter Stärke von den Wänden geschlagen und die Wände wieder vollkommen neu verputzt. Decken und Wände sind mit Silin in Elfenbeinton gestrichen. Das Holzwerk ist in modernen Grau- und Beige- tönen gehalten und mit einem Seidenglanz-Emaille- Lack lackiert. Der Fußboden, der bisher mit Lino­leum belegt war, hat einen Stoffbelag erhalten, der jegliche Glätte und damtt das oft gefürchtete Aus- gleiten verhindert. Der Dampfraum wurde mit dampfsicherem Emaille-Lack in meergrünem Ton ver­sehen. Auch die Heißluft-, Wasch- und Massageräume erhielten an Decken und Wänden einen in Elfenbein abgetönten Silinanstrich.

Auf die Farbenzusammenstellung wurde bei allen Arbeiten besonderer Wert gelegt Die für eine Bade­anstatt charakteristischen Farbtöne wirken auf die Be- sucher ruhig und angenehm, sie tragen un«oeifelhaft zum Wohlbehagen der Badegäste bei. Dabei find selbstverständlich alle Gebote der Hygiene beachtet, so daß das Schwitzbad des Städtischen Volksbades

effante Lichtbilder über Hindenburgs Jugend bis Su ferner Reichspräsidentenschast ergänzt. Mit dem Wunsche, daß Gott noch viele Jahre unseren Hin­denburg erhalten möge, und mit einem dreifachen Sieg-Heil" auf den Reichspräsidenten, General- feldmarschall von Hindenburg, auf den Volks- kanzler Adolf Hitler und auf das neue Deutsch, land fand der Lichtbilderoortrag seinen Abschluß. Sämtliche anwesenden Mitglieder unterzeichneten dann noch ein herzlich gehaltenes Gluckwunsch, schreiben an den Herrn Reichspräsidenten. Iw zwei- ten Teil des Lichtbilderoortrages zeigte Herr L 0» renz noch eine Anzahl schöner Lichtbilder über die Beseitigung der Arbeitslosigkeit.

** Der WandervereinBund der Lahnfreunde" Gießen hiett zur Durchfüh- rung der Gleichschattung eine stark besuchte außer­ordentliche Hauptversammlung ab, die in harmo- irischster Weise verlief. Das Vereinslokal Hopseid ar wie man uns berichtet mit dem Bilde öes Reichskanzlers, den Fahnen des Dritten Reichs und mit Blumen festlich geschmückt. Der Vorsitzende eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßungs­ansprache, m der er besonders den engeren Haupt- Dorftanö des Oberhessischen Gebirgsoereins, Sitz willkommen hieß. Um den An- fchluß des Bundes an einen dem Reichsverband deutscher Gebirgs- und Wanderoereine angehören­den Verband herbeizuführen, wurde dem Vorschlag des Vorstandes, die Mitgliedschaft im Oberhessischen Gebirgsverein zu erwerben, einstimmig und mit großer Begeisterung zugestimmt und die^ Aufnahme des Bundes als Zweiaoerein in den Oberhessischen Gebirgsverein von dessen Führer feierlich vollzo- gen. Der Hauptverein hat jetzt 18 Zweigvereine, sein Wandergebiet umfaßt hauptsächlich von Gie­ßen nördlich die obere Lahn und die Eder. Nach Bekanntgabe der 00m Reichskommissar für das Wanderwesen tjerausgegebenen Richtlinien wurde dann unter Leitung eines älteren Bundesmitgtteds die Wahl des Führers oorgenommen, die die ein­stimmige Wiederwahl des seitherigen 1. Vorsitzen­den, Ooerpostinspektor Schäfer, ergab. Er wurde durch den Führer des Hauptoereins bestätigt und verpflichtet. Nach herzlichen Dantesmorlen für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und unter Her­vorhebung des besonders schönen Gemeinschafts­geistes im Bunde bestimmte der Führer den Ver­waltungsdirektor Kinkel zu seinem Stellvertreter und berief die seitherigen bewährten Dorstandsmit- glieder in ihre Aemter. Der Führer gedachte bann in ehrenden Worten des verstorbenen 1. Vorsitzen­den des Bundes, Oberreallehrer Heinrich Will, umriß in kurzen, refflidjen Ausführungen die hohen Aufgaben des Wanderwesens im neuen Staat und gelobte unserem Volkskanzler Adolf Hitler unbedingte Gesinnungstreue und Gefolgschaft. Mit einem begeisterten Sieg-Heil auf Reichspräsident und Dolkskanzler und dem Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes schloß der erste Teil des Abends. Im zweiten Teil, feierlich eingeleitet durch das vom Frauenchor gesungeneSanftus von Schubert, gab ein Mitkämpfer eine Schilderung der Schlacht von Anloy, die in einem Gedenken für die Gefallenen des Weltkrieges, als auch für die durch den inneren Feind gefallenen Kämpfer des Dritten Reichs erhebend ausklang. Es folgten ge- meinfam gesungene Daterlandslieder und humori­stische Erlebnisse aus dem Soldatenleben. Mit dem vom Frauenchor begeistert gelungenen Lied vom frohen Wandersmann" schloß die festliche Tagung.

