Ausgabe 
31.7.1939
 
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Swßarüges erstes Gau-Mersturnen in Heuchelheim.

500 Wettkämpfer. - Gute Leistungen. - Vorbildliche Organisation.

Ni

Der Kameradschastsabend

Festzug und EchauvorMrungen.

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vertreten, die insgesamt 1170 Jahre zählten. Acht Turner des Tv. 1846 waren über 60 Jahre alt. Der älteste Turner der auf dem Platz war, war der nahezu 80jährige Wilhelm D a p p e r, der seine Hebungen im Gerätekampf mit einem erstaunlichen Schneid hinter sich brachte und eine hervorragende Haltung bewies. Auch der Männerturnverein war gut vertreten, widmete sich aber mit seinen Teil­nehmern mehr den volkstümlichen Wettbewerben. Einen schönen Erfolg errang hier Vereinsführer Karl Müller, der den Sieger im Geräte-Drei- kampf für Turner über 60 Jahre stellte. Er ließ 38 Mitbewerber hinter sich. Einen ersten Sieg er­rang außerdem noch der bewährte Karl Reuter, der sich im gemischten Neunckarnpf, dem schwersten Wettbewerb des Tages, vor 60 Bewerbern mit klarem Punktvorsprung den Sieg sicherte. Reuter bewies wieder einmal sein universelles Können. Aus der Siegerliste, aus der wir heute nur die ersten drei jeder Altersklasse nennen, ist weiteres ersichtlich. Eine ausführlichere Siegerliste folgt.

Die Mehrkämpfe konnten in einer überraschend kurzen Zeit abgeschlossen werden, so daß noch am

Taunus, von der Lahn, der Sieg und der Dill, von der Wetterau und dem Edertal usw. überaus herz­lich willkommen hieß. Er begrüßte die Vertreter der Partei und die Kameraden der Gauführung von Kassel und gab seiner Freude darüber Aus­druck, daß man erneut Heuchelheim der Ehre wür­digte, eine so große Veranstaltung durchzuführen. Sein Gruß galt auch den ältesten Turnern, dem Gauoberturnwart Will (Gießen), den Kameraden

Den festlichen Höhepunkt des Kampftages der Altersturner bildete der Festzug, der sich am frühen Nachmittag durch die mit vielen Fahnen geschmück­ten Straßen Heuchelheims bewegte. Alles, was sich den Turnern verbunden fühlte, nahm teil Die jüng­sten Zöglinge, die Jugendturnerinnen und die Tur­nerinnen, die Aktiven des gastgebenden Vereins und die zahlreichen Altersturner aus dem Gau marschier­ten mit. Alle Teilnehmer an diesem Festzug waren im weißen Turndreß, die Turnerinnen in ihrer schönen weißen Gleichtracht angetreten, so daß der Festzug, verschönt durch den herrlichen Sonnenschein, ein überaus prächtiges Bild bot. Die vielen Reichs­bundfahnen, die im Zuge mitgeführt wurden, die vielen alten Fahnen der Turnvereine, die Hitler- Jugend, die einen Spielmannszug stellte, die Kapelle

tion beschlossen das erste Gaualterstreffen des NS.« Reichsbundes für Leibesübungen im Gau Hessen.

Die restlichen Stunden des Tages waren dem Aus, tausch mancher gemeinsamen Erinnerung gewidmet. In froher Geselligkeit verbrachte man noch einige Stunden in der Turnhalle und in dem anschließend gebauten Festzelt. .

In seiner Weise wurde auch das zur Zeit er« krankten Kreisfachamtsleiters Daupert (Gießen- Wieseck) gedacht, der bei diesem Gaualterstreffen lei­der nicht'dabei sein konnte. Durch Gaufachamtsleiter Schäfer wurde ihm ein Blumengruß übermittelt - Eine besondere Freude war es für alle Festteilneh. mcr, daß das LuftschiffGraf Zeppelin" lange Zeit über der Landschaft kreuzte und fast eine Stunde lang zu sehen war.

nähme.

Sodann fanden auch noch Ortsgruppenleiter W o b k e r und Bürgermeister Rinn herzliche Worte der Begrüßung an die vielen alten Turner. In festlicher Hochstimmung wurden nach den Wor­ten des Ortsgruppenleiters die Lieder der Nation gefungen.

