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Wirtschaft
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Reichsmark: Weizen W 9 201, W 11 203, W 12 1 Ferkel 9 bis 12 RM., 6 bis 8 Wochen alte 12 bis 204, W 13 205, W 16 208, W 18 210, W 19 212, ig RM. Der Handel war flott, der Markt wurde
geräumt.
Sprechstunden der Redaktion.
mittags geschloffen.
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Liebesgaben für unsere Soldaten
Richtlinien für alle. - Kein wahlloser Versand an die Zront.
Adolf Berger Ehefrau Emmy, geb. Sohl, ist Prokura erteilt. — Firma Valentin Frey & Co. in Gießen: Der Gustav Frey Ehefrau Marie, geb. Treuke, wurde Prokura erteilt. — Ferner wurden im Handelsregister die Firmen Ph. Lüdeking und M. Rosenthal in Gießen gelöscht.
Im Handelsregister B wurde bei der Firma Schade & Füllgrabe AG., Zweigniederlassung Gießen, die Aufhebung als Zweigniederlassung eingetragen.
Frankfurta. M., 29. Nov. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 29. Rov. Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 60 bis 65 (am 21. 11. 62 bis 65), b) 55 bis 59
(55 bis 59), c) 43 bis 50 (46 bis 50), d) 28 bis
40 (30 bis 40), Hämmel a2) 49 bis 50 (49 bis 50), b2) 44 bis 48 (44 bis 48), c) 30 bis 43 (30 bis 42), d) 22 bis 24 (25 bis 28), Schafe a) 40 bis 42 (40
bis 42), b) 36 bis 39 (35 bis 39), c) 25 bis 32 (20
bis 32), Schweine a) 56 (56), bl) 56 (56), b2) 56 (56), c) 55 (55), d) 52 (52,) e) 50 (50), Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Kälber, Hämmel, Schafe und Schweine zugeteilt.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 30. Nov. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Es kosteten Ochsen 37 50 bis 46,50 RM., Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 15 bis 44,50, Färsen 25 bis 45,50, Kälber 28 bis 65, Hämmel 30 bis 50, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 56 RM. — Marktverlauf: Alles zugeteilt.
Schweinemarkt in Vuhbach.
* Butzbach, 30. Nov. Auf dem heutigen Schweinemarkt kosteten bis 6 Wochen alte
Rhein-Mainifche Börse.
Tendenz fest.
Frankfurt a. M., 29. November. Die Börse knüpfte an den festen Schlußverkehr von gestern an, das Geschäft war aber mangels größerer Aufträge ziemlich klein. Da die Nachfrage weiterhin überwog und anderseits kaum Angebot vorlag, konnten sich die Aktienkurse durchschnittlich um 1 bis 1,50 o. H. befestigen. Auch nach den ersten Kursen blieb die Haltung fest. Zunächst eröffneten u. a. JG.-Far- ben mit 159,25 (158,50), Siemens mit 208,75 (208), Verein. Stahl mit 101,25 (100,40), ferner Rhein- stahl mit 133 (131), Scheideanstalt mit 220 (218,50), Zellstoff Waldhof mit 121,25 (119,75), Holzmann mit 146 (144,75) und Heidelberger Zement mit 137 (136), dagegen Mannesmann vernachlässigt und 0,40 v. H. schwächer mit 106,65.
Am Rente nmarkt lag das Interesse in der Hauptsache bei Steuergutscheinen, in denen größere Umsätze stattgesunden haben sollen. Auch Pfandbriefe blieben weiter gesucht, während in Schatzanweisungen die Lage ausgeglichener war. Von Auslosungswerten bröckelten Reichsaltbesitz auf 137,13 (137,40) und Dekosama I auf 140,50 (141,13) ab, ferner Reichsbahn-VA. auf 126,50 (126,75). Meist nur knapp gehalten waren ferner Industrie-Obligationen, während Liqui-Pfandbriefe ihre gestrigen Rückgänge teilweise bis 0,25 v. H. aufholten. Von Stadtanleihen kamen 1926er Mainz nach Pause mit 93,65 (94,50), Darmstadt v. 26 mit 93,75 (93,50)
Aus dem Gießener Handelsregister.
Im Handelsregister A des Amtsgerichts Gießen wurden folgende Veränderungen eingetragen: Firma Ludwig Schneider, Heuchelheim: Der Gesellschafter Ludwig Schneider II. ist aus der Gesellschaft durch Tod ausgeschieden. — Firma Heinrich Hahn, Gießen: Die Prokura der Heinrich Hahn Ehefrau Johanna, aeb. Neuhaus, in Gießen bleibt bestehen. — Firma
Neue Apotheke" Adolf Berger in Gießen: Der
W 20 einschl. Kreis Alzey 31,20, W 20 Kreis Worms31^5; Type 1600 W 13 bis W 20 einfchl. Kr. Alzey 23,05, W 20 Kr. Worms 23,55; Roggen- mebl, Type 997, R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 alles zuzüglich 0,50 RM. Frachtausgleich; Weizenfuttermehl W 19 13,60, Weizenvollkleie W 19 11,60, Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation; Roaaenfuttermehl R 18 12,90, Roggenvollkleie R 18 10,90, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation, Treber —, Wiesenheu, handelsüblich 5,20 bis 5,40, do, gut, gesund, trocken 6,00 bis 6,40, Ackerheu, gut, gesund, trocken 6,80 bis 7,00, Kleeheu, handelsüblich 6,80 bis 7,40, do. gut, gesund, trocken 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, handelsüblich 7,40 bis 7,80, do. gut, gesund, trocken 8,00 bis 8,40, Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,60 bis 2,80, Roggenstroh, do. 2,80 bis 3,00, Hafer- und Gerstenstroh, do. 2,50 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz ruhig.
zur Notiz.
