Ausgabe 
3.10.1933 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

}

i (?x

M

*

* «w.

'VH .

Dienstag, 3. Oktober 1935

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)

Der Lmtedanlsest-Ieldsottesdienfl aus dem Trieb

Pfarrer Dr. Hemrnes bef der Predigt.

Pfarrer Lenz bei der Predigt.

ZeWigungsbummel in der Raunen Messe

Konto, Spar-Konto,

Rr. 231 Drittes Blatt

Aus der Provinzialhauptstadt. Tag der deutschen Hausmusik."

IlS-VolkSwohifahrt

will am 7. und 8. Oktober den in Not geratenen volksgenoffen helfen. Sie sammelt an diesen Tagen für dos Winterhilsswerk.

Tw

3.053 165.32

Ü.tt 58,01 66.Sk 13^ l.nJ

& .1.3 «,09 rjs 0,77' 0,232 5,305

12,70

^örrt

schüft ;a9t,

°ndere S. i u^fte 7 naff.man i°>e ßi{t'rja9en '"Ware rtijjef)r

5- Kl. r .Äe

mietageei.

* $ropaganbaminv 2°ndel sich ficht, Unheil mit der beut- lc9f- ntranstoltet bet Milcher ©enofjen. Mlonictoflm. unb j" Sechchen ; * Oktober eine oma bie\tr entiidjteil vor allem t hin^weisen unter kauft beutle inzelhänbler" dn genannten Zeit mit einem Plakat nbeit zwiichen Stabt ngl. Die Verbraucher , 9sche Sonderangebote urschen Landwirtschaft

MaftiM

x,rbml»ichkrit d«

ig )

eichnung des Well-

n einen red) sroirf« in Frage l*5'-'1

dw «ä"Li6

X«. 3urJ"1 S?

nicht-

lungläcf 'umbach.

!t lieber die Ursache da; sich am Sonm ignete, hören wir von gtnbc;: Her Trieb- gen; bes Tlolor; etwa a ch hallen. Ser Zug» dienstleiter in Weber- orderte inReichels- - an. liefe ging 'Ibe/ jujeia. 3n- bwagen triebet fahr» 5, bi l.-m 3agW« uii! wurde, ba^ bie aber ihre Abfahrt fadrbienfünter hatte Iriebwagens kein i . aber ben Zug ent Mfen. Der Unfall :bel und bie schlechte ql Son den 16 Ber- tnftäbter Mädchen im teilt die Neichsbohn- - sich bei dem Umall rff sondern um eine nbahnWfN lan'

In der Mitte: Standartenführer Lutter, dann von links nach rechts: Provinzialdirektor Graef, Landgerichtsdirektor S ch m a h l als Vertreter der Justizbehörde, Bürgermeister Dr S e t b als Vertreter der Stadt, Se. Magnifizenz der Rektor d^r Landesuniversitat Professor D. Bornkamm.

^^Die^Broschür^e ist bei sämtlichen Zweigstellen der Dresdner Bank erhältlich.

Gießener Wochenmarktpreise.

®ieB = n, 3.D». Au, d-m heutigen »°ch-n- markt kosteten: Landbutter, darP und 1,20'bis 1,30 Mark, Kochbutter 1,- Mark, Matte 261 w 25 Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 12, Wir sing (grün), das Pfund 7 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, Gelbe Rüben 8. Rote Ruben 8 bis 10 Spinat 12 bis 15, Rornischkohl 8 bis 10 Bohnen (grün) 15 bis 25, Unterkohlrabi 6, Grünkohl 15 Pf Feldsalat 1 bis 1,20 Mark, Tomaten 10 Pf- Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarz­wurzeln 20, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln 3^ Fall äpfel 6, Pfirsiche 30, Brombeeren 30 bis 35, iSreißd beeren 30 Aepfel 10 bis 18, Birnen 8 bis 12, Zwei-

Uhr, Ankunft in Gießen 20.52 Uhr. Anschlüsse von und nach den Seitenstrecken in Gießen bestehen. Der Zug hält auch in G r o ß e n - L i n d e n (ab 9.52, Rückkehr 20.43, Fahrpreis 2 Mark), Lang-Göns (ab 9.57, Rückkehr 20.37, Fahrpreis 1,90 Mark), Butzbach (ab 10.09, Rückkehr 20.26, Fahrpreis 1,60 Mark), Bad-Nauheim (ab 10.20, Rück­kehr 20.30, Fahrpreis 1,30 Mark), Friedberg (ab 10.28, Rückkehr 20.06, Fahrpreis 1,20 Mark).

