Oer Tag der nationalen Arbeit in Gießen
‘r affenbaffes, des Kampfes Deutscher gegen Deutsche.
Hf Bekundung der unlösbaren Schickssalsoerbunden
Das Verdienst für diese erfreuliche Umkehr in
Oer Feldgottesdienst
Weihe neuer Vetnebszelleu-Achnen
eine Handelspo«
ig bic Sfetighit | t, ofric bie deutsche
’nft. Die Welt, sie
Ziffenschaf«.
ffußbal! in HessenrHannover.
Die
SC. 03 Kassel, der
4:2 (1:2) unterlag, w.eder zwei B zu verzeichnen hat und außerdem
ermamua
1.
7:3.
wir brauchen keine Kirche, wir hören auf fein
:6ot Gottes, denn es gibt keinen Gott. Man kann
keinen freisprechen von seiner «chuld, von feiner
!rsönlichen Verantwortung für sich und keine Kin-
ir. Aber noch schwerer ist die Schuld und Verant-
iitung derer, di- ein allzu leichtgläubiges Volk
Kassel in Marburg 4:3 (2:2) gewinnen
meude. Heraus aus diesem Bann!
Wollen wir aus dieser trostlosen Lebcnsanschau- ing heraus, dann müssen wir heraus aus einem Mod) viel unheimlicheren Fluch: Heraus aus dem
bei dem TfQ3. Sturyvifen mit konnte. Es besteht nunmehr
a6cr nie allein von den irdischen Dingen zu sprechen. Es weist hin auf den ewigen Gott und stellt uns unser Leben vor sein Angesicht. Unter Schrift-
Fußball-Ergebniffe der Gießener Mannschaften.
Tausende hatten sich auf dem Landgras-Dhi- lipp-Plah und auf dem Brandplah dichtgedrängt beieinander aufgestellt, um an der kirchlichen Weihe des Tages, dem FeldgotteSdienst, irilzunehmen. 3n Kolonnen von kleinem Ausmaß bis zur Gröhe von Hunderten waren die Deleg- schaften in Gemeinschaft mit ihrer Leitung, Arbeiter deS Geistes und der Hand eng verbunden, heranmarschiert. Dazu hatten sich unzählbare und unschätzbare Einzelpersonen eingefun-
DsB. II gegen Steindorf I 0:6. — Entscheidungsspiel um die Meisterschaft der 6-Klasse: Leihgestern 11 gegen Steinberg JI 3:0 (2:0). — VfB. 1. Iugendn gegen Wetzlarer Sportverein 1. Jugend 1:3 (1:0). — VfB. Schüler gegen Wetzlarer Sportverein Schüler 1:0 (1:0). — AH.-Mannschast VfB. gegen AH.- Mannschaft Wetzlarer Sportverein 0:4.
Liga 1900 gewann in Bad Homburg 3:4 (1:2). 1900 ließ einen Foulelfmeter obendrein aus. — AI-2Iugenb verlor gegen Eintracht Frankfurt a. M AI 2:4 (2:1). AII-Jugenb gewann gegen Nauborn I 2:1 (1:1). Schüler — Nauborn Schüler 2:0 (1:0).
enp°VÄgkfu°
Liga des VfB. verlor im Aufstiegfpiel auf eigenem Platz gegen Sport Kassel mit 5:2 (4:0). —
Heftern bagegen ein Bild der wunderbarsten Harrno- i je und Volksverbundenheit aller Stande und Berufe,
n den Frieden Sie Wollen nicht
Handball.
— Pohl-Göns I 5:5. 2. — Pohl-Göns II
Handball Sturm 11/116 gegen r.Komp ZR.lS 11:2
^luch der Golllofigkeit. Das verdarb unser ganzes ^olk jo jammervoll, daß es für so viele eine aus- jte Sache war: Wir brauchen kein Wort (Bot*
iu heraus aus oe m -d a n ne . uc r a u i
Un 6’nnC : unserem Volke lag! Was war es für tt i.! NN Dann? Das war der ganze falsch verstandene
(f a hPlttU^ I eet» a t * a AtwAn ( .i Ra« ft A «1 H n f <1 t I Ä
stige Arbeit hat der geniale Zeppelin am Ausgang des vorigen Jahrhunderts vollbracht, bis Millionen Handwerker ihren Fleiß ünd ihr Geschick betätigen konnten!
