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4.9.1933 Erstes Blatt
 
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Außenpolitischen Amtes Alfred Bosenberg Krach i fische Bedingtheit der chenpoitik".

MUS des 19. Jahrhunderts . Der internationale Marxismus ' Knecht oder vergeblich revoltie- - .fwchlinanz. Die Erschütterung,

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harten Sonne. Dann erblickt sie eite Sina und sieht,, wie R°m ht und wie er oer,unken ist « hiitf ist es um Dina geschehen. LfLt in ihr hoch unb m gfSSs Sss ganzen Garten.

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Dte heute die Wett durchbebe, sei die Rache der Natur gegen den intellektuellen Versuch, ihre Ge­setze durchbrechen zu wollen. Die Nationa sozialisten erkennten, daß Volkstum ein Wert an sich ist, nicht ein Mittel für Dynastien oder weltpollt.- sche Finanzmachenschaften. Innerhalb einer Nation stelle d ieRassendominan t e das entscher- dende Moment dar. Auch das bnt.sche Imperium beruhe auf dem rassischen Herrenstandpunkt des weißen Menschen und werde nur solange von Lauer sein, als diese Form der Selbstbehauptung bestehen bleibe. Wenn man heute den schon ge­schichtlich gewordenen Rassenausgleich zwi - schen Deutschen und Juden zu einer kon­zentrischen Bekämpfung des jungen Deutschland auszunutzen gewillt sei, so ergebe sich die Tatsache, daß die jetzt getroffene Regelung nicht aus einer persönlichen Böswilligkeit, nicht aus Haß ent- sprungen sei, sondern aus einer schick sal- haften Notwendigkeit. Was sich heute in Deutschland vollziehe, sei nicht eine Judenverfol­gung, sondern die Wiederherstellung der elementar­sten Gerechtigkeit dem deutschen Volke gegenüber.

In ritterlichster Weise habe die deutsche Regie­rung jene Deutschen aus der prozentualen Rege­lung ausgenommen, die für Deutschland an der Front gekämpft oder einen Sohn oder Vater im Kriege verloren haben. Man müsse manchen Aus­ländern erklären, daß jene, welche die Diskrimi­nierung des deutschen Volkes durch das Ver­sailler Diktat 14 Jahre geduldet oder geför­dert haben, kein Recht hesäßen, über die angebliche Diskriminierung des Judentumes zu klagen, welches sich öffentlich ^ühme, keine deut­schen Interessen mehr anzuerkennen. Der Natio­nalsozialismus wünsche entgegen dem kapitalisti­schen Nationalismus des 19. Jahrhunderts nicht eine Unterdrückung anderer Völker, lehne aber auch d i e Vergewaltigung des Deutsch­tums durch fremde Nationen ab. Die deutsche Nation fordere in ihrem Erwachen das bereits urkundlich festgelegte und feierlich verspro­chene Gleichberechtigundsrecht. Sie er­warte die Aufhebung bestimmter Artikel des Deutschland diskriminierenden Versailler Unfrie­dens, weil sie glaube, daß durch die Befriedung der deutschen Nation auch ein Zug eines allgemeinen echten Friedens durch die Welt gehen werde.

Uusliang in Nürnberg.

Noch einmal sind zur Nacht Millionenlichter auf­geflammt und brennt der deutsche GrußHeil Hitler!" m Flammenschrift von den Häuserfronten. Die Straßen sind ein unaufhörliches Auf und Ab, vom Heer der Freiheitskämpfer und Kongrcßbe- sucher, das nun nach dem letzten anftrengenben Tage ein paar Stunden der Erholung sucht. Diele von ihnen haben schon zur Heimreise ge­rüstet, und als die Besucher der Abschlußtagung in der Kongreßhalle wieder in die Stadt zvrück- kehren, sind die frischen Hitlerjungens schon wieder abgereist Auch die Amtswalter und ein Teil der SA.-Formatione haben die Heim­reise angetreten. Vor allen Bahnhöfen bietet sich ein ähnliches Bild wie bei der Ankunft. Mit klingen­dem Spiel rücken die blumengeschmückten Soldaten Adolf Hitlers wieder ab. begleitet von dem herz­lichen Äbschiedswinken der Nürnberger. Zug auf Zug rollt aus den Hallen, Winke, Heil­rufe und Tucherschwenken begleiten die Gäste, bis sie den Blicken entschwunden sind.

