Ausgabe 
3.5.1933 Frühausgabe
 
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dem Verwaltungsgebäude des Elektrizitätswerkes gehißt.

Hierauf ergriff der Betrievszellenleiter des Elek­trizitätswerkes und der Straßenbahn, Herr Ober- monteur H eines, dns Wort und hielt an die Belegschaft eine Ansprache folgenden Inhalts: Liebe Arbeitskollegen! Wir haben uns hier ver­sammelt, um den Tag der nationalen Arbeit feier­lich zu begehen, und wollen Zeugnis davon ab­legen, daß wir treu hinter unserem Führer Adolf Hitler stehen. Innerlichen Anteil hat das deut­sche Volk an dieser Feier des I.Mai erst gefunden, als die junge nationalsozialistische Bewegung be­gann, diesen Tag als den Tag der deutschen Ar­beit festlich zu begehen. Unter dem Hakenkreuzban­ner sammelten sich schon seit einigen Jahren Natio­nalsozialisten, um am I.Mai nicht materialistisch der Arbeit zu fluchen, sondern die Arbeit um ihrer selbst willen als urdeutsche Form der Betätigung zum Wohle der Nation in frischer Begeisterung zu ehren." Die Blegschast wurde ersucht, dem Führer Adolf Hitler treu zur Seite zu stehen und den Vor- gcseßten zu achten. Zum Schluß mahnte der Redner an die Zusammenarbeit und Hilfe für den Wieder­aufbau des deutschen Vaterlandes.

Hierauf wurde unterbem Gesang des ersten Ver­ses des Horst-Wessel-Liedes die Hakenkreuzfahne auf dem Verwa'.tungsgebäude des Elektrizitäts­werkes gehißt, bei gleichzeitigem Sieg-Heil in drei­maligem Ausruf auf den Führer Adolf Hitler. Damit war die Feier beendet und die Reichswehr­kapelle spielte noch einige Märsche.

Die Belegschaft, etwa 160 Mann stark, begab sich unter Vorantritt der SA. des Elektrizitätswerkes unter Mitnahme des Betriebszellenbanners zum Feldgottesdienst nach dem Landgraf-Philipp-Plaß.

Das Reichswehr-Bataillon hatte in anerkennens­wertester Weise zum Festakt die Kapelle zur Ver­fügung gestellt, es sei an dieser Stelle dem Batail­lon herzlicher Dank ausgesprochen.

Das Verwaltungsgebäude des Elektrizitätswer­kes und die angrenzenden Dienstgebäude waren reich mit Tanncngrün und Birken und national­sozialistischem Fahnenschmuck versehen.

Nie Feier tm Gaswerk Gießen

Am Tag der nationalen Arbeit fand wie uns mitgeteilt wird eine würdige Feier des Gas- und Wasserwerks, der Kanalisationswerke, des Volksbads und der städtischen Feuerwehr in Anwesenheit der gesamten Belegschaft statt. Stadtbaudirektor Brau­bach als Werkleiter wies in eindrucksvollen Worten auf die Stunde und die Bedeutung des Tages hin und brachte zum Ausdruck, daß an dieser Schicksals­wende des deutschen Volkes alles geschlossen hinter die Führer treten müsse unter dem Wahlspruch:Ge­meinnutz geht vor Eigennutz". Der Tag der natio­nalen Arbeit solle das Volk wieder zur wahren Volksgemeinschaft führen. Oben auf dem Gasbehäl­ter solle weithin sichtbar die Hakenkreuzfahne als Symbol der Treue, Pflichterfüllung und Gehorsam gegen Volk und Führer grüßen.

Unter den schneidigen Klängen des von der SA.- Kapelle gespielten Präsentiermarsches wurde sodann die Hakenkreuzfahne langsam auf dem Gasbehälter feierlich aufgezogen:

Hoch auf dem Gasometer hissen wir die Fahne Das Hakenkreuz am ersten Mai uns mahne, Daß aller Klassenhaß aus deutschem Volk entschwinde Und sich der Deutsche wieder zu dem Deutschen finde.

