dem
Er erwart sich den Hausorden von' Armeekorps ernannt.
Als Führer
eines Panzerkorps immer in vorderster Linie
reite am 3. September stand General der In sanier re Strauß mit seinen tapferen Pommern und Brandenburgern an der Weichsel. Den^Polen war damit jede Rückzugsmöglichkeit nach Süden abgc» schnitten. Eine leuchtende Wasfentat war vor allem der Angriff des Korps am 2. September auf die Seeinsel bei Crone, westlich der Brühe. Die hier befindlichen, stark verdrahteten polnischen Stellungen wurden im stürmischen Anlauf durchbrochen. Wo der Pole sich noch wehrte, wurde er zum Teil im Nahkampf mit der blanken Waffe
Erwähnung finden.
So bildet Schleswig-Holstein wie in seinem katto« graphischen Bild auch kulturell die Brücke, dtt Deutschland mit dem Norden verbindet, und die Tradition einer bodenständigen Kulturidee hot hier stete über manches Trennende und Verschieden' artige obgesiegt.
Will man den Charakter der Landschaft zeichnen, die sich rings um die alten Schlösser und Hose schließt, so findet man darin einen merkwürdigen. Zusommenklang von urtümlich gebliebener Natur und einer verfeinerten Pflege, die die ganze Lano- schaft gleichzeitig in einen „englischen Park" verwandelt hat. Das flächig, dann wieder Ieid)C hügelige Wiesengelände breitet sich wie ein Teppich! feierlich aus den Seen steigen Buchenwälder, bilden kleine Inseln oder Halbinseln, teils mit fünft* lichen Anlagen und fremden Sträuchern geschmückt: man fühlt, wie Jahrhunderte diese Landschaft ZE verschönen trachteten. Gleichsam Bauernhöfe größeren Formats — so liegen breitgestreckt die Herrenhäuser und Herregaards in dieser Landschaft, I1* unterbrechen sie nicht, sie betonen sie noch. Das gibt dem betrachtenden Gast ein unvergleichliches Gefühl der Ruhe. Wenn diese Landschaft gerade für die Romantik, für Johann Heinrich 23 o B - der bei Plön auf dem Parnaß (die Stelle peiB3 heute noch so) mit seinen Freunden zusammenka^ oder für O e h le n s chl ä g e r, der auf so manchem Hofe in Dänemark zu Gast war, eine „Insel o» frohen Einsamkeit" bedeutete (wie Klopstock das m seiner Ode „Stintenburg" nannte), so haftet N« Gegend auch heute noch allenthalben etwas von jener stillen Romantik an, die im Liede ihren reinsten Ausdruck findet. Liegen aber die Seen um Buchenwälder wie unbeweglich in der Mittagssonne eines Sommertages, dann meint man, von de inneren und äußeren Ruhe dieses Bildes gebann - die Zeit habe hier wirklich eine Pause gemache- und man fühlt den Pulsschlag eines ewigen Lebens
LUllllUjUl, J-.w» O“1" ---
_ ____zum General der Infanterie be.
und zum Kommandierenden General eines
Größten der Literatur, für Klopstock, Schiller, Hebbel, hatte. Man weiß anderseits in Dänemark auch, wie stark der Einfluß der deutschen Kultur gerade auf die dortige Geistesentwickelung im 18. und 19.Jahrhundert gewesen ist, Andersen , B a g g e s e n, O e h l e n s ch l ä g e r und viel« andere waren als Gäste mit innerem Erfolg m Deutschland. Mittler dieses Kulturaustausches aber waren vor allem immer wieder jene alten Geschlechter, deren Schlösser (wie Ahrensburg, Ascheberg, Nienhof, Panker - Hessenstein, Rantzau, Nehmten oder drüben Broholm, Egeskov, Hvidkilde oder — das Kleinod auf Südfünen — Brahetrolleborg) immer wieder in der Geistesgeschichte des Nordens
rensitzen Holsteins und den sie umgebenden Park- ' anlagen und Gärten zum Ausdruck kommt, setzt sich in den „Herregaards" drüben nur fort. Wir wissen aus der Geschichte, welche Bedeutung diese Schlösser.Holsteins hatten, als die Städte noch klein und für die Geisteskultur noch nicht von der späteren Bedeutung waren. Diese alten Herrensitze waren damals die eigentlichen Zentren des politischen und Geisteslebens: die Stätten, von denen die hervorragendsten Diplomaten und Gelehrten stammten, die den Geist'des Nordens bestimmten, indem sie ihre bodenständige Tradition mit -der weltmännischen Erfahrung zu einem besonderen Typus zu vereinigen wußten.
