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1.9.1933 Erstes Blatt
 
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^0. August 1933

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Nr. 204 Erstes Blatt

185. Jahrgang

Zreitag, 1. September 1955

Erscheint täglich, auha Sonntags unb Feierlag» Beilagen: Die Illustrierte (Biebener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle

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MetzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

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Chefredakteur:

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undfürdenAn» zeigenteil i. D. TH.Kümmel sämtlich in (Biegen.

Die Votschafi des Führers an den Nürnberger Parieikongreß.

Kampf und (Sieg der nationalsozialistischen Bewegung. Vertrauen in die Führung und Glaube an die Zukunst die Bausteine des neuen Reichs.

Rudolf Heß eröffnet den Kongreß.

Nürnberg, 1. Sept. (WTB.-Funkspruch.) Den großen Parteikongreß eröffnete in An­wesenheit des Führers der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß:

Ich eröffne den Kongreß des 5. Parteitages der NSDAP., des ersten Parteitages nach der Machtergreifung durch den Nationalsozialis­mus. Ich eröffne den Kongreß des Sie­ges; allem voran stelle ich das Gedenken an unsere Toten. Ich bitte Sie, Ihnen zur Ehre sich von Ihren Plätzen zu erheben."

Der Stabschef gedachte der über 40 OOO SA.- und SS.-Männer, die in ihrer Liebe zu Deutschland verwundet wurden und verlas sodann unter leisem Trommelwirbel d i e N a - men der Hunderte von Toten, die für die nationalsozialistische Erhebung, ermordet von Reaktion, Reichsbanner und Rotfront, starben. Hinter dem Stabschef steht e i n SS. - Fahnenträger mit der Blut­fahne vom 9. November 1923. Nach­dem der Stabschef gendet, trat ein SA.-Mann vor und rief:Sie marschieren im Gei st in unseren Reihen mit".

Rudolf Heß fährt fort:Ich begrüße ehr­furchtsvoll die als Ehrengäste unter uns wei­lenden Angehörigen der Gefallenen der Be­wegung. Ich begrüße die übrigen Gäste der Nationalsozialistischen Partei und die Kämp­fer der Partei. Die Tatsache, daß zwei hervor­ragende Führer der F a s ch i st i s ch e n P a r - t e i nach Nürnberg abgeordnct wurden, wer­ten wir als neuerlichen Beweis der sreund- schaftlchcn Beziehungen zwischen den beiden großen Bewegungen Deutschlands und Ita­liens. Tie Freundschaft ist bestimmt durch die Gemeinsamkeit der Grundlage ihrer Ideen und Handlungen.

Ich möchte den Nationalsozialismus und den Faschismus gradezn als den in politische For­men gegossenen gesund en Menschen- v e r st a n d bezeichnen. Damit ist auch begrün­det das gemeinsame Interesse an der Erhaltung des Friedens. Denn wäre es mit dem gesunden Menschenverstand verein-

Die Proklamation des Führers wurde von dem bayerischen Innenminister Wagner verlesen. In der Proklamation heißt cs u. a.: Als im Jahre 1919 die natio­nalsozialistische Bewegung in das Leben ge­rufen wurde, um an die Stelle der marxistisch- demokratischen Republik ein neues Reich zu setzen, schien dieses Unterfangen eine aus­sichtslose Torheit zu sein. Es waren gerade die klügelnden Verstandesmenschen, die dank der oberflächlichen geschichtlichen Bildung für einen solchen Versuch höchstens ein mitleidiges Lächeln aufzubringen vermochten. Daß Deutsch­land schlimmen Zeiten entgegenging, hatten die meisten von ihnen sehr wohl erkannt. Allein, daß die Uebcrwindung dieses neuen Regiments nicht mit den Kräften erfolgen konnte, die seit 50 Jahren vor dem Angriff des Marxismus dauernd zurückgewichen wa­ren, um endlich in der Stunde der höchsten Not jammervoll vor ihm zu kapitulieren, wurde nicht erkannt. Vielleicht lag es auch mit im Wesen der p e r s ö n l i ch e n U e b e r - alterung der früheren nationalen politi­schen Führung der Nation. Sie konnte und wollte die Zeiträume nicht aner­kennen, die nötig sind zur Wiederherstel­lung der Kraft des Volkes. Das schied uns Nationalsozialisten von der bürgerlichen intel­lektuellen Welt, daß wir klar die Voraus­setzungen für eine Uebcrwindung des Marxis­mus erkannten und danach auch handelten. Es ist ein Trugschluß, zu glauben, daß man mit Parteigebilden, die jahrzehntelang mit mehr oder weniger kläglichen geistigen Waffen ge­fochten hatten, nun plötzlich heroische Taten würde vollbringen können. Die Auseinander­setzung mit dem Marxismus erfordert daher von Anfang an eine Organisation, die ihrem ganzen Wesen nach für diesen Kampf erzogen und damit geeignet war. Das aber brauchte seine erforderliche Zeit.

