Der Wachtmann, der mich zuerst offensichtlich nicht verstanden hat, atmet erleichtert auf.
„Photographieren wollen Sie?"
Ich nicke.
„Aber natürlich. Gern." Der Respekt vor dem Ausländer und angeborene Wiener Hilfsbereitschaft lassen ihn mich begleiten. „Das Schwarzenberg- Palais wollen Sie aufnehmen?"
„Yes.“ Ich nicke und steuere der Litfaßsäule zu, auf der das Dollfuß-Plakat in blendendem Sonnenschein liegt, eine unbedingte Erfordernis für meinen billigen Agfa-4-Mark-Apparat.
Ich nehme Aufstellung. Der Wachmann, wenige Schritt neben mir, schaut interessiert zu.
Unmerklich drehe ich den Apparat bei, nehme Dollfuß in den Sucher. Mißtrauisch blinzle ich zur Seite. Der Gute merkt nichts. Ich drücke den Aus- loser hinab.
„Thank you, very much.“ Das ist ein Ausdruck, den wir in der Penne oft genug benutzt haben. Er kommt mir glatt von bet Zunge.
„Bittschön." Das Auae des Gesetzes starrt noch weiterhin auf das Palais, als ob er erst jetzt seine Schönheiten entdeckt hätte.
Der Pg. will sich ausschütten vor Lachen.
„Menschenskind, warum haben Sie denn nur den Engländer gemimt?"
„Man hatte mich sonst an meiner Aussprache doch unschwer als Reichsdeutschen erkannt. Das wollte ich vermeiden. Besser ist besser."
„Streng verbotene Plakataufnahme unter Po'i- . zeiaufsicht. Hoffentlich haben Sie nicht gewackelt." |
Ich glaube es nicht. Aber zur Vorsicht bannen wir Dollfuß an einer Ecke der unbelebten Radetzkystraße noch einmal auf den Rollfilm. Heute steht er bereits in verschiedenen reichsdeutschen Zeitungen.
Abschied von Wien.
„Das Parlament möchte ich noch gerne sehen."
Wir fahren hinunter zum Parlament, ich lasse mir die Oper zeigen, das Maria-Theresia-Denkmal zwischen den beiden Museen, das Rathaus, die Universität und, auf der Rückfahrt, bei einem Abstecher in eine belebte Querstraße, deren Namen ich vergessen habe, auch den Stephansdom.
Eine wunderschöne, an geschichtlich wie künst- lerisch wertvollen Bauten reiche Stadt ist dieses Wien. Man möchte hier schon eine zeitlang leben. Aber als Reichsdeutscher würde das wohl jetzt feine Schwierigkeiten haben. Erst in diesem Augenblick will mir so recht die Bitterkeit des Bruderstreites klar werden.
Deutsches Land! Deutsche Kultur, deutsche Sprache! Aber man will das alles nicht wahr haben.
Bitter notwendig ist dieser österreichische Volks- kampf, damit allen Widerständen zum Trotz das Wort wahr werde: Ein Volk, ein Reich.
Später einmal, wenn dieser Kampf vorüber ist, hoffe ich Wien wiederzusehen.
Wir fahren zum Bahnhof. In zehn Minuten geht der Schnellzug nach St. Pölten.
(Fortsetzung folgt.)
Wirtschaft.
Frachtermäßigung für Obst.
Um die Verteilung der Obsternte zu erleichtern, hat die Reichsbahn auch in diesem Jahre eine Fmchtpreisermäßigung für Obst zugestanden. Die Ermäßigung gilt für die Zeit vom 28. August bis 31. Dezember, so daß sowohl der Absatz von Frischobst zum sofortigen Verzehr als auch die Versorgung mit Der Frachtnachlaß bezieht sich auf den Stückgutoersand von frischen Aepfeln, Birnen und Pflaumen (Zwetschen) und wirkt sich je nach den Entfernungen und Gewichtsmengen verschieden aus. In einzelnen, besonders günstig gelegenen Fällen steigert sich der Nachlaß auf bis zu 30 o. H.
