Ausgabe 
1.8.1933 Frühausgabe
 
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Gießener Turner kehren von Stuttgart zurück....

Eine über tausendköpfige Menge harrte gestern abend der Rückkehr der Gießener Turner aus Stutt­gart, die 18.45 Uhr im Sonderzug ankamen. Sicher­lich übervoll der Eindrücke von der gigantischen Heerschau deutschen Wesens, deutscher Straft und deutscher Einigkeit kehrten sie zurück, die Turnerin­nen und Turner, geschmückt mit dem schlichten Eichenkranz, braungebrannt während der heißen Tage aus dem Cannstatter Wasen, freudig erregt von dem herzlichen Empfang, der ihnen in ihrer Heimat­stadt zuteil wurde. Die Gießener Bürgerschaft bewies auch jetzt wieder, daß sie sich einig fühlt mit den Turnerinnen und Turnern, die den Namen der Stadt würdig vertraten und unter den vielen die im Wettbewerb standen, manchen hochachtbaren Sieg mit nach Hause brachten.

Der Turnverein 1846 hatte es sich sehr an­gelegen sein lassen, seine siegreichen Mitglieder und die Turnfestfahrer würdig zu empfangen. Ein ge­schlossener Zug marschierte zunächst von der Turn­halle am Oswaldsgarten nach dem Bahnhof, mit klingendem Spiel kehrte man wieder zurück und hatte nun die mit dem Eichenlaub geschmückten Sie­ger und Siegerinnen in der Mitte. Bielss Menschen säumten die Straßen, durch die sich der Zug der Turner bewegte. Die ehrwürdigen Fahnen wurden vorangetragen.

Sn der Turnhalle am Oswaldsgarten fand eine kurze Begrüßungsfeier statt, in der zu­nächst der Ehrenvorsitzende Tlniversitäts-Bureau- Direktor Erle die Turner und Stuttgartfahrer, sowie die Turner, die an der Feier teilnahmen, herzlich willkommen hieß. Er rief in begeisterten Worten die Erinnerung an das Turnfest von Köln wach, das den Gießener Turner Karl Reuter als den ersten Sieger sah, dem bei. seiner Heimkehr die Stadt Gießen und die Ein­wohnerschaft einen überaus herzlichen Empfang bereitet habe. Mit besonderem Stolz müsse es die Gießener Turner, insbesondere den Turn­verein 1846 erfüllen, daß Karl Reuter aus dem Verein hervorgegangen und im Verein groß­geworden sei. Ruch heute freue man sich wieder über seinen Sieg, der, wenn er auch nicht ein I Sieg habe sein können, dem Können des be­liebten Turners und dem Verein alle Ehre mache. Mit nicht weniger Freude gedenke man der Turner Schick und Herbert, der Turnerinnen Ria Philipp und Mathilde Koch, die eben­falls Siege erringen konnten, der Turnerin Irm­gard Hermann, des Schwimmers Fritz Wer­ner und des Seniors Franz Sauer. Ihnen galt das dreifacheGut-Heil!", in das alle lebhaft einstimmten. Nachdem der Ehren­vorsitzende noch kurz über die Bedeutung des Deutschen Turnfestes in nationaler Hinsicht ge­sprochen hatte, fanden seine Ausführungen mit dem gemeinsam gesungenen ersten Versen des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel-Liedes ihre. Abschluß.

Eine kurze Ansprache hielt auch der Vorsitzende der Gießener Turnerschaft, Rektor Kling. Auch er sprach von Köln, beglückwünschte die Sieger von Stuttgart als Vorsitzender der Gießener 'Turner­schaft, insbesondere aber im Namen des Männer- turnoereins Gießen, der sich in treuer Turnbrüderschaft immer mit dem Turnverein 1846 verbunden fühle. Die Erfolge von Stuttgart, die den Gießener Turnern beschieden gewesen seien, erfüll­ten alle mit herzlicher Freude. Man werde auch in Zukunft die Beziehungen weiter pflegen und viel­leicht komme der Tag, da sich die beiden Gießener Turnvereine zum Beispiel für andere Vereinigungen in unserer Stadt, zusammenschlössen, um in engster Zusammenarbeit dem Vaterlande zu dienen. Heute aber freue man sich, daß die gute Saat, die von den Aelteren gesät worden sei, so prächtig aufgegangen fei. Die Siege der Gießener Turner in Stuttgart mochten, so wünsche er, Beispiel für die Kommenden fein, damit, wenn die Gießener eines Tages in Breslau zum Turnfest antreten, wiederum der Ver­ein und die Stadt würdig vertreten feien.

