Ausgabe 
1.7.1933 Erstes Blatt
 
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Flugzugbaucs, der Lerkehrsstiegerei und der Sport- fliegerei anzuerkennen. Ein Blick in die Weltrekord­liste zeige, daß Deutschland nicht abseits stand.

3m Rahmen von Versailles sei mehr geleistet worden, als man je für möglich gehalten habe.

Dabei dürfe die deutsche Segelflugbewegung nicht vergessen werden. Segelfliegerei sei so alt wie der Kampf um die vaterländische Erneuerung. Ja, sie sei ein Grundpfeiler des nationalen Gedankens ge­wesen. Opferbereite deutsche Jugend habe sich zu großen Erfolgen durchgerungen. Unter großen Ent­behrungen seren die ersten Flüge auf der Wasser­kuppe durchgeführt worden. Die Segelfliegerei habe die Worte am Denkmal auf der Wasserkuppe wahr werden lassen:

Wir toten Flieger, Wir blieben Sieger Durch uns allein! Volk, fliege du wieder Und du wirst Sieger Durch dich allein!

Wissenschaft, Werkstatt und praktisches Fliegen haben sich gegenseitig unterstützt und zu Erfolgen geführt, die einzigartig in der Welt seien.

Der Segelfiug fei, das habe jeder Flieger langst erkannt, eine wertvolle Ergänzung der ZUotot- fliegerel.

Die Gefahr, die Deutschland von feiten fremder Luftfahrt bedrohe, sei ungeheuer. Frankreich rechne im Ernstfälle mit 4500 kriegsfähigen Flugzeugen. Belgien habe 300 Flugzeuge, Polen und die Tscheche! zusammen 1700. 6500 Flugzeuge könnten innerhalb kürzester Zeit auf einmal zum Einsatz kommen. Dieser Angriffswaffe sei Deutschland völlig wehrlos ausgeliefert. Unter diesen 6500 Flugzeugen seien 1700 Bombenschlepper, die auf einmal 490 000 kg Bomben über Deutschland abwerfen könnten. So sehe die wahre Luftgefahr aus. Eines sei angesichts dieser Tatsachen allen klar: Wenn in Genf keine Entscheidung falle, werde unsere Regierung, gestutzt auf die Einmütigkeit des Volkes, Mittel und Wege finden, das Vaterland vor dieser Gefahr zu schützen. Sofort sei dieses Ziel nicht zu erreichen, was aber sofort einsetzen müsse, das sei unsere Arbeit, die Arbeit aller Flugkameraden. Sie müßten die Frei­heit des deutschen Luftraumes erkämpfen. Es sei Pflicht der alten und der jungen Fliegergeneration, alle Kräfte einzusetzen und jeden zu werben, der dem fliegerischen Vorwärtskommen dienen könne. Nicht jeder könne aktiver Flieger sein, aber jeder müsse wissen, was die deutsche Fliegerei für unsere Zukunft bedeute. Nach einem Ausspruch des Führers der deutschen Luftfahrt Ministerpräsident Göring müsse

Deutschland ein Volk von Fliegern! werden. Die Ansprache wurde mit stärkstem Bei­fall ausgenommen. Mit dem Abbrennen eines mäch­tigen Biwakfeuers und dem Gesang des Horst- Wessel-Liedes fand die Veranstaltung ihren Abschluß.

Aus öer provinzialbouptstaiN

Die beste Viebverwertung.

Der Oberhessische Viehhändler-Der- eine. V., Sitz Gießen (Gau 4 des Reichsoerbandes der nationalen Viehhändler Deutschlands), bittet uns durch feinen Vorsitzenden, Herrn Kreiling- Heuchelheim, um Veröffentlichung folgender Zu­schrift:

Wenn der deutsche Bauer vor die Frage gestellt wird, welche Art der Verwertung seiner verkaufs­reifen Produkte, insbesondere seines Schlachtviehes, die für ihn zweckmäßigste und deshalb auch vorteil­hafteste ist, so kann es darauf nur eine Antwort geben und die muß lauten: Durch den Ver­kauf an einen zuverläffigen Händler.

