Ausgabe 
3.7.1933 Erstes Blatt
 
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i teilt mit: Die ib Beigeordneten llmt eingesetzt:

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Holzhausen: Christian Kunz an Stelle des zurückgetretenen Beigeordneten Dach:

Griedel: Hch. Bopp an Stelle des zurück­getretenen Beigeordneten Becker:

Saasen: Heinrich Schepp I. an Stelle des zurückgetretenen Beigeordneten Wilhelm Schmitt V.

Uetzhansen: Johannes Dueckert IV. an Stelle des zurückgetretenen Beigeordneten Johannes Boh­lander.

Frischborn: Karl Block an Stelle des Bür­germeisters Keutzer.

Vockenrod: Anton Garg, seither Beigeord- neter, an Stelle des verstorbenen kommissarischen Bürgermeisters Otto Fey.

Vockenrod: Adam Reuter an Stelle des zum kommissarischen Bürgermeister bestellten seitherigen Beigeordneten Anton Garg.

Sprendlingen (Kreis Offenbach): Geor^ Ott für die seit längerer Zeit unbesetzte Beigeord­netenstelle.

Gedern: Schmiedemeister Heinrich Beyer an Stelle des Bürgermeisters Müller.

Ober-Klingen: Elektromonteur Georg Rauch, seither kommissarischer Beigeordneter, an Stelle des Bürgermeisters Jakob Lutz X.

Ober-Klingen: Heinrich Walter II. an Stelle des seitherigen Beigeordneten Rauch.

Lichtenberg: Landwirt Fritz Daab an Stelle des Bürgermeisters Schellhaas.

Rieder-Klingen: Georg Himmclheber. seither Beigeordneter, an Stelle des freiwillig zu­rückgetretenen Bürgermeisters Grünerwald:

Dieder-Klingen: Valentin Willems II. ' an Stelle des zum kommissarischen Bürgermeister ernannten seitherigen Beigeordneten Himmel­heber:

Harpertshausen: Landwirt Phil. Funk an Stelle des freiwillig zurückgetretenen Beigeord­neten Lautenschläger:

Mommenheim : Landwirt Drückbauer, seit­her Beigeordneter, an Stelle des Bürgermeisters Philipp Leib:

Mommenheim: Georg Windischll. mit Wirkung vom 2. August 1933 an Stelle des zum kommissarischen Bürgermeister ernannten Beige­ordneten Brückbauer:

Lörzweiler: Landwirt Jakob Becker I. an 2telle des Beigeordneten Lorenz Holzenthal.

Abschied von

Standartenführer Engmann.

Am Samstagabend verabschiedete sich der Standartenführer Engmann von der Gießener SA Zu dieser kleinen Feier hatten sich ver­schiedene Stürme eingefunden, die gemeinsam Don der Schulstraße zu einem Hofe am Selters- . Iicg marschierten. Als erster Redner sprach der ' Iuc Standartenführer Luther, Friedberg. Er führte u. a. aus, daß er ein herzliches Verhältnis zu den Mannschaften haben wolle, denen er sicherlich nicht ganz unbekannt sei. Er wolle der Führer sein, aber nicht in der Gegenüberstellung Befehlender und Untergebene, sondern in kame­radschaftlichem Sinne, so wie sich die Bewegung überhaupt aus kameradschaftlichem Geiste auf­bauen müsse und aufbaue. Er gedachte kurz des -Wirkens des bisherigen Standartenführers, der in einen anderen Wirkungskreis berufen sei. . Mit einem Treugelöbnis und einem dreifachen Sieg-Heil!" auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler beschloß er seine Worte.

Sodann verabschiedete sich Standartenführer ®ngrann: Die SA. habe ihm mit dieser Abschieds-Ehrung eine große Freude gemacht. Von allen SA.-Kameraden. denen er bisher als Führer gegenüber gestanden habe, sei ihm die SA. der Standarte 116 die liebste gewesen. Die SA. stehe nun vor einem entscheidenden Ab­schnitt. Die Zeit der Siegesfeiern sei vorbei, jetzt gelte es ernsteste Arbeit vorzubereiten. Er selbst müsse Gießen verlassen um ein SA.°Führer­schulungslager zu übernehmen. Mit einem herz­lichenLebt wohl Kameraden!" schloß Standar­tenführer Engmann seine Ansprache.

