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nen Zweigen des Handels eine Aenderung der Arbeit und eine Umstellung. Die Umstellung sei aber auch für den Verbraucher groß, der sich auf das neue System einstellen müsse. Hier werde dem Kaufmann und seinen Mitarbeitern die Aufgabe zufallep, jede etwa aufkommende Nervosität im Keime zu ersticken. Er habe die wirtschaftliche und politische Einsicht, die ihn dazu befähigt, auch dem weniger geschickten Käufer bei der Anwendung der Bezugsscheine mit Rat zur Seite zu st ehe n. Mit Selbstdisziplin und dem Bewußtsein, daß es hier darum geht, eine Aufgabe im höchsten Interesse der Nation durchzuführen, würden die Anlaufschwierigkeiten überwunden werden.
Zehn Gebote gesunder Lebensführung.
Im Hinblick auf den Internationalen Tuberkulosekongreß weist der Reichsarzt der Hitler-Jugend, Dr. Hördemann, darauf hin, daß in verschiedenen Gauen zusätzlich Reihendurchleuchtungen der Jugend erfolgt sind. Besondere Aufmerksamkeit wird den Jugendlichen gewidmet, die in derUmgebung Tuberkulosekranker leben. Sie werden in Uebungslagern, die" die Landesversicherungsanstalten zur Verfügung gestellt haben, zusammengezogen. Viele Maßnahmen hat die Jugendführung zur Steigerung der Widerstandskraft der Jugend getroffen. Diese gesteigerte Widerstandskraft drückt sich bereits in einem Nachlassen der Jnfektionser- krankungen aus. Dazu lernt die Jugend die Grundgedanken einer persönlichen gesunden Lebensführung kennen. Der Inhalt dieser Erziehung ist in folgenden zehn Geboten zusammengefaßt:
1. Dein Körper gehört deiner Nation, denn ihr verdankst du dein Dasein, du bist ihr für deinen Körper verantwortlich.
2. Du mußt dich stets sauberhalten und deinen Körper pflegen und üben. Licht, Luft und Wasser helfen dir dabei.
3. Pflege deine Zähne. Auf ein kräftiges, gesundes Gebiß kannst du stolz sein.
4. Iß reichlich rohes Obst, rohe Salate und Gemüse, nachdem du sie gründlich mit sauberem Wasser gereinigt hast. Im Obst sind wertvolle Nährstoffe enthalten, die beim Kochen verloren gehen.
5. Trink flüssiges Obst. Laß den Kaffee den Kaffeetanten, du hast ihn nicht nötig.
6. Meide Alkohol und Nikotin, sie sind Gifte und hemmen dein Wachstum und deine Arbeitskraft.
7. Treibe Leibesübungen, sie machen dich gesund und widerstandsfähig.
8. Du mußt jede Nacht mindestens neun Stunden schlafen.
9. liebe dich in der ersten Hilfe bei Unglücksfallen. Du kannst dadurch der Lebensretter deiner Kameraden werden.
10. lieber all deinem Hande-ln steht das Wort: Du hast die Pflicht, gesund zu sein!
Oer Arzt des öffentlichen Gesundheitsdienffes.
Dr. Gütt über die neue Bestallungsordnung.
