schafft Mit Hitler
rieben, Ehre
e 11 r ü ft u n g —
ßes Vertrauen. Ich lernte Tor gier In Hamburg am 21. Oktober 1931 kennen.
3m 3anuar 1932 trat Torgler an mich heran, er halle für mich eine große Arbeit, wenn ich mich dafür opfern wolle, solle ich es sagen. Torgler sagte, man wolle den Jl a l i o -
Oie volksmissionarische Aufgabe der evangelischen Kirche.
und arbeit gegen die D. dos ist der Ruf der alten Soldaten!
Sitzung des Reichswahlausschusscs.
Berlin, 31. Oft (TU.) Der Reichswahl, au » schuß hat Dienstag mittag unter Vorsitz des Reichswahlleiter-., Ministerialdirektor Dr. Rei-
allgemein gewundert, das, von mir der Zünd- stoss nicht genannt worden ist. Um dem Rätsel- raten ein Ende ju machen, möchte ich mich heute dahin äußern, daß Verbrennung,pro- dukle von elementarem Phosphor und Verbrennungsprodukte von elementarem Schwefel an sieden verschiedenen Stellen festgestellt worden sind und noch feststellbar sind. 3n wel- chem Mittel diese Stoffe Vorgelegen haben, will ich nicht ausführen. 3ch habe nochmal» den Mantel van der Lübbe» untersuch« und einwandfrei feflgestelll. dah an dem Stoff der Tasche phosphorfäure neben Sulfat vorhanden ist. E» steht danach unzweifelhaft fest, daß Lübbe mit dieser Jlü|- sigkeit in Berührung gekommen ist. 3ch habe auch nochmal» versuche angestellt. In welcher 3eit sich diese Flüssigkeit auf 25 Brandstellen In einem Gebiet von 75 Meter Länge verteilen lässt. Ich habe festgestellt, das, da, i n 5 bl» 6 Minuten möglich ist.
Die folgenden Zeugen. Gastwirte. Geschäftsführer, Kellner u. a., machen Bekundungen über den Aufenthalt von Torgler und Gen. an, Abend des B ra n d e s. Der Kellner Persicke hat am Abend des Brandtages im Restaurant Alchinger in der Friedrichstraße Torgler und seine Begleiter bedient. Nach seiner Erinnerung hätten noch drei Herren an dem Tisch Torglers gesessen. Die Der. lesung der Aussage des inzwischen verstorbenen Kell- ners Stübling ergibt, daß ftoenen sich gegen 2 0,30 U h r an den Tisch gesetzt und gesagt bat. daß noch mehrere Herren kommen. Dann sei Torgler gekommen und kurz vor 21 Uhr noch drei weitere Herren. Der Geschäftsführer von Aschinger. Hoeft, bekundet. daßnach20Uhr nach seiner Er- innerung vier Herern im Gänsemarsch das Lokal betraten. Als die Nachricht von dem Reichstags- brand verbreitet wurde, seien viele Gäste auf die Straße gegangen. Es sei ihm aufgefallen, daß die vier Herren ruhig sitzen geblieben seien.
Nächster Derhandlungstag Mittwoch.
Mitgliedern der NSDAP, auch andere national zuverlässige Persönlichkeiten vertreten waren. Der Vorsitzende, Ministerialdirektor Dr. Reichardt, gab zunächst bekannt, daß nur ein Wahloor- schlag e i n g c r e i d) t worden sei, der 685 Na-
DerWahlvorschlag der ASSAp. Ä
mit UrtttlPtl lllflplnffpn große Propaganda gegen den Nalionalsozialis-
11,11 ♦lUHlVIl 3UyvlU||UU | mu» hervorgerufen werden. Er sagte zu mir,
man müßte öffentliche Gebäude in Brand st ecken, u. a. auch denReichs- ta g. Da ich der Polizei und jeder anderen Bewegung unbekannt sei, würde man nicht auf die KPD. kommen. Diese Begegnung mit Torgler war am 25. oder 26. Januar 1932. 3ch habe damals Torgler erklärt, ich müsse mir die Sache überlegen. Torgler sagte, daßderBrand am 6. März 1 932 gelegt werden sollte. 3d) sollte um 14 Ahr am Anhalter Bahnhof fein. Dann wollte Torgler mich mit in den Reichs- tag nehmen und mit zeigen, roie der Branö angelegt werden sollte und
Ein Luther-Gedenktag in Koburg
Oie Feier des Martin-Luiher-Bundes.