Warum aber, Derehrtcste, so erhebt sich die Frage, müssen wir überhaupt arbeiten, welches ist der letzte Grund? 3m Zeitalter des Unglaubens wußte man auf diese Frage keine befriedigende Antwort. Als Gottesglaubige — und wir rühmen uns laut und öffentlich, solche zu sein — wissen wir: wir müssen arbeiten, weil der Herrgott es haben will. „3m Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Drot essen." Dieses Wort gilt dem gesamten Menschcngeschlechte. Die Arbeit ist uns auferlegt als Buße für den Ungehorsam unseres Stammvaters. Wird sie uns schwer, so denken wir daran, daß wir als Adamskinder an den Folgen einer Erbschuld leiden, daß wir büßen und sühnen müssen.
Die Arbeit ist aber auch eine Wohltat für uns. Was wird aus dem Leib, wenn er seine Fähigkeiten nicht übt: ein unbrauchbarer Schwäch- fing, den widrigen Einflüssen prcisgcgeben. Was soll aus dem G e i st werden, wenn der Derstand sich nicht im klaren, folgerichtigen Denken übt, wenn der Wille nicht zum Guten gestählt wird, wenn Herz und Gemüt nicht angcfüllt werden mit edlen Bildern und Gefühlen! Es ist schlechthin unmöglich, ein religiös sittlicher, charaktervoller Mensch zu werden ohne Arbeit Der Dolksmund hat nicht mit Unrecht das Wort geprägt: „Müßiggang ist aller Laster Anfang." 3ch glaube, es ist uns zur Genüge bekannt geworden, auf welche Abwege, in welche Hölle desr Lasters der Müßigang treibt!
Wir müssen weiterhin arbeiten, weil Christus, unser Lehrmeister, es durch sein Beispiel uns gelehrt hat. Dreißig 3ahre lang hat er in Aazareth als der Sohn eines Zimmermanns gearbeitet. Und dann im öffentlichen Leben das Predigen, das Wandern, das Krankenheilen, bis er gegen Ende des Lebens gemartert und zerschlagen, unter ungeheuren Anstrengungen das Kreuz auf Kalvaria trägt und am Kreuze fein Leben für uns hingibt Welch Beispiel heroischer Arbeit, das uns aufrichtet und tröstet auf unserem Dornenweg!
Run noch kurz, wie sollen wir arbeiten? Bor allem in der guten Meinung: zur Ehre Gottes! Sursum corda, aufwärts die Herzen, sei unser Wahlfpruch! So wird unsere Arbeit, und wenn sie auch die unansehnlichste wäre, angenehm vor
theoretisch die Wöglichkelt, daß am Schluß noch vier Vereine punktgleich werden können, die Spannung bleibt also bis zum letzten Spielsonntag erhalten. — Bei den Aufstiegsspielen zur ersten Klasse unterlag VfB. Gießen auf eigenem Platze gegen Sport Kassel m;t 2:5 (0 4) 3n dem Ausscheidungstreffen der beiden Abteilungsiieger in Südhannover blieb der VfB. Dorthe»rn wider Erwarten über den FC. Groß-Allmerode mit 4:0 (2:0) klarer Sieger.
Oie westdeutschen Entscheidungen.
Schalke 04 ist Meister.
