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Gietzeim Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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verletzt wurde. Der Täter ist nach Mitteilungen
des
Anläßlich seines Geburtstags sind dem Herrn Reichspräsidenten telegraphische Glückwünsche u. a. zugegangen seitens des Königs von England, des Königs von Italien, des Königs von Bulgarien, sowie des Reichsverwesers des Königreichs Ungarn.
Seither hatte der Präsident des Hausbesitzervereins ihn nicht mehr gesehen. Er kann sich aber an die Besuche des Mannes noch gut erinnern und meint, Dertil habe schon damals einen etwas verwirrten Eindruck gemacht. Vielleicht hänge das mit seinen äußerst traurigen Familienverhältnissen zusammen. Sein Vater, ein Eisenbahnbeamter, war gestorben, so daß Dertil ganz allein in der Welt dastand. Seine Mutter hatte sich zum zweiten Mal verheiratet mit einem Dr. Raimund Günther. Dr. Günther war früher bei einem Verband tätig, der Beziehungen zur Sozialdemokratischen Partei hatte. Später suchte er durch Veröffentlichung von Artikeln sich dem Heimatschutz zu nähern. Seit einem Jahr hält sich Dr. Günther in S ch l a d m i n g auf, wo sich auch der Täter die letzten zwei Monate befunden hat.
Von besonderem Interesse ist, daß die Polizei versucht, wider bestes Wissen die Tat dem Nationalsozialismus in die Schuhe zu schieben, denn es heißt in dem Bericht wörtlich: „Trotz seiner Zugehörigkeit zum Wehrbund (das ist die christlichsoziale Gewerkschaft der Soldaten. Anm. d. Red.) galt Dertil im Kreise seiner Kameraden a l s A n - Hänger nationalsozialistische r Id een. Er hat sich jedoch durch aktive politische B e t ä t i g u n g n i ch t b e m e r k b a r g e m a ch t Bei der Vernehmung, so heißt cs m dem Bericht dann weiter, habe Dertil zugegeben, daß er nut seiner Tat die Aufmerksamkeit auf seinen Stiefvater, den Schriftsteller Dr. Raimund 1 Günther, lenken wollte, der nach seiner Ansicht
Die Tat eines unreifen Wirrkopfs.
0er Gefreite wollte auf seinen Stiefvater als Kelter Oesterreichs Hinweisen.
Attentäter, kein Nationalsozialist zu sein, sondern dem sozialdemokratischen Wehrverba v d als Mitglied angehört zu haben.
Vizekanzler Fey machte um 17.30 Uhr persönlich durch Radio der Öffentlichkeit Mitteilung über den Anschlag auf Bundeskanzler Dollfuß. Die poli-
Oie erste Meldung.
Wien, 3. Oh. (WTB.) 3m Parlament wurde
Polizei ein ehemaliger Gefreiter Bundesheeres namens Dertil. Er ist 22 Jahre alt und in Wien geboren. Gegenwärtig ist er arbeitslos. 3n seinem ersten Verhör erklärte der
Der Reichskanzler spricht zu den deutschen Juristen.
Raffe und Recht.-Emheit von Volk und Staat als Voraussetzung einer organischen Völker- gememschast.-Zusammenklingen von Recht und Moral, von Rechts- und Staatsauffaffung.
heute gegen 14.30 UhreinReoolveranschlog auf Bundeskanzler Dr. Dollfuß verübt, der von zwei Schüssen am Arm, wie es heißt, leicht *“ ' ....... der
Oer Täter.
Das Ergebnis der ersten Ermittlungen.
Wien, 3. Okt. (WTB.) Der ehemalige Gefreite Dertil wurde in der Polizeiwachstube im Iustiz- palast vom Polizeipräsidenten einem Verhör unterzogen. Auf die Frage, warum er das Attentat begangen habe, erwiderte er, daß er auf einen Mann habe aufmerksam machen wollen, dem er die Fähigkeit zutraue, Oe st e r r e i ch s Führer zu sein. Aus die weitere Frage, ob er den Bundeskanzler töten wollte, sagte Dertil, daß das nicht seine Absicht war; er könne aber nicht verhehlen, daß bei einem Attentat mit einer solchen Möglichkeit gerechnet werden müßte.