Indem der Rationalsozialismus seinen Appell zur Bildung einer neuen Bewegung an bie breite Masse unseres Volkes richtete, mußte er aber den wenigen zuerst gewonnenen Menschen suggestiv den Glauben einbrennen, ein st die Retter des Vaterlandes zu werden. Menschen, die ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herkunft nach meist nur einen untergeordneten, ja nicht selten gedrückten Rang einnahmen, mußten politisch die Ueber- zeugung erhalten, dereinst die Führung

bar, wenn Völker, die in friedlichem Aufbau Leistungen vollbringen, die die übrige well in Staunen versehen, den Krieg wünschen. Vein! Sie können nur eins wünschen, daß sie Sicherheit erhalt en gegenüber f o l- ch en Staaten, in denen der gesunde Men­schenverstand offentfichtlich noch nicht regiert Welch eine Wandlung gegenüber den früheren Kongressen der NSDAP.; die vergangenen Kongresse waren Kongresse der schärf st en Verneinung des damaligen Staates dieser Kongreß ist. der Kongreß der leidenschaftlich st en Bejaher des neuen Staates. Einst bauten die Kongreßteilnehmer eine kraftvolle und daher gesunde Bewegung unter der Führung Adolf Hitlers auf. Die Tatsache, daß die Mehrzahl der gleichen Männer unter der gleichen Führung den neuen Staat bauen, gibt uns die Gewißheit, daß auch er gesund und kraftvoll sein wird. Er wird um so ge­sunder sein, je mehr das Volk hinter ihm steht. Und niemand im In- und Auslande, der Anspruch er­hebt, ernst genommen zu werden bezweifelt, daß un­ser Volk hinter diesem Staate steht.

Dieser Kongreß ist somit als die mobernfte Volksvertretung zu bezeichnen, so wie das heutige Deutschland diemobernsteDemo- kratie ber Welt barstellt, deren Führung, im Volke wurzelnd, getragen durch bas ver­trauen ber Mehrheit des Volkes, sich bas Recht zur Führung aus eigener Kraft erworben hat, in einem Auslefeprozeß, ber an Stelle ber toten Zahl bas Leistungsprinzip seht im Hin­blick auf bie Befähigung zu führen.

Mein Führer! Sie waren uns als Führer der Partei der Garant des Sieges. Wenn andere wankten, blieben Sie aufrecht. Wenn andere zum Kompromiß rieten, blieben Sie unbeugsam. Wenn andere den Mut sinken ließen, verbreiteten Sie neuen Mut. Wenn andere von uns gingen, ergriffen Sie die Fahne entschlossener denn je. Bis die Fahne als Fahne des Staates den Sieg kündete. Und wieder tragen Sie die Fahne voran. Als Füh­rer der Nation sind Sie uns der Garant des Endsieges. Wir grüßen den Führer und in ihm die Zukunft der Nation. Stimmen Sie mit mir ein in den Ruf: Adolf Hitler und Deutschlands ZukunftSieg-Heil".

ber Ration zu repräsentieren. Die bürger­liche Welt fanb stets nur Spott unb hohn für unsere Methobe, ber kleinen Bewegung, ben, wie man meinte, überheblichen Größenwahn einzupflanzen, einst bas Deutsche Reich zu füh­ren. Unb boch war bersanatischeGlaube anben Sieg bet Bewegung bie Bor- ausfehung für jeben wirklichen späteren Erfolg.