•
* Die Zigarrenfabrik Rinn & (Kloos A G. Heuchelheim, die 1931 mit einem Verlust von 294 989 Mark abschloh, um den sich der Gewinnoorttag auf 52 718 Mark ermäßigte, weist für 1932 einen Gewinn von 637 224 Mark aus, von dem 50 000 Mark an das Stiftungskonto und 568 000 Mark an den Sonderreseroefonds überwiesen werden, so daß 71 942 Mark vorzutragen bleiben. Bei 3 Millionen Mark Aktienkapital und 0,60 Millionen Mark Reserve erscheinen (in Millionen Mark) nach einem Auszug aus der Bilanz die Sonderrücklage von 2,83 auf 3,40 erhöht. Verbindlichkeiten auf Grund von Warenlieferungen und Leistungen mit 2,25, Zoll- und Banderolenschulden mit 1,46 (i. D. insgesamt 2,69 Schulden), andererseits Warenforderungen 6,08, Wechsel und Schecks 0,45, Bankguthaben 0,38 (6,65), Vorräte 2,67 (1,80).
* Weiterer Rückgang der Konkursziffern. Nach Mitteilung des Stattstischen Reichsamts wurden im Monat September durch den Reichsanzeiger 218 neue Konkurse, ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurs- ejöffnung, und 89 geöffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 255 bzw. 73.
* Salzdetfurth - Aschersleben - Westeregeln-Konzern. Der Salzdetfurth-Aschers- leben-Westeregeln-Konzern hat bereits im Frühjahr, um zur Belebung der Wirtschaft beizutragen, ein umfassendes Bauprogramm bei seinen Betriebswerken ausgestellt und hierfür einen Betrag von 2,3 Millionen Reichsmark ausgeworfen. Zum größten Teil find die Arbeiten auf Grund dieser Pläne bereits vergeben, zum Teil werden sie nach Beendigung der zum Teil erforderlichen Durchrechnungen in den nächsten Wochen verteilt werden. Durch diese Maßnahme wird auf den Werken des Konzerns für längere Zeit zusätzliche Arbeit für 305 Mann geschaffen.
Frankfurter Börse.
Mittagsbörse: still, uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 2. Okt. Die Börse erfuhr auch zum Wochen- und Monatsbeginn keine G e • schästsbelebung, da neue Limite der Kundschaft kaum aufgegeben worden waren und auch sonstige Anregungen fehlten. Dagegen erfolgten eher noch kleine Glattstellungen. Die Kulisse übte Zurückhaltung, offenbar auch wegen der Unsicherheit über die zu ergreifenden Währungsmaßnahmen in USA., so daß bas herauskommenoe kleine Angebot nur zögernd Aufnahme fand.
Bei kleinen Umsätzen war die Kursgestaltung uneinheitlich, aber vorwiegend von 0,5 bis 1 v. H. niedriger. Weiter fest lagen L. Tietz (+ 2 v. H.), ferner eröffneten höher Südd. Zucker (+1 v. H.), AEG. (+ 0,90 o. H.) und Scheideanstalt (+0,65 v. H.). Stärkerer Kursdruck ergab sich in Licht und Kraft (—2,75 v. H.) und Siemens, die mit 142,75 zirka 2 o. H. schwächer genannt wurden. Von Montanpapieren setzten Harpener und Mannesmann je 0,75 v. H., Stahloerein 0,90 v. H. schwächer ein. Niedriger lagen außerdem Holzmann (—1,25 v. H.), Reichsbank und IG. Farben mit je —0,5 v. H. und Schiffahrtspapiere, die bis zu 0,40 v. H. verloren. Die Nebenwerte des Aktienmarkts lagen ziemlich unverändert. Fest waren noch Chade auf höhere Kursmeldungen aus der Schweiz mit + 5 Mark (161).
Im Verlaufe stagnierte das Geschäft nahezu vollkommen. Die Kurse blieben gegenüber dem Anfang meist unverändert, Siemens kamen zwar nicht zur Notiz, doch lagen sie zirka 1 v. H. erholt. Per Kasse wurden sie mit unverändert 114,75 v. H. notiert. AEG. büßten ihren Anfangsgewinn wieder ein. Dagegen lagen Chade erneut 0,50 Mark, Südd. Zucker und IG. Farben je 0,5 o. H., Phönix und Stahlverein je 0,75 v. H. höher. Gegen Schluß gaben IG. Farben wieder auf 116 v. H. nach.
