Ausgabe 
30.6.1939
 
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Oie Jagd im Juli

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versprechen dem Blattjäger manchen schönen Iagd- tog, der zugleich zumFangtag" wird. Freigegeben sind während des Juli nur Böcke der beiden Ab­schußklassen, nicht dagegen der starke Bock, der frü­hestens in der zweiten Hälfte der Brunft, besser erst an ihrem Ende fallen soll. Denn er trägt das gute Erbgut offensichtlich in sich, auf dem wir die Verbesserung unserer Rehbestände aufbauen wollen.

Nicht nur beim Rehwild regt sich die Liebe, auch andereLiebesleute" fallen zu dieser Zeit dem Ja­ger auf. Mit viel Gekecker, Gekreische und Gebalge jagen und tollen sich die Marder durch das Holz. Ruhiger verhalten sich die Dächse, ihrer ganzen Wesensart entsprechend. Uebrigens hat die Schußzeit Grimbarts wieder begonnen, und wenn Schmalzmann irgendwo überhand genommen haben sollte oder die Baue nicht zu graben sind, aber auch wenn er etwa zu Schaden geht, dann ist jetzt fein Abschluß am Bau leicht. Früh kommt er bei gutem Büchsenlicht über die Erde, hell ist es meistens auch schon, wenn er im Morgenlicht einwechselt in seine Burg. Gerade bei einem so an seinen Bau gebun­denen Wild ist der Abschuß leicht. Beachtung ver­dienen dabei auch die kleinen Feldbaue, die meist nur um dißse Zeit befahren werden. Denn der Dachs macht sich durch sein Geschleife u. a. dort oft un­angenehm für den Bauer bemerkbar, und Sache des Jägers ist es, dann für Abhilfe zu sorgen.

Die besondere Schonzeit, die das Gesetz den füh­renden weiblichen Stücken von Schwarzwild, Fuchs und Iltis, also sonst nicht geschützten Arten, zubilligte, ging bereits Mitte Juni zu Ende, so daß damit überall, wo Sauen zu Schaden gehen oder eine Kurzhaltung des Raubwildes mit Rück­sicht auf Niederjagd oder Geflügelhaltung geboten erscheint, eine mit jener Schonzeit verbundene ge­wisse Erschwerung des Besagens weggefallen ist.

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Ein großer Teil der Gelege des Federwil­des wird bereits ausgefallen, sein. Am frühesten sind damit die Enten fertig, so daß Mitte Juli die Entenjagd wieder offen ist. Ausüben wird sie der Jäger aber erst dann, wenn die Jungenten wirklich flugbar sind. Sonst sind sie eine minderwertige Beute. Daß er nur Jungenten schießt und die Mut­terente schont, muß von einem anständigen Jäger erwartet werden. Vergebens hält er nun Ausschau nach dem prächtigen Erpel, wie er ihn im Winter als willkommene Strecke mitnahm. Doch dieser hat sein Prachtkleid verloren, er ist in der Mauser, ähnelt im Aussehen der Ente und wird sogar vor­übergehend flugunfähig, wenn auch die Schwingen gemausert werden. Ein solcher Mausererpel gibt dem stöbernden Hund manche Nuß zu knacken, und auch der Schuß ist nicht immer ganz einfach, wenn der flugunfähige Schwimmvogel halb untergetaucht of­fene Stellen in Schilf oder Ufergebüsch durchrinnt. Vielen Jägern in weniger entenreichen Gegenden sind diese Mauser- oder Rauherpel gar nicht bekannt, auf die anderwärts besondere Treibjagden gemacht werden. Wenn nach der Heuernte ganze Wiesen­gründe künstlich gewässert werden, stellen sich neben Reihern und Storchen auch die Enten hier ein. Meist liegen sie dann auf den flachen Wiesengräben und gründeln. Wer die Nässe nicht scheut, kann auch hier der Suchjagd mit dem Hunde obliegen. Jeden­falls wird sich jeder Jäger, der seither für seinen vierbeinigen Weidgesellen wenig Arbeit hatte, freuen, wenn er ihn wieder auf Enten führen kann. Wasserarbeit strengt zwar den Hund sehr an, ist aber auch eine gute körperliche Vorbereitung für die Anstrengungen, die Hühnerjagd und Herbstjagd später bringen.

Alles übrige Wild hat noch Schonzeit. Teils ist es mit seinem Geweih aufbau noch nicht fertig, steht noch in der Kolbenzeit wie Rothirsch und Schaufler, teils bedürfen die Jungen noch der Fürsorge der Mutter und sind selbst noch so gering entwickelt, daß sie nur eine unterfertige Beute

waren. Um so mehr muß der Weidmann darauf bedacht fein, durch Schutz vor Mensch und Tier die- sem Wild Ruhe und eine ungestörte Entwicklung zu sichern. Darin liegt der Haupterfolg einer Hege be- gründet.

