Ausgabe 
2.1.1933 Erstes Blatt
 
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hioihuti, z.januar1935

185. ^ayrgai.z

Hr.l Erstes Blatt o.»

Sietzener AMger

General-Anzeiger für Oberhessen

Vn'6 üPcrlog: Vriihl'sche Univetfitüis-vutb- und Steinörucferei K. £ame in Giehei. Zchriftleltung und GeschiflZ^elle: SWfrw 7.

Hnna^me von Mnjeigeit für die lagesnummer bis zum Nachmitlag vorher.

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Thesredakteur

Dr Frcedr. Will). Lange. Derantworllich iür Politik Dr Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und'ür^enAn- zeigenteil i.D.Th.Kümmel fämtlich m (Biegen.

Erlcheint täglich, autzer Sonntags und Feienh^s Beilagen. Die Illustrierte (BieneneT Familienblatter Heimat m Dild Die Scholle

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Kronlftirt om Main 11686.

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Politik nd Wirischafi an derFahreswende

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rin Mittel zum Zweck.

Das Llniernehriertum

Berlin. 31. Dez. (TU.)

land der deutschen Ind

nach wie vor e i n

einer sittlichen und

bewußt sind. Wir

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Di- ilborbnuna d-r Saltoren wird im Hof der R-ich-!<mzi°i für Den lonfilm aufgenommen.

le Zwischen, rnen Gesetz-

daß die Par. es für mich

sehr, sehr eingeengt. Wir sehen den De- ginn neuer Fehlleitung wirtschaftlicher Kraft Die erste und entscheidende Voraussetzung für das Besse rwerden" ist der daraus gerichtete wirtschaftspolitische Willenseinsah der Gesamt- heit aller unternehmerischen Menschen! Tlur wenn im positiven Sinne Klarheit hinsichtlich de r Sicherung freier wirtschaftlicher Schoffensmöglichkeit gegeben wird, nur wenn die Faktoren der Dertrauensbereitschast, der Risiko-Bereitschaft, des Gefühls der R e ch t s- s i ch e r h e i t wieder das wirtschaftliche Tages- leben unterbauen, wird es besser werden.

gelitten haben : Erhebung des ein paar Mi-

strie hat zum seine Mitglieder k über die Ent-

n PaPen, er deutschen -dnungen zu

Kapital an a t i v e, an get­an Opferbereit-

ch t weit- en Ent»

Sine Aeujahrsbotschafiitlers.

München, 31. Dez. (TU.) DiLK. bringt eine Reujahrsbotschaft Adolf His, in der es u. a. heißt; Das Iahr 1932 de einst in der Eeschich.e der nationalsoziistischen Bewegung als ein großer unYsolgreicher Abschnitt des Kampfes gelten. Diriigiöse und weltanschaulich wurzellos gewore libe- ralistische Menschheit stehe Ende hrcs Zeitalters. Riesengroß erhebe sich bolsche­wistische Gefahr. Planmäßigrseuche die bolschewistische Weltlehre Kultur i Wirtschaft der ganzen Welt. Dieses allmahlictnnere Her­anreifen der Welt für den Bolschsmus werde

neuen Erschutte- dieses Jahr für

Mehrheit hat. Eine Selbsttäuschung ist es daher, wenn irgendeine politische R.chtung die Rettung Deutschlands als ihr Monopol betrachtet. Prä­lat Kaas weist aus die politischen Rotwendig- leiten im Jahre 1933 hin; er me.nt, daß der technische Waffenstillstand" vom Dezember vor der Kündigung stehe und die Bewährungs­stunde für das Kabinett für das Parlament vor der Tür stehe. und zugleich bic' Bewährungsstunde des Führer- gedankens in und zwischen den politischen La­gern". Für jeden, der es gut m.t Staat und Boll meint, müsse auf der Schwelle zum Sch'.ct- falsjahr 1933 der Ruf zur Sammlung stehen, zur Schaffung der großen Rot- und Ar- beitsmehrheit aller Deutschen. Das deutsche Volk ist genug düstere Wege gegangen. Es hat genug gelitten. Es will w i e d e r h o s f e n können. Be­scheiden ho'fen, aber doch wieder hoffen! Und es hat ein Recht darauf, zu fordern, daß seine HoN- nung auf Aufstieg und Rettung nicht ausgerech­net an der geistigen Enge oder politischen Ent­schlußscheu seiner Führer scheitert.