Wenn man Gelegenheit findet, nicht nur die Landschaft hüben und drüben der Grenze eingehender zu studieren, sondern auch einzelne jener Schlösser und Herregaards kennen zu lernen, so ist man bald von der Bedeutung eines deutsch-nordischen, insbesondere des deutsch-dänischen Kulturaustausches überzeugt, der hier seit der Renaissance, besonders aber dann im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert auf diesen alten Stammsitzen stattfand. Schon das äußere Bild der Schloßbauten charakterisiert den „Typus", der sich hier aus dem freien Bauerntum entwickelte. Dabei waren es neben I a r d i n und dem großeli dänischen Architekten C. F. Hansen vorwiegend Deutsche, die als Baumeister der Herrenhäuser hervortraten: Nomen wie Claus Stallknecht, Jasper Car- st e n s, Johann Peter Hermann kehren immer wieder. Die Bauherren selbst (an ihrer Spitze Heinrich Rantzau, Statthalter von Holstein, der größte Bauherr des Nordens im 16. Jahrhundert und einer der bedeutendsten Gekehrten jener Zeit) waren zugleich die feinsinnigsten Kenner und Pfleger jener Kultur, die hier überall festen Boden für ihre Entfaltung fand. So forderte bereits Rantzau bei der Errichtung eines seiner zahlreichen Schlösser, daß es nicht gegen anstürmende Feinde erbaut werde solle, „sondern damit es gute Freunde angenehm aufnähme und später den heiligen Musen diene". Und das war um die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der ja auch Holstein und das heutige Grenzland nicht verschonte! Spätere Mittelpunkte einer hohen Geisteskultur, wie unter B e r n • ft o-r f f auf Stintenburg und Borstel, konnten dem Ideal noch mehr huldigen und wurden-vor allem in der Zeit der deutschen Klassik und der norddeutschen und dänischen Romantik zu gastfieund- lichen Stätten für alle, die am Kulturleben teil- , hatten. Es sind überall auch heute noch die gleichen , Geschlechter, die Rantzaus, Reventlows, Ahlefeldts, Schimmelmanns, Plessens I usw., die hüben und drüben der Grenze die alte
Mann ist d«r Marinelard und Edens srierfleisch verkauft, da di« Lieferung van srifchem rvaren vettr^u Auch Laubet aus^ Pari- -ntfandte Fleifch verfag.
men — aber da drückt er mich schon mit einem l freundschaftlichen Hieb seiner Pratze in den Sitz zu- i ^Blew sitzen, Otto!" brüllt er besorat. „Du mußt i dich schonen, alter Freund! Denk an deine Gallen- . steine! Wer ich hab' etwas für dich! Uebn^ens s teil' dir vor: Schon vor ein paar Wochen hab ich i da in der Straßenbahn einen dämlichen Kerl an- 1 gesprochen, der dir zum Derwechseln ähnlich sah!
„Ich stöhnte.
„Aha!" trompetete er. „Also noch immer das alte Leiden! Gallensteine, nicht wahr?"
„Ja", sagte ich ergebungsvoll, „ich glaube, letzt habe ich welche!"
Schlösser und Herrensitze des Nordens.
Von Rudolf Adrian Dietrich.