Dertil war seinerzeit Laufbursche beim Zentraloerband der Hausbesitzervereine, dessen Präsident ihn als als einen harmlosen jungen Mann bezeichnet, den er allerdings seit vier Jahren aus den Augen verloren habe. Ungefähr vor einem Jahr sei Dertil wieder bei ihm erschienen und habe ihm mitgeteilt, daß er nicht beim Bundesheer bleiben, sondern Schneider wer- d e n wolle. Kurze Zeit darauf erschien er wieder und sagte, der Schneiderberuf eigne sich doch nicht für einen ehemaligen Heeresangehörigen. Er wolle Forstbeamter werden. Man machte ihm Vorhaltungen darüber, daß er seine Pläne fortwährend ändere, so daß man mit ihm ernstlich gar nicht reden könne und gab ihm noch gute Ratschlage.
Revolveranschlag aus Dollfuß
Oer Bundeskanzler leicht verletzt.-Oer Täter verhaftet.
Wolpers, Lennep; Geh. Iustizrat Prof. Dr. Stutz, Berlin; Staatssekretär Reinhard, Berlin; Direktor Schippert, Stuttgart; Direktor Dr. Gelpke, Berlin; Oberbürgermeister Fiehler, München; Geheimrat Prof. Dr. jur. et phil. Richard Schmidt, Leipzig; Geh. Iustizrat Prof. Dr. phil. Leopold Wenger, München; Oberbürgermeister Weidmann, Halle; Generaldirektor Dr. Bögler, Dortmund; Generaldirektor Dr. Springorum, Köln; Geheimer Iustizrat I. Schreyer, München; Notar Dr. Fritzsche, Leipzig; Prof. Dr. Herbert Meyer, Göttingen; Prof. Dr. Otto Kollreuter, Jena; Geh. Rat Dr. Kleiner, Berlin; Syndikus der Deutschen und Diskonto-Bank, Simon, Berlin; Generaldirektor Fritz Thyssen,
gegenüber Bedrohungen durch anders geartete mindere Rassen, die einzudringen versuchen. Nach dem Begriff der Rasse haben wir in den Mittelpunkt den Schutz der Ehre gestellt. Es handelt sich nicht um jene Summenehre, nicht um eine Zusammenballung von Einzelnen nach Klassen oder anderen Gesichtspunkten auseinandergehender Ehrenhaftigkeiten, sondern um einen Schutz der Ehre in dem Sinn, daß jeder für s i ch verantwortlich ist für die Ehre der Nation ohne Ausnahme. Darüber hinaus haben wir uns mit der grundsätzlichen Wandlung beschäftigt, die wir Nationalsozialisten für nötig erachten in dem Aufbau der Rechtsordnung überhaupt.
'Es ist ja ein Wahnwitz, wenn fo wie bisher das Recht lediglich darstellen soll eine Nebeneinanderreihung von Tatbeständen, die katalogartig aufgefteül und je nach Bedarf von dem Einzelnen erfüllt oder gebrochen werden können. Das Recht ist überhaupt nicht anders zu schaffen als dadurch, daß man es als geistige wacht über die Zusammenhänge des ein zelnen Lebens stellt. Der Riuiter richtet nicht den Streit, er hat darüber zu wachen, daß das Gesamtleben der Nation g e wahrt bleibt. Der Richter ist der Repräse». (ant nicht eines Standes, nicht einer Paragraphenskala, sondern er soll der große gütige Richterkönig, der Herrscher über das Leben der Nation fein. Der Kampf, den das deutsche Volk auf dem Gesichtspunkt der Vereinheitlichung von Rechtsseele und Volksseele führt, wird nicht im 3uriftenfaal ausgekämpft. Eine leidenschaftliche Mitwirkung der weiten Volkskreise an dieser Rechtsbildung ist um so mehr zu fördern, als sie von Gewalten getragen wird, die ja selbst aus dem Volke hervorgegangen und dem Volk verantwortlich sind.
