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Nr. 255 Erstes Matt

189. Jahrgang

Dienstag,Zl.OHober 1959

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Deutsche U-Boote in Nordsee und Atlantik.

Don Fregattenkapitän z. D. Mohr.

Seitdem England die Lehre vom Seebeute- krieg ausgestellt hat, die es in seinen Seekriegen der letzten Jahrhunderte rücksichtslos angewendet hat, und seitdem es im Weltkriege unter Mißach­tung bestehender Verträge und Verletzung des Völ­kerrechts gegen den Gegner den Wirtschaftskrieg ins in seine letzten Konsequenzen geführt hat, bleibt demjenigen, der gegen England kämpft, nichts an­deres übrig, als mit gleichen Waffen zu­rückzuschlagen. Wie wirksam der deutsche An­griff auf die wichtigen englischen Seeverbindungen

Am Diesen st euer eines U-Bootes während des Tauchens. (Pressebild-Zentrale-M.)

tit, haben die deutschen Seestreitkräfte bereits in den ersten Wochen des Krieges erwiesen. Im Der­en mit der Luftwaffe, die wertvolle Aufklärung lüstet und chren Angriff mit großem Erfolg vor- dägt, übt die deutsche Flotte im Nordseeraum einen starken strategischen Druck aus.

Aber ein verhältnismäßig geringer Teil des nach von England laufenden Seeverkehrs gehl über diese Routen. Heber 60 Millionen Tonnen der bti- ttchen Einfuhr werden auf den atlantischen «eewegen zum Mutterland befördert. Hier gilt es, den Hebel anzusetzen, und hier wird er ange­legt, wie die Ereignisse fett Kriegsausbruch gezeigt heben. Welche Möglichkeiten besitzt nun aber das H-Boot für die Führung des Handelskrieges und welche Eigenschaften stehen ihm dabei helfend zur Seite?

Die Hauptwaffe der U-Boote ist seine Un- ji ch t b a r k e i t, die ihm das im Kriege so wich- iee Moment der Ueberraschung sichert, und feine Allgegenwart, die den Gegner zwingt, in allen Seegebieten und zu jeder Zeit mit seinem Auftreten zu rechnen. Um sich einer vorzeitigen Entdeckung zu entziehen, für die dem Gegner Un- lerwassergeräuschempfänger zur Verfügung stehen, hotte die Technik die Aufgabe zu lösen, sämtliche wräusche bei der Unterwasserfahrt auf ein Min- dkstmaß zurückzuführen, den besonders verräteri- I5en Ausstoß-Schwall bei den Mit Preßluft abge- Ilhossenen Torpedos zu beseitigen und die Laufbahn tes Torpedos blasenlos zu machen.

Die ist heute die "Lage? Wieder hat England tos den Wirtschaftskrieg erklärt und versucht, einen 8'ockadering um uns zu legen. Wie vor 25 Jahren scheint das Jnfelreich auf den militärischen Krieg verzichten und uns wirtschaftlich erdrosseln zu wol­len. Die Versorgung Deutschlands mit den meisten Tütern ist aber durch den offenen Osten und Süd­asien gesichert, abgesehen davon, daß die Wirtschaft sich durch Herstellung von Ersatzstofsen zu einem Swßen Teil von der überseeischen Einfuhr unab- :! hängig gemacht hat.

Der Handelskrieg bewegt sich im Rahmen der all- \. Mein gültigen Normen des Seekriegsrechtes und küßt sich auf das Seebeuterecht, das es zuläßt, Endliche Handelsschiffe und feindliches Gut auf sriadlichen Handelsschiffen zu nehmen. Neutrales i 6nt auf neutralen Schiffen dagegen ist frei, sofern 5 nicht Banngut ist. Banngut sind alle Gegen- könde, die unmittelbar und mittelbar zur Führung le- Krieges verwendet werden können. England tat in feiner Banngut-Liste den Rahmen so weit i pogen, daß sie fast alle Güter umfaßt, die m das Leben der Nation erforderlich sind. Damit Jjri es den Krieg nicht nur gegen die bewaffnete A^cht Deutschlands, sondern gegen das ganze deut- tz Volk.