Der Rentenmarkt lag ebenfalls sehr still. Stahloerein-Bonds büßten 1,90 v. H. ein. Von deutschen Anleihen blieben Neubesitz mit 11,20 unverändert, während Altbesitz um 0,40 v. H. auf 79,40 nachgaben, später aber 0,25 v. H. aufholten. Späte Reichsschuldbuchsorderungen lagen mif 82,65 v. H. behauptet. Arn Pfandbriefmarkt blieben die Kurse meist unverändert, Rhein. Hyp. Gold (+ 0,5 v. H). Kommunalobligationen waren etwas gesucht und vielfach bis zu 1,5 v. H. höher, besonders die der Frankfurter Institute. Staats- und Stadtanleihen lagen ruhig und kaum verändert. Steuergutscheine von 1935 und 1937 zogen um je 0,13 v. H. auf 92,25 bzw. 80,25 v. H. an, der Durchschnittskurs stellte sich auf 86,80 nach seither 86,70. Don fremden Werten notierten I. und II. Anatolier ex Kupon mit 24 nach 25,25 v. H.
Tagesgeld war nach dem Ultimo zu 4 v. H. um 0,75 v. H. leichter.
Abendbörse: freundlich.
An der Abendbörse lagen Kundenorders kaum vor, so daß sich das Geschäft wiederum in engsten Grenzen bewegte, zumal die Kulisse in ihrer Zurückhaltung verharrte. Die Grundstimmung war indessen freundlich, und die Berliner Schlußkurse lagen bei Eröffnung gut behauptet. IG. Farben waren zunächst das einzigste Papier, das mit unverändert 116 v. H. zur Notiz kam. Im Verlaufe gingen sie dann mit 116,13 v. H. um. Am Rente n m a r k t blieben deutsche Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen bei ebenfalls nur kleinem Umsatz behauptet. Im Verlaufe bröckelte die Altbesitzanleihe um 0,25 v. H. ab. Don fremden Werten waren dreiprozentige Schweiz. Bundesbahn gesucht und fest; die Taxe lautete 104 o. H. nach zuletzt am Freitag amtlich 96 v. H. Infolge der außerordentlichen Geschäftsstille führte kleines Angebot in IG. Farben später zu einem Rückgang auf 115,75 v. H., doch schlossen sie wieder mit 116 v. H. | Fest lagen Rhein. Braunkohlen mit + 2 o. H. U. a.
notierten: Neubesitz 11,15, Altbesitz 79,75 bis 79,50, Gelsenkirchen 47,90, Rhein. Braunkohlen 188, Bekula 113,75, Holzmann 56,50, Reichsbahn-VA. 100.
Frankfurter Lkhlachtvte'.unarkt.
Frankfurt a. M., 2. Okt. Auftrieb: Rinder insgesamt 1691 (gegen 1207 am letzten Montags- markt), darunter befanden sich 528 Ochsen, 124 Süllen, 530 Kühe, 437 Färsen und 72 Tiere seit dem letzten Markt dem Schlachthof direkt zugeführt. Kälber 410 (544), Schafe 152 (93), Schweine 3524 (4007). Notiert wurde pro Zentner Lebendgewicht in Reichsmark: Ochsen al) 28 bis 30, a2) 24 bis 27, b) 20 bis 23. Dullen a) 26 bis 29, b) 22 bis 25. Kühe a) 23 bis 27, b) 19 bis 22, c) 15 bis 18, d) 11 bis 14. Färsen a) 29 bis 32, b) 26 bis 28, c) 21 bis 25. Kälber a) 36 bis 40, b) 31 bis 35, c) 26 bis 30, d) 22 bis 25. Schafe a) 26 bis 28, b) 22 bis 25, c) 16 bis 21. Schweine b) 51 bis 54, c) 50 bis 54, d) 47 bis 53, e) und f) gestrichen, g) Sauen 42 bis 48. Im Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt vom 25. September ließen Rinder 1 bis 2, Kälber 2 bis 3 Mark nach, während Schweine 2 bis 4 Mk. anzogen und Schafe unverändert blieben. Marktverkauf: Rinder schleppend, Ueberstand. Kälber ruhig, Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine ruhig, später stark abflauend, geringer Ueberstand. Fett- schweine über Notiz. Fleischgrohmarkt. Beschickung: 707 Viertel Rindfleisch, 39 ganze Kälber, 17 ganze Schafe, 138 Schweinehälften. Preis für ein Zentner frisches Fleisch in Reichsmark: Ochsen- und Rindfleisch I 50 bis 53, II 45 bis 50. Bullenfleisch 45 bis 50. Kuhfleisch II 35 bis 40, III 25 bis 30. Kalb- fleisch II 65 bis 73. Hammelfleisch 62 bis 65. Schweinefleisch I 64 bis 70. Geschäftsgang: ruhig.
