geschaltet wird, sobald das Flugzeug zur Rückenlage übergeht.
Das Segelflugzeug — Type Falke — nach dem verdienstvollen Förderer der Gießener Luftfahrt „G e h e i m r a t König" benannt, wird im Schlepp von D — 2249, Type Klemm L 25, Argus- motor AS 8 — 95 PS, von dem bekannten Gießener Seoelflieaer Fritz Schmidt geführt. Die Motormaschine lenkt Flugzeugführer Diedrichs. In einer Höhe von ungefähr 500 Meter wird das Segelflugzeug mit einer besonderen Ausklinkvorrichtung abgehängt, um, selbständig geworden, Flugfiguren auszuführen, langsam zur Erde gleiten und in unmittelbarer Nähe der Zuschauer eine Ziellandung zu madjen. Ein 2uf furnier zwischen Erbprinz zu S o l m s - Hohensolms-Lich und Fluglehrer Maier und in unmittelbarem Anschluß hieran ein
Gefchicklichkeitswettbewerb in Bodennähe wird sich den bisherigen Vorführungen anreihen. Die Flugzeugführer werden versuchen, eine ungefähr 1,50 Meter über dem Boden gespannte Schnur mit einem Teil des Flugzeuges zu berühren, sie zu zerreißen und dadurch ein Gewicht abzulösen,
das eine Zündmasse zur Explosion bringt, wodurch das Berühren der Schnur deutlich erkennbar wird. Diese Aufgabe ist sehr schwierig, weil sie in Bodennähe ausgeführt wird. Flugzeugführer Wieg- meyer- Braunfels (Kriegsflieger) wird aus 600 bis 800 Meter Höhe mit dem Fallschirm a b - springen und eine Ziellandung in der Mitte des Flugplatzes zeigen. Zum Schluß der Veranstaltung wird ein Fesselballon aus Flugzeugen mit Leuchtpistolen in Brand geschossen werden. Diese Aufgabe bedingt eine gute Zusammenarbeit zwischen Flugzeugführer und Schützen.
Schließlid) werden Fluggast - R u n d f l ll g e mit einer 3sitzigen Klernm-Sportmaschine stattfinden und die ausgelosten Freiflüge abgeflogen werden.
Mit Rücksicht auf den Charakter des Flugtages als Werbung für die Deutsche Luftfahrt im Rahmen der Reichs-Werbewoche wird für die reichhaltige Veranstaltung lediglich ein Unkostenbeitrag von 30 Pf. für Erwachsene und von 20 Pf. für Kinder erhoben. Dadurch ist jedem deutsch und vaterländisch Denkenden die Möglichkeit gegeben, die Veranstaltung zu besuchen und damit auch das Seinige zur Förderung der Deutschen Luftfahrt beizutragen.
Die Jagd im Juli.
Der Juni dieses Jahres hat dem Weidmann, der ihn freudig begrüßte als den Monat der Pürsch auf den roten Bock, schwere Sorge gebracht. Gleich dem Bauer, dem unablässiger Regen die Heuernte verdarb, blickt der Niederwildjäger wenig hoffnungsvoll auf die kommende diesjährige Hühner- und Fasanenjagd. Es ist damit zu rechnen, daß viel Jungwild, das gegen Nässe so empfindlich ist, der Witterung zum Opfer fiel, vor allem in Gemarkungen mit schweren Böden. Andererseits mag auch durch die späte Mahd vielleicht das eine oder andere Gelege vor dem Vermähen bewahrt geblieben sein.
Gegen Ende Juli und zu Anfang August erreicht die Jagd auf den R e h b o ck ihren Höhepunkt. Um so schwieriger ist es meist, zu Beginn des Monats einen Bock zu strecken. Das Rehwild steht in der Feiste, in der alles Wild weniger um sich geht, findet überall Aesung und steht zudem vielfach gar nicht im Wald, sondern im Getreide, um von dort ganz unregelmäßig und kurz auf den nächsten Kleeacker auf die Aesung zu treten. Wenn aber in der zweiten Hälfte des Monats die Sense klingt und die Ernte beginnt, dann setzt die Brunft ein, und um so leichter wird bann der Weidmann, wenn das Wild viel auf den Läufen ist, guten Anblick und Erfolg haben.