Frankfurt a. M. bietet dem fremden Besucher sehr viel Sehenswürdigkeiten. Schon ein Gang vom Hauptbahnhof über Kaiserstraße, Roßmarkt, Pauls- platz, Römerberg bis Don.platz, der Besuch des Kaisersaales im Römer und des Goethe-Hauses und -Museums hinterlassen viele Eindrücke. Der Zoo ist rühmlich bekannt. Der Palmengarten bietet dem Besucher viel Sehenswertes. Die Eintrittspreise zum Zoo und zum Palmengarten sind für die Sonder­zugteilnehmer ermäßigt. Erwachsene zahlen im Zoo 50 Psq., Kinder 25 Pfg., im Palmengarten Er­wachsene 30 Pfg. und Kinder 15 Pfg. Der Auf­enthalt in Frankfurt ist für jeden Fahrtteilnehmer völlig zwanglos. Auf die heutige Anzeige sei be­sonders- aufmerksam gemacht.

Zeitgemäße Geldanlagen."

lichkeiten langfristiger Geldanlage (festverzinsliche Werte, Aktien-Werte) werden eingehend und ge­meinverständlich dargestellt, so daß die Broschüre sowohl dem Laien-Publikum wie dem Fachmann vielfältige Anregungen bieten kann und ihm die Möglichkeit gibt, sich ein Urteil zu bilden, welcheAn- lagen ihm zur Zeit besondere Borteile bieten. Der- schiedene Tabellen bringen eine Auswahl se wer- zinslicher Werte mit Angaben über Kurse, Ruck­zahlungstermine, Rendite usw. Eine größere Anzahl wichtiger Aktienwerte sind in interessan en und in­struktiven Einzel-Darstellunaen behandelt.

Durch die Herausgabe dieser Broschüre nn gegen­wärtigen Zeitpunkte zeigt die Dresdner Bank, daß sie sich in Uebereinstimmung mit den von ihr m der Einleitung der Broschüre zitterten Ausfuhrun- gen des Reichswirtschaftsminlsters Dr Schmitt die Stärkung des Vertrauens zu den Anlage­werten des deutschen Kapitalmarktes besonders an­

schreitet hier schon an sehr fesselnden Firmenstanden vorbei, die das Verweilen und Besichtigen wirklich lohnen. Die Hausfrauen werden dabei schon un­mittelbar beim Betreten der Halle von den ein­drucksvollen Auslagen angesehener Gießener Fir- men gefesselt werden. Aber nicht nur die Firmen, sondern auch Organisationen mit gemeinnütziger Zielsetzung, wie der Bienenkorb des Alice-Frauen- Vereins und die RS.-Frauenschaft, werben in ihren Ständen um die Aufmerksamkeit der Besucher. Ferner haben sich bestimmte Fachgruppen unter Zusammenschluß der beteiligten Firmen zu gemein­samen Ausstellungsständen vereinigt, in denen man namentlich handwerkliche Leistungen von bester Qualität zu sehen bekommt. In diesen Ständen be­gegnet man vielfach auch einer Gegenüberstellung von handwerklichen Arbeitsprodukten und Waren- hausarttkeln, wobei man erkennen kann, jvie wertvoll für den Käufer der Erwerb der Hand­werksarbeiten ist, gegenüber der Minderwertigkeit der Ware, die ihm durch den Warenhausramsch an­gepriesen wird. Auch in dieser Hinsicht ist die Gegen­überstellung von guten und schlechten Waren so reichhaltig und lehrreich, daß man am besten dem Publikum die persönliche Inaugenscheinnahme der Dinge empfiehlt. Ausgezeichnete Leistungen der Hanowerksarbeit sieht man besonders auf der mit dem Bilde des Führers und Volkskanzlers und mit reichem Blumenflor geschmückten Bühne vereinigt. Hier treten die Schneider-Innung, Schuhmacher- Innung, die Maler- und Weißbinder-Jnnung, die Schreiner-Innung, die Schlosser-Innung, die Pol­sterer- und Sattler-Innung, die Spenaler^nnung, die Gärtner-Innung und die Friseur-Innung mit eindrucksvollen Beweisen ihrer guten Handwerks- kunst vor die Oeffentlichkeit. Niemand versäum« eine eingehende Besichtigung dieses Telles der Aus- ftelhmg, in dem übrigens die Schlosser-Innung im | Rahmen ihrer Arbeiten auch den Humor in Gestalt