Am Schluß seiner Ansprache brachte Stadtbau­direktor Braubach ein dreifaches Sieg-Heil auf den Reichspräsidenten v. Hindenburg, den Reichskanzler Adolf Hitler, den Staatspräsiden­ten Dr. Werner und auf das deutsche Vaterland aus, in das die gesamten Werksangehörigen begei­stert einstimmten. Der erste Vers des Deutschland­liedes bildete den Abschluß der ersten Ansprache.

In einer Rede bekannte der Betriebszellenwart der NSBO., W e h r u m , voll Stolz, daß die ge­samte Belegschaft der nationalsozialistischen Betriebs­zelle angehöre, und so als Kampfgemeinschaft eine Stoßkraft für die Zersetzung des Marxismus bilde. Er gab seiner Freude Ausdruck, daß es endlich ge­lungen sei, eine Volksgemeinschaft zu gründen, der Arbeiter, Beamte und Angestellte in einer Front stehend angehören. Nicht Klasse gegen Klasse, son­dern Klasse für Klasse sei heute der Wahlspruch, m Gegensatz zu den früheren Methoden, durch die der Staatsbürger dem Staate entfremdet wurde. Als Endziel der nationalen Revolution solle das deutsche Volk wieder als einiges Volk zusammengeführt wer­den. So grüßte er die Hakenkreuzfahne als Zeichen | der Einheit, als Symbol einer besseren Zukunft.

Das Horst-Wessel-Lied schloß die Kundgebung der 120 Mann starken Belegschaft. Anschließend wurde das Hakenkreuzbanner des Gas- und Wasserwerkes vom Standartenführer nach dem Feldgottesdienst auf dem Brandplatz geweiht und nachmittags im Festzug der gesamten Belegschaft vorangetragen.

Feiern in den Gailschen Betrieben.

Am Tag der nationalen Arbeit fanden auch in den Gailschen Betrieben gemeinsame Feiern der Werkleitung und der Belegschaften statt. Auf dem Hofe der Zigarrenfabrik hielt der Firmeninhaber Dr. Gail eine Ansprache, die er mit dreimaligem, freudig aufgenommenen Hurra auf das geliebte deutsche Baterland, den Reichs­präsidenten und die Reichsregierung mit dem Führer Adolf Hitler an der Spitze abschloß. Die Ansprache im Hofe der Gailschen Tonwerke hielt Direktor Wagcnschein, dessen Worte mit dreifachem Hoch auf das Baterland, den Reichspräsidenten, die Reichsregierung und ihren Führer Adolf Hitler ausklangen. Rach der feierlichen Hissung der schwarzweißroten Fahnen und der Hakenkreuzfahnen folgten Ansprachen der Vertreter des Betriebsrats. Hierauf begaben sich die Teilnehmer an dem Festakt zum Feldgottes­dienst.

SJL-rfpoti

OasZntemationaleReiiiurnier ittZRom

Die deutschen Reiter, die am Eröffnungstage im Jagdspringen um den Ezquiline Preis mit 24 Pferden in die Ereignisse eingriffen, zeigten fa­mose Leistungen, es reichte jedoch nicht ganz zum Siege. Insgesamt sprangen 35 Pferde fehlerlos, darunter 12 Italiener und acht Deutsche. Die schnellste Zeit des Tages erzielte der Italiener Hptm. Baoca auf Manola mit 1:44,8 vor dem Franzosen Lt. Bizard auf Artachon mit 1:46,4 unb Oberst Forquet-Italien auf Liberia mit 1,47,2. Rittm. v. Barnekow war auf Derby mit 1:47,6 der beste Deutsche und belegte den pierten Platz vor Oblt. Hasse auf Baron mit 1:47,8. Auch am zweiten Tage langte cs für unsere Vertreter nur zu undankbaren Plätzen. Die beiden Italiener Oberst Borsarelli auf der be­kannten Stute Crispa und Capt. Filipponi auf tafelto fegten in unerhörtem Tempo über die 14 Hindernisse und belegten auf Grund ihrer besse­ren Zeit die beiden ersten Plätze vor Rittm. von Sydow auf Siegen, hinter den 17 fehlerlosen Pferden befanden sich weiterhin Manuk (Frau v Opel). Tora (Lt. Brandt), Baccarat (Oblt. Romm) und Hasdrubal (Oblt. Lippert).