Die weitere Aufgabe, die nun vor der deutschen Juristenschaft liegt, ist die unverzügliche Inangriffnahme der Erziehung des Juri st en zum Menschen. Damit soll nicht das akademische Niveau getroffen sein, oder irgendwie die Wissenssubstanz oder Erfahrungssammlung des Iuristentums geschmälert werden, aber diese Erziehung müsse von vornherein zum Volksganzen hingehen und nicht zu irgendeinem abgeschlossenen Stand. Zum erstenmal ist ein unmittelbarer Gedankenaus- tausch zwischen denen, die am Recht fachlich, und denen, die am Recht menschlich interessiert sind, eingetreten. Die Kluft zwischen Volk und Juristen ist in Deutschland nunmehr für alle Zeiten geschlossen. In den kommenden Monaten müssen die nächsten Fragen der Rechtsreform behandelt werden. Es gibt in Deutschland keine Stelle mehr, die staatlich-juristisch arbeiten kann außerhalb des Bundes nationalsozialistischer deutscher Juristen. Deutschland hat das heldische Prinzip wieder auf seine Fahne geschrieben. Nun kann die Welt sich mit diesem Deutschland auch unter dem Gesichtspunkt des Rechtes beschäftigen. Man soll nur wissen, daß wir, die friedliebendste Nation, in jedem Fall gewillt sind, unser Recht in Rechtsformen gegenüber j e der - mann in derWeltzu vertreten. Alle Geschichte ist in diesem Sinne vergleichbar mit dem altgermani- schen Gottesgericht. Völker stehen gegeneinander und ihre Führer kämpfen. In dem nunmehr begonnenen historischen Abschnitt hat das deutsche Volk Adolf Hitler zu seinem Gottesstreiter gewählt. Möge ihm der Sieg beschieden sein. Deutsche Juristen, wir schwören dem Führer die Treue und die Hingabe bis zur letzten Kraft in diesem Gottesstreit um das Recht, das ewige Recht des deutschen Volkes.
Oie Zmarnmenfetzung Oer Akademie für Oeutsches Recht.
Leipzig, s. Ott. (in.) Der Akademie für Deutsches Recht gehören außer den gestern oereits genannten u. a. noch folgende Mitglieder an: Le- natspräsident Dr. Äruno Becker München; Pros. Dr. Claudius Freiherr von Schwerin, Freiburg Staatsrat Dr. Karl Meyer, München; Geheimrat Prof. Dr. Friedrich Oetker, Würzburg; Dr W. Heuber, Berlin. Prof. Dr. Freiherr von^Freytagh- Loringhoven, Breslau; Rechtsanwalt Dr. Raeke, Hamburg; Stabschef der SA. Ernst Rohm, Mun. chen; Geheimrat Steyrer, München; Prof. Freiherr o. Scheurl, Nürnberg; Prof. Dr. jur phil. Erich Jung, Marburg; Walter Schuhmann, Berlin; Pros. Dr. Bruns; Prof. Dr. Karl Nagler, Breslau; Pros. Dr. Dersch, Berlin; Prof. Dr. Opp'kofer, Königs- berg; Dr. Mößmer, München; Dr. Hans Buchner, München; Reichsschatzmeister Schwarz, München; stellv. Führer der NSDAP., Rudolf Heß, München Prof. Dr. Bilfinger, Halle; Geheimrat Prof. Dr. Fritz von Calker, München; Generaldirektor Helfe- rich, Hamburg; Freiherr v. Schroeder, Kckn; Prof. Dr. Fried. Klausing, Frankfurt a.M.; Geheimrat Clemens Lammers, Berlin; Prof. Dr. Fr.edr. Lent, Erlang-n; Prof. Dr. Edmund Mezger, München; Oberregierungsrat Schraut, Berlin; Geheimer Ju- stizrat Prof. Dr. Hedemann, Jena; Mlnisterprasi- dent Göring, Berlin; Prof. Dr. Franz Exner, Mun- chen; Prof. Dr. Wüstenoörfer, Hamburg; Notar
Hindenburg-Geburtstagsfeier in Genf.
G e n f, 3. Okt. (WTB.) Der 86. Geburtstag des Reichspräsidenten wurde von der deutschen Kolonie würdig und stimmungsvoll im Hotel Metropol gefeiert. Die Beteiligung an der gestrigen Feier war, im Vergleich zu ähnlichen Anlässen früher, ungewöhnlich groß. Man sah eine Menge D e u t - scher aus allen G e s e l l s ch a f t s s ch i ch t e n. Der deutsche Konsul Dr. K a u e l begrüßte die Teilnehmer, zu denen auch die Mitglieder der deutschen Delegation auf der Volkerbunds- versammlung gehörten, deren derzeitiger Führer Gesandter von Keller in einer Ansprache die Ausgaben der Ausländsdeutschen schilderte. Die Festrede hielt Staatssekretär z. D. Freiherr v. R h e i n b a b e n, der in kurzer Form ein glan- zendes, scharf umrissenes Bild vom greifen Feldmarschall gab. Das Deutschlandlied leitete dann über zu einer kurzen Rede, in der Herr Göring vom deutschen Konsulat den Bund zwischen Hindenburg und Hitler feierte.
zeiliche Untersuchung über die näheren Zusamen- hänge fei im Gange, daher könne darüber noch nicht abschließend berichtet werden.