Neue kommissarische Bürgermeister und Beigeordnete.

Die nachstehenden Bürgermeister und Beigeord­neten wurden kommissarisch in ihr Amt eingesetzt: Biebelnheim: Fritz Brand IL, Landwirt, an

Stelle des zurückgetretenen Bürgermeisters Ernst Kussel.

Rüddingshaufen: Heinrich Sohl X. an Stelle des zurückgetretenen Bürgermeisters Aug. Müßig.

Beuern: Friedrich Hahn, an Stelle des feil» herigen Bürgermeisters Lindenstruth.

Rinderbügen: Karl Schäfer an Stelle des zurückgetretenen Bürgermeisters Wagner.

Gau-Algesheiw: Karl Valentin Dengler, Landwirt, für den zur Zeit unbesetzten Deigeord« netenpoften.

Friedberg: Franz Jordis für einen Deigeord« netenpoften.

Mafsenheim: Johannes Jacobi an Stelle des zurückgetretenen Bürgermeisters Schmidt.

Staden: Otto Gärtler an Stelle des zurück« getretenen Bürgermeister» Dauch.

NSDAP. Gießen.

Heute, Mittwoch, 20.30 Uhr, Ortsgruppenoer- fammlung der Ortsgruppe Gießen-Mitte im Caf6 Leib mit Fahnenweihe, Deutschen Abend und Verpflichtung der Amtswalter.

Die Zellenabende der NS. - Frauenfchaft G i e ß e n - O st fallen in dieser Woche aus, es wird aber die Beteiligung an der Frauenschafts­kundgebung heute um 15 Uhr auf der Liebigshöhe zur Pflicht gemacht.

Eindrucksvolle Kameradschastskund« gebung des Gießener Stahlhelm und der SA.

Der Gießener Stahlhelm veranstaltete gestern abend im Saale des Caf6 Leib, der bis auf den letzten Platz besetzt war, eine Kundgebung, zu der auch offizielle Vertreter der SA.-Standarte 116 und der politischen Leitung der NSDAP, des Kreises Gießen, sowie eine Anzahl SA.-Kameraden erschie­nen waren. Die Kundgebung, bei der von berufe­nen Stahlhelmern und von den offiziellen Vertre­tern der Standarte und der NSDAP, mit allseiti­gem großen Beifall aufgenommene Ansprachen gehalten wurden, gestattete sich zu einem eindrucks­vollen Bekenntnis für den nationalsozialistischen Gemeinschaftsgeist im Sinne des Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler und zu dem festen Gelöbnis, auch in Gießen und in Oberheffen in aufrichtiger kameradschaftlicher Frontkämpferart für alle Zeit treu und fest zusammenzustehen für oie Verwirklichung des großen Werkes des Volkskanz- lers. Wir werden über die bedeutsame und er­hebende Kundgebung morgen noch näher berichten.

Oeffentliche Generalprobe itn Siadttheater.

Lus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Da bei der ersten öffentlichen Generalprobe am Samstag, 30. September, zur OperetteSchwarz­waldmädel" ein sträflicher unsozialer Mißbrauch mit den Karten getrieben wurde, sieht sich die Intendanz gezwungen, das nächstemal eine scharfe Kontrolle zu üben und von jedem Theaterbesucher den Nachweis zu fordern, da diese öffentlichen Generalproben für Erwerbslose, Wohlfahrtsemp­fänger und Kleinrentner gedacht sind. Es ist durch­aus unzeitgemäß, sich unberechtigter Weife Vor- teile zu verschaffen, die für sozial schlechter gestellte Volksgenossen gedacht sind. Es beweist, daß Men­schen, die sich ihnen nicht zugedachte Vorteile oder Ausnahmen verschaffen, vom Maionalsozialismus recht weit entfernt find und es eigentlich verdien- ten, öffentlich genannt zu werden. Die Intendanz wird mit den schärfsten Mitteln im Interesse der arbeitslosen Volksgenossen Mißbrauch zu verhüten suchen.