Gerade im Verkehr zwischen Bauer und Viehhänd­ler kann man ein oft viele Jahrzehnte bestehendes und durch Generationen fortgesetzes Vertrauensver­hältnis feststellen, dessen Wert nicht zu unterschätzen ist, und das deshalb ohne zwingenden Grund auch nicht zerstört werden sollte. Der Viehhändler, dem an der Erhaltung alter Geschäftsverbindungen gelegen sein muß, wird immer bereit fein, den höchstmög­lichen Preis beim Einkauf anzulegen, der Bauer hat den Vorteil, daß er keinerlei Risiko zu übernehmen hat, keiner Marktkonjunktur unterworfen ist, sondern

Rundfunkorchesters. 22.45 bis 24: Nacht­

macht.

sellschaft e. V.: 20.30 Uhr, im Kaufmännischen Ver- einshaus: außerordentliche Hauptversammlung.

Gießener Radfahreroerein 1885 e. V.: 19 Uhr, Re- | ftaurantKarlsruhe": Sommernachtsfest. Licht-

Wirtschaft

12, 15.

20, 8, 40,

21.10: 3 zert des mufik.

Verantwortlich für Lokales, Provinz, Wirtschaft und Sport: I. D.: H. L. N e u n e r.

Pfennig pro Stück: Rüben (gelbe) 10, (rote) 10, Radieschen 5 bis 10 Pf. pro Bund.

Kochbutter 100, Matte 25, Wirsing (grün) Weißkraut 10 bis 12, Spinat 10 bis Römischkohl 10, Dohnen (grün) 30, Erbsen Tomaten 40 bis 45, Rhabarber 5 bis

an seine Vaterstadt Frankfurt a.M. 20: Sonder- fenbung. 20.10: Konzert des Rundfunkorchesters. 22.45 bis 24: Don Berlin: Unterhaltungsmusik.

Montag, 3. Juli.

Rundfunkprogramm.

Sonntag, 2. Juli.

6.15 Uhr: Don Hamburg: Hafenkonzert. 8.30: Ka­tholische Morgenfeier. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 10.30: Von Wien: Zum 90. Geburtstag Peter Roseg­gers. Enthüllung des Rosegger-Denkmals in Mürz­zuschlag. 11.30: Von Leipzig: Reichssendung: Kan­tate, von Johann Sebastian Bach. 12: Mittagskon­zert. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde der Jugend: Kasperl-Theater. 16: Aus dem Palmen­garten: 1. Großdeutsches Treffen der Handharmo- nika-Freunde, Frankfurt a. M., 16.30: Pforzheim: Nachmittagskonzert. 18: Hinter den Kulissen einer großen Nachrichtenagentur. 18.25:Su gihn die Gäng". Gedichte, wie mer schwätzt em Nassauer Ländche. Von Wilhelm Reuter, Bremthal. 18.40: Stiefkinder des Schicksals: Rudolf Jungmayr, der Gipsformer." Don Gertrud Fundinger'. 18.55: Der Himmel im Juli, Vortrag von Prof. Edmund Sit- tig. 19.30: Fröhliches Zwischenspiel. Rudolf Presber

Tageskalender für Sonntag. Ober- ] hessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz: 11 bis 13 Uhr, AusstellungVorformen künstle­rischen Schaffens". Deutsche Luftfahrt-Werbe­woche 1933: 15.30 Uhr, Flughafen: Motorflugtag, Gas- und Luftschutzübung, Rundflüge, Konzert: 20.30 Uhr: Gartenfest, Nachtflüge, Konzert. Gie­ßener Radfahrerverein 1885: 11 Uhr, Start am Schützenhaus" zum Adolf-Deibel-Gedachtms-Ren- nen. 105. Jnf.-Divifion Generalfeldmarschall von MackSnsen: Hotel Kobel, Zusammenkunft. Eoang.- kirchliche Frauenvereine in Gießen: 15 Uhr: Ju­biläumsfeier, Liebigshöhe. Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße:SA.-Mann Brand".

Sranffurf überwiegend befestigt.

