Ausgabe 
1.2.1933 Erstes Blatt
 
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Sie Sieger imGroßen Preis der Republik".

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DerGroße Preis der Republik", das Hauptereignis des Berliner Reit- und Fahrturniers, brachte einen überragenden Erfolg der deutschen Tierzucht. Von links nach rechts: Frau Irmgard v. Opel und Herr o. S y d o w , dieTotes Rennen" machten, und Oberleutnant M o m m , der den dritten Platz belegte, bei Der Siegerehrung.

Odecheffen.

Krankenhaus-Neubau in Bad-Nauheim.

Bad-Nauheim, 31. Jan. Der Stadt- r a t beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit einer Vorlage der Stadtverwaltung über den N e u - baueinesKrankenhat^ses. Der Bau ift für 60 Betten vorgesehen. Diese Zahl reicht mit den 30 Betten, die das bereits vor einigen Jahren er­richtete Jsolierhaus aufweist, für die vorhandenen Bedürfnisse aus. Sollte in späteren Jahren eine stär­kere Inanspruchnahme zu erwarten sein, so könnte dieser durch den Anbau von Flügeln entsprochen werden Die Kosten des jetzt vorgesehenen Baus, der in bester Lage am Rande des Stadtwaldes er­stehen wird, belaufen sich auf 510 000 Mark, von denen 400 000 Mark in dem Krankenhaus-Baufonds bereits vorhanden find. Der fehlende Rest wird in wenigen Jahren aus Einnahmen der städtischen Ver- mögensrechnung ohne besondere Belastung der Bür­gerschaft aufgebracht werden können. Bei dieser Fi­nanzierung entfällt in Zukunft jede Verpflichtung zur Verzinsung der Bausumme: nur eine mäßige Abschreibung wird vorgenommen werden. Daß der Neubau eines Krankenhauses für unsere Badestadt eine dringende Notwendigkeit ist, wird allgemein an­erkannt. Das kam auch in der Sitzung des Stadt­rats von allen Rednern zum Ausdruck. Einige Stadt­räte wünschten nur eine Hinausschiebung des Pro­jekts auf mindestens ein Jahr. Schließlich sprach sich der Stadttat mit 11 gegen 8 Stimmen aber doch für sofortige Inangriffnahme des Baues aus.

Saison-Bilanz in Bad-Nauheim.

= Bad-Nauheim, 31.Ilan. Das hes- fischeStaatsbad hatte im 3ahre 1932 einen Gesamtbesuch von 25 441 Gästen (gegen 31216 im Jahre 1931). Deutschland war mit 21 504 (84,5 v. H.), das Ausland mit 3937 (15,5 v. H.) Besuchern beteiligt. Die Gesamtübernach­tungszahl betrug 563 696; die Durchschnittsübcr- nachtungezahl pro Gast war 22. Diele Be h lt.iis- zahl lautet günstiger, wenn man die Passanten, die durchschnittlich nur zwei Nächte hier wellten, ausnimmt. Dann ergibt sich, daß die deutschen Kurgäste rund 29 Nächte, die Ausländer rund 30 Nächte hier blieben. Mit diesen durchschnitt­

lichen Llebernachtungszahlen marschiertBad-Nau- heim an der Spitze aller deutschen Bäder, ein Beweis für den guten Ruf, den das hessische Staatsbad als Heilbad unverhindert behauptet. Wie in allen anderen Kurorten, war auch der Besuch Bad-Nauheims durch die Wirtschaftskrise beeinflußt. Der prozentuale Rückgang verminderte sich jedoch im Herbst wesentlich und wandelte sich, mit den Neuanmeldungen der gleichen Zeit des Borjahres verglichen, in den letzten Monaten 1932 sogar in einen Zugang um. Der Rückgang der Ausländer verteilt sich auf alle Länder bis auf Spanien, das einen kleinen Zugang brachte. Am geringsten war der Rückgang bei den Schwei­zer und den holländischen Kurgästen.