Heichsminister Dr. Goebbels dankt für die Gebui-tstagSwünfche.
Berlin, 31 Oktober. (TU.) Reichsminifter Dr. Goebbels teilt mit: Für die vielen Glück» wünsche und Geschenke, die mir au» allen Teilen des Volkes anläßlich meines Geburtstages zugegangen sind, bitte ich auf diesem Wege meie n hcrzlichsten Dank aussprechen zu bür? Kn. Leider erlaubt es meine Zeit namentlich in An» betracht des Wahlkampfes nicht, sie selbst im ein» zelnen zu beantworten, wie ich bas gern möchte."
den Frieden. Darum stehen wir, in engster Bert bunbenbeit mit Führer und Volk, geschlosten und einmütig hinter dem „Ja", bas allein den Frieden der .Belt verbürgt und uns Ruhe, Arbeit und Brot
Wahlgesetz kennt zwar im allgemeinen nicht den Begriff Der Partei, sondern spricht in der Regel nur von „Dahlergruppen". Eine politische Partei ist nichts anderes al» der mehr ober minber lose Zusammenschluß mehrerer an der Staatswillens- blldung mitwirkungsfähiger, also wahlberechtigter Personen zur Erreichung eine» staalspol,tischen Ziele» Eine Wählergruppe ist damit also eine politische Partei, mag sie auch Im übrigen nicht besonders organisiert sein und mag sich ihr Ziel und Zweck nur darauf erstrecken, diesen ober jenen Bewerber zur Wahl zu stellen. Irgend eine a nbere Dähleraruppe als Die in Der NSDAP, organisierte Wählerschaft kann also keine Wahloorichlage einreichen. In jedem Wahlkreise wird also auf Dem
chardt, in öffentlicher Sitzung den einzigen für die Reichstagswahlen am 12. November eingereich. ten Wahloorschtag 3 u g e l a f f e n , Der die Bezeichnung „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (Hitlerbewegung)" tragt.
Der Reichswahlausschuß besteht aus dem Vorsitzenden und sechs Beisitzern, unter denen neben
Oer Kyffbäulerbund jur Volksabstimmung.
..derI in 31.DFL Der Bunöesfübrtr des Deut- if9"bUnftS .^yffhäujer-, (8en,ral der Anillerie a. D. von Horn, erlaßt zur Volksabstimmung am 12. November eine Kundgebung in der es u. a. heiht: "* 1
Ich erwarte von den mir unterstellten drei Mil. Nonen ehemaliger Soldaten des ft ni». 1) ä u i e r b u n b e 5 , ba& fie nicht nur bis zum leL ten Mann am 12. November : h r f e l b ft o e r^ stä nd 1 ichesa' für die Politik der Rcichsregie- rung abgeben, ich erwarte auch, daß jeder von ihnen dafür sorgt, daß es keinen Deutschen gibt der an diesem Tage größter Entscheidung nicht eintritt für Die Gleichberechti- gung, die Ehre und den Frieden der deutschen Nation. Wir Schildhüter der deut- schen Ehre in tausend Schlachten und Kämpfen wünschen keinen Krieg, wir wünschen
wie ich laufen sollte. 3ch sollte die Aufmerksam- keit auf mich lenken, so daß ich geschnappt würde und inzwischen sollten die anderen verschwinden.
