Ausgabe 
4.1.1933 Frühausgabe
 
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S.Jl.-'fport

Zußball in Westdeutschland.

Nicht üicl Neues im Westen! Ulan kann den Einzug des Jahres 1933 vm westdeutschen Fuß- ball eigentlich nicht anders bezeichnen. Es ist alles so gekommen, wie es unter normalen Hm- ständen kommen muhte. Favoritensiege in den Punktspielen (die übrigens recht spärlich waren), Ueberraschungcn in den mittleren Regionen, die den führenden Mannschaften in gewissem Sinne willkommen waren und mäßige Leistungen. Die wenigen Ausnahmen lind nun schon allgemein bekannt, über Durchschnitt steht eben nur ein ge­ringer Prozentsatz der Spiele und man hat sich damit fast resigniert abgefunden. Was will man auch mehr verlangen. Die deutsche Mannschaft verliert ein Spiel nach dem anderen, warum soll man da nicht offen von einem Krebsgang im deutschen Fußball sprechen.

Wir müssen mehr kämpfen!" Ludwig Lein­berger sand keinen anderen Ausdruck für die matte Leistung gegen Italien. Die Gegenseite: die deutschen Spitzenmannschaften gewinnen ihre Sviele zumeist mühelos, die Spieler werden zum Tändeln erzogen, gewöhnen sich an alles, nur nicht mehr an den Kampf. Und da wundert man sich, wenn die Leute das Kämpfen verlernt haben.

In den westdeutschen Tabellen hat sich nicht viel verändert. Die meisten Bezirke hatten die Punktctämpfe vernünftigerweise einmal ganz fal­len lassen. So ist auch, ein Querschnitt diesmal nicht in voller Ausdehnung erforderlich. Erwäh­nung verdient die Tatsache, daß Duisburg 99 in der Gruppe A am Niederrhein einen Vorsprung von zwei Punkten hat. Noch vier Spiele da kann lieh also noch allerlei ändern. Der Bergisch» Märki'che Bezirk wird Fortuna Düsseldorf und den VfL. Denrath wie schon in den letzten Jahren im entscheidenden Kampfe ^hen. In Westfalen hat die Bielefelder Arminia beste Aussichten. die Spielvereinigung Herten ist eben­falls vorne. Die nächsten Sonntage werden aber noch allenthalben harte Kämpfe bringen und - die ersten sicheren Meister sind eigentlich erst am Monatsende fällig.

Eishockey-Weltmeisterschaften in Prag.

Die Eishockey-Europa- und Weltmeisterschaften vom 16. bis 23. Februar in Prag haben ein aus­gezeichnetes Meldeergebnis gefunden. 15 Nationen haben ihre Meldungen abgegeben, darunter Schwe­den, Deutschland, USA. und Kanada. Gespielt wird in drei Gruppen. Die Gruppensieger spielen dann mit USA. und Kanada, die in den Vorkämpfen aus­setzen, den Sieger aus.

GlänzendeBesehung derFZG-Rennen.

Täglich gehen beim Organisationsausschuß der FlS-Rennen Meldungen aus allen Ländern ein. Be­reits heute stehen als Teilnehmer für die in der Feit vom 6. bis 13. Februar in Innsbruck statt findenden Internationalen Skirennen rund 300 Bewerber 'fest. Diese Zahl wird sich noch erhöhen, denn neben den offiziellen Expeditionen werden noch viele Wintersportler auf eigene Rechnung in Innsbruck an den Start gehen. Bisher liegen Zu­sagen von nicht weniger als 21 der F6d6ration Internationale de Ski angeschlossenen Verbände vor.

Nach den vorläufigen Ziffern stellt Deutsch- lantz mit 6 0 Teilnehmern das größte Aus­gebot. Oesterreich als Veranstalter folat dann mit 50 Nennungen. Es marschieren weiterhin aus: Po­len mit 34, Ungarn mit 20, die Schweiz mit 18, die Tschechoslowakei mit 16, Rumänien und der HDW. mit je 14, Schweden, Bulgarien und Jugoslawien mit je 12, Frankreich und Japan mit je 8, Finn­land mit 6 und Holland mit 3 Meldungen. Dazu kommen noch die Auserwählte'', von England, Australien, Italien, Spanien und Lettland. Der namentliche Nennungsschluß läuft erst am 20. Ja­nuar ab. Es kann aber bereits jetzt gesagt werden, daß die hervorragendsten Läufer, die besten Sprin­ger und die Elite der Abfahrtsläufer und Läufe­rinnen sich im erwartungsfrohen Innsbruck ver­sammeln werden. t

