nerle t«
,Ä»Ä.’5 •^erid,Q™n b|ehp,ni W inrrmQn i ii L Qlt,9en ÜRnfLn- .^er J punklei, b° ?"d°r. bin “n die ®ro’A ®irb 3rt vor aller sm ,Jeutfd)er ’ Iertlin9en ft «ä, aller fi .(h*nben
-""-ELtz ta. Mbt
Nr. 180 Lrftes Blatt
185. Jahrgang
Aeitag, 4. August 1033
Lricheini lügllch,autz« Sonntags und Feierlag» Beilagen: Die Illustriert» Gießener Familienblätler Heimat >m Bild Die Scholl»
Monat» Sezagrpretr.
Mit 4 ‘Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustriert» . 1.80 Zustellgebühr . , -.25
Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt.
Üernsprechanschlüste unter Sammtlnummer 2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siesten.
Postscheckkonto:
Sranffurt am Blain 11686.
MtzemrAnzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
Dmd und Verlag: Vrühl'fche Universttälr-Vuch- und Steinöniderei R. Lange in Stehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7.
Annahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.
Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8. auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzoorschrist 20°, mehr.
Chefredakteur
Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein undfür denAn- zeigenteil i. D. TH.Kümmel sämtlich in Gießen.
Die Äeichsregierung gegen Beunruhigung der Wirtschaft
Die Richtlinien über die Vergebung öffentlicher Auftrage
Zunehmende Belebung der Wirtschaft.
Japan und Amerika
Llm die Vorherrschaft im Stillen Ozean.
V
L
Berlin, 3. Aug. (ÖIB.) Das Institut für Konjunkturforschung stellt in seinem Wochenbericht fest, daß sich mit der Belebung von Produktion und Umsätzen auch eine allmähliche Entspannung auf der Geldseite der wirtschaft anbahnt. Die Zahlungseinstellungen in der deutschen Volkswirtschaft sind in den letzten Blanaten auf einen T i e s st a n d gesunken, wie er feit vielen Jahren nicht mehr erreicht worden ist. Die wirtschaft ist aus dem Stadium des akuten Zusammenbruchs in ein Sta- dium eingetreten, in dem es möglich geworden ist, die notwendige Bereinigung der finanziellen Schwierigkeiten mit milderen Mitteln in Angriff zu nehmen, als bisher. Auf den Kreditmärkten fetzt sich die Entspannung nur zögernd durch, jedoch wird dieser Mangel fürs erste durch die Finanzierung der Arbeitsbeschaffung mit Hilfe des Reichs auf entscheidenden Gebieten überbrückt. Die durchgreifenden Maßnahmen, die von der Reichsregierung auf den verschiedenen Gebieten getroffen worden sind, ermöglichten der Jndustriewirtfchaft eine E r - Höhung von Produktion und Beschäftigung schon zu einem Zeitpunkt, in dem bei ungehindertem Auspendeln der depressiven Kräfte wahrscheinlich an eine Zunahme der volkswirtschaftlichen Gütererzeugung noch nicht zu denken gewesen wäre.
Washington, 3. Aug. (TU.) Das amerikanische Marineministerium hat den Bau von 37 neuen Kriegsschiffen in Auftrag gegeben. 21 Kriegsschiffe im werte von rund 130 Millionen Dollars werden von Privatwerften gebaut, während die Regierungswerften den Bau oon 16 Kriegsschiffen übernommen haben. Der Bauauftrag des Marineministeriums umfaßt zwei Flugzeug-Mutter- fchiffe, fünf Kreuzer, 24 Zerstörer, vier Unterseeboote und zwei Kanonenboote.
Amtlich wird erklärt, daß das große Flottenneubauprogramm eine unmittelbare Folge der A n - kündigung Japans fei, neue Kriegsschiffe auf Stapel zu legen.
f ■ r y-
jlotienw ! flnt
■Berlin, 3. Aug. (WTB.) Das Reichs- k a b i n e 11 hat in seiner letzten Sitzung vom 14. Juli 1933 folgende 'Richtlinien über d i e Vergebung öffentlicher Aufträge beschlossen:
Grundsätzlich haben über die Vergebung von öffentlichen Aufträgen bei Reich, Ländern und Gemeinden ausschließlich die verantwortlichen amtlichen Organe nach Maßgabe der für die Vergebung öffentlicher Aufträge geltenden behördlichen Bestimmungen zu entscheiden. Die häufig eigennützigen Motiven -entspringende Einwirkung anderer Personen und Organe darf unter keinen -Umständen geduldet werden. Dem „Kampf- Lund für den gewerblichen Mittelstand" wird Nie Einwirkung auf die Vergebung öffentlicher Aufträge von Reich, Ländern und Gemeinden untersagt.