Mainzer Schweinemarkt.
Mainz, 2.Okt. Austrieb: 806. Marktverkauf: in guter Ware gesucht, geringe Ware vernachlässigt, Ueberstand. Beste Tiere über Notiz. Es notierten: vollfleischige Schweine von etwa 120 bis 150 kg 50 bis 54 Mark, von etwa 100 bis 120 kg 48 bis 52 Mark, von etwa 80 bis 100 kg 46 bis 49 Mark.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 2. Okt. Die Veröffentlichung der Richtpreise für das hiesiae Gefälle löste innerhalb des Handels und der Mühlen starke Zurückhaltung aus. Die Forderungen für Brotgetreide waren bei dem knappen Angebot weiter erhöht, wurden aber nur schwer bewilligt. Auch die Mehl- preise zogen um weitere 25 Pfg. je 100 kg an. Am Futtermittelmarkt blieben Kleie unverändert, während ölhaltige Artikel bei knappem Angebot bis zu 50 Pfg. fester lagen. Hafer notierte unverändert, ebenso Braugerste. Am Rauhsuttermittelmarkt lagen die Preise ebenfalls fester. Es notierte (Getreide je to, alles übrige je 100 kg Frachtparität Frankfurt a. M.) in RM.: Weizen 196,50, Roggen 161,00, Sommergerste für Brauzwecke 185—187,50, Hafer 137,50—140, Weizenmehl, Spez. 0 mit Auslandsweizen, 28,75—29,50, do., ohne Auslandsweizen 27,25—28, Roggenmehl, 0—60 v. H. Ausmahlung, 23,25—23,50, do., füdd. Spez. 0, 23,75, Weizenkleie 9—9,25, Roggenkleie 8,75—9, Soyaschrot 8,65—8,85 ohne Monopolzuschlag (o. M.), Palmkuchen 9,10 o. M., Erdnußkuchen 10,60—10,85 o. M., Treber 15—15,50, Heu südd. 5,50—5,70, Weizen- u. Roggen- stroh drahtgepreßt 2—2,25, do. gebündelt 1,6(£—2. Tendenz: abwartend. Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend 2,25 RM. (in der Vorwoche 2,30—2,35) per 50 kg bei Waggonbezug frei Frankfurt a. M. Tendenz: etwas ruhiger.