Frankfurt a. M., 1. Juli. Die Frankfurter Samstagsbörse eröffnete in überwiegend freund­licher Haltung. Vorwiegend waren verschiedene Aktienmärkte belebt. Da sich in den nächsten beiden Monaten das Samstagsgejchäft auf Frankfurt und München konzentrieren wird, hofft man auf ein weiteres Anwachsen des Umsatzes. Hauptsächlich aus diesem Grunde und außerdem infolge der fortschrei­tenden Klärung der innerpolitischen Lage waren vorerst meist kleine Anfangsgewinne bis zu 0,5 o. H. zu verzeichnen, denen nur am Elektromarkt Rück­gänge und im gleichen Ausmaß auch bei Zement Heidelberg gegenüberstanden. Nach den ersten Kursen hielt die Lage an. Bei nicht ganz einheitlicher Kurs­gestaltung war die Mehrzahl der Notierungen leicht befestigt. Am Montanmarkt konnten Stahlverein auf die Fusion bin 1 v. H. gewinnen. Anderseits waren Th. Goldschmidt um 1 v.H. abgeschwächt.

Der Rentenmarkt zeigte gegen gestern abend meist unverändertes Aussehen. Altbesitz und^Neu- besitz lagen gehalten, ebenso Reichsbahnvorzugs­aktien. Auch Reichsschuldbuchforderungen und Schutz­gebiete im Freiverkehr lagen unverändert. Der Pfandbriefmarkt wies meist Abschwächungen von 0,25 bis 0,5 v. H. auf, nur Liquidationspfand­briefe waren widerstandsfähig. Von fremden Werten erschienen Schweizer Bundesbahnen mitPluszeichen. Im Verlauf war das Geschäft wieder etwas ruhiger. Trotz einzelner Erleichterungen mußte aber die Börse als ziemlich fest bezeichnet werden. Tagesgeld war mit 3,75 o.H. wieder etwas leichter.

(Siebener Wochcr-n: rktpreise.

Gießen, 1. Lluli. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Landbutter 120 Pfennig,

in dem Moment, in dem sein Vieh den Stall ver­läßt, genau weiß, was es ihm gebracht hat. Schließ­lich besteht ja das Wesen des Viehhandels nicht allein darin, die Tiere an einen x-beliebigen Markt zu schicken und nun in Geduld und Ergebenheit abzu- warten, ob man einen der jetzt leider so seltenen guten" Märkte getroffen hat, sondern von viel grö­ßerer Wichtigkeit ist es, die Qualität der Tiere zu beurteilen unh dann zu entscheiden, welcher Markt voraussichtlich die beste Absatzmöglichkeit bietet. Nicht jedes Tier ist für jeden Markt geeignet; es gibt zwi­schen den einzelnen Märkten recht erhebliche Unter­schiede, und was sich beispielsweise in Berlin noch einigermaßen zufriedenstellend verwerten läßt, das ist vielleicht in Frankfurt a. M. oder in Köln eine fast unverkäufliche Ware.

Die richtige Beurteilung der Qualität und die zuverlässige Erkenntnis der besten Absatzmöglichkeit, das sind Dinge, die sich nicht von heute auf morgen erwerben lassen, sondern dazu gehört langjährige Er­fahrung, also Sachkunde, ohne die kein Geschäft auf die Dauer erfolgreich betrieben werden kann. Der Viehhändler, der mit dem für eigne Rechnung ein- gefauften Vieh am Markte steht, wird, darüber kann es gar keinen Zweifel geben, auch am meisten be­strebt fein, seine besondere Sorgfalt einer vernünf­tigen Preisbildung zu widmen, denn schließlich ist er ja der Leidtragende, wenn zum Schluß das Exempel nicht stimmt.

Es gibt zuverlässige Viehhändler ge­nug in allen Gegenden Deutschlands, so daß Absatz­schwierigkeiten für den Bauern keine Rolle spielen, in der Hauptsache kommt es nur darauf an, erprobte Geschäftsverbindungen zu erhalten. Wer sich nach diesem Grundsatz richtet, der wird für seine Ware auch immer den zeitgemäßen Preis erhalten." Aus die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam ge-

