Ausgabe 
31.7.1939
 
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Weber deutscher Marathon-Meister.

Die deutsche Marathon-Meisterschaft 1939 wurde cn Sonntag auf einer fünfmal zu durchlaufenden 54 Kilometer langen Rundstrecke im Leipziger ^cheibenholz durchgeführt, auf einer Strecke also, de den olympischen Bedingungen von Helsinki ge» nu entsprachen. Die Läufer fanden eine tadellose Strecke vor, völlig staubfrei und fast ständig im Schatten gelegen. Von den Favoriten fehlten Borg- sin (Berlin) und Puch (Potsdam), sowie Schönrock (Wittenberg) und 23 weitere Läufer, immerhin war bis Feld noch hervorragend besetzt. Man hoffte auf eme Unterbietung der schwer zu überwindenden 2-40-Stunden-Grenze. Der Sieger und neue Mei- flsr, Wachtmeister Weber vom Luftwaffensport- orein Berlin, benötigte jedoch 2:47:19,2 Stunden, Md der Zweite, Hermann H e l b e r (Stuttgart), e dete vier Minuten zurück in 2:51:14,2 vor Wiede- ntnnn (München) und Gebhardt (Dresden).

Titelkämpfe der Straßenfahrer in Frankfurt a. Main.

Die Meisterschafts-Entscheidungen unserer Ama- Kur- und Berufsstraßewsahrer in Frankfurt a. M. n (feiten sich am Sonntag bei hochsommerlicher Htze ab. Beim Rennen der Amateure, das zu früyer 9 oraeirftunbe gestartet wurde, roar die Anteilnahme dr Radsportfreunde recht groß, aber am Nach- tt ttag, als die Berufsfahrer viermal über die ttmere Taunusschleife zogen, da machte sich doch is Konkurrenz der Strandbäder und des Frank­furter Großflugtages bemerkbar. Den ersten Teil

holte sich der Münchener Hörmann, der nach einem prächtigen 4X100-Meter-Spurt aus einer lököpfigen Spitzengruppe heraus ihit einer Fahr­zeit von 4:36,40 Stunden vor Hackebeil (Chemnitz), Müller (Wuppertal), Richter (Chemnitz) und Irr- gang (Berlin) gewann.

Harter Kampf unserer Berufsfahrer.

Ebenso hartnäckig und verbissen wie die Ama­teure kämpften unsere Berufsstraßenfahrer am Sonntag auf der schweren Taunus-Runüstrecke um Meisterehren. Was aber den Amateuren am Mor­gen erspart geblieben war, das mußten die Profis um so nachhaltiger ertragen: die unbarmherzig sengende Sonne nahm von Stunde zu Stunde an Kraft zu und machte den Fahrern die Erledigung ihrer Aufgabe fast unmöglich. Von 52 Gestarteten erreichte schließlich nicht einmal die Hälfte das Ziel!

Der Dortmunder Erich B a u tz gewann diesen dritten Meisterschaftslauf nach 6:20,29 Stunden vor Löb er mit 6:23,15, Schild mit 6:24,14 und Lang­hoff mit 6:28,55 Stunden. Der eigentliche Held des Rennens war aber der Ex-Frankfurter Löber (Schweinfurt), der sich in der zweiten Runde klar die Spitze erkämpft hatte, durch einen Kurbelbruch zurückgeworfen wurde, aber schließlich nach pracht­voller Alleinfahrt dock noch den zweiten Platz er­oberte, der ihm auch den Titel des neuen deutschen Meisters einbracht, da der Bielefelder Langhoff, der mit Löber zusammen in der Gesamtwertung 68 Punkte erreichte, nur den vierten Platz belegte. Wal­ter Löber zeigte sich an diesem tropischen Som­mertag in wirklich famoser Form und verdiente sich den Titel mit einer großen Leistung redlich.

Olympische Spiele mit Schi-Weilbewerben.

Deutscher platt: Einberufung eines a.o. Schi-Kongresses.

