Gießener Turner kehren von Stuttgart zurück....
Eine über tausendköpfige Menge harrte gestern abend der Rückkehr der Gießener Turner aus Stuttgart, die 18.45 Uhr im Sonderzug ankamen. Sicherlich übervoll der Eindrücke von der gigantischen Heerschau deutschen Wesens, deutscher Straft und deutscher Einigkeit kehrten sie zurück, die Turnerinnen und Turner, geschmückt mit dem schlichten Eichenkranz, braungebrannt während der heißen Tage aus dem Cannstatter Wasen, freudig erregt von dem herzlichen Empfang, der ihnen in ihrer Heimatstadt zuteil wurde. Die Gießener Bürgerschaft bewies auch jetzt wieder, daß sie sich einig fühlt mit den Turnerinnen und Turnern, die den Namen der Stadt würdig vertraten und unter den vielen die im Wettbewerb standen, manchen hochachtbaren Sieg mit nach Hause brachten.
Der Turnverein 1846 hatte es sich sehr angelegen sein lassen, seine siegreichen Mitglieder und die Turnfestfahrer würdig zu empfangen. Ein geschlossener Zug marschierte zunächst von der Turnhalle am Oswaldsgarten nach dem Bahnhof, mit klingendem Spiel kehrte man wieder zurück und hatte nun die mit dem Eichenlaub geschmückten Sieger und Siegerinnen in der Mitte. Bielss Menschen säumten die Straßen, durch die sich der Zug der Turner bewegte. Die ehrwürdigen Fahnen wurden vorangetragen.
Sn der Turnhalle am Oswaldsgarten fand eine kurze Begrüßungsfeier statt, in der zunächst der Ehrenvorsitzende Tlniversitäts-Bureau- Direktor Erle die Turner und Stuttgartfahrer, sowie die Turner, die an der Feier teilnahmen, herzlich willkommen hieß. Er rief in begeisterten Worten die Erinnerung an das Turnfest von Köln wach, das den Gießener Turner Karl Reuter als den ersten Sieger sah, dem bei. seiner Heimkehr die Stadt Gießen und die Einwohnerschaft einen überaus herzlichen Empfang bereitet habe. Mit besonderem Stolz müsse es die Gießener Turner, insbesondere den Turnverein 1846 erfüllen, daß Karl Reuter aus dem Verein hervorgegangen und im Verein großgeworden sei. Ruch heute freue man sich wieder über seinen Sieg, der, wenn er auch nicht ein I Sieg habe sein können, dem Können des beliebten Turners und dem Verein alle Ehre mache. Mit nicht weniger Freude gedenke man der Turner Schick und Herbert, der Turnerinnen Ria Philipp und Mathilde Koch, die ebenfalls Siege erringen konnten, der Turnerin Irmgard Hermann, des Schwimmers Fritz Werner und des Seniors Franz Sauer. Ihnen galt das dreifache „Gut-Heil!", in das alle lebhaft einstimmten. Nachdem der Ehrenvorsitzende noch kurz über die Bedeutung des Deutschen Turnfestes in nationaler Hinsicht gesprochen hatte, fanden seine Ausführungen mit dem gemeinsam gesungenen ersten Versen des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel-Liedes ihre. Abschluß.
Eine kurze Ansprache hielt auch der Vorsitzende der Gießener Turnerschaft, Rektor Kling. Auch er sprach von Köln, beglückwünschte die Sieger von Stuttgart als Vorsitzender der Gießener 'Turnerschaft, insbesondere aber im Namen des Männer- turnoereins Gießen, der sich in treuer Turnbrüderschaft immer mit dem Turnverein 1846 verbunden fühle. Die Erfolge von Stuttgart, die den Gießener Turnern beschieden gewesen seien, erfüllten alle mit herzlicher Freude. Man werde auch in Zukunft die Beziehungen weiter pflegen und vielleicht komme der Tag, da sich die beiden Gießener Turnvereine zum Beispiel für andere Vereinigungen in unserer Stadt, zusammenschlössen, um in engster Zusammenarbeit dem Vaterlande zu dienen. Heute aber freue man sich, daß die gute Saat, die von den Aelteren gesät worden sei, so prächtig aufgegangen fei. Die Siege der Gießener Turner in Stuttgart mochten, so wünsche er, Beispiel für die Kommenden fein, damit, wenn die Gießener eines Tages in Breslau zum Turnfest antreten, wiederum der Verein und die Stadt würdig vertreten feien.