Ein Wunder hat sich in Deutschland voll­zogen. Die nationalsozialistische Revolution hat den Staat des Verrates und des Mein­eides überwältigt und an seine Stelle gesetzt wieder ein Reich von Ehre, Treue und Anständigkeit. Uns allen aber ist das große Glück zuteil geworden, daß wir diese Revolution nicht ausführcn mußten als Führer dergeschichtlichen Minderheit" gegen die Mehrheit der deutschen Nation. Wir sind dadurch entlastet, daß sich das deutsche Volk am Ende unseres Ringens schon vor der Wende des Schicksals in seiner über­wiegenden Mehrheit zu^ unseren Prinzipien bekannt hat. So wurde es möglich, daß eine der größten Umwälzungen fast ohne jedes Blutvergießen verwirklicht werden konnte. Daß heute die überwäl­tigende Mehrheit des deutschen Volkes in treuer Verbundenheit mit dem neuen Regiment zu uns steht, empfinden wir alle als besonderes Glück. Die nationalsozialistische Bewegung ist das Deutsche Reich, der deutsche Staat gewor­den. Nicht nur die Wiedergewinnung der äußeren Freiheit erfordert das freudige Mitaehen der Masse, der Nation, auch die wirtschaftlichen Probleme sind nicht zu lösen, wenn es nicht gelingt, die Maß­nahmen der Regierung vom Vertrauen des gesamten Volkes tragen zu lassen.

Es gab zu Beginn dieses Jahres Wochen, in denen wir haarscharf am Rande des bolschewistischen Chaos vorbeige- ko m m e n sind. Der rapide Absturz im letz­ten Winter schien sich zu einem vollkommenen Zerfall ausdehnen zu wollen. Wenn der Fa­schismus als beispielgebend geschichtliche Tat die Rettung des italienischen Volkes voll­brachte, dann hat der Nationalsozialismus die Erfüllung der gleichen Mission im deutschen Volk übernommen.

wir roerben baher aber auch nicht butben, bah bie Träger ber früheren Zerstörung unseres

Volkes burch ihre ewig negative Tätigkeit ber Zersetzung bas beutsche Volk weiterhin willen­los ober auch nur unsicher machen in einer Zeit, in ber fein ganzer Wille mithelsen muh, bie Katastrophe zu vermeiden, bie Krise zu überroinben. Ls wirb baher eine ber wichtig­sten Aufgaben ber Bewegung fein, biefen Zer­störern ber wiberstanbskraft unseres Volkes einen unerbittlichen Kampf anzu­sagen unb burchzuführen bis zu ihrer völligen Vernichtung ober Unterwerfung. Angesichts ber internationalen Verbreitung ber hauptsächlich­sten Fermente bieser Dekomposition unb ber heraus refultierenben befonberen Gefahren für Deutschlanb werben wir um fo mehr bafür sorgen müssen, aus bem Inneren unseres Vol­kes ben Geist bes Zweifels genau so wie ben ber Zaghaftigkeit ober

Wir gehen Wege, für die es kaum ein ge­schichtliches Vorbild gibt. Es ist daher jederzeit möglich, daß sich die eine oder andere Maß­nahme, die wir heute treffen, als n i ch t w i r k- s a m erweist. Aber es ist dann um so notwen­diger, jene gewiß nur auf Zersetzung gerichtete nörgelnde Kritik zu verhindern! Alle die Männer, die durch ihr wahnsinniges oder verbrecherisches Verhalten seit dem November 1918 -unser Volk in das heutige Untzlück stürz­ten und die Phrasen derFreiheit",Brüder­lichkeit" undGleichheit" als Leitmotiv ihres Handelns ausgaben, teilen heute nicht Schick­sal und Leid mit den Opsern ihrer Politik! Millionen deutsche Volksgenossen sind durch sie dem härtesten Zwang ausgeliefert worden, den es gibt. Die Not, das Elend und der Hunger verge­waltigen ihr Dasein. Die Verführer aber allerdings genießen im Auslande die Freiheit, für fremden Sold das eigene Volk zu verleugnen, dem Haß der Umwelt auszuliefern, ja sie wollen es, wenn möglich, auf den Schlachtfeldern als wehrlos Angegriffene niederkartätschen lassen!