VfB. Gießen.

VfB. 1 Sport Kassel I 2:5 (0:4).

Durch die Erringung der Meisterschaft des Lahnkreises ist der VfB. an den Aufstiegspielen Sur obersten Westdeutschen Spielklasse teilnahme- berechtigt. Am Sonntag hatten die Grünweißen als ersten Aufstieg-SpielgegnerSport"-Kassel aus dem Waldsportplah zu Gast. Das Resultat kam überraschend. Die Riederlage der Gießener

ist nicht zuletzt de» Mannschaftsaufstellung, die sich als nicht sehr günstig erwies, zuzuschreiben. Erst als Knaus in die Läuferreihe ging, wendete sich das Blatt, aber die vier vom Gegner vor­gelegten Tore konnten dann nicht mehr aufgeholt werden.

Den Kampf bestritten: Balser: Leutheuser. Bingel: Lehrmund, Kreß L, Fenster: Haupt, Wilhelm, Fehing, Knaus, Ritter.

Die Gäste begannen das Spiel in schnellstem Tempo. Schon in der ersten Minute ging ein scharfer Schuß knapp am Pfosten des VsD.- Tores ins Aus.Sport" zeigt das bessere Zu­sammenspiel, insbesondere die Flügel kamen im­mer wieder durch. Beim ersten Angriff der VfBer brachte Wilhelm einen schönen Weit­schuß an, der aber knapp über die Latte ging. Beide Mannschaften spielten sehr aufgeregt. Balser wehrte einen scharfen Schuß ab, aber den Rachschuh muhte er passieren lassen. 1:0 für Sport"! Die Grün-Weihen hatten ebensalls einige zwingende Torchancen, aber die Bälle wur­den verschossen. Bei verteiltem Spiel ging der Kampf weiter bis durch zu spätes Eingreifen der Verteidigung die Gäste auf 2:0 erhöhen konnten. Die Grün-Weihen waren nun zwar etwas depri­miert, aber sie kämpften unentmutigt weiter. Sie hatten sich freigemacht in allen Teilen, aber was nicht verschossen wurde, wurde vom Torwort der Gäste gehalten. Gegen Ende der Halbzeit kam Sport" zu zwei weiteren Toren. Die Grün-Wei- hen standen beiden Entscheidungen (Abseits und Handspiel!) des Schiedsrichters Engel tes (Marburg) ratlos gegenüber.

Die 2. Spielhälfte sah von Anfang bis Ende die VfBer in unerschrockenem Kampfgeist. Durch

einen von Ritter verwandelten Elfmeter und durch einen Prachtschuh von Fehling fonr/ten die Grün- Weihen zwei Tore aufholen. Knaus spielte nun in der Läuferreihe und die Partie stand durchaus nicht ungünstig für VfB. Dieser war sehr stark im Angriff, immer und immer wieder kamen die Grün-Weihen in den Strafraum des Gegners, aber Aufgeregtheit und Pech vereitelten die Er­folge. Erst alsSport" durch einen Fehler Bal­sers zum fünften Tor kam, war das Schicksal der VfBer besiegelt. Gegen Ende wurde das Spiel unter Einsatz aller Kräfte durchgeführt: so muhte Balser verletzt ausscheiden. Auch ein Kasseler Spieler verließ, durch eigenes gefährliches Spiel verletzt, das Feld. Beim Stand von 5:2 für Sport" ging das Spiel zu Ende, nachdem VfB. die letzten Angriffe des Gegners mit allen Kräften hatte abwehren müssen.

