Ausgabe 
30.1.1939
 
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Nr. 25 Erstes Matt

189. Jahrgang

Montag,ZO.Zanuar 1939

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Hitler.

der nationalsozialistischen Elbebuna

Am Vorlage der Aeichstagssitzung

Oie litauische Regierung zur Autonomie des Memellandes.

Kowno, 28.Jan. (DNB.) Der litauische Mini­sterpräsident M i r o n a s erklärte der Presse, wie bekannt, wolle das neue Direktorium das Memelgebiet nach nationalsozialisti­schen Grundsätzen regieren. In Anbe­tracht dieser Einstellung der führenden Schichten des Memellandes und des Interesses, das von deut­

Berlin, 28. Jan. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat folgende Verfügung erlassen

Auf dem Gebiete der vor- und nachmilitärischen Wehrerziehung weise ich dem NSKK. für seine Zusammenarbeit mit dem Heere folgende Aufgaben zu: Der als Kraftfahrer vorbesehene Ersatz der motorisierten Einheiten des HeereL ist während der Ableistung der Wehrdienstpflicht vorausgehenden Jahres durch das NSKK. in mehrwöchigen Kursen auf denMotorsport­schulen des NSKK." an Kraftfahrzeugen des Heeres a u s z U b i l ü e n. Alle Soldaten des B e- urla übten st andes, die neuzeitlich ausgebil­det und für eine Mob.- Verwendung als Kraftfahrer bestimmt find, leisten im NSKK. Hebungen zur kraftfahrtechni­schen Fortbildung ab. Diese Hebungen rech­nen auf den bei den SA.-Wehrmannschaften abzu­leistenden Dienst an. Die Zugehörigkeit der Solda­ten des Beurlaubtenstandes zu den SA-.Wehr- mannschaften bleibt durch kraftfahrtechnische Fort­bildung unberührt.

Die Führer und Männer des NSKK. sorvie alle Soldaten des Beurlaubtenstandes, die nach Ablei­stung ihrer Wchrpflicht in die Reihen der NSKK. eintreten, erfahren ihre Wehrertüchtigung auf der Grundlage des SA.- Wehrabzeichens im NSKK. Das NSKK. hat hinsichtlich Gliederung und Ausbildung den Erfordernissen des Heeres Rechnung zu tragen. Der Korpsführer des NSKK. erläßt die erforderlichen Ausführungsbestimmungen im Einvernehmen mit dem Oberbefehlshaber des Heeres. Die Dienststellen von Partei und Staat haben das NSKK. in dieser Erziehungsarbeit zu unterstützen."

Zu dieser Verfügung schreibt H. Martin, Major im Oberkommando der Wehrmacht: Es ist kein Geheimnis, daß das NSKK. auf dem Gebiete der motorischen Wehrertüchtigung schon lange Zeit in kameradschaftlicher Weise zusammengearbeitet hat. Wenig bekannt ist die Tatsache, daß diese Zusam­menarbeit schon vor der Machtergrei­fung bestand. Ihrer Pflege und Vertiefung galt von jeher die besondere Obsorge von Reichsleiter Hühnlein. Durch den Erlaß des Führers wird nun-

Kameradschaftsabend der Abgeordneten. Großer Zapfenstreich der Polizei.

Berlin, 29. Jan. (DNB.) Am Vorabend des Tages der nationalen Erhebung und der ersten Sitzung des Großdeutschen Reichstages hatte der Reichsminister Reichsleiter Dr. Frick als Fraktions­führer die Abgeordneten des Reichstages zu einem Kameradschafts abend in das Haus der Flieger eingeladen. Unter den Volksvertretern sah man zahlreiche Reichsminister, Reichsleiter, Staats­minister, Gauleiter, die führenden Männer der Kampfformationen und anderer Gliederungen der Bewegung und zum ersten Müle auch die Abgeord­neten der Ostmark und des Sudetenlandes, an ihrer Spitze Reichsstatthalter Seyß-Jnquart und Gauleiter Konrad Henlein. Mit den Getreuen des Führers aus dem Altreich, fast ausschließlich Träger des goldenen Ehrenzeichens der Partei, verbrachten die Vorkämpfer der nationalsozialistischen Revolution aus der Ostmark und dem Sudetenland einige Stun­den nationalsozialistischer Kameradschaft.

