Ausgabe 
4.5.1933 Erstes Blatt
 
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Hessische Gchulpersonalien.

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Aus aller Welt

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tusministerium weiter verfügt, daß zu Beginn deS neuen Llnterrichtsjahres in sämtlichen Schulen die Schüler indieBedeutungund Größe des h i st o r i s ch e n Geschehens der national­sozialistischen Revolution einzuführen sind. Lin- abhängig von allem sonstigen Stoff und Lehrplä­nen ist in den ersten vier bis fünf Wochen das Stoffgebiet, das die Jahre 1918bisl933 urn. faßt, zu behandeln. Das übrige lehrplanmähige Pensum in den erwähnten Fächern wird, sprechend gekürzt, auf die übrigen Monate Jahres verteilt.

Zwischen Connerie und Le Mans wurde eine Probefahrt mit einem neuen, von Bugatti herge- stellten Schienenauto unternommen. Dabei soll eine Stundengeschwindigkeit von 17 1 Kilometer erreicht worden und die Ge-

Oer Aktions-Ausschuß zum Schutz der deutschen Arbeit

Von links nach rechts: Brinkmann (Leiter der Kassen), B i a l l a s (Presse und Propaganda), P e p. Per. h*r den Afa-Bund), Reichstagsabg. Schmeer (stellvertretender Leiter des Komitees),

Karl Muller (Kommissar für die wirtschaftlichen Unternehmungen des ADGB. und der Arbeiterbank) Präsident des Preußischen Staatsrats Dr. L e y (Leiter des Komitees), Reichstagsabg. Schuhmann (Kommissar für den ADGB.), Muchow (Kommissar für die gesamte Organisation).

^nilÄ^ weniger Minuten konnte der schwind^gkeit'^beV «f ^£0X5 Üomabadi die von hen medersturzenden verkehrenden deutschen Schienenzepps von 160 Kilo-

Eine Erklärung der evangelischen Pfarrervereine.

Kassel, 3. Mai. (CRB.) Der in Kassel zu­sammengetretene Vorstand des Verbandes der deutschen evangelischen Pfarrer- v. er er ne hat zur Lage in Volk und Kirche mit einer Erklärung Stellung genommen, in der es P-ar- veißt: 1 m bewußten freudigen QI n -

IU n Bewegung der natio­nalen Erneuerung werden wir auch dem neuen Reiche in Treue dienen. Der vjulammenfchluh der deutschen evangelischen Lan- oeskirchen steht auf dem Programm unseres Ver- vandes seit seiner Gründung im Jahre 1892. Wir begrüßen daher die jetzt mit neuer Kraft auftre- renöen kirchlichen Einigungsbestrebungen. Be- kenntmsstand, Freiheit und Eigenart der Kirchen gewahrt werden. - Der Vorsitzende, ?r- Schäfer (Remscheid!), wurde be- vollmachtigt, nut den Kirchen, Reichs- und Sri« n£?enß der im Verbände zusarnmen- geschlvssenen Pfarrerschaft Verhandlungen zu führen und Erklärungen abzugeben. 6

Wohnungen stand das Wasser bald meterhoch, grauen und Kinder mußten herausgetragen wer­den. Eine Scheuer wurde in wenigen Minuten weggerissen. Nach Einbruch des wütenden Elements in den Garten des früheren Zisterzienser-Klosters, der Grabstätte des Götz von Berlichingen, bahnte es sich seinen Weg durch die Kirche und die Gänge des Seminars. Pferde und Kühe standen bis zum Hals hilflos im Wasser, Schweine und Hühner ertranken. Acker- und Hausgeräte wurden von den Fluten mitgerissen. Erst nach zwei Stun­den war die größte Gefahr beseitigt.

Mcr°SchlcPPM Mlonabschuh uslo Mn. Dahms ' jd) bekannlgcgcbei

Gießener 1 1 »Gießen, 4.M «n ©orfjenmarft: . < tis 1,25 Mk, Landb glatte 20 bis 2o Pf, traut b. 10 bis kn 10 bis 15, rote N' tis 65, Unter-Kohlr bis 1,00 Mk, Tome Meerrettich 30 bis Habarber 12 bis ' 35, Dörrobst 35 ta höhne 70 bis 90, 6 bas Stück 40 bis loh! .30 bis 60, Sah (0, Ober-Kohlrabi 1 Scftid) bas Bund 1 tis 30, Radieschen löffeln der Zentner

- Tageskale | Nationalsozialistische

Uhr, Cast Leib, Lers tholomäus über Eewerkfchasten und für die deutsche 2(rbi von 1861: Toelhefch senger-Lehrgangs. - .Helgas Fall und 21 Leltersweg:Tom rei Pause".

