Ausgabe 
2.1.1933 Erstes Blatt
 
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Die französisch-spanische Freundschaft

Rom wird nervös. - Möglichkeiten eines kolonialen Ausgleichs.

Aus der Provinzialhauptstadt

Vergeßliche Ehemänner.

n 80 Millionen ein-

vergangene Jahr um

Zuchthaus für eins, Heiratsschwindler.

chon die unglaublichsten

befördert und sind rderungszahl des abgesunken. Gegen- 1928 und 1929 ist eine

1. 3 an. Oluf dem Gebiete dels hat sich der Schlos-

wurde der tcunglückte aufgefunden und dann von der hergerufenen Freiwilligen San'/.äts- kolonne vom >ten Kreuz nach der Chirurgischen Klinik überfvt. Die Polizeilichen Nachforschun­gen nach denücksichislosen Autofahrer, der sein Opfer h.^lflosif der Landstraße liegen ließ, und d:e Erm-.'ttlunn über die Arsache des Dorfalles sind im @an£

** Don nern 21 u-to überfahren und schwer v letzt. 3n der letzten Nacht zwi­lchen 24 uni Uhr wurde auf der Landstraße zw.schen deKarlsruhe" und derWellersburg" per 22 Iah alte Photograph Walter Borst. 'Dtnt , hgen Photographen B 0 r st in der e Bahnhofstra von einem Auto überfahren. Der junge Manbefand sich auf dem Wege nach Gießen, wäfrd das Aato ihm entgegenkam in der Richtunaach Lollar. Der Kraftwagen ritz den bedauerwevten jungen Mann zu Boden und brachte m durch Tleberfohrep schwere in»

«in del eien zurück, die er angestellten beging. 3m ge Partie verstand es R.. rl Ersparnisse herauszu-

GedenkfeieüreinenoberhessischenArzt

Trdberg. 1.3an. Anläßlich des 100. Geburtstas des früheren hochangesehenen Arztes Geh. 2d.»Rat Dr. Martin Lorenz fand am 31. Dczernt auf dem hiesigen Friedhof eine üeier statt, beirr Professor Dr. Karl Schmidt, Obermedizinall Dr. Nebel, Bankdireltor 21. bet und mdienrat Roth der Bedeutung dieses Manne^edachten. Dr. med. Lorenz (1832 bis 1904 von dessen Leben und Wirken eine mteressan Gedenkschrift (Okrlag Dinder- nagel, Friedbe. 1932) berichtet, kam 1867 als Krersa^t nach iriedberg, wo er bis zum Ende des^3ahrhunde8 mit großem Erfolg wirkte und 1904 verstarb, orenz war ein Förderer aller künstlerischen ur geistigen Bestrebungen und hat . auf diesen Gebieten neben seiner amtlichen Tätigkeit großeverdienste erworben. Eine be­sondere Freundast verband ihn mit dem be­rühmten Rechtshrer Rud. von 3hering und dem Geiger Herich de Ahme, dem Mitglied des 3oachim-Qirtetts.

Den Gegnern der Notwehr erstochen.

WSN. Frakfurt a. M 1. 3an. 3m Stadtteil Höchst im es in der Melchiorstraße in der Silvesternach zu einem Streit zwischen zwei Mietern eines §uses. Der Arbeiter H ö f f l e r traf auf der Tr»pe kurz nach Mitternacht den Hausgenossen Henrich L., mit dem er schon öf­ters Streitigkeite hatte. Höffler, der ziemlich ft arE angelernten war, suchte auch jetzt wie­der mit dem L. einen Streit von Zaune zu brechen, doch dic>r ließ sich nicht darauf ein. Schließlich ging Hffler mit einem Schlagring auf L. los und verscte ihm mehrere Schläge. 3n höchster Not zog . ein Taschenmesser und wollte damit seinen Gener einschüchtern. Dieser war aber infolge des arten Alkoholgenusses in einer t o b s üch t i g e n D u t und keiner vernünftigen Zurede zugängig. Jetzt machte auch L. Ernst und stachseinem Dgner in den Unterleib. Höffler sank im Treppenhaus zusammen, wurde ms Höchster Kranmhaus geschafft und dort gleich operiert. Bald daruf ist er aber seiner Ver­letzung erlegez. Der Täter wurde verhaftet.