Das waren noch zwei Hamburger, die ich aber nur mit ihrem Spitznamen kenne, „Schwarzer Willi" und „Alrauner". Ich bin aber dann am 6. Mörz nicht hingegangen. Weil ich erfahren hatte, daß eine ganz gemeine Propaganda gegen den Nationalsozialismus damit gemacht werden sollte. Es sollte so erscheinen, als ob die den Brand angelegt hätten. Torgler pat mir große Vorwürfe gemacht, weil ich nicht ge- । kommen bin. Torgler hat auch gesagt, er würde mir bei Gelegenheit einige blaue Bohnen hin - terherjagen. Ich habe mich der Polizei gestellt, um seinen Verfolgungen zu entgehen. Ich wurde wegen Diebstahls gesucht.
Vorsitzender: Bei dem Diebstahl, den Sie begangen haben, ist auch Raub angenommen worden. Was haben Sie denn gemacht?
Zeuge: Ich habe eine Person in der Toilette eingesperrt, und das hat man als Raub angesehen. Dann habe ich Silberzeug und einen Anzug weg- genommen.
Vorsitzender: Wieviel haben Sie dafür bekommen?
Zeuge: Ungefähr 25 Mark (Heiterkeit).
Vorsitzender: Ich meine natürlich, welche Strafe Sie dafür bekommen haben?
Zeuge 10 Monate Gefängnis. Im Mai ist Torgler nochmals dagewesen und wollte mich noch- mals bearbeiten und Dann im Juni. Es wurde nicht mehr über den Reichstagsbrand gesprochen, aber es wurde gesagt, daß ich das ausführcn sollte, was er mir gesagt hatte. Ich habe mich immer ablehnend verhalten. Am 6. Juni war er bei mir in meiner Wohnung in Hamburg-Barm- berf. Er kam mit noch zwei Personen, der eine ist öer Frankfurter Rudi und der andere heißt Emil.
Torgler hat alle Schriftstücke und V r l e s e, die ich von ihm hatte, roeggenom- m e n. Rudi und Lmll haben die Schriftstücke hcrausgesucht. 3d) hatte ihnen den Schlussel gegeben und bin bann nicht mehr In meiner Moh- nang gewesen, sondern bin nach ftrefelb gegangen, weil ich von diesen Leuten loskommen wollte. 3a Krefeld ist Torgler bei mir gewesen und Hal mich bedroht. Al» ich sagte, ich wolle nicht» mehr mit ihm zu tun hoben. Hot er gesagt, ich wäre ein gemeiner Lump und Verräter. CEr hat mir einen Aaustschlog vor &en Magen gegeben, so daß ich Magenbluten bekam und In» kranken hau» muhte. Dann Hal er wieder gesagt, er wolle mir ein paar blaue Bohnen nachjagen. Da» war im 3uH 1932 In Krefeld.
Im Krankenhaus in Krefeld hat man mich ver- 1,0ich wegen meiner Abreise von Hamburg "och Krefeld als fluchtverdächtig angesehen wurde. »Oberreick)sanwalt: Ich bitte, dem Zeugen Den Angeklagten Torgler gegenüberjufteQen, damit Der vJeu9e sogen kann, ob Eorgier wirklich Der Mann gewesen ist, mit Dem er zu tun gehabt hat. I 0 r g • l e r steht auf, und Der Zeuge Cebermann ruft sofort: 3amoD(, da» Ist Torgler gewesen.
Reichsanwalt Parisius: Ist bei Ihrem Gespräch mit Torgler davon die Rede gewesen, daß Sie eI ne bestimmte Geldsumme erhalten sollten für die Beteiligung an dieser Sache?
. ; 3an>ol)l, er hat zu mir gesagt, ich würde
14 1KM) Mark bekommen. Denn ich es nicht bekäme, ®uroe es meine Familie bekommen.