Das Ehrenpräsidium der FIS-Rennen bil­den die drei Präsidenten Oberst Ivar H o l m q u i st (FIS), Paul Dinckelacker (Deutschland) und Dir. Karl Merz (Oesterreich). Die ganze Veran­staltung steht unter dem Schutze des österreichischen Bundespräsidenten M i k l a s und des Tiroler Landeshauptmannes Dr. Stump s.

Doch Norweger bei den FIS-Rennen.

Die Nachricht, daß der Nordisk Ski Förbundet sich aus sinanziellen Gründen nicht an den Rennen in Innbruck beteiligen wird, hat in Norwegen selbst ungeheure Erregung verursacht.Aftonbladet" und Sports-Manden" befassen sich in den letzten Tagen in spaltenlangen Abhandlungen mit der unbeding­

ten Notwendigkeit, nach Innsbruck zu gehen. Die Zeitungen und auch private Kreise haben bereits Sammlungen für eine private Expedition nach Innsbruck eingeleitet und es sind, wie man hört, bereits so namhafte Beträge gezeichnet wor­den, daß man mit einer Entsendung von etwa 10 bis 15 Personen rechnen kann.

Kurze Sporinoiizen.

Eine erneute Niederlage mußte am Montag der Tabellenführer der ersten englischen Profiliga, Arsenal, einstecken. Er verlor gegen Shef­field Wednesday mit 2:3.

*

Für die akademischen S k i - Wett­kämpfe in St. Moritz, die am Donnerstag be­ginnen, wurden über 500 Meldungen abgegeben.

*

Der Skiklub Sau erlaub gibt jetzt eine diesjährigen Termine bekannt: Die Meisterschaft von Sauerland im Skilauf 1933 und der 17. Vcrbands- Lang- und Sprunglauf für Iungmannen finden am 21. und 22. Januar in Willingen statt. Der 4. Ver- bandslauf des SKS. kommt am 5. Februar in Win­terberg zur Durchführung.

Deutsche Skiläuferinnen beteiligen sich am 7. und 8. Januar an der Klubmeisterschaft des Schweizerischen Damen-Skikluds in Grindelwald. Medi Schmidt-München und Käthe Grasegger sowie Lisa Resch (beide Partenkirchen) werden bet dieser Gelegenheit mit Spitzenkönnerinnen wie Hedwig Luntschner, der Italienerin Paula Wiesinger sowie den Schweizerinnen Maillart und Streiff Zusammen­treffen.

Das Eis Hockey spiel Kanada gegen Kanada in Berlin hat noch ein Nachspiel gehabt. Der französische Verband hat die ihm angeschlossenen Kanadier Mousette und Cholette für je einen Mo­nat, Murphy sogar für ein ganzes Jahr wegen der unerlaubten Teilnahme an dem Berliner Spiel disqualifiziert.

Der Boxländerkampf Deutschland Finnland, der für diesen Sommer zwischen bei­den Verbänden abgeschlossen wurde, soll in Stettin zum Austrag kommen. *

I n große Schwierigkeiten ist der Ver­band Brandenburgischer Ballspielvereine bezüglich seiner Mannschaft für das Bundespokalspiel gegen Süddeutschland geraten. Tennis Borussia hat seine vier Spieler zurückgezogen, weil der VBB. ihm ein Darlehen von 5000 Mark verweigert hat. Auch die beiden Hertha-Spieler Hahn und Mir fei haben dem Verband eine Absage erteilt.

*

Süddeutschlands E l s für das Pokalspiel gegen Berlin am kommenden Sonntag spielt in folgender Ausstellung: Köhl (1. FC. Nürnberg): Bader (Bayern München), Muntert (1. FC. Nürn­berg): Häuslein (FC. Pforzheim), Kraus, Oehm (beide 1. FC. Nürnberg): Langenbein (Mannheim), Fischer (Pforzheim), Panzer (Hof), Rühr (Schwein­furt), Merz (Pforzheim).