Wenn man van Berlin aus nach dem Norden Deutschlands reift, macht sich bald eine wesentliche Veränoerung des Landschastsbildes bemerkbar. Das Herrschaftsbereich der Kiefer hört etwa mit dem Gebiet der Mark auf. Anstelle des hochstämmigen Nadelgehölzes mit den Fächerkronen treten die satten, grünen Buchenwälder, die sich nun bis wett über die Nvrdmark hinaus erstrecken. Aber auch sonst fällt mancherlei Veränderung auf. Anstelle der Holz-Zäune, die die einzelnen Gemarkungen und Weideplätze trennen, erscheinen jetzt Die „Knicks", aus Haselnuß-, Weißdorn-, Welden- gesträuch oder jungen Buchen und Eschen gebildete Abgrenzungen, und verleihen der Gegend eine besondere Zeichnung. Zugleich wird das Gelände wieder leicht hügelig, und zwischen saftigen Koppeln, aus denen Rinder und Pferde grasen, breiten sich große Seen, deren Ausmaße gleichsam mit der Nahe des Meeres zunehmen. Die strohgedeckten Dauerngehöfie (zunächst größtenteils aus rotem Ziegelstein errichtet), lehnen sich da und dort gegen einen Hang oder stehen im Schutze eines Buchenhaines Bald taucht bann zwischendurch schon die weiße Fassade eines Schlosses, eines alten Herrenhauses auf, gleichsam der Mittelpunkt, das Lebens- und Wirtschaftszentrum des Landschaftsabschnittes.
Reift man über Holstein und Schleswig hinaus noch weiter nordwärts, so trifft das aufmerksame ■ Auge einen neuen Faktor im Landschaftsbild: der rote Ziegelbau tritt zurück, die meisten der sttoh- ■ gedeckten Gehöfte zeigen den weißen Anstrich, der dem ganzen besonders an klaren Tagen vor dem t blauen Himmel jene typisch dänische Nüance gibt, > die wir durch Bilder von Per Krogh, Larsson, Drachyiann und anderen dänischen Malern kennen. - Sonst freilich in Lage und Flora unterscheidet sich
Benzin, Del und Erz. Dabei führt immer Ziffern an, bann werden sie selbst einsehen, daß sie einen längeren Krieg nicht aushalten werden. Warum führten sie Brotkarten ein, wenn sie angeblich solche Riesenvorräte an Getreide haben, wie sie es behaupten.
Und nun, mein lieber Zdenet, laß mir auch Nachrichten, was Dich betrifft, zukommen. Teile mir bis ins einzelne mit, wie die Stimmung bei Euch fit, wie es mit den Dechastungen bestellt ist und ob Ihr Geld benötigt. Kann man bei Euch Flugblätter gefahrlos drucken? Wie ist unser R im b f u n t zu hören?
Grüße von mir an Slawek. Auf Wiedersehen in Prag, Dein Jaro.
*
Man muß dieses Dokument mit einiger Aufmerksamkeit lesen, um es ganz zu verstehen. Für politisch geschulte Menschen wird es nicht schwer sein, die Abkürzungen, die in diesem Bries gebraucht sind, zu ergänzen. E. und I. dürften Judengenossen aus der Kumpanei sein. D. in Brünn ist vorläufig noch unbekannt. H. B. ist nach dem Wortlaut des Briefes Hore-Belisha, der derzeitige indische Kriegsminister Englands. CH. ist zweifellos C h u r-
Derlassen können wir uns nur von allem Anfang an auf H. B., ferner auf CH., die wahre Seele des Krieges und auf immer für uns zugänglich. Dasselbe gilt für Lord Camrose und selbst- verständlich auch auf Ede n. Er ist allerdings allzu eitel und b r a u ch t v i e 1 G e 1 d. Die übrigen kann man als die zweite Garnitur bezeichnen. Chamberlain ist zu alt. Wäre Churchill Premier, das wäre etwas, da würbe der Krieg anders aussehen. Immer die Rücksichten, nichtbefestigte Stadre darf man nicht bombardieren, wie der Alte behauptet. Gibt es überhaupt unbefestigte Städte? Die öffentliche Meinung der zivllisierten Welt wurde es angeblich nicht ertragen, was bedeutet die öffentliche Meinung, da ja alles auf dem SpZele steht. Das Gleichgewicht der Kräfte zwischen der vorläufig schwachen Fraktion des Friedens und der des Krieges ist bis heute labil. H B. und Ch. lassen den Alten nicht aus. Er muß mit. Wenn wir nur dem L. G. das Maul stopfen könnten, wenn er alle Tage vom Frieden schwatzt. Die Flugblattpropaganda gegen den Nazismus laut Nachrichten aus Holland wirkte nicht. Ich habe es vorausgesagt. Derartige Flugblätter muß man geschickter abfassen. Die deutsche Propaganda ist hauptsächlich geaen Churchill geführt. Der d e u t s ch e R u n d f u n k der Stationen Köln und Hamburg wird b t e r d t e l mehr gehört, als man es voraussehen konnte. Die Beliebthett des Ch. nimmt durch diese Propaganda hier nicht zu. Er allerdings halt etwas aus.
