Ausgabe 
2.8.1933 Erstes Blatt
 
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Aus aller Welt

Flensburg, l.Aug. ££AI.) Das P bureau der Regierung in Schleswig teilt

Presse.

Ruf Coney Island, dem bekannten Seebad

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Verantwortlich für Politik: I.S.: Ernst Blumschein.

Wesenheit ihrer Eltern mit einer Schußwaffe. Das Mädchen zielte auf den Bruder und drückte den

Weisung der 46 Kommunisten tn ein Konzen, trationslager angeordnet.

Personenschmuggel der SPD. entdeckt.

Unbefugte Verbreitung von SS-Zivilabzeichen.

Eine Stuttgarter Firma fertigt unrechtmäßiger- weise SS. .Zivilabzeichen an und ver­breitet sie an Wiedervcrkäufer in ganz Deutsch, land. Die Bayerische Politische Polizei weist nach, drücklichst darauf hin, daß der Berkaus und der Erwerb derartiger nicht von der Reichsführung der SS. verliehener und ausgegebener Abzeichen verboten ist. Zuwiderhandlungen haben un­nachsichtlich polizeiliches Einschreiten auf Grund des Gesetzes zum Schuhe der nationalen Symbole zur Folge.

Ehrung für Llly Beinhorn.

Auf dem Bankett, das der Aeroklub in Berlin zu Ehren der erfolgreichen Afrikafliegerin Elly Bein­horn veranstaltete, wurde ihr für ihre hervor­ragenden fliegerischen Leistungen die Ehrenmitglied­schaft des Aeroklubs verliehen.

Reichsbahn-Flugzeug BerlinKönigsberg.

Alm die Verzögerung des Schnellfracht- und Postdienstes zwischen Berlin und Königsberg, die infolge des Ausfalles des Nachtschnellzugpaares eingetreten war, zu beheben, hat sich die Reichs­bahn entschlossen, ein Flugzeug für d i e Schnellfracht- und Postbeförderung auf der genannten Strecke einzusehen. Bei den Dornierwerken in Friedrichshafen ist ein zwei­motoriges Frachtflugzeug in Auftrag gegeben worden, das ein Tragvermögen von 2000 Kilo­gramm Nutzlast und eine Reisegeschwindigkeit von 203 Stundenkilometer haben soll. Mit der Aufnahme des Flugzeugdienstes ist für November zu rechnen. Dies ist der erste Fall, daß die Reichsbahn sich für die Fracht- und Postbeförde­rung eines Flugzeuges bedient.

Probefahrt

des neuen hapag-TNotorschiffes(EotbiUera.

Das neue, auf der Werft von Blohm & Voh in Hamburg für die Hamburg-Amerika-Linie erbaute Passagier- und FrachtmotorschiffC o r- dilIera" hat seine Probefahrt zur vollen Zufriedenheit beendet, so daß der Neubau von der Hamburg-Amerika-Linie übernommen wurde. DieCordillera" ist wie ihr Schwesternschiff, die vor einigen Monaten in Dienst gestellte Caribia", ein Doppelschraubenmotorschiff von ettoa 12 030 Bruttoregistertonnen. Seinen An­trieb erhält das Schiff durch zwei achtzylindrige, kompressorlose, doppeltwirkende Zweitakt-Diesel­motoren, die zusammen 11 030 PS leisten und dem Schiff eine Geschwindigkeit von 17 Seemeilen geben. Die Besatzung besteht aus etwa 190 Mann. Gleich ihrem SchwesternschiffCaribia" ist auch dieCordillera" für den Passagier- und Fracht­dienst nach Barbados, Trinidad. Venezuela, Co­lumbien und der Ostküste Mittelamerikas be­stimmt.

Gemeiner Ueberfall auf einen SA.-Mann.

Der SA.-Mann P o 11 h o f f wurde, laut Volksparole" in Düsseldorf auf einer Dienstfahrt mit dem Fahrrad überfallen. Auf der Prinz- warfen drei Kommunisten dem SA.-Mann einen Knüppel in die Fahrradspeichen so. daß er zu Fall kam. Er raffte sich aber sofort wieder auf und setzte sich zur Wehr. Als ihm die Angreifer mit einem nassen Sandsack über öen Kopf schlugen, sank Potthoff bewußtlos zu Boden. Er muhte ins Krankenhaus geschafft werden, wo man eine Gehirnerschütterung fest- stellte. Die Täter konnten im Dunkel der Nacht unerkannt entkommen.