Hn ben Lokalen der S'adt herrscht noch Betrieb. De es möglich war, alle die hungrigen Münder unb durstigen Kehlen zufriedenzustellen, wird wohl ungeklärt bleiben. Festzustellen war jedenfalls, daß olles auch hier auf das befte floppte, d"nk der Selbstgenügsamkeit und der gewohnten D''iplin, die sich auch außerhalb des Dienstes be­währte. Es gab eine Unmenge von reizvollen 6'enen und luftigen Bildern: es gab aber auch ergreifende Momente, wenn sich alte Freiheits­kämpfer, die das Schicksal in die verschiedensten Landesteile des Reiches verschlagen hatte, urplötz- lich wiedersahen und (Erinnerungen aus den An­fängen der Bewegung austauschten. Aus aller Augen leuchtete die Dankbarkeit darüber, Auaen- und Ohrenzeugen dieser unvergeßlichen Stunden gewesen zu sein.

Kleine politische Nachrichten.

Von der Absicht, den großdeutschen Aerzte- tag im September abzuhalten, muß endgültig Abstand genommen werden. Voraussichtlich wer­ben die Vertreter der Aerzteschaft erst nach Verabschiedung der Reichsärzteord- nung, die im Reichsministerium in Vorbereitung ist, in einem der kommenden Monate einberufen werden können.

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Der preußische Ministerpräsident G ö r i n g hat den preußischen Landesbischof Müller und den Ab- miral a. D. v o n T r o t h a zu preußischen Staats» löten ernannt.

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Infolge allgemeinen Barometeranstiegs ist einer­seits die Störungstätigkeit beseitigt worden, anher- leits hat sich das westliche Hochdruckgebiet erheblich gekräftigt und über Mitteleuropa ausgebreitet. Bei absinkender Luftbewegung im Hoch wird vielfach heiteres Wetter herrschen, so daß die Temperaturen durch (Ein- und Ausstrahlung bestimmt werden und zwischen Tag und Nacht stärkere Gegensätze er­fahren. Bei der nächtlichen Abkühlung kommt es allerdings stellenweise zu Frühnebelbildung.

Aussichten für Dienstag: Nach ziemlich kalter Nacht stellenweise Frühnebel, sonst meist hei­ler, tagsüber warm, trocken.

Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der Hochdruckwetterlage.

Lufttemperaturen am 3. September, mittags 18,8 Vrad Celsius, abends 14,8 Grad: am 4. September, morgens 9 Grad. Maximum 19,6 Grad, Minimum 6,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 3. September abends 18,7 Grad am 4. Sep­tember morgens 14,2 Grad Celsius. Sonnenschein- dauer 5% Stunden.

Aus der Proviuzialhaupistadi.

Gieh.ner SA-Manner überreichen den Ebrenburgerbr.es für den Führer.

Wie wir aus Nürnberg erfahren, hat Sturm­führer Soldan, der Führer des SA.-Reserve- fturms 116, zulammen mit dem Truppführer Kurz vom SA.-Reservesturrn 116 am gestrigen Sonntag dem Adjutanten des Führers, Sturm­führer Bormann, den Ehrenbürgerbrief der Stadt Gießen anläßlich der (Ernennung des Führers und Dolkskanzlers Adolf Hitler zum Ehrenbürger unserer Stadt imDeutschen Hof" zu Nürnberg im Auftrage des Gießener Stadtrats überreicht.

Die K ckkehr der Standarte 116.

Wie uns telegraphisch aus Nürnberg mitgeteilt wird, trifft unsere SA. -Standarte 116 am morgigen Dienstagvormittag 6.30 Uhr im Gießener Bahnhof ein. Den Nürnbergfahrern der Gießener SA. wird von ihren hiesigen Kame­raden, die nicht mit zum Parteitag fahren konnten, am Bahnhof ein herzlicher kameradschaftlicher Emp­fang bereitet werden. Zu diesem Zwecke tritt r Sturmbann 2/116 morgen Dienstag,, .y 5 Uhr auf dem Landgraf-Philipp- Platz an. Von dort wird geschlossen unter Voran­tritt der Marschmusik durch die Sonnenstraße, Sei» tersroeg, Frankfurter Straße, Liebigstraße, zum Bahnhos marschiert. Nach dem (Eintreffen der Nürnberg-Fahrer empfängt die SA. feierlich die der Standarte 116 in Nürnberg verliehene Stan­darte, die in geschlossenem Zuge zum Kreisamt gebracht wird, wo die Standarte ihren Aufbewah­rungsort erhält.

