Mittwoch, 4. Oktober 1955
llr. 232 Zweiter Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Hindenburgs Geburtstagsfeier
in unübertroffen
ü b r i
Vereine
sD
1Z
en
•oi-
Hermann, den Fürsten der Cherusker, gab Karl
Löser: eine interessante und überzeugende Sti
ftung. Er spielte ihn, was München vielleicht zunächst . überrascht haben mag, unter Verzicht auf jegliches Pathos, auf eine, sagen wir, „strahlende" Erschei- ।
Gießener StaSttheater
-einrich von Kleist : „DieHermannsschlacht"
. die Poesie ist eine kriegführende Macht, bei allen großen Welthändeln zugegen, Adam Müller im „Phöbus"
Vor 125 Jahren, im Dezember 1808, wurde „Die Htrmannsschlacht" vollendet. Den Stoff hatte K l e i st mit zwei anderen deutschen Dichtern gemeinsam, mit Klopstock (1769) und mit Grabbe (1836), den Schauspielen dieser beiden war sein Drama an künst- leiischer Kraft, bühnenmäßiger Geschlossenheit und 'Troße des Gefühls weit überlegen, dennoch blieb feine Wirkung gering und auf einen ganz kleinen 'Kieis beschränkt: Kleists Drama, welches unmittelbar aus seiner Zeit heraus geboren und „einzig unb allein auf diesen Augenblick berechnet" war, fonö lange keine Aufführung und nicht einmal einen Drucker. Erst 1863, also 52 Jahre nach Kleists 3dbe, ist es zum ersten Male aus die Bühne gekommen: ein wahrhaft tragisches Schicksal des größten und unglücklichsten preußischen Dichters.
Wer von den Zeitgenossen diese flammenden, klirrenden Szenen las oder vorlesen hörte, dem mußte es wie Schuppen von den Augen fallen; der mußte begreifen, wer mit diesen Römern auf germanischem Boden gemeint war, und in den Legionen des Va- rus die napoleonischen Bataillone erkennen, die damals, jeden Widerstand zerschlagend, durch Europa marschierten. Den Zeitgenossen sind in manchen Einzelzügen des Dramas noch deutlichere Anspielungen gegeben worden darauf kommt es heute nicht mehr an.
Wichtig bleibt uns der große nationale Appell, der Aufruf an die Ration, der in diesen fünf aufrütteln- den Akten beschlossen war und fast ungehört verhallen mußte; ein Jahr vor seinem Tode dann hat Kleist sein in der „Hermannsschlacht" zeitgebunden niedergelegtes und den Deutschen geschenktes nationales Bekenntnis mit seinem letzten und reifsten Drama, dem „Prinzen von Homburg", großartig ins Unvergänglich-Zeitlose erhoben und mit der heroischen Verkündigung einer strengen und weisen Staatsidee gekrönt.
Daß seinem Bilde auch ganz menschliche Züge und selbst ein gewinnender Humor nicht fehlen, zeigen die Szenen mit Thusnelda, die von Sybille Flemming gespielt wurde: sie bringt schon in der äußeren Erscheinung alle Voraussetzungen für diese sehr deutsche Gestalt mit; sie gab ihr darüber hinaus sowohl ruhige Würde wie weibliche Anmut und wußte selbst die an das Amazonendrama erinnernde Racheszene (V, 18) noch auf der gefährlich schmalen Grenze zu halten, die ihr gezogen ist.