"Finanzamt­rat Lehrend vom wurde als Lorsteher Pars,eher de; Fing Tr. Frohnhöuse an das Finanzamt S,

** Ausgleich am 1. Mai. Der hat ongeordnet, da den in § 105e d ten Gewerben, ins P«», die am 1. M otoeit nicht Aushi b" 3«t bis zum .o^'heit ohne Kürz

Zahlung der Vermögenssteuer am 45. Mai.

Vom Reichsfinanzministerium wird darauf Mn» gewiesen, daß am 15. Mai auf Grund der Berard- "UNg des Reichspräsidenten vom 18. März der flleidje Betrag an Vermögenssteuer zu entrichten ist, den der Steuerpflichtige am 15. Februar zu zah- len hatte. Entsprechendes gilt für die späteren, im Rechnungsjahr 1933 fällig werdenden Teilbeträge an Vermögenssteuer vom 15. August, 15. Novem­ber 1933 und 15. Februar 1934.

Oas Wahlrecht zu den LandwirtschastSkammern.

WTB. Die Vorschriften, die das Wahlrecht zu den Landwirtschostskammern (Bauernkammern) da­von abhängig machen, daß über das Grundstück des Landwirts das Zwangsverwaltungsverfahren oder das Zwangsoersteigerungsverfahren nicht eröffnet ift, wirken bei der jetzigen landwirtschaftlichen Kri­sis, in der die allgemeine Notlage eine große Zahl von Zwangsverwaltungs- und Zwangsversteige- rungsverfahren herbeigeführt hat, als besondere Harte. Ein auf Antrag des Reichsministers für Er- natjrung und Landwirtschaft erlassenes Gesetz be- stimmt daher daß das Wahlrecht zur öffentlich- rechtlichen landwirtschaftlichen Berufsvertretung da- durch nicht ausgeschlossen wird, daß ein sonst wahl- bere^tIfltcr Canöroirt mit Kammerbeiträgen im Rückstand ist, oder daß über fein Grundstück das Zwangsverwaltungs- oder das Zwangsversteige- rungsverfahren eröffnet ist. Die Geltungsdauer der Bestimmung ift bis Ende 1934 befristet.

Großflugtag in Gießen.

Maitrank.

Kein anderer Monat hat so sein spezielles Getränk gesunden wie der Mai, woran auch die Tatsache nichts andern kann, daß schon der April im Zei­chen der Waldmeisterbowle steht. In neuester Zeit welche sich durch eine enorm gesteigerte Gärtner' fünft auszeichnet, gibt es schon im Februar künstlich gezogene Maikräuter: Kenner behaupten aber daß erst mit dem beginnenden Frühling die Maibowle mundet. Noch sind Buchen und Eichen nicht dicht belaubt, so daß die Sonne hindurchschimmert auf öen Waldboden, der sich dann mit dem feingewürz­ten Kraut bedeckt, das der deutschesten Bowle die I *5 g'.bt- seinen Namen gab, oft sogar die englische l Bezeichnung Bowle echt deutschMaitrank" be- |ennt Die Zeit des Maitranks ist kurz bemessen, denn nur das Kraut kommt in Betracht. Sobald es blüht verlieren die Blätter so viel von ihrem Aroma, daß sie den Wein nicht mehr würzen. ißeir JDlaitr>anF roar schon um die Mitte des ld. Jahnhunderts bekannt und auch als Heilmittel empfohlen. Damals nannte man das Waldrneister- rraut (Aspernlaovarata)Herzfreude", und der Arzt in feinem Wörterbuch (1539), daß der Wem, in den dies Kräutlein gelegt sei, das Herz erfreue und die kranke Leber heile. ~ .Jahrhundert war der Maitrank vorzüglich am Rhein und in Holland verbreitet, im 18. J'ahr- bunöert oertrat er, zum Schluß der Festtafel ge­reicht, die Stelle des Champagners. Allerdings war es in dieser Zeit nicht immer der Waldmeister allein der dem Wem sein Aroma leihen mußte, man ver- As.chte es gern mit anderen duftenden Kräutern und Blattern. Das gab natürlich ein Getränk, das eher emer Medizin als einer Bowle glich. Erst nach und nach kam man dahinter, daß es weniger der scharf hXUrnrl b^ Spruch auf Wohlgeschmack habe als gerade das liebliche Aroma des bescheide­nen Waldmeisters allein. Und damit war dem Mai- a? *nc hervorragende Stelle in Deutschland ein- den Ed QU5 bCr Cr ni4t fo leicht verdrängt wer- ist bekanntlich eine Kunst, eine gute, wobl- n$^|CfSnbC Unö ^sonders eine bekömmliche Bowle anjufejen, ganz besondere Kunst und Aufmerksam­en Vx bcr .Waldmeisterbowle zuzuwen- ben l-s ift noch heute eine weitverbreitete Meinuna Ä3Ul SxtoTO^er billigste Wein recht sei und daß Wer° vvn"die^m^ bex ^.'Ngeschmack verdecken" äSer von diesem Standpunkte ausgeht, wird aller­dings niemals eine trinkbare Bowle zustande brim u,nb bas Kräuter-Aroma sind '^pvptsachen der Bowle, aber der Zncker inir Ln W-in bod; nlch. ..fü6n,adJen-,fon"ernrl?rri,ilekite Saure de^ Weines dampfen, und das Aroma des Lautes (oder der Frucht, bei einer Erdbeerbowle ufro.) soll deutlich erkennbar sein, aber den Wein?

