Ausgabe 
1.4.1933 Erstes Blatt
 
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S.Jt.-tfport

Gießen-Wehlar gegen VfB.Kurheffen" Marburg 0:1 (0:0)

Trotz des gleichzeitig abgehaltenen Hallen­handballturniers war der Besuch des Jugend­heim-Opferspieles sehr gut, so daß der gute Zweck erreicht wurde. Während Marburg kom­plett antrat, erfuhr die Gaumannschaft noch einige Äenderungen: Balser: Luft, Wilhelm: Leutheuser. Diehl, Lehrmund: Lippert, Haupt, Wohlgemuth, Hens, Heilmann. Haupt schied Mitte der ersten Spiclhälfte verletzt aus. Schmelz (1900) trat an seinen Posten. Schiedsrichter Köhler waltete korrekt seines Amtes.

Zum Spielverlauf sei zunächst gesagt, daß wohl noch nie in Gießen ein Spiel ver­loren ging, bei dem die Aussichten auf einen hohen und eindrucksvollen Sieg so groß waren, wie in diesem Treffen. Verblüffend war das schnelle Sich-verstehen der Gaumannschaft, die ständig im Vorteil war. Rur eins klappte nicht, der Torschuß. Gelegenheit dazu war reichlich gegeben. Die Läuferreihe und die Flügelstürmer überfütterten geradzu das Jnnentor mit Bällen. Aber obwohl man ungezählte Male dem Gäste­hüter allein gegenüberstand, blieb der Erfolg aus, da vor allem der placierte Torschuß fehlte. Man wird einwenden, daß die Marburger ge­rade in ihrem Torwart Wehand die beste Kraft stellten, der auch tatsächlich ganz großes leistete. Als Entschuldigung kann dies aber nicht gelten, da man selbst das leere verlassene Tor nicht fand. Marburg war nur selten gefährlich. Balser hatte wohl kaum etwas Gefährliches zu meistern, um so bedauerlicher war es, daß er gegen Spielende einen haltbaren Freistoß aus etwa 40 Meter Entfernung passieren ließ. Lind da selbst dieser einzige Treffer nicht aufgehalten werden konnte, blieben die Gäste ganz unver­dient mit 1:0 Sieger. Die Gaumannschaft hotte ihre besten Kräfte in dem überragenden Links­außen Heilmann, sowie in Wilhelm und Lehr- mund. Gefallen konnten auch Diehl und Lippert. Das Eckenverhältnis lautete 7:4 für die Hiesigen.

Leihgestern-Wahenborn-Steinberg (fomb.) gegen 1900 Gießen (fomb.) 4:1 (3:0).

1900s Reserve mußte auf zahlreiche Spieler ver­zichten. Außerdem waren nur 10 Spieler zur Stelle, so daß die Aussichten auf ein erfolgreiches Abschneiden keine rosigen waren. Wenn die er­wartete Niederlage sich trotzdem in erträglichen Grenzen hielt, so ist dies in erster Linie dem Eifer und dem Ehrgeiz der Gießener zuzuschreiben.

1900 III/IV Lieber I 4:1 (4:0).

Dieses Gesellschaftsrückspiel wurde vormittags auf dem 1900er Sportplatz an der Liebigshöhe absolviert. Cs nahm ein wenig rühmliches Ende, da es vom Schiedsrichter vorzeitig beendet werden mußte. Ein des Feldes verwiesener Biederer wollte sich diesem Spruch des Llnparteiischen nicht fügen. Bis zum Seitenwechsel lag 1900 schon mit 4 Treffern vorne und war auch weiterhin über­legen. Durch ein Mißverständnis kam nach der Pause Bieber zum Ehrentreffer, bevor das Spiel abgebrochen wurde.

Kußball in Hessen-Hannover

Hessen-Hannover stand am Sonntag im Zeichen der Zugend-Opferspiele. Zn Kassel siegte eine Stadt- oertretung von Göttingen über jene von Kassel mit 3:1 überraschend, während sich die 6-Mannschaften in Göttingen 2:2 trennten. Borussia Fulda, der Be­zirksmeister, weilte in Hersfeld und kam mit einem 5:2-Siege über die dortigen Hessen zurück.

Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900.