Oie Aufstiegspiele der Gruppe Main.

Mit Rücksicht auf das Endspiel um die süd­deutsche Meisterschaft im Frankfurter Stadion gab es am Sonntag in der Gruppe Main nur

em Aufstiegsspiel. Viktoria Aschaffenburg schlug Bonames 5:0 (3:0) und schob sich damit auf. den zweiten Tabellenplatz vor.

Kurze Sportnoiizen.

Der Große T-aunuspreis, ein Straßen­rennen über 130 km, wurde von Bruno Roth (Adler, Frankfurt) .In 4:04.40 Stunden von ßöber (Rot-Weiß, Frankfurt) und Müllerklein (Offenbach) gewonnen.

*

Ungarns Sßaffe^ baller siegten in Stutt­gart überSchwabei^ mit nicht weniger als 14:0 (6:0).

*

Die Süddeutsche Handball-Mei st er- schäft ist noch nicht entschieden, da Waldhof im Rückspiel die Spog. Fürth 12:3 schlug. Es muß also noch ein drittes Spiel ausgetragen werden.

*

Jenny Ka st e i n (Holland) stellte im 400-m- Brustschwimmen für Damen mit 6:29 Minuten einen neuen Weltrekord auf.

Wirtschaft.

Oie deutschen Sparkassen im März.

Bei den deutschen Sparkassen haben sich die Ein- und Auszahlungen im März 1933 die Waage gehalten. Einschließlich der Zins- und Aufwer­tungsgutschriften (21,3 bzw. 7,2 Mill. Mk.) stie­gen die Spareinlagen um 28,12 Mill. Mk. auf 10 396,3 MiN. Mk. Mit 417,9 bzw. 418,2 418,2 Mill. Mk. gegen 380,9 bzw. 331,8 Mill. Mk. haben sich die Einzahlungen, sowie die Rückzah­lungen gegenüber dem Vormonat erhöht. Diese Steigerung ist auf die jahreszeitlichen Schwan­kungen zurückzuführen. Sie erklärt sich aus den größeren Anforderungen, die an die Sparkassen anläßlich des Quartals-Ältimos gestellt wurden, sowie aus der Frühjahrsbelebung der Wirtschaft, die in diesem Iahre wegen des größeren Tiefstan­des und im Zusammenhang mit den Ankurbe­lungsbestrebungen einen besonders großen Geld­bedarf auslöste. Dieser Bedarf zeigte sich noch stärker bei den Giroeinlagen der deutschen Spar­kassen, die einschließlich des sächsischen Gironetzes um 37,1 auf 1349,1 Mill. Mk. zurückgegangen sind.

* D i e H ü h n e r w e i z e n - A k t i o n. Wie WTB. ersährte, hat die Deutsche Getreide-Handels- Gesellschaft, die im Rahmen der Hühnerweizen- Aktion zur Eonisierung vorgesehene Mindestmenge von 75 Tonnen auf 45 Tonnen ermäßigt. In be­sonderen Fallen wirb sogar bie Eonisierung von nur 15 Tonnen und barunter gestattet werben. Es wer­ben auf biefe Weise in vielen Fällen Frachtspesen, bie burch bie Zusammenlegung kleinerer Weizen­mengen zu Mengen von 75 Tonnen Weizen sonst entstehen, vermieben. Die Verbilligung bes Weizens kommt infolgebessen den Hühnerhaltern in verstärk­tem Maße zugute.