20 0 Mark Ge ldstraf e erhielt Eintracht Frankfurt vom süddeutschen Verbandsgericht wegen Ziehens des Mainzer Spielers Posselmann. Posselmann selbst erhielt vier Monate Disqualifi­kation, die erst mit Ablauf der Sperrfrist in Kraft treten.

Hans 2 chönrath , der deutsche Schwerge­wichts-Exmeister, gab in Cardiff in der neunten Runde seines Kampfes gegen den englischen Meister Petersen aus Verärgerung über eine Verwarnung auf.

Dom Bücheriisch des Sportlers.

Sport in der Winters onne. 48 prächtige Tiefdruckbildec nach Ausnahmen von E. Meerkämper, Davos. Einleitende Texte von Dr. H. H o e k und Viktor Z w i ck y. Mit Illustra­tionen von Elsa Moeschlin. Rotapsel-Derlag Er­lenbach, Zürich und Leipzig. (510)

Mit sicherem künstlerischem Empfinden haben diese wundervollen Aufnahmen, die der Kupfer­tiefdruck prächtig wiedergibt, die bildhaften Mo­mente aus allen Wintersportarten eingefangen: Wintersport, das heißt Freude der Bewegung in­mitten von strahlendem Licht und Schatten des Hochgebirges. Diese Freude strömt von den Bil­dern aus und wird bestärkt durch einleitende Texte, die nicht von der Technik des Sports reden, sondern von seiner beglückenden und gesundenden Wirkung auf Leib und Seele.

3m Dienst vom Herzschlag getroffen.

WEN. D a r m st a d t, 3. Ian. Der Straßen- bahnschaffner Schad wurde heute während des Dienstes auf der Straßenbahn von einem Schlag­anfall betroffen. Schad, der sofort tot war, stürzte dabei aus dem Wagen auf die Straße.

Prozeß in der Mordsache Kreutzer verschoben.

WEN. Offenbach, 3. Ian. Während der am 9. Januar in Darmstadt beginnenden Schwur­gerichtsperiode sollte auch über den Raubmord an der Postbeamtin Kreutzer in Offenbach verhandelt werden. Der Prozeß ist jedoch in­zwischen vertagt worden, da die Angeklag­ten Hausmann und Distler auf Antrag ihres Verteidigers auf ihren Geisteszustand un­tersucht werden sollen.

Oie Westerwaldgemeinde Algenrod gegen erhöhte BrandversicherungS- beüräge.

WER. Algenrod, 3. Ian. Die Gemeinde Algenrod, der die Beiträge zur Brandversicherung um 25 Prozent erhöht wurden, während dem übrigen Oberwesterwaldkreis eine Bei» tragssenkung von 10 Prozent ge­währt wurde, wehrt sich gegen die durch die öffentliche Bekanntmachung erfolgte Diffamierung. Ob man glaube, daß die 1200 Einwohner der Gemeinde lauter Brandstifter seien. Man könne nicht den Anschuldigen mit dem Schuldigen lei­den lassen. Die Gemeindevertretung dreht dann

den Spieß herum und verlangt eine Reformie­rung der Nassauischen Drandver- sicherungsanstalt, bann könne eine allge­meine erhebliche Beitragsfenkung durchgeführt werden, trotz der sieben Brände in Algenrod.

Kirche und Schule.

Kreis Schotten.

Sellnrod, 3. Jan.-Im Jahre 1932 wur­den nach der kirchlichen Statistik 16 Kin­der getauft (Sellnrod 10, Altenhain 6). Kirchlich getraut wurden 2 Paare (Sellnrod 1, Altenhain 1); kirchlich zu Grabe getragen wurden 6 Perso­nen (Sellnrod 3, Altenhain 3). Konfirmiert wur­den am 2. Ostertag 10 Kinder (5 Knaben und 5 Mädchen), darunter 2 Mädchen aus Altenhain. Die Christenlehre wurde in 10 Zusammenkünften von 136 Knaben und 122 Mädchen besucht. Am heiligen Abendmahl nahmen teil: in Sellnrod 310 Männer und 379 Frauen, in Altenhain 169 Män­ner und 188 Frauen, insgesamt also 479 Män­ner und 567 Frauen. Die Gottesdienste wurden besucht in Sellnrod von 3007 Männern, 2763 Frauen und 3154 Kindern: in Altenhain von 985 Männern, 966 Frauen und 501 Kindern. Der ge­samte Gottesdienstbesuch des Kirchspiels betrug also 3992 Männer, 3729 Frauen und 3655 Kinder. An Gaben und Kollekten für Zwecke christlicher Liebestätigkeit gingen im Kirchspiel ein insgesamt 339,68 Mk. (im Vorjahr 509 Mk.), das bedeutet auf den Kopf der erwachsenen evangelischen Ge­meindeglieder des Kirchspiels 0,49 Mark.