Auch im westdeutschen Fußball sind am Sonnlag die letzten Entscheidungen gefallen. Jin Duisburger Stadion erkämpfte sich vor 33 000 Zuschauern Schalke 04 mit einem 1:0- (0:0*) Sieg über Fortuna Düsseldorf wieder einmal den Titel eines W e st- deutschen Meisters. Neben Schalke und For*
i Deutschland, für die Zusammenschweißung aller Slänbe und Berufe gebührt in erster Linie der ‘ in nationalsozialistischen Bewegung und ihrem
Banne der Vergangenheit! Hinein n eine gesegnete Zukunft mit Gott! Heraus aus dem Banne, der auf
"b »ifn, ba
Fahnenabordnungen daraus hinwies, daß der Besitz dieser Banner heilige Verpflichtung bedeute, lln ter diesen Fahnen sind Hunderte non National fozialisten in heiliger Begeisterung für unseren Führer Adolf Hitler und für das deutsche Voll gcflor den. Ihr übernehmt das Erbe eines Horst W.si I und der vielen Helden, die für diese Fahnei» ihr Blut fließen ließen. Wir gedenken in diesem Augenblick der Toten unserer Bewegung und der Millionen, die draußen auf den Schlachtfeldern ihr Le ben Hingaben, damit Deutschland lebe. Wir senken in Ehrfurcht und Dankbarkeit die Fahnen vor den Helden unseres Volkes. (Eine Pause ernsten, fiiilrn Gedenkens.) Ihr Beispiel soll uns eine ftcic Mah nung sein zu höchster Pflichterfüllung dem Volk und Vaterlaird gegenüber.
Für die, die unter dem Hakenkreuzbanner marschieren, ist der Nationalsozialismus nichts anderes als eine einzige hu» dertprozentige Verpflilt)tung gegen über Volk und Vaterland. Ihr seid t* Bannerträger einer neuen Zeit, eines neuen Stan tes der nationalen Freiheit und der sozialen Gerechtigkeit.
Wir geloben unserer Fahne, unserem Führer und Volk und Vaterland unverbrüchliche Treue durch dreifaches Heil. Unser Führer 'Adolf Hit ler und das geeinte Deutsche Dritte Reich Sieg- Heil! Mit Begeisterung stimmte die Menge in den dreimaligen Ruf ein.
Der gemeinsame Gesang je eines Verses des Deutschland-Liedes und des Horst Wessel-Liedes bildete den Abschluß der denkwürdigen Feier.
Platzkonzert am Hitler-Watt.
Don 12 bis 13 Uhr gab die 6 8I.= S t a n b a r » tenkapellelltzam Hitler-Wall ein Pl atzkon- zert, das den vielen Besuchern einen schönen musi kalischen Genuß bereitete. Die Kapelle verdient für ihre ausgezeichneten Darbietungen alle Anerkennung.
lieber den weiteren Verlauf des Tages berichten wir in der Nachmittagsausgabe. D. Ned
Das im Anschluß an die Kundgebung vor der Dolkshalle stattgefundene Handballspiel zwischen der 2. Mannschaft der 2 Kompanie und der Mannschaft des Sturmes 11 116 endete mit einem eindeutigen Sieg der Soldaten. Das Ergebnis lautete 11:1.
Aach dem Ausgang d:r Bczirtsliga- Spiele am Sonntag ist die A b ft i e g s f r a g e noch verwieleltcr gewbr^'cn dadurch, baß Der gegen Kurheffen :
lustpunlte
I Herr nicht die Stadt behütet, so wachet der dah « 'E Wächter umsonst." Auf Grund dieses Wortes D ^nC nq w* mfen wir uns zu: Heraus auS dem
lag der nationalen Arbeit, Feier des 1. Mai 1933 , — welcher Gegensatz zu den Maifeiern früherer | 5«hre! Damals Feiern und Aufmärsche, die getragen jjiren von Gedanken des Klassenkampfes und des
4«- L.s, e b«n Qjkf
•*in«
f<tnn auz JJ*
oem Heiz«,,
Ein unvergeßliches großes Erlebnis. — Glänzender Verlauf aller Veranstaltungen Massenaufmärsche, wie sie Gießen noch nicht erlebt hat.