Mit besonderer Freude verfolgte man im Verlauf des Abends neben den tänzerischen und gymna­stischen Darbietungen der Turnerinnen von Heuchel­heim die schönen Stabübungen der Heuchelheimer Turner, die dann auch in einer vielseitigen Boden­gymnastik einen erfreulichen Leistungsstand be­wiesen und erkennen liehen, daß sie in den Hebungs­stunden eifrig an sich gearbeitet hatten. Den turne­rischen Höhepunkt des Abends bildeten dann die Kürübungen, in denen eine Reihe der besten Turner des Gaues Hessen ihr reifes Können zeigten. In der Reihe dieser Turner sah man auch die Besten unserer engeren Heimat, die beiden Brüder Her­bert, ferner Schöffmann und Lettin von Gießen-Wieseck, Engelhardt (Heuchelheim) und dann einige Turner aus Eberbach, Kirdorf, Kirtorf und aus Fulda. Die Hebungen am Querpferd und am Barren wurden von den sachverständigen Zu­schauern mit größter Aufmerksamkeit verfolgt und mit starkem Beifall ausgenommen.

Mit besonderer Freude wurde davon Kenntnis genommen, daß auch ein Gießener Turner, Hein- rich Herbert, bei der Lmgiade in Stock­holm dabei war. Stürmisch wurde verlangt, daß er vortreten möge. Er tat es, für einige Sekunden nur, verharrte in edler Haltung mit der zum deutschen Gruß erhobenen Hand und trat dann bescheiden sofort wieder in die Reihe feiner Karne-

Zu unseren Bildern:

Nebenstehend: Auf dem Turnplatz am Geiers- berq bot sich den vielen Zuschauern manches schöne turnerische Bild. Prächtig nahmen sich die Gestalten der Turner und Turne­rinnen in Weiß unter dem Rvt der Reichsbund­fahnen aus. ~

Links mitte: Der nahezu 80jährige Alters­turner Wilhelm D a p - per (Gießen) bei feiner Hebung am Pferd.

Unten rechts: Theo­dor Vaupel (Gießen) bei der Pflichtübung am Barren.

(Aufnahmen [3:] Neuner, Gießener Anzeiger.)

bildete den glücklichen Auftakt für das große Tref­fen der alten Turner. Die Turnhalle war bis auf den letzten Platz besetzt, als die Kapelle Schleuse den Abend einleitete. Für die Veranstaltung prangte die Turnhalle im festlichen Gewand. Die Abord­nungen der einzelnen Vereine hatten ihre Reichs- bundfahnen mitgebracht, die dekorativ die bcriöen Längswände des Saales schmückten. Auch das Gau­banner, das in Breslau geweiht worden war, schmückte den Saal. Den Auftakt der Festfolge des Abends bildete dann das Auftreten eines vereinigten Chores der Heuchelheimer Gesangvereine, die mit dem Sängergruß, mit einer Hymne des Glaubens an Volk und Vaterland und mit einem frisch ge­sungenen Volkslied allen Zuhörern viel Freude machten und dem Abend die rechte Einstimmung ^°Sodann hielt der Vereinsführer Rinn (Heuchel­heim) die Begrüßungsansprache, in der er alle Ka­meraden von nah und fern, von Kassel, Fulda, Hers- seld, Marburg und Gießen, von der Rhön und vom

raben zurück.

Die schöne Einheit und Kameradschaftlichkeit, die zwischen den alten Turnern herrscht, kam im Laufe des Abends auf vielfältige Weise sinnfällig zum Ausdruck. Diele Bekannte begrüßten sich, alte und neue Turnerlieder wurden kraftvoll gemeinsam ge­sungen, Erinnerungen wurden ausgetauscht, schließ­lich kam aber auch immer wieder die Verbundenheit von alten und jungen Turnern zum Ausdruck, denn viele der Turner, die jetzt an den Geräten ihre Leistungen zeigen, sind zu den Alten in die Schule gegangen und man fühlt sich gegenseitig herzlich verbunden. So war dieser Kameradschaftsabend ein schöner Beweis dafür, daß die Turner im besten Sinne ihrer Traditionen wirken, sich aber auch mit ganzer Kraft der Sache des Reichsbundes für Leibesübungen und damit der Jugend und der deutschen Zukunft widmen Gauoberturnwart Becker beschloß den Abend mit den Parolen für den Sonntag.

folg dieser großen Veranstaltung war auch ein Er- folg des Turnvereins Heuchelheim. Einmutig war die Meinung aller, daß dieses Gautreffen kaum m einem anderen Ort unseres Gaues so vollkommen glücklich und harmonisch wie in Heuchelheim durch­geführt werden könnte.