übergibt der Oeffentlichö f Bemerkungen zum Jahreswechsel, in denen er heißt: Es i üreikbar, daß sich auf demg___________

Jahreswechsel ein Rundschreiben < ierid)tet, das nach einem Ruckb Ditflung des Jahres 1932 und d ungen und Belastungen, die au oiejes oagr »ui ite deutsche Wirtschaft mit sich gi rächt hat. weiter- lin besagt, daß sich in Deutschland i ' " *: "

.ewunderungs würdige unternehmerische r I n i tigern und technischem Rustzeu,

Der württembergische Staats- Präsident gegen parteigeist. Stuttgart, 31. Dez. (TU.) 3mDeutschen Bolksblatt", dem Zentralorgan der wurttember- gischen Zentrumspartei, führt Staatspräsident Dr. Bolz in einem Reujahrsaufruf u. a. ans :

Daß die lang andauernde schwere WurtschaNs- krise sich in der Zusammensetzung und der Be- tätigung der Parteien widerspiegelt, ist nicht verwunderlich, aber gewissenlos ist es, daß der Eigenwille der Parteien einen solchen Grad erreicht hat. daß seit mehr als zwei Jahren die deutschen Parlamente, von unbe- deutenden Ausnahmen abgesehen, sich unfähig erwiesen haben, aufbauende Arbeit zu leisten. Rur zum Einreißen finden sich hin und wie­der Parteien zusammen, die sich sonst nur mit Messern und Revolvern bearbeiten. Seit Zu­sammentritt des Reichstages ist das deutsche Bolk in steter Sorge vor neuem Un­glück. Das Bolk atmet auf, wenn der Reichstag nach Hause geht. D.klatur ist ein Unglück. Ich befürchte, daß die Berant- wortungslosigkeit der Parteien, wenn fte md)t bald der Besonnenheit Platz macht, zur Dikta­tur zwingt."

Eine Kundgebung Hugenbergs.

D e r l i n, 31. Dez. (ERB.) Die Mitteilungen der Deutschnationalen Volkspartei veröffentlichen eine Kundgebung des Parteiführers Hugenberg, in der cs u a heißt: Das Jahr 1932 hat den Zielen der Deutschnationalen Dolkspartei drei toc - sen tliche Erfolge gebracht. Auch inPreu- ß e n wurde das schwarz-rote S Y st e m g e- stürz t. Mit ihm fiel der Gegensatz zwischen dem Reich und dem größten Bundesstaat. Die Wah­len des letzten Jahres beseitigten ferner die !Dorherrschaf t des parlamentarischen Systems. Diese Erfolge sind nicht zuletzt dem entschlossenen Einsatz aller Kämpfer in der DRDP. zu verdanken. Auch in der Außen­politik ist ein, Schritt vorwärts getan. So un­zulänglich das Ergebnis von Lausanne war, es hat doch das Ende der hemmungslosen Reparationspolitik gebracht. In der Abrüstungs­frage ist die Forderung Deutschland» aufDeseitigung derRüstungsgl eich - heil gestellt. Hier muß das neue Jahr die Wie­derherstellung der deutschen Wehrhohert bringen. In wirtschaftlicher Beziehung steht das Problem der deutschen Auslandsverschul dun g und die Rotwendigkeit einer endlichen grundsätz­lichen Aenderung der deutschen Handelspoli­tik im Vordergrund.

Sorgen des Handels.

