Nr. 78 Srvaussave
Samstag, l. April 1955
183. Jahrgang
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Monatr-Vezugsp
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Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für denAn- zeigenteil i. V.TH.Kümmel sämtlich in Gieizen.
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Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen ,
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Krieg ser Frieden?
iet |ie die Hochspannung
und über den Fri
einzig und allein von der
Politik Frank re
lt mit dem Gedanken eines
der „Temps
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ein Beispiel Obwohl die nationale Revolu« tion mit größte disziplin sich vollzog, und ob-
Staates hat sie nicht herein
nationale Aktion gegen uns
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und den anderen^ aaten gemäß seinem Recht auf nationale <5 «t jcit unter BerüLsichtigung
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zureden. Siefc' wird an Sculfd
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abprallen, sie hält nur eine zu der gerade die neue beut
feiner geographis^ deren Verhältnisse,
Hinsicht mi n eng- ährende, in ijner Gc
wohl das CRccßL nung seines Q3cr 1 stritten werdens
ihren zur Zeit wichtigsten v ft rettungslos festgefah ° lbrüstungsplan, der nach der
Augenblick die Dinge? Die soweit sie in der A b -
Anzweideutigteik umrissen, Partner in das System der
und die sich (ogc \
europäische Po)e rüstungsfrcb
Sinne ei europäi c englische ^rüftungg
er Konserenzarbeiten am
ren. Der englis" Wiederaufnahmifi 25. April als J» haltlich der 2lbcfci die 2lbordnung>
fteä jeden Volkstums zur Ord- tnisses zum Judentum nicht denn, flammt mit einem Male
des französischen co u r „über Krieg . - auch diese Probien hing überspitzt erscheinen, im
stungsgeb'eten iißpantitatiber Hmsicht und gleiche SichcrheibckTeulschland muh", so hat Botschafter Radnny den deutschen Stand
punkt erneut mit ।
„als glechberechtis_____
allgemeinen Abrum g eingegliedert werden, und
es muß das Ri»v, ' r3 — •*—
verstehen, muß, fi' .zwangsläufig zmm-
Eindruck, als ob , von Paris aus
Die nächsten Mäle werden nach den Worten ^ßenministers Paul-Bon- er Frieden entscheiden". Mag
: sie Deutschland und Italien argumentiert man in Paris, iege führen Und man hat den e Brunnenvergiflung, die jetzt n Deutschland betrieben wird n so einflußreiches Organ wie i L; gen macht, den maßgebenden ' mgskreisen gar nicht so un-
Zusammenarbeitr z sche ReichsregieLc durchaus bereit ist.
sind, werden ohne meijel von schwerwiegender Bedeutung für dasöchicksal Europas sein. Und wenn Paul-Boncomjhrlich gewesen wäre, so hatte er"hinzufügen tönra, daß die Entscheidung darüber, ob die droher Spaltung Europas in zwei Lager mit allen ih i kaum übersehbaren Folgen Tatsache werden so
j n unsere inneren Bcr - ■ er in diesem Umfang kaum
wesentlichen fennjeu- . . ... .
der gesamtpolitische Sage Europas. Die Berhand-
T...... M......... s abhängl.
Während Deutsch! d für Frieden und Verständigung eintritt — ,.)S deutsche Volk will auf der Welt im Frieden leih", so stellte der Reichskanzler in seiner großen Res vor deni Reichstag ausdrücklich fest —, währendtngland und Italien durch ihre Vorschläge die drohte europäische Konfliktsgefahr zu bannen suchen, eien die chauvinistischen Pari-
plan ist der in manch lischen Gedanken sich ]x „„_____ .
samtheit aber über ak.ebisherigen £ing5mög-= lichkeiten erheblich hin^gehende Vor,lag des italienischen Ministersüsidenten Müolini. Rach ihm sollen die s - die Geschickef.uropas verantwortlichen „Groß-l Mächte", alfäje Italiener, die Engländer, d^ Deutschen unbk Franzosen in einem „QuabimDirat“ die i-ntliche und entscheidende Leikulz in die Hanüehmen.
langen, die" jetzt übchen englischen Abrüstungsplan - nsplan Mussolinis im Fluß weisel von schwerwiegender
[er Blätter unocrl ... .....
Präventivkrieges. ') n soll solche Kriegsphantasien und Kriegsfanfaren ner überhitzten chauvinistischen Presse zwar nicht •' rschätzen, aber sie sind bezeichnend für die franMdje Mentalität. Eine Revision der „Verträge", sie Deutschland und 3talie*
berechtigung anzmi^»en.