Kurz vor 11.30 Uhr marschierten drei Musikzügs unter der Stabführung des Musikinspizienten der Ordnungspolizei, Hauptmann Schierhorn, und die Ehrenformation der Polizei in Paradeuniform mit weißem Lederzeug, auf den Flügeln Fackelträger, und begleitet von einer großen Menschenmenge, vor dem Haus der Flieger auf. Reichsminister Dr. Frick, Reichsführer ff und Chef der deutschen Poll- 3ei Himmler, seine beiden Hauptamtschefs, General der Polizei Daluege und ff-Gruppenführer Heydrich, tonne die Quästoren von Rom und Turm nahmen den Zapfenstreich ab. Der von Hauptmann Schier­horn komponierte Zapfenstreich begann und schloß mit dem neuen Präsentiermarsch der deutschen Poli­zei. Entblößten Hauptes hörten die Teilnehmer das Gebet des Zapfenstreiches, bei dem das LiedMr beten an die Macht der Liebe" durch eine feierliche soldatische Hymne ersetzt ist, die von den Männern der Ehrenformation mitgesungen wurde. Mit den Liedern der Nation klang der Zapfenstreich aus.

ilebernahme her

Seutscben Studentenschaft in Prag.

Prag, 29. Jan. (Europapreß.) Zur Hebernahms der Studentenschaft Prag und Brünn in die Deut­sche Studentenschaft durch den Reichsstudentenfüh­rer ff-Oberführer Dr. Scheel hatten sich Vertre­ter der deutschen, der italienischen und nattonalspa- nischen Gesandtschaft, die Rektoren und Dekane sämtlicher deutschen Hochschulen der Tfchecho-Slo- wakei und die Vertreter der tschecho-slowakischen Ministerien eingefunden. Der Führer der deutschen Volksgruppe in der Tschecho-Slowakei, Ab geordnet

Hermann Göring zum.Zc»nuar 1939

Berlin, 28. Jan. (DNB.) Zum 30. Januar 1939 hat Hermann Göring folgendes Geleitwort ge* chrieben:

Sechs Jahre sind seit dem denkwürdigen Tage vergangen, an dem Adolf Hitler die Führung des deutschen Volkes in seine starken Hände nahm. Nur eine kurze Spanne Zeit! Mit ihrem unerhört gro-> ;en Geschehen wiegt sie jedoch in der deutschen Ge- chichte schwerer als Jahrzehnte und Jahrhunderte. Sie hat das Schicksal der Nation für Generationen bestimmte.

Am 30. Januar 1933: Deutschland lag in den Ketten des Versailler Diktats; Ehr und Wehr waren ihm genommen. Zum Objekt der internationalen Politik herabgewürdigt, war es nicht einmal souveräner Herr über seinen eigenen Grund und Boden. Das Volk, in Parteien, Klassen und Stände zerrissen, litt bitterste Not. Betriebe und Werkstätten waren verödet, sieben Millionen Erwerbslose drängten sich vor den Stempelstellen.

Am 30. Januar 1939: Das Grohd eutschs Reich ragt inmitten der Welt empor, fest gefügt, ein Stahlblock von innerer Kraft und Geschlossen­heit. Frei ist das Land, frei sind 80 Mil- Itonen Menschen, frei sind unsere Ströme, ge­sprengt sind die Fesseln des Tributsystems. Heber Ehre und Hnabhängigkeit der Nation wachen d i e Partei und die neue deutsche Wehr­macht zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Hnd rings im deutschen Lande klingt die freudige Sym­phonie deutscher Arbeit-

Wenn am 30. Januar über allen Städten und Dörfern des Großdeutschen Reiches von Tilsit bis Aachen, von Flensburg bis Wien die Hakenkreuz­flagge weht als -herrliches Symbol der deutschen Macht und' Größe, blickt das Volk dankbaren Her­zens auf den Mann, der ihn als Retter aus Elend und Schmach den Weg zum glanzvollsten Aufstieg seiner Geschichte bahnte, auf seinen Führer Adols

Der Auftrag au das NSKK.

Träger der vor- und nachmilitärischen Wehrertüchtigung für Kraftfahrer.

Wie siehtIapan die künftige Entwicklung?

Eine Unterredung mit dem japanischen Kriegsminister.

Don uni crem Sonderberichterstatter Zoar Lißner.

zu erschöpft sei?" Die Antwort, die der Kriegs­minister hierauf gibt, ist vielleicht die interessanteste meines Interviews:Zwei Millionen kriegs­fähiger junger Männer warten darauf, im Falle einer drohenden Gefahr oder einer neuen Auseinandersetzung einberufen zu werde n."