Gallensteine.
O. G Irhr. v. Foerfier. .
Jeden Morgen fahre ich mit der Straßenbahn zu meiner Arbeitsstätte. Ich lese die Morgenzeitung da- bei, und es geschieht nichts besonderes während der ziemlich langweiligen Fahrt.
Wenigstens war es bis vor drei Wochen so. Da geschah es nämlich, daß ich einen mir gänzlich unbekannten „alten Freund" kennenlernte ...
Vier Haltestellen vor meinem Reiseziel stieg er ein, ein wohlgenährter Mann mit einem gesunden roten Gesicht und einer prall gefüllten Aktentasche. Er ging durch den Wägen und suchte nach einem Sitzplatz. Dabei fiel sein Blick auf mich — er stutzte, dann erglänzte sein Gesicht in freudigem Schein, er stürzte auf mich zu und schlug mir mit der Hand auf die Schulter, daß ich glaubte, zusammenbrechen zu müssen.
„Mensch, Otto!" schrie er, und sämtliche Fahrgäste freuten sich über unser Wiedersehen. „Seh' ich dich endlich auch wieder mal! Wie geht es dir denn, alter Junge, was?"
Er ließ sich auf dem freien Platz tmr gegenüber nieder und begann eine geräuschvolle Unterhaltung.
„Was macht die Frau und wie geht's den Kinderchen? Du siehst ein bißchen mickrig aus — ach ja, richtig, die Gallensteine! Plagen sie dich immer noch so? Weißt du, ich habe da kürzlich ein ganz unfehlbares Mittel gelesen, speziell gegen Gallensteine!" ... ...
Die Leute im Wagen betrachteten mich mitleidig und abschätzend. Mein Freund aber zückte die Brieftasche und suchte nach dem Gallensteinrezept.
Da erhob ich mich. ., , ,
„Sie irren sich, Herr!" sagte ich bescheiden. „Ich heiße nicht Otto, kenne Sie nicht, habe weder Frau noch Kinver noch — Gallensteine."
Der Dicke betrachtete mich in aufrichttger Ver- wunderung. .
„Also so etwas von Aehnlichkett! rief er. „Sie gleichen meinem Freund Otto wie ein Ei dem anderen! Aber wollen Sie nicht wenigstens mein Re-
Danke!" sagte ich und verlieh unter allgemeiner Heiterkeit wütend den Wagen.
Das ist drei Wochen her. Gestern fahre ich geaen Mittag mit einer anderen Straßeittmhn nach der Dergsttaße.
Plötzlich — ich erblasse vor Schreck — kommt der dicke, gesunde Mann von neulich in den Wagen. Und schon hat er mich ergäbt, und rennt mit einem Freudenschrei, der sämtliche Jnsasien des Wagens alarmiert, auf mich los.
Ich erhebe mich, um allem Weiteren zuvorzukorn-
Und nun, was ist Eure Pflicht?