Durch die sorgfältige Vorbereitung war dem Gau­alterstreffen der Erfolg von vornherein gesichert worden. Für alle Teilnehmer waren die Stunden in Heuchelheim ein schönes Erlebnis. Das schöne Wetter trug dazu bei, daß das Fest alle Teilneh­mer in Hochstimmung fand.

Das erste Alterstreffen des Gaues ^effeti im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübun­gen, das am Samstag und am gestrigen Sonntag zahlreiche Turner aus dem ganzen Gau Hessen ver­einigte, gestaltete sich zu einem überragenden Er­folg, zu einer eindrucksvollen Kundgebung für öie Sache des Reichsbundes und für die turnerische Sache insbesondere. Die Veranstaltung rourbe aber auch zu einem Ruhmestitel für die Gemeinbe Heu­chelheim, unb hier roieber im befonberen für den Turn verein Heuchelheim, der erneut bewies, daß ihm das Vertrauen der Gaufuhrung des NSRL. mit aller Würdigkeit gebührt. Der Er-

Pfeiffer und Schüler (Wetzlar), Bastian (Alsfeld), Hoffmann (Kassel) und den vielen an­deren, die seit Jahrzehnten in unerschütterlicher Treue im Dienste der deutschen Turnsache stehen und sich auch opferbereit für den NSRL. einsetzen. Er dankte aber auch der Einwohnerschaft der Ge­meinde Heuchelheim, die zahlreich an diesem Kame­radschaftsabend teilnahm und durch die Stellung von Freiquartieren sehr dazu beitrug, der Veran­staltung den Erfolg zu sichern. In kurzer Ansprache dankte anschließend Gaufachamtsleiter Schäfer (Kassel) dem Turnverein und der Einwohnerschaft von Heuchelheiim für die erwiesene Gastfreundschaft und übernahm die Leitung des Festes.

Gaufachwart Schäfer (Kassel) hielt eine ein-

Vormittag ausreichend Gelegenheit gegeben war, bie Freiübungen für den Nachmittag zu üben. Gau- männerturnroart Becker (Kassel) führte das Kom­mando und erreichte mit seiner humorvollen Art bald die Einheit der vielen Altersturner.

Faustballturnier.

Während auf dem Platz am Geiersberg die Mehr- kämpfe bestritten wurden, kämpften auf Oswalds, garten die Faustballspieler um Sieg und Punkte. An den Faustballspielen beteiligten sich der Polt, zeisportverein Gießen, der Turnver- ein 1 846 Gießen, der Turnverein Philipp, stein und je eine Mannschaft aus Wetzlar, Nw born, Burgsolms und Kassel. Die Spiele wurden in zwei Klassen bestritten und brachten spannende Begegnungen. In den Endspielen kämpften die Gruppensieger gegeneinander und stellten so die siegreiche Mannschaft fest. Der bewährten Mann- schäft des Turnvereins 1846 Gießen gelang es, sich hier den Sieg vor dem Turnverein Wetzlar zu sichern, sichern.

dringliche Ansprache. Er erinnerte daran, wie hier die alten Turner durch die Jugend an ihre eigene Juaend erinnert werden sollen. Das Fest solle Kraft schöpfen lassen für weitere Arbeit an den deutschen Leibesübungen und es soll die Bereitschaft stärken, der Jugend aus Erfahrung, Wissen und Können wahre turnerische Art zu vermitteln. In weiteren Darlegungen sprach der Redner von der Zeit vor 25 Jahren, erinnerte an die gefallenen Helden der Nation, sprach von ihrem Vermächtnis und beji Pflichten der gegenwärtigen und betonte, daß die Arbeit an der Jugend die schönste Arbeit fei, der selbst ein Turner in hohem Alter noch dienen könne. Mit dem Gelöbnis zu Volk und Vaterland schloß er seine Ansprache. Begeistert wurde das LiedO, Deutschland hoch in Ehren" gesungen. Obersturm­führer Engelhardt übermittelte die Grüße des Gauführers, Brigadeführer Schmidt sagte im Na­men der Gauführung dem Verein und der Ge­meinde Dank für die Hebernahme und Ausgestal­tung des Festes, dankte aber auch allen stillen Mit­arbeitern und den aktiven Kämpfern für ihre Teil-

Alterswmer in ritterlichem Leistungskampf.