Mannheimer Getreidebörse
* Mannheim, 2. Okt. Weizen (inländischer, 76/77 kg) 20 bis 20,10 Mark, Festpreis per Oktober 18,80 Bezirk 9, 19,— Bezirk 10, 19,30 Bezirk 11; Roggen (süddeutscher) 16,25 bis 16,50, Festpreis Bezirk 9 per Oktober 15,80, Bezirk 8 15,50; Hafer (inländischer) 14 bis 14,25; Sommergerste 18 bis 19,50; Gerste (Pfälzer) 19 bis 20,50; Futtergerste 16,50; Mais (mit Sack) 18,25; Biertreber (mit Sack) 15,—; Trockenschnitzel (ab Fabrik) 8,75; Erdnußkuchen (prompt) 16,—; Wiesenheu (loses) 4,80; Rotkleeheu 5,—; Luzernkleeheu 6,— bis 6,50; Stroh: Preßstroh Roggen-Weizen 2,—, Hafer-Gerste 1,80 bis 2,—; geb. Stroh: Roggen-Weizen 1,40 bis 1,70, Hafer- Gerste 1,20 bis 1,40; Weizenmehl (Spezial 0, mit Austauschweizen) per Oktober 29,25, per November 29,40; Weizenmehl (Spezial 0 mit Inlandweizcn, alte Ernte) per Oktober 27/75, per November 27,90; Roggenmehl (70 bis 60 v.H. Ausmahlung, je nach Fabrikat, norddeutsches) 22,50 bis 23,50, Roggenmehl (pfälzisches und süddeutsches) 22,75 bis 23,75; Weizenkleie (feine) 9,25, (grobe) 9,75; Roggenkleie 8,50 bis 9,50; Weizenfuttermehl 10,50; Roggenfuttermehl 9,75 bis 11,50; Weizennachmehl 14 bis 15,50; Raps- kuchen 12,—; Palmkuchen 14,—; Leinkuchen 16,75; Sesamkuchen 16,— Mark. — Die Tendenz am hiesigen Markt war stetig bei jedoch kleinen Umsätzen, Futtermittel lagen gut behauptet. — Süddeutsches Weizen-Auszugsmehl 4,—Mark höher, Weizen-Brot- mehl 8,— Mark niedriger als Spezial 0. Biertreber, Mehle, Kleie mit Sack.
Frankfurter Eicrmarkt.
Frankfurt a. M., 2. Okt. Bei gegen die Dor- woche unveränderten Preisen verlief das Geschäft in Anbettacht des Monatswechfels sehr schwach. Lediglich billigste Sorten sind gefragt, alles andere sehr vernachlässigt. Auch der Großhandel bekundete beim Einkauf starke Zurückhaltung, zumal man mit höheren Forderungen in den nächsten Tagen seitens Hollands rechnet. Deutsche Eier sind sehr knapp angeboten, dagegen Balkanware reichlich und Holländer für die Nachfrage ausreichend. Deutsche Frischeier Kl. S. 12, Kl. A. 11,25, Kl B. 11, Kl. C. 10,5. Bayern 11. Holländer und Flandern Kl. S. 11, Kl. A. 10,5, Kl. B. 10, Kl. C. 9,75. Dänen, Schweden und Finnen Kl. S. 10,5, Kl. A. 10, Kl. B. 9,75, Kl. C. 9,5. Bulgaren 9,5, Rumänen und Polen 8,5—9,25, kleine Holländer neuer Produktion 8—8,25 Pfg. pro Stück franto Frankfurt a. M.
Frankfurter Buttcrmarkt.
Frankfurt a. M., 2. Okt. Trotz ermäßigter Preise hat der Butterabsatz keine Belebung erfahren, es mag hierbei der Ultimo etwas mitgesprochen haben. Die Anlieferungen sind zwar relativ tnapp, für die zur Zeit ungenügende Nachfrage reichen sic aber aus. Aus Suddeutschland wurden billigere Sorten etwas mehr angeboten. Die Preise für deutsche und holländische Markenbutter stellten sich auf 140—145 RM. per 50 kg franko Franksurt-M
Allgäuer Butter- und Käfcborfc.
Kempten, 2. Okt. Bei unveränderten Preisen bewegte sich das Geschäft in ruhigen Bahnen. Es notierten: Molkereibutter 1. Qualität 125 RM., 2. Qualität 123 RM., Landbutter 116 RM.
30000 deutsche Lebensmittelgeschäfte im Zeichen des Erntetages!
Entsprechend dem Wunsche des Propagandamini- fteriums, daß der deutsche Einzelhandel sich sichtbar in den Dienst der Verbundenheit mit der deutschen Landwirtschaft stellen möge, veranstaltet der Edeka-Verband Deutfdjer kaufmännischer Genossenschaften, der etwa 30 000 Kolonialwaren- und Lebensmittelgeschäfte in allen Teilen des Deutschen Reiches umfaßt, vom 1. bis 8. Oktober eine „Deutsche Edeka Woche". Zweck dieser Veranstaltung ist es, die breite Oeffentlichkeit vor allem auf die deutschen Agrarprodukte hinzuweisen unter dem Leitsatz: „Deutsche, kauft deutsche Ware beim deutschen Einzelhändler!" Die Edeka-Geschäfte haben in der genannten Zeit ihre Schaufenster einheitlich mit einem Plakat dekoriert, das die Verbundenheit zwischen Stadt und Land zum Ausdruck bringt. Die Verbraucher, werden während der Edeka-Woche Sonderangebote in Qualitätsprobutten der deutschen Landwirtschaft vorfinden.