Es sei besonders darauf aufmerksam gemacht, daß das Feldzeichen mit erhobener rechlerhand zu grüßen ist.

NSDAP. Gießen.

2lm heutigen Montag hält die N S. - F r a u en. schäft Gießen-Ost um 20.30 Uhr im Cafe Ebel (Burggraben) die erste Singprobe ab. Es ist unbedingte Pflicht aller stimmbegabten Mitglieder, zu dieser Probe zu erscheinen. Die Zellenabende der Zellen 1 und 2 fallen aus. Am Diersiag, 5. September, müssen sich die zur Kindergruppe angemeldeten Kinder pünktlich um 15 Uhr in der Pestalozzischule in den Eichgärten versammeln.

Am morgigen Dienstag, 5. September, 9.15 Uhr, versammeln sich sämtliche Amtswalter t>er Orts­gruppe Gießen-Aord zum Empfang der Aürnberg-Fahrer am Bahnhof. Das Erscheinen sämtlicher Amtswalter ist unbedingte Pflicht. Be­rufstätige müssen sich dazu eine Stunde Urlaub nehmen.

Zungvolk-We bemonat.

Mitgliedersperre vorübergehend aufgehoben!

ZDP. Vom 1. bis 26. September ist vorüber­gehend die Mitgliedersperre im Jung­volk aufgehoben.

Der Monat September ist eine Werde- m o n a t. Alle Veranstaltungen in diesem Monat stehen im Zeichen der Werbung. Der Mitglieder­bestand wird sich in diesem Werbemonat um über 50 v. Jn. erhöhen. Ende September werden in Oberhessen bald 15 000 Jungvolkjungen stehen.

(Es werden in allen Teilen Oberhessens große Aufmärsche und Kundgebungen ftattfinben. Es müssen in diesem Werbemonat sämtliche noch außenstehende Jungen in unsere Arbeit eingeglie­dert werden, die Eltern müssen ebenso wie Schule, Parteidienststellen und Bürgerschaft über unsere Ziele Aufklärung erhalten.

Teilnahme an den Führungen und Besichtigungen jedem freigestellt.

Die Weiterfahrt von BraunfelsOberndorf nach Saalburg durch schöne Taunustäler über Usingen ist überaus reizvoll und vermittelt schöne Natur­eindrücke. Ankunft in Saalburg 14.50 Uhr. Don hier aus bequemer und kürzester Aufstieg ('/« Stun­den) zum wiederhergestellten Römerkastell Saal­burg, Das unter sachkundiger Führung kostenlos be­sichtigt werden kann. Wer sich für das Saalburg­museum interessiert, kann es zum ermäßigten Ein­trittspreis von 10 Pf. besichtigen. Um 20.15 Uhr erfolgt die Rückfahrt vom Bahnhof Saalburg über FriedrichsdorfFriedberg nach Gießen. Ankunft 21.23 Uhr. Der Zug hält in Butzbach. Anschlüsse in Gießen nach Richtung Lang-Göns, Nidda, Grün­berg, Niederwalgern und Wetzlar.

Diese schöne Rundreise kostet nur 2 Mark für die Person. Kinder von 4 bis 10 Jahren die Hälfte.

Fahrkarten und ermäßigte Eintrittskarten zu 35 Df. für Schloß Braunfels (kl. Besichtigung) und für das Saalburgmuseum sind bei allen Fahrkarten­ausgaben und den Reisebüros in Gießen und Wetz­lar erhältlich.

Niemand versäume diese Gelegenheit, um für billiges Geld Braunfels und die Saalburg kennen­zulernen, oder erneut zu besuchen.

Taten für Montag, 4. September.

1824: der Komponist Anton Bruckner in Ansfelden in Oberösterreich geboren (gestorben 1895); 1853: der Afrikareisende und Organisator der Deutschen Schutztruppe, Major Hermann von Wißmann, in Frankfurt (Oder) geboren (gestorben 1905); 1907: der Komponist Edward Grieg auf Trelghangen bei Bergen gestorben (geboren 1843).

Bornotizen.

Tageskalender, f ü r Montag: Deut­scher Stenographenbund, Ortsgruppe Gießen, 19 Uhr, Pestalozzischule, Wernerwoll 18. Beginn des Anfänger-Lehrgangs. Lichtspielhaus, Bahnhof­straße:Brennendes Geheimnis" mit Willi Forst und Hilde Waaener.