Waren schon im Laufe des Samstagnachmittags zahlreiche Turner aus weitem Hmkreis nach Heu­chelheim gekommen, fo fetzte in den frühen Mor­genstunden des Sonntags ein weiterer starker Zu­strom von Turnern ein, die zum Teil schon sehr früh zu Hause aufgebrochen waren, lange Bahn« und Omnibusfahrten hinter sich hatten und kein Opfer gescheut hatten, um rechtzeitig zum Wett­kampf auf dem Platz am Geiersbera zu sein. Pünkt­lich zur vorgesehenen Zeit traten die Altersturner an, die ihre Meldungen fast ausnahmslos erfüllten, fo daß sich über 500 Wettkämpfer auf dem Platz des Turnvereins Heuchelheim ein Stelldichein gaben. Zahlreiche Zuschauer säumten von Anfang an den weiten Platz.

Nachdem schon um 8 Hhr eine Kampfrichtersitzung stattgefunden hatte, nachdem in kurzer und feier­licher Form und unter Hinweis auf den Sinn des Kampftages die Flaggen gehißt waren, wurde so­fort zu den Wettkämpfen angetreten, die ausschließ­lich Mehrkämpfe brachten. Die Turner über fünfzig Jahre bestritten Dreikämpse (an Geräten unb in volkstümlichen Hebungen), für die weniger als fünf­zig Jahre alten Turner waren Drei-, Sechs- und Neunkämpfe ausgeschrieben.

Nach ber Flaggenhissung legte eine Abordnung, die aus Ortsgruppenleiter Wobker, Bürger­meister Rinn, Obersturmführer Engelhardt (Kassel), Gaufachamtsleiter Schäfer unb Vereins­führer Rinn bestaub, am Ehrenmal ber gefallenen Helben bes Weltkrieges einen Kranz nieder. Gau­fachamtsleiter Schäfer hielt eine kurze Ansprache, in der er bas Opfer ber gefallenen Helben würbigte unb bie Verpflichtungen der Gegenwärtigen er­kennen ließ.

Im Nu unb nachdem das Kommando zum Be­ginn der Wettkämpfe verklungen war, marschierten die Riegen (42 an ber Zahl) zu ben einzelnen Kampfplätzen, bie mustergültig vorbereitet waren unb einen reibungslosen Ablauf der Kämpfe mög­lich machten. Kaum hatte man der Augen genug, um das vielfältige Bild, das sich hier bot, zu fasten. Hier traten die ältesten Turner zu ihren Pflicht­übungen am Querpferd an, bestritten mit heiligem Eifer und aller Sachkenntnis (viele auch mit er­staunlicher Elastizität) ihre Hebungen am Barren und am niedrigen Reck unb notierten sorgfältig die ihnen von den Kampfrichtern gegebenen Punkt- Fuhlen. Während an vielen Geräten die Geräte- mettfämpfe im vollen Gange waren, maßen sich an den Kampfstätten für bie volkstümlichen Hebungen die. Turner der verschiedensten Altersklassen im Weitsprung, im 75-Meter-Lauf, im Kugelstoßen im Gewichtheben usw. Mit größter Aufmerksamkeit ver­folgten bie Turner bie Leistungen ihrer Mitbewer­ber unb mancher hätte es sich dabei zur Aufgabe gemacht, bie zum Siege notwendige Punktzahl bei weitem zu überschreiten. Dank des energischen Ein­satzes gelang es vielen, die Richtzahlen erheblich zu übertreffen. Es war prächtig und unterhaltsam zu­gleich zu sehen, wie die Altersturner untereinander voll Stolz ihre Leistungen verglichen unb mit Leib unb Seele von diesem Wettkamvf erfaßt waren Ge­rade diese Tatsache, daß die Alterstumer mit sol­chem Eifer unb mit solcher Begeisterung bei ber Sache waren, machte den großen ideellen Erfolg dieser Veranstaltung aus.

Unsere heimischen Vereine machten es sich zur Ehrensache, stark beteiligt zu sein. Der Turnverein

1846 Gießen waren dabei mit insgesamt £5 Aktiven

Schleuse, die den Zug anführte unb schneibigen Takt führte das alles schmolz zu einem Bilde zusam­men, das allen zu einem schönen Erlebnis geworden sein mag. Der Marsch führte in breiter Dreier-Reihe durch das Dorf unb zurück zum Turnplatz.