Angeklagter T 0 r g 1 e r : Ich kann zu dieser Aus- sage nur meinem höchstem Erstaunen Ausdruck geben, daß ein Mensch vor dem höchsten deutschen Gericht soviel Unwahrheiten sagt. Ich erkläre folgendes: Ich habe diesen Mann noch nie in meinem Leben gesehen, ich bin ein ein- 3'965 Mal in Krefeld gewesen, nämlich 1930 zu eitler Kundgebung des Rheinischen Beamtenkartells, sonst nie wieder. Ich bin nie auf Stunden in Hamburg gewesen, sondern habe In Hamburg mehrere Male Tagungen der Reichspostbeamten, des Reichsbundes der Kommunalbeamten und einige Versammlungen besucht. Von allem, was dieser Zeuge hier erklärt hat, ist nicht ein kleines Wörtchen wahr, erlogen von Anfang bis zu Ende.
Angeklagter D i m i t r 0 f f : Ich möchte wissen, ob dieser Zeuge ein Zeuge der Anklage ist.
Vorsitzender: Dieser Zeuge hat am 13. Oktober an b i e Gefängnisverwaltung 'eine Eingabe gerichtet. Daraufhin wurde er vernommen von der Staatsanwaltschaft, und darauf ist seine Vorladung als Zeuge beantragt worden von der Reichsanwaltschaft.
Angeklagter T 0 r a 1 e r : Ist es richtig, daß dieser Zeuge vom Untersuchungsrichter vereidigt wor- den ist?
Der Vorsitzende stellt fest, daß das Amtsgericht Lübeck den Zeugen zur Herbeiführung einer wahr- heitsgemäßen Aussage vereidigt hat. Dem Zeugen sind bei seiner Vernehmung auch die verschiedenen Bestimmungen Des Strafgesetzbuches vor- gehalten worben, gegen Die er sich in Diesem Falle vergehen roürDe, wenn er etwas Falsches aussage Angeklagter Torgler mit erhobener Stimme Der Unterschieb zwischen diesem Zeugen und dem Zeugen Sönke gestern ist der, daß Herr Sönke eine kleine Unwahrheit gesagt hat, während dieser Zeuge eine einzige Lüge dem höchsten deutschen Gericht darzubieten gewagt hat.
Reichsanwalt Parisius: Was sagen Sie zu den Ausführungen Torglers? Zeuge: Ich sage, daß ich die reine Wahrheit gesagt habe. Ich bin nicht beeinflußt von irgend jemand. Der Zeuge bleibt zunächst unvereidigt.
Der Sachverständige Dr. Schah nimmt Dann däs IDort zur Ergänzung seines Gutachten». Er sührt aus: 3n der Oefsentlichkeit hat man sich
Christus in Deutschland gepredigt wird", das waren die Abschiedsworte des Reichspräsidenten an Den Führer Der Deutschen Evangelischen Kirche.
BesonDers einDringlich unterstrich bann Der Schirmherr Der Glaubenbewegung Die Notwendigkeit, Die gesamte Pfarrerschaft aufzurufen, um sie zu aufrichtiger e i n D c uti ge r Mitarbeit am Werk Des Neubaues Der Kirche zu gewinnen. Der Reichsbischof schilderte dann die rem materiellen Schwierigkeiten, mit denen die Kirche, die eine arme Kirche sei, im armen Deutschland zu kämpfen habe. Die Durchführung Der großzügigen Arbeitspläne werben zum Teil durch diese Tatsache hinausgezögert. Die große Ausgabe der V 0 l k s m i s s i 0 n liege ganz besonder» stark auf den Schultern der Glaubensbewegung. Sie muffe sich überall im Lands immer kraftvoller und
Koburg, 31. Oft. (TU ) Posaunenblasen auf den Plätzen der Stadt weckte am Dienstagmorgen die Festgäste der Tagung des M a r t i n - L u t h e r- bundes, die sodann unter dem Läuten aller Kirchenglocken zu der S a n k t - M 0 r i tz k i r ch e ström- ten. Landesbischof D. Meiser hielt die Festpre- digt. Er schloß mit dem Wort, das Luther seiner- zeit auf der Koburg an die Welt schrieb: „Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Wort verkünden."