(Eine Arbeitsfront-Kundgebung in der Dolkshalle findet am kommenden Mittwoch, 20.30 Uhr, statt. Redner ist der Derbands- leiter des Fabrikarbeiteroerbandes, Pg. Kar- wahne- Hannover. Die Dolkshalle wird um 19 Uhr geöffnet. Die Standartenkapelle 116 wird bei dieser Veranstaltung konzertieren.

Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Vom heutigen Montag ab läuft im Lichtspielhaus Bahnhofstraße ein Film der Deutschen Universal unter dem TitelBrennendes Geheimnis", der bei seiner Uraufführung in Berlin einen außerordent­lichen (Erfolg verzeichnen konnte. In den Haupt­rollen sieht man u. a. Willi Forst und Hilde W a g e n e r. Aus die heutige Anzeige sei beson­ders aufmerksam gemacht.

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** I N den wohlverdienten Ruhe st and getreten. Am 1. September ist infolge Er­reichung der Altersgrenze der langjährige Vor- sitzende der Staatlichen Betriebskrankenkasse und Leiter der Hessischen Beamtenkrankenkasse, Direk­tor Phil. Harth zu Darmstadt, in den Ruhestand getreten. Direktor Harth hat 33 Jahre lang an der Spitze der Krankenkassen gestanden. Er hat aber nicht allein die ihm anvertrauten Kassen mit großem Geschick geführt, sondern er ist weit über Hessens Grenzen hinaus als Sachverständiger auf dem Gebiete des Krankenkassenwesens bekannt. Das Vertrauen höchster Stellen hat ihn auch zum Be­auftragten des Herrn Reichsarbeitsministers für den Verband der Betriebskrankenkaffen für Süb-

westdeutschland und den Verband zur Wahrung der Interessen der Krankenkassen im Volksstaat Hessen berufen. Diesen beiden Krankenkassenverbänden wird Direktor Harth auch nach seiner Versetzung in den Ruhestand ehrenamtlich weiter vorstehen.

e* Das Bataillon rückt nach Mün­singen aus. Heute morgen um 9 Uhr verliehen die Kompanien unseres Bataillons die Kasernen, um sich zum Bahnhof zu begeben. Mit klingendem Spiel zogen die Truppen in vorzüglicher Haltung in feldmarschmäßiger Ausrüstung durch die Licher Straße, Kaiserallee, Gartenstraße, Hindenburgwall (hier schloß sich die 3. Kompanie an) durch di» Frankfurter Straße zum Bahnhof. Der Sonderzug, der das Bataillon zum Truppenübungsplatz Mün­singen bei Ulm bringt, verließ kurz nach 11 Uhr Den Bahnhof.

♦♦ Seinen schweren Verletzungen er- legen ist der vor einigen Tagen auf einem Schul­ausflug in der Nähe von Hochheim a. M. mit dem Fahrrad gestürzte Studienrat Dr. Schraub von hier. Das Andenken an den Bedauernswerten, der sich sowohl bei seinen Schülern, wie auch bei feinen Kollegen und der Bürgerschaft großer Wertschätzung erfreute, wird hier in Ehren fortleben.

** Zur Förderung der nationalen Arbeit. Don der Betriebszellenleitunb der NSBO. der Universitätskliniken wird uns mitgeteilt, daß für den Monat September von den Beamten, Aerzten, Angestellten und dem Lohnpersonal der Universitätskliniken, der Deterinär-Klinik, der Heil­stätte Settersberg, der Orthopädischen Klinik und Dem Lupusheim der Betrag von 827,25 Mark an das Finanzamt für die Spende zur Förderung der nationalen Arbeit überwiesen wurde.

** Lieferungsvergebung. Wie aus einer Bekanntmachung der Bürgermeisterei im heutigen Anzeigenteil zu ersehen ist, soll die Lieferung von Armensärgen und die Lieferung von 36 dreiteili­gen Matratzen vergeben werden. Interessenten seien besonders darauf aufmerksam gemacht.