Rücklrittsgesuch Geheimrat Habers

des Kaiser-Wilhelm-Jnftituts u;^ Phtzsikalische Chemie und Elektrochemie und *¥,% tannte Robelpreisträger, Geheimrat Prof. Dr. AM Haber, hat den preußischen «ultusmini- t^Türkii gebeten, seinen Rücktritt mizunehmen. Serie i X die Gründe dieses Schrittes ist noch nichts Stellungnahme des Ministers za «Z4?LRum»r"rktrittsgesiich liegt noch nicht vor.

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Sius Bad Kreuznach wird gemeldet, daß über dem Nahegebiet um die gleiche Zeit ein schwe­rer W o lkenbruch niederging, von dem beson­ders die Orte zwischen Langenlonsheim und Idar betroffen wurden.

Probefahrt eines französischenSchienenzepp"

Einer Pressenachricht aus Darmstadt zufolge wurde Oberstudiendirektor Dr. Keller, der frü­here hessische Landtagsabgeordnete der Deutschen Volkspartei, von Büdingen als Studienrat nach Darmstadt versetzt. Amtlich werden weiter folgende Personalien mitgeteilt: Ernannt wurden der Stu­dienrat an der Oberrealschule in Worms Dr. 5)er» mann Heiland zum Oberstudiendirektor an dem Wolfgang-Ernst-Gymnasium in Büdingen, der Stu- bienrat an dem Ludwig-Georgs-Gymnafmm in Darmstadt, Dr. Wilhelm Malz an, zum Ober- studiendirektor an der Auaustinerschule (Gymnasium und Oberrealschule) in Friedberg, der überplan- mäßige Studienrat an der Augustinerschule in Friedberg, Dr. Ernst Ratz, zum Oberstudiendirek- tor an der Oberrealschule in Worms, der Ober« studiendirektor an der Schillerschule (Lyzeum und Frauenschule) in Friedberg, Wilh. Philipps unter Belassung der-AmtsbezeichnungOberstudien, direktor" mit Wirkung vom 1. Mai 1933 an zum Studienrat an dieser Schule.

Mit der kommissarischen Wahrnehmung der Dienstgeschäfte eines Rektors wurde beauftragt: her Lehrer Jakob 11 f i n g e r zu Alsfeld, an der Volks- schule daselbst.

In den Ruhestand versetzt wurde der Oberstudien, direktor an der Ernst-Ludwig-Schule (Reformreal­gymnasium) zu Bad-Nauheim, Dr. Hermann M 0 lz auf fein Nachsuchen mit Wirkung vorn 1. Mai 1933 an.

Plätze für Arbeitsdienst-Freiwillige offen.