Im Anschluß an den Feftgottesdienst fand In dem ahnengeschmückten Kongreßsaal der Fest^ Koburg die Begrüßungsoersammlung des Mar- tin-Lutherbundes statt, zu der auch das Herzogs- paar von Sachsen-Koburg sich eingefunden hatte Oberbürgermeister Schwede hieß die Versamm- lung im Namen der Lutherstadt herzlich willkom- men. Dann richtete der Vorsitzende des Martin- Lutherbundes, Unioerfitätsprofeffor Dr. Ulmer gleichfalls herzliche Begrüßungsworte an die aus mer Erdteilen erschienenen Vertreter der lutherischen Kirche. Zugleich überbrachte v. M e i s e r die Glück- wünsche des Reichsbischofs Müller und des evangelischen Kirchenministeriums. Der Rektor der Er- langer Universität, Dr. Reinmüller, über- brache die Gruße der Universität. Unioersitäts- Professor Preu ß-Erlangen überbrachte die Glückwünsche der theologischen Fakultäten Erlangen, Kiel Tübingen, Leipzia Jena, Riga, Dorpat, Sopran in Ungarn und der schwedischen Universität Upsala i %rQU! ,n^en bie Vertreter ber deutschen m h m4' d-s Auslandes das
©ort. Es sprachen Vertreter aus der Steiermark,
Serungspräsident. Am 8. November finden in erlin und am 9. November in Köln Ver
sammlungen statt, in Denen Vizekanzler 0. Papen sprechen wird.
Oie OeuischeDehrschast cn den Zührer
Anläßlich des bedeutungsvollen und verantwor» tungsdewußten „Rein" in Genf hat die Deutsche Wehr schäft (DW-), der nationalsozialistische waffenstudentische Korporationsverband nachstehen- De» Telegramm an ihren Ehrenschirm- Herrn aogesandt:
„An den Lchirmberrn der Deutschen Wehrschaft, Reichskanzler Adolf Hitler. Die Deutsche Wehr-
men enthalte. Die Einreichung fei f r i st g e m a ß erfolgt. Der Vorschlag sei den Vorschriften gemäß, von mehr als 20 Stimmberechtigten unterzeichnet, für die von der unterzeichneten Gemcindebehörde bescheinigt sei, daß sie in die Wählerliste eingetragen und mit einem Wahlschein versehen worden sind. Die Bewerber seien zum größten Teil bisher Mitglieder des Reichstags ober eine» Landesparlaments gewesen, für die es keiner weiteren Unterlagen bedürfe. Von rund 160 Kan- blbaten, Die bisher keinem Parlament angehörten, lägen Unterlagen bis auf den Kandidaten unter Nummer 534 (Dr. Frauendorfer) vor, der deshalb von der Liste habe g e ft r I d) e n werden müssen. Da aber in der Liste eine Nummer 520a g>skar 61 a e b e l) vorhanden fei, bleibe es bei der esamtzahl von 685 Kandidaten. In dieser Form wurde der Reichswahlvorschlag der NSDAP, vom Reichswahlausschuh z u g e l a s s e n. Die oollstän- blge Liste wird am Msttwocy Im Reichsanzeiger amtlich bekannt gegeben.
Sin Wahlaufruf der „Arbeiisge- meinschast katholischer Deutscher"
Berlin, 31. Okt. (TU.) Die „Arbeitsgemeinschaft Katholischer Deutscher" erlaßt einen Aufruf: An die katholischen Deutschen! in dem es unter anderem heißt Zum ersten Male seit der No- Demberreoolution appelliert ein deutscher Reichskanzler, unser Führer ALolf Hitler, mit Recht an die Ehre der deutschen Nation, für bie er sich mit seinem ganzen Können und Wollen, seinem ganzen Leben einsetzt. Dafür gilt es, ihm den Dank abzustatten in rückhaltloser Ge- folgschast bei der kommenden Abstimmung am 12. November. An diesem Tage soll das geeinte deutsche Volk vor der gesamten Welt bekennen, daß es wieder eingedenk feiner im Weltkriege und im Kampfe um die innere Befreiung gefallenen Hel- den wie ein Mann hinter feinem Füh- r e r s ü r E h r e, W ü r d e u n d F r e i h e i t tritt. Das gilt für die Volksabstimmung.