Oie Schwitzbad-Abteilung itn Volksbad wieder geöffnet.

Seit dem 4. September war die Abteilung Schwitz- bad im Volksbad mit Nebenräumen wegen Erneue- rungs- und Ausbesserungsarbeiten geschlossen. Am heutigen Mittwoch wird das Schwitzbad der Deffent- lichkeit wieder zugänglich gemacht. Die bisherigen Badezeiten behalten ihre Gültigkeit: Mittwoch von 9 bis 13 Uhr für Herren, von 14.30 bis 19 Uhr für Damen. Donnerstag von 9 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 19 Uhr für Herren. Freitag von 9 bis 14.30 Uhr für Herren, von 14.30 bis 19 Uhr für

lehen im Gesamtbeträge von 12 000 RM. Der glück­liche Empfänger ist Karl Overbeck, Rodheimer Straße 58.

** Mitgliederversammlung der Spa­rer und Kleinrentner. Man berichtet uns: Zu einer Mitgliederversammlung hatten sich dieser Tage zahlreiche Mitglieder des Sparerbundes und des Reichsbundes der Deutschen Kapttal- und Klein­rentner (bisher Deuttoer Rentnerbund) imPfäl- der Hol" zusammengefunden. Der Vorsitzende des Sparerbundes, Herr Reiber, gab bekannt, daß zwischen den Bundesführungen der beiden Ver­bände vor einigen Wochen eine Arbeitsgemeinschaft vereinbart worden fei, mit der die Grundlage eines einheitlichen Kampfes für die Anerkennung und den Schutz des Privateigentums, insbesondere auch des Sparkapitals, und für die Beseitigung der Not deutscher Inflationsgeschädigter, Sparer und Zent­ner geschaffen wurde. Herr Reiber kam dann noch auf den jetzigen Stand der Rentneroerforgung und die Hauszinssteuerfrage zu sprechen. Da Adolf Hitler und Gottfried Feder selbst die Inflation als Verbrechen und Reichsfinanzminister von Schwerin-Krosigk die sog. Aufwertungsge- fetze als politische Dummheit bezeichnet hätten, so- wie außerdem Reichsminister Seldte sich über die Rentnerfrage letzthin in freundlicher Form ge­äußert habe, bestehe unter der Regierung Adolf Hitlers berechtigte Hoffnung auf baldige Beseiti­gung des Rentner- und Sparerelends. Anschließend sprach Bankbeamter Lorenz zunächst über poli- tische Tagesfragen, wobei er die Beseitigung des alten Parteisystems, die Aufdeckung und Bestrafung zahlreicher Korruptionsfälle der vergangenen 14 Versklaoungsjahre, die Erhöhung der Filial- und Warenhausfteuer, sowie die beträchtliche Verringe­rung der Arbeitslosenziffer als Großtaten der jetzi­gen Regierung bezeichnete. In längeren Ausfüh­rungen sprach der Redner anläßlich des 86. Ge­burtstages Hindenburgs von den Taten des Feld­marschalls als Heerführer und als Reichspräsident. Diese Ausführungen wurden durch zahlreiche inter-

** Der neue Leiter des Gießener Gymnasiums. Als Nachfolger des im Früh­jahr in den Ruhestand getretenen Leiters des Land- graf-Ludwig-Gymnafiums, Oberftudiendirektor Al- tendorf, wurde mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 an der Studienrat an dieser Anstatt Dr. W 0 lkewitz zum Oberstudiendirektor am Land­graf-Ludwig-Gymnasium ernannt

** Abschiedsvorstellung ßiefel Ge­ling. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns ge­schrieben: Nachdem ursprünglich die Aufführung Schwarzwaldmädel" am letzten Sonntag für ßiefel Geling die Abschiedsvorstellung sein sollte, um anschließend im Tonfilm die gleiche Rolle der Bärbel zu übernehmen, hat die Intendanz »es er- moglicht, die allseitig beliebte Künstlerin noch für die Erstaufführung der OperetteWo die Lerche singt" frei zu bekommen. Fräulein B e 11 n g wird sich daher am heutigen Abend dem Gießener Publi­kum in der Rolle der Margrit erstmalig vorstellen und sich leider für längere Heit, ihrer Tonfilmoer­pflichtungen wegen gleichzeitig auch endgültig ver­abschieden. Die Vorstellung beginnt 19.30 Uhr und endet 22 Uhr.