Gott und verdienstlich für den Himmel Sodann arbeiten mit Stetigkeit Nicht Kaum ange« fangen, wieder Nachlassen, nicht acht Tage schallen, um dann acht Tage zu pausieren, sondern das stetige, ruhige Voranarbeiten stählt unsre Kraft und schafft die Werte für uns und das ganze Volk- Und schließlich, arbeiten, mit Beharrlichkeit Ende gut, alles gut! Was nüht es, gut angefangen zu haben, auch gut sortzusahren, wenn wir nicht ausharren bis ans Ende? Was haben uns die groben Siege im Weltkriege genutzt, da der Endsieg fehlte Zn diesem Geiste also wollen wir arbeiten, weil Gatt es haben will, weil die Arbeit eine Wohltat ist und Christus mit seinem Beispiel vorangegangen ist. Wir wollen ar beiten in der guten, reinen Meinung, mit Stetigkeit und Beharrlichkeit.
Nun drängt sich noch die Frage auf, was gilt von unfern lieben Kranken, sind sie ausgeichlossen von dem Segen der Arbeit'? 3d) nudjte sie die Schwerstarbeiter nennen. Welche Ueberwinduna, welche Tugend der Geduld und Ergebung brnudjt es nicht, um auf dem Krankenlager treu seinem Gotte zu dienen! Wohlan, wir grüßen die im ein- - fnmen Kämmerlein und die in den Kliniken weilenden lieben Kranken, die nicht bei uns sein können und ihr hartes Los doppelt sd;wer empfinden. Ebenso die Brüder und Schwestern, die im schwer sten Kampf, im Todeskampfe liegen! Seid getreu, seid standhaft bis in den Tod! Und hier an dieser denkwürdigen Stätte senden wir heute am Tage tyr nationalen Arbeit einen ganz besonderen Brudergruß unfern lieben K a meraben, die im Weltkrieg gefallen sind, die die sd)werste Ar beit geleistet haben zur Verteidigting des Vater landes. Wir werden euch nie vergessen! Euer Beispiel rüst nach Nachahmung. Ihr und die viele» anderen Toten mahnen uns aber zugleid) an die Kürze des Lebens.
Wir schreiben heute den l.Mai. Vor hundert Fahren schrieb man ebenfalls den 1. Mai 1833. Da stand Gießen auch, und die Einwohner gingen durch die Straßen zur Arbeitsstätte, die einen zu körperlicher, die andern zu geistiger Arbeit. Wo sind sie jetzt'? 3br Leib ruht langst unter dem Rasen, und mir hoffen zu Gott, daß ihre Seele den Lohn der getreuen Arbeit empfangen haben. Nach hun dert Jahren wird man and) schreiben den 1. Mai 2033. Dann ist niemand von uns mehr am Leben. Unser Leib ruht unter der Erde, unsre Seele, so hoffen wird, wird bei dem barmherzigen Gott weilen, wenn wir in treuer Arbeit seinen Willen er füllt haben. Darum noch einmal: laßt uns bei der Kürze und Unsicherheit des Lebens nicht in Klassenkampf uns zerfleischen und in Standesdünkel uns entzweien, sondern in gemeinsamer Akben unser Heil wirken und das Wohl unseres geliebten Vater landes. Das walte Gott!
Mit dem Spiel des Chorals „Id) bete an bie Macht der Liebe" fand der eindrucksvolle Feldgvt- tesdienst feinen 'Abschluß.
üi k" M an bas
t daß das Problem den Siemen gelöfi "'helfen,^ und Betfrauen alle, ann. Zeder einzelne 1 nW zu zögern und Auslassungen. Und MW. sich bet beul- Denn beule bie Welt ul. dann nMen wir 1 selbst sich seiner Keimt
große öffentliche Pro- e zu verwirklichen urt das AiesenprogfMn, überlassen vollen ton- m müssen, ein Pro- irden erfordert: das :8 6fra6enneu» Serie öffentlicher Arminen milhelsen, dir chr hwinterzudrücken. iss ftattfinben gegen t der heutigen i auch hier den ent- ns ‘IlationaUoAioliUcr. Selbstverständlichkeit ift
Iben Ordnungsdienst. Die SA.-Formationen nahmen in ber Bähe deS Feldaltars Aufstellung. Beicher Flaggenschmuck und herrlicher Frühlings- svtmcnfchein gaben für die Feier eine fchöne äußere Zierde. Die Garnifon war durch den Kommandeur Major Frhr. von Wachter, feinen Adjutanten Oberleutnant B r e i t h a u p t, und die Militärkapelle unter Obermufikmeister Krauße vertreten.
