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«Xn 'Vrnnffnrf hat Trante dann ein chenen Panik ins Gebirge geflüchtet und
gerissen und viele andere Gebäude schwer beschädigt. Auch d'ie Gemeindekasse, in der sich 20 000 Dinar Bargeld befanden, war mit fortgefchwemmt worden, wurde aber später weit unterhalb des Dor-
Hundert Jahren vertonte. Doch was wissen wir von diesem Meister des deutschen Volksliedes, dessen Me- lodien in unserem Volke weiterleben?
Im gemütvollen Schwabenland stand seine Wiege. In dem Dörflein Schnait, einige Wegstunden von dem Städtchen Schondorf entfernt, wurde (Philipp) Friedrich S i l ch e r am 27. Juni 1789 als Sohn des Schulmeisters und Organisten Johann Karl Silcher geboren. Die Musik lag ihm also gewissermaßen im Blute; vom Vater, der einen kleinen Gesangverein betreute, erbte er die Liebe zum Dolksgesang. Der Knabe sollte auch Schulmeister werden und kam deshalb zum Kantor Auberlen in Fellbach in die Lehre. Hier erhielt er seine erste musikalische Ausbildung und ging nach Schondorf als Lehrgehilfe, dann nach Ludwigsburg und schließlich nach Stuttgart, wo er mit dem jungen Karl Maria von Weber und dem Stuttgarter Hofkapellmeister Konradin Kreutzer Freundschaft schloß. Zunächst lebte er in der schwäbischen Hauptstadt als Musiklehrer, wurde aber im Jahre 1817 als Musikdirektor an die Univerßtat Tübingen berufen. , v
In Tübingen begann Silcher neben der Ausarbeitung theoretischer Schriften mit Eifer die Pflege des deutschen Dolksgesanges. Er stöberte alte, verschollene Volkslieder auf, arbeitete sie für Männerchore um, ließ sie in neugegrun- deten Gesangvereinen singen und hatte bald die Freude, zu sehen, wie diese alten Melodien Volksgut wurden. Lieder mit verstümmelten Melodien
Hardt wurden inzwischen in Frankfurt ermittelt, wo ie Franke verkauft hatte. Sehr wahrscheinlich handelt es sich hier um einen wohldurchdachten Raubmord, dessen weitere Klärung zur Zeit erfolgt. Franke,' ein früherer Fürsorgezögling, ist schon wiederholt mit den Strafgesetzen in Konflikt gekommen. Er hat zuletzt neun Monate Gefängnis wegen fortgesetzten Betrugs und schwerer Urkundenfälschung in Kassel verbüßt und war am 20. März mit einer Fahrkarte bis Fulda aus der Strafanstalt entlassen worden. In Fulda selbst hielt er sich nur eine Woche lang auf und fuhr dann nach Frankfurt, wo er sich arbeitslos Herumtrieb und nur gelegentlich einmal Aushilfsarbeiten verrichtete. Durch einen unerklärlichen Drang, zu sehen, was mit der Leiche fernes Opfers geschehen fei, will er am Mittwoch zum 4,at- ort zuruckgekehrt sein, wo er von den Kriminalbeamten festgenommen wurde.
Der 4. Reichskleingärtnerlag in Dien.
In Wien begann der 4. Reichskleingartnertag, zu dem 400 Vertreter der Landes- und Forstverbande des Reichsbundes deutscher Kleingärtner aus dem ganzen Reich zusammengekommen sind. Der Leiter des Reichsbundes Kaiser wies darauf hm, daß der Kleingarten die Zurückführung des stadtgebundenen Menschen zum Boden ermögliche. Das Ziel des Kleingärtnerbundes sei, jeder vierten deutschen Familie einen Kleingarten zu verschaffen. Prof. Dr. Ebert (Berlin) sprach über die Schulungsarbeit, die notwendig sei, um aus dem Kleingarten das Beste herauszuholen. Gartenbauinspekteur K a e m p f e r (Berlin) sprach über Gartentechnik. Prof. Ludwig (Potsdam) gab wichtige Winke für die vorbeugende Schädlingsbekämpfung, während Dr. Ku p sch (Berlin) über die Kleintierhaltung im Kleingarten berichtete. Den Ausbau des Wiener Kleingartenwesens schilderte ---Brigadeführer L u k e s ch.
Grohseuer in Litauen.
Männerchor.