In einer weiteren kurzen Ansprache schilderte der 1. Führer des Turnvereins 1846, Herr R e i n i n g, seine Eindrücke von Stuttgart, er wies auf die Ver­pflichtung hin, die auch fernerhin dem Verein für die Zukunft erwachse, er ehrte die Sieger von Stutt­gart und forderte dazu auf, sich einzureihen in den Dienst am Vaterland in zielbewußter Arbeit, wie sie bisher im Verein geleistet worden sei. Nach dem Hinweis auf das Turnfest 1938 in Breslau schloß er seine Ausführungen mit einemGut-Heil'" auf d'e zurückgekehrten Sieger und Siegerinnen.

Nachstehend seien noch kurz die Sieger und Sie­gerinnen angeführt, die sich unter stärkster Beteili­gung aus dem ganzen Reiche den Eichenkranz er­ringen konnten:

, 12-Kampf der Oberstufe : 24. Sieg Karl Reuter mit 197 Punkten; 41. Sieg Karl Schick, 180 Punkte; 47. Sieg Ludwig H e r b e r t mit 174 Punkten (1520 Teilnehmer, 1000 Sieger).

7 -- Kampf der Turnerinnen: 22. Sieg Ria Philipp, 117 Punkte; 29. Sieg Mathilde Koch, 110 Punkte. (1344 Teilnehmerinnen, 1042 Siegerinnen.) , , -

Volkstümlicher 4 - Kampf der

Frauen: 28. Sieg Irmgard Hermann, 65 Punkte. (960 Teilnehmerinnen, 708 Siegerinnen.) Mehrkampf im Schwimmen: 15. Sieg Fritz Werner mit 52 Punkten.

Streckentauchen: 3. Sieg Franz Sauer. Holzapfel (7Nlv. Gießen) Sechster im 15-Silometer- Slraßenlaufen.

Einen sehr beachtlichen Sieg konnte der MTVer Holzapfel in Stuttgart erzielen. -Unter 73 Mitbe­werbern errang er einen 6. Sieg im Straßen­laufen über die Strecke von 15 Kilometer. Er fügte sich damit in die Reihen der Besten ein.

Oie große internationale Frankfurter Regatta.

Abbruch am Samstag.

Die 42. Große internationale Ruderregatta in Frankfurt a. M. stand am ersten Tage unter einem ungünstigen Stern. Auf der zum ersten Male aus­probierten neuen Strecke auf dem Main bei Gries­heim herrschte den ganzen Tag übc starker Wel­lengang, der durch scharfen Gegenwind noch schlimmer wurde. Die Folge davon war, daß in fast allen Rennen die Boote voll Wasser sackten und untergingen oder zur Aufgabe gezwungen wurden. Von einem regulären Verlauf konnte man kaum noch sprechen. Schließlich entschloß sich die Dennleikung nach dem Hochschul-Vierer, die Veranstaltung abzubrechen. Im Doppel­zweier o. St. beendete der WSV. Godesberg allein das Rennen, die englische Mannschaft vom Pembroke College Cambridge sackte bald ab und mußte abgeschleppt werden. Beim Hochschul- Vierer lief das durchweg führende Boot der Amsterdamer Studentenvereinigung voll Wasser und gab auf, ebenso die Akad. RV. Frankfurt, die Uni. Frankfurt und Viktoria Danzig. Zum Großen Einer trat der Amerikaner Rutherford gar nicht erst an, so daß der Frankfurter Paul zu einem leichten Siege über den Breslauer Kirch­stein kam.

Glatter verlauf am Sonntag.

Der Haupttag der großen internationalen Ruderregatta auf dem Main lieh sich auch nicht besser an als der Samstag. Cs herrschte wieder starker Wellengang und ein steifer Gegenwind, so daß die Boote wieder viel Wasser aufnehmen mußten. Der Verlauf der einzelnen Rennen wurde dadurch allerdings kaum beeinflußt, wenn auch mehrere Boote nach dem Passieren des Ziels kenterten.