Gute Spende für das Zugend-Notwerk.

~ Langsdorf, 31. Jan. Unsere Gemeinde hat ihre Teilnahme am Notwerk der deut­schen 3 u g e n b bekundet. Bürgermeister Kneipp legte gelegentlich eines Bortragsabends den Sinn und den Zweck der Sache bar. Danach haben unsere jungen Mäbchen bie Sammlung durchgeführt. Gezeichnet wurden 3 2 M a r k in bar, etwa 45 Zentner Kartoffeln, llei- ncre Mengen Hülsenfrüchte, Fett- und Wurst waren. Dieses . ist die fünfte derartige Sammlung in der Gemeinde seit Beginn des Winters

.::dkreis Gictzcn

Leihgestern, 31. 3an. Am Samstag hielt der KnegervereinHasst a - Leihgestern seine Hauptversammlung ab. Nach Erledigung der Ta­gesordnung (Rechnungsablage und Borstands­wahl) verbrachte man noch einige Stunden in kameradschaftlichem Beisammensein.

± Burkhardsfelden, 31.3an. Gestern gegen 22.30 Uhr wurde die hiesige Feuerwehr alarmiert. 3n einem Hause in der Gartenstrahe war in einem Schlafzimmer ein Brand ausgebro­chen, der nicht gleich bemerkt wurde, da der Be­wohner nicht zu Hause war. Die Feuerwehr griff energisch ein, konnte nach zweistündiger Tätig­keit das Feuer löschen und dann wieder abrücken. Die gesamte Einrichtung des Schlafzimmers fiel

Einnehmen / fen. Wenn^

Veränderung im Gießener ötabtrat. Als Nachfolger bes verstorbenen ^adtratsmitglieds Rechtsanwalt Hornberger O^PD.s tritt der Krankenkasseangestellte Theobor Ruhl (SPD.) in den Stadtrat ein.

LU Lehraufträge an der Landes- Universität. Von ber Pressestelle bet Uni­versität Gießen wirb mitgcteiU: 3n ber Philo­sophischen Fakultät, 2. Abteilung, unserer Lanbes- universität würben folgende Lehraufträge erteilt: an den außerplanmäßigen außerorbentlichen Pro­fessor Dr. Karl Hummel für Paläontologie; an den Borsitzenben des Arbeitsamtes Gießen, Regierungsrat Dr. Bues. für Arbeitsmarkt unb Derufskunbe.

Das Vorlesungsverzeichnis bet Universität. Das Vorlesungsverzeichnis für bas Sommersemester 1933 in Verbindung mit dem Personenbestandsverzeichnis der Landcsuniversität ist e^ ich lenen. Der Beginn ber 3mmatrilulationen ist auf ben 24. April, ber Beginn ber Vorlesungen auf ben 1. Mai 1933 festgesetzt.

E i n kommuni st ischer Demonstra­tio n s z u g als Protest gegen bie neue Reichs­regierung bewegte sich gestern abenb von 08- walbsgarten aus burch mehrere Straßen ber ©tabtmittc nach bem Branbplatz. Hier schloß sich eine Versammlung unter freiem Himmel an, bei ber zwei Redner kurze Ansprachen im kom­munistischen Sinne an bie Menge hielten. Sobann löste sich bie Demonstrationskunbgebung nach bem Abmarsch auf. Aus ber Mitte bes Zuges, an bem schävungsweise 700 Menschen tellnahmen, würben oftRiebet"-Ruse gegen die neue Reichs- regierung sowie Schmähtufe gegen bie NSDAP, laut. Die Polizei hatte umfassenbe Maßnahmen zur Sicherung ber öffentlichen Orbnung getroffen. Zu Zwischenfällen ist es nicht gekommen. j

