30. September/l. Oktober 1959
xr.229 Erstes 5ian
189. Jahrgang
Für eine neue Ordnung
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sagte Herr v. Ribbentrop:
lichen und großzügigen Atmosphäre
Starker Eindruck im Ausland
zum
dem
Berlin, 29. Sept. (DRV.) Der Reichsminister Auswärtigen v. Ribbentrop traf am Freitag- ttag gegen 18 Uhr aus Moskau kommend In Londor-Flugzeug „Grenzmark" mit den Herren
Berlin, 29. Sept. (DRB.-Funkfpruch.) Vas Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
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vtederh er gestellt wird und daß England 6» Frankreich den völlig sinnlosen und aussichls- Iven Kampf gegen Deutschland ein st eil en;
1 sollten die Kriegshetzer in diesen Ländern aber bi? Oberhand behalten, so werden Deutschland mb Sowsetrußland dem z u begegnen wissen.
Der Reichsaußenminister erwähnte dann noch die großzügige Wirtschaftsplanung, die zwi- sien der deutschen und der sowjetrussischen Regie- nng vereinbart wurde und die sich zum Vorteil
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ten die Westmächte, als sie den Kriegszustand erklärten, sich die Möglichkeit einer solchen Entwicklung gedacht, wie sie heute eingetreten ist? Hätten sie es nicht, dann sei ihre Lage heute wirklich nicht
schen Zerstörern und Torpedobooten auf Bannware untersucht und ein Teil von ihnen aufgebracht.
Zwei Schwärme von zusammen zwölf britischen Flugzeugen versuchten in das deutsche Hoheitsgebiet an der Rordseeküsie einzufliegen. Ein Schwarm griff in der Deutschen Bucht Zerstörer ohne jeden Erfolg an. Die britischen Flugzeuge wurden durch Flakfeuer vertrieben. Bombentreffer wurden nicht erzielt. Den anderen Schwarm stellten deutsche Jagdflieger in der Rahe der ostfriesischen Inseln wangeroog und Langeoog.
3m Luftkamps wurden von sechs britischen Flug-
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gl den leitenden Beamten des Auswärtigen Amtes Htb den Mitgliedern des persönlichen Stabes ein- grtmben hatte. Reichsaußenminister v. Ribbentrop b: gab sich vom Flughafen Tempelhof aus znm jähr er zur Berichterstattung.
Vor seinem Abflug aus Moskau hatte der Reichs- Änister des Auswärtigen v. Ribbentrop der Presse fegende Erklärung gegeben:
Mein Aufenthalt in Moskau war wiederum kurz, Wer zu kurz. Das nächste Mal hoffe ich, länger
zu bleiben. Trotzdem haben wir die zwei Tage gil ausgenuht. Folgende Punkte wurden g-klärt:
1. Die deutsch-sowjetische Freund- straft ist nunmehr endgültig etabliert;
■2. in die osteuropäischen Fragen werden sii, die beiden Rationen niemals mehr her-
Ribbentrop berichtet dem Führer.
Oer Reichsaußenminister sagt: Vier Punkte in Moskau geklärt
Annahme von Anzetgen für die Mitlagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags
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Erfolgreicher Handelskrieg unserer Zerstörer und Torpedoboote. Fünf englische Flugzeuge im Lustkampf bei den ostfriesischen Inseln obgeschoffen. - Uebergobe der Besatzung des Brückenkopfes von Modlin.
deutsche Kriegsschiffe gerettet.
Festung Modlin bedingungslos kapituliert.
Der Freitag-Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht.
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Eine völlig neue Situation
Das Echo in Holland.
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„Rußland an Deutschlands Seite." Starker Eindruck in Norwegen.