Die am Sonntag zum Austrag gekommenen Dereinswaldlaufmeisterschaften brachten guten Sport. Cs gab durchweg Favoritensiege. Er­gebnisse:

Aktive, Gruppe A (zirka 9 Kilometer): 1. Schaaf 30:23 Min.: 2. Gerhardt 30:51 Min.: 3. Peters 31:46,8 Min.: 4. H. Jung. Die in das Flughafengelände führende, mitunter von starkem Gegenwind beherrschte Strecke wurde von Gerhardt und Schaaf überraschend leicht bewäl­tigt. Letzterer siegte auf Grund seiner größeren Schnelligkeit mit etwa 150 Meter Vorsprung.

Gruppe B (Hindernislauf zirka 2,5 Kilometer): 1. Reitz 8:41 Min.: 2. Baumstieger 8:59 Min.: 3. Berghöfer l 9:11 Min.: 4. Koch II. Mit viel Interesse sah man dem erstmalig durchgeführten Hindernislauf entgegen. Sowohl im Rehmen der in einer Zahl von etwa einem Dutzend vorhan­denen Hindernisse, als auch auf der Strecke erwies sich Reih als der Beste. Baumstieger und Berghöfer folgten nicht allzu weit zurück.

Jugend (zirka 1600 Meter): 1. BerghöferII

und KochIII 6:23 Min. (totes Rennen): 3. Do- narius.

Schüler (zirka 1100 Meter): 1. Jacob 5:09 Min.: 2. Jäger, 20 Meter zurück: 3. Berg­höfer III, weitere 80 Meter zurück.

Main-Hessen gegen Verbandsliga.

Bei einer am Samstag in Frankfurt durchgeführ­ten Besprechung der Fußball - Bezirksliaa - Vereine und Kreismeister des Bezirks Main-Hessen wurden mit großer Mehrheit (Eintracht und Fußballsport­verein enthielten sich der Stimme) die folgenden, von Dr. M a s s i n g - SV. Wiesbaden und P o d e - Union Niederrad vorgelegten Entschließungen ange­nommen:

Die Bezirksliga-Vereine und Kreismeister des Bezirks Main-Hessen erklären fid) in ihrer über­wiegenden Mehrheit gegen die Einführung einer Verbandsliga, weil sie darin die Begünstigung eines Berufsspielertums von Verbands wegen erblicken. Zum anderen, weil jede Veränderung des Spiel­systems im Hinblick auf die völlig ungeklärten wirt­schaftlichen Verhältnisse in Deutschland und die fi­nanziellen Verhältnisse der Vereine es untunlich er­scheinen läßt. Die Vereine erwarten jedoch vom Ver- bandsvorstand eine grundlegende Vereinfachung und Verbilligung der gesamten Verwaltung des Ver­bandes in allen seinen Instanzen und Einrichtun­gen."

Das Stuttgarter Hallensportfest.

Großer sportlicher Erfolg.

Bereits zu Beginn des Stuttgarter Hallensport- festes gab es eine Ueberraschunq, denn man hatte für Syring keinen annähernd gleichen Gegner auf dem Papier" entdeckt. Umso freudiger war die Feststellung, daß der junge Ulmer Nachwuchsläufer Schwarz II bis zum letzten Viertel des Rennens als einziger dem Wittenberger hartnäckigen Wider-

Oie Reichsbank Ltltimo März.

Berlin, 3. April. Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 31. März hat sich in der Llltimowoche die gesamte Kapital­anlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 471,4 Millionen auf 3426,7 Millionen Mark erhöht. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -schecks um 310,3 Millionen auf 2762,5 Millionen Mark, die Bestände an Reichsschahwechseln um 34,2 Millionen auf 52,6 Millionen Mark, die Lombardbestände um 126,7 Millionen auf 210,3 Millionen Mark und die Effektenbestände um 0,2 Millionen auf 401,3 Millionen Mark zu­genommen.