" Unfälle durch Glatteis Gestern vor­mittag stürzte die im Hause Mühlstrahe 10 woh­nende Ehefrau Feußet, als sie sich im Hose in die Waschküche begeben wollte, auf der ver­eisten Treppe so unglücklich, bah sie einen Unter- schcnkelbruch erlitt. Die bebauemswette Frau wurde von ber Freiwilligen Canitätskolonne vom Roten Kreuz nach bem Evangelischen Schwestern­haus verbracht. - Auf ber Lanbsttahe zwischen Grohen-Linben unb Klein-Linben tarn burch bie starke Vereisung bet Straße bas Auto des Kauf­manns Anbrcas Zeih aus Holzheim in- Schleu- betn und stürzte um. 3n dem Wagen wollte Zeih seine Tochter nach Gießen zur Schule fahren. Die Schülerin blieb zum Glück unverletzt unb konnte sich mit ber Dahn nach Gießen begeben, bagegen erlitt ber Vater mancherlei Quetschungen unb mußte mit einem anberen Auto nach Hause ge­bracht werben. Das bcschäbigte Auto würbe nach einer Reparaturwerkstatt in Gießen abgeschleppt.

** Wiebersehensfeier der 105. I n - fanterie-Division Am 12. Februar findet im Hotel Kobel zu Gießen eine Wiedersehensseter aller Kameraden der ehemaligen 105. Infanterie- Division (Mackensen) statt. Die Vorbereitungen für die Wiedersehensfeier sind in vollem Gange. Die Kameraden des 129. und des 21. Infanterieregi­ments, sowie des 209. Feldartillerieregnnents, als auch die ftameraben aller dazu gehörigen Forma­tionen sind zu dieser Feier durch den vorbereitenden Ausschuß eingeladen. Interessenten seien auf die heutige Anzeige aufmerksam gemacht.

aber nicht zu fett fein. 3m Grunde ist Orangen- saft in diesem Falle gesunder. Obst aller Art darf in bem Speisezettel nicht fehlen. Als einzige Ar»nei soll man bem Kinbe täglich einen flachen Teelöffel voll doppelkohlensaurem Natron geben, in Limonade aufgelöst, weil dieses Mittel der eäurcbUbung entgegenarbeitet und durchaus ^"Bc^öäuglingen ist es möglich, schlechte Ver­dauung durch die Diät ber Mutter zu beein- fluffcn bie viel frisches Obst unb Gemüse elfen unb zwischen ihren Mahlzeiten häufiger kaltes Wasser trinken sollte. Wirb bas Kinb trotzdem »u dick, was durch regelmäßige Gewichtsmessun- gen festgestellt werden muß, so soll man ihm zwei Teelöffel abgekochtes warmes Wasser kurz vor jeder Mahlzeit geben. Hat bas Kinb bagegen Untergewicht, so soll man ihm zum der Mahlzeiten etwas mehr Zeit lassen.

daS Kinb brei Monate alt ist, soll man ihm täg­lich einen Löffel Orangensaft geben.