1852 erhielt Silcher von der Universität Tübingen für seine vielseitigen Verdienste um das deutsche Volkslied und den deutschen Dolksgesang den Ehrendoktorhut. Als er am Abend in das gastliche Haus der Schriftstellerin Ottilie Wilde rmuth kam, wo er gern gesehen war, wurde ihm eine unbeabsichtigte, aber um so schönere Freude zuteil. Rach alter Gewohnheit trat er leise ins Haus und wollte als guter Bekannter der Familie gerade die Treppe hinaufgehen, als ihm Musik entgegentönte. Still ging er weiter und hörte bald eines seiner Lieder. Rach einer Weile öffnete er leise die Tür und sah, wie die drei blonden Buben der Ottilie mit eifer- roten Wangen auf ihren Kindergeigen dreistimmig versuchten, der Mutter „Wer will unter die Soldaten" vorzuspielen; sie begleitete am Klavier. Der Komponist war so ergriffen, daß er die drei Kleinen küßte und freudig rief: „Kinder, das habt ihr aber fein gemacht, das müßt ihr Onkel Silcher noch einmal vorspielen!"
Außer den vielen Volksliedern veröffentlichte Friedrich Silcher noch ein dreistimmiges Choral- buch, drei Hefte mehrstimmiger Hymnen auf die Sonn- und Festtage des Jahres und einige Gesänge; auf musiktheoretischem Gebiete erlangten seine „Geschichte des evangelischen Kirchengesanges" sowie die „Harmonie- und Kompositionslehre" besondere Bedeutung.
Silcher war, wie ein Freund von ihm berichtet hat, „ein ruhiger, liebenswürdiger, feinfühlender Charakter". In Tübingen blieb er bis zu seinem Tode am 26. August 1860. Sein Hinscheiden wurde „betrauert von ganz Deutschland". In seinem Geburtsort besteht seit 1918 ein Silcher-Museum, das sein Andenken ehrt und wachhält. Silcher wußte, welch kostbares Gut der Vergangenheit in unseren Volksliedern ruht, und hät viel, sehr viel dazu getan, dieses zu erneuern. Das Große an ihm ist, daß er nicht nur vergessene Volkslieder rekonstruierte, sondern auch neue schuf, ganz im Sinne des späteren Nietzsche-Wortes: „Man soll dem Volkslied nicht nachsingen, sondern Vorsingen".
fes wiedergefunden.
Kunst und Wissenschaft.
Festlicher Spielbeginn in Marburg.
Am 1. Juli wird in Marburg, dem alten kulturellen Mittelpunkt Kurhessens, die 13. Spielzeit der Marburger Fe st spiele eröffnet, die in den letzten Jahren in immer stärkerem Maße die Aufmerksamkeit weiter Kreise des Jn- und Auslandes auf sich gezogen haben. Die Eröffnungsvorstellung wird zugleich zu einer bedeutsamen Kundgebung kurhessischen Kulturschaffens Überhaupt werden. Zu dem vom Gauleiter Staatsrat W e i n r i ch im Rittersaal des Mar-, burger Schlosses vor Beginn der ersten Vorstellung gegebenen Empfang werden sich die Spitzen der Partei und ihrer Gliederungen, der Regierung, der Wehrmacht und der Behörden Kurhessens zusam- menfinden. Der Gauleiter und der Oberbürgermeister der Stadt Marburg als der Trägerin der Festspiele werden das Wort ergreifen. Die Feierstunde wird umrahmt von Vorträgen des Collegium musicum instrumentale unter Leitung von Universitätsprofessor Hermann Stephani. Nach dem Empfang begeben sich die Ehrengäste durch den Schloßpark zur Festspielbühne, um dort der Eröffnungsvorstellung, die das spanische Lustspiel Tirso de Molinas „Don Gil mit den grünen Hosen" bringt, beizuwohnen. Nach der Aufführung werden sich die Ehrengäste mit den Künstlern im Kurhotel Ortenberg zusammenfinden, um von hier aus der Beleuchtung des Schlosses und der Anstrahlung der Universität und der Elisabeth- kirche beizuwohnen.
Heute Eröffnung der Ausstellung „Entartete Kunst".
_____ Sehnsucht nach Glück und Weite überkommt uns; wir spüren die seltsame Zaubermacht, die in dem Volkslied aufwacht, und summen die Worte mit. Doch es sind nicht nur die wundersamen Worte Eichendorffs, die uns packen, es ist eigentlich die Melodie Friedrich S i l ch e r s , die uns aller Erdenschwere lost. Der Abendwind trägt
Auf der Fahrt von Frankfurt nach Hanau.