** Po st Personalien. Im Oberpostdirektions­bezirk Darmstadt wurden übertragen: Ober­postinspektorstellen den Postinspektoren K ö h l i n« g e r und Sahm in Gießen, eine Dberpoftmeifter- stelle dem Oberpostinspektor Theis aus Darmstadt in Bensheim. Es sind angenommen: als Hilfspostschaffner die Posthelfer Bähr in Stock­heim (Oberhessen), Dreiser in Bingen, Heid in Rüsselsheim, Herrmann in Offenbach, Horn in Al­zey, Kirschner und Steinmetz in Darmstadt, L i ch und Wörsdörfer in Gießen, Neeb in Schot- ten, Rückert in Seligenstadt. Schmitt in Gau-Odern- heim und Werner in Langen. Planmäßig an» g e ft e 111 ist: als Telegraphenwerkführer der Te­legraphenmechaniker Seeger in Mainz. Versetzt sind: der Postassessor Dr. Heidt von Darmstadt nach Aachen, der Postamtmann Herrmann von Mar­burg (Bez. Kassel) nach Bad-Nauheim, der Post- sekretär Wiche von Ober-Ramstadt nach Darmstadt, die Postassistenten Anna B 0 v i n g von Mainz nach Lauterbach, Ottilie Franz von Alsheim nach Guntersblum und Anna Luckhaupt von Niedsr- Ramstadt nach Darmstadt, die Postschaffner Held- mann von Ober-Ramstadt nach Darmstadt, Schäfer von Guntersblum nach Gernsheim und Sperling von Guntersblum nach Worms, die Postgehilfin Henriette Weber von Ober-Ramstadt nach Darm­stadt und der Hilfspostschaffner Doebel von Pfung­stadt nach Lorsch. Es treten in den Ruhe st and: der Postdirektor Kleinsteuber in Bensheim, der Obertelegraphensekretär Schmidt, der Postsekretär Dascher und die Telegraphensekretäre Marie Hisse- rich und Margarete Schmitt in Darmstadt, die Oberpostschaffner Abendroth in Eberstadt, Döll in Offenbach und Katzenmeier in Reinheim und der Postschaffner Müller in Büdingen. Gestor- den sind: der Oberpostsekretär Rönick in Lauter- bad) und der Postschaffner H 0 r ft in Mücke. Auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Be- rufsbeamtentums scheiden aus: der Oberpoft- schasfner Stelze! in Neu-Isenburg und die Post­schaffner Mahler in Darmstadt und Platt in Offen- bad).

Sitzung des Provinzialausschusses. Am Samstag, 7. Oktober, vormittags 8,30 Uhr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialaus- fchusfes der Provinz Oberheffen statt mit folgender Tagesordnung: 1. Klage des Bezirksfürforgever- bandes Detmold gegen den Landesfürsorgeverband Hessen, vertreten durch den Bezirksfürsorgeverband der Stadt Gießen, auf Ersatz von Fürsorgekosten für Franz Busch aus Freienwalde: 2. Klage der Firma Schade & Füllgrabe in Frankfurt a. M. gegen die Entscheidung des Kreisamts Friedberg vom 16. August 1933 wegen Versagung der Er­laubnis zum Betriebe eines Kleinhandels mit Branntwein im Hause Weiseler Straße 8 in Butz- bach: 3. Klage des Wilhelm Haas, Gießen, gegen die Entscheidung des Kreisamts Gießen vom 30. August 1933 wegen Versagung der Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein im Hause Frank- furter Straße 113 zu Gießen: 4. Klage der Johanna Frank in Gießen gegen die Entscheidung des Kreis­amts Gießen vom 31. August 1933 wegen Der- fagung der Erlaubnis zum Kleinhandel mit Brannt­wein tm Hause Wetzlarer Weg 65 zu Gießen.

Oer Tag des Tieres.

Der Tag des Tieres am heutigen 4. Oktober geht alle Menschen an. Denn jeder einzelne ist in feiner Existenz abhängig von Dienst, Leden und ßebens- opfer zahlloser Mitgeschöpfe, ohne sich dessen recht bewußt zu werden. Diese Selbstverständlichkeit, mit der die Menschheit das ihr im Daseinskampf unter­legene Tier für jeden beliebigen Zweck beanspruchte, ja wie eine Sache benutzte, ist erschüttert worden. Einsichten, früher nur von Einzelnen entgegen der Gewohnheit und dem Rechtsgefühl der Allgemein- heit erlebt, haben sich allmählich so durchgesetzt, daß ein Tag des Tieres, ein Welt-Tier- fchutztag geschaffen werden konnte.