In einer weiteren kurzen Ansprache schilderte der 1. Führer des Turnvereins 1846, Herr R e i n i n g, seine Eindrücke von Stuttgart, er wies auf die Verpflichtung hin, die auch fernerhin dem Verein für die Zukunft erwachse, er ehrte die Sieger von Stuttgart und forderte dazu auf, sich einzureihen in den Dienst am Vaterland in zielbewußter Arbeit, wie sie bisher im Verein geleistet worden sei. Nach dem Hinweis auf das Turnfest 1938 in Breslau schloß er seine Ausführungen mit einem „Gut-Heil'" auf d'e zurückgekehrten Sieger und Siegerinnen.
Nachstehend seien noch kurz die Sieger und Siegerinnen angeführt, die sich unter stärkster Beteiligung aus dem ganzen Reiche den Eichenkranz erringen konnten:
, 12-Kampf der Oberstufe : 24. Sieg Karl Reuter mit 197 Punkten; 41. Sieg Karl Schick, 180 Punkte; 47. Sieg Ludwig H e r b e r t mit 174 Punkten (1520 Teilnehmer, 1000 Sieger).
7 -- Kampf der Turnerinnen: 22. Sieg Ria Philipp, 117 Punkte; 29. Sieg Mathilde Koch, 110 Punkte. (1344 Teilnehmerinnen, 1042 Siegerinnen.) , , -
Volkstümlicher 4 - Kampf der
Frauen: 28. Sieg Irmgard Hermann, 65 Punkte. (960 Teilnehmerinnen, 708 Siegerinnen.) Mehrkampf im Schwimmen: 15. Sieg Fritz Werner mit 52 Punkten.
Streckentauchen: 3. Sieg Franz Sauer. Holzapfel (7Nlv. Gießen) Sechster im 15-Silometer- Slraßenlaufen.
Einen sehr beachtlichen Sieg konnte der MTVer Holzapfel in Stuttgart erzielen. -Unter 73 Mitbewerbern errang er einen 6. Sieg im Straßenlaufen über die Strecke von 15 Kilometer. Er fügte sich damit in die Reihen der Besten ein.
Oie große internationale Frankfurter Regatta.
Abbruch am Samstag.
Die 42. Große internationale Ruderregatta in Frankfurt a. M. stand am ersten Tage unter einem ungünstigen Stern. Auf der zum ersten Male ausprobierten neuen Strecke auf dem Main bei Griesheim herrschte den ganzen Tag übc starker Wellengang, der durch scharfen Gegenwind noch schlimmer wurde. Die Folge davon war, daß in fast allen Rennen die Boote voll Wasser sackten und untergingen oder zur Aufgabe gezwungen wurden. Von einem regulären Verlauf konnte man kaum noch sprechen. Schließlich entschloß sich die Dennleikung nach dem Hochschul-Vierer, die Veranstaltung abzubrechen. Im Doppelzweier o. St. beendete der WSV. Godesberg allein das Rennen, die englische Mannschaft vom Pembroke College Cambridge sackte bald ab und mußte abgeschleppt werden. Beim Hochschul- Vierer lief das durchweg führende Boot der Amsterdamer Studentenvereinigung voll Wasser und gab auf, ebenso die Akad. RV. Frankfurt, die Uni. Frankfurt und Viktoria Danzig. Zum Großen Einer trat der Amerikaner Rutherford gar nicht erst an, so daß der Frankfurter Paul zu einem leichten Siege über den Breslauer Kirchstein kam.
Glatter verlauf am Sonntag.
Der Haupttag der großen internationalen Ruderregatta auf dem Main lieh sich auch nicht besser an als der Samstag. Cs herrschte wieder starker Wellengang und ein steifer Gegenwind, so daß die Boote wieder viel Wasser aufnehmen mußten. Der Verlauf der einzelnen Rennen wurde dadurch allerdings kaum beeinflußt, wenn auch mehrere Boote nach dem Passieren des Ziels kenterten.