Der ffaunenerregenbe endliche Sieg ber natio­nalsozialistischen Bewegung wäre nie gekom­men, wenn wir als Partei jema den Grunb- sah geduldet hätten, bah in unseren Reihen jeber tun kann, was er will. Diese Parole ber demokratischen Freizügigkeit sührt nur zur Unsicherheit, zur Zügellosigkeit

Als sich im Laufe der tausendjährigen Entwickelung unseres Volkes über die deutschen Stämme und quer durch sie hinweg Staaten zu bilden begannen, entstanden auch jene Gebilde, die wir noch heule als Länder vor uns sehen. Ihr Werden ist nicht einer völkisch gesehenen Notwendig.- keit zuzuschreiben. Selbst auf kulturellen Gebieten hat die schöpferische Nation sich als viel fruchtbarer erwiesen. Indem wir entschlossen sind, diese und alle anderen wertvollen Traditionen zu wahren, müssen wir gegen jene Belastungen unserer nationalen Ein­heit oorgehen, die staatspolitisch unserem Volke seit vielen Jahrhunderten schwersten Schaden zugefügt haben. Was würde Deutschland sein, wenn nicht schon Generationen vor uns mit dem himmelschreienden Unfug einer deutschen Kleinstaaterei aufgehört hät­ten. Ein Volk, das eine Sprache redet, eine Kultur besitzt, nur meiner gemeinsamen Geschichte die Ge­staltung seines Schicksals erlebte, kann nicht anders als auch inseiner Führung eine Einheit anstreben. Außerdem verliert es die Vorteile seiner Zahl, um aber die Nachteile damit in Kauf nehmen zu müssen. Das Reichsstatthaltergesetz war die erste Antwort der deutschen Nation an die Querulanten gegen die Einheit und Größe der deutschen Nation.

Das heutige Deutsche Reich baut sich nicht mehr auf den deutschen Ländern auf, auch nicht auf den deutschen Stämmen, sondern auf bem deutschen Volk und auf der das ganze deutsche Volk umfassenden und umschließenden Nationalsozialistischen Partei. Das wesen des kommenden Reiches wird daher nicht mehr bestimmt von den Interessen und Auffassungen der Bausteine des Vergangenen, sondern auch durch die Interessen der B a u ft e i n e , bie das heutige Dri11eReich geschaffen haben. Ls ist daher weder Preußen, noch Bayern noch irgendein anderes Land ein Pfeiler des heutigen Reiches, sondern d i e einzigen Pfeiler find das deutsche Volk und die Nationalsozialistische Bewegung. Die nationalsozialistische Beroe-

ben bes S l ch g e h e n l a s s e n s re ff los auszutreiben. Rur wenn bas Volk bauernb einen inneren Antei' nimmt an ben Grunbfähen und Methoden, die feine staatliche Organisation tragen und beleben, wird ein lebendiger Orga­nismus erwachsen, statt einer toten, weil nur formalen, mechanistischen Organisation.

Hinter ben uns zur Lösung gestellten Aufgaben steht als wichtigste vor uns die Frage der Il e ber- Windung der Arbeitslosigkeit. Wir sehen ihre Gefahr nicht in rein Materiellem. Was auf die Dauer in negativem Sinne wirksam werden kann, ist die materielle Erhaltung eines Teiles der Nation der keine Arbeit findet auf Kosten desjenigen, der in Arbeit steht. Es ist weder lo­gisch, noch moralisch, noch gerecht, auf die Dauer in einem Volke dem Arbeitstätigen einen Teil der Früchte feines Fleißes wegzunehmen zur Erhal­tung des Arbeitsuntätigen, ganz gleich, aus wel­chen Gründen dies erfolgt, fonbern es wäre lo­gisch, statt von den Ergebnissen der Arbeit weg­zunehmen, diese selb st zu verteilen. Ge­waltig werden die Anstrengungen sein, die wir uns aufnehmen müssen, um dieses Problem in einer vernünftigen und nützlichen Weise zu lösen; zahlreiche andere Aufgaben werden bewußt in den Hintergrund treten müssen, um alle Kräfte der Lösung dieser einen zur Verfügung zu stellen.