kohlrabi 5 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 10, Sellerie 10 bis 20, Radieschen, das Bund 5 bis 8 Pf., Kar­toffeln, der Zentner 2,50 bis 2,80 Mark.

Taten für Dienstag, 3.Oktober.

1226: Franz von Assisi gestorben (geboren 1182); 1859: die italienische Schauspielerin Eleonora Düse in Vigeoano geboren (gestorben 1924); 1866: Friede zu Wien zwischen Oesterreich und Ita- (ien; 1895: der Forschungsreisende Otto Ehlers auf Neuguinea ermordet (geboren 1855).

Bornonzen.

Tageskalender für 2) i e n 5 t a g: Stadt­theater, 20 bis gegen 22.45 Uhr,Die Hermanns­schlacht". Volkshalle (Liebigshöhe), 10 bis 20 Uhr, Braune Messe. Möbelfabrik Karl Hahn, Möbel-Sonderfchau in den Ausstellungsräumen, Löberstraße 17. Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz, 20 Uhr, Sonnenstraße 2, Beginn eines Ausbildungskursus in der ersten Hilfeleistung bei Unglücksfällen. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: SOS Eisberg". .

Aus dem S t a d 11 h e a t e r b ü r o wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, offizieller Beginn der Winterspielzeit 1933/34. In neuer Inszenierung zum ersten Male Heinrich von Kleists Freiheits, dramaDie Hermannsschlacht". Spielleitung Inten­dant Hanns König; Hermann, Fürst der Cherus- ter, Karl Löser; Thusnelda, seine Gemahlin, Sy-

der besten Wertschätzung erfreut, ist der älteste Wagenführer unserer Straßenbahn.

* Silberne Hochzeit. Die silberne Hoch- zeit feiern am heutigen Dienstag die Eheleute Rich. W a ck w i tz und Frau, Hammstraße 14, II

** Einlösung des Stadttheater-Abon­nements. Die Intendanz teilt mit, daß die fäl­lige Abonnements-Rate bis spätestens mittags, 13 Uhr, des jeweiligen Fälligkeitstages eingelost sein muß. Abonnements-Einlösung an der Abend­kasse können auf keinen Fall mehr angenommen werden. v ,

** Erntedankfest feier in der Johan- neskirche. Am Erntedankfest war der Gottes- dienst in der Iohanneskirche so überfüllt, daß die Konfirmanden auf den Altarstufen saßen. Pfarrer Bechtolsheimer hielt die Predigt über Pfalm 104, 10 bis 24. Er wies namentlich darauf hin, daß der deutsche Bauernstand die Stütze des Staa­tes und des Volkstums ist, und daß es eine Groß­tat der Regierung Hitler ist, wenn sie jetzt die Ar­beitsbeschaffung so zielbewußt auf ihr Programm gefegt hat. Wesentlich zur Ausgestaltung des Gottes- dienstes trug der Bauersche Gesangverein bei, der unter der Leitung von Professor Dr. Temes- v a r y mit gewohnter Meisterschaft zwei Chöre von Beethoven oortrug, zuerstDie Himmel rühmen des Ewigen Ehre" nach der Bearbeitung von Karl Reinecke, sodann dasOpferlied", dessen Text von Friedrich von Matthisson herrührt. Dankbar nahm die Gemeinde diese gesanglichen Darbietungen hin.