Zum Schluß hielt noch Truppführer Gerichts­referendar Müller (17/11/116) im Rainen der Kameraden der Standarte eine kurze Rede. Dem scheidenden Standartenführer rufe er ein herz­lichesLebewohl!" zu. Er sei der SA. ein prächtiger Kamerad gewesen und wenn der heu­tige Abend auch nicht alle Stürme vereinige, so möge der Scheidende doch die Gewißheit mit sich nehmen, daß die Kameraden der Standarte ihn stets in guter Erinnerung halten würden. Als ein Zeichen der Erinnerung an die Gießener SA. überreichte Truppführer Müller dem scheidenden Standartenführer ein Andenken. Nachdem noch gemeinsam ein Lied gesungen worden war, rückten die Stürme wieder in ge­schlossenen Zügen ab.

Oie Säuberung der bessischen Polizei.

Die Staatspresse st eile teilt mir: Das Per- sonalamt der hessischen obersten Landesoerwaltung gibt bekannt, daß es sich bei dem ArtikelDie Säuberung der hessischen Polizei vollendet" nur um die Beendigung der ersten Maßnahmen handelt, die auf Grund bereits vorhandener Unterlagen seitens der Behörden sofort erfolgen konnten. Selbstver­

ständlich wird die Nachprüfung der personellen An­gelegenheiten auf Grund des Gesetzes zur Wieder­herstellung des Berussbeamtentums auch für die Polizei fortgesetzt. Denn aus grundsätzlichen Erwä­gungen und zur Sicherung des neuen Deutschlands muß bei der Reinigungsaktion besonders bei den Polizeien der Länder ein besonders strenger Maß­stab angelegt werden.

Lustfahrt tut not!

Preisaufgabe des Gießener Anzeigers.

Aus Anlaß der Deutschen Luftfahrt-Werbewoche stellte derGießener Anzeiger" eine Preisausgabe, die in der Beantwortung von 10 Fragen bestand, beider ließ das Ergebnis gemessen an den außer­ordentlichen Erfolgen früherer Preisausschreiben sehr zu wünschen übrig. Eine Reihe von Fragen wurden falsch beantwortet: den meisten Teilnehmern ist es ofsentsichtlich schwer gefallen, die auf die Entwick­lung des Flugsportes in Gießen sich beziehenden Fragen richtig zu beantworten, während die allge­meiner gehaltenen Fragen richtig getroffen wurden. Da ein großer Teil der Antworten nur in unbe­stimmter Form gehalten wurde, konnte von den zur Verfügung stehenden Preisen nur eine be­schrankte Zahl zur Verteilung gelangen.

Die Auslösung.

Die Beantwortungen mußten folgendermaßen touten: 1. Am 28. Mai 1933; 2. am 5. Juli 1925; 3. Maier; 4. canck mecl. Schmidt; 5. Oktober 1924 auf den Wiesen am Gerichtsgebäude: 6. 200 m (oder 205 m); 7. G 38 (oder D 2500, oder Generalfeld­marschall von Hindenburg); 8. Manfred von Richt- hosen; 9. Wolfgang von Gronau; 10. Ministerpräsi­dent Göring.

Die Preisträger.

1. Ursula Burg, Gießen, Frankfurter Straße Nr. 143: ein Freiflug.

2. Walter Lutz, Gießen, Wilhelmstraße 54: ein Freiflug.

3. Marie Knapp, Gießen, Mühlstraße 5p: ein Freiflug. ,

4. Heinrich Gröninger, Gießen, Grünberger Straße 50:Luftschiff voraus".

5. Ernst August Noll, Gießen, Bismarckstraße Nr. 6 II:Bremsklötze weg!"

6. Karl R a u , Gießen, Am Kugelberg 22:Der rote Kampfflieger".

Die Abholung der Preise.

sofern die Preisträger ihre Anerkennung nicht schon in der Form , eines Freiflugs erhielten, kann in der Zeit von 15 bis 17 Uhr am morgigen Diens­tag in der Redaktion desGießener Anzeigers", Schulstraße 7, erfolgen.

GiehenerLützower" an den Reichskanzler.

Die Deutsche Webrschaft (DW.) übersandte am Tage der Unterzeichnung des Versailler Schand­diktats, dem Gründungstage der Deutschen Wehr­schaft, ihrem Ehrenführer, 'dem Volkskanzler Adolf Hitler, aus allen Teilen Deutschlands Ergeben­heitstelegramme. Die Gießener WehrschaftDie Lützower" in der DW. richtete an Adolf Hitler folgendes Telegramm:

Ihrem Ehrenführer am Tage der Unterzeichnung des Versailler Schanddiktats Heilgruß und Gelöbnis treuer Gefolgschaft im Geiste der alten Lützower.