Am Vormittag wurde zunächst der am Vortage verunglückte Hochschul-Vierer ausgefahren, den die holländische Meistermannschaft von Re- reus-Amsterdam sicher gegen Viktoria Danzig gewann. Der Erste Vierer o. St. wurde von dem englischen Boot des Pembroke College Cambridge in 7:06 mit eineinhalb Längen gegen Arnicitia Mannheim klar gewonnen. Im Großen Einer muhte der Favorit Paul, Frankfurt, ausgeschlossen werden, da er am Start mit den übrigen Dooten mehrmals kollidierte. Der Sieg fiel hier an den Iunior Deutsch, Tangermünde, vor dem Hannoveraner Völz. Hart umkämpft war der Große Achter. Der Würzburger RV. sicherte sich bald einen genügenden Vorsprung und wies alle Angriffe der Gießener RG. und der Mainz- Kasteler RG. ab. Ueber die Erfolge der betei- tigten Gießener Vereine berichten wir noch.
Tilden in Bad (§ms.
Am ersten Tage des Tilden-Gastspiels in Bad Ems blieb im ersten Spiel der Amerikaner Barnes sicher gegen den Wiesbadener Becker mit 6:2, 6:0, 6:2 erfolgreich. Becker hatte allerdings sehr unter einer Verletzung zu leiden. Im zweiten Spiel leistete der Frankfurter Messerschmidt dem großen Tilden überraschend starken Widerstand. Messerschmidt konnte Tilden sogar einen Satz abnehmen. Tilden siegte mit 7:5, 6:1, 4:6, 6:3. Das Doppelspiel zwischen Tilden-Barnes und Messerschrnidt-Becker holten sich die Amerikaner in vier Sätzen mit 3:6, 7:5, 6:3, 6:2.
Auch am zweiten Tage des Tilden-Gastspiels in Bad Ems hatten sich wieder zahlreiche Zuschauer eingefunden. In sämtlichen Wettbewerben waren diesmal die Amerikaner siegreich. Zuerst besiegte der junge Barnes den Frankfurter Messerschmidt, und dann war Tilden über den Wies
badener A. C. Becker, der unter einer Handverletzung litt, erfolgreich. Im abschließenden Doppel bezwangen Tilden-Barnes die deutsche Kombination Messerschrnidt-Becker leicht.
England Oavis-Pokal-Sieger 1932.
Frankreich,3:2 geschlagen.
Im Endspiel um den Davis-Coup ist England mit 3:2 Sieger geblieben. Im Doppel spielten für Frankreich Borotra-Brugnon gegen Hughes-Lee. Die Franzosen gewannen mit 6:3, 8:6, 6:2 ziemlich glatt.
In den Einzelspielen gelang es Eochet, den Engländer Austin mit 5:7, 6:4, 4:6, 6:4, 6:4 zu schlagen. Nach diesem mörderischen Spiel, das Frankreich den Gleichstand 2:2 gebracht hatte, siegte im letzten Einzel der Engländer Perry über den Franzosen Merlin mit 4:6, 8:6, 6:2, 7:5. England hat damit zum erstenmal seit sechs Jahren den Franzosen den wertvollen Davis-Preis entrissen.
Oie Wpenfahti gestartet.
Eine der bedeutendsten motorsportlichen Prüfungen, die V. Internationale Alpenfahrt, nahm am Montag in Meran mit der ersten Etappe über 409 Kilometer ihren Anfang. Die Tatsache, daß von den Veranstaltern ungewöhnlich hohe Durchschnittszeiten gewählt worden waren, brachte es mit sich, daß es hier bereits zahlreiche Ausfälle gab. Der in London ansässige Deutsche Klotz (Mercedes), sowie die Engländer Blackstone, Cooper, Oxley und Lt. Farlane, der Tscheche Huckel, der Wiener Zeeck und der Schweizer Pil- louck mußten bereits die Waffen strecken. Die deutschen Fahrer haben sich mit größter Wahrscheinlichkeit im Wettbewerb behauptet. Die genauen Ergebnisse der Etappe waren bei der schwierigen Punktwertung noch nicht zu erfahren.