Ser Zusammenbruch des demokraMch-parlamenjarischen Systems.

Einheit von Volk und Reich.

unb am Ende ; uin Zerfall unb ver­fall jeber Autorität. Indern wir bas parlamentarisch-demokratische Prinzip negieren, vertreten wir auch aus das schärfste da s Recht des Volkes, auf die eigene Bestim­mung seines Lebens. Allein wir erken- nen im parlamentarischen System keinen wirk­lichen Ausdruck des Volkswillens, sondern wir sehen in ihm eine Verzerrung desselben, wenn nicht gar eine Verdrehung. Der Wille eines Volkes zur Behauptung seines Da­seins tritt am ersten und nützlichsten in sei­nen besten köpfen in Erscheinung. Ls ist wichtig, daß die Selbslsicherheit der Führung der gesamten Organisation in ihren Entschlüssen den Parteigenossen sowohl als den Anhängern unbedingtes ver­trauen einflöft. Ls ist denkbar, daß auch sehr weise Männer über besonders schwierige Fragen zu keiner ganz vollkommenen Klarheit zu kommen vermögen. Allein, es bedeutet d i e Kapitulation einer Führung an sich, wenn sie gerade solche Probleme ganz der öffentlichen Meinung zur jeweiligen Stel­lungnahme übergibt. Denn sie mutet dadurch ber breiten Masse mehr Urteilskraft zu, als die Führung selbst besitzt.

gung ist nicht der Konservator der Länder der Vergangenheit, sondern ihre Liquidation zu­gunsten des Reiches der Zukunft, da sie selbst als Partei weder norddeutsch, noch süddeutsch, weder bayerisch noch preußisch, sondern nut deutsch ist, löst sich in ihr jede Rivalität aller deutschen Länder und Stämme als wesenlos auf.

Die nationalsozialistifche Bewegung muß sich zu dem Heroismus bekennen, lieber mit jedem Widerstand und jeder Not fürlieb zu nehmen, als auch nur einmal ihre erkannten Prinzipien zu verleugnen. Sie darf nur von einer einzigen Angst erfüllt sein, nämlich der, daß einmal eine Zeit kommen könnte, die uns entweder der Unwahrhaftigkeit oder der Ge­dankenlosigkeit zeiht. Vor wenigen Wochen erst wurde der Entschluß gefaßt, schon in die­sem Jahre den ersten Parteitag nach dem Siege zu veranstalten. In knapp einem Monat gelang diese großartige organisatorische Im­provisation. Möge sie ihren Zweck erreichen, die Partei als Trägerin des deut­schen Schicksals mit erhöhter Ar­beitskraft zu erfüllen, die Entschlos­senheit unserer Prinzipien durchzusetzen und zu verstärken, um dadurch für alle dic einzig­artige Bedeutung dieser- Erscheinung noch stär­ker zum Bewußtsein zu bringen.

Möge sich aber vor allem aus der Art die­ser Kundgebung erneut die Einsicht verstärken, daß die Leitung der Nation niemals zu einer reinen Vcrwaltungsmaschinerie erstarren darf, sondern sie eine lebendige Führung bleiben muß.

Wir wünschen dem deutschen Volke eine irdisch endlose Erhaltung und glauben durch unseren Kampf dafür nur den Befehl des Schöpfers zu erfüllen, der in das Innere aller Wesen den Trieb der Selbster- , Haltung senkte. Es lebe unser Volk! Es lebe die Nationalsozialistische Partei!

Die Proklamation des Führers.