Der Präsident des Organisations-Komitees für Li 5. Olympischen Winterspiele 1940 in Garmifch- P rtenkirchen, Dr. Ritter von Halt, weilt augen- blcklich in Begleitung des Generalsekretärs Dr. Erl Diem und des Vorstandsmitglieds des 3n- lenationalen Schi-Verbandes, Guy Schmidt, in Ollo, um dem Präsidenten des Internationalen Lhi-Verbandes, Rlajor Oeflgaard, einen Be- N) abzuslatten.

Die deutschen Vertreter unterrichteten Major flü ff g a a r ö über die Absicht Deutschlands, einen LDerordentlichen Schi-Kongreß zu beantragen, der d Genehmigung schisportlicher Wett- 6 werbe nach den olympischen Amateurregeln bichliehen soll. Damit würde den Olympischen 7 mlerspieleu ihre volle Bedeutung wiedergegeben

werden. 3m übrigen hat Deutschland geeignete Maßnahmen getroffen, daß die Spiele in Garmisch- Partenkirchen die drei Wochen später in Oslo statt­findenden Weltmeisterschaften nicht be­einträchtigen werden. Auch die Pläne der schisportlichen Vorführungen, insbesondere derlag des Schilaufs", wurden Major Oeflgaard offiziell zur Kenntnis gebracht. Deutschland wird auf alle Fälle dafür sorgen, daß der Schisport und die olympiabereite schisportliche 3ugend aller Länder bei den Spielen in Garmisch-Partenkirchen die ge­bührende Stellung im Gcsamlprogramm erhalten.

3m übrigen wurde auch mit dem Norwegischen Olympischen Komitee, das als erstes seine Teil­nahme in Garmisch-Parlenkirchen zugesagt hatte, freundschaftliche Fühlung genommen.

TemiS: Jugoslawien - Deutschland 3:2.

Fünfsatzsteg von Henkel-Menzel vor 6000 fanatischen Zuschauern.

Hm Agrarner Davispokalspiel zwischen Deutschland u.L Jugoslawien errang Deutschland am Samstag in~d) den Gewinn des Doppelspiels eine 2.1-Füh- nng. Henkel-Menzel schlugen in einem schwe­re- Fünfsatzkampf, der sich über 2% Stunden er» Itü-ckte, das einheimische Paar Puncec-Kukul- j(öD t c mit 9:7, 4:6, 6:4, 3:6, 6:1.

! Auch am Samstag herrschte in Agram eine tro- piche Hitze, aber trotzdem war das Tennisstadion ov der Salata wieder bis auf den letzten Platz be- fett. Die Besucher nahmen leidenschaftlichen Anteil üi den Ereignissen zwischen den weißen Linien. Acht weniger als 25mal mußte der jugoslawische öyiedsrichter, wiederholt sogar auf Wunsch von $ ncec und Kukuljevic, um Ruhe bitten, und vier Linienrichter mußten wegen offensichtlicher Fehlent- (csibungen ausgewechselt werden! Daß das deutsche p ar trotzdem gewann, stellt ihrer Kampfkraft, ihrer roenftärfe und ihrem Können das beste Zeugnis as.

Der überragende Spieler des Quartetts war unser I-ifter Heinrich Henkel, der wunderbar aufschlug uL am Netz einfach unbezwingbar war. Menzel b^vies in diesem Agrarner Hexenkessel eine erstaun- Disziplin, obwohl es die Zuschauer auf ihn sonders abbesehen hatten. Die bessere Zusammen- , Eit und die größere Klasse waren auf deutscher

Seite, und so fielen der Sieg und der wichtige zweite Punkt durchaus verdient an das deutsche Paar.

Zwei verlorene Einzelspiele.

Die große Tennisschlacht in Agram endete mit einem 3:2-Sieg Jugoslawiens. Mit dem gleichen Er­gebnis hatte Deutschland die Südländer 1936 und 1938 in diesem Schlußrundenkampf der Europazone des Davispokalwettbewerbes schlagen können. Beim dritten Versuch ist den ehrgeizigen Jugoslawen, die ohne Zweifel neben Deutschland die kampfstärkste europäische Tennisnation sind, also zum erstenmal der Sprung in das Jnterzonenfinale geglückt.