Kurze Sportnotizen.
Beim Amerikaner-Sportfest in Düsseldorf blieb — wie in Los Angeles der
LlSA.-Regersprinter Metcalfe wieder knapp vor I o n a t h. Metcalfe siegt in 10,3 Sek. mit einem Meter Vorsprung.
*
Der Deutsche Fußball-Meister Fortuna Düsseldorf schlug in Saarbrücken den dortigen FV. vor 10 000 Zuschauern mit 7:4 (Halbzeit 6:3) Treffern.
Kurt Stöpel, der beste deutsche Tour de France-Fahrer, ist in Le Havre schwer gestürzt.
*
Scheller-Nürnberg konnte das schwere, über 335 Km. führende Straßenrennen Nürnberg- München-Nürnberg im Spurt nach 11:07,49 Std. vor Reichel-Leipzig, Weckerling-Magdeburg und Huschke-Berlin gewinnen.
*
Nurmi wird am 27. August und 3. September in Paris gegen den französischen Weltrekordläufer Ladoumegue über 1000 und 3000 Meter starten.
*
I n einem Kanu-Länderkampf zwischen Westdeutschland und Holland blieben die Westdeutschen in Amsterdam zum vierten Male mit 19:14 Punkten siegreich.
*
Bayerns Mannschaft für das Hitlerpokal- Endspiel am kommenden Sonntag in München steht wie folgt: Jakob: Haringer, Wendl: Leupold I, Goldbrunner, Oehm; Bergmeier, Krumm, Rohr, Lachner, Frank.
*
Gerhard Fieseler, der deutsche Kunstslugmeister, beteiligte sich kürzlich an einem internationalen Wettbewerb in Lyon. Der Aeroclub von Frankreich erkannte Fieseier jetzt den ersten Preis in Höhe von 40 000 Franken zu.
Steigende Koks- und Benzoterzeugung im deutschen Steintob!enbergbau.
Im Zusammenhang mit der günstigen Entwicklung von Förderung und Absatz in Kohle in den vergangenen Monaten hat sich auch die Erzeugung von Koks und Benzol im deutschen Steinkohlenbergbau im 1. Halbjahr 1933 ziemlich stetig aufwärts entwickelt. Besonders bemerkenswert scheint die Tatsache, daß die Benzolerzeugung eine erheblich stärkere Zunahme aufweist, als die Koksproduktion, was auf die höhere Ausbringung der Werke zurück- zusühren ist, die ihre Ursache in der Anwendung modernerer Arbeitsmethoden hat. Der Benzoladsatz zeigte im 1. Vierteljahr gegenüber der Vergkeichs- zcit 1932 infolge des Darniederliegens des Kraftverkehrs noch einen Rückgang, der im April einer Steigerung Platz machte. Das läßt den Erfolg der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen auch auf dem Gebiete der Benzolgewinnung erkennen, es zeigt sich hier aber auch die Auswirkung der von den Behörden geförderten Bevorzugung deutscher Produkte.
* Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 26. Iuli berechnete Indexziffer der Großhandelspreise stellt sich auf 94,2. Sie ist gegenüber der Vorwoche (94,0) um 0,2 Prozent gestiegen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 87,1 (+ 0,7 Proz.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 90,0 (— 0,3 Proz.), und industrielle Fertigwaren 113,2 (+ 0,2 Prozent), hiervon Produktionsmittel unv. 114,0, Konsumgüter 112,6 (+ 0,4 Prozent).
** D i e Belebung des Inland-Röh- rengeschäftes hält an. Die bereits in den vorigen Berichten des Röhren-Verbandes mitgeteilte Belebung des Röhrengeschäftes auf dem Inlandsmarkt hat auch im Monat Iuli angehalten, und zwar ist diese Besserung in allen vom Röhren-Derband vertriebenen Rohrsorten zu verzeichnen. Die Absatzverhältnisse auf den Auslandsmärkten sind uneinheitlich, während in den Kontinent-Ländern eine kleine Besserung gegenüber den Vormonaten nicht zu verkennen ist, liegen die Verkaufsmöglichkeiten in den Ickebersee- gebieten weiterhin schwierig.