«1,19 34-83
II.
Die Tatsache, daß in einem deutschen Betrieb ausländisches Kapital arbeitet, kann mit Rücksicht auf die wirtschaftspolitische Gesamtlage Deutschlands und auf den Umfang des in der Deutschen gewerblichen Wirtschaft angelegten ausländischen Kapitals, sowie im Hinblick auf die umfangreichen deutschen Kapitalinvestitionen im Auslande und die damit verbundene Gefahr von Olergeltungsmahnahmen keine Veranlas- fu n g geben, eine solche Firma von öffentlichen Rufträgen auszuschließen. Es besteht im Gegenteil alle Veranlassung, dafür zu sorgen, -daß das seriöse Anlage suchende ausländische Kapital das Vertrauen in die Sicherheit der deutschen Wirtschaft und die Rechtssicherheit im neuen Staat behält. Eine grundsätzliche Richtberücksichtigung deutscher Firmen mit Auslandkapital, die im übrigen deutsche Arbeiter und Angestellte beschäftigen, deutsche Maschinen benutzen usw., wurde letzten Endes auch zahlreiche Volksgenossen brotlos machen.
beitsdienstwilligen erklärt sich daraus, daß der größte Teil der dafür in Frage kommenden Arbeiten vorbereitenden Charakter hat und infolgedessen unter Meliorationen und Verkehr erfaßt wird- 3m übrigen zeigt die graphische Darstellung an der Zahl der Beschäftigten die von Monat zu Monat ansteigende Kurve des Einsatzes des Arbeitsdienstes in volkswirtschaftlich wertvollen Arbeiten.
DieWahrheit kommt zurGeltung. Englische Studenten über ihre Erfahrungen in Deutschland.
L o n d o n, 4. Aug. (WTB. Funkjpruch.) Der Führer einer Gruppe von 86 Londoner Etüden- ten, die soeben von einer „äußerst genußreichen Ferienfahrt nach Deutschland" zurückgekehrt lind, spricht in einem Brief an die „Times" t i e f ft e s Bedauern darüber aus, daß es noch immer Engländer gebe, die sich durch falsche Pressemeldungen von Bergnügungsreisen nach Deutschland abhalten ließen. Der Einsender stellt fest, daß er und seine Studenten, unter denen sich zwei Juden befanden, überall mit größter Herzlichkeit ausgenommen worden sind, und daß die Reisegesellschaft während der zwei Wochen, die sie in Berlin und Freienwalde a. d. Oder verbrachte, niemals Anlaß zur Unruhe gehabt habe. Der Brief schließt: „Engländer, die einen Ferienaufenthalt in Deutschland erwägen, dürfen sich darauf verlassen, daß sie sehr freundliche Aufnahme finden, und daß die Behörden alles tun werden, um für ihr Wohlbefinden und ihre Sicherheit zu sorgen."
Zu II.
In der deutschen Wirtschaft arbeiten — eine Tatsache, die vorläufig nicht zu ändern ist — Z. Z. noch viele Milliarden ausländischen Kapital, teils in Form verantwortlicher Beteiligungen (Aktienbesitz usw.) teils in Form von lang’ und kurzfristigem Leihkapital. Ob eine deutsche Firma mit ausländischemLeihkapital arbeitet, ist in der Regel schwer zu ermitteln, um so mehr, als die Ver- hältnisse sich hier dauernd ändern. Am leichtesten feststellbar ist die Tatsache verantwortlicher aus-- ländischer Kapitalbeteiligung durch Aktienbesitz und bergl. Gerade diese Form der Kapitalbeteiligung ist aber die volkswirtschaftlich er- träglidjere, weil der ausländische Aktionär in ganz besonderem Maße mit der deutschen Wirtschaft schicksalsverbunden ist: In Notzeiten bekommt er keine Dividende und muß sich darüber hinaus auch mit Kapitalverlusten (Zusammenlegung des Aktienkapitals usw.) abfinden, während an die ausländischen Darlehensgeber in der Regel ohne Rücksicht auf die Lage des Schuldners die Zinsen usw. zu leisten sind. Ferner muß im Auge behalten werden, daß auch nicht unerhebliche deutsche Kapitalien im Auslande angelegt sind. Man denke nur an die sehr wertvollen Investitionen der Seeschiffahrt und die zahlreichen deutschen Tochtergesellschaften im Auslande. Es liegt im Interesse der deutschen Volksgemeinfcbaft zu Vergeltungsmaßnahmen des Auslandes keinen Anlaß zu geben.