legentlid) unter Haussuchungen zu leiden gehabt hätten, und sie beklagen sich darüber, daß die rus- ji|d)e Presse in Leipzig anders behandelt worden ist, als die übrige ausländische Presse. Sie haben sich auch nicht durch die Aufklärungen beruhigen lassen, die ihnen von amtlicher Stelle zuteil geworden sind. Das Ganze macht den Eindruck, als ob künstlich ein Haken gesucht werden müßte, an dem dieser Konflikt ausgehängt werden konnte. Denn sonst lag tatsächlich für die Russen keinerlei Veranlassung vor, aus diesem an sich unbedeutenden Zwischenfall eine Prestigefrage zu machen. Sie haben bisher stets Wert daraus gelegt, die diplomatischen Beziehungen des russischen Reiches von der kommunistischen Parze,. träte zu trennen. Jetzt mit einemmal werfen sie beides zusammen und beanspruchen für die Angelegenheiten der Partei eine diplomatische Sonderstellung. Denn das Leipziger Gericht hat die Zulassung kommunistischer Zeitungen zu dem Brand- stifterprozeß grundsätzlich abgelehnt. Da es in Rußland andere Zeitungen nicht gibt, konnte also die russische Presse sticht gut zugelassen werden, wenn das nicht wieder Beschwerden aus anderen Ländern auslösen sollte. Tatsächlich ist also die russische Presse genau io behandelt worden w i e die
In einer zeitgenössischen Aufzeichnung von unbekannter Hand heißt es: „1809 wollte H. (Kleist) nach Wien, um seine „Hermannsschlacht" aufführen zu lassen, dicht vor Wien erfährt er, daß seit einer Viertelstunde.die Franzosen eingerückt sind. Er kehrte um und ging nach Prag, wo er eine Flugschrift herausgab, die von großer Wirkung gewesen sein soll." Ein halbes Jahrhundert nach Kleists Ende ging sein heißester Wunsch in Erfüllung, auf der ersten Seite des Manuskriptes der „Hermannsschlacht^ standen die Verse:
Wehe, mein Vaterland, dir! Die Leier, zum Ruhm dir, zu schlagen,
Ist, getreu dir im Schoß, mir, deinem Dichter verwehrt
Hub als Marbod, gedrungen und wuchtig, mit profundem Organ und ohne jeden störenden Anflug von Komik, vermochte (einen kurzen aber gewichtigen Szenen den zur Entscheidung drängenden Nachdruck zu verleihen.
Heinz A. Marcks gab den Ventidius, eine schwierige, nur mit sicherem Takt zu spielende Rolle, sehr angemessen, elegant, aber nicht weichlich, als einen falschen Liebhaber, aber auch als einen Bürger und Abgesandten von Rom.
5y\
übrige ausländische Presse. Ein sachlicher Grund zur Klage lag daher nicht vor
Das Denkmal für die Opfer der R ^01" Katastrophe.
$
*71\
nung; er spielte ihn vielmehr verhalten, manchmal fast nachdenklich, und jedenfalls, wiederum im Sinne der Regie, verinnerlicht. Sv war er eigentlicher Träger des Führergedankens, und wer die von ihm ausgehenden Triebkräfte der Handluna auseinanderlegt, wird die Berechtigung solcher Auffassung bestätigen, denn dieser Fürst ist, bei Kleist, nicht nur als ein Feldherr, sondern ebensosehr als ein Staatsmann und ein Diplomat gedacht.
Aus dem oben Gesagten ist das Problem der Inszenierung — die vom Intendanten König geleitet wurde — unschwer zu begreifen: die zeitliche Aktualität des Dramas mußte zum nationalen Symbol erhoben werden. Intendant König erkannte, wie seiner kurzen Vorbemerkung im Programmheft zu entnehmen ist, den Führergedanken, und zwar den deutschen Führergedanken, als das beherrschende Motiv des Schauspiels; dies ist der ideelle Mittelpunkt, um den die fünf Akte sich sammeln, von hier aus verteilt er die Gewichte in Spiel und Gegenspiel auf die Gestalten Hermann, Varus und Marbod, während, wie Kleist es gewollt und dramaturgisch zum Ausdruck gebracht hat, die Szenen zwischen Hermann und Thusnelda (mit Ventidius im Hintergründe) das zugleich entlastende und die Haupthandlung begleitende Zwischenspiel bilden
Was er wollte, war ein höchst gegenwärtiges >E'ück, ein Drama für seine Zeit, einen flammenden Aufruf, ein glühendes Bekenntnis, eine Fanfare über ganz Deutschland hin an das Volk und an die dürften, einen Haßgesang gegen Napoleon und fltgen das damals übermächtige, Preußen, Europa ini) die Welt bedrohende Frankreichs Er war der Meinung, daß durch „Wichtigtun und Lotenschicken , Ärrd) geheime Verschwörung und Tugendbundelei »C5 Vaterland nicht zu retten sei. Er and, daß der innere und äußere Zustand seines Volkes im Jahre
i8 jenem im Jahre 9 nach Christi Geburt verzwe.- frf ähnlich (ei, und wenn er mit feinem Drama (a Lit in die deutsche Vorzeit zurückgrlsf, so geschah
Daten für Mittwoch, 4. Oktober.