Schichter Abschluß

sind für Vertreter der Liberalen Partei freigehalten worden.

Aus örter Welt.

Die Bottroper Mörder festgenommen?

3n der Nacht Aum ersten Weihnachtsseiertag

*D:e gemeldet, in Bottrop ein Feuer­nde r f a l l auf den soeben amnestierten Na- tionalsoz:alisten K o n d n r a verübt, bei dem aber nicht Kondura, sondern dessen Schwager, der unbeteiligte und parteilose Bergmann Szcto- t o k erschossen wurde. Nunmehr hat die Kri- mmalpolizei die beiden Derglluie Vinzenz D d u ch und Michael Steiner aus Bottrop wegen dringenden Tatverdachts verhaftet. Beide Beschuldigten sind unmittelbar nach der Tat an verschiedenen Stellen in der Nähe des Tatortes in bedächtiger Weise gesehen worden. Das von den Beschuldigten erbrachte Alibi konnte ins- besondere hinsichtlich der Zeitangabe von der Polizei als unrichtig widerlegt werden. Lieber die Parteizugehörigkeit der beiden Derhasteten haben d:e polizeilichen Ermittlungen nichts Po- i JüiDeö ergeben. Fest steht jedenfalls, daß der ^baste e Nduch der Bruder des bei Zusammen* stoßen zw.schen Kommunisten und Nationalsozia­listen verwundeten Kommunisten ist. Kondura war seinerzeit im Zusammenhang mit diesen Zusammenstößen unter Anklage gestellt, aber auf Grund der Amnestie aus der Untersuchungshaf entlassen worden. y v 1

JMbem die Feiertage vorüber sind und Sorge klcb£err m 'hre Rechte treten, kann man ?H?nnenhb leststellen, daß die Ehemänner sich durch all d.e Jahre hindurch gleich geblieben sind. roi* Jie 'hre Weihnachtseintäufe am letzten läge machten und hie Hälfte dabei vergaßen so können wir feststellen, daß achtzig vom Hundert wiederum einen Festtag übersahen, den sie der- ^'temem großen Aufwand von Blumen, zcitsta " b Überraschungen begingen: Den Hoch- Die ^eichspost könnte ein gutes Geschäft machen nhfUr £C m'-- vUen Ehemännern einen Vertrag' abschließen wurde: y

fr Dauben gezierte Hochzeitsjahrestelegramm, wie ki^^m'elsstuck männlicher Aufmerisamkeit im amt­lichen Verkehr genannt werden würde! M.A. 3»ei politische Strafproze e eingestellt.

Auf Grund der jüngsten Amnestie sind nunmehr auch Zwei Strafverfahren mit politi. s ch e m Hintergrund, die beim Landgericht in x reÄerLa^.Qn019 roaren' eingestellt worden. Es han- ^unif!$q9bx nnur §?che um den Ueberfall, der im

Ober-Ofleiden von Anhängern der KPD auf «A.-Leute aus Alsfeld verübt wurde, und bei Dem es zu einer schweren Schlägerei kam, die nach ^°chen den Tod eines jungen SA.-Mannes S1 f Mdbetr Krankenhaus zur Folge hatte. In diesem Verfahren sollten sich 58 Personen als Angeklagte zu verantworten haben, die nunmehr der Strafoerfol- gung enthoben sind. Der zweite Fall betrifft Ereig­nisse in Reichelsheim, bei denen Einwohner, unö aus der Umgegend gelegentlich der | Durchführung des vorjuhrigen Verbots der SA. und SS. durch die Regierung Brüning sich gegen die :n S1!0 Xt)rC5 2ie"<"tes ^tigen Polizeibeamten mit ^,?h'nen gewandt hotten, die bei der Staats­anwaltschaft Anlaß zu einer Anklage wegen Aufruhrs ,0°ben- D.eser Prozeß sollte schon Mitte Dezember in Friedberg verhandelt werden, wurde aber damals 9rLn??ICf d'e bereits zur Verhandlung stehende Amnestie vertagt. Hierbei handelt es sich um 38 Per­sonen, die nun unbehelligt bleiben

Unruhige Reujahrsnacht in Berlin.