Auf der anderen Seite wird England natürlich tw im Weltkriege feine Handelsschiffe zu Gele i t- jügen zusammenfassen und diese durch Knegs- Wgeleil zu schützen versuchen. Derartige Gelett- hatten damals eine Stärke bis zu 40 Schiffen, «e in drei Kolonnen möglichst eng aufgeschlossen

Mjren und durch Zerstörer und ältere Kreuzer als Vorhut und Seitendeckung gesichert wurden. Wenn diese Sicherung auch einen gewissen Schutz gewährt, jo bietet andererseits die Zusammenballung so vie- ler Schisse bei entsprechender Angriffstaktik ein ®U-n r J?-ß s ^n9rUfsobjeft, zumal sich im Knegschiffgeleit fahrende Handelsschiffe allen Ge­fahren des Krieges aussetzen.

Eine weitere Gegenmaßnahme besteht in der B e- waffnung der Handelsschiffe. Diese ist von der britischen Admiralität bereits lange vor Ausbruch dieses Krieges vorbereitet worden, indem die Schiffe die zum Einbau von Geschützen erfor­derlichen Unterbauten und dergleichen erhielten, die Geschütze bereitgestellt und die Geschützbedienungen systematisch ausgebilbet wurden. Entsprechend der Weltkriegspraxis soll die Bewaffnung dazu dienen, offensiv gegen U-Boote vorzugehen, die solche Schiffe zum Anhalten auffordern. Die

deutschen U-Boote haben seit Kriegsbeginn den Handelskrieg streng nach den gültigen Regeln des Seekriegsrechtes geführt. Wenn aber feindliche Han­delsschiffe bewaffneten Widerstand leisten, so sind unsere U-Boote nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet, den Widerstand mit allen ihnen zu Ge­bote stehenden Mitteln zu brechen. Alle Verluste, die dabei auftreten, gehen ausschließlich auf das Konto. der britischen Regierung, der eine solche Verschärfung der Handelskriegftihrung zur Last fällt.

Die deutsche U-Bootswaffe hat im bisherigen Verlaufe des Krieges bewiesen, daß sie neben ihren großartigen militärischen Erfolgen in der Lage ist, die Versorgung der britischen Insel mit lebenswichtigen Gütern erheblich zu stören. Schon jetzt beginnt England diese Schläge zu spüren. Und das schon nach wenigen Wochen Krieg!

Als Prise in Seenot von den Engländern in Stich gelassen. Was norwegische Schiffe in Kirkwall erleben mußten.

Oslo, 30. Okt. (Europapreß.) Auf der Heim­reise nach Schweden trafen am Sonntag 17 Mann der Besatzung des schwedischen SchiffesW a n j a" in Oslo ein. Während ihres kurzen Aufenthaltes gaben sie einen Bericht über die Behandlung, die ihnen durch die englische Marine zuteil wurde, der auch in Norwegen Aufsehen erregt.

Wir waren von Florida nach Schweden unter­wegs", heißt es in dem Bericht,als wir in der Nähe der Shetland-Inseln von einem englischen Kriegsschiff gefloppt wurden, das uns eine Prisenmannschaft an Bord setzte und unser Schiff nach Kirkwall beorderte. Englische Marine­offiziere Übernahmen den Befehl, brachten es jedoch fertig, unser Schiff, noch dazu bei Hochwasser vor Kirkwall auf Land zu rennen. Ein englisches Marinefahrzeug versuchte uns vom Grund abzu­bringen. Als dies mißglückte, verließ auch die Prisenmannschaft unser Schiff und ließ uns ein­fach im Stich. Die Engländer hatten bei uns an Bord erfahren, daß mir kaum noch Pro­viant hatten. Aber wir hörten nichts mehr von ihnen. Sie sandten uns weder Schiffshilfe, noch Proviant. Drei Tage lang warfen mir Ladung über Bord, um selber wieder flottzukom­men. Inzwischen kam ein neuer Sturm, und wir mußten auch diese Arbeit aufgeben. Mit Hilfe von Rettungstauen mußten wir uns selber an Land bringen. Als wir endlich in Kirkwall ankamen, nachdem wir unser Schiff verloren hatten, mußten wir dort drei Tage lang in einer ungeheiz­ten früheren Kirche auf dem Fußboden schlafe n."