In Ruhe Eure Stunde abwarten. Bene,ch und Osusky sind sehr rege, jedoch nur Dilettanten. In dieser Beziehung gefällt mir Masaryk besser. Bemüht Euch, klügere Leut e i n die Re g i e - rung zu bekommen. Mit E. können wir zufrieden sein, er verstellt sich vorzüglich. Unsere Meinung ist, daß es spätestens in vier Monaten in Deutschland zur Revolution kommen wird. Man muß nur auf glaubwürdige Werse betonen, daß man rein nur gegen Hitler Krieg führt. Dann werden sie kommen. Seit 1918 sind 20 Jahre vorbei- gefloifen. Das ist eine lange Zeit. Helfen könnt Ihr durch Flüsterpropaganda. Die Sache mit d em Waffen st ill ft and war ausgezeichnet. Die Hauptsache ist, die Propaganda mit genauen Ziffern zu erhärten. Der Deutsche wird Euch glauben, wenn immer er Zahlen hören wird, krumme Summen sind ihm heilig, bilden für ihn. eine Autorität. Hört unseren Rundfunk über Daven- try und Lyon. Selbst die Zahl der Gefallenen und der Verwundeten kann man ausnutzen. Ihr durst aber keine abgerundeten Summen anführen. Behandelt die Frage der Versorgung Deutschlands mtt
General der Kavallerie H o e p n e r hat das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes als Anerkennung für eine überragenden persönlichen Leistungen und die einer Truppen erhalten, lieber Tschenstochau tiefe General Hoepner mit seinem Panzerkor p s in aufeerordentlich schnellem Vormarsch nach Osten über b i e Warthe und di e Pilica in Richtung Warschau vor. Ursprünglich bildete sein Verband etwa die Mitte der Armee von Reichenau, später wurde er am linken Flügel dieser Armee gegen d i e Weichsel oberhalb Warschaus eingesetzt. Bereits am 8. September stand das Korps 80 bis 100 Kilometer vor der eigentlichen deutschen Front.
Die ßeiftung en ber Truppe sind nach dem Urteil General Hoepners unübertrefflich gewesen. Es mußten hohe Anforderungen gestellt werden, da das Korps die Aufgabe hatte, die polnischen Kräfte westlich der Weichsel zu trennen und den Abmarsch über Warschau zu verhindern. Hierbei haben sich neben den Kommandeuren der beiden Panzerdivisionen vor allen Dingen auch die Truppen selbst hervorragend bewährt. Das Hauptverdienst fällt den Offizieren aller Grade zu, wobei sich die älteren durch Umsicht und klare Zielsetzung, die jüngeren Offiziere durch unvergleichlichen Schneid auszeichneten. ;
Da bei dem schnellen Vormarsch polnische Truppen einfach durchstoßen wurden, ohne daß zunächst Rücksicht auf die rückwärtigen Verbindungen genommen werden konnte, mußten sich naturgemafe verschiedene kritische Lagen ergeben. Jedoch vermochten persönliche Tapferkeit und unbedingtes Ausharren diese Krisen in eigenen Erfolg umzu- wandeln. So überfiel beispielsweise bei Petri- k a u eine polnische Division eine in Ruhe liegende deutsche Panzerdivision und stieß sogar bis in me Quartiere vor. Die Lage war außerordentlich ernst,
chill, dessen Name in dem Brief an manchen Stellen ja auch ohne Abkürzung ausgeschneben ist. Der „Alte" kann nur der englische Ministerpräsident Chamberlain sein, während sich LG. nur mit Lloyd Geoxge erklären laßt. Ein Mann namens E., von dem der Briefschrerber sagt, er verstelle sich vorzüglich, ist in dem Kreis der Emigranten Benesch, Osusky usw. nicht bekannt. Ebenso ist nicht festzustellen, wer sich unter dem Namen W. im Kreise der Kriegshetzer verbirgt, auf dem dieser Brief ein so grausames und grelles Schlaglicht wirft. Man könnte vermuten, daß es sich um den Zionisten Chaim Waitzmann handelt, aber diese Annahme ist insofern unwahrscheinlich, als Waitzmann zur zionistischen Richtung unter den Juden gehört. Möglicherweise aber ist im Augenblick des gegenwärtigen Druckes, unter dem das Judentum von allen klarer sehenden Völkern der Welt gestellt ist, jede Richtungsstreittgkett begraben worden, um die letzte Chance in diesem von Juden entfesselten Krieg wahrzunehmen. Wir überlassen es der Öffentlichkeit, sich selbst einen Kommentar zu diesem Briefdokument zu bilden. Es spricht für sich und bedarf kaum noch einer erläuternden Zugabe.