Bei anhaltend kleinem Geschäft war auch der Verlauf fest. Nachfrage fanden besonders einige schwere Werte, von denen Siemens auf 211,25 nach 208,75, Conti Gummi auf 211 nach 209 (207) und Scheideanstalt auf 221 nach 220 anzogen. Ferner befestigten sich Verein. Stahl auf 101,50 nach 101,25, Rheinstahl auf 133,50 nach 133. Don den erst später notierten Papieren, die überwiegend 0,50 bis 1,50 v. H. höher lagen, ragten Rhein. Elektro mit 119,50 (116) hervor.
Der Freiverkehr lag weiter still. Dagesgeld utto. 2 v. H.
Frankfurter Getreidebörse.
l Welcher Frontsoldat von 1914 erinnert sich nicht der Berge von Liebesgaben, die ihn in der ersten Kriegszeit überschütteten? Schon auf dem Truppentransport der ersten Mobilmachungstage wurden die Feldgrauen mit Eßwaren usw. aller Art förmlich überfüttert. Das führte dazu, daß oft Riesen- mcngen von belegten Brötchen, Schokolade usw. verdarben, oder schließlich einfach fortgeworfen wurden. Das gleiche Bild wiederholte sich monatelang immer wieder. Da erhielt z. B. ein Regiment eine wahre Hochflut an Lieüesgabensendungen von Wollschals, Pulswärmern und anderen Winter- fachen, während andere Truppenteile völlig leer aus-gingen. Der Grund war die mangelhafte Organisation der Liebesgabensendungen. Irgendeine Stadt stellte eine Liebesgabenkolonne zusammen, die in Richtung besetztes Gebiet abbrauste und irgendwo ihren „Segen" wahllos bei einer Feldbäckereikolonne oder einem sonstigen Truppenteil ausschüttete. Frauen, Eltern, Geschwister, Bräute und Kränzchen taten mit -Liebesgabenpäckchen em übriges. Die Folgen waren: mancher brave Landser lief mit sechs übereinandergezogenen Pulswärmern, oder drei Leibbinden herum, bis ihm die Sache zu dumm wurde und die überflüssigen Angebinde in Ermangelung anderer Abnehmer irgendwie über Bord flogen. Die Auswirkung war also die gleiche wie bei den allzu vielen Eßwaren der Mobilmachungstage: eine Verschwendung notwendiger Lebensmittel und Gebrauchsgüter, die nachher doppelt und dreifach fehlten.
Eine vorausschauende Planwirtschaft darf solche wohlgemeinten, aber schlecht durchgeführten Maßnahmen nicht wiederholen lassen. Daher kommt der wahllose Versand von Liebesgaben an die Front in diesem Feldzug nicht in Frage. Die Wehrmacht
sorgt selbst dafür, daß alle Soldaten mit Verpflegung und warmer Bekleidung gleichmäßig gut versorgt werden. Darüber hinaus können natürlich einzelne Familien ihren im Felde stehenden Angehörigen bestimmte Sendungen zukommen lassen, wie z. B. jetzt nach Eintritt der kalten Jahreszeit zusätzliche wollene Sachen, Unterwäsche und dergleichen. Die Post hat unter Berücksichtigung dieser Notwendigkeit ab 1. November für die Feldpostpäckchen das erhöhte Gewicht von 1000 Gramm zu- gelassen und das Porto hierfür auf den geringen Betrag von 20 Rpf. festgesetzt. Es sei davor gewarnt, Sendungen für Angehörige im Felde auf anderem Wege als durch die Feldpost abzusenden, insbesondere nicht etwa durch unbekannte Ueber- bringer, die sich anbieten. Die ost gut gemeinten Bestrebungen, Liebesgabensammlungen für unbekannte Feldgraue oder für Soldaten ohne Angehörige zu veranstalten, sind wenig geeignet, zu einer gerechten Verteilung der Gaben zu führen. Auch sind Spenden oder Sammlungen unerwünscht, die für Angehörige eines bestimmten Gaues, einer Waffengattung, eines Truppenteils, eines bestimmten Schiffes oder dergleichen bestimmt sind.
Wer ungenannten Angehörigen unserer Wehrmacht eine Spende zukommen lassen will, sei es, daß er selbst keinen Verwandten oder Bekannten im Felde zu betreuen hat, sei es, daß er darüber hinaus ein Uebriges tun will, der stelle seine Gaben den Dienststellen des Kriegs-WHW. oder des Deutschen Roten Kreuzes zur Verfügung. Diese Stellen sorgen für Weiterleitung an die eingerichteten „Sammelstellen für freiwillige Liebesgaben" bei den Wehrkreiskommandos und Marinestationskommandos, so daß eine gerechte und gleichmäßige Verteilung an alle drei Wehrmachtsteile sichergestellt ist.
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