Der Kriegsminister drückt mir die Hand. Ich durfte über eine Stunde lang mit ihm sprechen. Tausend Gedanken gehen durch meinen Kopf Zwei Millionen Männer!! Hnd ich fühle wieder in den Straßen dieser Weltstadt am Rande des Oze­ans das Kochen und Brodeln und Blinken seiner lichtübergossenen Nacht.Zählen Sie nur die jungen Männer hier auf der Ginza In zehn Mi­nuten haben Sie ein Regiment beisammen", sagt Major Akiyama, der an meiner Seite geht.--

An SA. Md ASM.

Berlin, 29. Jan. (DNB.) Der Stabschef, der SA. Viktor Lutze und der Korpsführer des NsKK. Reichsleiter Hühnlein wenden sich mit den Ma­ralen für das VH. Jahr des Dritten Reiches m Tages­befehlen zum 30. Januar an ihre Manner.

Stabschef Lutze:

Hnser Dank an den Führer die Tat!

Männer der Sturmabteilungen! Hinter uns liegt ein Jahr historischer Entscheidungen. Die Grenzen des Altreichs find gefallen. Großdeutschland ist Wirklichkeit geworden. Die deutsche Ostmark das Sudetenland sind eingefügt in die polnischen Gren- zen des Reiches. Die geniale Tatbereitschaft des Führers hat den Sieg daoongetragen allen Gegnern und Widerständen zum Trotz. Wir stehen heute an der Schwelle des Jahres VII des natio­nalsozialistischen Reiches. Wir wissen nicht, was dieses Jahr im einzelnen E bringen wird. Aber eines wissen wir: daß das deutsche Volk auch im neuen Kampfjahr itt unerschutter

barnmrh;» Anleihen der Amerikaner und Briten frage ich.Diese Anleihen",

K&Ä LL'LSZ Seifurwn gelesen. Japan tonne schwerlich weiter hin «öftere Truppen zu Öen Fahnen rufen, da der Bestand an waffenfähigen jungen Mannern nahe-

scher Seite zu dieser Frage gezeigt werde, gedenke die litauische Regierung, dem Wollen der autonomen Organe und auch den Grundsätzen des National­sozialismus im Memelland keine Hindernisse in den Weg zu legen.

Vereidigung des memeldeutschen Ordnungsdienstes.

Memel, 30. Jan. (DNB.) Am Sonntag fand in Memel die feierliche Vereidigung des memeldeut­schen Ordnungsdienstes durch den Führer der Me­meldeutschen, Dr. Neumann, statt. Dr. Neu­mann forderte Treue, Kameradschaftlichkeit und Zuverlässigkeit. Seine Ansprache klang in ein Be­kenntnis zu Adolf Hitler aus. Am gleichen Tage wurde in Memel das Haus des Memel- deutfchen Sportbundes unter großer Be­teiligung der Bevölkerung eingeweiht. Der Ein­weihung ging ein Marsch des memeldeutschen Ord­nungsdienstes, des Sportbundes, der Sicherheits­abteilung und der Marine-Sicherheitsabteilung durch die Stadt voraus. Bei der Einweihung hielt Dr. Neumann nach der feierlichen Hiffung der Bun­desfahne eine Ansprache, in der er an die Zeit vor 15 Jahren erinnerte, als die französische Besatzung Memels vor litauischen Freischärlern kapitulierte. Heute ständen am Vortage des großen deutschen Feiertages memeldeutsche Männer, zusammengefaßt im Sportbund, im Ordnungsdienst und der Sicher- heitsabteilung, die bereit seien, stets und be­dingungslos für die Heimat einzutre­ten. In das feierliche Gelöbnis zu Adolf Hitler, mit dem die Rede schloß, stimmte die vieltausend­köpfige Menge begeistert ein.

kicher Treue und Einsatzbereitschaft 3um Führer stehen und ihm jeder an sei­nem Platz helfen wird, den Aufbau des Reiches fortzusetzen. . , .... .

Männer der SA.! Uns wird das Jahr VII des nationalsozialistischen Reiches wie bisher bereit fin­den zu höchstem Einsatz. Der Auftrag, den uns der Führer am Ende des Jahres VI aab, bedeutet für uns höchste Verpflichtung, und unser Dank an den Führer soll wie immer die Tat sein. In engster Zusammenarbeit mit der Wehrmacht des deutschen Volkes wollen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften und mit dem uns eigenen Willen zur Tat und zur Leistung die Aufgabe erfüllen, die uns gestellt ist. Es lebe der Führer! Es lebe das nationalsozialistische Großdeutschland!

Korpsführer Hühnlein:

Rastlos voran!