Bei einer für unsere Begriffe aeradezu unerträg­lichen Hitze wurden im ausverkauften Agrarner Ten­nisstadion die beiden letzten Einzelspiele entschieden. 40 Grad im Schatten lähmten die Kampfkraft der deutschen Spieler, so daß die Jugoslawen beide Treffen mit Dreisatzsiegen gewannen. Zuerst stellte Dragutin Mitic durch einen 6:1-, 6:2-, 6:3-Ersolg über ©opfert den 2:2-Ausgleich her. Die Entschei­dung brachte bann der Kampf der beiden Landes­meister, Franz P u n c e c und Henner Henkel. Es wurde ein unerhört rassiger und technisch hoch­stehender Kampf, der nach zweistündiger Dauer mit einem 10:8-, 6:3-, 6:0-Erfolg des körperlich glänzend vorbereiteten Jugoslawen endete.

Falderbaum wieder Meister im GeMlichkeilsflug.

Frankfurts internationaler Großflugtag hatte am Ei nntag trotz des heißen Sommerwetters über ISO 000 Zuschauer zum Flugplatz Rebstock gebracht. Ihr dem Verwaltungsgebäude wehten die Flaggen te 14 teilnehmenden Rationen. NSFK.-Obergrup- X'iführer von Molitor erstattete Korpsführer «Hftianfen Meldung, und nachdem Gauleiter v-'renger den Flugtag offiziell eröffnet hatte, ourde zunächst das internationale Luf t- lennen der Klaffe B (für Flugzeuge mit einer sichstgefchwindigkeit bis 200 Kilometer) entschie- Äei- RSFK.-Obersturmbannsichrer Neubürger (Diesben) siegte auf Fieseler 5 und kam dadurch in t?r Besitz des Ehrenpreises des Korpsführers. Zwei- tr wurde NSFK.-Sturmbannführer Gerbrecht (i en) auf Klemm 32 B vor Günther Rapp (3:cha) aufGotha 150" vor Dblt. Bedinfky Ihgarn), der auf einer deutschen Bückermaschine m le ich bester Ausländer war. Bei den schweren Hsschinen der Klasse A mit mehr als 200 km/st bechwindigkeit wiederholte NSFK.-S türm sichrer Mn (Brandenburg) auf Arado 79 seinen Vor- tf-sfieg und erhielt damit den Ehrenpreis des ^chsministers für Luftfahrt und Oberbefehls- Ifcaers der Luftwaffe. Oberstlt. 9u n g. vom Reichs- u^ahrtministerium wurde Zweiter auf Arado 79

Wendelin Trenkle (Regensburg) auf Mef- irchmitt-Taisim.

. "errliche Flugbilder, die die Zuschauer immer Jtiber begeisterten, sah man beim Kampf um die jMc^e Meisterschaft im Geschicklich- ts f lug zwischen den sechs besten Piloten der Escheidungskämpfe. Oberfeldwebel Falderbaum, p Vorjahrsmeister, mußte all sein Können ein» Fkn, um sich vor allem der beiden Wiener Leut- »:rts E ck e r l e und Molenaar erwehren zu »imn. Schließlich langte es aber für den Ober» Ptwebel doch zum Titelgewinn. Er gewann damit

den Wanderpreis des Reichsministers für Luftfahrt und die Goldene Plakette des Korpsführers. Mit 1256,49 Punkten schnitt Oberfeldw. Falderbaum klar besser ab als Dblt. Eckerle mit 958,66 Punkten und Sturmführer Friedrich (Breslau) mit 947,99 P. Zwischen den beiden Luftrennen und den Kämpfen im Geschicklichkeitsflug gab es als beifällig aufge­nommeneEinlagen" einen Segelflug-Formations­schlepp von neun Flugzeugen, Ballonrammen, Vor­führungen der Sturzbomber und Fallschirmab­sprünge. Darbietungen der Flugzeuge von einst und jetzt zeigten sinnfällig den Fortschritt der technischen Entwicklung auf. Der alte Flugpionier Fieseler startete mit seinemStorch", die Flieger-HI. führte Segelflugmodelle vor und auch das Luftschiff LZ 130Graf Zeppelin" kreuzte längere Zeit über dem Flugplatz und warf Fahnenbomben ab. Nach der Siegerehrung und einemEhrenstart" des neuen deutschen Meisters Falderbaum fand der Großflug- tag mit einem Tagesfeuerwerk sein Ende.