Wie man uns mitteilt, stellt die Abteilung Nr. 20 der Gaugruppe der NSDAP, für Arbeitsdienst Hessen-Nassau-Süd in Kröffelbach (Wetzlar-Land), Bahnstation Kraft­olms, noch Freiwillige im Alter von 16 bis 25 Jahren ein. Zum Eintrit erforderlich sind eine Ge- undheitsbescheinigung, die vom zuständigen Arzt des betreffenden Arbeitsamts am Wohnsitz kostenlos ausgestellt wird, ferner eine polizeiliche Abmeldung und ein polizeiliches Führungszeugnis. Die Frei­willigen erhalten bei freier Unterkunft, Verpflegung und Bekleidung ein Taschengeld von täglich 30 Pf. Evt. Rückfragen sind unter Beifügung von Rückporto an die Abteilung 20 in Kröffelbach zu richten.

Ein ernstes Wort gegen die Hamsterei von Margarine.

WTB. meldet: In letzter Zeit wird beobachtet, daß an manchen Stellen Gastwirtschaften und auch der wirtschaftlich besser gestellte Teil der Bevolke- rung im Hinblick auf die erfolgte Kontingentierung in größeren Mengen Margarine aufkaufen. Dies ist nicht nur ein Versuch, der Hilfsaktion für den not- leidenden deutschen Bauer entgegenzuwirken, son- dem vor allen Dingen sollten solche Käufer be- denken, wie viele Millionen deutscher Volksgenossen wegen ihres vollständigen wirtschaftlichen Zusam- menbruchs gar nicht in der Lage sind, in aus- reichendem Maße die hochwertigen deutschen Fette und insbesondere deutsche Butter zu kaufen. Diesen Bevölkerungskreisen bleibt somit keine Wahl zwi- schen den nahrhafteren Fetterzeugnissen der deutschen Landwirtschaft und Margarine. Wer derartige Auf- kaufe für Margarine tätigt, bringt deshalb gerade die ärmsten Beoolkerungsschichten in die Gefahr einer ungenügenden Fettversorgung.

geschmack nicht übertreffen. Daraus folgt, daß man wohl einen leichten, stets aber einen guten und namentlich reinen Wein nehmen, daß man die Zuckermenge gut regulieren und die Frucht- oder Kräuterbeigabe sorglich einteilen muß. Ob man Rheinwein, Rotwein oder Apfelwein und Selters­wasser der Bowle zusetzen will, liegt im persönlichen Geschmack.

Was nun das Verhältnis der Zuckermenge zum Wein betrifft, so ist bas schwer festzustellen, hier muß der Geschmack entscheiden. Ebensowenig läßt sich die Menge des Waldmeisters genau bestimmen, da es auch auf die Frische des Krautes ankommt: das meiste Aroma entwickelt das Waldmeisterkraut erst, wenn es leicht angewelkt ist. Zu warnen ist vor dem zu langen Ziehen des Krautes im Wein, denn dabei losen sich außer dem fein-aromatischen -staff, dembumain", andere, und zwar bittere Stoffe, die den Geschmack beeinträchtigen. Zu einer guten Bowle gehört auch die richtige Temperatur, die von höchster Wichtigkeit für den Genuß ift; nie unangenehm kalt, aber doch kühl, etwa in kleinge- schlagenes Eis gestellt, mundet sie am besten. Die Zunge ist der beste Gradmesser. Der zu gewürzige Trank hat oft Kopfschmerzen im Gefolge, deshalb Hute man sich, zu viel Kraut zu nehmen, es zu lange sieben zu lassen, aber auch ganz besonders zu viel Maitrank zu trinken. '

Selbstverständlich ist es auch ein deutscher Dichter gewesen, der den Waldmeister besang: Otto Ro- 3- e * t e inWaldmeisters Brautsahrt", einem Wem-, Wem- und Wandermärchen, dem sich nach 25 JahrenWaldmeisters Silberhochzeit" anschloß. Und bei fröhlichem Gläserklang, bei Maitrank und Lenzeslust schallt aus froher jugendlicher Brust das srisch-frvhliche Lied aus jenem Märchen-

Fröhliche roeiI ba5 Leben noch mait -"vch ist die schöne, die wonnige Zeit Noch sind die Tage der Rosen!" Or.