NSKK.-Männer! Rastlos voran! Dieses unge­schriebene Gesetz des politischen Soldaten läßt uns an der Schwelle eines neuen Jahres nur selten ein­mal einen kurzen Augenblick lang in stiller Ruck- chau verharren. Aber hinter uns hegt ein politi-

der Sieger über Süchow.

Von allen Fragen, die ich an den Kriegsminister stellte, beantwortete er mir nur die allererste nicht: Werden Japans Truppen in den kommenden Mo- i naten vorwiegend im Norden operieren, d. h. über Kalgan und Paetu oder Sianfu weiter nach Westen vorstoßen, um Sowjetrußland zu blockieren, , oder liegen Japans Ziele in den kommenden Mo- . naten im Süden?"Das ist eine Frage", sagte ' Generalleutnant Jtagaki,die wir zur Stunde selbst beratschlagen."Worin besteht ihrer An- sicht nach die größte Schwierigkeit dieser Ausein- , andersetzung?", fragte ich darauf den Minister. Zur Zeit des russisch-japanischen Krieges kämpften wir allein mit Waffen. Der Weltkrieg war ein Kampf der Waffen und der Industrien. Japans Hnternehmen in China ist noch mit einer dritten Aufgabe belastet, mit dem Wiederaufba u. Um fere Truppen kämpfen in China. Gleichzeitig müssen wir den Linien unserer Soldaten sofort mit der Neuorganisation der Wirtschaft folgen. Und schließlich wollen wir ja dieses China zur freundschaftlichen Zusammenarbeit mit uns erziehen." .

Wielange", frage ich,glauben Sie, wird also dieser Kampf in China andauern?"Der besondere Charakter unserer Auseinandersetzung auf dem Fest­lands läßt ein schnelles Ende nicht erwarten. Cs kann zehn Jahre, sogar zwanzig Jahre bauern.

Was halten Sie von T f ch i a n g k a i s ch e k s augenblicklicher Widerstandskraft?"Tschiang hat noch immer ein großes Heer. Er hat Gewehre unv er besitzt Gewehrmunition. Aber er wird doch v o n Tag zu T a g b eb e u t e n i> schwächer, nach­dem wir die wichtigste Ader für die Waffenzufuhr nach Südchina ab geschnitten haben. Seit wir Kan­ton besetzten, zeigt dar chinesische $eer Spuren der Schwäche. Gewiß, immer noch ?*er0^ über Burma, Jndochina und Turkestan Waffen a Tschiang geliefert. Aber die Wege sind weit und es sind nur langsam fließende Quellen."

Die vielen Zwischenfälle an den Grenzen Ma dschukuos, der Krieg am Hügel Changkufeng un allem Rußlands unfaires Verhalten in öer tft 0 der japanischen Fischereirechte haben boa) 9 3 9 ' daß Sowj-trußlands Kommunismus eine gefährliche Nachbarschaft ist; cjnc5

Generalleutnant, nicht, daß Japan tm 8 lawjetrussischen Angriffs durch feme mlitanMen Unternehmungen in China behindert fein Durch unsere militärischen Operationen in Cym^, sagt Kriegsminister Jtagaki,und durch & n ® b schaftlichen Ausbau starken wir ja geraSeape vor allem unsere Position gegen

Die angelsächsischen Länder", ft° e »«t«, zweifeln daran, ob Japan g e n uJ Entwicklung t°l -sitz-, um Chinas wirfch°N/"°'w>cklung umzuformen und zu starken?CY "" r b c j t 5= mir der Kriegsminifter,hat 9 en g kräfte. China hat genug Chinas Boden knn bedeutende rungs Mitteln liefere Wir genugsam Unter.mu,u9rganifieren. auch d-e Fa zusammen, so ist nicht

Treffen diese fünf Faktoren 5 finan3ie[Ien Hilfe emzusehen warum wir °° abI)än'gen ioUten. W i r der angelsächsischen L & &. Zeit bringt uns b XS en nu r Fe Kapi.alzufuhr

°b. Aber wir bitten n,ch.

mehr die wichtige Arbeit des N2KK., insbesondere seine Einflußnahme auf die Wehrertüchtigung der deutschen Jugend, für alle Zukunft festgelegt.