An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 342,5 Millionen Mark in den Ver­kehr abgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 322,9 Millionen Mark auf 3519,7 Millionen Mark, derjenige an Renten­bankscheinen um 19,6 Millionen auf 413,4 Mil­lionen Mark erhöht. Der Umlauf an Scheide­münzen erhöhte sich in der Derichtswoche um 112,4 Millionen auf 1497,4 Millionen Mark. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 13,5 Mil­lionen Mark, diejenigen an Scheidemünzen auf 176,5 Millionen Mark ermäßigt. Die fremden Gelder zeigen mit 442,9 Millionen Mark eine Zunahme um 80,5 Millionen Mark.

Die Bestände an Gold und deckungs­fähigen Devisen haben sich um 13,7 Millio­nen auf 835,6 Millionen Mark vermindert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 11,3 Millio­nen auf 738,6 Millionen Mark zugenommen, die Bestände an deckungsfähigen Devisen dagegen um 25 Millionen auf 97 Millionen Mark ab­genommen.

Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am Ultimo 23,7 Prozent gegen 26,6 Prozent am 23. März d. I. Rach Abzug der bestehenden kurzfristigen De­visenverpflichtungen in Höhe von insgesamt 115 Millionen Dollar stellt sich die Deckung auf 10 Prozent gegen 11,4 Prozent am Ende der Vorwoche.

Berlin uneinheitlich, aber freundlich.

Berlin, 3. April. (WTB.-Funkspruch.) Rach einem recht zuversichtlichen Vormittagsverkehr lag die heutige Börseneröffnung kursmäßig sehr uneinheitlich, stimmungsmäßig aber durch­

stand bot, sich dann allerdings glatt geschlagen be­kennen mußte.

lieber 1000 Meter gab es den erwarteten scharfen Kampf, bei dem D r. P e l tz e r den immer in Führung liegenden Stuttgarter Paul erst im Ziel knapp schlagen konnte. Die heiß umstrittene 4 m a l 400 -Meter-Staffel wurde von den Stutgarter Kickers knapp gewonnen. Der Sprin­ter-Zweikampf wurde eine sichere Beute des Olympioniken I o n a t h vor dem Kickersmann Scheck. Im Hürdenzweikampf kam der Olympiateilnehmer Welscher - Frankfurt nicht in Schwung, in beiden Läufen siegte der Zehnkämpfer Sievert, der auch im Kugel st oßen mit der ausgezeichneten Leistung von 15,21 Meter siegte, vor Eberle (14,16 Meter) und Lampert-Karlsruhe, einem kommenden Mann, dessen Stöße regelmäßig bei 14 Meter lagen.

Den Hochsprung brachte Haag- Göppingen mit 1,80 Meter vor dem Kickersmann Flister (1,80 Meter, durch Stechen entschieden) an sich. Sievert siegte auch im D r e i k a m p f vor Eberle. In der 3 mal 1000-Meter-Staffel siegten über­raschend die Stuttgarter Kickers vor dem in dieser Saison ungeschlagenen Tv. Wittenberg.

Im Rahmenprogramm gab es ein interessantes Handballspiel, in dem die Kickers über den Militär­meisterSportfreunde" Tübingen glatt zu einem 6:0-Siege kamen. Zn der Schwerathletik zeigte die sog. 200-Pfund-Riege Stuttgarter Schwerathleten, vor allem aber die Olympiateilnehmer Zsmayr - München und Schäfer- Stuttgart prächtige Leistungen.

Kurze Gporinotizen.

Europa m ei ft er im Halbschwerge­wichtsboxen wurde der Schwede Zohn Anders­son, der in Brüssel den Belgier Jack Etienne knapp nach Punkten schlug.

Adolf Heuser, der im Titelkampf um die Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht gegen Maxie Rosenbloom verlor, stand erneut Harry Ebbets, ebenfalls einem Weltmeisterkandidaten, gegenüber. Wie bei der ersten Begegnung blieb der Deutsche auch diesmal Punktsieger.

aus freundlich. Die teilweise recht beträcht­lichen Steigerungen vom Samstag hatten beim Publikum noch limitierte Derkaufsaufträge aus­gelöst, anderseits bestand aber aus Grund gün­stiger Wirtschaftsnachrichten und infolge der inner- politischen Beruhigung neues Kaufinteresse der Kundschaft.