Zimmermeister-Zwangsinnung des Kreises Gießen

Unter starker Beteiligung ber Mitglieder fand in Gießen im RestaurantAuerhahn" eine ordentliche 3nnungsversammlung ber Zirn- mermeifter-3tpang8-3nnung statt, bie vorn Vor- sihenben, Zimmcrmeister Rinker- Ronnenroth, geleitet wurde. Der Versammlung ging eine Dorstandssihung und bie Rechnungsprüfung vor­aus. Bei ber Prüfung ber Rechnung ergaben sich keinerlei Einwände, so bah bem Rechner, Herrn Kirchner- Gießen, Entlastung erteilt, sowie Dank unb Anerkennung für seine Arbeit aus­gesprochen werben konnte. 3n ber 3nnungsver- sammlung wies der Obermeister der 3nnung. Herr Rinker, darauf hin, daß sich das Hand­werk noch immer in größter Notlage befinde und man nur wünschen könne, daß das 3ahr 1933 eine Besserung bringen möge. Diese könne für das Handwerk aber nur durch engen Zusammen­schluß aller Berufszweige erreicht werden. Ge­schäftsführer Kirchner erstattete den Bericht über die Tätigkeit der 3nnung. Es könne fest- gestellt werden, daß im vergangenen 3ahre viel Arbeit für die Mitglieder geleistet worden sei. Er wies daraus hin, daß die Mitglieder noch mehr von den Einrichtungen Gebrauch machen sollten, durch die ihnen in vielerlei geschäftlichen Angelegenheiten Rat und Auskunft zuteil werden könne. Nach Erledigung der Tagesordnung wurde u. a. noch beschlossen, an den maßgebenden Stel­len darauf hinzuwirken, daß die Strompreise für Kraftbetriebe, die als zu hoch erachtet wur­den, gesenkt werden. Ferner soll auf eine zins­lose Stundung aller Holzgelder bis Martini hingewirkt werden. Mit besten Hoffnungen und Wünschen für eine bessere Zukunft des Hand­werks wurde die Versammlung geschlossen.

Daten für Mittwoch, t.Fevruar.

1733: Friedrich August der Starke, Kurfürst von Sachsen. König von Polen, in Warschau gestorben; - 1874: bet Dichter Hugo von Hofmannsthal in Wien geboren; 1905: ber Maler Oswald Achenbach in Düsseldorf gestorben.

Kor n oliven

Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater, 19.30 bis gegen 22.30 Uhr,Das DretmäderlhausHotel Schütz", 16 und 20 Uhr, Vortrag überMabag '-Heihluftherd mit praktischen Koch-, Brat- unb Dackvorführungen. L:chtspielhaus, Bahnhofstraße:Annemarie".

Aus dem Stadttheaterbureau wirb uns geschrieben: Zum ersten Mal in dieser Spiel­zeit und in neuer Inszenierung die OperetteDas Dreimäderlhaus" unter Patll W r e d e s Spiellei­tung. Musikalische Leitung: Kapellmeister Moehl; Einstudierung der Tätzze und Solotanz: Ballett­meister Ewald B ä u l k e und Frau. 17. Vorstellung im Mittwoch Abonnement Operettenpreise, Schüler­karten haben Gültigkeit. Spieldauer von 19.30 bis 22.30 Uhr. Das Austauschgastspiel des Stadt­theaters Koblenz mit einer Aufführung des Schau­spielsGestern und heute" von Christa Winsloe, das der Film zu feiner Drehbuchhandlung des auch in Gießen bekannten FilmsMädchen in Uniform" verwandte, findet morgen, Donnerstag, 20 Uhr, statt. In der Rolle des Fräulein von Kesten gastiert die bekannte Schauspielerin Hedwig Schlichter, die diese Rolle bei den Berliner Aufführungen über hundertmal spielte. Spielleitung hat Intendant Bruno Schoenfeld (Koblenz). Die Vorstellung ist außer Abonnement zu ermäßigten Operetten­preisen. Für Abonnenten ermäßigte Schauspiei- vreise. Schülerkarten haben keine Gültigkeit. Spiel­dauer 20 bis gegen 23 Uhr. Freitag, 3. Februar, 17. Vorstellung im Freitag-Abonnement. Sbake- speares Trauerspiel:Hamlet". Die Titelpartie spielt wieder Karl Bruck, der infolge Krankheit bei der letzten Aufführung verhindert war.' Gewöhnliche Preise. 20 bis 23 Uhr. Für Samstag, 4. Februar, sieht der Spielplan eine Volksvorstellung vor mit Vleil Grants KomödiePolitik der Weiberröcke". 20 bis 22.15 Uhr. Der deutsche Weltflieger Wolf­gang von Grockau spricht am Sonntag, 5. Fe­bruar, 20 Uhr, in einem Lichtbildervorttag über seine Erlebnisse bei seinem Weltflug. Ende 22 Uhr.