Die Iahresschltttzversammlung eines ehrbaren Kaufmannes" zu Hamburg. Hamburg, 31. Dez. (TU.) Auf der üblichen Silvesterversammlung einesehrbaren Kaufman­nes" in der Hamburger Börse hielt der Präses der Handelskammer, E. L. Rottebohm, die Jahresschlaßansprache, in der er u a ausfuhrte. daß kein Stand mehr leide als Handel und Schis s- fahrt. Dos Gedeihen des Handelsstandes sei gleichbedeutend mit der Wohlfahrt der Welt. Es sei ein Ankurbeln, sondern ein Brems en der Wirtschaft, wenn durch immer höhere Zolle, durch Devisenvorschriften unb durch Kontingentswirtschaft der Weltverkehr immer mehr beschränkt werde. Wie sollen wir. so fährt der Redner fort, unsere Schulden ans Ausland bezahlen, wenn nicht m Waren? Und wie können wir Waren aus­führen, wenn sich gerade die Länder, denen toir schulden, mit aller Gewalt durch Zölle und Kon­tingentsbestrebungen gegen den E- m p f a n g deutscher Waren absperren? RiemalS ! werden diese Schulden, die ja letzten Endes eine Folge der im Frieden von Versailles uns auf­erlegten Bedingungen waren, bezahlt werden, und nie wird eine Besserung eintreten können, wenn nicht dieses System geändert wird. Das einzig richtige Ankurbeln der Dinnenwtrt- schäft würde ein gewaltiger Abbau v o n Steuern und Abgaben sein. Rur in dem Matze wie der Staat seine Ausgaben abbaut, wird er auch die Steuern ermä­ßigen können. Ein dritter Irrtum ging aus von dem ethisch gewiß verständlichen, praktisch aber nicht ausführbaren Gedanken der allgemeinen c o- zialisierung. Richt mehr der Staat soziali­siert, sondern diejenigen Stellen der Wirtschaft, die schlecht oder falsch gewirtschaftet haben, denen die Verhältnisse über den Kopf ge­wachsen sind, sie drängen selbst zur So­zialisierung. Diese dauernde Stützung der wirtschaftlich Schwachen, die aus irgendeinem Grunde bei der Erfüllung ihrer Aus­gaben versagt haben, ist nicht nur eine Un­gerechtigkeit gegen diejenigen, die besser ge­wirtschaftet haben, sondern auch em Fehler, der sich an der Wirtschaft der ganzen Ration rächt. Was die Wirtschaft nötig hat, ist Ruhe und die Gewißheit stetiger Arbeits­bedingungen auf lange S i cht und in­nerhalb dieser Bedingungen Freiheit.

Kommunistischer tleberfall auf ein Arbeitsdienstlager.

W e i m a r, 1. Jan. (TU.) In der Silvesternacht wurde auf das Arbeitslager des Freiwilligen Arbeitsdienstes auf dem Ellenbogen an de r R h ö n ein Uebersall ouLgeführt. Ein Trupp Kommunisten wollte die Baracke anzünden, 1 während drinnen die Arbeitslreiwilliaen sm*

heitert. Der er, dieses

Kampf oder Sammlung?

Der Zentrumsführer Kaas fordert erneut die große 7iot- und Arbeitsmehrheit

Berlin, 31. Dez. (ERB.) Prälat Kaas. der Vorsitzende der Zentrumspartei, veröffent­licht in der Zentrumspresse einen Art'.kel, im dem er unter der UeberschriftKampf oder Sammlung?" u. a. ausführt. D.e großen Wahl­vorgänge des verflossenen Jahres haben gezeigt, wie schwer, ja wie unmöglich es ist, aus einem innerlich zerklüfteten Volk durch die bloße In­gangsetzung des Wahlmechanismus eine gesunde Volksvertretung, eine innerlich starke und arbeits­fähige Regierung hervorgehen zu lassen. Cm krankes Volk k a n n s i ch n i ch tg e s u n d w a h- len". Es kann nur gesund werden. Prälat Kaas legt bann weiter dar, daß Deutschlands schwerste und aus die Dauer tödliche Krankheit feine innere Zerrissenheit inparteisch d«i- kende, parteiisch habende, parteiisch handelnde, parteiisch kämpfende, fich gegenseitig bis zum Ver­gessen der Volksgemeinschaft im Zermurbungs- und Vernichtungskamps befehdende fronten * fei. Klarer als vor dem letzten Wahltermin 1932 steht beute für jeden nüchternen Beobachter fest, daß keine extreme Richtung in Deutschland begrün» bete Aussicht auf die Errichtung einer solitären

noch begünstigt durch den Wah

Dl ndheit der sogenannten Staalänner. Der Zusammenbruch sei damit n u » o ch eine Frage der Zeit und der füpn günstigen Umstände. Die Folgen des daitentstehenden Chaos müßten vernichtend sein. bürgerliche Parteipolitik und die bürgerlichen nister hätten von der ungeheuren Gefahr, die dWelt drohe, keine Vorstellung. In Deutschlal hätten sich eindeutige Fronten gcbil. Der un­taugliche Versuch der Regierung die Rot des deutschen Volkes un Wirtschaft mit ihren bekannten B beheben, sei, wie vorhergesagt,

Reichspräsident oon Hindenburg erscheint im Hof der Reichsknnzlei zur Begrüßung der Ehrenwnche.