Pünktlich um 10 Uhr leitete die Militärkapelle - ben Gottesdienst mit dem Dhoral „Wir treten uim Beten" ein. Danach predigte der evangelische Geistliche
Pfarrer Lenz
über das Wort der Heiligen Schrift, Psalm 127, Lers 1: .Wo der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen; wo der Herr nicht die Stadt behütet, so wachet der Wächter umsonst."
Deutsche, christliche Frauen und Männer!
Der Arbeitcrfeiertag des 1. Mai war früher em Tag des Klassenkampfcs. Er soll heute sein e n Tag der Versöhnung. Er war ein Tag, der bas Volk auseinanderriy. Er soll sein ein Tag, ba sich alle zusammenschließen, die mit Kopf und -and für Volk und Vaterland schaffen, ein Fcst- Itafl der nationalen Arbeit, wo wir rechte Arbeit
hrem Halse, das nur zähneknirschend getragen Lurde, ein notwendiges Ucbcl zur Stiftung des «lenden Lebens. Sowohl diese herrenmähige, wie diese fllavenhaste Auffassung der Arbeit legte einen Bann auf alles Schaffen und alle Arbeit--
ienc" s Preis-
Die I*
if dein *■
liebttaufftieg unsere, is>, unsere Veharrllch- dich verdienen, wir tigen, Herr mach bo ,g sein, arbeiten, uns einander ringen, aus imrnt, da wir vor Ihn ! Hillen dürfen: Herr, geändert, da, deulsch« Volk der Shrl-W». ^fleischung. der fW"' gleit. Ileia. he"/" nieder stark 8 - i Seifte, stark '" seiner -eharrliM rpfer. Herr. W ,fl J nserenlagundanst» e deuWi Volk und nd.
Zilm und Lach.
J ,s,k2olk«' ■ rium tu' (
1 v-rtclle^ch. und jenrgr üt'
in dem na°) «.e,b', - .
rüttelnde „ ! rort sagt: .Wenn der Herr nicht das Haus bauet,
1 dendsten ■ [6 arbe^en umsonst, die daran bauen. Wo der
mit Recht betont wurde — durch die gewaltige Teil- In ahme aller Bolkskreise an dem Tage der nationalen 'Arbeit und durch die zum Durchbruch gekommene Volksverbundenheit seine Krönung erfahren hat.
3n Gießen wurde dieser Feiertag der nationalen Arbeit z» einem Ereignis von so überwältigender l^röße, daß es schwer ist, mit Worten auch nur am nähernd den tiefen Gehalt und die starken Eindrücke xil schildern, die von diesem Feiertag ausgingen, rchon Tage vor dem nationalen Arbeitsfeiertag herrschte eine solche Begeisterung in allen Streifen der 'Bürgerschaft, wie man sie früher nod) nie gesehen bitt. Mit hingebungsvoller Bereitwilligkeit wurden nlle Vorbereitungen zur Ausschmückung des Tages getroffen. Die Nachfrage nach Fahnen war in allen kinschlägigen Geschäften so gewaltig, daß der Dor- rat von Fahnentuch sehr schnell ausverkauft und 11 neue Sendungen auch immer wieder rasch vergriffen I" waren Gleiches trat hinsichtlich der Fahnenstangen , ui Erscheinung. Unsere Geschäftsleute konnten gar nicht rasch und umfassend genug neue Cieferungen
neu werten und ehren wollen. Damit der Tag tzin vollem Sinn das werde, was er sein soll, wird bae Wort Gottes dazu begehrt, was früher un- Sbentbar war.