Massencrkrankungen nach dem Genuß von Speiseeis.

In der holländischen Ortschaft Winsum (Pro­vinz Groningen) sind 250 Personen nach dem Ge­nuß von Speiseeis mehr oder weniger ernstlich t-r ; Von manchen Familien sind vier und fünf Mitglieder erkrankt. Die Aerzte haben bei einigen Patienten Typhus festgestellt.

Den Bruder beim Spiel erschossen.

In Schadewalde bei Marklissa (Nieder-Schlesien) spalten der 15jährige Sohn und die 13jährige Doch, ter des Rittergutsbesitzers o. Z a st r o w in Ab-

Tribünen-Linstürze in Paris und Reuyork.

Gegen Schluß der Abendvorstellung eines großen Zirkus vor den Toren von Paris stürzte der Holzboden einer Tribüne ein. 27 Tribünenbesucher wurden in die Tiefe ge­rissen und verletzt.

rere-lsropaganba- Deren Leiter ebenfalls am

Die künftige Kriegsopfer- Versorgung.

Dortmund. 30.3uti. (CDD., Die größte ? V *-6 sopfertagUng, die bisher im Reiche stattgefunden hat, war die heute unter der neuen öuijrung stehende Tagung von etwa 100 000 XCft2>C-lltJ$cn Kriegsbeschädigten. Von Reichskanzler Adolf Hitler war ein De- grußungstelegramm eingetroffen. Der Reichs- uhrer der deutschen Kriegsopfer, Hans Ober- linöober, erklärte in einer Ansprache, daß 00s ko " m e n d e deutsche Kriegsopfer- Ä/?ie Verpflichtung für die gesamte deutsche Wirtschaft enthalten wird, nicht zu ruhen bis r letzte Soldat, ob er beschädigt ist oder

orV 1V 1 Arbeitsstätte den Adel der Arbeit genießen kann. Wir werden unseren Führer Adolf Hitler bitten, eine An- orbnung zu erlassen, wonach sämtliche Aufträge der öffentlichen Hand nur mehr an solche

Jeeben werden dürfen, die über das Mah des Durchschnittes hinaus Ä o- * x ° rU1lb Frontsoldaten beschäftigen. Auch der Sehnsucht, ein Stück Landein ® *Ö en zu wissen, die in manchem Frontsoldaten lebendig wolle die Regierung durch ein großes Siedlungsgeseh eine befriohi« genöe Lösung schaffen. Der deutsche Soldat fei ö_er erste Burger seines Volkes. Der Reichs- uhrer erklärte zum Schluß, daß er in der Kn^egsopferverfergung weder den Klassenkampf noch den Standes­dünkel dulden werde. Er schloß mit ei Bekenntnis zu Adolf Hitler. D 1 ncm

Die Finanzlage Heftens am 1. Znli.

VZSR. Darmstadt, 1. Aug. Der amtliche Monatsausweis über die Einnahmen und Au « beudes Landes Hessen für den verzeichnet im Oröent- ll Haushalt für das Rechnungsjahr 1933 fol° flenöe Fahlen: Einnahmen feit Beginn des ^nung?JaM 13 581 000 Mk., und zwar nach ^.eberweisung von 2 830 000 Mk. an die ©emein- noch 10 905 000 Mk. aus Reichs- und Lan- ^ssteuern, aus der Rechtspflege 467 000 Mk., aus Ä JSk ^ssenschaft^ Kunst und Kirchen 9 R7?nnn ^faUdr^c.r übrigen Landesverwaltung 2 575 000 Mk. Bei den Aleberschüsfen der Be­triebe und Alnternehmungen ist noch ein Ausstand von 382 000 Mk. Krönet. ®