Gießener Wehrschaft.Die Lützower'."

Tagung

des Evangelischen Landeskirchentags.

Der Evangelische Landeskirchentag ist zu einer eintägigen Sitzung auf Donnerstag, 6. Juli 1933, 9 Uhr, einberufen worden.

Äornvtizcu.

Tageskalender für Montag. Deut­scher Bekleidungsarbeiter-Verband: 20 Uhr, Gewerk­schaftshaus, Versammlung. Lichtspielhaus (Bahn- bofstraße):Eine Tür geht auf" sowieSergeant Mc. Kenna".

*

* *H essische Polizeidirektion Gie- ß e n." Auf Anordnung des Herrn Staatskommissars für das Polizeiwesen in Hessen führt das Polizeiamt Gießen nunmehr die Bezeichnung:Hessische Polizei­direktion Gießen".

* * 3n Öen Ruhestand getreten. Post- assistent Konrad Frees ist am 1. Juki nach 48jähriger treuer Dienstzeit wegen Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand getreten.

* * Spende zur Schaffung der natio­nalen Arbeit. Auf Veranlassung des Ange­stelltenrates der Firma Poppe & Co. wurde bei der Gehaltszahlung am 30. 3uni durch eine Listen­sammlung ein Betrag von 76 Mark eingesammelt, der als Spende zur Schaffung der nationalen Ar­beit dem Finanzamt Gießen überwiesen wurde.

** Oeffentliche Bücherhalle. Im Juni wurden 1053 Bände ausgeliehen. Davon kamen auf: Erzählende Literatur 707, Literaturgeschichte 2, Zeit­schriften 22, Gedichte und Dramen 7, Jugendschriften 60, Länder- und Völkerkunde 70, Kulturgeschichte 3, Geschichte und Biographien 102, Kunstgeschichte 2, Naturwissenschaft und Technologie 22, Heer- und See­wesen 5, Haus- und Landwirtschaft 6, Gesundheits- lehre 13, Religion und Philosophie 13, Staatswissen-

17, Sport 2 Bände. Nach auswärts kamen 2 Bande.

Die Gießener Gastwirte in Lich. Dieser Tage folgten die Gastwirte von Gießen und Umgegenö einer Einladung des Brauerei- beschers Hans 3 h r i n g und fuhren unter zahl- racher Beteiligung nach Lich. Die Teilnehmer wurden von dem Chef und den Angestellten der Sirma 3hring herzlich begrüßt. Unter Vorantritt der Feuerwehrkapelle von Lich bewegte sich ein stattlicher Zug durch die Straßen der Stadt nach demHolländischen Hof". Dann ging es, wieder unter Dorantritt der Musik und der Fahne des neuen Reiches, durch den Schlohpark zu dem Hardtberg. 3n vorsorglicher Weife war hier ein großes Festzelt erstellt worden. Nachdem Brauereibesiher Hans 3 h r i n g seine Gäste noch­mals willkommen geheißen hatte, dankte ihm der

Vorsitzende der Innung Fran; Sold an tn längeren Ausführungen und schilderte die der­zeitige Lage des Gaststättengewerbes. Zum Schluß brachte er auf den alten Generalseid­marschall v. Hindenburg und auf den Volks- kanzler Adolf Hitler ein dreifachesSieg- Heil" aus. Den Reden folgte das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied. Man verbrachte noch manche Stunde in geselliger Unterhaltung.

Rachsendung von Postsendungen. Das Postamt Gießen teilt mit: Zu Anträgen auf Rachsendung von Postsendungen sind möglichst die amtlichen Formblätter zu benützen, die an den Postschaltern und von den Postzustellern zur Abgabe bereit gehalten werden. Die Verwen­dung dieser amtlichen Formblätter gewährleistet die pünktliche Rachsendung der Post und ist daher zum Vorteil der Empfänger-

S.J.-fpor/

1900 sechsmal, OGE. einmal Bezirks­meister in Kassel.