Das Eisenbahnunglück bei Zränkisch-Erumbach.
WSN. D a r m ft a b t, 2. Okt. lieber die Ursache des Eisenbahnunglücks, das sich am Sonntag im Gersprenztal ereignete, hören wir von der Polizeipressestelle noch folgendes: Der Triebwagen mußte wegen Versagens des Motors etwa 150 Meter hinter Kainsbach halten. Der Zugführer beantragte beim Fahrdienstleiter in Nieder- kainsbach Abschleppllng und forderte in Reichelsheim eine Lokomotive an. Diese ging ab, ohne vorausgemeldet z u fein. Inzwischen war aber der Triebwagen wieder fahrbereit geworden und fuhr ab, da dem Zugführer auf Erkundigungen hin bedeutet wurde, daß die Lokomotive wohl angefordert, aber ihre Abfahr! noch nicht gemeldet fei. Der Fahrdienstleiter halle deshalb gegen die Abfahrt des Triebwagens kein i Einwand zu erheben; er hätte aber den Zug er't in Reichelsheim anmelden müssen. Der Unfall wurde durch den starken Nebel und die schlechte Sicht in der Kurve begünstigt. Von den 16 Verletzten sind noch drei Darmstädter Mädchen tm Stadtkrankenhaus.
Zu dem Eisenbahnunfall teilt die Reichsbahndirektion Mainz mit, daß es sich bei dem Unfall nicht um eine Reichsbahnstrecke, sondern um eine Linie der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft handelt.
Briefkasten 0er Jteöaftion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung )
$. ID. in C. Durch Unterzeichnung des Bestellscheins hat Ihr.Schwiegersohn einen rechtswirk- famen Kaufvertrag mit der in Frage stehenden Buchhandlung abgeschlossen. Die Buchhandlung kann um deswillen, wenn Zahlung gemäß den Be- bingungen des Bestellscheins nicht erfolgt, gemäß § 433 BGB. auf Zahlung des Kaufpreises klagen. Die Verweigerung der Abnahme der Ihnen zu liefernden Bücher entbindet Sie nicht von der Der- pflichtung zur Zahlung des Kaufpreises. Sur Gül- tigteit des abgeschlossenen Kaufvertrages bedarf es Ihrer Zustimmung oder Genehmigung nicht.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Dorfe.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt befchlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H. Lombardzinsfuß 5 v. H.
Fronksuri a. 2)1.
Berlin
Schluß» hir4
Schluß,. Abend» börse
Schloß- f Iiu4
Schluß/. Mittag- börse
Votum
30-9-
2-10-
30-9.
2.10.
•% Deutsche ReichSanleihe v. 1927 6% etem.7% Tt.Rcich«anl.v. 1929 t>¥i% 7)oung-91nlcibe von 1930 ..
Deutsche 91nI.-yblo!.-Sd)ul6 mit 8lu4Lo|.-9tcd)tcn .............
Seigl. ohne SluSlos.-Rechte......
6% ebem.8% Hess. Bolksstaat 1929 lrüchahlb. 102%)............
6% Hell. Lande-bank Darmstadt Gold R. 12..................
BH% Hell- LandeS-Hypotheken- dank Darmstadt fliqul.........
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechtrn .............
Deutsche komm. Smnmclabl. Anleihe Serie 1 mit AuSlos.-Rrchten
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldvse. 15 unkündbar bi» 1935
•% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 16 unkündbar bld 1936
6%% ehem. 4K% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu.-Psandvrtese.......
6K,% ebem. Ci% Rheinische Hyp.-dank-Liau.-Gokdpse.....
6% ebem. 8% Pr. LandeSpsand» briesanstalt, Pfandbriefe 8L 19
6% ehem. 7% Pr. LandeSpfond- briesanstalt, Pfandbriefe R. 10 Eteuergutsch. Verrechnungskurs
4% Ceflerreidjlldje Goldrenir 4,20% Oesterretchische Süberrenle 4% Ungarische Goldrenie.......