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Der Feldzug der 18 Tage in Polen ist zu Ende. Auch die letzten Widerstandslimen, die polmsche Hauptstadt Warschau und die starke Rarem» Festung Modlin, unter ihrem russischen Namen Nowo-Georgiewsk aus dem Weltkriege her bekannt, haben sich den deutschen Truppen bedingungslos ergeben. Nach ihrer Kapitulation sind alle Vorbereitungen getroffen worden, die hier eingeschlossenen Truppenmassen, rund 120 000 Mann in Warschau und 30 000 in Modlin, in die Kriegsgefangenschaft abzutransportieren. Es bleibt jetzt nur noch zu tun übrig, das flache Land von versprengten polnischen Truppenteilen zu säubern und jenen Zustand unbedingter Sicherheit zu erreichen, der in allen Teilen des besetzten Gebietes die Wiederaufnahme von Industrie und Landwirtschaft, die Wiederingangsetzung von Handel und Wandel erlaubt. Das wird umso geringere Schwierigkeiten machen, als bei der außerordentlichen Schnelligkeit, mit der dank der überlegenen deutschen Führung und dem stürmischen Vorwärtsdrängen der deutschen Truppen aller Waffen die militärischen Operationen in Polen verlaufen sind, es nur an wenigen Stellen zu sich länger hinzichenden, mit größeren Zerstörungen verbundenen Kampfhandlungen gekommen ist. So lasen mir aus Berichten von Mitkämpfern, daß ost schon menige Kilometer hinter den von den deutschen Truppen erreichten Linien der polnische Bauer wieder seiner Feldarbeit nachging.
Sowohl das nun wieder zu einer politischen und wirtschaftlichen.Einheit vereinigte oberschlesifche Industriegebiet wie die meisten bedeutenden pol» nischen Industriestädte wie Lodz, Krakau und Lublin sind von den Kämpfen kaum berührt worden, so daß man annehmen darf, daß auch hier ebenso wie in der polnischen Landwirtschaft bald alle Hände wieder am Werke sein werden. Diese Episode der Befriedung und des Wiederaufbaues findet ihre äußere Gestalt in der Ernennung des Oberbefehlshabers der IHeeresgruppe Nord, Generaloberst von Rund- stedt zum Oberbefehlshaber Ost und des Reichsministers Dr. Frank zum Chef der Zioilverwal- hing in den von deutschen Truppen besetzten polnischen Gebieten. Der Vorgang erinnert an die Einrichtung ähnlicher Verwaltungsstellen während des Weltkrieges. Damals unterstand dem Oberbefehlshaber Oft im wesentlichen die Verwaltung Kurlands und Litauens, während das Generalgouver» nement Warschau den nördlichen Teil des ehemaligen I Kongreßpolens umfaßte und in Lublin von Oester-
Verl i n, 30. September. (DRB.-Funkfpruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt b 3m Ost en haben sich nach d er Kap 11 u l a - fion von Modlin auch die itn Brückenkopf von Modlin südlich der Weichsel befindlichen 269 Offiziere und etwa 5000 Mann ergeben. 58 ®e- f*üfte, 183 Maschinengewehre und zahlreiches an- deres Sriegsgeräl wurden erbeutet
3m Westen an oerschiedenen Slellen elwas lebhaslere Arlillerieläligke.t.
3m Skagerrak und Kalkegak wurden an den beiden lehken Tage« 45 Dampfer von denk.
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Druck und Verlag: vrühIsche UniversttStrdruckerei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulsttohe ?