Lin 2H i n i ft e t r a t, der um 16.30 Uhr von ihm einberufen worden war, habe sich mit dem Attentat beschäftigt und seiner Freude und Genugtuung übet das Mißlingen des Anschlags auf den Kanzler Ausdruck gegeben, bet durch Gottes Fügung der Gefahr entronnen fei. Der Ministerrat habe dem Bundeskanzler feine geschloffene und unentwegte Gefolgschaft versichert.
Ein Augenzeugenbericht.
Nach einer Sitzung der Christlich-Sozialen gegen 14.30 Uhr war der Bundeskanzler Dr. Dollfuß im Begriff fortzugehen und sprach noch im Vestibül des Parlaments vor der Portierloge mit Handelsminister Stockinger und einigen christlich-sozialen Abgeordneten, als ein Mann aus ihn z u - t r a t und ihm mit der linken Hand ein Schreiben überreichte und zugleich die rechte Hand hinter dem Rücken vorholte und zwei Schüsse auf ihn a b g a b. Der eine Schuß aus dem Revolver, Kaliber 6,5, traf den Bundeskanzler am rechten Oberarm, der andere gegen die Brust gerichtete Schuß prallte aber ab. Das Geschoß wurde dann auf dem Boden des Vestibüls gefunden. Dr. Dollfuß trat sofort in die Portier- löge zurück, wo er mit den Worten: „I ch glaube, ich bin durchschossen worde n", Rock und Weste öffnete. Unterhalb des rechten Oberarmes zeigte sich ein großer Blutfleck. Dr. Dollfuß sagte hierauf: „Wir brauchen aber kein Rettungsauto. Fahren Sie mich sogleich auf die Klinik Dr. Denk und verständigen den Dr. Tomanek (einen Jugend- freund), machen Sie kein Aufsehen!" Er ließ sich in seinem eigenen Auto in die Klinik fahren. Der Täter wurde nach der Tat von den anwesenden Abgeordneten heftig verprügelt. Die Polizei führte ihn dann auf die nächstgelegene Wachtstube.
In seiner Rede auf der Abschlußkundgebung des Iuristentags führte der Führer der Deutschen Rechts- front Dr. Frank u. a aus: Wir haben in diesen Tagen die Grundfragen des deutschen Lebens unter dem Gesichtspunkt des Rechts erörtert und sind zu dem Ergebnis gekommen, daß die Macht heute durch die revolutionären Ereignisse, die nunmehr abgeschlossen hinter uns liegen, nicht nur aufgebaut ist auf äußerlichen Machtfaktoren, nein, daß die Macht des Nationck'ozialismus über Deutschland auf jenen ewigen naturgesetzlichen Machtfaktoren aufgerichtet ist, die niemand antasten darf. Deshalb ist die Macht des Führers über Deutschland d i e rechtmäßige, weil sie die n a t u r g e s e tz l i ch bedingte Macht über Deutschland darstellt. Wir sind ein Volk des Rechts, und unsere Macht ist eine Rechtsmacht. Niemand beugt ungestraft das Recht Das Unrecht, das man einer Nation zufugt, wird sich immer wieder an dem rachen, der es verübte. Das deutsche Volk selbst hat Euch deutsche Juristen die Gelegenheit vor der Geschichte gegeben, alles qutzumachen, was volksfremde Juristen in der Vergangenheit gesündigt haben. Wir haben in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen in dieser Tagung den Begriff der Rasse gestellt. Wir werden mit allen Mitteln die deutsche Rasse in Zukunft auch rechtlich dadurch schützen, daß wir den deutschen Menschen schützen werden
Mühlheim (Ruhr); Generaldirektor Reusch, Oberhausen; Reichsleiter der NSDAP., Major Buch, München; Prof. Dr. Carl Schmitt, Köln; Ritter v. Epp, Reichsstatthalter, München; Geheimrat Professor Dr. Kisch, München; Geheimrat Prof. Dr. Zwiedineck; Prof. Dr. ßuetgebrune; Generaldirektor Kißkalt; Ministerialdirektor Buttmann; Mini- I fterialbireftor Volckmar
Leipzig, 3. Okt. (WTB.) Das Leipziger Ausstellungsviertel mit seinen riesigen Messehallen steht schon seit Stunden im Zeichen des Empfangs Adolf Hitlers, der den Deutschen Juristentag heute abend mit einer Rede feierlich abschließen wird. Eine Stunde vor Beginn ist die 30 000 Personen fassende Messehalle VII überfüllt. Eine Menschenmauer grüßt mit erhobener Rechten die einziehenden Fahnen. Längs des Mittelganges zieht sich das schwarze Band der Mützen des SS.-Kordons hin, sonst herrscht das Braun der SA.-Uniform vor. Das grüne Feld links vor dem Rednerpult sind die Referendare aus dem Jüterboger Gemeinschaftslager.
