Ausgabe 
3.4.1933 Erstes Blatt
 
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Irmgard, Hubertus, Nik Heermann

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Gießen, den 3. April 1933.

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ist am 31. März nach langem, mit rührender Geduld ertragenem Leiden im 50. Lebensjahr sanft entschlafen

Ich half einen Kameraden!"

Wir betrauern tief das

Die Beamten, Angestellten und Arbeiter beim Versorgungsamt Gießen

Gießen / Seltersweg

230M

31. 3. 1933 erfolgte Ableben unseres lieben Kameraden u. langj. Mitgliedes Herrn Hermann Wack Oberverwaltungssekretär Sein kameradschaftlicher Geist soll in uns fortleben. Die Beerdi­gung findet am 4. April 1933 um 14.30 Uhr, auf dem Neuen Fried­hof statt Um zahlreiche Beteili­gung bittet der Vorstand. tnniD

Nachruf!

Am 31.März 1933 entschlief nach längerem schweren Leiden Infolge erlittener Kriegsdienst beschädigung im Alter von 40 Jahren unser lieber Kollege, Herr ObenerwaltüDdssetoetär Heimann Wack Wir verlieren in ihm einen prächtigen Menschen und vorbildlichen Mitarbeiter.Sein Andenken wird in unseren Herzen unauslöschlich weiterleben

Haas ,,

Schubertstrabe 2Q

Danksagung

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heim gange unseres lieben, teuren Entschlafenen sagen wir allen, insbesondere dem Herrn rtarrer. dem Herrn Vertreter der Reichsbahn, sowie allen Vereinen für die trostreichen IV orte und überaus zahlreichen Blumen unseren tiefgefühlten Dank

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Elisabeth Synowzik Wwe.

liegt, ja auch bei Regen.

Ünd ringsum haben wir soviel Schönheit über den limes weg zur Wetterau, im gepflegten Rauheim mit seinem Sprudel, im waldigen Taunus, im Lahntal mit seinen Reizen, imKrof- dorfer Forst und gar auf der Höhe des Vogels­bergs mit seinen Matten. Welche Fülle der Wälder, welch liebliche Täler, Waldidhlle und Oedflächen mit dem dunklen Wacholder. Wie friedlich liegen die Dörfer in der Mulde oder im Tal, wie schön ist ihr Glockengeläut in der Sonn­tagsstille, wie anheimelnd sind die Reihen sin­gender Mädchen, die Dorflinde, der Brunnen. Wie stolz sind die stets aufstrebenden Städtchen. Welche Fülle von Erinnerungen an Kirchen, Burgen, Schlössern, hohen Strasten, ja Resten der Urzeit, ilnö auch die Gegenwart bietet uns viel mit Arbeitsstätten aller Art.

Reiche Gedanken legt eins uns in die Seele, und Frische aus der Kampf um eine schone, unseres Vaterlandes.

Mein lieber Mann, unser guter Vater

Victor Heermann

Nach langjähriger Fachausbildung in Wiesbaden. Erfurt, Elberfeld, Frank­furt a. M., zuletzt als Oberarzt des Ger­trauden-Krankenhauses in Berlin-Wil­mersdorf, habe ich mich als Arzt in Gießen. Gartenstraße 10, niedergelassen Dr. med. Heinz Dienz Sprechst.: 10-12,3-5 Telephon 3796 02124

die Feier unseres Ver- Wir wollen uns Kraft Heimat holen für den reiche glückliche Zukunft

Nach dem gemeinsamen Gesang des LiedesWo zur frohen Feierstunde" erfolgte

sere Vorfahren geworden ist. Ja, wir empfinden die Gröhe und Schönheit der Ratur nur, weil wir das erst erkannt haben, ein froh Gemüt, das den erhabenen Gedanken der Schöpfung noch einmal denkt. .

Diese Aufgabe, uns in Ratur und Geschichte als Telle davon hineinzustellen, erfüllen die Wan­dervereine, still und einfach, zugleich die Gemein­schaft zu pflegen und damit die Freude zu erhöhen. Das Gut sollen wir unseren Kindern hinterlassen.