Wirtschaft.

Oie landwirtschaftlichen Genossenschaften am Jahresbeginn. Der seit 1930 zu beobachtende Rückgang im Gesamtbestand des landwirtschaftlichen Genossen­schaftswesens hat sich auch im abgelaufenen Jahre fortgesetzt. Diese weitere Bestandsverminderung spricht deutlich für die gesteigerte Zunahme der wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei der Landwirt­schaft im allgemeinen und ihrer Genossenschaften im besonderen, zeigt aber anderseits erneut die Widerstandsfähigkeit der genossenschaftlichen Or­ganisationen, wenn man bedenkt, daß, gemessen am Gesamtbestand, diese Ziffer nur einem Rück­gang von 0,69 v. H., also noch nicht einmal 0,75 v. H. entspricht. Insgesamt sind 1932 bei 1017 Auflösungen 737 Genossenschaften neu gegründet worden. Trotz der Passivität der Allgemeinbe­wegung sind verschiedenen Gruppen des land­wirtschaftlichen Genossenschaftswesens entsprechend dcr bereits in den Vorjahren erkenntlichen Ten­denz auch 1932 wieder im Ansteigen geblieben. Das gilt insbesondere von nahezu allen Gruppen, welche der Förderung des landwirtschaftlichen Absatzes dienen, nämlich den Mollereigenossen- schäften, den Obst- und Gemüseverwertungsge- nrssenschaften und den Winzergenossenschaften Dagegen hat die Gruppe der Eierverwertungs­genossenschaften diese Tendenz nicht fortgesetzt, da durch die schlechten handelspolitischen Voraus­setzungen und die infolge der gesetzlichen Neu­regelung auf dem Gebiete b:r Eierwirtschaft her- tergetufenen Auswirkungen dieser bisher so gün­stig entwickelte Zweig der genosjenschaftlichen Ar­beit nachieilig beeinflußt worden ist. Selbstver­ständlich kommt in der Bestandsverminderung der einzelnen Gruppen auch die nach Wie vor fort- schreitende Rationalisierung des genossenschaft­lichen äleberbaues zum Ausdruck.

Oie SiegerländerIndustrie am Jahreswechsel.

Siegen, 3. Jan. Ein Rückblick über die Ent­wicklung der Siegerländer Wirtschaft im abgelau­fenen Jahre läßt für das neue Jahr eine etwas freundlichere Beurteilung der Lage zu. Der Anteil des Siegerlandes an der deutschen Roheisenerzen gnng betrug 1932 3,3 v. H., wobei die Produktions­ziffer für Dezember noch unberücksichtigt blieb, an der Rohstahlerzeugung 3 v. H., an Walzwerk-Fertig­erzeugnissen 6,4 o. H., an Stabeisen und kleinem Formeisen 2,7 v. H., Grobblechen 4,2 v. H., Mittel­blechen 5,7 u. Sy, Feinblechen 31,5 o. H. und Fein blechen bis zu 1 mm 34,4 v. H. In der verarbeiten­den Industrie spielten die R u f f e n a u f t r ä g e eine große Rolle. Bei den Walzwerkserzeugnissen blieb die Beschäftigungslage trotz des Treurabatts für den Bezug bei deutschen Verkaufsverbänden mangelhaft, dagegen war die Blechwarenindustrie verhältnismäßig gut beschäftigt. Im E i s e n st e i n -- Bergbau hat das vergangene Jahr die völlige Einstellung und die vorübergehende Außerbetriebsetzung mehrerer Gruben des

Siegerlandes gebracht. Man rechnet aber zum Frühjahr 1933 mit der Wiederinbetrieb­nahme einiger größerer Gruben.