4% Ungarische StaatSrente v. 1910 4%% deSgl. von 1913..........
5% abgest. Goldmexikaner von Si 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn»Lnleihe
Serie 1.....................
85
85
85
85,5
98,5
98,4
98,5
98
85
85,5
86
85,75
79,75
79,5
79,75
79,65
11,2
11,15
11,13
11,1
—
81
81,1
82
82.5
82,5
82
82
85
85
—
—
72
—
—
—
—
74
74,4
73,65
84
84
—
—
84
84
—
—
85
85
—
—
86,5
86,5
—
—
85,5
85,5
85,5
85,5
85.5
85,5
85
85
86.75
86,8
86,75
86,8
—
10.9
_
10,75
0,7.
0.75
0,80
0,70
4,75
4,3
4,9
4,65
5,13
5,13
«,2
4,9
4,25
4
4,6
3,9
5,5
5,5
—
6
5
5,05
5
-
6
Frankfurt a.Dl.
Berlin
Schluß- hirt
Schluß!. Abend- bSrte
Schluß- hird
Schlußk. mittag» bflrie
Datum
30.9.
2-10.
30-9.
2-10.
4% deegl. Serie II .............
4 9
4,95
4,9
——
5% Rumän. verclnb. Rente v. 1902
2,8
2,8
——
2,85
4H%RumLn.verctnh.Rentev.l913 4% Rumänische verctnh. Rente ..
4,5
4,5
4,5
4,3
2,5
2.55
2,65
2,55
2 Y*% Anatolier ...............
25
23,9
25,1
24,75
Hamdurg-Slmertka»Paket .....0
10,75
10,5
10,25
10,25
Hamburg-Lüdam. Dampfschiff. 0
22,25
22,5
Hansa-Dampfschiff...........0
—
—
18,5
20
Norddeutscher Lloyd ......... 0
11,9
11.25
11.5
11,25
« für Verkehrswesen Ml. .. 0
40
40
40.5
40
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
84.5
84
Commerz, und Prioat-Bank ... 0
42.5
42
44
—
Deutsche Bank und Dtsconw-
Gesellschaft..........0
45
44
45,5
_
Dresdner Bank.............. o
36,5
36
37
Reichsbank ................ is
141,5
141
141,4
141,4
a.ö.O......................o
18.25
18,25
17,9
18,5
Bekula.....................o
113.25
113,75
113
113,9
Dektr. LieferungSgelMchaft... 6
Licht und Kraft ............. 6
90.75
71
89
72,25
90,25
70,65
88,5
Fellen L Guilleaume.........0
Gesellsch.s.Elektr. Unternehmung. 6
41.5
42
41,5
42,25
73
72,5
72,9
72
Rheinische Elektrizität ........ 5
78 5
77,5
—
77,5
Schlickert»Co....... 6
89.75
89
88.5
89,75
Elements Halske... ........ 7
144.75
—
146,75
145,25
Ladmeyer L Co............ 10
114
112,65
110
112
Buderus ................. o
64.5
65,5
64.5
65.65
Deutsche Erdöl ............. 4
96.5
96,5
95,25
95.9
Gelsenkirchener ...........0
49
46,9
45,75
47
Harpener.................o
82.75
81
81
81,25
Hoesch Eisen—Küln-Reuessen .. 0
—
—
53
54,75
File Bergbau ...... 6
128.5
«.—
126
_
Fl'e Bergbau Konusse........ «
—
94.75
95,5
93
Kocknerwerke ............... 0
52,5
53
51,13
53.75
LianneSmaiur-Röbrru........ 0
53,25
62
51
52,25
Front,un a. Ul.
Seri.n
Schluß» hird
Schlußk. Abend» börse
Schluß» kurS
Schlußk. Ullnag» bSrse
Datum
30.9.
2-10.
30.9.
2-10.
ManSselder Bergbau.......
.. 0
23,75
23,5
22,25
23,75
Kokswerke ................
67,13
68,5
Phönix Bergbau...........
Rheinische Braunkohle» ....