Heimatpflege ist die Aufgabe unserer Vereine, Pflege der engeren und der gröberen deutschen Heimat, ilnfcrc hier ist nicht gewaltig, aber freundlich, liebllch, reizvoll in ihrer Einfachheit, ja oft Herbheit. Heimatliebe ist ein wundervolles Gefühl, das die Menschen in der Ferne sehn­süchtig an das Land daheim denken läßt.

Wir pflegen dies Gut, indem wir uns frei und frisch vom Alltag und dem Staub der Bücher und Werkstatt lösen. And das ist das­selbe an einem herrlichen Sommermorgen oder in der Winterkälte und an einem tauigen weichen Oktobertag. 3m Frühjahr, im hcisten Sommer, wenn die Luft flimmert, beim Fall des Laubs im Herbst, selbst an einem düsteren stürmischen Rovembertag, bei Rebel im Winter, bei herr­lichem Rauhfrost, wenn der Wald wie im Mär­chen dasteht, bei Schnee, über dem die Sonne

Der Gesangverein .Liederkranz" unter Chor- i meister Schäffler erfreute sodann mit einem Männerchor. Anschließend folgte die Entgegennahme von Glückwünschen

Staatspräsident Professor Dr. Werner hatte als VHC.-Bruder schriftlich gratuliert, ebenso Provinzialdirektor Graes und eine Anzahl Ver­eine unserer Stadt. Herzliche Glückwunschanspra­chen, bei denen das verdienstvolle Wirken des Gießener VHC. voll gewürdigt wurde, hielten der Vorsitzende des Gesamt-VHC. Dr. Druchhäu- s e r (Ulrichstein) Se., Magnifizenz der Rektor, Prof. Dr. 3 e st namens der Landesuniversität, Bürgermeister Dr. Hamm namens der Stadt Giehen und als Vorsitzender des Verkehrsbundes Oberhessen. Apotheker Sch wie der als Vertre­ter des Derkehrsvereins Giehen, Rektor D e t n (Offenbach! für den dortigen VHC., den 3ung- VHC. und den Reichsbund Deutscher Gebirgs- und Wandervereine. Otto Faber (Frankfurt) für den Frankfurter VHC., Emil Hitz (Schotten- für d n Zweigverein Schotten, Direktor Bergen für den Heuchelheimer VHC., Herr S e i b e l für den Butz­bacher VHC., Schmuck für den Mainzer VHC., Oberfostmeister R i e o 1 a u s (Giehen) für die Hei- mafvereinigung Schiffenberg, Walther (Mar­burg! für den Oberhesfischen Gebirasverein Mar­burg, Rektor Kling für die Giestener Turner­schaft und denLiederkranz", Herr Seifert für den Bauerschen Gesangverein, ein Vertreter des VHC., Lich, und Dr. Dambmann (Schotten) für den Frisch Auf. Zum Teil wurden von den Gratulanten Ehrengeschenke überreicht. Den Dank des Giestener V^C. brachte der Vorsitzende Klemmrafh in herzlichen Worten zum Aus- druck. Mit einer 3nstrumenfaldarbielung des Der- einsquartetfs schlost die eindrucksvolle Feier.

Bei dem gemeinsamen Mittagessen im Gasthaus Hindenburg brachte der Vorsitzende Klemm­rafh unter begeisterter Zustimmung aller An­wesenden ein Treugelöbnis für die nationale Re­gierung und ein kräftiges »Frisch Auf" auf den Reichspräfidenten v. Hindenburg, Reichs­kanzler Hitler und die Reichsregierung, sowie den Hessischen Staatspräsidenten Dr. Werner aus.