Das Wort Gottes, das Wort der Kirche hat
Nach dem Feldgottesdienst nahmen die Gruppen mit den Fahnen neuer nationalsozialistischer Betriebszellen im Halbkreis vor dem Feldaltar Aufstellung, um die Fahnen weihen zu lassen.
Kreisteiter der NGBO.
Hermann Wagner
hielt die Weiherede, in der er u. a. sagte: Der 1 Mcti 1933, der Tag der nationalen Arbeit, ist die Krönung des gewaltigen Werkes, das unser Führer Adolf Hitler in einem Hinterhaus von München mit sechs Getreuen begonnen hat. Dcr 1. Mai 1933 ist die Erfüllung der uralten Sehnsucht nach der deutschen Einheit, Einigkeit und einem ft arten Reiche, getragen von einigen deutschen Stämmen.
Ungeheuer war dcr Leidensweg der Nationalsozialisten, bis die Widerstände überwunden waren. Der 1. Mai, bisher ein Tag des Klassenhasses und der Zwietracht, steht heute im Zeichen der geeinten deutschen Volksgemeinschaft. In tief- ftcr seelischer und leiblicher Not hat sich das deutsche Volk die Hände gereicht zu gemeinsamer Arbeit am Wiederaufbau von Volk und Staat. Sieghaft leuch ten heute in allen deutschen Gauen die Hakenkreuzbanner, sie verkünden den Anbruch einer neuen Zeit, in der alles Trennende und Gegensätzliche überwunden ist. Jener Geist des internationalen Marxismus, der undeutschen und unsozialen Gc (Innung, der ganz bewußt den deutschen Arbeiter aus seiner Volksgemeinschaft herausgcrissen und ihn abseits von seiner Nation gestellt bat, ist überwunden. Nun kehrt dieser deutsche Arbeiter wieder zurück in die Gemein s'ch oft seine s V o 1 k e s. Er ist nicht mehr der internationale Prolet, sondern der deutsche Arbeiter. Heute ringt der deutsche Arbeiter um seine Standwcr - t u n g. Erkennt, ihr deutsche Volksgenossen, die Große dieses Augenblicks, da der deutsche Arbeiter wieder in fein Vaterland zurückkehrt
Nunmehr wurden die neuen Banner gesenkt, ent hüllt und geweiht, wobei Äreisleiter Wagner die
Sirm der Arbeit. Die einen saßen sie an als Mit- Zur Ausbeutung und zur Älnhäufung von ' UV (I e r 3u9c^°iint ^«rchtümern. Mancher faß dabei bis vor nicht langer Zeit die Handarbeit als entehrend um ob" gz welv la Die anderen faßen sie an als ein 3och auf
ben. Unzählige hatten die Fenster der Häuser und die letzte Dachluke besetzt, jede Mauer und "U'U' ‘ jeder Mauerpfosten wurde zur Aufstellung bc- cnanmcnnen,w nutzt. Die SS. verfaß in ausgezeichneter Weife »um Schutze Der - - - - - -■ — -
Rein deutsches Toll! ns steht, bann müssen r Sinhril totrber.
OK|
| ’ ’ ly OIUIIUC UIIU ^>tri U|C tfuuuiji i ui ci |ici vet
*** M . qi'ofjcn nationalsozialistischen Bewegung und ihrem rll uhrer, dem Dolkskanzler Adolf Hitler, dessen
Alinfll 12«rk — wie gestern in der Ansprache des Krels- iritcrs der NSBv. Hermann Wagner in Gießen
heranbringen. Expreßsendungen über Exprcßjendun gen waren notwendig, um wenigstens einigermaßen mit der gewaltigen Nachfrage auf gleicher Stufe zu bleiben. Und dennoch mar am Samstag in zahlreichen Fachgeschäften alles Fahnentuch, Wimpel ufw. immer wieder glatt ausverkauft.