Zu III.
3m 3ntereffc der unbedingt erforderlichen Stabilisierung der Wirtschaftsver- hältnisse muh sichergestellt werden, daß die Befolgung des selbstverständlichen Grundsatzes der Bevorzugung deutsch stämmiger Firmen bei gleichwertigen Angeboten nicht dazu führt, daß die Beschaffungsstellen durch
,164 5,95 2,4?
1,04?
>9,58
10,13
62,34 71-93
13,94 0,928
3,147
58,56 22,13 16-43 81,94 34,96 81,62 0,859 0,2»4 5,195 12.69
Die (Japaner, denen schon verschiedene 3rr- tümer über ihre weltpolitische Bedeutung unterlaufen sind, halten den Augenblick für gegeben, um im Stillen O^ean Flottenmanöver durchzuführen, die angesichts der dabei beteiligten Streitkräfte unzweifelhaft als m a ch t p o l i - tische D em onst rat i on -gegenüber Einmischungsversuchen der Amerikaner im ost- asiatischen Raume bezeichnet werden müssen. Richt weniger als 1 5 0 Kriegsschiffe und zahlreiche Flugzeuggeschwader nehmen daran teil. Aber nicht nur die Anzahl der Schiffe, auch die Dauer der Manöver unterstreicht ihre wesentlich politische Bedeutung, denn sie
Die Berechtigung zu einer besonderen B e - rücksichtigung ortsansässiger Unternehmer kann nur ' insoweit anerkannt werden, ais sie sich im Rahmen der Bestimmungen der Ver- b-ngungsortmung für Bauleistungen (Teil A §26, 3) bewegt. Hiernach sollen bei annähernd gleich- wert', aen Angeboten im allgemeinen ein- hieimische Angebote vor auswärtigen d-evorzugt werden, sowie unter einheimischen jsne, die am Ort der Leistung, oder in dessen Nähe dm Auftrag im eigenen Betrieb aus- fit) r e ,n und hauptsächlich ortsansässige Arbeiter beschäftigen. Dagegen würde ein gründ süßlicher Ausschluß auswärtiger Bieter, oder aber ihre Nichtberücksichtigung tMtz offensichtlich günstiger Angebote gesamtwirtschaftlich äußer st ungünstige Wirkungen h.cben. Regionale Abgrenzungen, die die Einheitlichkeit des deutschen Wirtschaftsgebietes aufheben.
das eine reibungslose Durchführung der gewaltigen Veranstaltung garantiert.
Um 18 Uhr empfing der Reichskanzler den Staats- fefretär des Reichswirtschaftsministeriums Dr. F e - der zur Besprechung aktueller Wirtschaftsfragen.
fieber 250000 Arbeitsdienst- freiwillige.
Berlin, 3. Aug. (WTB.l 252 357 Arbeitswillige führten am 30 3uni in Deutschland Schaufel und Hacke. Angeseht waren sie in 4717 verschiedenen Maßnahmen, die bis auf einen ganz geringen Prozentsatz von geschlossenen Lagern durchgcführt werden. Die graphische Darstellung zeigt, wie sich die Beschäftigten auf die verschiedenen Arbeitsarten verteilen. Der ständig wachsende Einsatz des Arbeitsdienstes auf. dem Gebiete der Kultivierungsarbeiten und Meliorationen erfordert die größte Zahl von Beschäftigten. Den Verkehr erschließenden Arbeitsaufgaben mit ihrem Kleinwegebau und Dorbereitungsarbeiten für die Anlage von Straßen steht die zweitgrößte Zahl von Beschäftigten zur Verfügung. An dritter Stelle folgt das Aufgabengebiet der Forstwirtschaft, dann die Siedlung. Die niedrige Zahl der bei Siedlungsarbeiten angesehten Ar-
I
Ü
Es geht aufwärts!