Demgegenüber die abrüsümgs endlichen Mächte, Frankreich^vlen und die Keine Entente unverändert<?vlnversöhnliäkeit mit der deutschen Glcichbere^ungssordering. Ger eben bekanntgewordene s: h der Schafstng einer be- sonderen französisch tßuftarmee, r nicht 2fb» rüftung, sondern 2 Ostung par hcellcnce be- deutet, beleuchtet ba[ m^e Situatitz in der 2lb- rüftungSfrage. Ied ^"ls wird mathn Genf versuchen, den englisch (tRian durch 3' Abänderungs- uuij s^änzungsant^en in sein Gegenteil zu verke 5-^Rach alledc^rscheint die Hoffnung auf eine ei^rmaßen ervgliche Regelung der Abrüstung!ufnd Gleichb^chtigungs- fraae recht illusorisch. 1
Roch toeitgreifer.Detiu scheu Entspannung alche
Handlungsgrundlage, vorbe- ungen und Ergänzungen, die erschlagen können", dienen ______ . Bedenken, die im einzelnen gegen ihn von 1 fscher Seite geltend gemacht werden müssen. <a!l Ausweg, der gewisse Möglich eiten ausschli IMit der entscheidenden politischen Auseinchwsetzunz über die ziffernmäßige Festsehur^ks Rüstungsstandes der einzelnen Länder bq:i|t jedenfalls für Deutschland der Endkampf i)äb:e Wehrfreiheit und den künftigen Rüstunwand, Deutsche Grundforde- ~..... Gleichheit auf allen Rü-
hwntitativcr 'Hinsicht und im > < f (in f
Lage und seiner beson- glcichen Umfantc wie bei allen anderen <St4n geregelt wewen." Ein Beweis für den dachen Vcrständigtngswillen ist die Bereitschaftsine gewisse Llebetgangszeit für die praktische ^jltung der deutschen Gleich»
j r wir denVersuch einer
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eine Greuelproi 0 anda und ein Bzyiwttfeldzug a*j f, di" de w cL-x "-*t -n "
menhang u riec ben Drahtziehern auf das Deutlichste/Esiten lassen unb mit absoluter Rotwendigkeit * Gegenwehr führen müssen. Wir unterschätzen teer) nicht die Bedeutung der Stimmung inltfd Seit, aber in das Recht des deutschen Volktzm' G1-"L-3
Oer Abwehrkampf gegen die Greuelhehe im Ausland Heute Beginn des Boykotts. - Reichsregierung und Parteileitung haben Pause von Samstag bis Mittwoch angeordnet.
Sind sich die vier europäischen Hauptmächte in ihren Zielen einig, so wäre das Haupthindernis für die Abrüstung aus dem Wege geräumt. Die Herstellung eines wirklichen dauernden Friedens hätte weiterhin eine Tleberprüfung der unerträglichen Bestimmungen des Versailler Diktats, „deren Aufrechterhaltung den Weltfrieden gefährden" könnte, sowie die Gewährsleistung der völligen Gleichberechtigung Deutschlands auf allen Gebieten zur Voraussetzung. Eine Verwirklichung des großen Planes Mussolinis würde die Einigung und die Zusammenfassung der europäischen Kräfte in sich schließen, die Gefahr einer neuen europäischen Katastrophe verhindern unb die Bahn frei machen für den europäischen Frieden.
Wie sind nun b i e Aussichten bes Mussolini-Planes? Der englische Ministerpräsibent Ma.donald hat sich in seiner Tlnterhausrebe als Anhänger ber Rotwenbigkeit einer schrittweisen Vertragsrevision auf Grund des Artikels 19 der Völkerbundssatzung mit ben Worten bekannt: „Öeber Vertrag ist heilig, kein Vertrag ist ewig." Qlber wie in der Abrüstungsfrage, so sind auch in ber Revisionsfrage Frankreich unb sein» Bundesgenossen im Osten und Sübosten scharfe Gegner jeglicher 2Ibänöerung ber „Verträge"; sie fürchten bie territoriale Revision unb wollen gerüstet bleiben, um allen Revisionsforberungen nötigenfalls mit kriegerischen Mitteln entgegenzutreten. Frankreich hat toenig Reigung, ohne seine Bunbesgenossen über den italienischen Dor-
Angriff und Abwehr.