** 40jähriges Geschäftsjubiläum. Die allseits bekannte Installationsfirma Rudolf Rödi- q e r kann in diesen Tagen auf einen 40jährigen Geschäftsbetrieb zurückblicken. Am 1. Oktober 1893 übernahm der Jubilar nach seinem Abgang von der Marine das frühere Ioh. Schneidersche Geschäft in der Walltorstraße 43 und richtete sich im Jahre 1904 im alten HotelZum Rappen" ein modernes Geschäft ein. Aber auch diese Räume reichten für die zunehmende Tätigkeit nicht mehr aus und wur­den im Jahre 1925 bedeutend vergrößert. Als Handwerksführer ist Rödiger in weiten Kreisen be­kannt geworden. Er sieht heute in der Errichtung der Pflichtinnungen die Erfüllung einer feiner Lebensaufgaben für feinen Berufsstand. Möge der tüchtige Jnnungssührer mit seinem nie verjagenden guten Humor auch das goldene Jubiläum erleben, als feste Stütze der von ihm geführten Innung für das Spengler- und Jnftallateur-Handwerk für Stadt und Kreis Gießen.

** Ehrung treuer Hausangestellter. Der Zweigverein Gießen des Alice-Frauenverems vom Roten Kreuz veranstaltet am 4. Dezember wiederum eine Ehrung von treuen Hausangestell, ten, die 5 bzw. 10 oder 15 Jahre in einem Hause dienen. Die Auszeichnung wird nunmehr zum 6. Male durchgeführt. Die 1. Vorsitzende des hiesigen Alice-Frauenvereins, Frau Wilhelmine Kramer, Ludwigsplatz 10 II., bittet um schriftliche Mitteilung langjähriger treuer Hausangestellter und gleich­zeitige polizeiliche Bestätigung der Daten. Die Listen für 1933 werden am 1. November geschlossen.

Die Ministerialobteilung für Blldungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum des Hessischen Staats­ministeriums erläßt an alle unterstellten Schulen sol- genden Aufruf: _

Don dem Wiederaufbluhen der zur Zeit sehr ver- nachlässigten Hausmusik hängt die Zukunft der beut- chen Musik entscheidend ab. Die Pflege der Haus­musik ist aber in hohem Umfange abhängig von der Musikerziehung in der Schule.

Wir weisen daraus hin, daß es Pflicht der Schulen ist, sich dieser Aufgabe weitgehendst zu widmen und so' die Musikpslege, die nicht nur Sache einer ein­zelnen Gruppe, sondern des gesamten deutschen Vol- kes sein soll, zu fördern.

Um auf die Notwendigkeit einer planmäßigen und nachdrücklichen Pflege der Hausmusik weite Kreise hinzuweisen, veranstaltet die Arbeitsgemein­schaft deutscher Berufsverbände zur Förderung der deutschen Musikpflege im Einvernehmen mit dem Herrn Reichsminister für Dolksaufklärung und Pro­paganda am 21. November 1933 im ganzen Reiche einenT a g der deutschen Hausmusik". Die Schulen haben diesen Tag zum Anlaß zu neh­men, die Jugend auf Wert und Bedeutung der Hausmusik hinzuweisen und an diesem Tage nach Möglichkeit eine musikalische Schulfeier, deren zweck­entsprechende Ausgestaltung jeder Schulleitung über­lassen bleibt, abzuhalten.

Aus dem städtischen Dienst entlasten.

Die Bürgermeisterei teilt uns, mit, daß gemäß § 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufs- beamtentums mit sofortiger Wirkung aus dem Dienst der Stadt Gießen entlas- s e n worden sind: Dipl.-Ingenieur August Kuntze- müller, Oberfeuerwehrmann Ludwig Som­me r l a b , Bauoberassistent Wilhelm Seltmann, Bauassistent Heinrich Wießner, Amtsgehilfe Georg Vogel, Feldschütz Georg Emil Baum, Derwaltungspraktikant Kurt Moosbors.

Prof, von Gall tritt in den Ruhestand.

Der Oberstudienrat am Landgraf-Ludwigs-Gym­nasium zu Gießen, Prof. D Dr. Freiherr von Gall ist auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten langjährigen treuen Dienste und unter besonderer Würdigung des im nationalen Interesse bekundeten Opfersinnes mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 ab in den Ruhestand versetzt worden.