Unter starker Beteiligung aus allen Teilen des Bezirks kamen am Sonntag die Leichtathletik-Mei­sterschaften von Hessen-Hannover in Kassel zum Aus- trag. Die Gießener Vertreter schlugen sich bei der äußerst starken Konkurrenz recht gut und brachten neben wertvollen Plätzen folgende Meisterschaften an sich. 100 Meter: Eldracher (1900) 11,2 Sek.; 400 Meter Hürden: Jung (1900) 59 Sek.; Stabhochsprung: Unteroffizier Steines (1900) 3,35 Meter; Diskuswerfen: Kilo (1900) 42,17 Meter; Kugel st oßen und Schleuderball­werfen: Unteroffizier Gugel (1900) 13,49 Meter bzw. 54,88 Meter; S t e i n st o ß e n : Unteroffizier Mohl (OSE.) 8,90 Meter.

Leichtathletische Abendveranstaltung auf dem 1900-Sportplah.

Am Mittwochabend di-ser Woche kommt auf dem 1900-Sportplatz eine Leichtathletik - Veranstaltung zur Durchführung, die allgemeines Interesse auf sich ziehen dürfte. Es ist der bereits in den Jahren 1930 I und 1931 im Vorjahre konnte kein passender I

Termin gefunden werden zum Austraa gekom­mene Mannschaftskampf zwischen dem hiesigen Ba­taillon, der Universität und den Gießener Turn- und Sportvereinen. Am kommenden Mittwoch sind die Vereine vertreten durch den Männerturnvercin, Olympischen Sportklub und Spielvcreinigung 1900 als dem Veranstalter. Stärker als bisher ist dies- nial der Mannschaftsgedanke herausgestellt. Es sind drei Gruppen von Hebungen zu unterscheiden. Ein Fünfkampf aus 100 Meter, 1000 Meter, Weit­sprung, Steinstoßcn und Keulenwerfen, zu dem jede Partei 3 Leute stellt; drei Einzelwettbe­werbe, nämlich 100 Meter, 3000 Meter und Dis­kuswerfen, die von je 2 Mann beschickt werden kön­nen und eine 10 X>--Runde staffel. In jeder Gruppe wird die Placierung der einzelnen Parteien festgestellt, die sich aus den Gesamtleistungen ihrer Leute ergibt und nach Punkten gewertet. Es wird also die beste Ausgeglichenheit im Können der ein­zelnen Vertreter ausschlaggebend für den Ausgang des Kampfes sein. Eine Voraussage ist daher kaum möglich. Es steht zu erwarten, daß Bataillon, Uni­versität und Spieloereinigung wieder das Ende unter sich ausmachen. Als Rahmenkonkurrenz findet noch ein Gepäckmarsch statt, zu dem auch SS., SA. und Stahlhelm eingeladen sind.

Konkurseund Vergleichsverfah­ren i m 3 u n i. Rach einer Mitteilung des Stattstischen Reichsamtes wurden im Monat 3uni durch den Reichsanzeiger 264 neue Konkurse ohne die wegen Massemangels abgelehnten An­träge auf Konkurseröffnung und 123 er­öffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 394 bzw. 140.

Frankfurt uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 3. Juli. (WTB.-Drahtmel- düng.) Die Tatsache, daß Roosevelt eine Bindung in der Goldstandard-Frage nicht eingehen will, wurde von der Anfangsbörse zunächst nicht allzu pessimistisch beurteilt, da man glaubte, daß sich Amerika auf diese Weise nur ein Druckmittel ver­schaffen will. Nach den ersten Kursen war jedoch zunächst dieses Moment zusammen mit der Erklä­rung Englands, das sich dem Vorgehen der Gold­standardländer nicht anschließen will und die weiter überwiegende Geschäftsstille ein Grund für Ab­schwächungen bis zu 1,75 Prozent. Am Montan­markt gaben Buderus und Klöckner je 0,50 Prozent, Mannesmann Phönix, Rheinstahl und Stahlverein bis zu 1,50 Prozent nach. Die Stimmung konnte sich hier jedoch bald wieder bessern, so daß Rhein- stahl den Anfangsverlustt nach kurzer Zeit bis % Prozent wiedereinholen konnte. Harpener lagen von Anbeginn 0,50 Prozent höher. Von Spezialwerten notierten JG.-Farben unverändert, Scheideanstatt und Rüdgerswerke 0,25 Prozent niedriger. Auch der Elektromarkt wies Abschwächungen auf, Ges- fürel und Schuckert waren bis 1,75 Prozent Sie­mens und Lahmeyer !e 0,50 Prozent gedrückt. Mit Plus-Plus-Zeichen erschienen Chadeaktien, die um 12 Mark anzogen. Im Verlaufe wurde die Stim­mung uneinheitlich. Während andererseits Reichs­bank, Zellstoff Waldhof und Süddeutsche Zucker bis 1 Prozent und Aku 2 Prozent gewannen, gaben Akkumulatoren Berlin, Gelsenkirchen und Deutsche Linoleum 1,75 Prozent und Jlse-Bergbau 3 Pro­zent nach. Merklich ruhiger wurde das Geschäft auch späterhin. Jlse-Bergbau blieben mit dem Verlust von 3 Prozent unerholt.