Die Greuelpropaganba, mit ber unverantwortliche Kre fe bie famte Kulturwelt gegen das neue Deutschland mobil zu machen suchen, war der Angriff Sie hat eine Wirkung gezeitigt, bie leicht vorauszusehen war, ab:r aus einer merftoürbigcn Verblendung von ben Urhebern und Hintermännern ber Kampagne nicht vorausgesehen wurde: bie Reaktion ber öffentlichen Meinung in Deutsch- lanb die in einer spontanen Aufwallung bes Gefühls ber Gerechtigkeit unb ber Selbstachtung sich gegen diese beleidigende unb verleumberische Einmischung in innerdeutsche Angelegenheiten erhebt. Das war bie Abwehr. Man kann bie Verantwortlichen nicht oft unb nicht klar genug feststellen: die Frage der allgemeinen und wirtschaftlichen Positionen des Judentums in Deutschland, bei deren Regelung niemand außerhalb Deutschlands mitzuwirken hat, wurde als Vorwand einer plan- mäßigen Aktion gegen ben guten Ramen unb gegen die außenpolitischen Interessen bes beutschen Volkes genommen. Es toVrbe eine Bewegung im Auslande entfacht, bie pur mit ber beutschfemb- lichen Propaganda der vier Weltkriegsjahre, die noch wie ein böser Trvum im Bewußtsein ber Menschheit fortlebt, verglichen werben kann.
Obwohl bie beutschen, Iuben selbst versicherten, baß sie keines Schutzes bebürfen, weil sie keiner Gefahr ausgesetzt sinL bauerte bie Bewegung mit böswilliger Hartmckigkeit an, bis schließlich im beutschen Volk bas Gefühl entftanb, baß hier eine international ^ganifiertc Erpressung an ihm versucht toerbemfoll. Diese Kraftprobe hat in Deutschlanb eine ^Ibwehraktion auf ben Plan gerufen, beten Sins völlig klar ist; er besteht in ber sichtbaren, ckmißverstänblichen Volumen- tierung der Latsckhe, daß niemand als das deutsche Bglk selbst über die Interessen der dem Arrv-fVen Staats!^ichanb angehörenben Iuben zu befinden hat.
Die straffe Disziplin ber Organisationen, bie in ber Form eines Boykotts biese Bekundung eines unveräußerlichen Hausrechts der Deut- bschen in Deutschland durchführen, gäbe bie Gewähr für ihren völlig ruhigen, korrekten Ablauf, auch wenn in ben Richtlinien ber nationalsoziali- t'.schen Parteileitung nicht ausbrücklich geforbert würbe, baß alle Auslänber ohne Ansehen ihrer Konfession unb Herkunft ober Rasse geschützt werben unb baß auch weiterhin keinem Iuben auch nur ein Haar gekrümmt werben barf. Reichskanzler Abolf Hitler hat selbst hervor- gehoden, baß biese Aktion von oben her eingeleitet wurde, um selbständige (und daher unkontrollierbare) Bewegungen aus ber Masse heraus zu verhinbern.
Obwohl viele älnschulbige in Deutschlanb für die wenigen Hauptschuldigen im Ausland zu leiben haben werden — bie Haltung ber maßgebenden deutsch-jüdischen Organisationen gegenüber ber Greuelhehe war vorbildlich loyal, so kann die Bedeutung einer großzügigen Aktion doch keinem Zweifel unterliegen; nicht nur gefühlsmäßig, sondern auch vom Standpunkt seines internationalen Ansehens aus kann das deutsche Volk nicht passiv bleiben, wenn z. D. Männer wie Einstein sich immer wieder zu unbewiesenen aufreizenden Beschuldigungen gegen Deutschland hergeben. Er sprach von „ernsten Rückwirkungen auf bie internationalen Beziehungen" unb scheute sich nicht, in einem eigenhänbigen Aufruf zu behaupten, baß in Deutschland „brutale Gewalttaten und Unter- drückungsmaßnahmen gegen alle selbständig Denkenden unb gegen bie Iuben" ftattgefunben hätten unb noch ftattfänben, weshalb alle Freunbe von Humanität unb Zivilisation sich zusammen- schließen müßten.
Das beutsche Volk wirb bei ber burch solche
Erklärungen herausgeforberten Abwehraktion ben Beweis erbringen, baß es von niemanb Belehrungen über Humanität unb Zivilisation entge» genzunehmen braucht unb baß seine Stellungnahme, bie bie mannigfachsten älmstände ihm auf« brängten, nichts mit Gewalt unb älnterbrüdung zu tun hat.
Die Durchführung des Voylvtts.
Neichsminister <Socb' eis vor der Preise.