Ausstellung der Arbeiten des weiblichen Freiwilligen Arbeits­dienstes. Der Allgemeine Deutsche Frauen­verein, Ortsgruppe Gießen, der sich um die Durch­führung des weiblichen Freiwilligen Arbeits­dienstes in unserer Stadt in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsdienst sehr verdient gemacht hat, ver­anstaltet vom Donnerstag, 2. Februar, bis ein­schließlich Dienstag, 7. Februar, eine Ausstellung der im weiblichen Freiwilligen Arbeitsdienst für die Gießener Winterhilfe hergerichteten Klei­dungsstücke. Die Ausstellung ist während der Zeit von 11 bis 13»Uhr und von 15 bis 17 Uhr täglich im Turmhaus am Brandplah zu besichtigen. Aus die heutige Anzeige sei besonders hingewiefen.

dem Feuer zum Opfer. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt.

* Ettingshausen. 31. 3an. Am Sonn­tagabend veranstaltete der hiesige Männer- gesangvcrcin Concordia einen wohl­gelungenen Lieder- und Unterhaltungsabend, den Lehrer Erb von hier leitete. Als Solisten wirk­ten mit die Herren Bolz (Alten-Buseck), Wei­mer (Gießen) und Adols Keil (Ettingshausen), die sich als gute Violinspieler auswiesen. Herr Schneider (Gießen) zeigte seine schöne Kunst als Eettospieler, während Herr Lehrer Erb mit bekannter Meisterschaft die Klavierpartien über­nommen hatte. Die von dem Gesangverein vor- getragenen Chöre legten Zeugnis von großem Fleiß ab und wurden mit beifälliger Anerken­nung ausgenommen. Zum Dortrage kamen u. a. Werke von Mozart, Silcher, Schumann usw. De« zweite Teil brachte außer einigen Konzertstücken noch heitere Szenen, in denen Herr Wilhelm 3 o r von hier großen Beifall erntete. Alles in allem war die Veranstaltung ein rechter Dolksabend int besten Sinne des Wortes und ein Beweis für die Leistungsfähigkeit des Vereins, die er unter Führung seines Vorsitzenden, Förster Keil, und unter dem Dirigentenstab von Lehrer Erb er­reicht hat.