* Elektrizitäts-AG., norm. Schuckert & C o., Nürnberg. In der Aufsichtsrats- sihung der Gesellschaft wurde der erstmalig nach den Bestimmungen der Verordnung über Aktien­recht vorn 19. September 1931 aufgestellte Ab­schluß zum 31. März 1933 vorgelegt. Der Rein­gewinn für 1932/33 beträgt 1 678 783 (1 534 107) Mark, der sich um den Gewinnvortrag von 2 036 520 auf 3 715 303 (2 036 520) Mark erhöht. Der auf den 18. Mai einzuberufenden General­versammlung soll vorgeschlagen werden 5 Pro­zent Dividende auf 50 584 100 Mark dividenden­berechtigte Stammaktien zu verteilen (i. V. keine Dividende) und den Rest von '1 186 098 Mark auf neue Rechnung vorzutragen.

Sranffurf fest/ außer Renten.

Frankfurt, 2. Mai. (WTB. Drahtmeldung.) Die Börse eröffnete nach der zweitägigen Unter­brechung zwar in weiter fefter Haltung, das Geschäft war aber nicht nennenswert belebt, ba bie Kunbschaft nahezu fehlte unb sich bie Um­satztätigkeit lebiglich auf einige Käufe der Kulisse beschränkte. Die Auslassungen des Reichskanzlers über das Wirtschaftsprogramm machten einen guten Eindruck und regten besonders die Werte an, die von der Arbeitsbeschaffung den größten Nutzen ziehen dürften.

So waren vornehmlich Zement Heidelberg, Holz­mann unb Rütgerswerke um 6 bis 6,50 v. H. fester. Daneben zeigte sich infolge ber internationalen Schwäche bes Dollars einiges Interesse für sog. Rohstoffwerte, lieber ben Durchschnitt von 1 bis 1,50 v. H. hinaus lagen noch Deutsche Linoleum plus 5,50 v. H., Scheibeansta.lt plus 3,75 v. Sy, Conti­linoleum plus 3 v. H. unb von Kaliwerken Salzbet- surth plus 3,75 v. H. Am Chemiemarkt zogen IG. unter Berücksichtigung bes Divibenbenabschlusses von netto 6,3 v. Sy um 1,25 v. H. an, Deutsche Erb-

äl 2 v. Sy unb Metallgesellschaft 1 v. H. Dagegen waren auf die schlechten Abschlußziffern Goldschmidt angeboten und ca. 6 v. H. schwächer. Am Montan­markt betrugen die Besserungen von 0,50 bis 1,50 v. H. Harpener mit plus 1,75 v. Sy unb Gelsenkir­chen mit plus 2 v. Sy lagen stärker erhöht. Elektro­werte lagen überroiegenb von 1 bis 2 v. Sy fester, nur Bekula waren etwas angeboten unb büßten 1,50 v. Sy ein, ferner lagen Schiffahrtswerte weiter im Angebot unb bis zu 1 v. Sy niedriger. Auch Lokal- und Kraftwerke gaben 1,50 v. ch. nach, ebenso Reichsbank 2 v. ch. Bon Einzelwerten eröff­neten Iunghans 2,50 v. ch., Contigummi 1,75 v. ch. und Zellstoff Waldhof 1,50 v. ch. fester.

Die Ausführungen des Reichskanzlers über die Unerträglichkeit der Zinssätze führten am Ren­te n m a r k t z u stärkerem Angebot, so daß Altbesitz 1,65 v. Sy, Neubesitz 0,65 v. Sy unb späte Reichsschulbbuchforberungen 2 v. ch. einbüß­ten. Auch Stahlvereinbonbs verloren 1,65 v. ch., ba- gegen zogen Reichsbahnvorzugsaktien 0,50 v. ch. an. Am Pfanbbriefmarkt betrugen bie Rückgänge bei kleinsten Umsätzen 0,50 bis 1 v. ch., auch Staats- unb Stabtanleihen, sowie Jnbustrieobkigationen waren offeriert unb schwächer.

Im Verlaufe blieb f)ie Tendenz für ben Ak­tienmarkt unter kleinen Schwankungen f e ft. Bei etwas größerem Geschäft betrugen bie neuer­lichen Erhöhungen etwa 1 bis 1,50 v. ch. Tages­gelb war leichter unb würbe um 0,50 auf 3,50 o. ch. ermäßigt.