tag 1. Juli 1933, betragen die G e s om t a u s - gaben 17638000 Mk., und zwar 2858000 Mk für allgemeine innere Verwaltung (einschließlich Polizei). 1 587 000 Mk. für Rechtspflege 52000 Mark für Verkehrswesen, 5 982 000 Mk Mr U. wflen, Wissenschaft, Kunst und Kirche, 647 000 Mark für soziale Maßnahmen und Gesundbeits- wefen, und 717 000 Mk. für Schuldendienst 3 846 000 Ml. für Ruhegehälter und 1 979 000 Mk für sonstige Ausgaben. 3m Außerordentlichen Haushalt sind am gleichen Tag 16 000 Mk Ein­nahmen und 99 000 Mk. Ausgaben (darunter 30 000 Mk. für Landeskultur- und Landwirtschaft- liche Siedlung, 14 000 Mk. für Wohnungswesen 25 000 Mk. für sonstige Ausgaben der Hoheit^ Verwaltungen, und 30 000 Mk. für Neuinvestierun­gen für Betriebe) verzeichnet.

Auslagen Tagegelder von 40 bks 50 RM. pro lag erhielten.

Mit diesen Enthüllungen über den Leipziger Korruptionsskandal ist erst ein verschwin­dend kleiner Teil aus dem Korruptionssumpf des deutschen Rundfunks des Novembersystems aufge­deckt. Mit weiteren Enthüllungen in den nächsten Tagen zu rechnen. Jetzt erst wird der deutschen Öffentlichkeit klar werden, wie notwendig die vom Reichsminister für Volksaufklärung und Propa-

aanda angeordnete und mit aller Energie durchge­führte Säuberungsaktion des deutschen Rundfunks, der nun endlich ein deutfch-r und nationalsozialistischer Rundfunk werden soll, war.

Erklärungen des neuen Rundfunkdirektors.

München, 1. Aug. (TU.) Der neuernannte Direktor der Reichsrundfunkgesellschaft Pg. Hada - m o v s k y sprach nm Dienstagabend in einer öffentlichen Kundgebung im Hotel Wagner über das Thema:Der Rundfunk im neuen Staat". Vor­her äußerte er sich gegenüber den Vertretern der Presse über Den aufgedeckten Korruptions- skandal beim Deutschen Rundfunk, wobei er u. a. feststellte, daß der f o z i a l d e m o - k r a t i s ch e Ansager der Berliner Funlltunde Alfred Braun ein Gehaltvon 64000 Mark bezogen habe. Der Berliner Jude Flesch habe noch bis gestern 49000 Mark bekommen. Auch andere Rundfunkgewaltige hätten Gehälter bezogen, die weit die Bezüge von Reichsministern überstiegen. Die zum Teil lebenslänglichen Verträge seien jetzt nicht nur annulliert worden, sondern man werde sogar noch Rückzahlungen ver­langen. Es sei der persönliche Wunsch des Ministers Goebbels, daß mit diesen Ministergehältern und Rundfunkpfründen gründlich aufgeräumt werde. Goebbels habe ihm erklärt:Nun räumen Sie aber rücksichtslos auf, daß nicht einmal mehr der Geruch in den Funkhäusern zurückbleibt". Von den leiten­den Angestellten seien 50 v. H. entlassen worden. Infolge der Verwaltungsoereinfachung brauchten Neueinstellungen für die Entlassenen nicht zu erfolgen. Dadurch würden im Rundfunk Millio­nen eingespart werden können. Diese Beträge sollen dem Ausbau unseres geistigen, künstlerischen und

Zugleich wird vom Reichsarbeitsminister eine Verordnung über die Zulassung von Zahn, arzten und Zahntechnikern bei Kran­kenkassen bekanntgegeben, die im wesentlichen die gleichen Bestimmungen enthält, wie sie bereits für Die Zulassung der übrigen Kassenärzte bestehen. Hervorzuheben ist jedoch daß ein Reichszahn, a r 3 t r e g i ft e r eingerichtet wird, das die Kaffen- zahnärztliche Vereinigung Deutschlands führt. Der Reichsoerband deutscher Dentisten führt ein Reichs- z a h n t e ch n i k e r . R e g i st e r. Nur diejenigen Zahnarzte und Zahntechniker Dürfen praktizieren, ?*c *n Registern aufgeführt sind. Schließlich ist für die Allgemeinheit noch von Interesse, daß nach den neuesten Bestimmungen auf je 15 000 Kassen- Mitglieder insgesamt 10 Zahnärzte und Zahntech, niker zuaelassen werden. Es handelt sich dabei um je sechs Zahnärzte und vier Zahntechniker.