Drei Todesopfer politischer Raufereien.

B e r l i n, 1. 3an. (TU.) 3n der Neujahrsnacht ist es an verschiedenen Stellen der Reichshaupt­stadt zu mehreren blutigen Zusammen­stößen, hauptsächlich zwischen Kom­munisten undNationalsozial ist en ge­kommen, wobei u. a. ein Hitlerjunge und ein Kommunist durch Messerstiche getötet wurden.

Der 16jährige Hitlerjunge Walter Magnitz aus der Liebenwalderstraße wurde gegen 1 30 Uhr von noch unbekannten Tätern ohne ersichtliche Der- anlassung in der Utrechter Straße durch Mes­serstiche in die Bauchgegend lebens, gefährlich verletzt. Er wurde dem Kran­kenhaus zugesührt, wo er noch im Laufe der Nacht sturb. Gegen 5.30 Uhr wurde dann am Prinz- ,in noch unbekannter ngcborigcr mit einem Messer« stich in der Herzgegend tot aufgefunden Von Z.ug.m tourje ein 2iSDAP-A.,g.höriger aus dem Arbeitslager auf dem Sportplatz Lichtenrade als Tater genannt, woraufhin die Mordkommis, sion eine Durchsuchung des Lagers vornahm, bei der dann insgesamt 25 Nationalsozialisten zwanos- gestellt wurden. - 3n der Aderstraße - im Hör. ben der Stadt wurde eine 37 3ahre alte S r a u du^ch einen Schuß in die Herzgegend ge- Däter ist unerkannt enttömmen. Ein 16 3cchre alter Nattonalsozialist wurde im Norden otadt von unbekannt gebliebenen Tätern durch einen Messerstich lebensgefährlich verletzt. 3m Zentrum der Stadt, in der Potsdamer Straße

Polizeioberwachtmeister' sich außer Dienst befand, mit einer schweren Kopfverletzung aufgefunden.

Oie Reform der preußischen Schulverwaltung.

) Amtlich wird mit- ber Verordnung zur Vereinfachung b3rr ?crto^ltun9 Stfcn mit dem 1 r1933 ölc Ausgaben der Provin­zial s ch u l k o l le g i e n aus die Oberprä- sidenten über Durch diese Behördenumbil- oung hvren die Aemter der Vizepräsiden­ten der Provmzialschu.kollegien und der D i r e k - toren bei den Provinzialfchulkollegien auf. Die 3nhaber dieser Stellen werden in den ein ft- fr ln^nr^U^ft-an? versetzt. Die Leitung .Verwaltungen für das höhere Schulwesen v^den 2d e g i e r u n g s d i r e k t o r e n übemeh- men. Hierfür sind zum Teil die in den einstwei- hgen Ruhestand versetzten V i z e p r ä s i d e n- ten bei den Provinzialschulkollegien in Aus- 'l<Vm0fnt>^mn- 3n Oberschlesien, Grenz- marf Posen-Westpreußen und Pommern toerben tilgen des geringeren Geschäftsumfangs Ober- ' ch u l r a t e zur Leitung der Geschäfte bestellt fXdfX Gleichfalls fallen bei den Provinzial- chulk>lleg,en fünf Obe rschulrats stellen Hilfsarbeiter stellen, so- Zwei Stellen von 3ustitiaren und Derwal- tungsraten. Die unmittelbare Wiederver- we n d u n g i m S t a a t s d i e n st ist für den Oberen ^eilder in ihren jetzigen Stetten nicht mehr verwendbaren Beamten in Aussicht genommen.

ihrem Lagerleiter, Hauptmann a. D. S ch m ü ck l e Silvester feierten. Die Lagerwache tonnte jedoch rechtzeitig das Lager alarmieren und es entspann sich ein längeres Handgemenge, wobei es verschiedene 2)erlehte gab und von den Kommu-

- auch geschossen wurde. Hauptmann Schmudle wurde dadurch leicht verletzt, daß ein Kommunist versuchte, ihm den Daumen abzu- ^ißen. Auf kommunistischer Seite gab es einen Schwerverletzten und mehrere Leichtverletzte. Die 2lrbeitssreiwilligen machten mehrere Gefangene die bis zi^ Untersuchung am Montagvormittag auf dem Ellenbogen verbleiben. Dem Rest der Kommunisten gelang es zu entkommen. Die Un­tersuchung am Montag wird in Anwesenheit des Staatsmimsters Sandel stattsinden.