Denkt der Jäger aber daran, daß das Jahr schon wieder abfteigt, so weiß er auch, daß am Ende eine Zeit kommen kann, in der sein Wild leidet. Wer in der Lage dazu ist, weil^ihm Land dafür zur Verfügung steht, der sollte es nicht unterlassen, möglichst in Waldnähe noch einen Wildacker zu be* pflanzen, für den für unsere Verhältnisse Kuh kohl, Markstammkohl, Rosenkohl sehr empfohlen werden können. Eigene Beobachtungen mit diesen Kohl­arten zeigten im letzten Winter ihren großen Wert. Sie lockten alles Niederwild, wie Hasen, Hühner, Fasanen und Wildtauben an. Die Pflanzen waren leicht zu ernten und zu Futterplätzen in Wald und Feld leicht hinzubringen. Die Annahme durch das sonst oft sehr undankbare Rehwild war ausgezeich­net, sie erfolgte sofort und ohne Zögern. Da diese Pflanzen noch als Nachfrucht, z, B. nach Frühkar­toffeln, gepflanzt werden können, rft es noch längst nicht zu spät. Die Pflanzen können von den aus jeder Jagdzeitung ersichtlichen Zuchtfirmen bezogen werden, wenn nicht schon Anzucht vorgenommen wurde, und werden ab Gnde Juni geliefert. Es märe erfreulich, wenn in vielen Jagdbezirken der- artige Anpflanzungen erfolgten. Sie sind vorzüg­liche Mittel der Hege, und verhindern dazu in weit­gehendem Maße den Wildschaden. Hubertus.

Oie Narrenkappe.

Opfer.

Schau dir mal die Dame da drüben an, die hat schon unerhörte Opfer für ihren Glauben gebracht."

Ach wie interessant. An was glaubt denn dis Dame?"

Och, sie glaubt, sie könnte Schuhe tragen, die ihr um zwei Nummern zu klein sind!" (Jugend")

Nun hat das Jahr seinen Höhepunkt schon wieder überschritten. Heiß liegt die Sonne über dem Land, und bald werden die Getreidefelder sich verfärben und das Ernten beginnen. In ihnen hat ein guter Teil der Rehböcke die letzten Wochen verbracht, dem Auge des Jägers meist entzogen, unregelmäßig im Wechsel und im Austreten zur Aesung. Höchstens nach einem durchgreifenden Gewitterregen hatte er Aussicht, einen größeren Teil seiner Böcke aus einmal wiederzusehen, wenn sie sich an Feldrainen und Wegrändern im He rum bummeln die naße Decke trockneten. Dies Bild ändert sich, je mehr wir uns der Monatsmitte nähern. Denn die Brunft des Rehwildes fetzt bald ein, die in unserer Gegend etwa in die Zeit von Mitte Juli bis Mitte August fällt. Sie bringt Unruhe unter das Wild. Den Wind­fang dicht über dem Boden folat der rote Bock der Fährte der brunftigen Ricke oder er treibt sie in wildem Hochzeitsreigen durch Felder und Wiesen, durch Hochwald und Niederholz. Eigentlich sollten bis dahin alle abschußnotwendigen Böcke, vor allem die geringen, auf der Decke liegen. Leider wird dies in den meisten Revieren mit höherem Abschuß nicht erreicht sein. Umso mehr wird der Weidmann danach trachten, den Beginn der Brunft dazu zu benutzen, möglichst viele von diesen unerwünschten Dererbem zu strecken, ehe sie selbst noch zur Fort­pflanzung kommen. Hier ist es vor allem der häu­fige Aufenthalt im Revier, der ihn oft mit suchen­den oder treibenden Böcken Zusammentreffen läßt. Daneben aber leistet ihm das Blatten gute Dienste, also die Kunst, den Bock durch Nachahmen des Kitzlautes, des Fiepens des Schmalrehes ober des Angstgeschreies des getriebenen Stückes, je nachdem wie es der jeweiligen Lage entspricht, vor die Büchse zu zaubern, ©parfamer Gebrauch im allgemeinen und richtiger am rechten Platz und zur rechten Zeit

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Am 28. Juni 1939 ist nach langen mit großer Geduld ertragenen Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel

Ludwig Schneider

Polizeidiener i. R.

im 70. Lebensjahre sanft entschlafen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Katharine Schneider, geb. Luh.

Aliendorf a. d. Lahn, Watzenborn-Steinberg, den 29. Juni 1939.

Die Beerdigung findet am Samstag, dem 1. Juli, nachmittags 3 Uhr statt

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Allen denen Dank, die unserm lieben Entschlafenen

Großen-Linden, den 28. Juni 1939.

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Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben un­seres lieben Alterskollegen und lang­jährigen Kassenführers

Friedrich Marx

in Kenntnis zu setzen.

Gießen, den 29. Juni 1939.

Die Trauerfeier findet am Samstag, dem \ Juli, um 11 Uhr statt

X iteiligung ist Ehrenpflicht.

Der Vorstand.

Herrn Ludwig Magnus IV.

Spenglermeister das letzte Geleit gaben. Dank Herrn Pfarrer Schultheis, dem Gesangverein Germania und den Kranzspendern.

Die trauernden Hinterbliebenen

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Unser lieber Alterskamerad

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ist plötzlich aus unseren Reihen geschieden. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Die Beerdigung findet am Freitag nachmittag 2 Uhr statt. Um zahlreiche Be­teiligung wird gebeten.

Der Vorstand

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