Um 20.45 Uhr betrat der Führer mit feinem Gefolge, von stürmischem Jubel umbraust, die Halle und begab sich unter anhaltenden Beifallskundgebungen der die riesige Halle bis auf den letzten Platz füllenden Menge zur Estrade. Zunächst ergriff der Führer der Deutschen Rechtsfront Reichsjustizkommissar Staatsminister Dr. Frank das Wort, um in einstündigen Ausführungen die Ergebnisse des Juristentags und die Lehren, die die deutsche Juristen- schäft daraus zu ziehen habe, darzulegen. Der Treueschwur auf den Führer des deutschen Volks im Gottesstreit um das deutsche Recht, Adolf Hitler, wurde von den Juristen mit heiligem Ernst ausgenommen. Darauf betrat um 21.45 Uhr der Führer den Rednerturm und nahm, nachdem der stürmische Beifall sich gelegt hatte, unter lautloser Stille der Versammlung das Wort.
Nach der Rede des Führers schloß der Reichsjustizkommissar Dr. Frank den 1. Deutschen Jur - stentag mit einem dreifachen Sieg-Heil auf das deutsche Vaterland und seinen Führer. Bei der Abfahrt war der Führer selbst Gegenstand der lebhaftesten Huldigungen der Menge, die die Straßen auf dem Ausstellungsgelände und die daran anschließenden Straßen in dichten Mauern besetzt hielt.
DieAnsprachedesReichskanzlers
3n feiner Ansprache erläuterte der Führer die weltanschaulichen Grundlagen des Rechtes und zeigte den Wandel auf, dem in der Entwicklung der Völker auch die Rechtsauffassungen unterworfen sind. Er sprach insbesondere über die rassische Bedingtheit des Rechtsbeg-riffes, die zu Erkenntnissen führe, die für die Zukunft von entscheidender Bedeutung auch im internationalen Rechtsleben werden würden. Lin Staat, der feine rassische Mission begriffen habe, fenne feine llnterbrürfung fremöet Völker. Nur auf dem Boden dieser geistig ebenso umwälzenden wie politisch verpflichtenden Lrkenntniffe könne eine wirklich o r g a- nlsche Völkergemeinschaft als mögliche Weltordnung entstehen. Aus dieser Lin- heit zwischen Volk und Staat ergebe sich klar und eindeutig die Aufgabe der Staatsführung: Volkserhaltung, Rassen- schuh und Raffenpflege, alle anderen Aufgaben seien dadurch in natürlicher Bedingtheit gegeben. Die Rechtsauffassung des liberalen Staates ende in verfall eines Volkes, das an Staat und feiner Justiz allmählich irre werde. Der totale Staat werde keinen Unterschied bilden zwischen Recht und Moral. Nur im Rahmen seiner gegebenen Weltanschauung könne und müsse eine 3ustiz unabhängig sein. Der Führer schloß seine eindrucksvollen Ausführungen mit einem Appell an die deutschen Juristen, sich im Sinne der Einheit von Staatsauffassung und Rechtsauffassung den Verpflichtungen gegenüber dem Volke bewußt zu sein.
Die Schlußrede Or. Franks.