Die Schule im nationalen Staat. .Der hessische Minister für Kultus und Bil° duugswesen hat an die Direktionen und Leiter der höheren Schulen und der getvcrblichen iln- terrichtsanstalten und die Kreis- und Stadtfchul- folgende Verfügung erlassen:Um der TO«!!! Schrif? als völkischem Wahrzeichen und wertvollem Volks- gut wieder die verdiente Bedeutung zu gewäh- rech ordne ich an: 1. Der Schreibunterricht be­ginnt mit der Deutschen Schrift. 2. Deutsche Wör- ter werden auf allen Stufen von Lehrern und Schulern nur deutsch geschrieben. 3. Zur Ein- uvung der lateinischen Schrift dienen nur fremde TW!iaELr,»" Fremdsprachen, in

Volksschulen ausländische Namen von Orten. Flüs­sen und dergleichen). 0 1

sehnlich wie in Bayern hat das hessische Kul-

Kleine politische Nachrichten.

SPD.-Presse in Hessen f!irD£»bOtC^ ?rtrjcn £.a$öem am Dienstag schon e?n 1 $Cn Volksfreund" in Darmstadt

ein Verbot ergangen war. Am Mittwoch früh wurde durch eine Abteilung der SA. die Drucke- JDfdxa/öc^ofratifcben "Mainzer Volks- Se; ung beseht Das Blatt wird ebenso wie das fcSL fe/rtl1 Abendblatt" und die übrigen sozial­demokratischen Zeitungen in Hessen bis auf wei­teres nicht mehr erscheinen.

."Tägliche Rundschau" ist bis xum 31-Mai verboten worden. 3

Der preußische Innenminister hat die Regierungs- prastdenten Bergmann, Düsseldorf, und von S y b e l, Koblenz beurlaubt.

Kunst und Wissenschaft.

Deutschland und Polen.

. Den Besprechungen des Reichskanzlers und des Relchsaußenministers mit dem polnischen Ge­sandten in Berlin kommt eine ungewöhnliche I außenpolitische Bedeutung zu. Bekanntlich hatte ini Zusammenhang mit der antideutschen Greuel- I Propaganda Anfang April in Polen eine

° n . 9 e 9 e n alles Deutsche ein» gefetjt, die m den westlichen Grenzgebieten I sch were Ausschreitungen gegen diel deutsche Minderheit und wiederholte Be- I lastigungen deutscher Konsulate zur Folge hatten. Eine geschickte Propaganda geschäftlicher In­teressenten^ hatte es verstanden, den polnischen I Rationalismus in den Dienst ihrer Bestrebungen I 3inn Ausschluß der unbequemen deut- I schen Konkurrenz zu stellen.

Tie polnische Regierung hat auf die wiederholten Beschwerden, die von reichsdeutscher Seite in War- I ichau und Kattowitz erhoben werden mußten, regel- I waßig in korrekter Weise i h r Bedauern aus - I gesprochen. Sie hat auch gewisse nicht immer wirksame polizeiliche Maßnahmen ergriffen, der Agitation der von ihr subventionierten Verbände jedoch tatenlos zugesehen. Gleichzeitig wurde die Lage im deutsch-polnischen Grenzgebiet durch die ständigen Vorstöße des polnischen diplo­matischen Vertreters in Danzig, die wie Pro­vokationen wirkten, nicht unerheblich kompliziert.

Alle diese Vorkommnisse dürften den Anlaß der Berliner Aussprache gebildet ha­ben. Rach der rein formalen Behandlung, die die polnischen Behörden bisher diesen für die deutsch-polnischen Beziehungen so bedrohlichen I Zwischenfällen gegeben haben, war eine grund­sätzliche Au seinandcrsehung dringend erforderlich. Die amtliche Erklärung, die über die I Aussprache veröffentlicht wurde, enthält die Mahnung an Polen, die Lage künf­tig leidenschaftslos zu behandeln und betont, was Deutschland betrifft, d e n f e st e n Willen zum Frieden und zu geordne- ten Beziehungen. Diese Erklärung, kste nicht die erste Bekundung der außerordentlichen I Friedensliebe der nationalen Regierung ist, wird hoffentlich auch in den Kreisen des Auslandes nicht ignoriert werden, die täglich mit der Be­hauptung auftreten, daß die neuen Tendenzen in Deutschland ein Moment der Beunruhigung für Europa seien.