» von derichsbahn, Rektor Schmidt von der -§^rufssä Gießen und die Vertreter der Presse. Besondeiankesworte widmete er dem städtischen Veamtenerrn Georg Vogel, dem unermüd- tichen Frger, der wochenlange Vorbereitungen zum gutdelingen der Feier getroffen hatte und per ganz nders um das Wohlergehen der Kriegs­blinden bht ist. Reallehrer Kranz dankte wei­ter allen; zum guten Gelingen der Feier bei- getragen ten unb gedachte dabei herzlich der Geber i Weihnachtsgeschenke. Regierungsrat Grein zte im Auftrag des Kreiswohlfahrts- amts, desrforgungsamts, des städtischen Wohl- sayrtsamind des Provinzialdirektors Graef und versicherte Bereitwilligkeit, auch ferner in ge- meinfame.-beit von Behörde und Bund dazu bei- Anträgen,; Schicksal der Kriegsblinden zu be- lern. In Kasfeepause wurden die Kriegsblinden und ihre nilien, rund 150 Personen, dank der Opferfreueit der Gießener Bäckermeister, gast­lich oewirFerner war es möglich, jedem Kriegs- blmden etöeihnachtsoaket im Werte von etwa zehn Manit praktischen Gegenständen, die von Gießener chäftsleuten und Privaten gespendet worden w,, au überreichen. Jedem der 75 Kinder brachte elreihnachtsmann ebenfalls nützliche Ge- 'chenke. Dfeier hinterließ tiefen Eindruck bei allen Gästund wird unseren Kriegsblinden und deren Fann noch lange in (Erinnerung bleiben.

Bornouzcn

Tagkalender für Montag. Licht­spielhaus (tnhofstraße):F. P. 1 antwortet nicht".

Hentsch verdächtigen Nationalsozialisten emp- fohlen wird, beim Auswärtigen Amt eingegan­gen. Der sächsische Antrag wird beschleunigt be­banbeit werden.

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Minister a. D. Dr. F e h r hat in einem Tele- §ramm an den Reichsminister für Ernährung und andwirischaft Freiherrn v. Braun gegen den Butterbeimischungszwang zur Mar- g a r i n e namens der gesamten deutschen Milch, wirtschaft Einspruch erhoben und eine an­dere Regelung für die immer noch als handelspolitisch notwendig erachtete Butter­einfuhr gefordert.

Die französische Regierung hat dem Völkerbunds- sekretariat das Ratifikationsinstrument des Proto­kolls vom 15. Juli 1932 über die ö st e r r e i ch i s ch e 21 n I e i f) e eingereicht. Nachdem das Protokoll be­reits von Oesterreich, Italien und England ratifiziert wurde, tritt es nun, da es auch von Frankreich ratifiziert ist, i n K r a f t.

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Die neue bulgarische Regierung ist wiederum von Muschanoff auf der Grund­lage desNationalenBlodes gebildet wor- den Der 3ustizminister Warbenoff, der den Anstoß zur Kabinettsumbildung gegeben hatte gehört dem neuen Kabinett nicht mehr an. Der bisherige Llnterrichtsminister M u r a w i e f f übernimmt das Landwirtschaftsministerium, dessen bisheriger 3nhaber G i t s ch e f f Handelsminister wird. Das Justiz- und das Llnterrichtsministerium

Weihnachtsfeier der Knegsblinden.