Im gleichen Gange erfolgenden Wahl zum Reichstage aber heißt es für die Ge- famlbelt de» katholischen deutschen Volke» zu be- werfen, daß wir nicht nur zu Adolf Hitler stehen sondern une auch zu dem bekennen, was er mit bein (Bebanfengute des Nationalsozialismus unter Mitwirkung aller derer, die guten Willens waren, beute schon aus Dem Chaos der zwischenstaatlichen verlotterten, sittenverfallenden Zustände der letzten 15 Jahre geschaffen hat: Da 9 Dritte Reich der oauber reit, öer Arbeit, der so» zialen Versöhnung, des ständischen Ausbau,», der uunöierung be» Stoa- t« »auf dem christlichen Sittengesetz der Wiederherftellung vertrauensvoller Zu- lammenarbeit zwischen Kirche und Staat durch einen, beide Teile beledigenden Konkordatsabichluß. Allein aus die gewaltigen Er- rungenschakten wollen wir unser Augenmerk richten und unserem Führer und Reichskanzler in rück- hattiosem Vertraiien die lebte Stimme aud) | für Oie Wahl zum Reichstage aus der katholischen I Bevölkerung herausholen Keiner bleibe au» Hein. I hd>er Verstimmung zu Hause, sondern trage durch ferne zweifache Wahl bei jur Ehrenrettung Des Reiches, zur Erhaltung de» äpßeren wie inneren Frieden» und zur Sicherung des weiteren Aufstieas der Nation.
Der Aufruf trägt die Unterschriften: v. Pa pen, Vizekanzler, Daufer, Staatssekretär, Hermann! 0. De t ten, Major a. D., zur Bonfen, Re-
OF.Vi 1 "n,?. ™ d°r
ft e n" trat in diesen Tagen in Berlins eimr^ Ar»
djenfübrer und chr Interesse für Die Tn/Js m DeutfdjlanD. BefonDerem Interesie beaeanV Mitteilung Des Reichsbischofs, daß der Nn tenöe Führer Rudolf H e ß in ei» ' ^-lloettre- Rücksprache seinen oielbesproLe^ErlL^^ Gewissensfreiheit so gedeutet hab' Ä ^Zensatz xu dem bekannten ErlaVb7» “ÄU? d'schos» stehe. Auch über seinen B e f u * h * Reichspräsidenten 0 hxnb» „h b e ’ m richtete der Reichsbischof und erwäbntp^ be- lebhafte Interesie. das der Feldmarlchnn ,,um «"->« ”äOmr. „Sorgen 6k.
Tschechoslowakei, Siebenbürgen, Südslawien, der italienischen Diaspora, aus dem Elsaß, letztere' Der- treter zugleich für die Lutheraner französischer Sprache, aus der Schweiz und Polen. Es sprachen ferner noch die Vertreter der deutsch-lutherischen Kirchen Australiens, Südafrikas, Brasiliens sowie Vertreter der schwedischen und niederländischen Kirchen. Die Versammlung sandte u. a. an den Reichspräsidenten v. Hindenburgs an Reichskanster Adolf H'ller und Reichsbischof Müller Huldigungstelc» gramme.