Mitte Juni mar in Hanau der Kraftwagen des aus Mühlhausen in Thüringen gebürtigen 52- jübrigen Reisevertreters Karl Engelhardt in defektem Zustand aufgefunden worden. Engelhardt war seitdem verschwunden. Am Mittwoch früh wurde nun in einem Kleeacker bei Dörnigheim eine männliche Leiche gefunden, die nur noch mit dem Hemd bekleidet war. Die Polizei stellte fest, daß es sich um den vermißten Engelhardt handelte. Unweit der Leiche saß ein junger Mann, der in einem Buche laß und neben sich ein Motorrad stehen hatte. Als die Polizei den Burschen näher untersuchte, fand sie bei ihm eine Photographie d e s Engelhardt. .
Im Verhör gestand der junge Mann — es handelt sich um den 20jährigen Karl Franke aus Fulda das Motorrad in Frankfurt a. M. gestohlen zu haben, und gab schließlich auch zu, mit Engelhardt in der Nacht zum 13. Juni d. I. im Auto von Frankfurt nach Hanau gefahren zu sein und unterwegs Engelhardt durch m e b r e r e Messerstiche ermordet und die Leiche in den Kleeacker geschleift zu haben. Nach der Tat zog Franke seinem Opfer die Kleider aus, die er in Frankfurt verkaufte. Franke gestand weiter, das Auto des Engelhardt am 13. Juni in Hanau abgestellt und sich bann in Frankfurt herumgetrieben
Der Meister des Volksliedes
Zum 150. Geburtstage Friedrich SilcherS.
Don Hans Sturm.
anderes Lied zu:
Wer will unter die Soldaten, Der muß haben ein Gewehr, Das muß er mit Pulver laden Und mit einer Kugel schwer...
Klänge einer Laute herüber, in die hohe und Stimmen sich mischen:
Ich macht' am liebsten reisen
Weit in die Welt hinaus Und fingen meine Weisen Und geh'n von Haus zu Haus ...
mit einem Apparat zum Verlassen des gesunkenen U-Bootes ausgestattet, der sich praktisch de. währt hat.. In der Werft von Monfalcone ist zu diesem Apparat ein Floß gebaut worden, das den Ueberlebenden gestatten soll, sich längere Zett über Wasser zu Mten und die nächste Küste oder ein Schiff zu erreichen. Dieses Metallfloß nut fünf Zylindern wird am Vorderteil der Außenwand des U-Bootes befestigt,- kann im geeigneten Augenblick , aus dem Innern des Bootes gelost werden und , steigt an die Oberfläche, indem es mit einem Kabel am gesunkenen U-Boot angebunden bleibt. Das Floß kann vierzig Personen tragen. Sein Haupt- , zylinder enthält auch einen Motor, Rundfunkappa- * rat Kleider und Arzneien. Die bis jetzt von Bord unt'ergetauchter U-Böote in der Bucht von Pola gemachten Versuche mit dem Floß sind gut gelungen, das Floß stieg aus zwanzig bis dreißig Meter Tiefe an die Oberfläche.
Kleine politische Nachrichten.
Der Chef des Generalstabes. General der Artillerie Halder, traf in Helsinki ein. General Halder wird dem finnischen Staatsminister Professor Kasan der als Vertreter des abwesenden Staatspräsidenten, dem finnischen Außenminister Erkko als stellvertretender Kriegsminister sowie General O e st e r m a n und Generalstabschef Oesch Besuche abstatten.
Staatspräsident Dr. Hacha gab auf der Prager Burg ein Abendessen, an welchem der Reichsprotektor Frhr. v. Neurath, Reichsfinanzminister Graf Schwerin v. Krosigk, General Friederici und von tschechischer Seite Ministervräsident General Eliasch, mehrere Minister, ferner der Präsident der Zivno- Bank Dr. Preis sowie die Spitzen der tschechischen Wirtschaft und der ehemalige tschechische Gesandte in Berlin, Mastny, teilnahmen.
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In Hannover übergab Gauleiterstellvertreter Schmalz das im Hause Iägerstraße 4 eingerichtete „Dr, h. c. Göring-Kolonialhaus" seiner Bestimmung. Das Haus ist nach dem ersten Reichskommissar für Deutsch-Süd-Westafrika, Dr. Heinrich Ernst Göring, dem Vater unseres Generalfeldmar- schalls Hermann Göring, ^benannt.