Ndz. Der soeben in den Ruhestand getretene Ministerialdirektor Dr. Gütt äußert sich im ,T)effentlichen Gesundheitsdienst" noch über die Bedeutung der neuen Bestallungsordnung für die Aerzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Er bezeichnet es als einen Hauptmangel der bisherigen Ausbildung, daß sie zu einseitig theoretisch-wissenschaftlich war. Das an die Studienzeit angehängte praktische Jahr konnte diesen Mangel nicht ausreichend genug ausgleichen. Als praktische Ausbildungsfächer seien neu eingeführt der Krankenpflegedienst von mindestens sechs Monaten vor dem Studium, der Fabrik- oder Landdie nst von sechs Wochen und eine praktische Tätigkeit als Famulus von insgesamt sechs Monaten. Die zeitliche Verkürzung werde durch zweckmäßigen Ausbau des Studiums ausgeglicken. Für den öffentlichen Gesundheitsdienst sei es besonders zu begrüßen, daß in Zukunft jeder Mediziner gründliche Kenntnisse in der Vererbungslehre, Rassenkunde und B e - völkerungspolitik wie auch eine vertiefte Ausbildung in der Rassenhygiene, der ärztlichen Begutachtung und der gerichtlichen Medizin mitbringen (off Darüber hinaus sei die praktische Ausbildung noch durch die Pflichtassistentenzeit und das Landvierteljahr wesentlich ergänzt worden. Wer einmal verantwortlich auf dem Lande als Arzt tätig war, werde in Zukunft diese Tätigkeit zu würdigen wissen. Es sei jetzt eine einheitliche Sorbe« reitungszeit für alle Aerzte, sowohl für die praktischen Aerzte wie die Spezialärzte und Medizinalbeamten erreicht. Für den öffentlichen Gesundheitsdienst sei dies insofern von besonderer Bedeutung, als die Pflichtassistentenzeit und der Landdienst als eine sehr gute Vorbereitung für den Dienst im Gesundheitsamt angesehen werden könnten. Die Tätigkeit als praktischer Arzt sei für den angehenden Medizinalbeamten durch eine Assistentenzeit in einem Krankenhaus nur schwer zu ersetzen.
Ernähmngs- und Wirtschastsämier.
Zur Erleichterung für die Bevölkerung.
Berlin, 30. Aua. (DNB.) Durch eine Verordnung über die Wirtschaftsoerwaltung vom 27. August 1939, die im Reichsgesetzblatt verkündet wurde, sind Ernährungsämter und Wirtschaftsämter bei den Oberbürge r- meistern und Landräten errichtet worden. Sie haben vor allem die Aufgabe, alle mit der Verbrauchsregelung und der Einführung der Bezugsscheinpflicht für lebenswichtige Bedarfsgüter zusammenhängenden Fragen zu bearbeiten.
Zur Erleichterung für die Bevölkerung werden sie sich weitgehend nachgeordneter Dienststellen bedienen, die Landräte also der Bürgermeister in den Gemeinden, die Oberbürgermeister in den großen Städten der Dienststellen in den Verwaltungsbezirken (z. B. Bezirksbürgermeister in Berlin). Die Volksgenossen
wenden sich daher in allen Fragen der Bezugsscheine zunächst an die Bürgermeister der Gemeinden und in den großen Städten an die dort eingerichteten bezirklichen Dienststellen (in Berlin an die Bezirksbürgermeister).
lieber den Ernährungsämtern und den Wirt- schaftsämtern stehen in der Mittelinstanz Provinzialernährungsämter (außerhalb Preußens Landesernährungsämter genannt) sowie (nicht bei allen Oberpräsidenten und obersten Landesbehörden) Bezirkswirtschaftsämter. Diese fassen in größeren Verwaltungsbezirken die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung der Bevölkerung zusammen. Im übrigen sind die letztgenannten Dienststellen ebenso wie die Ernährungsämter und Wirtschaftsämter in der Unterinstanz in die entsprechenden Behörden der allgemeinen Verwaltung eingebaut.
Oie Bereinigung
Die Verordnung über die Durchführung des Vier- jahresplanes auf dem Gebiet der Handwerkswirtschaft, die im Interesse des Arbeitseinsatzes die im Handwerk vorhandenen, nicht voll ausgenutzten Kräfte nützlicheren Aufgaben züführen will, wird von Landgerichtsrat Dr. Goetze vom Reichswirtschaftsministerium im „Deutschen Handwerk" erläutert. Zum Einsatz bisher selbständiger Handwerker als Facharbeiter betont er, daß kein Verzicht auf den leistungsfähigen Einmann- und Kleinbetrieb in Frage komme. Es sei selbstverständlich, daß auf jeden Fall eine Aushöhlung der gesunden handwerklichen Leistungsbetriebe etwa zugunsten industrieller Werke unter dem Vorwand staatspolitisch dringender Aufträge vermieden werden müsse. Es würde eine völlige Verkennung des Grundgedankens der Verordnung bedeuten, anzunehmen, daß im Interesse der volkswirtschaftlichen Rationalisierung nunmehr überhaupt jeder handwerkliche Einmann- und Kleinbetrieb zum Verschwinden gebracht werden müßte. In gewissen Handwerkszweigen sei, insbesondere a u f dem flachen Lande, in den Dörfern, der Einmannbetrieb immer üblich gewesen. Anderseits sei in einer ganzen Reihe von Handwerkszweigen, vor allem in den Mittel- und Großstädten, eine große Anzahl selbständiger Handwerker nur zu einem Teil in ihrem Beruf ausreichend beschäftigt. Dabei handle es sich in der Mehrzahl der Fälle um solche Personen, die sich in der Krisenzeit, um der Erwerbslosigkeit zu entgehen, mit unzulänglichen Mitteln selbständig gemacht haben.