Oie Verfolgung der österreichischen Nationalsozialisten.

. Wien, 31. 3uli. (WTB.) Bei dem in St ehr in Ober-Oesterreich liegenden Alpenjäger- Vataillon wurden 24 Alnteroffiziere und Soldaten mit der neuen Begründung wegen moralischer Nichteignung" aus dem Dienst entlassen.

Die heute zum erstenmal erschienene und vom ehemaligen Gauleiter Frauenfeld herausge­gebene ZeitschriftDer neue Weg, Deutsche Blät- ter für Oesterreich", ist beschlagnahmt wor­den Die Behörde erblickte in dem Erscheinender Zeitschrift eine Fortsetzung der nationalsozialisti­schen WerbetatiAeit.

Wettervoraussage.

bi?* inl Wchen hat sich weiter ostwärts kite Q,"?raUo9etbreiteL seiner Vorder-

mmPr n^ ^E lächle Luft mit Bewölkung zu, die Mferd-no^ QUL Witterungscharakter einwirkt. beffereJ ber W Druck etwas

AU [pin ?as aber Mcht von längerer Dauer nähJrVnJ?* denn zwischen Island und Irland nähert sich eine neue Störung.

ftänhVJ Vf 0 f ÜJ. $ 0 n n e r s t a g : Etwas be- Kanöiger, teils wolkig, teils aufheiternd, trocken, ruy, jedoch etwas wärmer als seither.

mit or 5(P-, 1 e n s" rFreitag: Anfänglich wolkig ^Nhelterung, wärmer, später Anzeichen erneuter Wetterverschlechterung wahrscheinlich.

Lufttemperaturen am 1. August: mittags 19 Grad 14 4IUfflrnhenon "'8 ®rab; am 2. August: morgens 14,4 @rab fmapmum 19,6 Grad, Minimum 12 X,; ®rbtexmPe£a?«n in 10 cm Tiefe am J- August: abends 19,1 Grad: am 2. August- mor- »ens 16 1 Grad Celsius. - Niederschläge 3 mm - Sonnenschemdauer % Stunde.

kulturellen Lebens zugute kommen. Auf eine An­frage erklärte Hadamoosky, daß eine Herab­setzung der Hörergebühren nicht in Frage komme. Die weitere Anfrage, ob auch Der Bayerische RunDfunk von den Korruptions- fällen berührt werde, beantwortete Hadamoosky da- hin, daß dies nicht zutreffe. Zum Schluß erklärte er: Nachdem wir gestern mit diesem Saustall von Kor­ruption aufzuräumen begonnen haben, wird dieses Werk künftig mit der Mistgabel, nicht mit Hand­schuhen fortgesetzt werden. Unser oberstes Ziel ist: Dom Funk st unk und Stunkfunk zum deutschen Rundfunk zu kommen. Der Rund­funk muß die stärkste Waffe der nationalsozialisti­schen Bewegung, er muß das Braune Haus des nationalsozialistischen Geistes werden.

»-Seht, seht, das ist ein Geschäft ... z

Berlin, 2. Aug. (CNB. Funkspruch.) Jeder Tag fördert <?"s Den Aktenschränken Der Deutschen Rund­funkgesellschaft neues Belastungsmaterial zutage, das beweist,mit welcher Gewissenlosigkeit die Gelder der Hörer verwirtschaftet wurden. Aus der Sichtung des Materials wird immer wieder deutlich, wie sehr es die verantwortlichen Bonzen des System-Rundfunks verstanden, sich gegenseitig ihre Gehäl- ter zu Riesensummen heraufzuschrau- den, um nicht zu sagen heraufzuschieben, und sich gegenseitig mit aller nur erdenklichen Großzügigkeit Sondereinkommen von beträchtlichen Ausmaßen zu­zubilligen.