erledigt.
Unter der energischen Führung des Generals der Infanterie Sttauß, der durch fein per- fönliches Beispiel die Truppe vorwärts riß, erzwangen Pommern und Brandenburger den Uebergang über die Weichsel bei Culm. Dem aeschlagenen Feinde aber blieb bas Korps an der Klinge. Keine Geländeschwierigkeit konnte die Truppe aufbalten, feder noch so großen Anforderung an ihre Marschleistung wurde sie aerecht und stellte damit ihr seit Jahrhunderten bewährtes Soldatentum erneut unter Beweis. Nach dem Uebersetzen über die Weichsel stieß das Korps nach Südosten über die Dre wenz vor. Zwi- scheu Modlin und Zegrze wurde der Narew überschritten und der Angriff auf die Warschauer Dorstadt Praga eröffnet.
Zeitweise mit der Führung einer Armee beauf- tragt, bat General Strauß unmittelbar darauf den Angriff auf Modlin vorbereitet. Fort III dieser letzten polnischen Festung wurde mit stürmender Hand genommen, wobei das Korps durch Luftstreitkräfte ausgezeichnet unterstützt wurde. Nach der Durchbrechung der Fortlinie war die Widerstandskraft des Geaners erschüttert, Modlin reif zur Uebergabe. Der schnelle Fall dieser Festung ist wesentlich das Verdienst des Generals Sttauß und der ihm unterstellten Truppen, die sich hier wie im ganzen Polenfeldzug auf das tapferste geschlagen haben.
General der Infanterie Sttauß wurde am 6. 9. 1879 auf der Domäne Schermke, Kreis
H. D. hält sich im Hintergrund, das ist richtig, denn damtt fängt er den Wind aus den Segeln der gegenjübitoen Agitation auf. Seien wir froh, bafe wir jetzt keine Wah 1 en haben. Die Deutschen haben hier offensichtlich eine Menge Spitzel, denn sonst wäre es unerklärlich, warum die gegen- jüdische Stimmung hier so zunimmt. Es ist nicht so lange her, als mich auf der Straße ein unbekannter Mann provozieren wollte. Ein Polizist stellte chn aber sofort fest und nahm chn mit. Das P f u n d s a n k w i e d e r. Ich habe jedoch alle Ver- träge auf der Dollarbasis abgeschlossen. Nach dem Abgang der ersten Transporte kann man hier noch viele Zehntausende Soldaten sehen, welche hier faulenzen. Man sollte sie an die Front schicken, damit sie auf bessere Gedanken kämen, denn die Franzosen schießen bis heute nicht. Einer muß an fangen, dann werden auch die Franzosen, hineingehen. Bis man einmal richtig schießen wird, dann wird es nicht so schnell aushoren. Die Generale sind gegen H. B. voreingenommen und sabo- tteren. I. bringt Zeitungen mit Börsennachrichten mit Du wirst sehen, daß die wirtschaftliche L a a e s e h r u n s i ch e r ist, nur die beschlagnahmte Konterbande belebt das Geschäft. Ununterbrochen haben wir hier mehr als 100 Schiffe von Neutralen in Ramsgate und die beschlagnahmten Ladungen sind billig, aber trotzdem ist überall ein großer Mangel, besonders an Butter, Eiern und v. . -- ----- QOQ
Fett Allerdings können mir uns bis jetzt noch alles Oschersleben, geboren unb trat am !S.3 *898 beschaffen, was wir brauchen. Dem Volk wird Ge-tdem Kadettenkorps als Fähnrich^das^Jnfam
M dem Merkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet Oer Erzwinger des Weichse'-Lteberganges bei Kulm