-Amsterdam, 29. Sept. (DNB.) Die hol- kindischen Blätter stehen völlig im Zeichen der Kiuisch-russischen Abmachungen. Besonders wird bftont, daß es sich hier um eine Friedens- Aktion handele. So sagt der „Telegraaf": „Die Friedensoffensive hat begonnen". Im „Handsls- b!aü" wird besonders hervorgehoben, daß bei der Fortsetzung des Krieges in Westeuropa Deutschland ,utb Rußland beratschlagen würden, welche Mittel Kineinsam anzuwenden seien. Auch die wirtschaftliche Seite dieses Abkommens findet besonders starke (Pachtung. Es fei höchst bemerkenswert, daß Berlin urd Moskau in ihren Friedensbestrebungen zusan^ I itengingen. Sie gäben England und Frankreich Amtlich zu fühlen, daß die mitteleuropäische Frage Mst sei. Die politisch-wirtschaftliche Bindung Zwist, en Deutschland und der Sowjetunion bedeutet für ds Westmächte einen schweren Schlag und stelle sie vor völlig neue Situationen. Die Be- ! muhungen der Westmächte um eine Einkreisungs- | front hätten zu einer Reihe diplomatischer Nleder-- IlcZen geführt, deren Ausmaß nicht zu unterschätzen |fi Es müsse gefragt werden, ob England noch m
r Lage sei, im Schwarzen Meer anzu- Iseifen. Es sei ungewiß, welches Kriegs- pi ei England und Frankreich aufstellen wollen, [csnn sie diesen Krieg fortsetzen. Ebenso fraglich sei Iob sie dieses Ziel verwirklichen tonnten.
Die Blätter äußern Zweifel daran, ob die West- fniochte auf die Friedensbemühungen so eingehen j vLrden, daß sie von Erfolg begleitet sein könnten. Sie wirtschaftliche Uebereinkunft zwischen Deutsch- I (mb und Rußland gäbe Deutschlands wirtschaftlicher ff Triderstandskraft eine unbeschränkte Dauer und rache die britischen Blockademaßnahmen t”**1
geboten. Im Falle der Nichtannahme wollten die deutsche und die russische Regierung, indem sie die Westmächte für die Fortsetzuna des Krieges verantwortlich machen, über paffende Gegenmaßnahmen beraten. Dies bedeute, daß Rußland sich an Deutschlands Seite stellt. Gleichzeitig werde der Handelsverkehr zwischen Rußland und Deutschland in weitestem Maße ausgebaut. Das bedeute wiederum, daß die Blockade Englands Deutschland gegenüber in sehr w e s e n t - lichen Teilen geschwächt wird. Die Blockade sei Englands schärfste Waffe, und die Sieges- aussichten für die Westmächte seien folglich s e hr verringert worden. Diese jüngsten Ereignisse seien ein harter Schlag für die Westmächte. Werde )er Stieg jetzt weitergeführt, so müsse man a u f die gefährlichsten Kombinationen gefaßt sein. Das englische Weltreich werde in einen verwundbar st en Punkten beiroh t werden. t ..
„Aftenposten" schreibt, das Abkommen schaffe
einen deutsch-russischen politischen und wirtschaftlichen Block in Osteuropa, dem dort
keine andere Macht den Rang streitig machen konne^ In dem Augenblick, wo diese vereinten Machte sich mit einem Friedensvorschlag an den Westen wenden, müsse dieser mit einer solchen „Schwere wirken, daß sicherlich sehr, sehr starke Kräfte no - wendig seien, um ihm widerstehen zu können. Hat-
Oslo, 29. Sept. (DNB.) Die Nachricht von Moskauer Uebereinkommen hat einen tiefen dmck auf die norwegische Oefsenllichkeit gemacht. So W es in dem liberalen „Dagbladet , das deutsch- rossische Abkommen enthalte einen Fried e ns - 'mr schlag. Auf der Grundlage der iede Einmischung einer dritten Macht ablehnenden und als vollendete Tatsache anzusehenden Neuordnungen Osteuropas werde den Westmächten der Friede an-
angenehm.
Das Organ der sozialdemokratischen Regierungs- nartei Arbeiderbladet" schreibt, das Abkommen von. _ ...
Moskau bedeutet die aktive Zusammenar- 3m Verlauf der planmäßigen Bewegungen über beit zwischen Deutschland und Rußland. Es sei die Demarkalionslinie wurde am 28. September ausdrücklich als Friedensabkommen bezeich- Przemysl-Süd durch den deutschen komman- net worden. Dadurch komme Rußland in di- darrten in feierlicher Form an die russischen Truppen retten Gegensatz z u den West mach ten, übergeben.