*

* Die Konkurse u n d V e r g l e i ch s ve r - fahren im Jahre 193 2. Das vorläufige Ge­samtergebnis für 1932 beträgt für die Konkurse nach den Zählkarten der Amtsgerichte 13 965 (die mangels Masse abgelehnten Konkurse für Dezem­ber 1932 sind geschäht. 1931: 19 254), für die Vergleichsverfahren 6185 (1931: 8628). Die Zahl der Konkurse hat demnach gegenüber dem Jahre 1931 um 27,5 Prozent, die Zahl der Vergleichs­verfahren um 28,3 Prozent ab genommen.

* Bamag-Meguin AG., Berlin. Die Bamag-Meguin AG.. Berlin, verzeichnet per 30. Juni 1932 einen Verlust von 356961 Mk., der vorgetragen werden syll (i. D. wurde ein Verlust von 2 064 336 Mk. durch Herabsetzung des Aktien­kapitals und Heranziehung des Reservefonds be­seitigt). Im neuen Geschäftsjahre sei zwar noch keine Belebung eingctreten, die Zahl der An­fragen habe sich aber erstaunlich vermehrt. Die Verhandlungen über viele Projekte befinden sich in aussichtsreichem Stadium.

* D i e Notlage der Apotheken. Der amtliche preußische Pressedienst berichtet über die Tagung des preußischen Apothckerlammer-Aus- schusscs u. a., daß nach einer Feststellung des Aus­schusses die Arzneiversorgung d:s Volkes durch die Notlage der Apotheken ernstlich gefährdet sei. Llmsatz- und Ertragrückgang haben zu einer der­artigen Verschuldung der Apotheken geführt, daß eine Reihe von Apotheken nicht mehr in der Lage ist, die benötigten Arzneimittel zu beschaffen. In einer Entschließung werden die zuständigen Be­hörden um Hilfsmaßnahmen gebeten.

Frankfurter Abendbörse behauptet.

An der Abendbörsc blieben die Berliner Schluß- kurse etwa behauptet, die Amsahtätigleit war je­doch sehr gering, da weder die Kulisse noch das Publikum Interes e b kmdeie. Die durchweg sesten Auslandbörsen fanden kaum Beachtung. Don den anfangs zur Notiz gekommenen Werten gaben IG.-Farben 0,25 Prozent nach, andererseits lagen Dt. Linoleum und Elektr. Licht & Kraft um Bruch­teile eines Prozentes höher. Im Verlaufe stockte das Geschäft nahezu vollkommen, die Kurse zeig­ten allerdings keine wesentlichen Veränderungen. Von Kassawerten gaben Mainkraft nach der letz­ten Hochentwicklung 1,5 Prozent nach.

Am R e n t c n m a r 11 bröckelten deutsche An­leihen sowie späte Schuldbuchforderungen bis zu 0,38 Prozent ab. Gold- und Llguidationspfand- briefe nannte man kaum verändert, Kommunal- Obligationen blieben meist gesucht. Steuer­gutscheine lagen teilweise erneut um 0,13 Prozent höher. Neubesihanleihe 7,55 bis 7,50, Altbesitz­anleihe 63,63, Schuhgebietsanleihe 6,13, Reichs­bank 147, Mannesmann 6',75, Stahlve^ein 32 50, Bekula 118, AEG. 29,50, Deutsche Linoleum 40.50, Elektr. Licht & Kraft 95 75, IG.-Farben 96, Main- kraftwerke 70,50 Prozent.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejchlofjenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H.. Lombardzinsfuß 5 v. H.

Zranisun a. i)l.

£erni.

Schluß­kur«

Schluß!. Abend, börs

Schluß, iure

Schluß!.

Millag. sc

Oaium |

2-1. 1

3-1.

2.1. |

3.1.

6% Treuliche Reichsanleihe v. 1»21

77

76,25

76,9

6?ö efjem.7% Dl. ReichSanl. v. 1929

93,25

93,25

91,75

93,5

5*/-oo Voung-Anleihe von 1930 .

77

77

76,75

76,5

Deutsche '.'lnl.-Ablöi.-Schuld mb Auälos.-Rechten .........

63,25

63,65

64

63,9

$esfll. ohne AuZlos.-Rechte......