Der Initiative Korpsführer Hühnleins ist es zu verdanken, daß das NSKK. in engster Zusammen­arbeit mit der Wehrmacht aus eigener Kraft bereits 1933 zwei der Weiterbildung des Führerkorps und der Heranbildung von Lehrkräften dienende Reichs schul en und sechs Motorsport­schulen eröffnet hat. Die Zahl der Motorsport- fchulen ist ein Jahr später um weitere 15, also insgesamt auf 21 erhöht worden. Die Technische Führerfchule in München ditznt der Ausbildung des technischen Lehrerperso­nals, die Reichsmotorsportschule Döbe- r i tz der Heranbildung des Ausbilderkorps. Die Ausstattung der Motorsportfchulen des NSKK., Lehrmaterial und Kraftfahrzeuge aller Art sind vor­bildlich. Die Ausbildung beschränkt sich nicht nur auf das rein Fahrtechnische, sondern umfaßt auch das verkehrstechnische, wehrtechnische, das sportliche und selbstverständlich auch das weltanschauliche Ge­biet. 200 000 junge deutse Männer sind bereits durch die Motorsportschulen des NSKK. vor Ableistung ihrer Wehrpflicht gegangen.

In Zukunft werden Soldaten des Beur- laubten st andes, die bereits vor Ableistung ihrer Wehrpflicht dem NSKK. angehört haben, nach ehrenvollem Ausscheiden aus dem aktiven Wehr­dienst wieder in d i e Reihen des NSKK. zurücktreten, um dort ihre nachmilttansche Weiterbildung auf der Grundlage des SA.-Wehr- abzeichens durch das NSKK. zu erfahren. Außerdem wird aber das NSKK. die Erhaltung und Festigung des kraftfahrtechnischen Wissens und Könnens aller derjenigen übernehmen, die in ihrer Mobilmachungsverwendung als Kraft­fahrer vorgesehen sind. Reichsleiter Huhn- [ein, der Korpsführer des NSKK., hat diese nun feftqelegte Arbeit des NSKK. von jeher als feine Lebensaufgabe betrachtet. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitfch, hat die nunmehr klargestellte Festlegung der Arbeit des NSKK. angeregt und durch seine zielbewußte Initiative gefördert. Es kann keine bessere Gewähr für eine erfolgversprechende Zusammenarbeit in der Praxis geben als diese Tatsache.

Tokio, Januar 1939.

Eben habe ich Japans Kriegsminister, General­leutnant Seishiro Jtagaki gesprochen, durfte hören, was Japans erster Soldat über die Dauer des Krieges in China denkt, konnte die Ansicht des Kriegsministers über die amerikanisch-englische An­leihe hören und erfuhr feine Gedanken über den Wiederaufbau" in China.

Es ist Nachmittag. In den Straßen Tokios be­ginnt das bunte Spiel der Millionen Neonröhren. Am Bilde der Weltstadt hat sich in den letzten zwei Jahren wenig geändert. Immer noch dieser nie ab­reibende Strom der Menschen und Autos in der Ginza. Immer noch das tausendfältige Bunt der Kimonos. Immer noch das Klipp-Klapp der Ghetas. Hnd die Läden bersten fast von Waren, als hätte dieses Jnselreich wirklich keinen Krieg zu führen.

Das Kr i e gs mi niste ri um. Posten salutie­ren. Unter den Wagenrädern knirscht der Grant. Major Akiyama führt mich in einen weiten Hellen Raum, der an ein Schloßzimmer zu Versailles er­innert. Wenige Minuten, dann tritt Japans Kriegsmini st er ein. Ein klares energisches Gesicht, eine schlichte Uniform, keine Orden, so, wie ich es schon am Hügel Changkufeng beim obersten Frontkommandanten General Suetaka erlebte, -beim General Heda in Hsingking und dem Gene­ralstabschef der japanischen Nordchinaarmeen, Ge­neralleutnant I a m a s h i t a. Japans Kriegs­minister ist einer der besten Kenner der militäri­schen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf dem ost­asiatischen Festlande. Er kommandierte die Divi­sionen Nippons in Nordchina. Seishiro Jtagaki ist

sches Jahr von einzigartiger geschichtlicher Große: das Geburtsjahr des Großdeutschen Reiches. Ich weiß, in jedem neuen Einsatz und in jedem Opfer seht ihr immer nur eine selbstverständliche, freudig übernommene Pflicht. Was ihr aber hier in unermüdlicher, nie versagender Hin­gabe an Eurer Stelle dazu beitragt, das große Werk zu gestalten, ist höchste Anerkennung wert. Das BuchNSKK. im Sudetenkampf", welches in Kürze erscheint, weiß hiervon eine beredte Sprache zu sprechen. Auf errungenen Erfolgen zu rasten aber war noch nie Euere Art. So marschieren wir erhobenen Hauptes im alten ungebrochenen Kampf­geist hinein in das VII. Jahr des Dritten Reiches. Großdeutschland und unser Führer Sieg Heil!