des Handwerks
Eine Durchkämmung des Handwerks auf derartige lebensunfähige Handwerksbetriebe dürfte auch eine Berufsbereinigung des gesamten Handwerks bedeuten, die erheblich zur Steigerung der Schlagkraft der gesamten übrigen Handwerkswirtschaft beitragen werde. Um unnötigen Besorgnissen in Handwerkskreisen über die Zukunft der Kleinbetriebe entgegenzutreten, betont der Referent nochmals ausdrücklich, daß an der volkswirtschaftlichen Notwendigkeit und Einsatzsähigkeit des wirtschaftlich gesunden handwerklichen Kleinbetriebes kein Zweifel bestehen könne und werde. Don der Löschung in der Handwerksrolle erfaßt würden allen Handwerker, die für die Führung eines selbständigen Betriebes nicht geeignet sind^ ferner Handwerker, die als Nichtskönner und Pfuscher in Erscheinung traten, auch die unzuverlässigen Handwerker seien hier einbegriffen und die sog. Rucksackhandwerker.
An der gleichen Stelle gibt der Reichsstand nach eine Uebersicht über die bisherige Festigung der Handwerkswirtschaft durch Auflösung leistungsunfähiger Betriebe, wie sie sich aus den Eintragungen und Löschungen in den Handwerksrollen ergibt. Danach ging die Zahl der Handwerksbetriebe von 1936 bis 1938 um 153390 zurück. Es ist anzunehmen, daß im Kalenderjahr 1938 etwa 60 000 bis 70 000 Handwerker ihren Betrieb aufgaben und eine Beschäftigung als Geselle in anderen Handwerksbetrieben ober als Fach- oder Hilfsarbeiter in der Industrie ufw. übernahmen.
Aus aller Well.
General kundl gestorben.
Generalmajor Hans K u n b t, .der seit einigen Jahren in Minusi 0 bei Locarno lebte, ist gestorben. Der General diente zunächst in der kaiserlichen deutschen Armee und war später Divisionsgeneral im bolivianischen Heer. Er erreichte ein Alter von 70 Jahren.
Der Mörder eines Berliner Kassenboten in Westdeutschland.
Wie das Koblenzer Polizeipräsidium bekannt gibt, hält sich der am 8.6.1906 in Pimkenau i. Schl, geborene Waldemar Böhler, der am 31. März d. I. in Berlin den Kassenboten Hespe nied er schoß und seiner Geldtasche mit 2000 RM. Inhalt beraubte, nach sicheren Nachrichten in Westdeutschland auf. Er benutzt gestoh. lene Kraftwagen zum Aufenthaltswechsel. Geldinstitute und Firmen, die größere Geldbeträge von diesen abholen oder dort abliefern lassen, sowie Tankstellen werden besonders aufmerksam gemacht. Böhler ist zirka 1,70 Meter groß, schlank, hat mit. telblondes, leicht gewelltes Haar, schmales Gesicht, lange schmale Nase, blaugraue Augen, etwas abstehende Ohren und schadhafte Schneidezähne. Besonders kennzeichnend sind tiefe Stirnfalten und eine drei Zentimeter lange Narbe am linken Handgelenk. Bei Anhaltung ist größte V 0 r s i ch t geboten, da Böhler von der Schußwaffe rücksichtslosen Gebrauch macht. Für sachdien- liche Mitteilungen aus dem Publikum über den Aufenthalt des Verbrechers sind 6 000 R M. Belohnung ausgesetzt.
Amerikas Staalsfeind 3Xx. 1 stellt sich der Geheimpolizei.