1515: der Maler Lukas Cranach d. I. in Wittenberg geboren (gestorben 1586); — 1669: der Maler Rembrandt in Amsterdam geboren (gestorben 1606); — 1830: der Generalfeldmarschgll Graf Iorck von Wartenburg gestorben (geboren 1759); — 1864: Theodor Fliedner, Begründer des protestantischen Diakonissenwesens, in Kaiserswerth gestorben (geboren 1800); — 1865: der Schriftsteller Max Halbe in Güttland (Westpreußen) geboren; — 1865: der Dichter Friedrich Lienhard in Rothbach (Elsaß) geboren.
Es ist nicht bekannt, wie Kleist an diesem Schau- fpiel gearbeitet, welche Quellen er benutzt oder ob er etwa, wie zu vermuten ist, überhaupt auf Quellenstudien verzichtet hat; bekannt ist dagegen, oft und ^jährlich mit Beispielen belegt, wie unhistorych und unbekümmert dieses Drama geschrieben wurde, das von Anachronismen und geschichtlichen Unmöglichkeiten wimmelt. Es genügt, in diesem Zusammenhang an ein Wort Lessings im 34. Stück der „Hamburgischen Dramaturgie" zu erinnern, wonach es dem Genie „vergönnt' ist, tausend Dinge nicht zu wissen, die 'Itber Schulknabe weiß", und es ist wichtig, in sol- Wr Willkür Kleists gegen d' historische Ueberliefe- ma den Schlüssel zum Verständnis seines Werkes =L finden: er wollte mit der „Hermannsschlacht' olles andere, als etwa ein historisches Stuck Treiben.
M-Kllbr
flerW' ...»
,Ss§ SÄi
Landnöten.
Das Relchsgei.ia-l yui wuyceiiO Oer Verhandlungen ouri|temuges oie ^euersuyrung ües Pro - 3: || e s gegen Die Reicyslagvvrano|tls- 4< r üögeutoujen. Es har ül|o eine ueine Pause ein- gycyuuel, oie |eyr nützlich Ist, um die tfuUe oer oer- mnenoen Einorucle zu oronen, die pcy aus Dem tipyecigen iöeriuu| Der Berneymung eigenen yaven. (ini niercwurolges Milieu ist es, oas stch da vor in,eren Augen uvzeichnei: oni geheimnisvollen Hell- Äiuei iseipiaaje von Aer>chwvrern unö tfanatuern, öl vor oen üDuyiiaijrtsanuern uno überall, wo stch Leii|chen |ammem, yerumiungern, die Dort mit Huven anoeuiuiigen um stch warfen, bis |ie (tilau- bye uno Eestunungsgenviien gejunoen Haven, die bim weiter geleitet werben, die man mit MieiOung uu Epen oei|Oigt, um |ie jur die „Bewegung zu guoinnen UNO Oen Zwecken des Umsturzes oienftoar zi maajeit.
>Wie gefährlich die kommunifti|che Ver|euchung $uoe|en ist, wie nahe wir der Katastrophe gestanden bioen, das wird Dielen von uns fetzt erst klar aus bin, was die Zeugen |agen und aus dem, was sie lia)i |ugen. Datz ua der Leiter eines Wohifahrts- ciites jeftfteUt, er (ei von einem bevorfteyenden koerfaU venachnchtigt worden, daß er Polizei niovnmachen mußte, um jein Amt zu schützen, das allem spricht schon Bande. Aber dag die Menschen frei herumiaufen konnten, die offen d i e Rev 0 - lu 11 0 n predigten, und zwar die Revolution in den Formen Des Anarchismus, daß die Zweck- Mtzigkeit und Nützlichkeit Der Brandstiftung in aller Prelle erörtert würbe, — bedarf es da noch eines Kweises, wie weit der Boden unterhöhlt war, auf bin das brüchige Staaksgeoaude stand!' Mit leisem Hochrecken müssen wir ertennen, daß ohne die Um- fdjuiiung des 3U. Januar der Kommunismus seines tzifoiges sicher sein Durfte; Daß es nur noch eine Ziage von vielleicht Wochen war, bis diese gefährliche Saat aufgang, und die Brandfackel wirklich das Signal zur Eroberung der staaUichen Macht durch den kommunistischen Terror gab.