An Der Spitze dieser skandalösen Großoerdienerei marschiert u. a. auch Der sozialdemokratische Rund­funkreporter Alfred Braun. Interessant ist an Hand der Akten festzustellen, mit welcher Geschicklich­keit Alfred Braun von Monat zu Monat sich ein größeres Gehalt zu verschaffen verstand.

Herr Braun erhielt zunächst monatlich 1000 Ittarf, drei Monate später 1500 Mark, weitere drei Monate später 2500 Mark. And in dieser Form steigerte sich das Einkommen bis durch­schnittlich 4500 Mark pro Monat, wofür er nur neun Monate im Jahre für den Rundfunk arbeitete. Herr Braun hat allein vom Rund­funk in den Jahren 1925 bis 1933 rund 300 000 Mark verdient.

Als ein Treppenwitz der Weltgeschichte muß es anmuten wenn Herr Alfred Braun in dem Äugend ick, als nach der Knöpke-Affäre seine Dosi- hon untragbar und er aus dem Rundfunk heraus- getan mürbe, in einem Schreiben an eine amtliche Stelle ber Reichsrundfunkgesellschaft Mitteilung von seiner Absicht machte in ein Kloster zu Sehen. Bevor Herr Alfred Braun diesen Schritt o^Urt, b,UIftem^f nod) bie Oeffentlichkeit inter- effieren, welche Rolle er in dem Verfahren gegen den ehemaligen Rundfunkdirektor Knöpke spielt

Hahn ab, ohne zu wissen, daß die Waffe geladen Nach langen Ermittlungen ist es gelungen, einen war (!). Der Schuß traf Den Knaben ins Herz, so gut organisierten Menschenschmuggel der

0>5t - >Ä amEnbroch. In seiner Angst SPD. nach Dänemark zu unterbinden. Von

??Ute sich das Mädchen ebenfalls erschießen, brachte hiesigen SPD.-Leuten wurden Genossen, die aus sich aber nur leichtere Verletzungen bei. Deutschland verschwinden muhten, auf illegalem

Grohfeuer in Bremen. Wege in Booten nach Dänemark gebracht. 3n

3n Bremen-Neustadt entstand auf dem Ge- biefct Sache sind bisher achtPersonenfest- lände der Firma Nsfenheimer Produkten und genommen worden, darunter ein ehemaliger 3ute ein Feuer, zu dem schon 10 Minuten soSlaldemokratischer Landtagsabgeordneter.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat den Herzog von Sachsen- Ko dura und Gotha, Ehrenführer des natio» nalsozialistischen Kraftfahrkorps und Kreisstaffelleiter des Stahlhelm, den Rang eines Grupp enfüy- rers hn Stabe des obersten SA. - Führers oer- liehen.

Flugkapitän Bauer, der bekannte Flugzeugfüh- rer der schon im vergangenen Jahr Adolf Hitlers große Deutschlandflüge führte und heute als Pilot E Flugreisen des Führers Durchführt, ist, wie die ^SK. berichtet, mit Dem OrdenCorona d'Italia" unö Dem Rang einescavaliere" ausgezeichnet worden.

3m Auftrag des Reichsministers Darrä hat Staatsekretär Luder Die Gleichschaltung der ?l9en5b<ür9er Genossenschaftsorganisation des Christ- lichen Bauernvereins vorgenommen. Geheimrat Dr Heim ist von feinen sämtlichen Aemtem zu-

| ruckgetreten. 0

Bus württembergische Kultusministerium hat an- geordnet, daß Die Schuler unD Schülerinnen Den Lehrern und Lehrerinnen künftig in der Schule den Hitlergruß zu erweisen haben, der von den Lehrern und Lehrerinnen in gleicher Weise zu erwidern ist. 1 0

Wie der Zeittmgsdienst meldet, hat der schwedisch« Ausschuß zur Bekämpfung Der Arbeitslosigkeit den Beschluß gefaßt, nach Dem Deutschen Vorbild einen Versuch mitderEinführungdesFrei- willigen Arbeitsdienstes zu machen.

Kunst und Wissenschaft.

weitere künsllerabsagen für Salzburg.