Am Vormittag wurde zunächst der am Vor­tage verunglückte Hochschul-Vierer ausgefahren, den die holländische Meistermannschaft von Re- reus-Amsterdam sicher gegen Viktoria Danzig gewann. Der Erste Vierer o. St. wurde von dem englischen Boot des Pembroke College Cambridge in 7:06 mit eineinhalb Längen gegen Arnicitia Mannheim klar gewonnen. Im Großen Einer muhte der Favorit Paul, Frankfurt, ausge­schlossen werden, da er am Start mit den übrigen Dooten mehrmals kollidierte. Der Sieg fiel hier an den Iunior Deutsch, Tangermünde, vor dem Hannoveraner Völz. Hart umkämpft war der Große Achter. Der Würzburger RV. sicherte sich bald einen genügenden Vorsprung und wies alle Angriffe der Gießener RG. und der Mainz- Kasteler RG. ab. Ueber die Erfolge der betei- tigten Gießener Vereine berichten wir noch.

Tilden in Bad (§ms.

Am ersten Tage des Tilden-Gastspiels in Bad Ems blieb im ersten Spiel der Amerikaner Bar­nes sicher gegen den Wiesbadener Becker mit 6:2, 6:0, 6:2 erfolgreich. Becker hatte allerdings sehr unter einer Verletzung zu leiden. Im zweiten Spiel leistete der Frankfurter Messerschmidt dem großen Tilden überraschend starken Widerstand. Messerschmidt konnte Tilden sogar einen Satz abnehmen. Tilden siegte mit 7:5, 6:1, 4:6, 6:3. Das Doppelspiel zwischen Tilden-Barnes und Messerschrnidt-Becker holten sich die Amerikaner in vier Sätzen mit 3:6, 7:5, 6:3, 6:2.

Auch am zweiten Tage des Tilden-Gastspiels in Bad Ems hatten sich wieder zahlreiche Zuschauer eingefunden. In sämtlichen Wettbewerben waren diesmal die Amerikaner siegreich. Zuerst besiegte der junge Barnes den Frankfurter Messer­schmidt, und dann war Tilden über den Wies­

badener A. C. Becker, der unter einer Handver­letzung litt, erfolgreich. Im abschließenden Doppel bezwangen Tilden-Barnes die deutsche Kom­bination Messerschrnidt-Becker leicht.

England Oavis-Pokal-Sieger 1932.

Frankreich,3:2 geschlagen.

Im Endspiel um den Davis-Coup ist England mit 3:2 Sieger geblieben. Im Doppel spielten für Frank­reich Borotra-Brugnon gegen Hughes-Lee. Die Fran­zosen gewannen mit 6:3, 8:6, 6:2 ziemlich glatt.

In den Einzelspielen gelang es Eochet, den Eng­länder Austin mit 5:7, 6:4, 4:6, 6:4, 6:4 zu schlagen. Nach diesem mörderischen Spiel, das Frankreich den Gleichstand 2:2 gebracht hatte, siegte im letzten Einzel der Engländer Perry über den Franzosen Merlin mit 4:6, 8:6, 6:2, 7:5. England hat damit zum ersten­mal seit sechs Jahren den Franzosen den wertvollen Davis-Preis entrissen.

Oie Wpenfahti gestartet.

Eine der bedeutendsten motorsportlichen Prü­fungen, die V. Internationale Alpenfahrt, nahm am Montag in Meran mit der ersten Etappe über 409 Kilometer ihren Anfang. Die Tatsache, daß von den Veranstaltern ungewöhnlich hohe Durchschnittszeiten gewählt worden waren, brachte es mit sich, daß es hier bereits zahlreiche Aus­fälle gab. Der in London ansässige Deutsche Klotz (Mercedes), sowie die Engländer Blackstone, Cooper, Oxley und Lt. Farlane, der Tscheche Huckel, der Wiener Zeeck und der Schweizer Pil- louck mußten bereits die Waffen strecken. Die deutschen Fahrer haben sich mit größter Wahr­scheinlichkeit im Wettbewerb behauptet. Die ge­nauen Ergebnisse der Etappe waren bei der schwierigen Punktwertung noch nicht zu erfahren.