Voll tiefem Dank sehen alle, die an dem einseitigen Herrschaftsverhältnis zwischen Mensch und Tier ge­litten haben, auf unseren Führer, der auch hier un­serem Volke mit unbestechlichem Gefühl oorangeht und trotz mannigfacher dringlicher Arbeiten in dem Tierschutz eine nicht mehr aufschiebbare Kulturab­gabe sieht. Wir danken ihm für das in Aussicht ge­stellte, so lange vergebens ersehnte Reichsgesetz zum Schutze der Tiere, das der im Grunde so tierfreund­lichen Gesinnung der Deutschen entspricht und der Tierschutzarbeit endlich eine kräftige Rechtsgrundlage geschaffen wird. Und wir danken ihm dafür, daß in der Besinnung auf letzte Werte und die natürlichen Wurzeln unserem Volke innerlich die Möglichkeit ge­geben wird, unser Verhältnis zur Tierwelt mit neuen Augen zu sehen.

Wir können es nicht mvhr dulden, daß ein Tier nur wie ein Gebrauchsgegenstand betrachtet wird, den manverwendet" und wie eine Ware nur nach feinem Geldwert achtet, sondern wir empfinden in ihm das lebende Mitgeschöpf, dem Menschen durch vielerlei natürliche Erlebnisse verwandt: durch ge- fahrvolle Nahrungssuche, durch opferwillige Mutter­schaft, durch selbstlose Sorge für die Jungen und zärtlicher Liebe zu ihnen, durch Kampf mit Widrig­keiten aller Art, mit Hunger, Kälte, Not und durch das Verständnis für gegenseitige Hilfe und Liebe. Aus der Einsicht in diese Schicksalsgemeinschaft her­aus ist es nicht mehr möglich, schrankenlos vom Tiere zu beanspruchen, was uns zu Nahrung und Kleidung, Gesundheit und Arbeit, Genuß und Ver­gnügen nötig erscheint. Es schärft sich unser durch die Gewohnheit trüber Blick für das Elend und die Qual, die auf dem weiten Erdenrund durch die Menschheit den Tieren bereitet wurden und werden, und zugleich sehen wir, daß sich vieles davon ver­ringern, ja vermeiden ließe, wenn wir weniger ge­dankenlos und gleichgültig in überkommenen Bräu- chen neben diesen fremden, stummen Brüdern her­lebten.

Der Tag des Tieres kostet kein Geld und keine Zeit. Er will auch nicht den Tieren etwas geben, was er den Menschen vorenthält. Er will nur das schiefe Verhältnis zwischen Mensch und Tier zurecht­rücken, damit aus der Tyrannei des Menschen über die Geschöpfe der Erde eine von Verständnis und Liede durchwaltete Herrschaft werde, die nur aus Notwendigkeit und mit schonender Hand Opfer nimmt und tötet, nicht aber aus Laune, Mode, Genußsucht oder Geldgier. Jeder helfe an seiner Stelle durch Beispiel und Erziehung dieses Verständnis vertiefen, den Tieren zum Hell, unserem Volke zur Freude und Ehre!

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Um 14 Uhr s tn Bewegung. R kraßen begrüßte tic aus Gießen drntefeft mit un etwa 400 Mete Lussehen: den ! Spielleute der hi hiesige aktive uni tcn Stahlhelmko Amtswalter und teifreunde, sowie Abteilung der Kc die einzelnen In 8dM. hatte sein Spitze, die älteren und eine Gruppe Pfarrer Jieufd) tbcttfafc eine @rup Strohseil, Körbe, gerate zur Marbc Iunglandvirtr oer' rung von Mmü nenSaat unb 1 vagen, der\eü Pächter der 3leut vierspännig geh des Neuhofs be landen und der wohl das schönste bildeten die Ort«

Nach einem Prolog begrüßte teigenosse Otto l sprachen der lai Faber von hie aus Gießen. Sei 2er BdM. führte Merz eingeübt dichter Gg. Heß entsprechende Gei vfarrer Reuscl ^chgesterner, sor er dem Stadtvol wartete mit schn jur Uebertragunq ped auf der Fes beim Glas Wer 1 «n Leihgesternen Seholt wurde. Na wurden alle noch Mnern zum Nc wltgestellten Esse ij* J." Anspruch reÄ'n>n ~er tie Anwesen o^en 1 Uhr zu

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