Am Rentenmarkt wiesen die variablen Werte mehrfach Schwankungen auf. Altbesitz er­öffneten y% Prozent höher, Neubesitz gaben, 0,10 Prozent ab. Don den heute erstmalig nach Serien getrennten Schutzgebiete lagen die 1913er und 1914er Serien 7 bis 7,10 Prozent. Späte Reichs­schulbuchsorderungen waren 0,25 Prozent schwächer. Vn Jndustrie-Ooligationen konnten Stahlverein einen Anfangsverlusl von % Prozent wieder auf­holen, Reichsbahn-Vorzugsaktien gewannen 0,25 Prozent. Von fremden Werten gewannen Anatolier 1% Prozent, Zolltürken blieben behauptet. Am Pfandbriefmarkt lag mehr Angebot vor, das größ­

tenteils aufgenommen wurde. Es ergaben sich somit Abschwächungen bis 0,50 Prozent. Kommunalobli- gationen waren widerstandsfähiger. Der Satz für Tagesgeld ermäßigte sich auf 3,50 Prozent.

Frankfurter Schlachtvichmarkt.

Frankfurt a. M., 3. Juli. Auftrieb: 1335 Rin- der, darunter 361 Ochsen, 150 Bullen, 452 Kühe, 390 Färsen; 486 Kälber, 38 Schafe, 3522 Schweine. Es wurden bezahlt: Ochsen, vollst., ausgemäftete, höch­sten Schlachtwerts, jüngere 29 bis 32, ältere 25 bis 28, sonstige vollfleischige 22 bis 24 Mark; Bullen, jüngere vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 26 bis 29, sonstige vollst, oder ausgemäftete 21 bis 25 Mark; Kühe, jüngere, vollst, höchsten Schlacht- werts 24 bis 28, sonstige vollst, oder ausgemäftete 20 bis 23, fleischige 16 bis 19, gering genährte 12 bis 15 Mark; Färsen, vollfleischige, ausgemäftete höchsten Schlachtwerts 29 bis 33, vollfleischige 25 bis 28, fleischige 22 bis 24 Mark; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 37 bis 40, mittlere Mast- und Saugkälber 33 bis 36, geringe 26 bis 32 Mark; Schweine, vollfleischige von etwa '240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 37 bis 40, von 200 bis 240 Pfund 37 bis 40, von 160 bis 200 Pfund 35 bis 39, fleischige von 120 bis 160 Pfund 34 bis 35 Mark. Marktverkauf: Rinder ruhig, ausverkauft, Kälber und Schafe mittelmäßig, ausverkauft, Schweine mit­telmäßig, ausoerkaufk.

Daten für Montag, den 3. Juli.

1676: Leopold Fürst von Anhalt-Dessau geboren (gestorben 1747); 1709: Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth in Berlin geboren (gestorben 1758); 1792: der Feldherr Prinz Ferdinand von Braun­schweig gestorben (geboren 1721); 1866: Schlacht bei Königgrätz (Sadowa); 1890: der Schriftsteller Hanns Johst in Seehausen (Sachsen) geboren; 1926: der Erfinder der autosuggestiven Heilmethode Emil Cou6 in Nancy gestorben (geboren 1856).

Wettervoraussage.

Der hohe Druck hat sich noch verstärkt und be­stimmt weiterhin die Wetterlage. Bei vielfach auf- heiterndem Himmel werden infolge der Sonnenstrah. lung die Temperaturen tagsüber kräftig ansteigen.

Aussichten für Dienstag: Meist heiter, weitere Erwärmung und trocken.

Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der Schönwetterlage.

Lufttemperaturen am 2. Juli: mittags 21,5 Grad Celsius, abends 15,5 Grad; am 3. Juli: morgens 16,5 Grad. Maximum 23,6 Grad, Minimum 14,0 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. Juli: abends 20,5 Grad; am 3. Juli: morgens 17,1 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 9K Stunden.

Verantwortlich für Lokales, Provinz, Wirtschaft und Sport: I. V.: H. L. N e u n e r.

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