Admiral Sir Robert Backhouse ist aus Gesundheitsrücksichten in den Ruhestand getreten. Backhouse war längere Zeit hindurch Kommandierender der Heimatflotte und zuletzt Er st er Seelord der Admiralität. Mit seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst ist Back- house der Rang eines Großadmirals verliehen worden. *
letzte Abteilung gibt einen Ueberblick über sämtliche Ismen, die in solche Verrücktheiten ausarteten, daß man sie den Werken unheilbar geistig Kranker zum Vergleich aegenüberstellte. Die angeschlossene Aus- tellung „Entartete Musik" gibt musikalische Kostproben von atonalen sinfonischen Erzeugnissen, von verjazzten Opern und Schauergesängen. Die Ausstellung, die bis 30. Juli in Frankfurt a. M. gezeigt wird, ist täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet. Verbilligte Dorverkaufskarten sind bei den Reise- büros, den KdF.-Dienststellen und allen Betriebs- waltern erhältlich. Jugendlichen unter 18 Jahren ist der Eintritt verboten. Führungen finden täglich um 10, 11.30, 16.30 und 18.30 Uhr statt.
Zweite Wissenschaftliche Woche in Frankfurt a. 21L
ergänzte er; wo die Melodie fehlte, schrieb er eine neue; einen besonderen Blick hatte er für Volkslied- hafte Gedichte zeitgenössischer Dichter, zum Beispiel Eichendorffs. Die meisten (einer Lieder kennen wir bereits aus der Schule, nur ihn kennen wir kaum. Unser Volk singt seine Lieder gern, vergaß aber den Namen ihres Schöpfers. Wer denkt an ihn bei den Liedern „Zu Straßburg auf der Schanz", „Jetzt gang i ans Brünnele" oder bei der „Loreley ? Wer weiß, daß er das „Aennchen von Tharau" erneuerte und die Weisen fand zu den alten Texten „Morgen muß ich fort von hier" und „Bald bin ich am Neckar, bald bin ich am Rhein"? Silcher ließ seine Lieder nicht nur fingen, sondern nahm sie auch in seine Sammlungen auf und erhöhte so ihre Verbreitung. Sie erschienen gleichzeitig ein- und zweistimmig mit Klavierbegleitung und vierstimmig für
Kehlen fingen es, eine Akkorde an. Der Rhythmus packt uns, straffen sich, die Schritte gehen im Takt, mit, wir glauben, eine Kompanie Soldaten vorbeimarschieren zu sehen, Melodie und Bild werden eins, wir spüren wieder die Gewalt des Liedes, das Silcher vor etwa
Hell steht der Mond über einer kleinen Stadt. Weiße Wölklein ziehen mit goldenen Rändern vorbei. Dazwischen flimmern die Sterne. Irgendwo geht ein Fenster auf, ein schmaler Lichtschein fällt über die Straße, und der kühlende Wind trägt die 1 tiefe
In Schilale im Kreise Tauroggen brach ein Brand aus, der in kürzester Zeit 20 Wohnhäuser und ebenso viele Wirtschaftsgebäude ein- äscherte. Die Ausbreitung des Brande? wurde durch den starken Wind und die große Trockenheit begünstigt. Die Bewohner konnten nur das nackte Leben retten.
Hochwasser in Bulgarien.
Die Stadt Sevli evo am Nordabhang des Balkangebirges wurde das Opfer einer furchtbaren lieberkhroemmung. Nach einem starken Gewitter schwoll der Balkanfluß Rossitza zu einem 12 Meter hohen Wasser an, das alle Brücken hinwegschwemmte und 200 Häuser vollkommen z e r st ö r t e. Nach den letzten Berichten sind bereits über 100 Tote festgestellt worden. Man muß leider annehmen, daß weit mehr Menschen umgekommen sind als bisher festgestellt wurde, da noch zahl' reiche Vermißte gemeldet sind. Der Innenminister General Nedeff und der Präsident des Abgeordnetenhauses, Moschanofi, haben sich mit Hilfsmannschaften in die Katastrophengebiete begeben. , . - Hl
Die hochwasserkalastrophe in Jugoslawien.