Berlin, 31. Mär;. (MTB.) Bor Berlretern der Presse gab Reichsminisler Dr. Goebbels zur Boykottbewegung heute abend folgende Erklärung ab: Die Reichsregierung hat mit Befriebi- gug davon Kenntnis genommen, daß dieGreuel- hehe im Auslande im Abflauen begris- f e n ist. Sie sieht darin einen (Erfolg der Boykottandrohung, die die nationalsozialistische Bewegung in den vergangenen Tagen gemacht hat. Sie sieht aber auch weiterhin darin, daß das vereinigte Judentum in Deutschland die Möglichkeit hat, diese Greuelhehe absolut einzuschränken und einzu st eilen. Sie ist der Ueberjeu- gung, daß die Greuelhehe ihren Höhepunkt überschritten hat. Die Rationalsoziali- stische Deutsche Arbeiterpartei hat im Hinblick auf diese Tatsachen folgendes beschlossen:
Unter diesen Umständen wird der Boykott am morgigen Tage mit voller Wucht und eiserner Disziplin dnrchgeführt. Er beginnt, wie mifgeteilt, um 10 Uhr und er- f ä 9 r t am morgigen Abend eine Pause. Er wird ausgesehl bis zum Mittwoch vormittag um 10 Uhr. Falls bis Mittwoch
Scharfe Anweisungen des
Aufruf desZeniralkomiieeszur Abwehr der jüdischen Greuei- uud Boykotthetze.
München, 31. März. (LRB. Lig. Meld.) Das Zentralkomitee zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthetze erläßt folgenden Aufruf:
„heute, Samstag, 1. April, beginnt der von der Beichsleitung der RSDAP. befohlene Abwehr- kampf. Dieser Kampf ist vom deutschen Bolk nicht gewollt. Lr ist ihm aufgezwungen worden. Die Boykottierung jüdi.cher Geschäfte, Aerzte, Rechtsanwälte usw. stellt lediglich eine G e - genmahnahme gegen die von in- und ausländischen Juden betriebene Greuel- und Boykotthetze gegen Deutschland dar.
Der deutsche Abwehrkampf wird mit dem Augenblick sein Ende gesunden haben, in dem die Berantwortlichen der jüdischen Internationale die von ihnen heraufbeschworene Greuel- und Boykotthetze gegen Deutschland e i n ft e 11 e n.
Parteigenossen, Parteigenossinnen! Mr Rational- sozialisten haben alle Kämpfe gewonnen, die wir durch lange Jahre her zu führen hatten. Wir haben sie gewonnen, weil wir kämpfen, wie Deut,che kämpfen, die wissen, wa's sie wollen, und sich der
vormittag um 10 Uhr die Greuelhehe im Auslande absolut eingeftellf ist, erklärt sich die RSDAP. bereit, den Rormalzustand ro i c - derherzu st eilen. Falls das aber nicht der Fall ist, wird der Boykott am Mittwoch um 10 Uhr aufs neue einsehen, dann allerdings mit einer Wucht und Behemenz, die bis dahin noch nicht dagewesen ist, und zwar bis sich die Drahtzieher der ausländischen Greuelhehe eines besseren besonnen haben.
Grundsätzlich erwartet die Reichsregierung von der Durchführung des Boykotts am morgigen Tage folgendes: Der Boykott wird von den angeschiossenen Organisationen mit eisern st er Diszipiin durchgesiihrt und ohne jede Gesetzesverletzung. Riemand wird bei diesem Boykott tätlich bedroht. Die Organisationen, die den Boykott durchführe», haben dafür die Berantroortung zu übernehmen, daß durch den Boykott kein Unschuldiger getroffen wird. Ls werden keine Banken geschlossen, weil sonst der Zahlungsverkehr ins Stocken käme.
Ls wird von der RSDAP. und ihrer Parteileitung erwartet, daß kein SA.-Mann, kein SS.- Mann und kein B 0 y k 0 11 p 0 st e n überhaupt ein Geschäft betritt. Jede Tätlichkeit wird aus das strengste geahndet. Es wird erwartet, daß die Presse e 1 n e W a r- n u n g vor allen kommunistischen Spitzeln undProvokateuren erläßt. Solche sind, wenn sie zu Tätlichkeiten oder Gesetzlosigkeite«^ auf- sordern, sofort der Polizei zu übergeben. Sie werden dann nach den jetzt bestehenden strengen Gesehen b e st r a s t.
Münchener Zentralkomitees.
Beranlroortung dem Baterfanbe gegenüber bewußt sind. Wir werden auch in diesem Kampfe Sieger sein, wenn wir ihn führen mit soldatischer Disziplin.