Amerika hebtdieOollar-Goldklausel auf

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.Wie amtlich bekanntgegeben wird, sind auf Nachsuchen unter besonderer Würdigung der im tionalen Interesse bekundeten Opferfinns zahlreiche Lehrer mit Wirkung vom 1. Mai 1933 ab in den Ruhestand getreten. Aus der sehr umfangreichen Liste verzeichnen wir die Personalveränderungen in Oberhessen. Es sind dies: die Lehrerin Luise

in» Rektor Philipp Rudolph in Alsfeld, Lehrer Heinrich Burk in Wieseck, Lehrer' Josef H e 11 m e i st e r in Friedberg, Lehrer Philipp Keim in Dortelweil, Lehrer Jakob K Öhres in Bersrod, Lehrer Otto L e n tz in Geiß-Nidda, Lehrer Karl Reichwein in Ober-Rosbach, Lehrer Phi­lipp Reinig in Eichelsdorf, Lehrer Friedrich Romer in Großen-Linden, Lehrer Wilhelm Schäfer in Nieder-Ohmen, Lehrer Wilhelm Schmeel in Bruchenbrücken, Lehrer Wilhelm U h l in Büches, die Handarbeitslehrerinnen Berta Kore ll und Liddy Schreiber in Gießen, die Handarbeitslehrerin Mathilde Lose kam in Als­feld.

Washington, 3. Mai. (TU.) Der Präsident 1 w t _

Roosevelt hat entschieden, daß ausländische verheerende Wolkenbruche.

Besitzer amerikanischer Anleihen ange- Bon einem schweren Wolkenbruch wurde die stchts des Dollarsturzes keine Rückzahlung Stadt Hadamar heimgesucht. Gewaltige Wasser- in Gold zu erwarten hätten und keine Vor- massen strömten von den Bergen durch die Stadt zugsbehandlung erfahren würden. dem Elsbach zu. In zwei mächtigen meterhohen

Die englische Presse bespricht ausführlich die einst- Strömen wälzten sich die Fluten durch die Straßen, weilige Aufhebung der Dollar-Goldklausel.Finan- Die Keller standen im Nu unter Wasser. Die Erd- zial "News" regt die Bildung von Ausschüs- geschoßräume wurden überschwemmt, Gärten sen der geschädigten Gläubiger zur verwüstet, die Bäume unterspült. Der Schaden ist Wahrung ihrer Interessen an. WieTimes" zu be- außerordentlich groß, da viel Mutterboden wegge- rlchten weiß, wurden gestern die Bankhäuser von spstlt wurde. Eine Gärtnerei ist vollständig 0 e r - Wallftreet mit Telegrammen aus Eng- Nichte t. In den Kellerräumen sind alle Vorräte land und Europa überschüttet, in denen I verdorben. In den Erdgeschoßräumen schwimmen sie angewiesen wurden, die Zinsen und Amortisa- Tische, Stühle und Möbelstücke umher. Stellenweise honsraten amerikanischer Bonds bis auf weiteres mußten die Bewohner in die höheren Stockwerke

nicht einzuziehen. fluchten. Das Vieh in den Ställen stand ebenfalls

tfrrirftfitttn »xnod. rltßr A^ser, doch ist keines davon ertrunken. Glück-

vrnanung eines ^eichsflandes (idjerroeife sind auch keine Verluste an Menschen­

des deutschen Handwerks. Heben fiu beflagen. Die Feuerwehren der ganzen Berlin Wni /ß-WK r . I Umgebung, der Freiwillige Arbeitsdienst und die

iirk mit' r JJ ; l^NB.) In einer außerordent- Sanitatsfolonne waren zur Hilfeleistunq herbei-

lichen Vollversammlung des Reichsverbandes des geeilt ^ureiei|iung yervei-

s ck H t u^n ^ute abend küeGle i ch- '.lieber Schöntal (Oberamt Künzelsau, Württb.)

^na DOüLTn fffmn ^l^naIen Regie, ging ein so schwerer Wolkenbruch nieder

Glwa 40 Innungen und wie er seit Menschengedenken hier nicht erlebt wor- ~ e t b a nöe waren erschienen und boten mit ihren I ?*** :ri I------' ..

dinpn^nki^ Standarten einen bunten, farbenfreu- Honigbach die ' von den°'Höhen

B°° r b a N d - "Kch^-Nd d-s d°L,ch°n ' ®aifetma'fen nid)t M«. 3n ben Crdg°,ch°h.

Handwerks dieReformderBerufsorgani- f a 11 0 n durchzuführen hat, n a ch B e r l i n zu ver­legen.