7,15

7,5

7,7

7,7

6% ebem.8% Hess. Bol.'sitaat 1929 trüllzahlb. 102%) ..........

76

77,5

76

77,5

Lberhessen Provinz-Anleihe mb AuSIos.-Rechten ...........

59

61

Deutsche »omni. Lammelab l.An leihe Leriel mit Auslos.-Reckten 6% ehern. 8% Franks. Hnp.-Banl

Golbpfe. 15 unkündbar bis 1935

59,65

60,25

57,75

_

86

87,13

_

6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Ban! Aoldvfe. 16 unkündbar bti 1936

85

87,13

_

6/i% ehern. 4V2% Franks. Hi,p.

Bank-Liau.-Pfandbriefe .....

b'/,% ehevi. 4V«% Rheinische

Hyv.-Bank-Liau.-Goldpfe. ...

85,9

88,5

-

_

86,25

88

6% ehern. 8% Br. Landespfand briesanstall, Bsanbbriese R. 19

84

84,5

83,75

84,5

6% ehern. 7% Pr. Lanbespsand briefanktalt. Pfandbriefe 9i. 1"

83,5

84,5

4% Oesterretchllcke Solvrcnic...

_

4,20% Lcsterretchiscke SUberrcnte

1,05

1,05

1,2

1,1

4% Ungarische (Solbrenie.....

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

-

47,% deSgl. von 1913 ....

5% abgeil. Goldmexikaner von 99

b,6

4% Türkische Zollanleihe von 1911

4% Türkiswe Bagdadbahn-Anlethe

Serie I...... ....

3,8

4,05

4,1

4,13

_

4,3

4,3

4% desgl. Serie II ............

Rumän. verein!,. Rente v. 1903

4,2

4,3

1,25

4,4

_

5,3

4Z4''Rumän.oeretnh.Renlrv.l913

9

8,75

4% Rumänische vereinh. Rente ..

4,7

4.65

;«% Anatolier...............

22,4

22,5

22,4

22,4

..an Ui .....

<jer..

Schluß, kurs

Sch ußk. Abend- -ie

Schluß- kurs

Schluß!. Mlllag. borke

Dainin

2-1.

3.1-

2-1-

3.1.

Haiuburg-Amerita-Aalei .....

17,5

17

17,5

17

Hamburg-Südain. Tampsschiss.

Hansa Dampfschiff...........

0

0

26

29

Norddeutscher Lloyd .........

0

18.25

17,75

18,5

17,5

21.05. für Verkehrswesen Mi. ..

0

45

43,5

44,9

43,25

Berliner Handelsgesellschaft....

4

89

89

Sommer;- und Privat-Aonk ... Deutsche Bank und Disconto-

0

53

53

53,5

53,5

Gesellschaft................

0

75

73

75

73

Dresdner Bank..............

0

61,75

61.75

61,75

61.75

Reicks bank .................

1

145.5

146,9

145.4

147,25

Ä.E.G......................

0

29,5

29,51

29,75

29,5

Elektr. LiefeningSgescUschaft ...

5

81

8i

82.75

81

Licht und ttras: ............

6

96

95,75

96

95,65

Fetten & touiUeaume ........

Gesellschaft für Elektrische Unter.

0

55

53

54.5

52,9

nehmungen ...............

1

76

73,75

76

79

Rheuirsche Elektrizität ........

5

93,5

94,5

94

Schuller, L So..............

0

85

87,75

83,25

87,5

Siemens & HalSke...........

V

118

122.25

118

121,25

Labmetier & Co..............

10

116

117,25

116,9

117

Buderus ...................

0

44

43,5

43,75

42,75

Deutsche Erdöl .............

4

87,8

86,5

85,5

86,5

Gelsenkirchener..............

0

50,75

49

50,75

50

Harvencr..................

0

89

83,5

87

83,13

Hoclch EilenKöln-Reueisen..

0

53,25

51,65

Ilse Bergbau ...............

7

136,5

130

Ilse Bergbau Genüsse........

tklvünerwerke ...............

7

105,5

102,75

104.5

102.4

O

48

44,5

48

45

Mannesmann.Röhren........

0

62,4

60,75

62,75

60,65

Mansselder Bergbau.........

0

25,25

24,75

25

25

Oberschlcf. NokSwerke.........