Eugen K l ö pfer, der im Rahmen der Salz- EU a u f e n hir Ph 6 1 % be,\. Faust und Claus Claus e n, der Den Valentin Darstellen sollte haben a b ge s a g t. Weiter hat SigriD Onegin abgesagt. Alle Absagen werden mit Dem gespannten grü?Detn,S 3a,l,^Cn Oesterreich und Deutschland be-

Bei Toulon sind riesige Waldbrände aus- gebrochen, zu deren Bekämpfung auch Truppen auf- geboten wurden. Mehrere Ortschaften sind bedroht Die Straße ToulonMarseille ist stellenweise für Wagen nicht passierbar.

Grohfeuer in einem französischen Baumwoll-Lager.

3n einem der größten Baumwoll-Lager in Nordfrankreich, in Marqu'en Dareuil, brach ein Schadenfeuer aus, das an den etwa 7000 -sonnen aufgespeicherten Baumwollballen reiche Nahrung sand. 3m Nu stand das ganze Lager­gebäude in Flammen. Sämtliche Feuerwehren der Almgebuna waren herbeigeeilt, muhten sich aber darauf beschränken, eine Ausbreitung des Feuers auf die umliegenden Gebäude zu ver­hüten. 32 000 Ballen Baumwolle wurden ein Opfer der Flammen. Der Sachschaden beläuft sich auf 40 bis 50 Millionen Franken. Die Airsache des Riesenbrandes konnte noch nicht festgestellt werden.

Kassel) und Hessen (Leiter T r e f z - Darmstadt) geschaffen worden. Zu Referenten der Landesstelle Hessen-Nassau sind ernannt worden: W a m b o l d t- Frankfurt a. M. vorwiegend für Rundfunkange­legenheiten und Georg Wilhelm Müller, vor­wiegend für Presseangelegenheiten.

DieVorarbeiten für henReichsparteitag her NSDAP.

Nürnberg, 1. Aug. (TAI.) Die Dorbereitun- gen für den R e i ch s p a r t e i t a g der NSDAP, in Nürnberg sind in vollem Gange. An allen in Betracht kommenden Stellen wird fieberhaft gearbeitet. Seit Montag ist auch die Auf­marschleitung am Werke. Sie hat ihr Hauptquartier im Grand Hotel am Bahnhof auf­geschlagen. Zum Aufmarschleiter ist der Führer der Obergruppe VII (Bayern) und Polizeipräsi­dent von München, Schneidhuber, bestimmt worden, der 1927 bereits den Parteitag in Nürn- berg organisiert hat. Stellvertretender Auf­marschleiter ist Brigadeführer v. O b e r n i h, der Führer der Gruppe Franken. Abordnungen der SS., des Stahlhelms und der Hitlerjugend sind dem Stabe der Aufmarschleitung als Verbin­dungsoffiziere zugeteilt worden. Da die Reichs­bahn den Hauptverkehr zum Parteitag zu erledi­gen haben wird, sind bei der Reichsbahndirektion Nürnberg die Vorarbeiten gleich ausgenommen worden, nachdem bekannt geworden war, daß der Reichsparteitag in Nürnberg stattfindet. Es sind Kommissionen gebildet worden, die in engster Zusammenarbeit mit den Parteistellen in München und in Nürnberg die Vorarbeiten weiter durchführen werden. Wie groß die Be­teiligung sein wird, kann man daraus ermessen bah bei der Reichsbahn jetzt bereits eine halbe Million S o n d e r z u g s t e i l n e h- m e r gemeldet sind.

Kommunistische rlugblattverieiler ins Konzentrationslager.

r rr C ^rJ1* -I ($AI-) Die Polizeipresse- ftcllc teilt mit: 3n der Nacht zum 1. August wurden in Berlin 46 Personen festge- nMHf*?' .toaren- kommu.

n i ft i f cb e Flugblätter, m denen zur Be­teiligung am Antikriegstag aufgefordert wurde zu verteilen. Durch die Wachsamkeit der Polizei ^urden diese Versuche im Keim erstickt. Alnter Verucksichtlgung der besonderen Verwerflichkeit dieser kommunistischen Agitation hat das Ge­heime Staatspolizeiamt die sofortige Alebet-

Der Ausbau her Lanhesstellen für Volksaufklärung unh Propaganha.