Der Rothirsch, der keine Schußzeit hat, hat den Aufbau seines neuen Geweihes bald vollendet und beginnt gegen Monatsende mit dem Fegen. Beim Damhirsch dauert es damit noch etwas länger. Ricken und Tiere führen ihre Kälber. Hauptaufgabe des Jagdschutzes ist daher, gerade jetzt alle Unruhe aus den Einständen unseres Wildes fernzuhalten.
Im Schwarzwildrevier führen die Bachen ihre Frischlinge. Der Abschuß führender Dachen ist in Preußen strafbar und sollte in anderen Ländern durch das weidmännische Gefühl des Jägers verboten fein!
Am 16. Juli beginnt in fast allen deutschen Län
dern die Entenjagd wieder. Meist werden die Jungenten um diese Zeit flugbar sein und lohnen bann bie Jaab. Nach Wochen bes Nichtstuns bekommt bann Der brave Hunb roieber Arbeit, wenn er im Schilfe ftöbernb bie Enten hochmacht ober bie geschossenen Breitschnäbel stolz herausholt aus Wasser unb Röhricht. Die Wasserjagb strengt ben Hunb, vor allem nach ber Ruhezeit, sehr stark an; bas sollte (ein Herr nie vergessen. Wer es oermeiben kann, schieße keine Mutterente. Unsere Entende- [tänbe gehen an sich schon zurück. Drum schone man Die braven Legerinnen, zumal bie Erpel doch weit in ber Mehrzahl vorhanben finb. Dem Jungjäger sei geraten, bie Enten sofort auszuziehen, ba sie bei warmem Wetter sehr rasch anbrüchig werden. Die alten Erpel finb in ber Mauser unb flugunfähig, wenn ber Feberwechsel bie Schwingen erfaßte. Gewandt brücken sie sich vor bem Hunb unb zeigen häufig nur bie Schnabelspitze über Wasser, wenn sie offene Stellen burchrinnen. Daher macht ihr Abschuß mehr Mühe, aber beswegen auch befonbere Freube.
Auch an biefer Stelle sei noch einmal desonbers auf bie Bekanntmachung bes Kreisamtes Gießen hin- geroiefen, bie bas Verbot bes Schrotfchufses auf ben Rehbock in Erinnerung bringt. Es ist ja bekannt, baß früher gerabe in ber Blattzeit gern mit Schrot geschossen würbe, obwohl gerabe bann ber Bock eine besonbers starke Lebensenergie besitzt unb vielfach krank geschossen abgeht. Die weibgerechte Jägerei wirb ihrerseits barüber wachen helfen, baß ben zum Schutze unserer Wilbstänbe unter ihrer Mithilfe geschaffenen Gesetzen Beachtung geschenkt wirb. In wibergesetzlicher Weise erlegtes Wilb ist beschlagnahmefähig. Hänbler, Gasthausbesitzer ober Private, bie mit Schrot geschossenes Rehwilb abnehmen, setzen sich ber Gefahr ber Beschlagnahmung aus, zumal bie Aufsichtsorgane zu einer strengeren Kontrolle angehalten finb. Hubertus.
O.Jlxfpott
Schwimm-Städie-Weitkampf Bonn—Kassel—Wiesbaden—Gießen.
Der Gießener Schwimmverein wirb, wie bereits berichtet würbe, aus Anlaß seines zehnjährigen Bestehens, am morgigen Sonntag in ber Müllerfchen Badeanstalt eine größere schwimmsportliche Veranstaltung abwickeln. Als Gegner hat er sich dazu Vereinsmannschaften aus den Städten Bonn, Kassel und Wiesbaden verpflichtet. Die Stärke dieser Vereine ist in Schwimmkreisen hinreichend bekannt. Durch bie Ausschreibung von Staffel- unb Sprungwettbewerben wirb besonbers guter Sport geboten werben, weil
bie gesamten Lvettkampsmannschaften ber teil' nehmenben Bereite beschäftigt
unb bamit hohe Anforberungen an bas Können der einzelnen Schwimmer gestellt werden. Der Gießener Schwimmverein hat es durchgesetzt, trotz dem in den letzten Wochen für das Training im freien Wasser verhältnismäßig schlechten Wetter, seine Kamps- mannschaft vollzählig an ben Start zu bringen. Darunter werben wir zum großen Teil bie bekann
ten Schwimmer aus früheren Zeiten sehen, bie immer noch sehr auf ber Höhe finb; bie jungen Kräfte des Gießener Schwimmvereins werben eine wirksame Stütze ber Gesamtmannschaft barstellen.