0

75.65

72,75

Phönir Bergbau.............

0

35,4

32,75

36

33

Rheinische Braunkohlen ......

10

202

183

201

185

Rhcinstahl..................

0

73,65

71

72,5

70,75

.Zrankiurl a.2)l.

Berlin

Schluß, kurd

tschlußk. Abend.

bön

Sch. kurs

Schluß!. Mi lag» bör c

Datum

2.1.

3.1.

2.1.

3.1.

Bercinigre Siablwerle.......

u

35,25

32.5

35,4

32,4

Ltavi Minen ..............

0

'6.25

17,25

16,5

17

Kaliwerke Aschersleben.......

0

116

112,5

116.25

112,5

Kaliwerke Westeregeln.......

6

120

>16.5

120,5

-

Kaliwerke Salzdetfurth......

9

173

168,5

173,25

168,5

3 0. Farben-Indnstrie......

7

°6,25

96

96,25

96,25

«chcidcanstalt..............

10

154

152

Goldschmidt ...............

0

35

32,9

35.25

Rittgcrswerke ..............

0

13,75

42,75

13,4

42.65

Metällgelellschast............

0

33.5

33,5

34

Philip» Holzrnann..........

0

60,5

61

60,9

60.9

Zementwerk.e-eidelberg .....

Tementwerk Karlstadt........

4

0

46,5

57

51

-

Way» & Urehtag ...........

0

5,5

5,5

5.25

Schultheis Patzenhoser.......

0

_

102,75

107,5

Aku (Allgemeine Kunstseide) ..

0

47,75

18,5

47.4

48

Beinberg..................

0

' 58

57

58,75

57,75

Zellstoff Waldhvs ...........

0

46

46,25

45.75

45,75

Zellstoff Aschaffenburg ......

0

30

30

30

30,75

Dessauer Wad ............

7

107,9

108.75

Daimler Motor'n...........

0

19,25

13.75

19,4

20,25

Deutsche Linoleum .........

O

42

40,5

42

40,25

Crenflebi & Koppel .........

O

40.75

41

Leonhard Tieft.............

ß

40

38,5

39,75

33

Thade.....................

12

141,5

143,5

141,5

143,5

(Mrlhnct...................

0

29,75

29

1 28,5

Mainkraftwerke Höchst a.M. - -

4

67

70.5

-

ei^bbeutidiet Zuller ......

8

145.75

. 145,5

I 146

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a M

2.Januar

3. Januar

Ämilicke Notierung

<5*1*1'' 1 iirif

ÄMtllckk Seid

loiurung 25rit

Helsingsoro.

Wien .....

Prag......

Budapest

Sofia.....

.Holland ....

Oslo.......

6,164 51,95

12,465

3,057 169,18

72,23 72.68 76.47 14,03 0,858 4,209 58,26

21,55 16,42

80,94 34,39

81,72 0,869 0,269 5,574

12,76

6.176

52,05

12,485

3,063

169,52

72,37

72,82

76,63

14,07 0,862

4,217

58,38

21,59

16,46

81,10

34,45

81,88 0,871 0,271

5,586

12,78

Bantnoten

6,164 51,95

12.465

3,057 169,23

72,18 72,58

76,27 14,01 0,858

4,209 58,26 21,55

16,42 80,94

34,39 81,67 0,869 0,269

5,574

12,76

6,176 52.05

12,485

3,063 169.57

72.32 72,72 76,43 14,05 0,862

4,217 58.38 21,59 16,46

81,10 34,45

81,83 0,871 0,271

5,586 12,78

Kopenhagen. Stvllbolm.. London .....

Buenos Airc Neupork.... Brussel ....

Italien.....

Baris.....

Schweiz ...

Spanien...

Danzig ....

Japan.....

Rio de Jan.

Jugoslawien

Lissabon...

Lerlin, 3.Januar

Selb

Brief

Amerikanische Noten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten ................

Englische Noten ................

Französische Noten ............

Holländische Noten ..........

Italienische Noten ..........

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Svanische Noten.................

Ungarische Noten ................

4.20 58,10 72,21 13,97 16,38

168,86 21,49 72,01

2,46 76,10 80,76 34,25

4,22 58.34 72,49 14,03 16,44

169,54 21,57 72,29

2,48 76,40 81,08 34,39