Der berüchtigte jüdische Gangster Louis Lepke alias Buchalter, Amerikas Staats feind Nr. 1, auf dessen Ergreifung, gleich ob tot oder lebendig, 50000 Dollarausgesetzt waren, stellte sich am Donnerstag dem Leiter der amerikanischen Ge- Heimpolizei, Edgar Hoover, an einem geheimen Treffpunkt in Manhattan. Lepke, auf den angeb. schon seit Monaten eine mit großem Pathos vom Neuyorker Staatsanwalt Dewey in Szene gefetzte größte Menschenjagd in der Geschichte Amerikas im Gange gewesen sein soll, erklärte lächelnd, er habe si ch vor zwei Jahren in Neuyork niedergelassen und hier völlig un ge. n i e r t bewegt. Jetzt habe er sich Hoover gestellt, um Dewey nicht die Möglichkeit zu geben, aus seiner eventuellen Festnahme eine politische Reklame zu machen. Lepke werden zahlreiche Morde zur Last gelegt. Auch witd er der Terrorisierung und Erpressung ganzer Industriezweige beschuldigt. Offensichtlich hofft er aber, mit Hilfe von jüdischen Anwälten und großen Bestechungssummen, nach, dem die meisten Zeugen gegen ihn mundtot gemacht sind, wieder freizukommen.
Bessere Heiraisaussichten für das Land.
Bei den Maßnahmen gegen die Stadtsucht kommt es vor allem auch auf die Mitwirkung des Landvolkes selbst an. Wie weit die soziale Selbsthilfe hier gehen kann und vom Reichsnährstand entscheidend gefordert wird, ergibt sich aus einem Bericht des Sachbearbeiters beim Reichsnährstand, Hans Dittmer, in der „NS.-Landpost". Einer der Hauptgründe der Abwanderung sind danach die fehlenden Möglichkeiten, auf dem Lande zu heiraten. Es müsse daher alles versucht werden, mehr verheiratete Landarbeiter einzustellen und gute Wohnverhältnisse auf dem Lande zu schaffen. 1933 seien von den 1,3 Millionen Landarbeitern über 20 Jahre nur 564 000, von den 619 000 Landarbeiterinnen über 20 Jahre sogar nur 231 000 verheiratet gewesen. Durch diese Ehelosigkeit bringe sich die Landwirtschaft um einen großen Teil ihres natürlichen Landarbeiternachwuchses. Hier müßten der Landarbeiterwohnungsbau und die Bemühungen des Reichsnährstandes einsetzen, Ledige durch Verheiratete zu ersetzen. Zehntausende von Ledigenstellen seien innerhalb weniger Jahre schon in Verheirateten st eilen umgewandelt worden. Etwa 34 000 neue Landarbeiterwohnungen wurden allein seit 1937 geschaffen, eine Zahl, die in der nächsten Zeit noch wesentlich vergrößert werden müfte. Ebenso seien Hunderttausende von Landarbeiterwohnungen verbessert worden. Eine der wichtigsten Maßnahmen des Landvolks gegen die Stadtsucht sei die Anteilswirtschaft für Landarbeiter. Rund- fragen hätten ergeben, daß 90 v. H. aller Landarbeiter nicht den reinen Barlohn, sondern m 0 g - l i cf) ft hohes Deputat haben wollten. Der Reichsnährstand fördere die Anteilswirtschaft. Beispielhaft sei Ostpreußen gewesen, das durch eine Kuhbeschafsungsaktion 7000 Kühe in die Ställe ostpreußischer Landarbeiter brachte und auch 60 000 Obstbäume für Landarbeiter beschaffte. Aus der Anteilswirtschaft könne der Landarbeiter bequem 400 RM. zusätzlich erarbeiten.