Mischgemüse 10, Zwiebeln 12, Himbeeren Kartoffeln (alte) 3 (pro Zentner 2,80 bis 3 Mk-), (neue) 5,5 bis 6, Erdbeeren 40 bis 45, (Wald) 60, Stachelbeeren 15 bis 25, Suppenhühner 70 bis 80, junge Hähne 90 bis 100 Pfennig pro Pfund; Tauben 50 bis 60, Eier (inl.) 8,5, Käse 4 bis 10, Blumenkohl 10 bis 50, Salatgurken 30 bis 45, Salat 3 bis 10, Oberkohlrabi 5bis8, Rettich 10bisl5

** Der Schwim m-S tädt e°W ettkampf Bonn Kassel Wiesbaden-Gießen, eine Beranstaltung des Gießener Schwimmver-- eins. findet trotz der seitherigen ungünstigen Wetterlage am morgigen Sonntag in der Mül- lerschen Badeanstalt statt. (Siehe Anzeige tm heutigen Anzeigenteil.)

** Zuchtviehversteigerung in Als­feld. Die Landwirtschaftskammer für Hessen ver­anstaltet durch das Tierzuchtamt für die Provinz Oberhessen in Gießen am Montag, 10. Juli, in 211 s = seid eine Zuchtviehversteigerung, die mit 22 Bullen des hessischen Fleckviehs und 16 Ebern des veredel­ten Landschweins beschickt wird. Die Versteigerung findet im Rahmen des bekannten Alsfelder Pra- mienmarktes statt. Die zur Versteigerung kommen­den Bullen stammen fast ausschließlich aus bekannten Leistungszuchten der Kreise Alsfeld und Lauterbach. Die in den letzten Jahren ermittelte durchschnittliche Höchstleistung der Bullenmütter beträgt 3748 Kilo­gramm Milch, die milchreichste Mutter lieferte tm Kontrolljahr 1931/32 7026 Kilogramm Milch. Auch in Korpersorm genügen die Bullen züchterischen An­forderungen, da nur solche Bullen zur Versteige­rung endgültig angenommen wurden, die von der Auswahlkommission für körfähig erachtet wurden. Die zur Versteigerung kommenden Eber sind eben­falls in bekannten Le'istungszuchten der Provinz ge­züchtet. Sie besitzen durchweg das körfähige Alter, so daß sie sofort nach dem Ankauf zur Zucht Ver- Sommernachtsfest. Licht- i wendung finden können. Auf die heutige Anzeige sei spielhaus,' Bahnhofstraße:SA.-Mann Brand". I besonders hingewiesen.

7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Baden-Baden: Mit­tagskonzert I des Städtischen Kurorchesters. 13.30: Mittagskonzert II. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Mu­sikalischer Zeitvertreib. 16.30: Nachmittaaskonzert des Rundfunkorchesters. 18: Deutscher Almanach. 18.15: Schnellkursus in italienischer Sprache. 19: Reichssendung: Stunde der Nation: Separatisten. Ein Hörwerk. 20: Sondersendung. 20.10: Konzert.

~ mal 5 Minuten. 21.25: Unterhaltungskon-

LZornotizcn.

Tagest au? nder für Samstag: Gie­ßener Rudergesellschaft: 20.30 Uhr im Bootshaus: Generalversammlung. Erste Reichskurzschriftge-

Wettcrvoraussage.

Mit der Verlagerung des hohen Druckes nach dem Kontinent gelangt die Wetterlage in ruhigere Dah­nen. Wenn auch bei vorwiegenden Westwinden vor­übergehend noch Bewölkung aufkommt, so wird sich doch beim Absinken der Luftmassen der Himmel vielfach aufheitern, so daß die Sonnenstrahlung weiteren wärmeren Anstieg bewirkt.

Aussichten für Sonntag: Vielfach aufhei­ternd, nur vorübergehend noch Bewölkung, wärmer und vorwiegend trocken.

Aussichten fürMontag:Jm ganzen war­mes und trockenes Wetter.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 2. Juli. 3. Sonntag nach Trinitatis.