Auf bem Turnplatz gab es nun eine Reihe von interessanten Schaukämpfen zu sehen. Zunächst wurde von den Kreisriegen zu einem Kugelstoß-Wett­bewerb angetreten, bei dem zu gleicher Zeit von sämtlichen Wettkampfteilnehmern bie Kugel zu stoßen war. Der Kreis 8 (Gießen) sicherte sich hier ben Sieg. Einen spannenden Kampf gab es ferner in einer 20X75-Meter-Staffel, in ber mehrere Kreise der Gruppe Süd, gegen Kreise der Gruppe Nord in den Wettbewerb traten. Die Gruppe Süd j blieb hier Sieger. Mit großer Freude und Begeiste­rung folgte man dann ben Hebungen der Gauriege am Reck, die schon am Vorabend mit ben Hebungen am Querpferb unb am Barren aufgewartet hatte Schließlich traten bann bie Altersturner zu ben Freiübungen an, die in schöner Geschlossenheit aus­geführt wurden. Den Abschluß der Veranstaltung bildete die

Sieger-Ehrung

die von Gaufachamtsleiter Schäfer vorgenommen wurde. Nach dem Aufmarsch der Fahnenträger in langer Front zwischen ben Wettkämpfern gab Gau­fachamtsleiter Schäfer die Sieger bekannt und junge Turnerinnen überreichten ben Siegern bie Kränze unb bie Schleifen. Obersturmführer Engelhardt (Kastel) hielt eine kurze Ansprache, in der er ben Sinn ber Veranstaltung bes Tages im Dienst an Volk unb Vaterlanb umriß. Für die ältesten Turner gestaltete sich bie Siegerehrung zu einer besonderen Auszeichnung. Die sechs ältesten Turner (über 70 Jahre alt), traten vor bem Podium an, wurden be­sonders mit bem Eichenkranz geschmückt unb so der Jugend als leuchtendes Vorbild vor Augen gestellt. Das Gedenken des Hühr.ers und die Lieder der Na-

Deutsche Rudersiege in Helsinki.

In Fortsetzung der freundschaftlichen Hnterstützung ber finnischen Olympia-Rudervorbereitungen waren vom NSRL. Meldungen zu insgesamt vier von neun Rennen der 1. Internationalen Ruder-Regatta bei Helsinki abgegeben worden. Alle beutscheu Starts wurden denn auch zu deutschen Siegen. Auf der vom Wind etwas aufgerühtten Regattastrecke gab es durchweg erbitterte Kämpfe, bei denen erstklassige Wasserarbeit geboten wurde. Die ruderischen Leistungen ber Finnen, die eigen!» lich erst seit dem Herbst 1938 die Arbeit aufgenorn» men hatten, verdienen vollste Anerkennung. Regattastrecke wirb übrigens eine vorziiglO Kampfbahn für bie olympischen Ruder-Wettkaiu^ abgeben.

Hessens Schwimmer überzeugen.

Gaukampf gegen Niederrhein 24:24.

Der Schwimmgau Hessen hatte sich für eine ^n« wandfreie Leistungsprobe eine Mannschaft bes Gaues Niederrhein zu einem Gaukampf nach Kassel eingeladen. Die hessischen Schwimmer unterstrich^ mit einem ehrenvollen Hnentschieden von 24:24 Punkten den schon bei früheren Gelegenheiten zu' tage getretenen Fortschritt. Es bleibt allerdings Z» berücksichtigen, daß der Niederrhein nicht erste Garnitur" aufbot, sondern sich vorwiegeno« aus Schwimmer aus Wuppertal stützte. Die machten ihre Punkte vH den Bruststasfeln und m einer der zwei vorgesehenen Lagenstasfeln. Die Zweim Lagenstaffel fiel aus, bei ihrer Austragung war^ es wahrscheinlich zu einem hessischen Siege gekom­men. In der Kraullage unb im Wasserball (wo auG einige junge Nationalspieler der Rheinländer rnu- wirkten) war der Gau 10 überlegen. Die Wasser­ballkämpfe, für Hessen als Lehrspiele gedacht, enoe- ten mit klaren Siegen des Niederrheingaues 6:3 bzw, 11:3. ---------