^.^"J-furt o M., 1. Aug. (WSN.) Reicb-;- mlnister Dr. Goebbels Hat am 31. Juli Die für bie ßanbesft eilen vorgesehenen Referenten .rnnnJL Die Landesstellen für Dolksaufkläruna unh PropaganDa nehmen mit Dem 1. Auau ft pre volle Tätigkeit auf. Neben Den 13 Can Des-

e en werben weitere 18 Propa

el..enn ökschoffen, beici. Cciier roensaus

dL '3uI von Herrn Reichsminister Dr. Goebbels sind. Leiter ber Lanbesstelle H e\ .

ftnnV 5 y u lProvinz Hessen-Nassau unb Fr j.

Müller-Schelb, Frankfurt nn^h!Sft^nnerlßlb biefer Lanbesstelle sinb bie Pro- pagandastellen Kurhessen (Leiter Gerland-

später Großfeueralarm gegeben wurde. Die --------

MM L's,-?'S?N ber D-tsch-st-rw-chsel in Moskau unVT-kko. Nähe befindliche Gaswerk war durch die qün- rlin, 1. Aug. (CNB.) Wie berAngriff" stige Windrichtung nicht gefährdet. Der Polizei- erfavrt ist Botschafter v. Dircksen von Moskau

Herr war persönlich an der Alnglücksstätte an- <07 0 ki 0 versetzt worden. Botschafter N a -

wesend. Den Bemühungen der Feuerwehren ge- » lny wurde als Nachfolger v. Dircksens mit der

lang es bald, das Feuer auf seinen Herd zu £-eitun9 der Geschäfte der Botschaft in Moskau

beschränken. Soweit bis jetzt feststeht, fiel ein veauftragt.

Packhaus den Flammen zum Opfer. I --

Reichsrechtliche Organisation für Kaffenzahnärzte.

® * r li.H' ?^^uli (VDZ.) Wie das VDZ.-Büro meldet, ist auf dem Gebiet der reichsrechtlichen Zu- ö^^sassuvg der Kas enärzte ein sehr bedeutsamer Schrllt erfolgt durch eine Verordnung des Reichs- arbeltsminlsters, die die Gründung einer Raffen-

- ......... ------ , zahnärztlichen Bereinigung D e u t f ch

unb Vergnügungspark von Neuyork, brach infolge lands vorschreibt. Die Vereinigung unterfteht her

Alebcrlaftung ein« Z u s ch a u e r t r i b ü n e zu- Aufsicht des Reichsarbeitsministers. Ihr Stz ift in

fammen. 40 Personen wurden, z.T. schwer, Berlin. Als Reichsführer der Kassenzahnärztlichen

verletzt. Bereinigung Deutschlands ist der Vorsitzende des

, _ , _ v Autounglück Reichsoerbands der Zahnärzte Deutschlands bestimmt

in Graubunden. Lin Deutscher ertrunken. I worden.

2ln der Straße oberhalb Castasegna in Grau­bünden ereignete sich ein schweres Verkehrs­unglück. Ein deutscher und ein italienischer Kraftwagen stießen zusammen, wobei der deutsche Wagen über die Böschung in die Moira stürzte: der Fahrer ertrank. Sein Mitfahrer, ein 3taliener, wurde aus bem Wagen geschleudert, erlitt jedoch nur geringe Verletzungen. Die 3n- faffen _ des anderen Wagens blieben unverletzt. Der tödlich Verunglückte, ein gewisser Hans Hirsch 1 er, stammte aus Berlin und wohnte in Lugano.

(Eine neue Universität in SfambuL

Am 1. August erfolgte die Gründung der neuen Universität in Stambul. Der Lehr­körper wird sich aus Professoren der alten Universi- tat und aus jungen Gelehrten zusammensetzen, die bereits in Europa und Amerika mit großem Erfolg gearbeitet haben. Die meisten Lehrstühle sind jedoch hervorragenden ausländischen Gelehrten vorbehal- ren, deren Namen in der Wissenschaft einen guten Klang haben. Die neue Universität umfaßt vier Fakultäten und sieben Institute. Der Unterrichts­minister erklärte, die Stambuler Universität werde auf derselben Höhe stehen wie die berühmtesten Hochschulen der Welt.

Riesige Daldbrände bei Toulon.