Und man erkenne, daß Rußlands Aktion nicht, wie Ser Ausmarsch der entwaffneten Besatzung von ÄM ™-1»• - ■"*'«
S SÄtfJ BWttäBjrWÄÄ ÄSh—. w- dieses Friedensangebots beide Mächte untereinander für den 2. Oktober vorgesehen. Hilfsmaßnahmen für über passende Maßnahmen beraten werden, sei in bie Verpflegung und sanitäre Versorgung der Zivil- ber Form sehr zurückhaltend, werde aber an dem bevölkerung sind eingeleitet.
Tage, wo es sich als notwendig erweisen würde, p-ie jeffung Modlin hat unter dem Eindruck ihre ganze Bedeutung offenbaren. Rußland sei jetzt k Datschen Angriffe sowie als Folge der Zer- so eng mit d^ deutschen Politik verbuken, daß es j„^ng durch Artilleriefeuer und Bombenab- Cg=m^Äbes“ würfe bedingungslos f a pi f ul i ert. Die Haupt leisten kann. Diele Umstände deuten ferner Einzelheiten der Uebergabe werden nach Weisung darauf hin, daß Italien dem Friedensangebot der Heeresgruppe Rord durch das vor Modlin ein- seine Unter st ützung gewähren werde. gesetzte Korps-Kommando festgelegt. 3n der Festung -------- befinden sich etwa 1200 Offiziere, 30 000 Mann,
4000 Verwundete.
3m Westen Erdkampftätigkeit wie bisher.
3m Luftkampf tmytie bei Weißenburg ein französisches, bei Osnabrück ein britisches Flugzeug abgefchoffen.
Holland stellt erneut britischen Reutralitatsbruch fest.
Amsterdam, 29. Sept. (DNB. Funkspruch.) Don amtlicher niederländischer Seite wird mitgeteilt, daß in der Nacht zum Donnerstag die holländische Neutralität durch britische Flugzeuge verletzt worden sei. Wie eine amtliche Untersuchung ergeben habe, seien in dieser Nacht fremde Flugzeuge, die in sehr großer Höhe flogen, in ostwestlicher Richtung über Holland geflogen. Da in verschiedenen Orten des Landes Flugblätter britischen Ursprun» g e s gefunden worden seien, könne angenommen werden, daß es sich um z u r ü ck k e h r e n d e britische Flugzeuge gehandelt habe. In dem > Bericht heißt es weiter, die britischen Flugzeuge feien an verschiedenen Stellen Holtlands durch Flak beschossen worden.
rucken 501* ' 3,5 bis bis 42,5), ('
a) 42M 5), c)33b.l bis 44,5), I | 34,5 (31 te il a) 42,5tej, bis 415), !‘|! Iber a) 36 teil , c) 46 M Hammel al I 13 bis 47), < =2 (42), b) ?
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Unmittelbar nach feiner Rückkehr aus Moskau begab sich Rerchsaußen-
Minister vonRibbentropzum Führer, um chm über seine Derhand- lungen Bericht zu erstatten. — (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.)
beider großen Mäch.e -u-wirk-n wird. Zum Schluß stall. Dor allem aber moch.e ich de- überauo her,-1 rHch"Hn^Mi-itür°°rwa-tung für den südlichen Teil sagte Herr v. Ribbentrop: „Die Verhandlungen lichen Empfanges gedenken, der mir von der-----------
fanden in einer besonders freundfchaft- Sowjetregierung und besonders durch die Herren zeugen fünf abgefchoffen. Die Besatzungen
Stalin und Molotow zuteil wurde." zweier deutscher 3agdflugzeuge, die auf See not
landen muhten, wurden unverletzt durch
Einreden lassen;
)änunel iite z. beide Staaten wünschen, daß der Friede
Begleitung auf dem Flughafen Tem- ßilhof ein, roo sich zur Begrüßung des Reichs- mlnisters der Staatssekretär v. Welszacker
Crtöttni täglich, außer Sonntags und Feiertags jeHagen: Die Illustrierte Whener Famllienblatter Heimat im Bild - Die Scholle
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