47,05 12.44
3,053 169,92 70,2 62,46 72.0?
3,98 0,93 3,153. ä,68 22-1.1 16,4 81,40 35.0*.
81J8 0,861 0,24 5,20 12,”
'M
58,48
61,
13,88
16.«
169.2
, ,9-
69-81
III.
Was die Behandlung der Firmen anlangt, deren Inhaber oder an der Geschäftsführung maßgebend beteiligte Personen nicht arischer Abstammung sind, so ist an sich nach dem Grundsatz z u verfahren, daß bei gleichwertigen A n - geboten deutsch ft ämmige Firmen z u bevorzugen sind. Es wird in das pflichtgemäße Srmcffen der amtlichen Vergebungsstellen gelegt, hier die unter den jeweils gegebenen Verhältnissen sachlich richtige Entscheidung zu treffen, wobei unter bcn zur Zeit noch bestehenden wirtschaftlichen fBer« friltniffen die Rücksicht auf die Lösung des im Vor- l» ergründ aller Ueberlegungen stehenden SIrbeits« .'Hofenproblems allen anderen Ueberlegungen worangehen muß. Es wird als selbstverständlich vorausgesetzt, daß jede an öffentlichen Aufträgen beteiligte Firma und ihre Inhaber in ihrer Tätigkeit dm grundlegenden Forderungen der brutschen Staats- und Wirtschaftspolitik in v o l - 4 l fm Umfange Rechnung tragen müssen.
Im übrigen sollen die Beschaffungsstellen sich jeder Schnüffelei enthalten; es muß unter allen Umständen vermieden werden, daß sie o ine besonderen Anlaß etwa in jedem Einzelfalle weitläufige Untersuchungen nach der Ariereigenschaft dcr etwa in Frage kommenden Personen anstellen iLiib — namentlich bei Aktiengesellschaften und Unternehmungen ähnlicher Rechtsform fast undurchführbare — Untersuchungen vornehmen, die vielfach z» willkürlichen Veränderungen in der Organisation einzelner Betriebe und damit u. U. zu einer Ge- söhrdung der Existenz der in dem Werk beschäftigten Arbeitnehmer führen können. Ausschlaggebend inuß für die wirtschaftliche Betrachtung des Einzel- solles sein, ob die betreffende Firma deutsches Le r s o n a l (Arbeiter, Angestellte usw ) beschäftigt, deutsche Maschinen verwendet usw. und so eäner beachtlichen Zahl deutscher Volksge- ilo f f e n Arbeit und Brot gibt.
IV.
dürfen bei Vergebung von Aufträgen durch öffent- li he Körperschaften keinesfalls Platz greifen. Es ist oö'lmehr notwendig, einer derartigen Entwicklung rechtzeitig entgegenzutreten.
Erläuterungen
t»es Reichswirtschastsministers
Der Reichswirtschafts mini st er hat in einem Rundschreiben vom 19.Juli 1933 diese Richt-
liniert sämtlichen Landesregierungen zur Kenntnis gebracht mit der Bitte, die Befolgung derselben bei allen in Frage kommenden Beschaffungsstellen s i ch e t z u st e l l e n. Nachdem der Reichswirtschaftsminister noch besonders darauf hingewiesen hat, daß für die Ausgestaltung der Richtlinien in er st er Linie der Gesichtspunkt der Arbeitsbeschaffung, hinter dem im gegenwärtigen Zeitpunkt alle sonstigen Ueberlegungen zurücktreten müßten, entscheidend gewesen fei, führt er zu den einzelnen Ziffern der Richtlinien noch folgendes aus:
Zu I.