Parteigenossen, Parteigenossinnen! Laßt Luch in Eurer berechtigten Empörung gegen den £ügen- und Berieumdungsfeldzug in- unb ausländischer Juden nicht zu handln »gern hinreißen, die dem Zweck des geführten Kampfes zuwiderlaufen würden, helft den Anweisungen der verantwortlichen Führer und haltet Luch streng an die vom Zentralkomitee hinausgegebenen Anordnungen! Keine Gewaltanwendung! Keine Tätlichkeiten! Keine Beleidigungen! Kein Borgehen gegen Ausländer! Kämpft in diesem heiligen Kampf mit national'oz-a- lisiischer Würde und mit nationalfozialistischem Stolz!
Zentralkomitee zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthehe. (gej.) Streiche r." '
Süöwestdentscher Iiundfunk und ASwehrbewequna.
Frankfurt a. M., 31. März. (MSN.) In Verfolg der Abwehrbewegung gegen die aus. ländische Greuelpropaganba hat der Lüdwestdeutsche Rundfunk sämtlichen jüdischen Ange- st eilten das Betreten des Funkhauses
Strengste DifZSplin bei Durchführung des Boykotts.
schlag zu verhandeln und verschanzt sich hinter Völkerbund und Völkerbundsrat, die ihrer Aufgaben nicht beraubt werden dürften- Frankreich, Polen und die Einheit der Kleinen Entente spielen ein durchsichtiges Spiel mit verteilten Rollen. Während die offizielle französische Politik bei verklausulierter Ablehnung vor allen Dingen Zeit gewinnen will und die französische Presse gegen den Wussolini-Plan Sturm laufen läßt, rufen die französischen Trabanten im Südosten auf Pariser Geheiß Alarm gegen die „Diktatur der Großmächte". Dre Entschließung der Kleinen Entente bedeutet eine schroffe Absage an jede revisionistische Politik, die „notwendigerweise gewisse Reaktionen auslösen mühte und nicht geeignet wäre, die Stimmung der Völker zu beruhigen". So suchen Frankreich, und unter dem Einfluß und der Führung Frankreichs Polen und die Kleine Entente die Verständigung zwischen den Großmächten über die Hauptfragen der europäischen Politik zu hintertreiben und unmöglich zu machen, getreu ihrer Rolle als Saboteure der europäischen Befriedung, einig in dem Willen, den Status quo in Europa aufrecht zu erhalten.
Und Deutschland? Die Känzlerrede hat die Ziele der Außenpolitik des nationalen Deutschland klar herausgestellt: „Es ist der aufrichtige Wunsch der nationalen Regierung, von einer Vermehrung des deutschen Heeres und der deutschen Waffen abjcheil zu können, sofern endlich auch die übrige Welt ge
neigt ist, ihre Verpflichtung zu einer radikalen Abrüstung zu vollziehen. Denn Deutschland will nichts als gleiche Lebensrechte und gleiche Freiheit. Die nationale Regierung ist bereit, jedem Volke zu aufrichtiger Verständigunpeln die Hand zu reichen, das gewillt ist, die tragen nur Vergangenyeit einmal grundsätzlich abzusck'c sie, und Zn diesem Sinne ist Deutschland bereit dafür, oaß beit an dem britischen Abrüstungsplan Aonigin in die Plane des italienischen Staatschess, .mn die Worte großen Mächte, England, Frankrei/erausbrechen, als Deutschland zu einer friedlichen Zr wiedersieht: „llnb sammenzuschließen, die mutig nicht vor Kummer." — die Aufgaben herangeht, vnverden. Zunächst geht es Schicksal Europas abhängt."undheit der Königin wird
Die deutsche Verstänoiegender und anstrengender klare Vorausseh'zu Ort. Als man Königs- die praktische Verwirilzie sich schwer trank zu Bett, berechtigung und ar Lebensgefahr entronnen, da failler Diktats. Dafür ch t b a r st e Fahrt ihres deute, ist ein voceten. Eine drohende, unheimliche Gegenteil, einte sich hernieder. Das Brausen deS Deutschland das gespenstische Heulen des Sturmes, freies Dse Finsternis, die jeden Laut verzerrte, Bürgs schte den schmalen Landstrich zwischen dev Fried«: und der Rehrung, auf dem sich die Flie- schließt-en im langsamen Tempo vorwärts bewegten, für d' die Königin zu schonen.
und kDas würde das neue Jahr bringen?
^'kte. v- jFortsetzung folgt.)