.. 0
10
33,25 181
33,25
188
31,5 179.75
32,75
188
Rbeinstahl................
.. 0
73,5
73,65
73
72,9
Bereinigte Stahlwerke......
.. 0
33,25
32,5
11,25
31
32,5
Llavi Dtinen .............
.. 0
11.25
11
11,13
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
112-5
111
111
113
Kaliwerke Westeregeln......
Kaliwerke Salzdetfurth.....
.. 6
112
112
113
111,25
754
158
158
162
3- ®. Farben-Industrie
.. 7
116.5
115,75
116,25
116
Scheideanstall.............
.. 9
169-4
170
Goldschmidt ..............
.. 0
39,75
40,13
40.25
40
Rütgerlwerke .............
.. 0
47
47
46,75
47,25
Melallgesellschaft..........
.. 0
52,5
52
52.5
Philipp Hoftmann .........
.. 0
58
56
59,5
56
Zementwert Heidelberg ....
Lemeutwerk Karlstadt.......
73-5
-
2
-
—
Schultheis Patzenhoser .....
.. o
91,5
90,75
Mu (Allgemeine Kunstseide)
.. 0
M 29
29
29
29,13
Bemberg.................
.. 0
39
40
38
41
Hellstoss «aldhof..........
Hellktoss Aschaffenburg .....
.. 0 .. 0
33 18,75
33
19
32,5
20
32,5
19,13
Dessauer ®ai .............
.. 7
—
—
100.75
97,65
Daimler Motoren..........
.. 0
24 25
24,5
24
24,75
Deutsche Linoleum.........
.. 0
39.5
39,9
38.5
39.75
Cienflein & koppel ........
.. 0
—
—
77
27,5
Leonhard Tietz............
.. 0
—
16,4
12.25
16.13
Thade....................
..10
—
161,5
154
161,5
A«u mulatorrn.Fadrrk......
.. 0
160
158
—
158,5
ronti-iSummt.............
.. 0
133
133,13
133
133,25
chrktzner..................
16,25
-
f -
Mamkrasiwerke HSchsi L.M..
.. 4
54
-
1 —
Süddeutscher Zucker ......... 8
, 156,25
157,75
1 -
. 157,25
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZIL
ZO. September
2-Lktober
Amtliche Dotierung
Amtliche
Dotierung
(Selb
Srie'
Geld
Ärie
Helstngfor»..
5,744
5,756
5.724
5.736
Wien.......
48.0
18,1-
48 05
48.15
>7.-.15
12 435
12.42
12.44
BudapeH...
Sofia......
'.04/
.OXj
3.047
3.053
Holland ....
168 98
169 32
168,98
163 32
C<lo.......
-5.38
65,52
65.13
65.27
Kopenhagen.
8 14
58,26
57,89
58,01
Stockholm...
67,08
67.22
66,83
66.97
London.....
<3,00
13.04
12.96
13.00
Buenos Aire»
0,9t3
0,967
0,963
0.967
Neu York ....
2,737
2.743
2,712
2,718
Brüssel.....
58 44
58,56
58,39
58.51
Stallen.....
•>2.05
?2 09
22,02
22.0«
Pari« ......
16 395
16 435
16.395
16.435
Schweiz ....
,1,15
dl 31
81,15
81,31
Spanien....
.<5,01
35,09
35,01
35,09
Dan,ig.....
11.62
81,78
81.62
81.78
Japan......
Rio be Ian. .
0,769 0,2.;0
0,771
0.232
0.769
0.230
0,771
0,232
Jugoslawien, ßiiiaboe ....
5.29*>
5.30-
5.295
5.305
12 68
12 70
12.68
12,70
Banknoten.
Berlin. 2.Oktober
--Selb
ütnerUanti pe Roten..............
2,665
2.685
Belgische -Holen..................
58.23
58,47
Tifiiiliftf ... .....
57,63
57.87
12.92
1298
Französische Roten...............
16.355
16,415
168.56
169,24
21,98
Italienische Roten. ..............
21.90
64.97
65,23
Deutsch l citenetdL 4 100 EchMmg
66,67
66,93
81 .29
80,97
34,88
35,02
—