3n letzter Zeit haben zahlreiche Behörden, z. T. veranlaßt durch außerhalb ihres Geschäftsbereichs stehende nichtamtliche Stellen, neue Richtlinien über die Auswahl der zur Angebotsabgabe bei öffentlichen Vergebungen zugelasfenen Firmen ausgestellt. Dienstanweisungen und Richtlinien der vorbezeichneten Art führen, zumal wenn die einzelnen Vergebungsstellen jeweils gesondert abweichende Maßnahmen ergreifen, zu einem E h a o s auf dem Gebiet des Vergebungswesens und zu einer schwerenSchädigung der Staatsautorität und der Wirtschaft. Die Aufstellung von Richtlinien und die Durchführung der Vergebungen ist ausschließlich Sache der dafür zuständigen, in ihrer dienstlichen Verantwortung nur ihren amtlichen Vorgesetzten verantwortlichen Stellen. Aus diesem Grunde ist es auch ausgeschlossen, etwa die Auswertung der Angebote bei den Vergebungsstellen durch nichtamtliche Stellen oder Organe irgendwelcher Art vornehmen zu lassen. Sofern die Vergebungsstellen bei der Prüfung der Angebote der Mitwirkung von Sachverständigen im Ein- zelsall bedürfen, haben sie hierbei nach den Vorschriften der Verdingungsordnung zu verfahren.
Empfänge uni) -öeipredjungen beim Reichskanzler
Berchtesgaden, 3. August. (WTB.) Reichskanzler Adolf Hitler, der zu vorübergehendem Aufenthalt auf dem Oberjalzberg bei Berchtesgaden eingetroffen ist, hatte gestern eine Besprechung mit dem Staatssekretär der Reichskanzlei Dr. Cammers und Staatssekretär Dr. Funk vom Reichs- propaganbaminifterium. Außerdem empfing der Kanzler gestern den amerikanischen Industriellen Mr. B e h n und den Vizepräsidenten der City Company of New Port Mr. Henry Mann.
Heute nachmittag zwischen 12 und 13 Uhr hatte der Reichskanzler im Beisein des Staatssekretärs Dr. Lammers eine Besprechung mit dem südafrikanischen Minister für Eisenbahnen und Landesverteidigung P i r o w und dem Generalkonsul Brehmer. An dieser Besprechung nahm auch der Vertreter der bremischen Regierung bei der Reichsregierung Burandt teil.
Um 16 Uhr fand eine Besprechung des Reichskanzlers mit dem Leiter der Politischen Organisation der NSDAP. Dr. Ley und dem Reichsjugendführer v. S ch i r a ch über den Reichsparteitag in Nürnberg statt. Dr. L e n legte die vom Führer entworie- nen Pläne über die im Ausbau begriffenen Anlagen und Aufmarschräume in Nürnberg vor. Die Aufmarscharena im LRitpoldhain wird danach mit ihrem Fassungsvermögen von rund 400 000 Menschen zur größten Arena der Welt gestaltet. Außerdem wurde das Programm des Reichsparteitages besprochen.
begannen am vergangenen Montag und werden bis zum 25. August, also f a ft vier Wochen lang andauern. Gleichzeitig werden Rachrichten über die Daupläne der japanischen Marineleitunz bekannt. Cs zeiat sich, daß die 3 a p a n e r ihre Flotte bis an die vertragliche Höchstgrenze ausbauen wollen: vier Kreuzer sollen modernisiert und in den nächsten drei Jahren zwei weitere Reubauten, zwei Flugzeugmutterschiffe, eine Anzahl von Llntersee- booten und Zerstörern und zahlreiche neue Wasserflugzeuge gebaut werden. 3m nächsten 3ahre wird 3apan 760 Millionen QJen für seine Flotte ausgeben, also fast 200 Millionen Den mehr alS im laufenden Etatsjahr.
Das alles ist in diesem 3<rhre, das ja bekanntlich die Entscheidung über das Schicksal der Abrüstungskonferenz bringen wird, außerordentlich interessant. Zwar ist 3apan aus dem internationalen 3nftitut zur Erhaltung von Kriegsmöglichkeiten, nämlich dem Völkerbund, ausgetreten, und es treibt Machtpolitik auf eigene Faust. Aber dennoch könnte 3apan sich keinem internationalen Abrüstungsabkommen auf die Dauer widersetzen. Es muß also seine gan$ besonderen Gründe haben, die es zu seinem Vorgehen veranlassen. Sie sind an sich nicht weit zu suchen. Vor kurzem ging durch die ostasiatische Presse eine Rachricht, die freilich sofort dementiert wurde, wonach die Amerikaner die Anlage einer Flottenstation an der süd-
Ä'X* 1 ® beÄ D°-He hielt 3 M 3m allgemeinen: £ Äher’al* lein pflegt.
m r 11 waren Teubefih gul gaben 01 Prozent nach. Ar.