In ben Staffel Wettbewerben sind eine große Lagenstaffel, eine große Bruststaffel, eine große Kraulfchwellstaffel unb zwei kleine Staffeln vorgesehen. Eine Voraussage über ben vermutliches Sieger biefer Wettbewerbe ist schwer zu treffen. Die auswärtigen Schwimmer finb bekannt als leistungsfähige Sportler unb es ist nicht abzufehen, inwieweit sie ben Gießener Vertretern über- ober unterlegen fein werben.
Ausschlaggebenb wirb dabei fein, wer bie ausgeglichensten Mannschaften an ben Start bringt.
Gießen hat ohne Zweifel außer feiner wettkampf- ireubigen Mannschaft ben Vorteil ber eigenen, bekannten Schwimmbahn. Dennoch bedarf es sicherlich einer großen Anstrengung, um bie gegnerischen Mannschaften abzufertigen.
In den Sprung Wettbewerben vertritt der junge, in bester Form befindliche Max Schüler die Gießener Farben. Seine Leistungen sind bis jetzt Jo, daß man allgemein mit seinem Sieg rechnet. Allerdings kann auch hier eine Ueberraschung eintreten, weil bie Kräfte ber übrigen Vereine wenig bekannt finb.
Eine besondere Rote erhält die Veranstaltung durch die Teilnahme des in ganz Deutschland bekannten Meisters im Kunst- und Turmspringen, Hein; Blumanns, Köln.
Man wird von ihm technisch einwandfreie unb vor allem schwierige Sprünge zu sehen bekommen. Außerdem wird an bem von Plurnanns bestrittenen Schauspringen eine Vertreterin ber Damen, Loste Müller- Bonn, teilnehmen. Die notwendigen Rahmenkämpfe werden von Damen aus Bonn unb Gießen unb ben Jugendschwimmern bes Gießener Schwimmvereins bestritten werben. Zum Abschluß der Veranstaltung ist bie Austragung von vier Was- ferballspielen vorgesehen.
2Rai>fporf=(3omtnerfeff in Aßlar.
In biefen Tagen hielt ber Gau Lahn im Bunb Deutscher Rabfahrer sein biesjähriges Sommer- fest, oerbunben mit bem 20jährigen Stiftungsfest bes Rabfahrervereins „Schwalbe" Aßlar in Aßlar ab. Am Samstagabenb fanb ein Kommers statt. Nach ber Begrüßungsansprache bes Vorsitzenben
Wenzel vom dortigen Verein ergriff Gauvorfit- zküder Bellinaer (Alsfeld) das Wort zu einer längeren Rede. Anschließend erfolgte die Uebergabe bes ©aubannersjoroie bie Ueberreidjnng von Ehrengaben zum Jubiläum. Den übrigen Teil des Abenbr füllten rabfportliche unb turnerische Darbietungen sowie Gesangsvorträge der ansässigen Vereine aus.
Der Sonntag galt den Wettbewerben im Saal- fahren. Die Konkurrenzen zeitigten folgendes Ergebnis:
Jugendradball: 1. RV. „Schwalbe" Aßlar; 2. RV. 1900 Wiesest; 3. RV. „Germania" Gießen.
2er-Radball B: 1. RV. „Schwalbe" Aßlar; 2. RV. „Germania" Gießen.
2er-Radball A: 1. RV. „Germania" Gießen; 2. RV. 1885 Gießen; 3. RV. 1885 Gießen.
3er-Radball: 1. RV. „Germania" Gießen; 2. RV. 1885 Gießen.
ler-Kun ft fahren: 1. Walter Gödel, Niedergirmes; 2. K. Haas, „Germania" Gießen.
2 e r - K u n st f a h r e n : 1. Deibel-Von-Eiff, 1885 Gießen; 2. Haas-Nohl, „Germania" Gießen.
6 e r - K u n st f a h r e n : 1. RV. 1885 Gießen. 6er-Schulreigen: 1 RV. 1885 Gießen; 2.
RV. 1900 Wiesest; 3. RV. Niedergirmes.