** Zwei Kühe in bie Lahn gestürzt. Am Samstag gegen 12 Uhr ereignete sich an der Lahn/ gegenüber vom Felsen, ein seltener Unfall. Das Fuhrwerk des Landwirts W. Hahn aus Launsbach hielt unweit der Lahn. Plötzlich scheuten die vor den Wagen gespannten Kühe und fuhren so dicht an die Lahn, daß der Wagen in das Wasser stürzte und die beiden Kühe mitgerissen wurden. Der Wagen war mit Grünfutter voll beloben unb infolgebeffen sehr schwer. Da es nicht ohne weiteres möglich war, bie Kühe aus bem Wasser zu holen, würbe bie stäbtische Feuerwache in Gießen geru­fen, bie sich mit Hilfe bes erwerbslosen Heinrich D ahmet unb einiger anberer Personen um bie Rettung ber Tiere bemühte. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich sehr schwierig. Eine ber beiben Kühe war beim (Eintreffen ber Feuerwache bereits er­trunken, bie anbere wehrte sich verzweifelt gegen ben Tob im Wasser. Schließlich gelang es, nachbem Herr Dahmer bie Kuh im Wasser ausgeschirrt hatte, bas Tier bem nassen (Element lebenb zu ent­reißen.

** Der Manbolinen» unb Gitarren- vereinTtea polita" Gießen hielt bieser Tage imBayerischen Hof" eine Sitzung ab, wobei bie Gleichschaltung bes Vereins vorgenommen würbe. Nachbem der seitherige Dorstanb sein Amt niebergelegt hatte, würbe Herr H. Sonntag mit ber Leitung beauftragt. Nach einleitenden Worten unb unter Hinweis auf bas Führerprinzip in un­terem Staate übergab Herr H. Sonntag bem Pg. Herrn Karl Zimmer bie Leitung unb den Vorsitz bes Vereins. Dieser bestimmte bann seine Mit­arbeiter Herrn Willi Rinn als Stellvertreter, Herrn Rub. Richter als Kassenwart, Herrn Willi Weber als Schriftführer unb bie Herren Walter Richter unb ßubroig Ockel als Beisitzer. Herr H. Sonntag wurde weiter als Dirigent gebeten, Herr Otto Singel behielt sein Amt als Notenwart.

Im Werbemonat September sind folgende 23 e r« anftaltungen geplant und werden ourchgesührt werden:

1. bis 4. September: Reichsparteitag in Nürn­berg, an welchem von jedem Jungbann eine Fah­nenabordnung teilnimmt.

9. und 10. September: Staffellauf des Jung­volks durch Oberheffen. In drei Staffeln werden Jungvolkjungen von Friedberg durch ganz Ober­hessen nach Gießen laufen.

9. und 10. September: Aufmarsch des Iung- bannes Chatten tn Gießen. An diesem Auf- marfch nimmt auch der Stamm Rote Ritter vom Jungoann Cherusker teil.

17. September: Aufmarsch bes Jungbannes San» gobarben m Friebberg.

23. unb 24. September: Gauparteitag in Frank­furt a. M. An biefem werben etwa 3000 Jungen Oberhessens marschieren.

28. September bis 4. Oktober: Herbstübung burch ganz Oberhessen, an welcher über 5000 Jungen teilnehmen werben.

Außer biesen großen Unternehmen finben zahl­reiche Treffen ber Stämme unb Fähnleins statt.

lieber bie einzelnen Veranstaltungen werben wir laufenb berichten.

Billige Bahnfahrt nach Braunfels und der Saalburg.

Am Sonntag, 10. September, fährt von Gie­ßen, Abfahrt 8.10 Uhr, ein Verwaltungssonberzug mit 60 v. H. Fahrpreisermäßigung nach Braun­fels Dbernborf unb Saalburg. Der Sonberzug hält in Wetzlar, Abfahrt 8.29, unb trifft um 8.45 in Braunfels Obernborf em. Don hier aus 15 Minuten Wanberung nach Stabt unb Schloß Braunfels, einem ber schönsten Schlösser Deutsch- lanbs.

Bis zur Weiterfahrt bes Sonberzuaes um 13.40 Uhr verbleibt genügend Zeit zur Besichtigung bes überaus schön gelegenen Bergstäbtchens unb bes Schlosses unter tunbiger Führung. Ermäßigter Ein­tritt ins Schloß: Große Besichtigung 50 Pf., kleine Besichtigung 25 Pfennig.

Auch verbleibt Zeit für bas Mittagessen, bas jeber Teilnehmer ba einnehmen kann, wo es ihm 1 beliebt. Es besteht keinerlei Zwang; auch ist bie

Üe6erfälle auf Pfarrhäuser.