-y- Grünberg, 30. 3an. Am Samstagabend hielt der hiesige Turnverein (D T.) seine sehr gut besuchte Hauptversammlung imTau­nus" ab. Aus dem 3ahresbericht des 1. Spre­chers, Lehrer Wenzel, sowie aus den Berich­ten der einzelnen Fachwarte war zu entnehmen, daß der Verein auch im abgelaufenen 3ahre eine rege turnerische Betätigung entfaltete und mit Erfolg an den Gauveranstaltungen teilnahm, denn es konnten 44 Siege errungen werden; eine be­sonders gute Entwicklung zeigen die Schwimm­riege und die Schülerinnen-Aoteilung. Die Mit­gliederzahl hat sich auf der gleichen Höhe ge­halten, 191 gegen 190 im Vorjahr. Am 10. No­vember dieses 3ahres kann der Verein sein 50jähriges3ubiläum begehen. Für dieses 3ahr ist ihm die Abhaltung des G a u s ch w i m - mens übertragen worden, der ursprünglich fest­gesetzte Termin (16. 3uli) wird wahrscheinlich eine Verschiebung auf den 20. August erfahren. Dis vom Kassenwart, Fabrikant Kar! Schmidt, vorgetragene 3ahresrechnung schloß mit einem Umsatz von rund 3000 Mark ab. Auf Antrag der beiden Kassenprüfer, Otto Matthies Jen. und Heinrich Robert, wurde dem Rechner Ent­lastung erteilt. Die Vorstandswahl hatte folgen­des Ergebnis: 1. Sprecher Lehrer Wenzel, 2. Sprecher Schreinermeister Fritz Gehringer an Stelle des nach Gießen verzogenen Vermes- fungsrates Lichtenfels, 1. Kassenwart Fabri­kant Karl Schmidt, 2. Kassenwart Buchhändler Karl Büttel, 1. Schriftwart Derwaltungs- sekretär Heinrich L i st m a n n , 2. Schriftwart Fabrikant Heinrich Schmidt HL, Zeugwart Ztgarrenhändler Karl Möser, als Turnwarte: Karl S ch m a d e l, Philipp Bender, Karl Keil und Friedrich Frank, Leiter der Tur- nerinnen-Abteilung Fritz Gehringer, sowie Gertrud Dock und Martha Zipp, welch letz­tere auch mit Marianne Don - Eisf die Schä­le r i n n e n übernimmt. An Stelle des verzoge­nen Fechtwartes Fritz Noll wurde Uhrmacher Hermann Pfeffer für diesen Posten bestimmt, als Schwimmwart Otto Matthies jun., der auch an Stelle des zurückgetretenen Spielwartes Otto Römer dessen Amt übernimmt. Als Ver­treter für den Gauturntag wurden Lehrer Wen­zel und Heinrich Schmidt 111. bestimmt. Die Trommler- und Pfeifer-Abteilung übernimmt Friedrich Schröder. Eine längere Aussprache fand über den geplanten Umbau der Turn­halle statt, als deren Ergebnis folgender An­trag einstimmig zur Annahme kam:Die heutige Hauptversammlung erklärt sich grundsätzlich da­mit einverstanden, daß der Umbau der Turn­halle alsbald in Angriff genommen wird. Sie beauftragt den Dorstand, unter Hinzuziehung von Vertretern der Stadt und anderer Kreise der Bürgerschaft alsbald die nötigen Vorarbeiten für den Umbau und dessen Finanzierung möglichst kostenlos zu treffen. Einer außerordentlichen Hauptversammlung soll die endgültige Beschluß­fassung hierüber Vorbehalten bleiben.

Kreis Büdingen.

Nidda, 31. 3an. Die Erkrankungen an Grippe haben sich unter den schulpflich­tigen Kindern unserer Stadt in den letzten Ta­gen erheblich vermehrt. Allein in der Volks­schule fehlten gestern 40 Kinder wegen Erkrankung an Grippe. Die Ausfälle im Unterricht sind so stark, daß der Schulbetrieb zum Teil geschlossen werden mußte.

Kreis' Schotten.

X Schotten, 31. 3an. Aus Anlaß der Er­nennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler fand hier eine große patriotische Kund­gebung statt. Die Gemeinde hatte sich am Rathaus versammelt. Unter Dorantritt der Mu­sikkapelle bewegte sich ein großer Facke 1 zug drnch die Straßen der Stadt und zog vor das Rathaus. Hier gedachte zunächst Dr. K o p i t s ch namens der NSDAP, des Führers Adolf Hit­lers, dem die schwere Derantwortung des Reichs- tanzleramtes nach langen Kämpfen nun auferlegt worden sei. Nach dem Horst-Wessel-Lied faradr Bürgermeister Wengel namens der Stadt, die im vorigen 3ahre Adolf Hitler zu ihrem Ehren­bürger ernannte Er gedachte in ernsten Worten der Schicksalsstunde, die für das deutsche Dolk angebrochen sei. Nicht nur in Schotten, sondern im ganzen Reich huldige das endlich national geeinte Dolk, SA, Stahlhelm und die deutsche 3ugend dem greifen Feldmarschall und seinem neuen Kanzler. Möge unseren Führern des Dolles die Kraft gegeben werden, unser Land und Doll einer des eren Zukunft entgegenzu­führen. Das Hoch au das Vaterland wurde von der Menge begeistert ausgenommen. Das Deutsch­landlied ichloß sich an.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen.

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