Unter diesen Umständen war es natürlich nicht verwunderlich, daß der Fahnenschmuck unserer Straßen alles bisher Dagewesene, auch die umfangreichen Schmückungen bei den nationalen Feiern im März, weit übertraf. Ein Fahnenmeer in des Wortes wahrster Bedeutung gab unserer Stadt gestern bas eindrucksvolle, unvergeßliche Gepräge. An vielen Häusern wehten drei bis vier Fahnen, cs war kaum ein Haus, das nicht mindestens mit einer Jahne geschmückt war. Dazu kamen eine Unmenge Wimpel, ferner zum Teil Flaggengirlanden und viele Schmückungen mit frischem Maigrün. Nicht nur in den Hauptverkehrsstraßen, sondern auch in allen Nebenstraßen flatterten die Fahnen und Wimpel, selbst aus den Fenstern der Dachstübchen und aus den Fenstern von Hintergebäuden grüßten die Iah- nen der nationalen Volksgemeinschaft Wenn sonst bas Wort „wie man es noch nicht gesehen hat" vielfach eine leere Phrase war, so war es gestern zur gehaltvollen Wirklichkeit geworben. So etwas wie bas gestrige große Erlebnis ist in Gießen in ber Tat noch nie oageroejen! Dazu kam bie festlich-froh gestimmte Volksmenge, die mit innerer Anteilnahme an der Ehrung der deutschen Arbeit und des deutschen Arbeiters beteiligt war. Und weiterhin kam das schöne Frühlingswetter hinzu, das dem Feiertag beschicdcn war. Glockengeläute am frühen Vornuttag gab dem Tag noch eine besondere, schöne Weihe.
Der Taa wurde um 7 Uhr durch den Weckruf einer SA.-Kapelle eingeleitet. Zwischen 8 und 9 Uhr versammelten sich in den Betrieben die Be- ieg|d)aftcn mit den Firmeninhabern bzw. Amtsleitern bei den Behörden zur gemeinsamen B e t r I e b s f e i e r , bei der durch Ansprachen auf bie Bebeutung des Tages hingewiesen unb anschlie- ßenb bie Hakenkreu,sahne auf bem Betrlebsgebäude feierlich gehißt würbe. Nach biefen internen Feiern erfolgte in geschlossenen Kolonnen ber Abmarsch zum Jelbgottesbienst auf bem Landgraf-Philipp-PlaY.
diesen Wahnsinn gelehrt haben. Da meinen wir nicht nur die neuesten Agitatoren der Gottlosenpropa- ganba, da meinen wir die neuen und bie alten Lehren einer irrenben Wissenschaft. Die geistige Führung hat Ungeheures geleistet, z. B. in ber Technik. Aber sie hat and; Ungeheures verschuldet, indem sie mit klaren Worten ober mit schweigender Selbstverständlichkeit in ihrem Leben Gott und seine Gebote ablehnte. Je mehr diese Lehre unb dieses schlimme Vorbild zur Geltung kam, desto schwerer legte sich ein Bann auf die Gewissen, auf die Familien, auf die Arbeitsfreudigkeit, auf Treue und Rechtschaffenheit unb auf bas gesamte Volksleben. Nun hat die furchtbare Erfahrung ber letzten Zeiten gezeigt, baß wir an unserer Gottlosigkeit zugrunbe gehen. Nun bricht mit Gewalt bie ursprüngliche Gewißheit burch: Es ist ein Gott unb ein Gericht. Nicht was wir uns klug erdenken, sondern was Gott in ben Menschen und bie Völker von Anfang an hin- eingelegt hat, was er uns burch Ehriftus geoffenbart hat, das ist bie Wahrheit. Unb nun bas Steuer herum! Heraus aus bem Irrtum! Heraus aus bem Fluche einer gottlosen Vergangenheit!