Verschiedene Werte erschienen mit Plus-Plus- Zeichen, so z. B. für Verkehrswesen, Allgemeine Lokalbahn, Felten, Jlse-Genuhscheine, Junghans und Leopoldgrube. Bei den Papieren, die am Samstag nicht zur Rotiz gekommen waren, er­gaben sich gegen die Freitagskurse naturgemäß stärkere Gewinne. So lagen Goldschmidt 5,75 Pro­zent und Schuckert 9,39 Prozent höher. Größeres Interesse lenkten Reichsbankanteile auf sich, bei denen die bevorstehende Generalversammlung an­regte. Schubert & Salzer gewannen bei klein­sten Umsätzen 5 Prozent, während die 2,5proz. Steigerung von JG.-Farben bei einem Llmsatz von 120 Mille zustande kam. Demgegenüber sind Rheinstahl mit einem Kursverlust von 4,75 Pro­zent, Elektrische Lieferungen mit einem solchen von 4,5 Prozent, RWE. mit minus 3 Prozent, Süddeutsche Zucker mit minus 4,5 Prozent, Miag mit minus 2,25 Prozent und Chadeaktien mit minus 4 Mark zu nennen. Von unnotierten Wer­ten zeichneten sich Wintershall- und Holzmann durch feste Haltung aus. Das Geschäft war aber auf allen Marktgebieten verhältnismäßig klein.

Am Geldmarkt war immer noch keine wei­tere Entspannung festzustellen. Der Tagesgeldsatz blieb mit 5 Prozent, für erste Adressen mit 4,90 Prozent unverändert. Reichsschahanweisun­gen werden weiter per 15. Rovember ausge­geben, für Reichswechsel soll heute eine neue Tranche per 5. Juli ausgelegt werden.

Frankfurt weiter erholt.

F r a n k s u r t a. M.. 3. April. (WTB. Drahtmel- bung.) Nachdem bereits am Samstag eine starke Erholung des Kursniveaus eingetreten war, setzte sich die Besserung der Kurse auch mit Beginn der neuen Woche fort. Von Anregung mar vor allem die weitere Entspannung der innerpoli­tischen Lage, daneben aber auch die enorme Befesti­gung der deutschen Werte an der Neuyorker Sams­tagsbörse. Ferner wirkten die internationale Roh- stahlverständigung und die Eisenpreiserhöhung an der Brüsseler Börse nach. Obgleich die Nachfrage überwog, war das Geschäft wiederum recht klein, da das entsprechende Angebot fehlte. So­weit ein Kursausgleich möglich war am Samstag

kamen nur wenig Werke zur Notiz ergaben (ft durchschnittliche Erhöhungen von 0,5 bis 1 v. H. Lediglich solche Werte, die am Wochenschluß nicht notiert waren, erzielten natürlich erhebliche Steige­rungen. Spezialwerte lagen ebenfalls wesentlich fester, so z. B. Zement Heidelberg mit plus 4 v. Sy, Kali Aschersleben mit plus 3,65 v. Sy, Scheideanstalt gewannen gegen die Notierung am Freitagabend 10 v. Sy und Schuckert 8 v. Sy Erhöhtes Interesse zeigte sich für IG. mit plus 1,5 d. Sy, wobei man auf die bevorstehende Bilanzsitzung verwies. Rüt- gerswerke erhöhten sich um 2,65 d. Sy und Metall­gesellschaft um 1 v. H. Von Montanwerten lagen besonders Harpener (plus 2,5 v.H.) und Klöckner- werke (plus 2 v.H.) fest. Bei den übrigen Werten dieses Marktes ergaben sich Erhöhungen bis zu 1,5 v. Sy Am Elektromarkt kam auf dem stark er­höhten Samstagniveau etwas Ware heraus, so daß verschiedentlich Rückgänge von 0,5 bis 0,90 d. Sy eintraten. Im großen und ganzen blieben die'Kurse aber behauptet. Sonst eröffneten noch Gebrüder Junghans 3 d. Sy, Deutsche Linoleum 2 d. Sy, Reichs­bank 1,5 v. Sy, Aku, Daimler Motoren je 1 v. Sy fester. Renten lagen ziemlich behauptet, Deutsche Anleihe gut behauptet, späte Reichsschuldbuchforde­rungen plus 1 v. Sy Pfandbriefe waren gesucht und von 1 bis 2 v. H. höher taxiert. Kommunalobliga­tionen lagen nicht ganz einheillich. Die Werte der Frankfurter Institute gewannen etwa 2,5 v. Sy Auch der übrige Aktienmarkt zeigte leichte Besserungen. Im Verlaufe bröckelten die Kurse auf Grund der Geschäftsstille etwas ab, und zwar betrugen die Rückgänge auch für Deutsche Anleihen 0,5 bis 1 v. H. Die Grundstimmung blieb durchaus freundlich. Tagesgeld war weiter erleichtert, und zwar wurde der Satz um 0,5 bis 3,5 d. Sy gesenkt.