6er-Jugendreigen: 1. RV. Wiesest; 2. RV. Wiesest.
Korso Kl. A: RV. 1885 Gießen; Kl. B: RV. 1890 Alsfeld; Jugend: RV. Weilburg.
Wirtschaft.
Wochenbericht
vom frankfurter Vroduktenmarkt.
Der Gesteidemarkt wies in der abgelaufenen Berichtszeit eine ruhigere Gesamttendenz auf. Kurz vor der neuen Ernte wird erfahrungsgemäß wenig altes Getreide umgesetzt, zumal wenn bie Bebarfsnach- frage an unb für sich nur spärlich fließt unb bie allgemeine Versorgungslage als hinreichenb angesehen wirb. Der Hanbel mit neuer Ernte ist vorläufig untersagt.
In Weizen herrschte in ben letzten Tagen außer- orbentliche Geschäftsstille, bie ben Preis um nahezu 2 Mark zurückgehen ließ. Anregungen vorn Mehlmarkt fehlen weiterhin, boch boten anbererfeits bie gut behaupteten Futterweizenpreise unb bie erneute Befestigung ber Weizenexportscheine eine gewisse Stütze. Die Woche schloß mit 205 Mark per Tonne.
Soweit Interesse bei ben Mühlen für Roggen noch bestaub, erstreckte sich biefes auf greifbare Partien. Roggen zog um 1,50 Mark auf 175 Mark per Tonne an.
Im Meh 1 geschäft blieb es sehr ruhig. Roggenmehl florierte etwas besser, währenb bas Weizenmehlgeschäft fast völlig stockte. Die Preise für Weizenmehl gaben um 30 Pf. per 100 Kilogramm nach, bagegen konnte Roggenmehl feinen Preisstanb anfangs ber Woche gut halten. Die Befestigung ber Brotgetreibepreife veranlaßten auch bie sübbeutschen Mühlen zu einer Erhöhung ber Preise um je 25 Pf. per 100 Kilogramm. Weizenmehl fübb. Spezial 0 mit Austauschweizen unb bito nieberrhein. notierte 30 bis 31,25 Mark, unb Roggenmehl 23,75 bis 25,25 Mark.
Das Haferangebot vom Lande hat nachgelassen, der Konsum deckt sich auch nur mit geringen Mengen ein. Der Preis blieb mit 152,50 bis 155 Mark unverändert. Am Gerftenmarkt war das Geschäft sehr stell. Mit Interesse erwartete man bie Aufnahme ber Notierung für Wintergerste.
Am Futtermittelmarkt hat bie freunblidje Stimmung angehalten, boch würbe bas Geschäft ruhiger. Die Preisbewegung hat, abgesehen von einzelnen Artikeln, bie noch um etwa 25 Pf. je 100 Kilogramm angezogen, keine weitere Fortschritte gemacht. Weizenkleie 8,50, Roggenkleie 9 bis 9,10, Soyaschrot 13,40 Brief, Treber 12 bis 12,25 Mark per 100 Kilogramm.
In Weizen- und Roggen st roh, gebündelt sowie drahtgepreßt, war das Geschäft äußerst ruhig, nur Heu konnte im Zusammenhang mit der Ernteverzögerung durch die anhaltenden Regenschauer um 50 Pf. anziehen. Die Woche schloß mit folgenden Notierungen: Weizen- und Roggenstroh drahtgepreht 2,60 bis 2,80, bito gebünbelt 2,20 Mark unb Heu 5 Mark per 100 Kilogramm. /
Wochenbericht vom frankfurter Gchlacktviebmarkt. Arn Frankfurter Schlachtviehmarkt herrschte in dieser Woche ruhiges Geschäft. In den einzelnen Viehgattungen, in denen bie Zufuhren verschiebent- lich geringer als in ber Vorwoche waren, ergab sich etwas besseres Geschäft bei allerbings nicht nennenswerten Preisveränberungen. Die große Zurückhaltung bes Konsums, bie in ben Sommermonaten stärker zu beobachten ist, ist auf ben Mehrverbrauch van neuem Gemüse zurückzuführen.