Gauleiter Spreuaer mit der Goldenen Nadel des NSFK. ausgezeichnet.

Anläßlich eines großen Empfanges, den die Stadt Frankfurt zum Abschluß des 2. Internationalen ßuf trenne ns veranstaltete, überreichte Korpsführer General der Flieger Christiansen Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger die Goldene Nadel des NS.-Fliegerkorps. Die verantwortungsvolle fliegerische Aufbauarbeit des NS.-Fliegerkorps im Gau Hessen-Nassau habe durch Gauleiter Sprenger bei jeder Gelegenheit größte Unterstützung gefun­den. Durch die Jnitiattoe des Gauleiters fei drau­ßen vor Frankfurt die idealste Fluganlage der Welt, der Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main entftan» den. Die gewaltigen Leistungen im Segelflug habe der Gauleiter durch die Stiftung des Nehring-Prei-

ses anerkannt und die Flieger zu weiteren Groß­taten angespornt. Korpsführer General der Flieger Christiansen dankte abschließend dem Gau­leiter Sprenger und Dberbürgermeifter Dr. Krebs für die wunderbare Aufnahme, die die Fliegerei in Frankfurt fand.

Der Kampf um das Braune Band von Deutschland.

Die Hauptstadt der Bewegung stand am Sonntag im Zeichen des Braunen Bandes von Deutschland, dem glanzvollsten Höhepunkte der Internationalen Riemer Rennwoche 1939. Wie in den vergangenen Jahren fand auch diesmal diese große repräsentativ­sportliche Veranstaltung, die erst vor kurzem für reichswichtig erklärt wurde und mit ihrem Haupt- preis von 100 000 Reichsmark zu den reichsten Rennen in Europa zählt, das stärkste Interesse nicht nur der deutschen, sondern auch der gesamten aus­ländischen Turfwelt.

Mit hervorragendem deutschen Pferdematerial rangen die allerbesten ausländischen Klassenpferde um die Siegespalme. Mittelpunkt des ereignis­reichen Nachmittags war naturgemäß der mit stärk­

ster Spannung und riesiger Anteilnahme der Zehn- tausende verfolgte Kampf um das Braune Band von Deutschland, dessen Feld diesmal fünfzehn Pferde umfaßte, darunter den Sieger des Vor­jahres, das französische PferdAntonym". Nach ungemein wechselvollem und bis in die Distanz noch nicht entschiedenen Rennen fiel der Sieg wie­der auf ein französisches Pferd, dem in bester Ver­fassung an den Start gebrachten HengstGoya" des ftanzösischen Rennstallbesitzers Marcel Baus- sa c. Zweiter wurde der Sieger des Vorjahres, Antonym", vor dem favorisierten Italiener Procle"; Vierter wurde das beste deutsche Pferd Sonnenorden" vor zwei weiteren deutschen Pferden.

Das Braune Band des Springsports wurde am Samstag in München-Riem mit dem dritten Jagdspringen entschieden. In der Gesamt­wertung siegte .Landrat" unter Rittmeister E. Hasse mit 8 Fehlern vorN o r d r u d" (^-Haupt- stuvmführer W. F e g e I e i n) mit 12 undOttokar" (^-Hauptsturmführer W. Fegelein) mit sech­zehn Fehlem.

Zwei günstige Tage derRhön".

Fast ^0000 Kilometer am Samstag.