* Philipp Holzmann AG., Frankfurt am Main. Die Gesellschaft wurde beauftragt, eine Teilkanalisierung der Stadt Saloniki durchzuführen, nachdem eine entsprechende Gesetzesvorlage angenommen worden ist. Die Inangriffnahme der Arbeiten wird jedoch infolge der notwendigen Vorbereitungen noch einige Zeit auf sich warten lassen. Durch den Auftrag, der einen Wert von etwa 300 000 RM. hat, werden auch Warenlieferungen aus Deutschland veranlaßt.
Frankfurter Abendbörse sehr still.
Frankfurt a. M., 31. Juli. An der Abendbörse setzte sich die Stagnation des Mittagsoerkehrs fort. Die Stimmung blieb allerdings weiter nicht unfreundlich. Infolge des nur sehr geringen Ordereingangs übte auch die Kulisse Zurückhaltung. Im Verlaufe ergab sich keine Veränderung: das Geschäft blieb anhaltend minimal, die Kurse kamen jedoch gegen den Berliner Schluß ziemlich behauptet zur Notiz, nur vereinzelt lagen sie 0,25 bis 0,50 v. H. darunter, so u. a.'Buderus Eisen, Gelsenkirchen, Schuckert und Reichsbahn-VA.
Am Renten markt lagen deutsche Anleihen behauptet, ebenso blieben Reichsschuldbuchsorderun- gen auf der ermäßigten Mittagsbasis von 78,75 bis 79 v. H. gehalten. Von Auslandsrenten wurden Unifiz. Türken mit 6,10 inkl. und 4 o. H. Zolltürken mit 5,05 inkl. unverändert notiert.
U. a. wurden folgende Kurse sestgestellt: Neubesitzanleihe 11,05, Altbesitzanleihe 77,65, 6 v. H. Stahl- oerein-Bonds 59,50, Reichsbahn-VÄ. 99,50, 4 v. H. Schutzgebietsanleihe von 1908 bis 1911 6,65, do. von 1913 bis 1914 6,75, Reichsbank 152,25, DD-Bänk 54,50, Dresdner Bank 45,25, Buderus Eisen 73, Gelsenkirchen 63, Phönix 37,50, Stahlverein 37,75, AEG. 21, Chade 161,50, Zement Heidelberg 81,75, Daimler 29,50, Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt 170, Conti Gummi 160.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 31. Iuli. Der liebergang vom alten ins neue Erntejahr wirkte sich an der heutigen Produktenbörse in einer sehr abwartenden Haltung aus. Indessen war neuer Roggen stärker angeboten und im Preis gegenüber der Vorwoche etwas niedriger. Altes Getreide war gleichfalls stark im Markt, fand aber kaum noch Interesse, zumal der Mehlaosatz bei den Mühlen sich nach wie vor nur auf die Deckung des notwendigsten Bedarfs beschränkt; indes waren die Forderungen für Roggen- und Weizenmehl um 0,25 bis 0,50 RM. je 100 Kilogramm ermäßigt. Am Futtermittelmarkt herrschte Gefchäftsstille bei leicht nachgebenden Preisen. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm in RM.): Weizen 192,50 Brief, Roggen neuer Ernte 161 bis 162,50, Wintergerste vierzeilig 152 bis 155, Hafer 155 Brief, Weizenmehl sudd. Spez. 0 mit Austauschweizen 29 bis 30, dto. ohne Austauschweizen 28 bis 29, Roggenmehl 0 bis 60prozentige Ausmahlung 23,50 bis 24, dto. südd. Spez. 0 25, Weizenkleie 7,80, Roggenkleie 8,25 bis 8,40, Sohaschrot ohne Monopolzuschlag 9,35. dto. mit 14,90, Palmkuchen ohne Monopolzuschlag 8,50, Erdnuhkuchen 10,40, Treber 13,50, Heu 4,50. Kartoffeln: Böhms allerfrüheste gelbe 1,70 bis 1,75 RM. per 50 Kilogramm bei Waggon- bezug einschl. Sack.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdtskont 4 v. H„ Lombardzinsfuß 5 o. H.