An diesem Eindruck ändert es auch nichts, wenn der Hauptschuldige van der Lubbe durch Die itierfroürDige Taktik seiner Verteidigung den Anichein diichrankter Harmlosigkeit zu erwecken sucht. Der Wann ist ein schlechter Schauspieler, hinter dessen Maske sich der Fanatismus Der rücksichtslosen Verminung alles BestehenDen kaum verbirgt. Er war 311111 mindestens ein dankbares Objekt in den Händen Linderer. Die Fäden, die da hin und her liefen, sind Lurch den bisherigen Gang der Unterjuchung noch nicht vollständig klargelegt. Wir übersehen auch noch nicht die Verbindungen, Die zwischen Den Drei Gruppen von Angeklagten bestehen. La ist Herr T 0 r g - lit, der sich als Reoolukionsbeamter gefühlt hat Md mit Entrüstung den Gedanken von sich weist, er könnte tatsächlich einmal etwas getan haben, was dem Programm des Kommunismus entspricht. Da ,(inö diese seltsamen Bulgaren, offenbar Revotu- tionäre von Beruf, allerdings von Der vorsichtigen Sorte, Die sich mehr im Hintergründe halten und snDere Leute aus Die Barrikaden hetzen, um selbst im Falle des Mißlingens noch rechtzeitig Den Weg über Die jchützenDe Grenze finden zu können, Denen aber nach Der Art, wie sie sich geben, immerhin ju» jfutrauen ist. daß sie als Moskauer Sendboten ihre heimatlichen Erfahrungen in Berlin verwerten wollten und in van Der Lubbe einen verständnisvollen Bundesgenossen fanden .
Die Aufführung war, mit diesen inneren Voraussetzungen, großzügig angelegt und in ihren Grundlinien vereinfacht. (Dennoch war verhältnismäßig wenig gekürzt, nur das Ende des Varus — im Sinne einer Andeutung V, 21 — abgewandelt.) Wenn man bedenkt, daß hier zum ersten Male die alten und die neuen Kräfte gemeinsam eingesetzt wurden, ist Die erfreulich geschlossene Leistung des Ensembles befonders zu loben; auch wurde im allgemeinen der außerordentlich schwer zu sprechende Kleistische Vers anerkennenswert bewältigt. Die von Löffler entworfenen Bühnenbilder entsprachen in Schlichtheit, Größe und gehaltenem Ernst ihrer Farmen und Farben vortrefflich dem Grundgedanken der Gesamtinszenierung.
Im germanischen Lager bewährten sich Die Herren Lüpke, VoIck unD Geiger als tüchtige Sprecher, Frau Koch raunte Die gespenstigen Orakelworte Der germanischen Sybille im nächtlichen Wald; mit kleineren Aufgaben seien noch Die Herren Michel, Dieten und Peter Schorn genannt.
zeitig eine hanDelspolitische Annäherung zu England und den Vereinigten Staaten nebenherläuft. Die russische Politik setzt sich also bewußt von Deutschland ab. Man braucht den Gründen, die Dafür auf finanziellem, politischem unD wirtschaftlichem Gebiet bestehen müssen, nicht nachzugehen. Es genügt, Die Tatsache festzustellen, um zu begreifen, Daß Die Russen vielleicht glauben, Durch möglichst kühle Haltung gegen DeutschlanD Die Aussichten ihrer Verhandlungen nach Der anDeren Richtung zu bessern. Wir haben gewiß nicht die' Absicht, uns in ihr Diplomatisches Spiel einzumischen. Das ist ihre eigene Angelegenheit. Wir beDauern aber, daß trotz aller Bemühungen Der Deutschen amtlichen Stellen Die Russen auf Dem Abbruch Der journalistischen Beziehungen bestanden haben. Denn Die Folge kann nur sein, Daß jetzt ein ganz unkontrollierbarer NachrichtenDienst einsetzt, Der in seinen psychologischen Wirkungen nur Dazu beitragen kann, Die beiDen Staaten, Die seit Rapallo sich politisch genähert hatten, roieDer auseinanDerjubringen.