Kurze Sportnotizen.

Beim Amerikaner-Sportfest in Düsseldorf blieb wie in Los Angeles der

LlSA.-Regersprinter Metcalfe wieder knapp vor I o n a t h. Metcalfe siegt in 10,3 Sek. mit einem Meter Vorsprung.

*

Der Deutsche Fußball-Meister For­tuna Düsseldorf schlug in Saarbrücken den dor­tigen FV. vor 10 000 Zuschauern mit 7:4 (Halb­zeit 6:3) Treffern.

Kurt Stöpel, der beste deutsche Tour de France-Fahrer, ist in Le Havre schwer gestürzt.

*

Scheller-Nürnberg konnte das schwere, über 335 Km. führende Straßenrennen Nürnberg- München-Nürnberg im Spurt nach 11:07,49 Std. vor Reichel-Leipzig, Weckerling-Magdeburg und Huschke-Berlin gewinnen.

*

Nurmi wird am 27. August und 3. Sep­tember in Paris gegen den französischen Weltrekord­läufer Ladoumegue über 1000 und 3000 Meter starten.

*

I n einem Kanu-Länderkampf zwischen Westdeutschland und Holland blieben die Westdeut­schen in Amsterdam zum vierten Male mit 19:14 Punkten siegreich.

*

Bayerns Mannschaft für das Hitlerpokal- Endspiel am kommenden Sonntag in München steht wie folgt: Jakob: Haringer, Wendl: Leupold I, Goldbrunner, Oehm; Bergmeier, Krumm, Rohr, Lachner, Frank.

*

Gerhard Fieseler, der deutsche Kunstslug­meister, beteiligte sich kürzlich an einem internatio­nalen Wettbewerb in Lyon. Der Aeroclub von Frankreich erkannte Fieseier jetzt den ersten Preis in Höhe von 40 000 Franken zu.

Steigende Koks- und Benzoterzeugung im deutschen Steintob!enbergbau.

Im Zusammenhang mit der günstigen Entwick­lung von Förderung und Absatz in Kohle in den vergangenen Monaten hat sich auch die Erzeugung von Koks und Benzol im deutschen Steinkohlenberg­bau im 1. Halbjahr 1933 ziemlich stetig aufwärts entwickelt. Besonders bemerkenswert scheint die Tat­sache, daß die Benzolerzeugung eine erheblich stärkere Zunahme aufweist, als die Koksproduktion, was auf die höhere Ausbringung der Werke zurück- zusühren ist, die ihre Ursache in der Anwendung modernerer Arbeitsmethoden hat. Der Benzoladsatz zeigte im 1. Vierteljahr gegenüber der Vergkeichs- zcit 1932 infolge des Darniederliegens des Kraft­verkehrs noch einen Rückgang, der im April einer Steigerung Platz machte. Das läßt den Erfolg der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen auch auf dem Ge­biete der Benzolgewinnung erkennen, es zeigt sich hier aber auch die Auswirkung der von den Behör­den geförderten Bevorzugung deutscher Produkte.

* Die Indexziffer der Großhan­delspreise. Die vom Statistischen Reichs­amt für den 26. Iuli berechnete Indexziffer der Großhandelspreise stellt sich auf 94,2. Sie ist ge­genüber der Vorwoche (94,0) um 0,2 Prozent ge­stiegen. Die Indexziffern der Hauptgruppen lau­ten: Agrarstoffe 87,1 (+ 0,7 Proz.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 90,0 ( 0,3 Proz.), und industrielle Fertigwaren 113,2 (+ 0,2 Prozent), hiervon Produktionsmittel unv. 114,0, Konsum­güter 112,6 (+ 0,4 Prozent).

** D i e Belebung des Inland-Röh- rengeschäftes hält an. Die bereits in den vorigen Berichten des Röhren-Verbandes mit­geteilte Belebung des Röhrengeschäftes auf dem Inlandsmarkt hat auch im Monat Iuli ange­halten, und zwar ist diese Besserung in allen vom Röhren-Derband vertriebenen Rohrsorten zu ver­zeichnen. Die Absatzverhältnisse auf den Aus­landsmärkten sind uneinheitlich, während in den Kontinent-Ländern eine kleine Besserung gegen­über den Vormonaten nicht zu verkennen ist, liegen die Verkaufsmöglichkeiten in den Ickebersee- gebieten weiterhin schwierig.