Das norwegische TankschiffPetter" traf am Montag in feinem Heimathafen Arend al ein, nach­dem es von den Engländern über einen Monat festgehalten worden war. Das Schiff war erst von einem englischen Kreuzer gefloppt worden, dessen Kapitän kurz und bündig erklärte, es in einen englischen Hafen bringen zu müssen, in diesem

Falle nach Kirkwall. In Kirkwall mußte das Schiff weil draußen vor dem Hafen vor Anker liegen, und niemand von der Besatzung, nicht einmal Der Kapitän, erhielt die Erlaubnis, an Land zu gehen. Englische Soldaten mit aufgepflanz­tem Bajonett hielten Tag und Nacht Wache. Dieser förmliche Arrest dauerte einen ganzen Mo­nat. Dann erhielt der Kapitän Befehl, das Schiff nach London zu bringen, wo er feine für Deutschland bestimmte Ladung, die aus Gum­mischuhen bestand, abliefern mußte. Da zwanzig Ausländer unter der Besatzung nach diesen Erlebnissen abmufterten und in England keine neuen Matrosen zu bekommen waren, mußte das Schiff, das nach Amerika bestimmt war, mit völlig ungenügender Mannschaft den Umweg über Nor­wegen machen, um die Besatzung hier zu vervoll­ständigen.

DieNorwegische Handels- und Seefahrtszeitung" nimmt energisch zu diesen Schikanen Stellung, de­nen die neutrale Schiffahrt durch die englische Konterbande-Kontrolle ausgesetzt ist. Es heißt in dem Blatt:Die nordische Presse hat in der letzten Zeil bereitwillig alle die englischen Ratschläge und Aufforderungen abgedruckt, die neutrale Schiffe beim Anlaufen englischer Häfen beachten sollen. Es wird Zett, daß die Presse auch endlich mitteill, welche Erfahrungen die neutralen Reeder gemacht haben, die den englischen Vorschlägen gehorsam Folge geleistet haben. Beispiele liegen in genügen­der Zahl vor, die von Planlosigkeit und heillosem Durcheinander zeugen, sie könnten beliebig ver­mehrt werden und sollten endlich dazu führen, daß die wortreichen verwickelten englischen Ratschläge aus unseren Zeitungen verschwinden. Die Ree­der wissen besser Bescheid. Weshalb sind schließlich die Ueberseefrachten so hoch? Weil unsere Reeder die riesigen Kosten decken müssen, die durch den langen Aufenthalt in englischen Kontroll- Häfen entstehen.

AmerikasWittschastundderKneg

Englands Hoffnungen auf Amerika haben sich seit der Abstimmung im Senat über die Behand­lung der Neulralitätsfrage erheblich verstärkt. Wenn man es auch als sehr störend in London empfindet, daß Amerika Kriegsmaterial nur gegen Barzahlung und auf Schiffen der kriegführenden Parteien also unter Ausschluß amerikanischer Schiffe liefern will, so würde man doch eine grundsätzliche Lieferbereitschaft Amerikas als em- scheidend ansehen. Man braucht sich nur daran zu erinnern, daß England alle Vorbereitungen ge­troffen hat, um auch über sein Dominion Kanada amerikanische Rüstungsmaletialien beziehen zu können. Es hat dort Auffangorganisationen ge­schaffen; diese sollen mit denjenigen amerikanischen Rüstungsfirmen Zusammenarbeiten, die schon vor einiger Zeit Filialen auf kanadischem Gebiet ge* schaffen hatten, um selbst dann liefern zu können, falls etwa die grundsätzliche Durchlöcherung der Neulralilälsbill nicht gelungen wäre.