Franhun c. X> 1.
Berlin
Frankfurt a.Dl.
Berlin
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Oatum
29./. ।
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31.7.
Datum
29.7.
31.7.
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31.7.
6% Deunche Neidieanieihc o. Ut2i 6% cljem.7% Dl. Retchsanl. v. 1929 &'/i% Doung>AnIe!he von 1930 .. Deutsche AnI.-Ablös.^Lchutd ml>
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6% Ebern. 8% Hell. Bolksstaat 1929 (rüd’,af)lb. 102%) ...........
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Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe Serie! mltAuölos.-Rechten
6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bam Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
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Bauk-Llau.-Psandbriese .....
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6% ehem. 8% Pr. Landespfand briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
6% ehem. 7% Pr. LandeSpfand briesanstakt. Pfandbriefe R. U
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Siemens & Halske...........9
Lahmeyer L Co..............10
SuderuS ...................,
Deutsche Erdöl ............. 4
Gelsenkirchener..............0
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4% Oesterrelchische Goldrente...
4,20% Oesterreichische Silberrenie
4% Ungarische Goldrente .......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
AV.o/ hnn 1O1R
6% abgesi. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanletbe von 1911 4% Türkische Aagdadbahn-Anleihe (Serie I....................
Hoelch Eisen—KSln-Reuessen.. 0
Ille Bergbau ..............7
Ulte Bergbau Genüsse........7
Klbcknerwerke ...............0
Mannesniann-Röhreu ........ 0
Frankfurt a. 271.
Berlin
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Schluß- kurll
Schluß!. Abend- hörte
Schluß« kurs
Schlußk. Minag- börfe
28.Iuli
31 .Iuli
Amtliche Notierung
Amliiche Notierung
Geld | Brie'
Datum
29.7.
31.7.
28.7.
31.7.
Geld
25riel
Helsingsors.
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169,18 70,08 62,29 71,88 13,93 0,928 3,047 58,50 22,09
16,41 81,17 35,02 81,57 0,869 0,234 5,195 12,69
6,176
47,05
12,44
3,053
169,52
70,22
62,41
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13,97 0,932
3,053
58,62
22,13
16,45
81,33
35,10
81,73 0,871 0,236
5,205
12,71
Zauknolen
6,164 46,95
12,42
3,047
169,43
70,27 62,49 72,18 13,98 0,928
3,027
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6,176 47,05 12,44
3,053 169,77
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Rheinslohl ..................0
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28
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Budapest ...
Sofia.....
Holland ....
Otavl Minen ...............0
Kaliwerke Aschersleben........6
Kaliwerke Welleregeln........6
Kaliwerke Salzdetfurth.......9
3 G. Farben-Indusirte....... 7
Scheldeanstalt...............10
Goldschmidt ................0
Rütgerswerke ............... 0
................................
Philipp Hohmann...........0
Zementwerk Heidelberg ......4
Cememwerk Karlstadt.........0
Schultheis Payenhoser........0
Aku lAllgemetne Kunstseide) ... 0
Bemberg...................0
Zellstos« Waldhos ............0
Zellstoss Aschaffenburg .......0
Dessauer GaS...............7
Daimler Motoren............ 0
Deutsche Linoleum ..........0
Orenstein & Koppel ......... 0
Leonhard Tietz .............. e
Chade......................12
Gritzner...... .............
Mainkraftwerke Höchst a.M. ... 4
Süddeutscher Zuller .........e
Kopenhagen. Stockholm... London .....
Buenos Aires Reuyorl.... Brüssel.....
Italien.....
Paris.....
Schmelz.... Spanien.... Danzig....
Japan......
Rio de Jan. Jugoslawien
Lijsabon....
Berlin, 31.Iuli
Geld
Bries
Amerikanische Noten..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
Französische Noten...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Note«.................
Ungarische XeXl ................
2,98 58,34 62,23 13,94 16,38
169,01 22,02 70,10
72,01 80,99 34,83
3,00 58,58 62,47 14,00 16,44
169,69 22,10 70,38
72,29 81,31 34,97