Oie Abendfeier.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vor­sitzenden eröffnete die Musikkapelle (Mitglieder des Orchesteroereins) mit dem Triumphmarsch ausAida" die Reihe der Darbietungen. In uneigennütziger Weise hatten sich noch mehrere*Mitglieder des Or­chestervereins bereifgesunden, die Stapelte zu ver­stärken, so daß sie unter der Leitung von Kapell­meister W e l 1 e r auf anerkennenswerter Höhe stand und sämlliche Konzertstücke dankbare Ausnahme bei den zahlreichen Anwesenden sanden. Eine hübsche Abwechslung brachte ein entzückender Biedermeier- tanz dreier junger Damen, der auf stürmisches Ver­langen wiederholt werden muhte. Wie bei früheren Festen, haften sich auch diesmal wieder Mitglieder des Bauerschen Gesangvereins in dankenswerter Weise dem Verein zur Verfügung gestellt, um durch ihre herrlichen Männerchöre die Feier verschönern zu helfen. Eine freudige lleberraschung brachte der Heimatdichter, VHC.-Bruder Gg. Heß- Leihgestern, in die Vorfragssolge, indem er mit einer Gruppe von acht Paaren prächtiger Gestalten aus Watzen­born-Steinberg in ihrer kleidsamen Tracht mit einem Kirmesbaum erschien, die nach einem von ihm vorgetragenen Vorspruch alle Volkslieder er-

die Ehrung verdienter Mitglieder.

Folgende Gründer wurden zu Ehrenmitglie­dern ernannt: Carl Faber, Wilhelm Frohnhäuser, Christian Georg, Ferdinand Nennstiel, Ferdinand Noll, Ernst Rumpf, Carl Weidig: das E h r e n . abzeichen für 25jährige Mitglied­schaft erhielten die vorgenannten sieben Ehrenmit­glieder, ferner noch die Mitglieder Th. Baumann, L. Bernhardt, Hugo Engel, Fr. Jung August Köhn, Eduard Krumm, Elisabeth Lang, Theo Loos, Carl Ockel, Ernst Petri, Heinrich Schmoll, Gustav Stein, August Waag, Georg Zörb. Den Dank der geehrten Mitglieder brachte DHC.-Br. Carl W e i d i g in herz­lichen Worten zum Ausdruck. ________________

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Wen bes fyooiL er Burg als sehr . Appell an die An. r Mitglieder uner- r.Crigfer zum > der Wahl de-.; < der einige Redner ns jur ordentlichen Nl ohne Lenen- :Q en, entschied sich

Vch der limR wurde unter gekitteten grchn roes - Giehen, ber persönlich anwesend rßewählt in der (Fr< nnehmen wird, jjb rhen gewählt: rsessor ftraemer- lm-Giehen, Lehrer r Mohr-Giehen, )eim, Baurat Hit. Stubienrat gabel»

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ammlung Der -2AP. Gießen für [ebene Bersammlung Hinterbliebenen und mMl,M°r.a, it. Gau-stauptabtei- andtagsabgeordneter 5 wird in der Aer- en über alle Fragen ps'erverlorgung unb je Auskunft zu er- -eits heute auf die emachl.

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Beerdigung: Dienstag, den 4. April, nachm. 4 Uhr. auf dem Neuen Friedhof. - Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen

Am Freitag, 31. März, verschied unser langjähriges aktives Mitglied

Herr Hermann Wack.

Wir betrauern in dem Entschlafenen einen liebenswürdigen, treuen Sangesbruder und eifrigen Förderer unserer edlen Bestrebungen. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 4. April, nachmittags 21/? Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten.

Bauerscher Gesangverein e.V.

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tönen ließen unb einige alte Volkstänze vorführten. Die ganze Darbietung, die einen durchaus heimat­lichen Charakter trug und lebhaften Beifall erntete, gipfelte in dem Leitspruch:

Deutsche Tänze, deutsche Lieder, rettet dieses Kleinod wieder unferm lieben Vaterland, dazu helft in Stadt und Land'." Den Beschluß bildete Tanz, der sich lebhaften Zu­spruchs erfreute und alt und jung noch lange zusarn rnenhielt, jedoch auch in den Pausen durch Humor- vole Vorträge der VHCer Frl. B e n d e r . Gg. H e ß und K. Weidig angenehm unterbrochen wurde.

Arn gestrigen Sonntag beging der Z w e i g v e r - ein Gießen des Vogelsberger Hohen- Clubs die Feier seines 25jährigen Bestehens mit einem eindrucksvollen akademischen Festakt im Klub, mit gemeinsamer Mittagstafel im Gasthaus Hinden­burg und am Abend mit einer frohgestimmten Abendunterhallung im Klub.