Die Genugtuung, mit der man in England schon die Abstimmung im amerikanischen Senat begrüßte, sollte der amerikanischen Regierung eigentlich die Augen darüber öffnen, in wie hohem Maße sich England eine Wiederholung der amerikanischen Kriegslieferungen von 19151917 auch bann ver­spricht, wenn esausgeschlossen" bleibt, daß ame* titanische Truppen in Europa in diesem Kriege kämpfen werden, wie Roosevelt und Staatssekretär Hüll Ende der vergangenen Woche verkündeten. In London jedenfalls nimmt man die Umgehung des Neutralitätsgesetzes im Wege der cash-and- carrx-Klausel als eine offene Parteinahme zu Gun­sten Englands. Im übrigen verläßt man sich auf die amerikanische Hochfinanz und auf die Rüstungs­industrie und nicht zuletzt auf die maßgeblichen jü­dischen Einflüsse in diesen Kreisen, die es ja schon während des spanischen Krieges verstanden haben, die amerikanische Neutralitätsgesetzgebung fast mühelos zu umgehen, beispielsweise durch die Um­schreibung amerikanischer Transportschiffe auf aus­ländische Strohmänner und dergleichen. Möglich auch, daß man in London in der Praxis ein ähn­lichesEntgegenkommen" erwartet, wie es die ame­rikanischen Behörden seinerzeit beispielsweise bet dem großen DampferMar Cantabrico" übten, den man mit einer großen Ladung von Kriegs­material recht,zeitig aus den amerikanischen Ge­wässern entkommen ließ. Aber wie damals die Mar Cantabrico" den nationalspanischen Seeslreil- fräften direkt in die Hände lief, so werden sich die kriegführenden Westmächte auch über das Risiko klar werden müssen, das sie laufen, wenn sie ihre Schiffe nach Amerika schicken.

Vier seindlicheFlugzeuge abgeschossen

Der heutige Heeresbericht.

Berlin, 31. Oktober. (DNB.-Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3tn Westen zwischen Mosel und Pfälzer Wald schwache Artillerie- und Spähtrupp- Tätig k e it. An den übrigen Teilen der Front keine besonderen Ereignisse.

Vier feindliche Flugzeuge wurden abgefchosfen.

Englands jüdischer Krieg.

Tschechische Emigranten und Luden die willfährigen Helfer Englands. Aufschlußreiches Briefdokument über die verbrecherische Tätigkeit der Londoner Kriegshetzer.

Berlin, 30.Ott. (DNB.) Die englische Presse hat in den letzten Wochen mit großem Stimmauf­wand immer wieder die Behauptung aufgestellt, daß im Protektorat Böhmen und Mäh­ren eine revolutionäre Bewegung gegen Deutschland im Gange sei. Es sollten dort an­geblich Terrorakte aller Art, Attentate und Brücken­sprengungen vorgekommen sein, ja es hieß, daß sich chon regelrechte tschechische Armeen gebildet hät­ten, deren Bekämpfung die Anwesenheit von einer Million deutscher Soldaten und mehr notwendig mache, die auf diese Weise von der Front abgezo­gen werden müßten.

Durch neutrale Augenzeugen, vor allem Auslandsjournalisten, denen man Reisen kreuz und auer durch Böhmen und Mähren ermöglichte, wurde der Beweis geführt, daß alle diese Behauptungen auf freier Erfindung beruhen und daß die Lage im Protektorat ruhig und konsoli­dier l ist. Das tschechische Volk geht seiner Arbeit nach in dem Bewußtsein, daß seine Regierung durch den Abschluß eines (Staatsoertrages mit Deutsch­land richtiger handelte als die einstige polnische Re­gierung, die sich von englischen Kriegshetzern m einen hoffnungslosen Kampf gegen Deutschland vor­schicken ließ.

Der politische Sachkenner konnte aus den eng­lischen Falschmeldungen über die Lage im Protekto­rat unschwer entnehmen, daß der englische Wunsch der Vater der lügnerischen Nachrichten war. Und es gehört gar mcht so oiel Kombinationsgabe zu der Folgerung daß Eng­land tatsächlich alle Mittel einzusetzen versuchte, um wirklich zu dem Ergebnis zu kommen, das die Lu- "enmeldungen über einen Aufstand IM Protektorat erkennen ließen.