Untergruppe Gießen des Bundes erblindeter Krieger veranstaltet alljährlich um die Weihnachts- hn« Ä 3omihen3ufammenfunft, um gemeinsam bas 206,^0^516^ 3u feiern. Gestern trafen sich im oaale des Katholischen Vereinshauses 39 von 44 Kriegsblinhen mit ihren Familien, in Oberhessen unb den benachbarten preußischen Landesteilen be- gemeinsamen Feier des Weihnachts- festes Mitglieder unserer Gießener Militärkapelle Ä'Ä^^b" Essenden Musikvorträgen. r U 6 C L <marbur0) brachte einen Weih, nachtsprolog zum Vortrag. Der GesangvereinLie­derkranz Gießen unter Chormeister Schüttler mit Heimat-, Vaterlands- und alten Volks- und Soldatenliedern. Die Darbietungen des Chores rouröen mtt starkem Beifall ausgenommen, so daß sich die Sanger zu einer Beigabe entschließen muß- ? "ste Vorsitzende des Bundes, Reallehrer Zoseph Kranz von der Blindenanstalt in Fried- berg, ein Kriegsblinder, begrüßte die Besucher und x^rtcJeme Kameraden auf, den Geist der Kame- radschaft zu pflegen, ferner dankte er den vielen (öaften, bie öurd) ifjre Anwesenheit die Teilnahme om beschick der Kriegsblinden bezeugten. Er be-

^besondere die Schwestern vom städtischen Wohlfahrtsamt Gießen, die bei den Vorbereitungen zum Fest Mitgeholfen hatten, Frau Professor K r a - jn e r vom Roten Kreuz in Gießen, Regierungsrat ® r 6mn t Dom Kreiswohlfahrtsamt, Dr. W eck e r oom Dersorgungsamt, Verwaltungsamtmann Keit- zer als Vertreter der Stadt und der Bürger-

Seib U«-?r- 5)a,nm' Herrn Benner als Vertreter des Reichsbundes, Amtmann Dörr

Frankfurt a. M., b«s H ^-i ratsfchwir fer Adolf Reißer __ _______________

2^110« geleistet. Acht Vorstrafen schredten ihn nicht vor neuen Schv' ' ' '

gegenüber einer Hau < H.nblid auf die zukünft dem Mädchen 350 M^ fod^n, wofür ihn bas Kleine Schöffengericht zu einem 3ahr und vier Monaten Zuchthaus und drei 3ahren Ehrverlust, verurteilte.

Jahresbeginn den Tag an, NN dem E^chs/ehende Telegramm abgesandt werden muß: n<.r^H»Sran>btC^ o°& xd) battc unfern Hochzeitstag oerge fen! Nein L.eblmg! Ich liebe Dich heute noch genau so, wie damals, als dieser Tag uns fürs Leben einte. Und so nimm denn diesen Drahtgruß heute als einen Beweis meines treuen Gedenkens "'m meiner immerwährenden Liebe."

.mh bic 5rau s^en, die nicht überrascht und beglückt wäre durch solche Nachricht, die ihr in der Morgenfrühe gebracht wird. Der Mann ist schon lange im Geschäft. Sie arbeitet im Hause her­um, mißmutig und schmollend. Natürlich! Den Tag »I wieder vergessen! Ihr Stolz jedoch hat es ifjr oerfaDten ihn irgendwie daran zu erinnern.

unö nun kommt das Telegramm' raSif? bTXd)t bc-uOr' unb bewegt ruft sie ihn im Ä !fan\U!?Jbrn 8u fa0cn' er doch der Sjefte ist und daß er ihr eine große Freude be» reitet hot. (Er aber sagt leicht abweisend:

bitte dich! Ich werde einen solchen Tag doch nicht vergessen!" y

O, man kennt den Vogel an seinen Federn! Sie diktieren ihren Sekretärinnen die lieben Briefe "Vfou im Sommer fern dem Hause weilt' Und er ist so einsam, so verlassen, und ach, (o ?^LaUmin ,n. bcr großen, lauten Stadt mit ihren schien Vergnügungen, die er meidet, weil er so Dtel im Geschäft zu tun hat!