Der Rinbermarkt war mit 1452 Stück gegenüber 1554 Stück in der Vorwoche schwächer beschickt. Die Preise bewegten sich auf der Höhe der poran- gegangenen Berichtszeit. Bei schleppendem Handel wurde ber Markt nahezu ausverkauft. Es notierten: Ochsen al) 29 bis 32, a2) 25 bis 28, bl) 22 bis 24. Bullen a) 26 bis 30, b) 21 bis 25. Kühe a) 24 bis 27, b) 20 bis 23, c) 16 bis 19, d) 12 bis 15. Färsen a) 29 bis 32, b) 25 bis 28, c) 22 bis 24.
Am Kälbermarkt verlief bas Geschäft schlecht, bie erhöhten Auftriebsziffern mit 1526 Stück gegen 1419 Stück veranlaßten bie Käufer sich nur mit bem Notwenbigsten einzubecken; Die Preise gaben von 1 bis 2 Reichsmark nach. Der Markt würbe bei ruhigem Geschäft geräumt. Kälber a) 37 bis 40, b) 33 bis 36, c) 26 bis 32.
Die Beschickung bes Schafmarktes war mit 186 Stück um 29 Stück größer unb bei weichenden Preisen wurde auch hier ber Markt geräumt. Die Preise stellten sich wie folgt: Schafe al) Weidemaft 25 bis 28, a2) Stallmast gestrichen, b) mittlere 20 bis 24.
Der Schweine markt war annähernd gleist; stark wie ber vorwöchentliche beschickt. (4746 Stück gegen 4701 Stück in be*r oorangegangenen HLoche.) Bei ruhigem, später sogar abflauenbem unb schlep- penbem Handel würbe ber Markt nahezu ausverkauft. Die Preise senkten sich um 1 bis 2 Reichsmark. Die Wache schloß zu folgenden Notierungen: Schweine a) gestrichen, b) 33 bis 35, c) 33 bis 36, d) 32 bis 35, e, f, g) gestrichen.
*
* Der Reichsbund ber Bücherrevisoren unb Wirtschaftsprüfer e. V., Sitz Lübeck, hielt am 23. unb 24. Juni 1933 seine bies- jährige Reichstagung in Köln ab, bie aus allen Teilen Deutschlanbs überaus zahlreich besucht war.
Aus ber Fülle ber einzelnen Programmpunkte oerbient hervorgehoben zu werben: Die Aenberung der Bunbesftaluten nach ben Richtlinien ber Regierung sowie bie Schaffung einer Gebührenorbnung. Auch nahm bie Versammlung zu bem von ber vorigen Regierung ins Leben gerufenen Stand ber „öffentlich bestellten Wirtschaftsprüfer" Stellung. Diese Institution würbe als ein Ueberbleibfel ber gewesenen Regierung bezeichnet, bie eine Diffamierung fast ber gesamten Kollegenschaft barfteüe und bah er schleunigst beseitigt werben müsse. An bie zuständigen Regierungsstellen wurden entsprechende Telegramme abgefanbt.
frankfurter Abendbörse geschästslos.
Frankfurt a. M.. 30. Juni. Die Abendbörse war fast geschäfb wobei die Erwartung eines Vorgehens der EwlSstandardländer mitgewirkt haben mag. Am Aktien- wie am Renten- markt zeigte sich gegen den Berliner Schluß nur geringe Veränderungen, IG.-Farben waren 0,13 Prozent niedriger, dagegen Aku auf höhere Amsterdamer Votierung mit plus 1,5 Proz. recht- fest. Am Rentenmarkt wurden Altbesih 0,5Proz. schwächer notiert, Veubesih und Schutzgebiete nannte man im freien Markt etwa 0,10 Proz. niedriger. Aeubesih 10,75, Altbesitz 73,50, Bank für Vrauindustrie 90, Gelsenkirchen 57,50, Buderus 73,25, Harpener 96, Mannesmann 64, Rheinstahl 91,50, Aku 40,25, AEG. 23,25, Conti Gummi 156, Deutsche Linoleum 47, JG7-Farben 128,63, Siemens 159,25, Hapag 15,25 bis 15.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Diehlnter ben Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o H.
Franksuri a. Dl.
Berlin
Schluß» kurs
Schlußk. Abend» börse
Schluß» kurs
Schlußk. Mittag» börse
Oatum
29-6.
30.6
29.6.
30.6.