Frankfurter Abendbörse gehalten.

Frankfurt a. M., 2. Mai. Das Geschäft war ari ber Abenbbörse außerorbentlich gering, bn bie Kundschaft nahezu vollkommen fehlte, und auch die Kulisse infolge der schwächeren Meldungen von den Auslandbörsen Zurückhaltung übte. Die Berliner Schlußkurse blieben in den meisten Fällen nur knapp frefjauptet. Etwas Interesse erhielt sich lediglich für einige Montanwerte, ferner für Zement cheidelberg (plus 2 v. ch.), choch- unb Tiefbau (plus 1 v. ch.) unb Metallgesellfchast mit plus 0,75 v. ch.).

Am Rentenmarkt herrschte anfangs eher noch Abgabeneigung vor. Die gegen Mittagsbörsenschluß eingetretenen leichten Erholungen gingen wieder meist verloren. Während im Verlaufe an den Aktien­märkten meist noch leichte Rückgänge festzustellen waren, lagen deutsche Anleihen und späte Reichs­schuldbuchforderungen etwas freundlicher, ohne daß jedoch nennenswerte Umsätze erfolgt wären. Neubesitz 13,15, Altbesitzanleihe 71% (Nachbörse 71% bis 72), Schutzgebietsanleihe 8%, 4prozentige Zolltürken 6,45, Reichsbank lagen mit 134 (minus 2 v. H.) matt, Gelsenkirchen 74% bis 75, Harpener 114, Klöcknerwerke 71%, Rheinstahl 98%, Aku 35%, Bekula 114%, Deutsche Erdöl 124%, IG.- Farben 143%, Holzmann 68, Metallgesellfchast 41 bis 41%, Hoch- und Tiefbau 103%, Zement Heidel­berg 85, Rütgerswerke 62% bis 62%, Siemens 170, Reichsbahn-VA. 101%, Hapag 18%.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 29. April. Das Angebot in deutschen Eiern hat infolge des Witterungs­rückschlags in den letzten Tagen eine erhebliche Verknappung erfahren, zumal auch die Bestände der Kühlhäuser restlos aufgebraucht seien. Am Wochenende war greifbare Ware überhäupt nicht am Markt. Dazu kommt, daß infolge des hohen Zolls nur in ganz geringem Umfange Ware aus dem Ausland zur Verfügung steht. Der Absatz war, soweit Ware vorhanden, lebhaft, die Preise zeigten jedoch keine stärkeren Erhöhungen. Bayern (53 bis 55 Gramm) 7,5, do. (57 bis 58 Gramm) 8, .deutsche Frischeier (Sonderklasse) 9.5, (Kl. A) 8,75, (Kl. B) 8,25, (Kl. C) 7,5, (Kl. D) 7 Pf.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. Sy. Lombardzinsfuß 5 o Sy

Frankfurt a. JJL

Serlm

Schluß­kurs

Schluß!. Abend­börse

Echluß- kurs

Schluß!. Mittag- börse

Datum

29-4.

2-5.

29-4.

2.5.

6% Deutsche Retchsanlethe v. 1921

85

85

8.5^25

6% etjem.7% Di. Retchsanl. v. 1929

97,4

96,9

95 75

&V-% Boung-Anlethe von 1930 ..

81

80

80,5

Deutsche Anl.-Abioi.-Schuld mit

Auslos.-Rechicn ............

DeSgl. ohne Auslos.-Rechte......

6% ehcm. 8% Hess. Bolkosiaat 1929

72,5

13,8

71,65

13,15

72,8

13,85

71,5

13,15

(rückzahlb. 102%) .......

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

83,75

83,5

Auolos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelab I.SHn-

69

68

leihe Seriel mit Auslos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank

69,25

67,25

£8,75

67,75

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

88,5

87,5

6% rhem. 7% Franks. Hyp.-Ban!