Unb das blonde Fräulein freut sich der Ab- Wechslung, einmal solche Briefe schreiben zu können und mcht immmer beginnen zu müssen:Trotz um cf; Zahlung °bnUn9 ,inb roir ^ute noch wenn man dann die Frau in der Ferne be» Mochtet, wie sie auf der von Sonne beschienenen Veranda sitzt und den diktierten Brief lieft, dann peht man eine glaubiae und glückliche Frau, die ll)r c ter es f° weint, und daß er sich die Zeit abgeltohlen hat, um ihr zu schreiben, wie traurig es um ihn steht. ' 1

Ur solche Männer wäre es doch eine ungemein praktische Einrichtung, wenn sie mit der Reichspost &°hbCrTabn^n ?"trag schließen würden. Die P°st. Hut ihren Dienst am Kunden mehr entwickelt als 'rgendeine andere Reichsbehörde. Sie verschickt zu allen festlichen Gelegenheiten reizende Bildttle- 6romme mit sinnigen Zeichnungen.

Warum auch nicht bas mit Rosen unb schnäbeln-

A o m, 2.3an. (WTB. Funkspruch.) Der ehe­malige französ.sche Minister Louis M a l v y, der während des Krieges auf Grund eines Spruches des Senats als politischem Gerichtshof nach Spanien verbannt worden war, wo er bis zum 3ahre 1923 geblieben ist, plant neuer- wngs eine Reife nach der spanischen Dalearen- mn ^Kallotca. Die Reise veranlaßt den Par.fer Korrespondenten derTu^ire:Stamba w einem Alarmruf. Malvy, der eine Reihe von ^tognos zie rungs reifen an der Küste von Mallorca machen werde, fei der geeignete Alann für diese Aufgabe, wovon sich Frankreich bei der politischen und militärischen Durchdrin­gung Spaniens bisher schon überzeugt haben könne. Seme Reise sei ein Beweis dafür, daß die Ziele in bemg auf die E r r i ch t u n g e i n e r ausschließlich für Frankreich be- Hi mm ten ^Iboothafis auf den Bale- °Le Ln ziemlich weit gediehen sein müssen. Die Madrider Regierung fdjeine die Ab- nd>t zu hoben, Frankreich im Falle eines Krieges eine viel weitere älnterstützung zu ge­wahren, als seinerzeit den deutschen Ubooten. Es toare, so meint der Korrespondent, außerordentlich erwünscht, daß Spanien aufgefordert würde er­schöpfende Auskünfte über dieses Thema äu geben und daß die außerordentlich wichtige Verschiebung des G leichaewich tes im Mittelmeer, solange es noch Zeit sei, zum Gegen st and eines internationalen ® e oa n f e na u g t a ii f djeS gemacht werde. 3m Sarie der Wiederaufnahme der B.sprechungen

Eine neue Klage -er Negierung Braun?

L Dez. (TU.) Wie basTempo" er=

» beabsichtigt die preußische Regierung Braun letzt noch einmal an den Staats gericht s- hof zu gehen. Den Anlaß dazu scheinen die neuen ber kommissarischen preußischen Regie- EJ beamtenrechtlichem Gebie t zu bdöen, bie burd, die Reform der preußi­schen Schulverwaltung ohne vorherige Be- fragung der Hoheitsregierung Braun oorqenom- men sind. Minlsterpräsiöent Braun wirb unmittel- bar nach ^uiahr noch eine Unterredung mit dem Reichskanzler von Schleicher haben, um vielleicht durch gütliches Ueber- emrommen einen neuen Protest zu vermeiden.

Ein Todesopfer -er Maze-onierschlacht in Sofia.

,L3an- tCRB. Funkspruch.) Der weidet aus Sofia, daß der Chefredak­teur oer ZeitungMazedonia" Eftimow, den Verletzungen erlegen ist, die er anläßlich der Vrci oo r dem königlichen Schloß ?w uFllta9 vergangener Woche erhalten hatte Be- kanntlich war das Attentat in erster Reihe gegen tften bwer?,C ,red)te ^anb des mazedoni-

jaj.n Führers Mihailow war und in feinem Presseorgan die Todesurteile zu ver- offen t l i ch e n pflegte, die das Geheime Ma - ''che Komitee über die Mitglieder der K fr P^togerew-Gruppe gefällt hatte. Die Zei.