Arn siebenten Wettbewerbstaae der20. Rhön" stellte die erneut veränderte Wetterlage es herrschte ausgesprochen hochsommerliche Witteruyg die Teilnehmer vor ganz neue Ausgaben. Diesmal mußte die aufsteigende Warmluft über der Rhön ausgenutzt werden. Fast alle Piloten fanden sich am Samstag auf dem Startplatz ein, und teilweise kreuzten gegen 20 Flugzeuge über der Wasserkuppe. Ausschreibungsgemäß gingen die Flüge nach Thü­ringen und Sachsen hinein. Bis nach Dresden kamen mit 280 km im Zielsegelflug die vier Plloten Beck, Kraft (beide NSFK.-Gruppe 15 Stuttgart), von Treuberg (NSFK.-Gruppe 14 München) und Ludwig (NSFK.-Gruppe 7 Dresden). Der Frankfurter Flinsch (DDL.) setztö nach 255 km bei Riesa auf. Allein 19 Segelflieger erreichten Durchschnittsweiten von 200 bis 300 km. Sogar der Berliner Doppelsitzer mit Bergens am Steuer legte 254 km zurück und kam bis in die Nähe von Dresden.

... und 6000 am Sonntag.

Ungeachtet der weiten Ziel- und Richtungs- Streckenflüge der Vortage, die eine Gesamtstrecke von über 33 000 km ergaben, und der langwierigen Rückttansporte während der Nächte stellten sich alle Teilnehmer am Morgen des achten Wettbewerbs­tages der20. Rhön" wieder zum Kampfe. Große Freude löste auf der Wasserkuppe die Landung von Generalleutnant Udet aus, der ein begeisterter Segel­flieger ist und längere Zeit an den Startplätzen weilte. Besonderes Interesse erweckte auch ein Volks­wagen als Schleppwagen für Segelflugzeug-Trans­porte. Der zum erstenmal in den Dienst des deutschen Segelflugsports gestellte Volkswagen bewies seine Eignungs aufs beste. Dorgeschrieben war die Rich­tung Wasserkuppe Fluahafen Berlin-Tempelhof. Die Landemeldungen trafen recht spät ein, da die Piloten alles Können eingesetzt hatten, um möglichst weite Richtungsflüge durchzuführen. Sie erreichten auch wiederum als Tages-Gesamtergebnis 6000 km.

Olympia-Prüfungskämpfe in Berlin.

Wiederum Sarbig vor Lanzi.

Der erste Tag der Olympia-Prüfungskämpfe des Reichsfachamtes Leichtathlettk, die von den drei Berliner Großoersinen, Deutscher SC., Berliner SC. und SC. Charlottenburg ausgerichtet wurden, hatte am Samstag den erwarteten Widerhall ge­funden. Rund 25 000 Zuschauer waren ins Olym- via-Stadion gekommen. Das wichttgste Ereignis war aas abermalige Zusammentreffen der größten Läu­fer von Italien und Deutschland, Mario L a n z i und Rudolf -farbig, die sich über 800 Meter den erwartet harten Kampf lieferten. Lanzi ging mit schnellen Sprintschritten an die Spitze. Harbig lag im ersten Bogen noch an vorletzter Stelle, kam aber bald nach vorn. Dann setzte sich der lange Giefen an den ersten Platz und machte in auf» opernder Weise das Tempo. Bis 300 Meter vor Schluß hielt er durch; bann fiel der Berliner zu- zurück. Jetzt war Lanzi vorn, und schon im Ziel- bogen setzte der Italiener zum Spurt an. Aber nun fetzte Harbia zum Dorstoß an, hatte seinen großen Rivalen bald spielend eingeholt und ging glatt an ihm vorbei. Bis ins Ziel holte der Dresdner noch fast fünf Meter Vorsprung heraus. Mit seiner Zeit von 1:48,7 Minuten blieb er jetzt schon zum dritten- mal unter dem noch anerkannten Weltrekord des Amerikaners Robinson. Für Lanzi wurden 1:49,2 gestoppt. ,

Auch in den übrigen Kämpfen gab es hervor­ragende Leistungen. Im 80-Meter-Hürdenlauf der Frauen stellte Siegfriede D e m p e (Weimar) mit 11,5 Sekunden einen neuen deutschen Rekord auf. Eine hervorragende Zeit erzielte eine süddeutsche 4X100-Meter-Staffel in der Besetzung Borchmeyer, Hornberger, Neckermann und Scheuring. Die 40,1

Sekunden bedeuten eine neue deutsche Bestleistung. Im Kugelstoßen mußte sich Europameister Kreek (Estland) mit 16,18 Meter hinter dem in fabelhafter Form befindlichen Olympiasieger W ö l l k e (Berlin), der auf 16,45 Meter (!) kam, mit dem zweiten Platz vor Meister Trippe (15,80 Meter) begnügen.