Prof. Freiherr von Gall, der seit 24 Jahren in segensreicher Weise am Landgraf-Ludwigs-Gym- nafium wirkte, hat sich am letzten Schultage vor den Herbstferien in der Schlußandacht von der Schule und feinen Schülern verabschiedet. Sein fruchtbares Wirken zur Heranbildung einer guten deutschen Jugend wird in der Geschichte der An­stalt stets an ehrenvoller Stelle verzeichnet stehen und sichert ihm die bleibende dankbare Aner­kennung der Schüler und der Elternschaft. An der Universität wird Prof, von Gall seine bis­herige Lehrtätigkeit auch weiterhin beibehalten.

Kein Werbeumzug des Gießener Handwerks.

Auf Wunsch der Gießener Handwerksführung ! gaben wir gestern nachmittag durch Aushang be= i tannt, daß' heute mittag ein Werbeumzug des Gießener Handwerks ftattfinben werde. Infolge technischer Schwierigkeiten, die im letzten Augen­blick nicht mehr zu überwinden waren, ist dieser Umzug abgesagt worden. Dagegen findet heute mittag um 13 Uhr die angetünbigte Besprechung in ber Gastwirtschaft Soldan, Seltersweg, statt.

irSDAp. Gießen.

Morgen, Mittwoch, 20 Uhr, Ortsgruppenoer. sammlung ber NS. -Frauenschast Giehen- <Süb im DHV.-Heim, Lonystraße 18. Donners­tag 20.15 Uhr, im Hofe ber Goetheschule (Depot des Sanitätstrupps 11/116) Beginn des Samtats- kurfus. Zellenabende finden diese Woche nicht statt.

Die Amtswaltertagung der O r t s g r u p p e G i e- tzen - Süd am morgigen Mittwoch imGraf Zeppelin" beginnt um 20.45 Uhr. - Nächsten Frei­tag, 20.15 Uhr, dritter Luftschutzabend für bie Sel­len Liebigstraße (1), Wilhelrnstraße (2) unb Klini- ten (3) im Chemischen Institut neben ber Universi­tät Pg. Dr Behaghel spricht über Gasschutz. Alle beutschen Volksgenossen sinb hierzu emgelaben.

AS-FrauenschastStagung.

Morgen, Mittwoch, 15 Uhr, im Rahmen ber Braunen Messe Kunbgebung ber NS.-Frauenschaft auf ber Liebigshöhe. Zu ber Tagung haben mich anbere gleichgesinnte Frauen Zutritt. Es sprechen Pgn. B r i n k h o f f - Schotten unb Pgn. Esch en- selber. Die Frauen seien auf bie heutige Anzeige befonbers hingewiesen.

Siflerjugenb-Sübrerbelprecbung.

Mittwoch, 4. Oktober, finbet in ber Geschäftsstelle bes Oberbannes IV. Oberhessen ber Hitler-Jugenb, Friebberg, Usavorstanb 9, eine Führerbesprechung aller Führer bes Gebietes Hessen-Nassau vom Bannführer aufwärts statt.

Bauern, achtet auf die Festpreise.

Am 1. Oktober sinb bie Festpreise für Roggen unb Weizen in Kraft getreten. Es ist Pflicht jedes Bauern, sich über die Festpreisregelung unb msbe- sondere die für sein Gebiet geltenden Festpreise auf bas genaueste zu unterrichten. Die von Reichs­minister D a r r 6 herausgegebene Verordnung über die Festpreise, die alle für Festpreise wichtigen Bestimmungen, insbesondere die Preist für die etn- zelnen Preisgebiete, enthält, ist im Reichsanzeiger vom 29. September 1933 veröffentlicht worden.

Verbilligte Sonderzugfahrt nach Frankfurt a. M.

Die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. wird am Sonntag, 8. Oktober, einen Sonderzug mit Schnellzugsgeschwindigkeit und mit 6 0 Pr ozent Fahrpreisermäßigung von Gießen nach Frankfurt a. M. (Hauptbahnhof) fahren. Der Son- derzug wird aus bequemen Durchgangswagen zu- fammengeftellt. Für Familien, Vereine und andere Reisegruppen werden auf Wunsch und bei recht­zeitiger Bestellung besondere Wagen oder Abteile bereitgehalten. Der Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt beträgt ab G i e tz e n 2,20 Mark. Abfahrt bes Sonderzuges in Gießen 9.43 Uhr, Ankunft in Frankfurt a. M. (Hbf ) 11-03 Uhr. Rückfahrt ab Frankfurt a. M. (Hbf.) 19.30

Man schreibt uns: Die Dresbner Bank hat zum Oktober-Quartalstermin eine handliche Bro­schüreZeitgemäße G e l b a n l a g e n" her- ausgebracht, bie bazu bestimmt ist, bem praktischen Gebrauch ber Sparer unb Kapitalbesitzer zu bienen.