21m Nachmittag fand auf dem Platz vor der Moritzkirche eine öffentliche Kundgebung statt, die von Pofaunenmusik eingeleitet wurde. Dann sprach der Rektor ber Erlanger Universität, Professor Dr. med. Rheinmüller. Kultus- Minister S ch e m m überbrachte die Grüße und Glückwünsche der bayerischen Staatsregierung. Luther habe dem deutschen Volk durch die Uebcr» fetzung der Bibel in die deutsche Muttersprache den Schlüssel zum Allerheiligsten gegeben. Unser Volk, das von Gott geschaffen fei, müsse Gott in seiner eigenen Sprache reden hören. Wie Luther im deut» schen Volke aufgeftanben sei mit seinem Appell zur Wahrheit gegen die Lüge, so müsse das deutsche Volk nun unter den Völkern aufstehen und seinen Ruf zur Wahrheit und Gerechtigkeit gegen Lüge und Verleumdung ergehen lassen. Das sei der Sinn des 12. November. Landesbischof Messer wandte sich Dann an Die evangelische Jugend Koburg» und stellte ihr den Reformator Dr. Luther als hei» liges Vorbild in feiner Tapferkeit, Ehrhaftigkeit, I Deutfchheit und Frömmigkeit hin.
'chask begrüßt al» Zeichen unbeugsamen Lebens- Stimmzettel nur ein Wahloorschlag er- I willen» Den Regierungsschritt gegen den Völkerbund scheinen. Damit wird die Wahl am 12 November I und hat für alle Verbandsmitglieder bis zum 14 No- zu einem besonders gearteten staatsrechtlichen Akte. I Dember höchste politische Einsatzbereit- E» handelt sich nicht mehr um eine Wahl im über- I schäft angeordnet. Heil unserem Schirmherrn fommenen technischen Sinne. Denn das Ergebnis Adolf Hitler! Gez.: Dr. S ch m i d t k a m p." ber Wahl steht schon mit der Einreichung und Zu- I --
lassung de» Wahloorschlage» im Wahlkreise insofern fest, al» jedenfalls bie Liste al» solche ge»--
munalraahtfn, kirchknwahkn und ^«n Wahlen zu Sensationelle Enthüllungen eines Geheimkuriers der KPD den Organen der sozialen Bersicherungsttager I r
»Ä *rÄ Gin Strafgefangener belastet Torgler im Reichstagsbrandstifierprvzeß.
wohl hat aber nicht diese rein technische Bedeutung, diese ober jene Zahl von Abgeordneten für Öen Berit n, 31. Okt. (WTB.) Als erster Zeuge Reichstag festzustellen. Die Reichstagswahl vorn wird am Dienstag der Glaser L e b e r m a n n aus 12. November hat " l > ti f ch e Hamburg vernommen, der wegen Diebstahls
Bedeutung «'nes Plebisz.ts Das Volk und Raubes, begangen im Februar 1932, eine hat mcht nur fti der Abstimmung über die Ihm von Gefängnisstrafe bis zum Mai 1934 ber IRegierung oorgelegte «Zrage kund zu tun, ob es verbüßt und aus der Haft vorgeführt wird. Der Ihre Politik billigt Je .starker die Wahl- Vorsitzende macht diesen Zeugen besonders einbring- b e t ej l i g u n g aud, bei der Wahl ist, eine d e st o I ijch auf die Bedeutung feiner Aussage aufmerksam, starke re o t u 6 e erhalt d i e R e g i e rung. worauf der Zeuge erklärt: Ich bin hierhergekommen. Die regste Beteiligung an ber Abstimmung um nur bie Wahrheit zu sagen. Der Zeuge bekun- unb zwar mit einer gü tigen Ia-Stimme bei ber bet: Ich war früher in ber KPD. und habe als Volksabstimmung sowohl wie mit einer gültigen Geheimkurier gearbeitet. Ich genoß sehr gro- Stimme bei ber Reichstagswahl ist baher geboten, 1 - - - - • - - 1
um dem Führer unb ber Reichsregierung eine machtvolle B er t r a u e n s t u n b g e b u n g zu erweisen unb bamit ber ganzen Welt den stärksten unwiderleglichen Beweis zu geben, daß hinter dem Führer unb seiner Regierung bas ganze beutsche Volk steht.