Goldpse. 16 unkündbar bis 19.36

88,25

87

W2% ehe,». 4*/.% Franks. Hyp.

Bank-Ligu.-Psandbrtese .....

6%% ehern. s'/,% Rheinische

88,75

87

Hyp.-Baick-Ligu.-Goldpse.....

88,4

87,5

6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand

briesansialt, Pfandbriese R. 19

88,5

88

83

6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand

brtesanstalt, Pfandbriese R. 10

88,5

88

89

4% Oesterrelchtlche Goldleme...

_

14,25

14,5

4,20% Oesterreichische Silberrente

1,2

4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische StaatSrente v. 1910

_

_

4/a% dcsgl. von 1913 ........

6% abgest.. Goldmepkaner von 99

7,75

7,75

8

8

4% Türkische Zollanlethe von 1911

6

6,45

5,95

6,4

«% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

Serie i................

6

6,45

5,95

6,35

4% desgl. Serie II ..........

5,9

6,35

5,95

6.35

Rumän. veretnh. Rente v. 1903

5,5

5,25

5,05

5,3

sZ4%Numan.verelnh.Rentev.i913

9,75

9,95

9,75

4% Rumänische veretnh. Rente ..

4,65

4,65

4,55

4,6

B%% «naioiier ...............

27,75

28,4

28

28,13

Franllur, 0. JJl.

Berlin

Datum

Schluß­kurs

29-4.

Schluß!. Abend- börse

2.5.

Schluß­kurs

29-4.

Schluß!.

Mittag. börse

2.5.

Hanivurg-Ainerika-Pakei .....<1

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa Dampfschiff........... 0

Norddeutscher Lloyd ......... 0

A K. für Verkehrswesen Ml. .. 0

BerlinerHandelsgesetlfchaft.... 4

Commerz, und Privat-Bank... 0 Deutsche Bonk und Disconto-

Gesellschaft................ 0

Dresdner Bank..............0

Reichsbank ................. j

A.E.G...................... 0

Elekrr. Lieserungsgeselllchaft ... 6 Ltcht und Kraft ............. g

Felten L Guilleaume ........ 0

Gesellschaft für Elektrifche Unter- nehmungen............... 4

Rheinische Elektrizität ......" 5

Schultert 8 Co...............

Siemens & Halske............

Lahmeyer L Co................

Buderus ............ 0

Deutsche ErdSI ..............

Gelsenkirchener.............. 0

Harpener...................q

Hoesch EisenKöln-Neuesfen.. 0

Ilse Bergbau .............7

Ilse Bergbau Genüsse........7

Klöcknerwerke ...............0

ManneSmonn Röhren........0

Manofeloer Bergbau......... 0

Lbcrschlef. Kokswerke........ 0

Phönix Bergbau............0

Rheinische Braunkohlen ......10

Ryeinstahl ..................0

19

19,25

52

97

52,5

67

61,85

137

29,25

93,5

108

74,65

100

97,25

113,5

169 132,25

80

122

72 110,75

124,5

70

80

30

48

211,75

96,5

18,4

18,75 57,75

51,75

67 61,25

134

29

95,5 110

76

102,75

116

170 135,5

124,4 75

114

131

71,25 81,25

48,9

98,5

20 39,5 32,5 20,5

54

52,5

67 61,25 136,9

29,9 94,5

107 74,9

99,4 97,25

112

169

132

79 120,75 73.25 110,75 81,75

126,5

69 79,65

30

85 47,9 211 96,5

18,65

33,5 33,75 19,75

57 98,75 52,25

67

61,25 136

29,5 96

110

75

102,75

99,75 116,25 170,75

134,9

81,9

125

74,25 113,25

86

177

130

70,75 81,75

31,75

91,5

48,9

210,5

98,5

Frankfurt o.M.

Berlin

Schluß« kurs

Schluß!. Abend- börse

Schluß- fürs

Schluß!. Mi'tag« bör>e

Datum

29.4.