6% Deutsche Retch-anielhe v. 1921
84,25
84,25
84,13
84,4
6% c^em.7% Dl. Reichsanl. v. 1929
90,15
90,13
90
90
6%% Doung-Anleihe von 1930 ..
Deutiche Anl.-Ablös.-Schuld mi1
77,75
77
78
77,5
74,9
11.05
73,5
10,75
75,13
11,15
74
10,8
Tesgl. ohne Auslos.-Rechte......
6% ehem. 8% Hess. Bolksstaat 1929
(rückzahlb. 102%) ............
_
74
74
74
Lberheften Provinz > Anleihe mit
AuSlos.-Rechten ............
6% Heft. Landesbank Darm stad!
—
65,25
—
—
Gold R. 12........
y
80,75
67i% Heft. Landes Hypotheken, bank Darmstadt Ciqul .
84
83,75
_
Deutsche Komm. Sammelab l.An
leche Eeriei mit «uslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Ban!
68
67,5
68,25
67
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hhp.-Bam
—
80,75
—
—
Goldpse. 16 unkündbar bis 1936
_
_
67i% ehem. V/i% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Pfandoriefe .....
82,75
83,75
67i% ehem. 47i% Rheinische
Hyp.-Bank-Ltqu.^oldpfe. ...
6% ehem. 8% Pr. LandeLVsand
83
83,65
-
—
briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand
82
82
—
82
briesanstalt. Pfandbriefe R. 1<
Verrechnungskurs
82,25
86
82
86
86
86
4% Oesterretchlsche Goldrente...
16.7,
^es'erreichllche Silberrente 4% Ungarische Goldrente ..
6,13
5,6
6
5,6
1,13
6,25
5 9
1,1
6,1
5,7
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 47i% desgl. von 1913.....
5,5
11,25
5,5
12
5,65
11,3
6
6% (Wßell. Goldmcxikaner von 99
4% Duritlkbe Zollanleihe von 1911 Bagdadbahn-Anleih-
6,1
6,15
6^
6,05
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß» kurs
Schlußk. Abend» börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
29-6
30.6.
29-6.
30.6.
4% desgl. Gerte 11............
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4!4%Rumän.vereinh.Rentev.l913 1% Rumänische vereinh. Rente ..
8%% Anatolier ..............
Hamburg-Amerika-Pakel .....i
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Hansa Dampfschiff...........0
Norddeutscher Llohd .........0
A.G. für Verkehrswesen Aki. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft.... 4
Commerz, und Privat-Bank... 0 Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................(
Dresdner Bank..............0
Reichsbank .................i
A.E.G.................... ,
Elektr. LicferungSgesellfchaft ... f>
Licht und Kraft .............e
Felten & Guilleaume ........(
Gesellschaft für Elektrische Unter.
nehmungen............... <
Rheinische Elektrizität ........6
Schuckert & (So..............o
Siemens & Halske...........-
Lahmeper L Co..............io
Buderus ...................>
Deutsche Erdöl .............s
Gelsenkirchener..............o
Harpener...................o
Hoesch Eisen—Köln-Neueften.. o
Ilse Bergbau ............... 7
Ilse Bergbau Genüsse........7
Klöcknerwerke ...............0
ManneSmann-Röhre»........k>
6,05 5,65
4,55
27,8
16
17,25
44,5 91
50,25
57
46
143,25
23,75
87
104,5
54
89,5
98
106,5
122,5
115
58,5 96
159
115,5
64.75
6,15 5,65 9,75
4,6
15
16,5
43 90,75 50,25
57
46 143,75
23,25 86,5
106,5
89,5
97,5
107
159,25
123
73,25 115
57,5
96
159
115
54,5
64
6,13
9,9 4,6
28
16,25
22,5 17,25
45
91
50,75
57 46
144
24
87,5 105,5 53,13
90
106,75 159,5
123,25
73,75
115,25
58,5
96,75
65,75
159
114,25
53,13
65
6,3
9,9
4,6
27,1
15,4
22,25
16,9
42,5
91
50,75
57
46
144,9
23,25
87
107,5
53
89,5
106,9
159,75
123,5
72,75
113,5
57,25
96
64,75
158
113,5
54,75
63.9
Frantsuri a. Dl.
Berlin
Gchluß» kurs
Schlußk. Abend» börse
Schluß« kurs
Schlußk. Mmag» börfe
Oatum
29.6.