das Land jenseits der Grenze nur wenig von dem Tradition pflegen; bis nach Fünen vorwiegend der deutschen Nordmark. Die Landschafts- und auch Namen deutschen Ursprungs. Und man weife, die Baukultur, wie sie in den Schlössern und Her- Bedeutung dieser Kulturaustauschfurelmge ucherer
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und es bestand die Gefahr, daß die deutsche Division völlig aufgerieben werden konnte. Hier zeigten sich die Tugenden von Offizier und Mann, eben jene persönliche Tapferkeit und der Wille zum Aushar- ren, so daß bereits drei Stunden spater die Polen nicht nur zurückgeworfen wurden, sondern sogar 3000 Gefangene gemacht und einige Batterien erobert werden konnten. Der Feind ließ 1500 Tote auf dem Schlachtfeld zu- rück. Die scheinbare Zersprengung der deutschen Division hatte sich in einen glänzenden Sieg gewandelt.
In seinem soldatischen Draufgängertum, in seinem Siegeswillen und Mut mar General Hoepner stets ein aufmunterndes Vorbild für feine Truppen. Im richtigen Augenblick im- m e r i n d o r b e r ft e r S i n i e, mar er ben schnei- len Truppen ber ibeale Führer, schnell unb sicher im Entschluß, persönlich schneibig meisterte er die vielfach außerorbentlich schmierigen Lagen seines Korps unb trug bamit ganz wesentlich zum Gesamterfolg der Armee bei.
General ber Kavallerie Hoepner wurde am 14. September 1886 in Frankfurt a. b. O. geboren, trat 1905 als Fahnenjunker in bas Dragonerregiment 13 ein. 1913—1914 war er zur Kriegsaka- bemie kommanbiert. Den Weltkrieg begann er als Oberleutnant und Ordonnanzoffizier eines General- fomtnanbos, später wurde er Kompamefuhrer und mar zeitweilig zum Generalstab kommandiert. Im Jahre 1935 war ber bamalige Oberst Hoepner Ches bes Stabes bes ©ruppentommanbos 1, 1936 wurde er zum Generalmajor, 1938 zum Generalleutnant unb bereite ein Jahr später zum General der Kavallerie befördert.
(M der Snfanterie Strauß wm»e nahm« Äm’‘ÄÄ-W
Morenz I . n-mt U 1938 zum Ge ' ' '
stehenden polnischen Divisionen medergekämpft. Be-
Vertreter. Auch hervorragende Mitglieder aus dem Ober- und Unterhaus waren zugegen, woraus man schließen kann, daß unsere Positiv» i m P a r- lament sich wesentlich gebessert hui. Der hiesigen Atmosphäre ist nämlich eine Erfrischung sehr notwendig. Geld und Arbett wirb nötig sein. Aber es mufe sein. Das hiesige Volk zögert noch immer. Sie wollen nicht in den Krieg, sie fragen „Wofür?", da die Russen doch chon die größere Hälfte Polens b>esetzten und es icherttch nicht mehr loslassen. Bei der Abfahrt des Milttärs kam es in London und einigen Hafen zu peinlichen Demonstrationen. Es kam auch zu einigen Fällen von Sabotage. Zuge und Schiffe waren mit Kreide beschrieben: „Auf dem Wege ins Grab." — „Auf Nimmerwiederschen old England". Daraus erkennst Du, daß etwas geschehen muß. Gelder sind beschafft. Ursprünglich schimpfte man und beklagte sich über schlechte Geschäfte, doch wurde jetzt 1 v. H. Zuschlag auf alle Preise eingeführt. Dann Wird es auch gerecht verteilt, jeder muß beifteuem, auch reiche Lords.