Sladttirche. 8 Uhr: Pfr. Mahr; zugleich Christen- lehre für die Neukonfirmierten der Matthäus- gemeinbe; 9.30: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker. Johanneskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemeinde; 9.30: Pfr. Ausfeld; zugleich Militärgottesdienst; Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld; 20: Missionsstunde im Johannessaal; Mis­sionar Walther. Kapelle des Alien Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; zugleich Christenlehre für die Neu­konfirmierten der Luthergemeinde; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. Petruskapelle. 9.45: Pfarrassistent Dörfern; 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfarrassistent Dörfern. Dieseck. 9.30: Hauptgottesdienst; 10.45: Christenlehre; 20: Volksmissioner Frickel; Kollekte. Annerod. 12.30. Rödgen. 10. AIbach. 8.15: Gottesdienst. Steinbach. 9.30: Gottesdienst und Abendmahl. AlteN'Buseck. 10: Gottesdienst; 13: Christenlehre. Grohen-Buseck. 10.30? Gottesdienst; 11.30: Christen­lehre. Oppenrod. 8.30: Gottesdienst.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 1. Juli.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, den 2. Juli. 4. Sonntag nach Pfingsten.

Mariae Heimsuchung.

Gießen. 6.15 Uhr: Messe; 6.30: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Männer; 8: Kommunion; 9: Hoch­amt mit Predigt; Primizfeier; 11: Messe mit Pre- bigt; 14.30: Vesper. Nach der Vesper wird der Pri­mizsegen ausgeteilt.

Oeffenflidjer Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tele­fon 02.

Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefon 2500.

Aerzte : Dr. W. Klein, Dr. Schäffer. Zahnarzt: Dr. med. Kockerbeck. Apotheke: Engelapotheke.

Frau Karoline Zinn Wwe.,geb. Kühl

im Alter von 74 Jahren

In tiefer Trauer:

04002

Gießen, den 1. Juli 1933

Gießen (Steinstraße 76), Vochem, Ahlen i. W den 30. Juni 1933

Statt Karten!

Grüningen, den 30. Juni 1933.

4200D

4275 D

Herrn Friedrich Wörner

leicht und mittel

flllL)

Gießen, den 1. Juli 1933.

4305 D

Die Trauerfeier findet Montag, den 3. JuU, nach' mittags um 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt

Am 28. Juni entschlief sanft nach schwerem Leiden unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Für die meiner lieben Frau, meiner treusorgenden Mutter während ihrer langen Krankheit und auf ihrem Leidenswege erwiesene Liebe und Freund­schaft, für die große Anteilnahme beim Heimgange, die vielen letzten Blumengrüße und die tröstenden Worte am Grabe sprechen ihren t)ank aus

Nach längerem Leiden verstarb am 30. Juni meine liebe Nichte

Fräulein Minna Mengel

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Im Namen der trauernden HinterbUebenen:

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Danksagung

Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen

sagen wir innigsten Dank.

Minna Wörner, geb. Treppinger Hermann Wörner und Familie

Für die liebevolle Anteilnahme bei dem Heimgang unseres Heben Entschlafenen, sowie für die vielen Kranzspenden danken wir auf diesem Wege herz­lichst. Besonderen Dank für die ehrenden Nachrufe unddieKranzniederlegungenderehemaUg.Kriegs- kameraden.des-Artillerievereins und der Sparkasse, für die auf richtenden Trostworte des Herrn Pfarrer Staubach und der Gemeindeschwester für die aufopfernde Pflege während der Krankheit.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharine Fay und Kinder.

Danksagung.

Für die von allen Seiten so herzlich entgegenge­brachte Teilnahme bei dem Verluste unseres lieben Hitler-Jungen Hermann Rullmann, der uns so schwer betroffen hat, sagen wir Allen unseren innigsten Dank. Wir danken ferner dem Herrn Pfarrer für seine trostreichen Worte, sowie für die so warm empfundenen Nachrufe bei den Kranz­niederlegungen seines Meisters und seiner Arbeits­kollegen, dem Herrn Führer der Konfirmanden, dem Herrn Scharführer der Hitler-Jugend und sei­nem Herrn Fachlehrer von der Fortbildungsschule, sowie für die so zahlreichen Blumenspenden.

Für die trauernden HinterbUebenen:

Familie August Kulimann Familie Theodor Schldrb

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Die Beerdigung findet am Montag, dem 3. Juli, nachmittags 2V, Uhr. von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt ______________________0 984

Emil Jökel

Eugen Jökel

Reiskirchen, im Juni 1933.