Die Hochwasserkatastrophe bei dem altserbischen Dorf S u b o t i n a c hat allein in diesem Dorf und seiner Umgebung einen Schaden von ü b e r fünf Millionen Dinar verursacht. Glücklicherweise find aber n i cht s o v i e l e M e n s ch e n o p f e r zu beklagen, wie man zuerst annehmen mußte. Acht totgeglaubte Personen hatten sich bei der ausgebro-
Die Zweite Wissenschaftliche Woche, die von vielen deutschen und ausländischen Forschern besucht ist und das Thema „Organismen und Umwelt" behandelt, hatte sich am ersten Tage mit den Beziehungen beschäftigt, die zwischen Rasse. Erbanlage einerseits und Umwelt anderseits be« stehen. Der zweite Tag wandte sich den Einwirkung gen zu, die die Umwelt auf den Organismus aus« ubt. Damit wurde versucht, unter einem einheit« lichen Gesichtspunkt eine große Anzahl von Einzel« tatsachen zu einem neuen Bild zusammenzufassen, zum Bild und zur Erkenntnis von den vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Organismus und Umwelt, von der Einbezogenheit aller Lebewesen in ihren Lebensraum und den Wechselwirkungen aller Lebewesen untereinander. Prof. Dr. Rajewski sprach über den „Einfluß der radioaktiven Umwelt auf die Organismen". Prof. Dr. Felix behandelte die Kenntnisse über die Chemie der Organismen und untersuchte sie von dem Gesichtspunkte aus, wie Anlage und Umwelt darin zur Geltung kommen. Prof. Dr. Lundeaardh (Upsala) behandelte die chemisch-physikalischen Beziehungen zwischen Pflanze und Boden, lieber die biologisch wichtigen chemischen Beimengungen der Luft sprach Dr. Sauer.
Die Arbeitstagung der Neusprachler in Frankfurt a. 2U.
Auf dem letzten Taa der Neusprachler-Tagung des NS.-Lehrerbundes sprach Professor Dr. Mol« denhauer (Wien) über die Bedeutung des fran- zösif chen Kultur-Regionalismus für Den praktischen Sprachunterricht. Sodann sprach Professor Fischer (Gießen) über „Die Kultur des amerikanischen Mittelwestens der Gegenwart". Zurückgreifend auf das Ergebnis einer amerikanischen Forschung zeigte er die Entwicklung im letzten Jahrzehnt an dem Bei- spiel der Stadt Muncie im Staate Indiana. Mim- terialöirettor Dr. Gräser vom Reichsministerium ür Erziehung und Unterricht gab einen Ueberblick über die sich durch die NeuordnungderLehr- plane ergebenden Möglichkeiten des neusprachlichen Unterrichts. Besonders befaßte sich der Ministerialdirektor mit der Ausbildung des Erziehernachwuchses für die höhere Schule, indem er ausdrücklich die Forderungen unterstrich, die hier aus Öen Gegebenheiten der Gegenwart gestellt werden müssen. Am Nachmittag vereinigten sich die Ta- gungsteilnetymer zu einer Fahrt nach Wiesbaden, Am Abend wurden sie vom Oberbürgermeister Dr,
General G a m e l i n wird in der kommenden Woche eine eingehende Besichtigung der ftanzosi- schen Festungsanlagen auf Korsika und der auf dieser Insel stationierten Land-, Luft- und See- ftreitfräfte durchführen.
„ Der jugoslawische Verkehrsminister D r. Spaho ist an den Folgen eines Schlaganfalles gestorben. Er vertrat innerhalb der Regierungspartei der Jugoslawisch-Radikalen Gemeinschaft die Gruppe der bosnischen Mohammedaner, die früher eine selbständige Partei unter seiner Führung gebildet hotte.
Aus alter Wett.
„Sorfe-lBulf 200" in Vio de Janeiro glatt gelandet.
Krebs im Römer empfangen.
Professor Dr. Dahlen 70 Jahre alt.
Der Präsident der Preußischen Aka« demie der Wissenschaften, ---Oberführer Professor Dr. Vahlen, feiert am 30. Juni feinen 70. Geburtstag. Vahlen ist geborener Wiener, tubierte Mathematik in Berlin, habilitierte sich 1897 n Königsberg und wurde 1904 Professor in Greifswald. Als einer der ersten Wissenschaftler schloß ei? ich der NSDAP, an und wurde von der System- Regierung ttotz seiner Leistungen aus dem preu- zischen Staatsdienst ohne Pension entlassen. Er uchte Zuflucht an der Wiener Hochschule und konnte erst 1933 nach Deutschland zurückkehren, wo ihn Reichsminister Rust mit der Leitung d e s Amtes Wifsenfchaft des Reichserziehungs- ministeriums beauftragte. Hier hat er die Reform Der Hochschulen durchgeführt und dafür gesorgt, daß die deutsche Wissenschaft sich frei von jüdischen Einflüssen entwickeln konnte. Vahlen ist Trager des Goldenen Parteiabzeichens.