30.6.
29.6.
30.6.
Mansselder Bergbau.....
... 0
23
22,5
22
21,65
Kokswerke .............
... 0
79,25
79.5
Phönix Bergbau.........
... 0
35,5
35
35,75
34.75
Rheinische Braunkohlen ..
...10
209,5
209
209,5
207.75
Rhetnstahl............
... n
91,5
91,5
91,5
91,75
Bereinigte Stahlwerke....
... 0
35,5
34'5
35,13
34,5
Otavi Minen ...........
... 0
17
16.5
16,9
16,5
Kaliwerke Aschersleben....
... 6
128
128,75
128,5
129
Kaliwerke Westeregeln....
... 6
'29,5
130
129,5
129
Kaliwerke Salzdetfurth ...
... f
171
171
170,65
I ®. ffarben-Industrte ...
... ?
129
128,65
130
128,75
Scheideansiakt...........
...10
170
172
Goldschmidt ............
... 0
48,25
48
48,4
47,75
RülgerSwerke...........
... 0
60,5
60,25
60,5
60,25
Metällgesellschast.........
59,25
59
60
Philivv Holzmann.......
Zementwerk Heidelberg ..
Cementwerk Karlstadt.....
... 0
57,25
57
57,25
56,5
:::i
80,5
79
-
-
Schultheis Patzenhofer....
... 0
_
_
118,75
118,75
Aku (Allgemeine Kunstseide)
... 0
39,5
40,25
40
38,75
Bemberg...............
... 0
51,25
51,25
51
51,25
Zellstoff Waldhof .........
... 0
44,25
43
43,5
43
Zellstoff Aschaffenburg ....
... 0
20,5
20,4
21
21,25
Dessauer GaS ............
... 7
—-
—
112,5
110,5
Daimler Motoren.........
... 0
9,75
29,5
29,75
29,75
Deutsche Linoleum .......
... 0
47
47,75
47
Orenstein & Koppel .......
... 0
—
44,25
43,25
Leonhard Tietz...........
... c
18
18
18,25
18
Cha de...................
...12
182,5
183,5
182,5
183,25
Grttzner.................
... Ol
25
23,75
- 1
Mainkraftwerke Höchst a.M.
... 41
62,25
63,5
-
__
Süddeutscher Zucker ......
... J
152,5
150,4 1
15? J
151
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2TL
29-Juni
30-Juni
Amtliche Dotierung
Amtliche Dotierung
(Selb
| Brie,
Geld
Briet
Hclsingsor».
6,324
6,336 -
6,304
6,316
Wien......
46,95
47,05
46,95
47,05
Prag......
12,54
12,56
12,54
12,56
Budapest ..
—
—
—
—
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ...
169,33
169,67
169,33
169,67
OSIo......
71,83
71,97
71,53
71,67
Kopenhagen.
63,84
63,96
63,54
63,66
Stockholm..
73,63
73,77
73.28
73,42
London.....
14,305
14,345
14,235
14,275
Buenos Atre
0,928
0,932
0,928
0,932
Neuyork....
3,262
3,268
3,322
3,328
Brüssel ....
58,94
59,06
58,94
59,06
Italien.....
22,23
22,27
22,23
22,27
Paris.....
16,59
16,63
16,58
16.62
Schweiz ...
81,32
81,48
81,32
81,48
Spanten....
35,36
35,44
35,26
35,34
Danzig....
82,22
82,38
82,22
82,38
Japan.....
0,894
0,896
0,894
0,896
Rio de Ian.
0,229
0,231
0,229
0,231
Jugoslawien
5,195
5,205
5,195
5,205
Lissabon...
13,03
13,05
12,99
13,01
Banknoten.
Berlin, 30.Juni
Neid
Bries
Amerikanische Noten..............
3,285
3,305
Belgische Noten..................
58,78
59,02
Dänische Noten .................
63,22
63,48
Englische Noten .................
14,195
14,255
Französische Noten...............
16,54
168,96
16,60
169,64
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
22,11
71,36
22,19
71,64
Deutsch Oesterreich, t 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
—
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten
73,10
81,14
35,13
73,40
81,46
35,27
Spanische Noten..........„i,.,.
Ungarische Note» ................