Bei diesem Versuch, Unruhe zu stiften bediente sich England der Faktoren, die ihm zur Verfügung

stehen. Das ist nicht das tschechische Volk, aber es sind

1. die tschechischen Emigranten vom Schlage Beneschs und Osuskys und

2. die emigrierten tschechischen Juden, die bei einer Anzahl von in Böhmen und Mähren zu­rückgebliebenen Juden willfährige Helfer finden.

Auf diese Elemente haben deshalb die deutschen Sicherheitsbehörden einmal ihr besonderes Augen­merk gerichtet.

Nun wurde bei einem Angestellten der jüdi­schen kultusgemelnde in präg neben anderem schwer belastenden Material auch ein Brief gefunden, der die Zusammenhänge tschechischer Juden mit der Kriegs- heherzentrale in London eindeutig aufdeckt. Der Brief gibt dazu noch ein schlüssiges Bild darüber, wie Engländer von den Juden und Juden von den Engländern denken und eingefchäht werden. Es tut sich hier das Bild dieser sauberen Kumpanei in einer Deutlichkeit auf, die nichts zu wünschen übrig läßt.

Der Brief ist ein Dokument von größter poli­tischer Bedeutung, weil er aus der Perspektive des emigrierten tschechischen Juden gesehen die Dinge in England mit einer geradezu verblüffenden Klarheit barlegt. Maßgebende englische Staats­männer finden dabei eine Charakterisierung, die ihnen wahrscheinlich wenig Freude machen wird: Der jüdische Briefschreiber, der nur für seinen Rasse- genossen in Prag zu schreiben glaubte, ist von einer frappierenden brutalen Offenheit, weil er glaubte, fein Blatt vor den Mund nehmen zu brauchen. Wir übermiteln das Dokument hiermit der Oeffentlich- keil. Es ist ein Brief, geschrieben am 18. Oktober 1939, offensichtlich in London, gerichtet an den An­gestellten der jüdischen Kultusgemeinde in Prag,

Rechtsanwalt Dr. Zdenek Thon, wohnhaft Prag 12, geschrieben in tschechischer Sprache,unterzeichnet mit einem dem Empfänger offenbar sehr vertrauten Vornamen, der wahrscheinlich Iaro, eine im Tsche­chischen gebräuchliche Abkürzung von Jaroslav, lautet. Der Brief hat.folgenden Wortlaut:

Mein lieber Zdenek!

Du hast Dich gewundert, daß Du beinahe drei Wochen ohne Nachrichten bist; allerdings konnte ich nicht früher schreiben, da die bisherigen Ver­bindungen allzu riskant waren, wie für Dich so auch für unsere Freunde. L. versuchte es dreimal, die Grenze zu überschreiten, doch war die Kon­trolle zu streng. Jetzt sandte I., welcher di Schweizer Staatsbürgerschaft erlangte, den Vertreter seiner Schweizer Firma, welcher die Verbindung auffechterhält.. Er wird Dir persönlich weitere Informationen geben. Ihn wird die Gestapo bestimmt nicht a u s 3 i e b e n# damit keine diplomatischen Verwicklungen entstehen

Ich hoffe, daß er Dich gesund antrifft.

Obzwar es mir gut gehl ich bekam nämlich Aufträge für die Terriloralarmee, so gssdenke ich doch gern der schönen Abende in Eurem Hause und der Abende mit Slawek und Eva. Die Engländerinnen sind allzu unzugänglich. Unser Geld ist ihnen zwar nicht unsympathisch, unsere Bundesgenossenschaft ver­langen sie, hinter uns aber rümpfen f i e d i e Nase. Darüber aber im nächsten Briefs mehr, denn ich will Euch jetzt das Bild entwerfen, wie es hier nach der Chamberlain-Rede aussieht.

Du wirst das dem D. in Brünn und den anderen melden. Sei vorsichtig. Abschriften im eigenen In* leresse sofort verbrennen. Also:

Dor drei Wochen berief W. eine große Beratung ein. H. B., welcher als Kriegsminister eins bedeutende Rolle spielt und unser großen