Frankfurter Abendbörse still.

Frankfurt a. M., 3. April. Die Abenöbörss lag sehr still, da es ganz allgemein an Anre­gungen fehlte. Die weitere Befestigung der deut­schen Werte an den Auslandsbörsen fand zwar Beachtung, blieb aber auf hie Kursgestaltung ohne Einfluß. Es bestand Zurückhaltung, zumal Orders nicht Vorlagen. Die Kurse blieben in­dessen auf dem ermäßigten Berliner Schluß­niveau behauptet, nur IG. Farben lagen im Angebot und 1,13 Prozent niedriger.

Am Rentenmarkte herrschte ebenfalls Geschäftslosigkeit, doch waren auch hier die Kurse ziemlich unverändert. In Goldpfandbriefen schien zu den erhöhten Kursen teilweise eher etwas Angebot da zu sein. Reubesihanleihe 12,80, Alt­besitzanleihe 73,50, Schutzgebietsanleihe 8,25, 6proz. Stahlverein-Bonds 75, Reichsbahn-VA. 99, Dresdener Bank 61,50, Reichsbank 147,50, Gel­senkirchen 64, Phönix 45,50, Rheinstahl 80,25, Stahlverein 44,50 AEG. 30,50, Aku 36,75, CH ade 123, Cement Heidelberg 69,50, Scheideanstalt 168. IG. Farben 126,75, Lahmeyer 129, Schöfferhof 147, Hapag 21, Rordd. Lloyd 21,50.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Mauritius. Die erste, berühmt gewordene Ausgabe der Mauritius-Marken stammt vom Jahre 1847: 1 Penny, rot, und 2 Pence, blau. Die Gesamtauf­lage betrug 500 Stück, die aber bis auf 25 Exem­plare verlorengegangen sind: Von den roten Mar­ken existieren zwei ungebrauchte und elf gebrauchte, von den blauen je sechs gebrauchte und unge­brauchte. Ihr Seltenheitswrrt erklärt sich vor allem durch den falschen AufdruckPost office stattPost paid. Im Jahre 1921 wurden für beide Marken etwa 120 000 französische Franken bezahlt. Auf einer dieser Tage abgehaltenen Lon­doner Versteigerung bezahlte der englische Händler Thomas Allen für die 1-Penny 2400 Pfund, für die 2-Pence 1750 Pfund, zusammen a!so^4150 eng­lische Pfund, was bei dem heutigen Kursstand etwa 60 000 Mk. ausmacht. Auch das Reichspoft­museum besitzt übrigens diese Seltenheiten, und zwar ebenfalls eine gebrauchte 1-Penny und eine ungebrauchte 2-Pence. Außer der Ausgabe von 1847 gibt es noch etwa 12 Serienausgaben, von denen aber nur die von 1858, 1860 und 1878 grö­ßeren Wert repräsentieren. Die übrigen Mauri­tius-Marken haben nur geringen Wert.

£. v. Gegen die Beschlagnahme der Miete durch das betreffende Amt und durch andere Gläubiger, welche vollstreckbaren Schuldtitel gegen Sie er­wirkt haben, können Sie nichts machen. Ver­suchen Sie aber doch, nachdem Sie den Fall nochmals dem Finanzamt oder dem Landesfinanz­amt vorgetragen und dessen Entscheidung herbei­geführt haben, auch mit Ihren sonstigen Gläu­bigern eine Einigung durch Zuziehung eines ge­eigneten Vertrauensmannes herbeizuführen, um hierdurch die drohende Zwangsversteigerung ab­zuwenden. Stehen Ihnen Mittel zum Lebens­unterhalt nicht mehr zur Verfügung, so müsse« Sie sich an Ihre Bürgermeisterei wenden.

Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. Sy. Lombardzinsfuß 5 v. H.

Wirtschaft.

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß» kurs

Schluß». Abend» börse

Schluß» kurs

Schluß!. Mittag» börse

Datum

1.4.

3.4.

1.4.

3-4.

6% Deutsche Reichsanlethe v. 1921

84,25

84,75

83,75

84,75

6% etiem.7% Dl. Retchsanl. v. 1929

96

95

95,75

95

6%% Doung-Anleihe von 1930 ..

83

83

83,9

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechlen ............

76

73,5

75,65

73,25

Deögl. ohne Auslos.»Rechte......

13,4

12,8

13,4

12,8

6% ehem. 8% Hess. Volksstaat 1929

lrückzahlb. 102%) ......

83

86,9

86

87,5

Oberhessen Provinz.Anleihe mit

Auslos.-Rechlen .............

Deutsche Komm. Sammelab l.Aw

leihe Seriel mit Auslos.-Rechten

71,5

72

72

72,5

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 16 unkündbar bis 1935

88

89,75

6% ehem. 7% Franks. Hrw.-Bani Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

89,75

W*% ehem. 4'/r% Franks. Hyp..

Bank»LIqu.»Psandbriese .....

87

89,5

6/2% ehem. 414% Rheinische Hyp.-Bank-Liäu.-Goldpse.....

87,75

89

6% ehem. 8% Pr. Landespfand

briesanstalt, Pfandbriese R. 19

89

90

89

89,5

6% ehem. 7% Pr. Landespsants

briesanstalt, Pfandbriefe R. 10

89

90

-

4% Oesterretchische Goldrente....

13,4

_

14

_

4,20% Oesterretchische Silberrente

1,13

1,1

1,15

1,25

4% Ungarische Goldrenle.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

-

4'/.% be4gl. öon 1913 ........

6% abgest. Goldmexikaner von 99

6,25

_

__2

4% Türkische Zollanieihe von 1911

4% Türkische Bagdad bahnen leihe

4,65

4.75

4,8

4,8

Serie 1 . ..................

-

5,2

5,25

4% desgl. Serie 11 .............

5

5,4

5,4

6% Rumän. veretnh. Rente v. 1903

6,75

5,75

5,9

4s4%RumLn.oeretnh.Renl?v.l91ö

10,8

9,3

_

4% Rumänische vereinh. Rente ..

5

5,8

4,85

5

16% Anatolier...............

25,5

24,75

25,9

Frantiuri a. M.

Berlin

Schluß» kurs

Schluß!. Abend» börse

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag» börse

Datum

1-4.

3-4.

1.4.

3.4.

Hamburg-Amerika-Pakei .....o

21

21,75

21

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa Dampfschiff...........0

-

33

33

Norddeutscher Lloyd .........0

21,5

23

21,25

A ®. für Verkehrswesen Akt. .. 0

52

51,5

Berliner Handelsgesellschaft.... 4

96

96,5

97,75

Commerz, und Privatbank... 0 Deutsche Bank und Disconto»

53,5

53,5

53,5

53,5

Gesellschaft................o

70

70

70

70

Dresdner Bank..............0

61,5

61,5

61,5

61,5

Reichsbank ................. 1

148

147,5

146,25

147,25

A.E.G......................0

32,25

20,5

32

30,4

Elektr. LIeferungSgesellschast ... 5

-

89,5

85

Licht und Straft ............g

102,75

103,75

100,75

Felten & Guilleaume ........o

Gesellschaft für Elektrische Unte»