* Philipp Holzmann AG., Frankfurt am Main. Die Gesellschaft wurde beauftragt, eine Teilkanalisierung der Stadt Saloniki durchzuführen, nachdem eine entsprechende Gesetzesvorlage ange­nommen worden ist. Die Inangriffnahme der Ar­beiten wird jedoch infolge der notwendigen Vor­bereitungen noch einige Zeit auf sich warten lassen. Durch den Auftrag, der einen Wert von etwa 300 000 RM. hat, werden auch Warenlieferungen aus Deutschland veranlaßt.

Frankfurter Abendbörse sehr still.

Frankfurt a. M., 31. Juli. An der Abendbörse setzte sich die Stagnation des Mittagsoerkehrs fort. Die Stimmung blieb allerdings weiter nicht un­freundlich. Infolge des nur sehr geringen Order­eingangs übte auch die Kulisse Zurückhaltung. Im Verlaufe ergab sich keine Veränderung: das Geschäft blieb anhaltend minimal, die Kurse kamen jedoch gegen den Berliner Schluß ziemlich behauptet zur Notiz, nur vereinzelt lagen sie 0,25 bis 0,50 v. H. darunter, so u. a.'Buderus Eisen, Gelsenkirchen, Schuckert und Reichsbahn-VA.

Am Renten markt lagen deutsche Anleihen behauptet, ebenso blieben Reichsschuldbuchsorderun- gen auf der ermäßigten Mittagsbasis von 78,75 bis 79 v. H. gehalten. Von Auslandsrenten wurden Unifiz. Türken mit 6,10 inkl. und 4 o. H. Zolltürken mit 5,05 inkl. unverändert notiert.

U. a. wurden folgende Kurse sestgestellt: Neubesitz­anleihe 11,05, Altbesitzanleihe 77,65, 6 v. H. Stahl- oerein-Bonds 59,50, Reichsbahn-. 99,50, 4 v. H. Schutzgebietsanleihe von 1908 bis 1911 6,65, do. von 1913 bis 1914 6,75, Reichsbank 152,25, DD-Bänk 54,50, Dresdner Bank 45,25, Buderus Eisen 73, Gelsenkirchen 63, Phönix 37,50, Stahlverein 37,75, AEG. 21, Chade 161,50, Zement Heidelberg 81,75, Daimler 29,50, Deutsche Gold- und Silberscheide­anstalt 170, Conti Gummi 160.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 31. Iuli. Der liebergang vom alten ins neue Erntejahr wirkte sich an der heutigen Produktenbörse in einer sehr abwar­tenden Haltung aus. Indessen war neuer Roggen stärker angeboten und im Preis gegenüber der Vorwoche etwas niedriger. Altes Getreide war gleichfalls stark im Markt, fand aber kaum noch Interesse, zumal der Mehlaosatz bei den Mühlen sich nach wie vor nur auf die Deckung des not­wendigsten Bedarfs beschränkt; indes waren die Forderungen für Roggen- und Weizenmehl um 0,25 bis 0,50 RM. je 100 Kilogramm ermäßigt. Am Futtermittelmarkt herrschte Gefchäftsstille bei leicht nachgebenden Preisen. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm in RM.): Weizen 192,50 Brief, Roggen neuer Ernte 161 bis 162,50, Wintergerste vierzeilig 152 bis 155, Hafer 155 Brief, Weizenmehl sudd. Spez. 0 mit Austauschweizen 29 bis 30, dto. ohne Austauschweizen 28 bis 29, Roggenmehl 0 bis 60prozentige Ausmahlung 23,50 bis 24, dto. südd. Spez. 0 25, Weizenkleie 7,80, Roggenkleie 8,25 bis 8,40, Sohaschrot ohne Monopolzuschlag 9,35. dto. mit 14,90, Palmkuchen ohne Monopolzuschlag 8,50, Erdnuhkuchen 10,40, Treber 13,50, Heu 4,50. Kartoffeln: Böhms allerfrüheste gelbe 1,70 bis 1,75 RM. per 50 Kilogramm bei Waggon- bezug einschl. Sack.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdtskont 4 v. H Lombardzinsfuß 5 o. H.