66 Musikschulen für Jugend und Volk.
Ndz. Vor einem Jahr wurde die Errichtung von Musikschulen für Jugend und Volk begonnen, die jeweils eine Jugendmusikschule und eine Musikschule des Volksbildungswerkes in sich vereinigen, so daß alle Altersstufen berücksichtigt werden können. Wie
her schon 66Musikschulen mit 7 0 0 Lehr- kr ästen errichtet werden. Dazu treten d re i • undzwanzig Schulen, die nach den Plänen im Herbst eröffnet werden sollen. Außerordentlich rege ist der Zustrom von Schülern vor allem aus den Reihen der Hitler-Jugend. Insgesamt beträgt die Schülerzahl an den bestehenden Musikschulen für Jugend und Volk 15 580, zu denen noch 3200 Schüler kommen, die im vorbereitenden Musikunterricht in Arbeitskreisen an solchen Orten erfaßt sind, an denen Musikschulen noch geschaffen werden sollen. Musikschulen werden nicht nur in großen, sondern auch in mittleren und kleineren Städten errichtet. Um auch den wirtschaftlich Leistungsschwachen die Möglichkeit zum Musikunterricht zu geben, ist in fast allen Jn- ftrumentengattungen Gruppenunterrichtfür Anfänger eingerichtet, der später i n de n Einzelunterricht übergeleitet wird.
Kunst und Wissenschaft.
Ophthalmologen-Kongreß abgesagt.
Die Tagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, die vom 4. bis 6.September in Heidelberg stattfinden sollte, ist im Hinblick auf die politische Lage abgesagt worden.
Goethemedallle für Professor Dr. Seger.
Der Führer hat dem Professor Dr. Hans S e - g e r in Breslau aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Anerkennung seiner großen Verdienste um die Erforschung deutscher Kultur der Vergangenheit die Goethemedallle für Kunst und Wissenschaft verliehen.
Deutsche Andeu-Kundsahrt erfolgreich beendet.
Die Anden-Kundfahrt des Deutschen Alpen-Vereins in der Cordillera Bianca konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die Teilnehmer, die vor allem aus Innsbruck und Stuttgart stammen, haben insgesamt sieben Sechstausender bezwungen. Gleichzeitig konnten die Wissenschaftler Professor Dr. Kinzl (Innsbruck) und 5) edler (Innsbruck) die Kartenaufnahmen der südlichen Cordillera Bianca beenden.
Bauernmuseum in einem Westerwalddorf.
Das Dorf E 1 z bei Limburg hat sich in der wieder- hergeftellten Schloßkapelle ein Heimatmuseum für bäuerliche Kunst geschaffen. Auch eine nassauische B a u e r n st u be mit einem großen Webstuhl und alten Möbeln wurde eingerichtet. Das ausgestorbene Handwerk der Seifensieder und Kammacher ist mit altem Handwerskzeug ver-
Srantfurfer Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 31. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 404 Rinder (37 Ochsen, 94 Bullen, 197 Kühe, 76 Färsen), 300 Kälber, 20 Schafe, 600 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM., Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 22 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Schweine 53 bis 62 RM. — Marktoerlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel.
ffiefferberidjt
Die stärkere Beteiligung feuchter Meeresluft hat die Unbeständigkeit vergrößert, so daß es am Mitt- woch vielerorts zu gewittrigen Niederschlägen kam. Am Südrand einer sich weit ostwärts erstreckenden Tiefdruckrinne bleibt auch für d>e Folge Unbeständigkeit erhalten, ohne daß sich jedoch unfreundliches Wetter einstellt.
Vorhersage für Freitag: Morgens dun- ftig oder neblig, sonst wolkig bis aufgeheitert und Neigung zu einzelnen, teilweise gewittrigen Niederschlägen, Mittagstemperaturen zwischen 20 und 25 Grad. Veränderliche, meist westliche Winde.
Vorhersage für Samstag: Unbeftänbig« feit, aber nicht durchweg unfreundlich.
Lufttemperaturen am 30. August: mittags 26,1 Grad Celsius, abends 18,8 Grad; am 31. August: morgens 17,3 Grad. Maximum 26,6 Grad, Minimum heute nacht 16,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 30. August: abends 23 Grad; am 31. August: morgens 19,7 Grad. — Niederschläge 5,8 mm. — Sonnenscheindauer 7,3 Stunden. _______ _
Hauptschristleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyrwt (z. Z. abwesend), i.V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport Heinrich Ludwig Neuner (z. Z. abwesend), i. D.: E. Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VII. 1939: 8855. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 NM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der IllU' ftrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 bh und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 bl- mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
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