Dr. Song (Leipzig) hatte im Weitsprung schon mit 7,39 Meter den Sieg vor Leichum (7,00 Meter) sicher, lieber 110 Meter Hürden schlug Meister Kumpmann (Köln) in der mäßigen Zeit von 15,0 Sekunden seinen alten Wi­dersacher Glaw (Berlin) um Vio Sekunde. Ein um­fangreiches Programm hatten die Sprinter au be» wältigen. In der A-Gruppe siegte der Mannheimer Neckermann in 10,6 Sek. vor Borchmeyer und dem Kölner Vogelsanb- Den Endlauf B holte sich Haber­mann (Nauen) tn 10,9. Ein Klasse für sich war Scheuring (Gaggenau) über 200 Meter, die er sicher in 21,2 Sekunden vor Hornberger gewann.

Bei den Frauen hatte Lisa G e l i u s (München) im Speerwerfen keine Gegnerin zu fürchten. Das Kugelstoßen machten die Geschwister Mauer- m a y e r (München) unter sich aus. Spannend war das Ende auch im Hochsprung. Die englische Olympia, zweite O d a m, die deutsche Meisterin Gräfin zu Solms und Elfriede Kann übersprangen glatt 1,60 m. Als einzige bewältigte die Engländerin dann 1,65 m. Don den Sprinterinnen hinterließ die Hol- länderin Fanny Koen den besten Eindruck. Zu einem Zweikampf Deutschland England gestaltete sich die 4 X 100-m-Stassel, die von Deutschland in der Besetzung Winkels, Kühnel, Voigt, Eckhard in 47,1 Sekunden gewonnen wurde.

Die ersten Sieger im Gan-Aliersireffen.

Klasse 1 (32 bis 35 3ahre).

Gemischter Neunkampf (60 Bewerber): 1. Karl Reuter, Tv. 1846 Gießen, 183,5 P.; 2. Heinrich Schlott, Tv. Bäd Homburg-Kirdorf, 175 P.; 3. Philipp Klöß, Tv. Mlbel, 169 P.

Volkstümlicher Dreikamvf (55 Bewer­ber): 1. Otto Werner, Tv. Weilmünster, 78 P.; 2. August Niemann, SA.-Kampfspielgemeinschaft Gießen, 72 P.; 3. Eduard John, Tura 1868 Kassel, 70 P.

Klasse 2 (36 bis 40 3ahre).

Gemischter Neunkampf (26 Bewerber): 1. August Best, To. 1847 Wetzlar, 175,5 P.; 2. Fritz Weitershaus, To. Großen-Linden, 172 P.; 3. August Völpel, To. Weilmünster, 167 P.

Volkstümlicher Dreikampf (40 Be­werber): 1. Artur Koch, To. 1847 Wetzlar, 74 P.; 2. Walter Zerndt, VfB.-Reichsbahn Gießen, 70 P.; 3. Otto Dietz, VfL. Lollar, 69 P.

Klasse 3 (41 bis 45 3ahre).

Geräte-Sechskampf (22 Bewerber): 1 Heinrich Keller, To. Burgsolms, 112 P.; 2. Hans Becker, Tuspv. Kassel-Niederzwehren, 108 P.; 3. Jean Wiegand, Jahngem. Oberursel, 107,5 P.

Volkstümlicher Dreikampf (36 Be­werber): 1. Erich Cassel, ACT. Kassel, 73 P.; 2 Jean Horn, Tuspv. Wellerode, 70 P.; 3. Richard Heyn, Tuspv. Treysa, 69 P.

Klasse 4 (46 bis 50 Jahre).