Oer akademische Festakt

im Saale des Klubs war außerordentlich stark be­licht. Die Jnftrumentalabtellung des VHC. leitete bie Feier mit der Wiedergabe einer Komposition von Haydn ein. Anschließend sprach Frl. Kinzenbach einen vom VHC.-Bruder Georg H e ß - Lechgestern verfaßten Vorspruch, in dem der echte VHC.-Geift im Gießener Zweigverein gefeiert wurde.

Der Vereinsvorsitzende, VHC.-Bruder Klemm­rafh, begrüßte sodann in feiner Einleitungsan- sprache besonders die Ehrengäste, darunter Se. Ma- gnifizenz den Rektor der Landesuniversität Prof. Dr. I e ß, den Vertreter der Stadtverwaltung Bür­germeister Dr. Hamm, die Presse, den Vertreter des Verkehrsvereins, Apotheker S ch w i e d e r , die Vertreter der befreundeten Vereine und der Zweig­vereine, den Vorsitzenden des Gefamf-DHC. Dr. B r u ch h ä u f e r - Ulrichstein und eine große Reihe weiterer Ehrengäste. Nach einem kurzen Rückblick auf die Vereinsgeschichte gedachte er der nachstehend verzeichneten gefallenen bzw. verstorbenen Mitglie­der: Fritz Bofold, Paul Fleck, Wilhelm Hertlein, Heinrich 5)üttenberger, Curt Kaufmann, Hugo Prell, August Schäfer, F. Stoll-Großen-Bufeck, der beiden früheren Vorsitzenden Redakteur Heß und Ober­reallehrer Will, des Ehrenwandermeiffers Direktor Wenzel, Prokurist Georg Kreuder und Hermann Wack. In großen Strichen wies der Redner dann noch auf den Zweck und die Ziele des VHC. hin, nämlich Wanderlust, Heimatliebe, Vaterlandsliebe zu pflegen. Seine Ansprache klang in begeistert auf- genommenenFrifch-Auf"-Rusen aus den VHC., die Hessenheimaf und das deutsche Vaterland aus.

Nachdem der GesangvereinLiederkranz" unter Leitung von Chormeister Schäffler in ausge­zeichneter Weise Mozarts ChorWeihe des Ge­sangs" zum Vortrag gebracht hatte, folgte

die Festrede von VHC.-Bruder Geh. Kat Pros. Or. Miiiermaier.

Der Redner führte in seiner fesselnden, mit großer Aufmerksamkeit aufgenommenen Ansprache u. a. aus: ,

Die Feier unseres Bereins Iäp._ uns an Vos ungeheure Geschehen und die Beränderung der letzten 25 Jahre denken. Einen festen Half in diesem Wirbel bietet uns die unendliche, ewig gleiche Ratur und die Geschichte seif älrzeiten. Lins damit zu verbinden, daß wir ein festes Gleich­maß der Seele finden, ist Aufgabe der Wander­vereine. Sie Pflegen das Wandern als echte Er­holung vom Alltag, um Frische für die Arbeit zu bekommen: wir wollen uns verbunden der Ratur und unserer Geschichte fühlen, die uns beherrschen. Reben der Größe der Ratur steht für uns die Gröhe der Kultur, der Menschenwerke, die ttnr bewundern. 3a, unsere Ratur ist schon ein Ab­bild der Geschichte, von der Kultur gepflegt. Un- bewuht sehen wir die Ratur so, wie sie durch un-

Todes-Anzeige.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine Hebe Fryu, unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frao Henriette Fries, geb. Schmidt nach langem, schwerem Leiden im 45. Lebensjahre -« sich in die Ewigkeit abzurufen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Gastwirt Wilhelm Fries und Kinder.

Krofdorf, den 3. April 1933.

Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 5. April, nachm.M Uhr, vom Trauerhause aus statt.

Gott der Herr hat heute meinen lieben Mann, meinen herzensguten Vater, unseren Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager, den

Ober-Verwaltungasekretfir

HermannWack

nach langem und schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 40 Jahren zu sich genommen.

In tiefer Trauer

im Namen der Hinterbliebenen:

Ria Wack, geb. Schmitt Liselotte Wack.

Gießen (Teufelslustgärtchen 26), den 31. März 1933.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 4. April, nach­mittags 2*/s Uhr, auf dem Neuen Fnedhof statt.

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