Franhun c. X> 1.

Berlin

Frankfurt a.Dl.

Berlin

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Oatum

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Datum

29.7.

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28.7.

31.7.

6% Deunche Neidieanieihc o. Ut2i 6% cljem.7% Dl. Retchsanl. v. 1929 &'/i% Doung>AnIe!he von 1930 .. Deutsche AnI.-Ablös.^Lchutd ml>

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154

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DeSgl. ohne Auslos.-Rechte......

6% Ebern. 8% Hell. Bolksstaat 1929 (rüd,af)lb. 102%) ...........

Oberhellen Provinz.Anleihe ml Auslos.-Rechten ............

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Deutsche Komm. Sammelab l.An leihe Serie! mltAuölos.-Rechten

6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bam Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

6% ehem. 7% Franks. Ht,p.-Ban' Goldpse. 16 unkündbar bis 1936

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6y.% ehern. 4*/2% Rheinische Hvp.-Bank-Liqu.-Goldpse. ...

6% ehem. 8% Pr. Landespfand briesanstalt, Pfandbriefe R. 19

6% ehem. 7% Pr. LandeSpfand briesanstakt. Pfandbriefe R. U

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Rheinische Elektrizität ........6

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Siemens & Halske...........9

Lahmeyer L Co..............10

SuderuS ...................,

Deutsche Erdöl ............. 4

Gelsenkirchener..............0

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4% Oesterrelchische Goldrente...

4,20% Oesterreichische Silberrenie

4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

AV.o/ hnn 1O1R

6% abgesi. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanletbe von 1911 4% Türkische Aagdadbahn-Anleihe (Serie I....................

Hoelch EisenKSln-Reuessen.. 0

Ille Bergbau ..............7

Ulte Bergbau Genüsse........7

Klbcknerwerke ...............0

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Frankfurt a. 271.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

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28.Iuli

31 .Iuli

Amtliche Notierung

Amliiche Notierung

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Datum

29.7.

31.7.

28.7.

31.7.

Geld

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5,205

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Zauknolen

6,164 46,95

12,42

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3,027

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0,234 5,195 12,71

6,176 47,05 12,44

3,053 169,77

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Manrtelver Bergbau.........0

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Pbönir Bergbau.............0

Rhemilche Braunkohlen ......10

Rheinslohl ..................0

Bereinigte Stahlwerke........0

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125

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205,75

90,25

37,75

124,5

128

132

48,5

58,65

50,25

?

117,5

33,75

50

41,5

23

116

29,25

43,5

35,65

16

161

20,75

154,5

Budapest ...

Sofia.....

Holland ....

Otavl Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Welleregeln........6

Kaliwerke Salzdetfurth.......9

3 G. Farben-Indusirte....... 7

Scheldeanstalt...............10

Goldschmidt ................0

Rütgerswerke ............... 0

................................

Philipp Hohmann...........0

Zementwerk Heidelberg ......4

Cememwerk Karlstadt.........0

Schultheis Payenhoser........0

Aku lAllgemetne Kunstseide) ... 0

Bemberg...................0

Zellstos« Waldhos ............0

Zellstoss Aschaffenburg .......0

Dessauer GaS...............7

Daimler Motoren............ 0

Deutsche Linoleum ..........0

Orenstein & Koppel ......... 0

Leonhard Tietz .............. e

Chade......................12

Gritzner...... .............

Mainkraftwerke Höchst a.M. ... 4

Süddeutscher Zuller .........e

Kopenhagen. Stockholm... London .....

Buenos Aires Reuyorl.... Brüssel.....

Italien.....

Paris.....

Schmelz.... Spanien.... Danzig....

Japan......

Rio de Jan. Jugoslawien

Lijsabon....

Berlin, 31.Iuli

Geld

Bries

Amerikanische Noten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Note«.................

Ungarische XeXl ................

2,98 58,34 62,23 13,94 16,38

169,01 22,02 70,10

72,01 80,99 34,83

3,00 58,58 62,47 14,00 16,44

169,69 22,10 70,38

72,29 81,31 34,97