Don 10000» auf em gut tentierenb. 4X5 • 2>immerbau5- nahe dem stabt- Zentrum, gesucht. 2cbriftl.3ngeb.uti. <-157590*®. ML ziäeM
N auch Beteilig. , -chrifllIngeb.u^ "ru
es nur, um seinen CanDsleuten einen unbestechlichen I Spiegel vorzuhalten, Darin sie sich selber sollten er- | kennen samt ihren TugenDen unD ihren Lastern, mit ihrer Not, ihrem Unglück, ihre' elenDen Zerrissenheit und Uneinigkeit Damals wie heute, aber auch mit ihrer Kraft unD ihrer Unbesiegbarkeit — wenn sie einmal Den Mut hätten, beieinanDer zu stehen unD Das Gebot Der StunDe zu erkennen
Das geschichtlich festgelegte Thema Des Germanen- Schauspiels aber lautete: Befreiung eines einigen Volkes unter starker Führung von Der drohenDen Unterjochung Durch Diplomatische VerhanDlung unD Durch Die Gewalt Der Waffen Zwei Fragen waren zu beantworten: wie steht es heute — Das heißt: im Jahre 1808 — in unserem Lande? Und: was muß geschehen, um Dem unerträglichen Zustand ein Ende zu bereiten? Beide Fragen sind mit einer mitreißenden, in manchen Szenen geradezu aufreizenden Eindeutigkeit und Offenheit beantwortet. Wer diese Verse las, Den Schauplatz Des alten Germanien in Das zeitgenössische DeutschlanD verwanDelte, und an Die Stelle Der Römer Franzosen setzte, Der konnte schlechterdings nicht mehr über Sinn und Aufgabe dieses Schauspiels im Zweifel fein.
Dabei war Kleist Dramatiker und Theatraliker genug, um sich nicht, wie später Grabbe, auf ein von vornherein aussichtsloses Experiment einzulassen und etwa Die Schlacht im Teutoburger WalDe buchstäblich auf Der Bühne auszutragen: Die „Hermannsschlacht" war ausDrücklich für Das Theater geschrieben und konnte nur von der Bühne herab Dis Wirkung tun, Die ihr zugedacht war.
Rußland hat also tatsächlich die journaii- si 1 jchen Beziehungen z u Deutschland obaed rochen. Die russischen Pressevertreter sind Lin aerlin abberufen, und Darauf haben Die vier 18er- Uretzr Der Deutschen Presse in Moskau ihre Anwpj- (uig mit einer Frist von Drei Tagen erhalten Was bi' Russen zur BegrünDung ihres Vorgehens .in- (ihren, i.c mehr als Dünn. Sie beklagen sich Darüber, dH Die Vertreter ihrer Zeitungen in Berlin ge-
WM na&^tatiütio.Sl. ica.ll.Efc. geiutbt, UauckMeD.Sved.
Xi. -ottnaim, ZnwkmrtamMaiv jtolltpritx.l, nr.y la gevtiegkn MagsM .u ^gein. Reifen
£ * * SJJ ihr in k
ft «’ne* Jjjj noch ’MbÄMer: .
"'ehr hj>ung )ln9e ein igen9 °use, unb& alt. ercirun9en2Vi' »Pelle gefeit H 'erber. V; n ®hb. n-.>n .Zünd (ei^g
9enug rHpU
-«si?
Sä f° fef)r> >° eeJfir ‘ 9enW" ta Sw?1 war hell unb S unb Men.
(ah et 2 ""Sepreht
rer 'Ek‘^rlene- ir CT S^'den.
ihn
■s IMrabies.*
■Ad) habe brühen in ,r 81 Wnin.*6ie tiefe i Mein.
rlene zum Sofa, unb » er einen Ämi um
” unternehmen; aber Md) We jb grage
ist Zllime, wie reich beichenkten M 9m- Gr (oh ihr tief in für mich bestimmt.
auf dich gemattet. Ich Leben an Deiner Seite,, äopf fortan hochtragen, nl ich schuldlos bin.* [agte sie inbrünstig unb sdjuher.
I folgt)
Anton Neuhaus als Quintilius Varus: Der große Gegenspieler, Wortführer Roms, Sendbote Der antiken Weltmacht, graDIiniger und unzweiDeuti- ger im Charakter als Hermann; Neuhaus spielte ihn knapp, bestimmt, befehlsgewohnt, ruhenD im Be- wußtsein seiner Macht, weltmännisch auch in Der Verhandlung, schwankender erst ganz zuletzt, „hart zwischen Nichts und Nichts", in Der Vorahnung unb endlich Der unverrückbaren Erkenntnis seines Schick« fals.