- Q3ebr°fn,ar brof)t w ihrer Neujahrsnummer mit Reprefsalie^n gegen die feindliche Gruppe.

Kleine politische Nachrichten.

f ^ichskabinett gebttdete Ausschuß

für Arbeltsbeschafsungsfragen trat Samstag unter dem Vorsitz des R e i ch s k a n z - Ar^iÄsOww^u. um sich über den Stand der Art^.tsbeschaffung zu unterrichten. An der Aus- schuß^.tzunv nahmen außer Dr. Gereke auch der R e : ch s a r b e 11 s m i n i st e r, der R e i ch ! d m l. n 1 r und der Reichswirt- schaftsminister tett.

,.^ie rnttgeteilt wird, ist der Antrag der säch- fischen Aeg erung, in dem ein Ausliefe- . rungsbe gehren bei der italienischen Re- gierung in Sachen der der Beteiligung ! an der Ermordung des SA.-Mannes

sännahmen sind gegen das :2,7 Prozent gesunken.

der $ronffirfcr Straßenbahn.

20021. Frankfurt a. Main, 31. Dezbr. 3m abgelaufenen Jafir fyaben die Frankfurter Straßenbahnen und Cr nibusse rund 1 0 0 Mil- llonen Fahrgcst damit auf die D > f Wahres 1 924 he über den Aekordjahrei Verminderung u getreten. Die Verkehr!

.Die radikale Pariser ZeitungLa R6pu- olique regt an, das italienisch-französische Pro- blem durch Konzessionen in Lfrika zu A . ^^"kreich könne dafür sorgen, daß Abess,.en Italien als 3nte?e fen- 9 ^..b' et überlassen werde. Gegebenenfalls müsse Frankreich den Völkerbund bestimmen, Ita­lien em Mandat über Liberia zu über tragen. Das Blatt hält es auch nicht für unmöglich ^^O'izosifchem Geld die wirtschaftliche Du-chdr>ngung d-- Balkons durch Italien gefordert werden könne. Bedingung für eine Regelung auf dieser Grundlage sei, daß Italien mit Frankreich ein endgültiges 21b- fommeH ah^e, in dem den französi^en Interessen Rechnung getragen werde m -r - ------ ...

Verletzten beu Der Lenker des Autos tyCfCyCItCriCr Ötrcifocrfud) in Spanien ^u^r unbekürevt um sein Opfer, weiter. Später ^Mabrid 2. Ian. (WTB. Funkspruch.) Der Eisenbahnerstreik, ben bie Synbikalisten am 1 Ia- nuar in ganz Spanien entfesseln wollten, scheint voll- hnkniT6 n ^scheitert zu sein. Auf allen Eisen- bahnlinlen herrscht regelmäßiger Betrieb unb nur wenige Arbeitseinstellungen finb zu oer- ö?'chnen. Nur in Saragossa ist es zu einigen Storungen gekommen. Mehrere Personen wur- ben festgenommen. '

M it ärpersvnalie. Der frühere Kommand. unseres Bataillons, Oberstleutnant Luters.r von hier als Adjutant des Di> v^ionskomideurs nach Stuttgart versetzt wurde, ist n Oberst befördert worden.

* 2) i e r u b i I ä u m. Der Prokurist Ludwig Lenz kanvute auf eine 25jährige Tätigkeit im

für eine französisch-italienische Flottenverständi- I ^äu!er Surückblicken

gung biftfc auf leinen Fall dieses neue Moment bei Z i^. u - lerer Garn ,, ° n

außer acht gelassen werden, mit dem bas nnni» ® <?n .6teIIc ber sonstigen Winter-

Problem von Grund auf v e rän dert ®ata,n°ns auf den Uebungspläfeen

werde. ' verändert (Ohrdruf) d das Bataillon sein diesjähriges

Scharfschießm der Umgegend von Gießen abhal­ten. Die Uetgen werden von Ende Januar bis Anfang Febr stattfinden. In Aussicht genommen |inö die Geden von Alten-Buseck, Kinzenbach und Erda.