Und hinein in eine neue gesegnete Zukunft mit Gott! Wir hatten Gott verachtet. Gott hat es uns fühlen lassen, wohin wir ohne ihn kommen. Aber Gott hat uns sein Evangelium von Jesus Christus, {einem Sohn noch nicht entrissen. Er will uns gnädig sein, wenn wir uns zu ihm herumwenden. Darum hin zu ihm! Wir dürfen neue Menschen werden mit geheilten Gewissen. Wir dürfen ein neues, besseres Volk werden. Darum hinein in die Gottesdienste! Wer von euch kennt denn die oielgeschmähten Gottesdienste? Wer kennt das Wort der Schrisf? Nur herzu zu einem Neubau, bei dem Gott selbst Bauherr und Baugrund fein will. Herzu zu Jesus, dcr für uns das Kreuz trug. Herzu zu ihm, du mühseliger Mensch, herzu zu ihm, du ganzes zerschlagenes Volk!
Das gibt bann auch ein neues Verstänbnis der Arbeit. Arbeit ist nicht nur Last. Das hat uns doch bie fürchterliche Arbeitslosigkeit gezeigt, wie leer das Leben ohne Arbeit ist. Die Arbeit ist nicht nur Bivt- erwerb, sondern Lebensinhalt, Ehre, Dienst, Dienst für Frau unb Kinb, aber auch gemeinsamer heiliger Dienst an ber ganzen Nation. Das war ja das Unheil, daß fast jeder Mensch nur auf seinen Vorteil sah, statt auf das Ganze. Dabei wurden Volk und Einzelne immer elender. Jesus Christus hat uns durch seine Hingabe an uns gezeigt, was Dienst ist. Er lehrt uns Gott unb unfern Brübern dienen. Arbeit im Dienst des Ganzen, bas ist Arbeit im christlichen unb deutschen Sinn. Hinein in eine solche neue Arbeit! Hinein in eine neue Zukunft mit Gott! Wenn unser Volk sich wieder zu Gott unb zu einem geheiligten Sinn ber Arbeit, zu einem reinen christlichen Leben hindurchringt, bann wirb bas ein geistliches Auferstehen, ja, ein deutsches Ostern sein. Wenn sie dazu gedient hat, dann ist die seitherige Leideuszeit unseres Volkes nicht vergeblich gewesen. Das gebe Gott! Simen.
Nachdem die Militärkapelle den Choral „Sic Himmel rühmend es Ewigen Ehre" gespielt hatte, folgte die Predigt des katholischen Geistlichen.
Pforrer 0r. Hemmes.
Christliche deutsche Arbeiter und Arbeiterinnen!
Mit dem Hochgefühl der Freude begrüßen wir den heutigen Tag, der uns anfeuern und begeistern soll, die Klassengegensätze zu überwinden. den Standesdünkel abzulegen, um ein einträchtiges Volk von sreudigen Arbeitern zu sein. Ob Tagelöhner, Handwerker oder Bauer, ob Gelehrter, Arzt oder Seelsorger, der körperliche, wie geistige Arbeiter gehören zusammen, einer ist auf den andern angewiesen, einer bedingt den andern. Wenn ein Haus gebaut werden soll, muh zuerst ein Plan vorhanden sein. Ein Baumeister, ein Architekt muß die geistige Arbeit, Berechnung nach Mah, Zahl und Gewicht geleistet haben, bevor der Maurer, der Zimmermann oder Schreiner an die Reihe kommen. Welch ungehellre gei-
j leit ber gesarntbeutschen Familiengemeinschast. Waren jene Feiern früherer Jahre nieberbrückenb für jeben, ber ben Gebauten ber beutschen Volks- pemeinfchaft zur Richtschnur seines Wirkens unb jirebens gemacht hatte, so war ber gestrige erste Taa einer deutschen Maifeier, ber Tag her rottonalen Arbeit, für bie Vorkämpfer bes Volks- gemeinschaftsgebankens ein Tag der vollsten Freube, ein Tag ber inneren Erhebung unb ein Ansporn, , an bem Ausbau bes gestern zur Geltung getont- inunen Werkes weiterhin mit aller Kraft zu arbeiten.
n mit dein ;u M k
S. m fei T1
toTlun
•teifunfl ®