In Allonne bei Beauvais in Frankreich, wo vor Drei Jahren Das englische Riesenluftschiff „R 101" abstürzte, unD Die Passagiere Dieser ersten Fahrt bis auf wenige Ausnahmen Den ToD fanDen, wurde jetzt in Anwesenheit Des französischen unD englischen Mi- nifterpräfiDenten MacdonalD (rechts am Fuße Des Denkmals) ein Denkmal eingeweiht.
ander. Bekanntlich hat eine von Der Verkehrskommission Des VölkerbunDes im Jahre 1931 einberufene Konferenz Den Kirchen empfohlen, Das Osterfest jeweils auf Den Sonntag nach Dem zweiten Samstag im April zu legen. Ostern würde Dann regelmäßig zwifchen Den 9. unD 15. April fallen, womit Die Spanne von fünf Wochen, in. Die das bewegliche Ostern jetzt fallen kann, auf eine Wdche herabgesetzt würbe. Für Die Kirchen ist vor allem Der Gesichtspunkt wichtig. Daß um Der Weihe Des Festes willen Ostern und die Karwoche nicht zu nahe an Den 1. April rücken, Der als Quartalserster viel Unruhe im geschäftlichen Leben mit sich bringt. Bei Der gegenwärtigen Berechnung Des Osterfestes (nach Dem ersten VollmonD nach Frühlingsanfang), fiel Der 1 April nicht selten in Die zweite Hälfte Der Karwoche ober sonst nahe an bas Osterfest. Der vom Völkerbunb vorgeschlagene Termin würbe unter biesem Gesichtspunkt bas Richtige treffen. Auch bie Führer anberer protestantischer unb orthodoxer Kirchen haben sich für Diesen. Termin ausgesprochen«
Der Ausgangspunkt ist Deshalb auch wohl im Politischen unD in Der oeränDerten Stellung Rußlands nicht nur zu Deutschland, sondern zu Den Westmächten überhaupt zu juchen. Die Sowjetpolilik bemüht sich seit langem, aus ihrer Isolierung herauszukommen. Je mehr sie sich aus Dem asiatischen Osten her» ausgeDrängt sah, Desto stärker suchte sie roieDer Anschluß an Die europäische Politik zu geroinnen; sicherlich auch nicht ohne Erfolg. Die Nichtangriffsverträge mit Den Staaten Der Kleinen Ent°nte, Polen unD Italien sinD Die erste Etappe, Die Anknüpfung neuer Beziehungen zu Frankreich Die zweite, währenD gleich
Die Aufführung fanD starken unD ehrlichen Beifall; mit Den Darstellern nahmen zuletzt auch In- tenSont unD BühnenbilDner Den Dank des Hauses entgegen. hth-
-- WK" ...
*>»*!*-
/ 2vieU'tH7Cfi. , ronntk^x'ubl r„ rteA h'eibc1.-,
ill
Nach ’BlättermelDungen hat sich Der Kardinal- Ausschuß in Rom, Der feit einger Zeit Die Frage einer KalenDerreform berät, für Die Festlegung Des D ft e r f e ft e 5 ausgesprochen; Der Papst selbst Dürfte Dieser Entschließung zustimmen. Auf evangelischer Seite hat sich bekanntlich Die Eisenacher Kirchenkonferenz namens Der Deutschen Kirchen bereits im Jahre 1900 für Die Festlegung Des Dftertermins ausgesprochen. In gleichem Sinne hat Der Deutsche Evangelische Kirchenausschuß, Die Vertretung Der im KirchenbunD vereinigten Deutschen Landeskirchen, in Den Jahren 1923/24 gegenüber Dem VölkerbunD Stellung genommen. Auch Die obersten BehörDen Der einzelnen deutschen Landeskirchen haben auf eine Rundfrage Die Festlegung Des I Ostertermins allgemein bejaht oder Doch wenigstens als erwünscht bezeichnet. Hinsichtlich Des Termins Des „festen" Osterfestes gingen Die Vorschläge ausein»
ReichspräsiDent von Hindenbur g und sein Sohn vor der Dorfkirche von Langenau, dem neuen Gute Der Familie Hindenburg, Das Preußen am Jahrestag Der Schlacht bei Tannenberg Dem Feldmarschall zum Geschenk machte.