2.5.

29.4.

2.5.

Bereinigte Stahlwerke.....

... u

47,75

48,25

48

48,9

Otavt Minen ............

... 0

19,4

19

19

19

Kaliwerke Aschersleben.....

... 6

150

151,75

149

152,5

Kaliwerke Westeregeln.....

... 6

151

150,75

153,5

Kaliwerke Salzdetfurth ...

... v

209

210

212

I G. Farben-Industrte ....

... 7

148,5

143,75

148,75

144

Schetdeanstalt............

...10

176,25

179,5

Goldschmidt .............

... 0

60

54

58

54.9

Rütgerswerke ...........

... 0

54,4

62,75

54,9

63,25

Metallgelellschaft..........

... 0

39

41

38,75

41

Philipp Holzmann........

... 0

57,75

68

58

68

Zementwerk Heidelberg ...

Lemenlweck Karlstadt......

... 4 ... 0

75

73

85

Wayß & Frey tag .........

... 0

-

Schultheis Patzenhofer.....

... 0

_

135 1 136.25

Aku (Allgemeine Kunstseide)

... 0

34,5

35,25

35,25

35

Bemberg................

... 0

47,5

47

48

47,5

Zellstoff Waldhos........

... 0

54

56

54,4

55,75

Zellstoff Aschaffenburg ....

... 0

25

25

24

25

Dessauer G>is...........

... 7

116,9

115.25

Daimler Motoren.........

... 0

34

35

34,65

34.75

Deutsche Linoleum .......

... 0

;9,5

53

49,5

50

26,25

Orenstein & Koppel.......

Leonhard Tietz ...........

... 0

... 6

26

27

55,25

27

Lhode...................

...12

150

153

163

Grttzner ...............

.. 0

30,65

27,9

28

179,75

Mainkraftwerke Höchft a.W.

Süddeutscher Zucker ......

170,5

74

170,5 !

Devisenmarkt Berlin

Frankfurt a. 2tt.

2 9. April

2.Mai

Amtliche Notierung

Amtliche

Notierung

Geld

Arie

Geld

<5rir

Helstngfors..

6,314

6,326

6,244

6,256

Wien......

45,45

45,55

45,45

45,55

12,70

19 .79

12,70

19 79

Budapest ...

Sofia......

3,047

0,053

3,047

3,053

Holland ....

169,43

169,82

169,58

169,92

Oslo.......

72,88

73,02

71,63

71 77

Kopenhagen.

63,64

63,76

62,49

62,61

Stockholm...

73,63

73,77

72,38

72,52

London .....

14,24

14.28

14,015

14,055

Buenos Aires

0,853

0,857

0,853

0,857

Neuyork ....

3,736

3,744

3,586

3,594

Brüssel.....

58,79

58,91

58,84

58,96

Italien.....

21,86

21,90

21,78

21,82

Pari-.....

16,56

16,60

16,58

Schweiz ....

81,37

81,53

81,42

81'58

Spanien....

36,01

36,09

35.96

36,04

Danzig....

82,67

82,83

82,52

82,68

Japan......

0,889

0,891

0,879

0,881

Rio de Jan. .

0,239

0,241

0,239

0,241

Jugoslawien

5,195

5,205

5,195

5,205

Lissabon ...

12,99

13,01

12,79

12,81

Banknoten

Berlin, 2.Mai

Geld

Bries "

;l,mcri(anitdw Roten..............

3,54

3 5fi

Belgische Noten...........

58,68

58,92

Dänische Noten ... .......

62,13

62,37

Englische Noten ...........

13,97

14,03

Französische Noten.........

16,54

16,60

Holländische Noten.........

I6q,21

169,89

Italienische Noten..........

Norwegische Noten ........

21,69

71,46

21,77

71,74

Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling

Schwedische Noten.........

72^D

7249

Schweizer Noten...........

81,24

81,56

Spanische Note«...........

35,83

35,97

Ungarische Roten..........