Büchertisch.
— Trotz Verbot nicht tot. Roman von Anton Steininger. I.Teil: Unterm Gummiknüppel. 2. Teil: Hinter Äertergittem. Mit vielen Federzeichnungen von Franz Köck. 328 Seiten. Leinenband 6 RM. Leopold Stocker Verlag, Graz und Leipzig. — (35) — Der Aufbruch des deutsch- österreichischen Volkes zum Kampfe gegen seine Vergewaltiger ist der Inhalt dieses Buches. Der Leser erlebt die ersten Demonstrationen, die Gummi- knüttelattacken der Polizei gegen die Nationalsozia- listen, Hausdurchsuchungen, Polizeiverhore, Kerkerhaft Verlust von Arbeit und Brot, Anhaltelager. Szenen von dramatischer Wucht zeugen von dem sttllen Heldentum dieser Kämpfer.
Wetterbericht
Die vom Atlantik ausgehende Wirbeltattgkeit hat sich erheblich abgeschwächt, bedingt jedoch noch ,m. mer eine Zufuhr feuchter Meeresluft aus das eure« päische Festland. Da sich zudem eine recht gleidnöY« mige Luftdruckoerteilung über Europa herstellt, wird Die Ausbildung kleiner Teilstörungen begünstigt die auch bei uns zum Auftreten teilweise ge« wittriger Niederschläge Anlaß geben werden.
Vorhersage für Samstag: Zeitweise heiter, doch unbeständig und Neigung zum Auftreten teilweise gewitttiger Niederschläge, ziemlich schwül veränderliche Winde.
Vorhersage für Sonntag: Tettwefis heiter, doch Neigung zü gewittrigen Storungen.
Lufttemperaturen am 29. Juni: mittags 21,3 Grad Celsius, abends 17,8 Grad; am 30. Juni: morgens 151 Grad. Maximum 23 Grad, Minimum heute nacht 12,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. Juni: abends 20,7 Grad; am 30. Juni: morgens 17,2 Grad. — Sonnenschemdauer 5,9 Stunden.________
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(Scherl-Bilderdienst-M.)
Das von den Lufthansa-Flugkapitänen Henke und Schuster geführte viermotorige Großflugzeug „Fockö-Wulf 200" ist in Rio de Janeiro um 11.20 Uhr Ortszeit wohlbehalten gelandet. Das Flugzeug legte die Reise Berlin-Rio de Janeiro in der Rekordzeit von 3 6 Stunden vier Minuten zurück. In der brasilianischen Hauptstadt wurde den Fliegern von Vertretern der Militär- und Zivilluftfahrt ein herzlicher Empfang bereitet . ,
Mord im Auto.
NSG. Am Freitagvormittag wird im Kunst- Au s ft >e 11 u n g 5 b a u s Frankfurt a. M, Bockenheimer Landstraße 8, die große Reichs- ausftcUung „Entartete Kunst" eröffnet. Auf Anordnung Des Führers rourDe diese Ausstellung im Juli 1937 in München zusammengestellt und soll nun in a11en deutschen Gauen gezeigt werden. Sie enthüllt rücksichtslos den Mißbrauch der Kunst für bolschewistische Zwecke und zeigt die Zersetzungs- und Zerstörungsarbett des Judentums. Beginnend mit der Barbarei Der Darstellung vom handwerklichen Standpunkt geht sie zu den von der jüdischen Presse eiyst hoch gelobten Offenbarungen deutscher Religion über. Es folgen Graphiken und Belege aus dem Schrifttum, Die Den politischen Hintergrund der Kunstentartung zeigen, ferner ein Raum mit marxistischer Propaganda für Wehrpflichtsverweigerung. Herabsetzung der Soldatenehre und der Ehre Des Frontkämpfers, weiter eine Halle, die einen Einblick in Die moralische Seite Der Kunstentartung bietet, die zeigt, daß Das Dirnentum und Die sittliche Entgleisung zum Ideal erhoben wurden, sodann Zeugnisse für Die Abtötung der letzten Reste Des Rassebewußtseins und solche mit kretinhaften und pathologischen Darstellungen schließen sich an. Die 8 Gruppe zeigt die Werke von Juden, sowie das Treiben jüdischer Kunsthändler. Die
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