Zwei Dörfer in Starkenburg Schauplätze der Tat.Die Verbrecher erscheinen und flüchten im Auto.

D a r m ft a b t, 3. Sept. (WSN.) Der Polizei­bericht melbet: In ber Nacht zum Freitag, kurz nach 3 Uhr, weckten zwei unbekannte Män­ner ben katholischen Pfarrer Neher in Mün­ster bei Diebura mit ber Erklärung, ihn ver­haften zu müssen. Da ber Pfarrer ber Sache nicht traute unb zu verstehen gab, baß er ohne Beisein ber Ortspolizei nicht öffne, fliegen bie Täter über bas Hoftor unb versuchten gemalt- [am in bas Pfarrhaus einzubringen. Auf bie Hilferufe bes Pfarrers eilten einige Nach­barn, unter ihnen ber Forster Schlett, herbei. Die Täter ließen jetzt von ihrem Dorhaben ab unb versuchten, bie herbeigeeilten Leute einzu- schüchtern. Plötzlich fuhr unbemerkt ein unbe­leuchteter Personenkraftwagen an. Der eine Täter sprang rasch in ben Wagen, wäh- renb ber anbere mit bem Forster ins Hanbgemenge geriet. Als ber Förster mit seinem leiber unge- fabenen Jagbgewehr um sich schlug, flüchtete auch ber zweite Täter in bas bereitstehenbe Auto, bas sich rasch unb unbeleuchtet in ber Richtung Epperts­hausen entfernte.

Gegen 3.30 Uhr riefen bie ber Beschreibung nach gleichen Täter ben Pfarrer Winter in Epperts­hausen von bem Nebeneingang bes Dfarrhauses aus bem Bett. Da ber Wachhunb im Pfarrhof sehr stark anschlug, begab sich einer ber Rufer an bas gegenüberliegenbe Wohnhaus bes Kolonialwaren- hänblers Murmann. Dieser vermutete einen Unglücksfall unb begab sich baher mit feinem Unter­mieter in seinen Laben, um ben Rollaben hochzu­ziehen. Plötzlich sah er sich einem fremben Mann gegenüber, ber eine Pistole mit ber Aufforberung $) ä n b e hoch!" auf ihn richtete. Geistesgegen­wärtig feuerte Murmann eine Schreckschuß- p i ft o I e, bie er vorsichtshalber mitgenommen hatte, auf ben Unbekannten ab. Dieser flüchtete barauf um bie Hausecke unb feuerte blinblings

vier bis fünf scharfe Schüsse auf das Haus Murmann ab, ohne jedoch irgend jemand zu treffen. Nach kurzer Zeit lief er bann mit bem zweiten Täter, ber sich an ber Pfarrhausecke aus­gestellt hatte, nach einem bereitstehenben u n b e leuchteten Auto, mit bem sie unerkannt in ber Richtung Altheim bavonfuyren.

Beibe Täter sinb zirka 28 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß unb von kräftiger Gestalt. Der eine hatte längliches Gesicht, ziemlich hellblonbes Haar unb war glatt rasiert. Er trug Helles Sporthemb unb buntle Hose. Der anbere trug einen buntlen Anzug mit Breecheshose. Beibe hatten berbe ge­nagelte Stiefel an. Bei bem Auto hanbelt es sich um einen mittelgroßen, ziemlich niebrigen unb ge­schloffenen Wagen mit bem Polizeikennzeichen V 8 unb einer fünfstelligen unbekannt gebliebenen Zahl. Die eine Person ist wahrscheinlich burch einen Ge­wehrkolbenschlag bes Forsters verletzt worben.

Ein Verbrechen?

Landung einer mit schweren Steinen belasteten weiblichen Leiche.

Mainz, 2. Sept. (WSN.) Große Aufregung entstand gestern am Rheinufer in der Nähe des Fcldbergtores, wo verschiedene Angler diesem Ge­duldspiel huldigten. Plötzlich hatte sich die Angel eines der Mainzer Angler mit einem schweren Ge­genstand verfangen, der nun mit Hilfe der anderen Anwesenden ans Ufer gezogen wurde. Es war eine weibliche Leiche, der um das eine Hand­gelenk eine Aktentasche gebunden war, in ber sich große Steine im Gesamtgewicht von 2 7 Pfunb befanben. Es hanbelt sich um eine noch ziemlich junge Frau, bie, ber Kleibung nach zu schließen, ben besseren Stänben angehören Dürfte.

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