igen zum heißt: Es ist unbe- I Weltmarkt erf reu-

an der Zahresyende.

lin, 31. Dez. (TU.) D Reichsver-

liche Desserungsanfähe zeigen, die durch ihre bereits mehrmonatige Dauer beweisen, daß es sich hier nicht um Saison- oder Spekulations­erscheinungen. sondern um wirkliche Gesundungs- keime handelt. Aber ebenso unbestreitbar ist. datz eine derart von den Markgesetzen und

derAutomatik des Marktes" losgelöste Wirtschaft wie die Deutschlands nur bei höch­ster Anstrengung wirtschaftspolitischer und wirt­schaftlicher Art an dieser Gesundung wird teil- I nehmen können. Man hat die im Programm von Münster gegebenen Chancen im Zusammen­hang mit dem Führerwechsel PapenSchleicher I

»urchzusetzen. sei kein anderer al.... .

m Jahre 1917 und 1918 riet, un nit unversohn. sichen Gegnern zu verständigen u i" Völkerbund uns friedlich mit ih i

»usetzen. Ich werde bis zum tztenAtem» mg mich gegen solchen ersuch we h - : e n und weiß, daß ich in dies« Entschlossenheit jinter mir die Millionen Fanc er und Kämp­er der nationalsozialistischen 1 Dcgung besitze,

>ie nicht gehofft, gestritten un kifür, daß die stolzeste und grö deutschen Volkes ihre Mission f risterstühle verkauft. Die größte ufgabe des toin- nenden Jahres werde bie fein, i)en nationalfo» statistischen Kämpfern, Mitgliewn und Anhan- jern in größter Klarheit vor ligen zu führen, laß die RSDAP. kein Selbstzwl fei, sondern nur

Ich weiß", so sagt Hitler weit ..

13. August und am 25. Rovember ese Versuche turückwies, habe ich die viel!^^ iragenbften und fchwe

lch 1 usse meines Lebens g ff en. Ich tat cs in der innersten Ueberzeugunc » man mit Hefen Gegnern keine Verc iche unb '.eine Kompromisse schließe ürfe, toeil icb vußte, datz jedes Kompromiß hi, »en Keim der Vernichtung der Partei und bam )et beutschen Zukunft in sich trägt. Ich habe sen Entschluß ibet auch getroffen im Vertraue Eigenoffen verstehen werden, b -ersönlich.als Mensch und für biv.

Führer leichter sein würde, eine Ninister ohne Macht zu spielen, als sich wiedc n den Kamps im die Macht zu stürzen." Hikl< nklärt toeiter, rr sei auf das äußerste entschlc n, bas Recht ter Erstgeburt der nationalsozö tischen Dewe- jung nicht für das Linsengericht:r Beteiligung »n einer Regierung ohne Ma« zu verkaufen. Ster Einwand der Klugen, bochon innen her- rus und hinten herum und allmlich sich dann

iiaein uitu -------

chaft und an entfdjiebenei Willen zum fj ijah ber letzten Kra te erhalten habe. Vir werben für die Rechte be- l iternehmers kamp- en, wie wir uns auch umgcEejrt einer fittlidjen unb lationalen Pflichten vollkomnest bewußt ßnb. Wir rinnem in biefem Zufamm.nhtmg an bie grunb= ätzlichen Ausführungen, bi unser Vorsitzenber, )r. Krupp von Bohlen unb Mach auf ber letzten )auptausschußsitzung im Rahnen seiner programma- ischen Ansprache über die Plichten des Unterneh- nertums gemacht hat. Das dutjche mbuftrielle U ernehmertum muß es natürlih auf bas entschiebenpe iblehnen, sich von wirtschaft-feinblichen ober win- chaftsfrernben Theoretikern ober Politikern udci eine Pflichtenbelehren" zu assen. Es kann für sich n seiner Gesamtheit in Anspmch nehmen, baß es M »en Stürmen ber Nachkrieg^eit Dienste am -öoir mb Baterlanb geleistet hat, J benen es von keinem mberen Stanb übertroffen xx rben ist.

Der Hansabund für (Zewerbe, Handel und Lndlstne.

Versuch der Regierung S ch l e - - . Programm weiter fortzuführen, tt e noch mehr mißlingen. Cs werde sich damit weisen, daß auch die Absicht, den Sieg der i^nalsozial:sti- schen Bewegung durch scheinnati! lösungen zu verhindern, an der mäßigkeiit der Entwicklung zerschel