Geräte-Sechskampf (30 Bewerber): 1. Otto Meier, Tgm. Bad-Nackheim, 111,5 P.; 2. Ru- dolf Ennicht, Tschst. 1860 Groß-Auheim, 106,5 P.; 3. Hans Thöt, To. Alsfeld, 106 P.

Volkstümlicher Dreikampf (28 Be­werber): 1. Reinhard Schröder, Gemeinschaft für Leibesübungen Ihringshausen, Jakob Götzingen, To. Nieder-Eschbach, 71 P.; 2. Adam Popp, Tgm. Friedberg, Hermann Schimpf, VfL. Marburg, Heß, Tv. Braunfels, 70 P.; 3. Heinrich Stahl, Postsport­verein Kassel, 63 P.

Klasse 5 (51 bis 55 Jahre).

Geräte-Dreikampf(30 Bewerber): 1. Chri­stian Werner, Tv. Kassel-Nordhausen, 55,5P.; 2. Otto Seibert, Tv. 1847 Wetzlar, 55; 3. Karl Hill, Tv. Her­born, Fritz Cunz, Tv. Sinn, 54,5 P.

Volkstümlicher Dreikgmpf (18 Bewer­

ber): 1. E. Ebeling, Tv. Alsfeld, 69 P.; 2. Ludwig Herwig, Tuspv. Kassel-Bettenhausen, Hermann Wal- per, To. Kassel-Oberzwehren, 68; 3. Georg Rommel, ACT. Kassel, 65 P.

Klasse 6 (56 bis 60 Jahre).

Geräte-Dreikampf (23 Bewerber): 1.233. Henning, T. u. Spgem. Freiendiez, 58 P.; 2. Georg Dickhaut, Tv. Alsfeld, 55P.; 3. Walter Hildebrandt, Tv. Gersfeld, 53,5 P.

Volkstum 1. Dreikampf (13 Bewerber): 1. Fritz Jähn, Tgm. Rothenditmold, 69 P.; 2. Andreas Stöcker, Tuspv. Reichsbahn Kassel, 62 P.; 3. Hans Weidmann, Tv. Hersfeld, 61 P.

Klasse 7 (über 60 Jahre).

Geräte-Dreikampf (39 Bewerber): 1. Karl Müller, Mto. Gießen, 55,5 P.; 2. Adam Hofmann, ACT. Kassel, 55 P.; 3. Karl Ruppe, Tv. Sinn, 53,5 P.

Volkstüml. Dreikampf (4 Bewerber): 1. Konrad Feick, Tfchft. Lauterbach, 53 P.; 2. K. Pfeffermann, Tv. Weißkirchen, 52 P.; 3. Louis Petri, ACT. Kassel, Katt Mewis, ACT. Kassel, 51 P. Oie Ergebnisse des Faustballturniers.

Gruppe I: Nauborn Philippstein 23:27; Gießen Philippstein 36:21; Polizei Gießen Philippstein 26:26; Nauborn Polizei Gießen 31:22; Polizei Gießen Tv. Gießen 31:40; Gießen Nauborn 38:20.

1. Tv. 1846 Gießen, 2. Philippstein, 3. Polizei Gießen, 4. To. Nauborn.

Gruppe II: Wetzlar ACT. Kassel 35:30; ACT. Kassel Burgsolms 32:24; Wetzlar Burg­solms 36:28.

1. Tv. Wetzlar, 2. ACT. Kassel, 3. To. Burgsolms.

Sieger: 1. Turnverein 1846 Gießen, 2. Turnverein Wetzlar, 3. Aeltere Kasseler Turn­gemeinde, 4. Turnverein Philippstein.

Äm Mannschaftskugel st oßen der Kreise (je 5 Mann) ergab sich folgende Placierung: 1. Kreis 8 (Gießen). 2. Kreis 4 (Rhön), 3. Kreis 1 und 11 (Kassel und Friedberg), 4. Kreis 3 (Hers­feld), 5. Kreis 9 (Lahn).

In der 20X75-Meter-Rundenstaffel der Kreise 1 bis 6 (Nordbezirk) gegen die Kreise 7 bis 12 (Süd­bezirk) siegte der Südbezirk gegen den NordbezirL