Die verschobenen Formen ber Bankkonten (Scheck- ~ |, Festgelb usw.), sowie alle Mög-

iger Geldanlage (festverzinsliche

bille-Eveline Flemming; Quintilius Darus, An­ton Neuhaus. Die Eröffnungsvorstellung ist zu­gleich bie erste Vorstellung im Dienstag-Abonne­ment. Gewöhnliche Preise. Enbe gegen 22.45 Uhr. Die erste Vorstellung im Mittwoch-Abonnement bringt am Mittwoch, 4. Oktober, bie Meister-Operette LeharsWo die Lerche singt", unter der Spiellei­tung Paul Wredes. Am Dirigentenpult Kapell­meister Fritz C u j 6. Operettenpreise. Spielbauer von 19.30 bis 22 Uhr.

** Neues Stabtratsmitglieb Als Listennachfolger bes zum komm. Beigeordneten unserer Stabt ernannten bisherigen Stabtratsmit» gliebes H. Bartholomäus ist ber Versor­gungsanwärter Hermann Wagner in ben Gie­ßener Stadtrat eingetreten.

** Seinen 60. Geburtstag konnte am 1 Oktober der Straßenbahnwagenführer Beyer, von hier begehen. Herr B e y e r , der sich allgemein

nln ,, Produk, / örWta.S ^artt. * etwasä * 5®ar SPLOd)en 'M

Qn_r° FranlM.'L. Käscdörst.

?lnahnen. ©5

Der Besuch der Brallnen Messe in der 1 Volkshalle war bisher sehr rege. Selbst am Sonntag, als doch viele Gießener in ben Nach- l mittagsftunben bei ben Erntebankfestfeiern in ben umliegenben Ortschaften weilten, ließ ber Besuch nichts zu wünschen übrig; zeitweise herrschte in ben Gängen ber Ausstellung sogar ein geradezu be­ängstigendes Gedränge. Am gestrigen Montag hielt das Interesse des Publikums für die sehenswerte Warenschau ebenfalls unvermindert an. Mit weite­rem starken Besuch dürfte auch für die kommenden Tage zu rechnen sein, da nunmehr die Landbevölke­rung nach dem Erntedankfest ihr Interesse und einige Stunden Zeit wohl auch der Braunen Messe widmen dürfte. .

Die große Mühe und die hervorragenden Lei- ftungen der ausstellenden Firmen verdienen in ber Tat bie aufmerksamste Beachtung burch bas Publi­kum in Stabt unb ßanb. Mit anerkennenswerter Sorgfalt unb mit berounberungsroürbiger Viel­seitigkeit haben bie Firmen es sich angelegen sein lassen, allenthalben in ben Stäuben hervorragende Qualitätsware unb Qualitäts-Arbeitsleistungen zu zeigen. Bei ber großen Fülle besten, was ber Be­sucher auf biefer Braunen Messe in ber Volkshalle zu sehen bekommt, ist es natürlich unmöglich, bie Einzelheiten ber Leistungen an Ware unb Arbeit sa erschöpfenb zu würbigen, wie sie es mit Recht oerbienen. Man kann auf bem Besichtigungsbummel in der Messe aus der Buntheit des umfangreichen Schaubildes nur charakteristische Eindrücke der per- schiedenen Gruppen festhalten, die sich dem Gedächt­nis besonders einprägen.

Wenn man die Ausstellung vom Hauptportal der Volkshalle aus betritt, so sieht man sich einem bestimmt geordneten System von Gangen gegen­über, deren Laufbahn zweckmäßigerweise eingehal­ten wird, wenn man alle Stände in Augenschein nehmen will. Man wendet sich zur Rechten und |