65

64

64

nehmunge»............... 4

92

90

93,75

90,5

Rheinische Elektrizität ........5

96

Schuckert L Co............o

100

97,75

Siemens & Halske........... 9

156,5

156,5

158

155,75

Lahmeyer L Eo..............10

129

129

130

129

Buderus ...................o

59,5

59

59

60

Deutsche Erdöl ............. 4

100

100,5

100

99,13

Gelsenkirchener..............0

64,5

64

64,5

62,25

Harpener...................0

Hoesch EisenKöln-Neuessen.. o

Ilse Bergbau .............7

alle Bergbau Genüsse........7

Klöcknerwerke ...............0

84,5

86,5

115

61

85

68

168

109,5

61

83

66,13

170

115

61,13

Mannesmann-Röhren........0

69,75

70,5

69,5

68,25

Mansselder Bergbau......... 0

27

26

25,25

Sberschles. Kokswerke.........0

77

77

Phönix Bembau.............0

Rheinische Braunkohlen ......10

45,5

45,5

45

45,75

200,5

203

200

Rhetnslahl..................o

80,25

83,75

81,5

Datum

Veretnigre Stahlwerke........o

OtavI Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........6

Kaliwerke Salzdetfurth.......9

3 G. Farben-Jnvusirie....... 7

Scheidcan statt...............10

Goldschmidt ................ o

Rütgerswerke ............... 0

Melalltzelelllchaft.............0

Philipp Holzmann...........0

Zementwerk Heidelberg ......4

Eementwerk Karlstadt.........0

Wayß & Drehtag ............0

Schultheis Patzenhoser........o

Atu (Allgemeine Kunstseide) ... 0

Bemberg ................o

Zellstofk Waldho, ............0

Zellstoss Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ............... 7

Daimler Motoren............ o

Deutsche Linoleum ..........0

Orenstein L Koppel .......... 0

Leonhard Tietz.............. r,

Thade......................12

$ranffurt a.M.

Berlin

Schluß» !urs

Schluß!. Abend» börse

Schluß» kurs

Eidlußk. Mittag» börse

1-4.

3.4.

1.4.

3.4.

44

44,5

44,25

44,5

18

17,75

18

128

132,75

129,13

131

134,5

134,75

132

134,25

200,75

202

203

201,5

127,75

126,75

127

127,9

168

55,5

56

56

52

52,25

54

51

36

37

36,5

38

53

52,75

53,75

65

69,5

6

_

112,5

110,13

38

36,75

38,5

36,75

50,25

51

50,5

51,5

54

53,5

53

25

28,5

27,9

28

114

113,9

30

29,75

30,25

30

40,5

41,25

42

40,25

50,5

49

26

28

27,25

28

143

129

123

Grihner....................o| l

Matnkraslwerke Höchst a.M. ... 4 69 1

Süddeutscher Zucker .........8| 153,75 |

-I ?l

151 I 154,5 I

35,5

150

Banknoten.

Devi enmartt Berlin Frankfurt a. 2H.

1. April

3. Apiil

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brie'

Geld

Brie-

Helsingsors..

6,339

6,351

6,339

6,351

Wien.......

47,70

47,80

47,45

47,55

Prag.......

Budapest...

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ...

169,43

169,77

169,43

169,77

Oslo.......

73,53

73,67

73,53

73,67

Kopenhagen.

64,14

64,26

64,14

64,26

Stockholm...

76,02

76,18

76,02

76,18

London .....

14,36

14,40

14,36

14,40

Buenos Aires

0,818

0,822

0,818

0,822

Neuyork....

4,194

4,202

4.196

4,204

Brüssel.....

58,51

58,63 -

58,51

58,63

Italien.....

21,53

21,57

21,53

21,57

Paris......

16,48

16,52

16,48

16,52

Schweiz ....

80,97

81,13

80,96

81,12

Spanten....

35,36

35,44

35,36

81,97

35,44

Danzig....

81,97

82,13

82,13

Japan......

0,899

0,901

0,899

0,901

Rio de Jan. .

0,239

0,241

0,239

0,241

Jugoslawien

Lissabon....

5,155

5,165

5,145

5,155

13,07

13,09

13,07

13,09

Berlin, 3. April

Geld

" Brief

Amerikanische Noten..............

4,18

4,20

Belgische Noten..................

58,35

58,59

Dänische Noten .................

63,77

64,03

Englische Noten .................

14,32

14,38

Französische Noten...............

16,44

16,50

Holländijche Noten...............

16M6

169,74

Italienische Noten................

21,51

21,59

Norwegische Noten ..............

73,35

73,65

Deutsch Oeiterretch, 4 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

2,46

2,48

Schwedische Noten...............

75,85

76,15

Schweizer Noten.................

80,78

LI. 10

Spanische Noten.................

35.23

85,37

Ungarische Notnr................