1 W(ctten lich um 0,1» Vlahlverein-Dvnds lagen notierten: Aenbe|ihanleihe r 77,50 bis 77,60, 6prvz. Z; chsbahnvoijugsaktien SS fO li m mH. Kupon 5,20, Reich: 5, Gelsenkirchen 61,50, Harr- mann 62,50, Aheinstahl 8 21,1 Aekula 110,1, Conti Gr 3 Kraft 97. M-Farben 133 n 50,75, Metallgele lischst t hapag 14,1, Avrdd. Lloyd
lemarft in Putzbach.
3. August. Aus dem beud r k t waren 323 Ferkel aufge- : vollzog sich sehr fielt, du L Für Ferkel bis zu 6 Ws<K- 5.50 Mark, für 6 bis 8 Noch-: 17.50 Mark und für Ferkel a: Wochen 17.50 bis 23 Marl
........,, tfl
Einleitung peinlicher LInterfuchungen nach dem deutschstämmigen Charakter einer Firma in jedem Einzclfall und ohne besonderen Anlaß die Wirtschaft in ständig neueVeunruhi- gungen versehen, die letzten Endes aus Kosten der von der Reichsregierung an die Spitze ihres Programms gestellten Arbeitsbeschaffung geht. Wenn, wie mir mitgeteilt worden ist, z. B. der Rachweis verlangt wird, daß in den bisherigen Generalversammlungen einer Aktiengesellschaft die Vertretung der Aktienmehrheit stets in christlichen Händen gewesen sei, und weiter die Ergänzung dieser Erklärung durch einen Rachweis der Aricreigcnschaft der Großeltern zweier Aufsichtsratsmitglieder gefordert vgird, so dient ein derartiges Vorgehen nicht den vordringlichen Ausgaben der Arbeitsbeschaffung.
Zu IV.
Bereits in früheren Rundschreiben habe ich darauf hingewiesen, daß bei der Vergebung öffentlicher Aufträge die Errichtung innerdeutscher Wirtschastsgrenzen, welche die Einheitlichkeit des deutschen Wirtschaftsgebietes aufheben, vermieden werden muß. Es ist daher untragbar, wenn z. B- in dem Merkblatt einer Großstadt der Grundsatz ausgestellt wird, daß bei den Lieferungen für die Stadt auswärtige Bewerber nur dann berücksichtigt werden dürfen, wenn ein besonderes 3ntcreffe dieser Stadt vorliege. Die Wirtschaftskrise und das Wohl der Volksgemeinschaft machen es erforderlich, den Grundsatz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" nicht an d i e Grenzen und 3 n t e r e f f e n einzelner Städte oder Länder zu binden. Cs würde zu schweren Schädigungen der Gesamtwirtschaft führen, wenn jede Stadt und jedes Land den Grundsatz vertreten würde, daß künftig ihr öffenllicher Bedarf nur von Firmen ihrer Stadt oder Ihres Landes gedeckt werden dürfe, und die übrigen Teile des Reiches, die auf die gegenseitige wirtschaftliche Befruchtung durch die öffentlichen Aufträge von Reich, Ländern und Gemeinden geradezu angewiesen sind, dabei ihrem Schicksal und ihrer wirtschaftlichen Rot überlassen würden.
lolt ruft? be*n Inn fr ® iebeman-
MgM
innen
tle regelmäßigen Lieferum: Merlen Dispositionen au, len» ah zum ^nlanbmarfte hat fo- ch der Errichtung der 3num rvorlgemeinjchaft noch nid) ju1 Inzwischen haben die interna ian. le eine Umstellung ihrer Preist isjz vorgenommen, doch uven e vor starke Zurückhaltung, d° ,en der Verbände gröbere Vo worden sind. Für du
um Erportmarn oik Dollarkurses und die dadurch wde ßonfurren; der amerikanisch
Liscnindvslrie
SS
Ä "nicht so angezoge-i, ^'LLrt'ung zu [ed)^itf’a’t'&t fr icn Ware eine gtj ifnneifDermä5-
6> 47,20 12.42
3.04? 169.83 69.98 62.19
1.83 13,91 0,928 3-04 58,64 22.1' 16.H 81-31 34-96 81,6? 0,839 0,244 5.19 12.6?
0$)
tfl ‘BerVin
l.augul* _


