Ausgabe 
29.12.1939
 
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Nr. 30- Erstes Matt

Zreitag, 29. Dezember M9

189. Jahrgang

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

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^rantfurl am Main 11688

voraussichtlich, bei günstigem Verlauf der Wirt-

dis Besetzung der letzten wichtigen Häsen an der

Am

849 137

180 498

526 169

74 759

258 209

46 425

17 233

37 240

79 600

,, _ r-,. tu r * ivurue von Kcnion norowarrs ennung vei

schaftsverhandlungen, positive Beziehungen an. Der Kanton-Hankau-Bahn eingeleitet, durch die die Zu- Krieg in China dauert zwar an, doch hat die suhrstraßen nach der Kwanqsi-Provinz abqeschnürt japanische militärische Leitung es verstanden, durch werden sollen. Die Japaner erwarten von den Ope-

auch der japanische Vorstoß in Richtung der indo­chinesischen Grenze. Eine dritte Operation wurde von Kanton nordwärts entlang der

noch immer im Besitz des Feindes. Der Krieg war seit dem Fall Kataloniens entschieden, wenn auch noch nicht beendet. Franco befahl deshalb, um wei-

a) 14 brltlsche Schiffe

b) 4 französische Schiffe

c) 20 neutrale Schiffe

d) 17 unbekannte Schiffe

des nationalen Hauptquartiers in lakonischer Kürze mit den Sätzen:Die letzten militärischen Ziele sind besetzt. Der Krieg ist beende t." Stolz und unermeßlicher Jubel klang aus diesen knappen Worten. Der Krieg, der zweieinhalb Jahre hindurch durchtbare Wunden geschlagen hatte, war zu Ende, ein neues Leben konnte beginnen.

Rasch waren seit dem Beginn des Jahres die letzten Schläge gefallen. In schnellen Stößen hatten die Franco-Truppen Katalonien genommen. Barce­lona ergab sich kampflos. Vierzehn Tage später standen die Falangisten-Bataillone an der franzö­sisch-spanischen Grenze. Ein lang erkämpftes Ziel war erreicht. Madrid jedoch, die Hauptstadt, war

infolgedessen die ihm übertragene Aufgabe durch­führen.

*

Gegen die Hauptstadt der Kansu-Provinz, Lan- tschau, führten japanische Flugzeuge Massen- angriffe durch. Die Zahl der eingesetzten Flugzeuge und die Heftigkeit der Bombenabwürfe übertraf bei weitem alle früheren im chinesisch-japanischen Kon­flikt erfolgten Luftangriffe. Dem Ziel, alle Z u - fuhr st raßen nach China zu unterbinden, diente

Widerstandskraft.

Das imvenale Spanien aus dem Misch.

Don unserem s-Korreipondenien.

Madrid, Dezember 1939.

1. April 1939 schloß der letzte Heeresbericht

Kunst und Kamps.

Nationalsozialistiche deutsche Kulturpolitik im Kriegsjahr 1939.

Don Erich Langenbucher.

rationen^eine entscheidende Schwächung der chine­sischen

Lieber eine Million Tonnen gesunken.

Oie Gesamwerluste der feindlichen und neutralen Schiffahrt feit Kriegsbeginn

Weltpolitik an der Jahreswende

Unsere Ausländskorrespondenten berichten.

Summa 224 Schiffe

2. Darüber hinaus find mit großer Dahr- fReinlichkeit als verloren anzunehmen:

' } Vr.-Reg. t

Südküste Chinas die Tchungking-Regierung von einer Seeverbindung nach dem Ausland völlig ab­zuschneiden. Außer Protesten haben die Westmächte England und Frankreich weder der Besetzung der Insel Hainan noch der Annektion der Spratley- Inseln im Frühjahr 1939 etwas entgegensetzen kön­nen. Der europäische Krieg, den England in einer auch in Japan völlig unverständlichen Ueberschätzung seiner Stellung und seiner Möglich­keiten angezettelt hat, bedeutet eine weitere E n t l a st u n g für die japanische China-Politik.

Trotz dieser befriedigenden Bilanz ist das poli­tische und militärische Jahr 1939 auch für Japan nicht ohne ein bewegtes Auf und Ab verlaufen. Nach dem unerwarteten Rücktritt des Minister­präsidenten Fürst Konoye Anfang 1939 kam es zur Bildung des Kabinetts H i r a n u m a, dem Ge­neral A r i t a als Außenminister und General I t a g a k i als Kriegsminister angehörten. Dieses Kabinett führte die China-Politik der vorangegan-

Endfiege der Franco-Truppen zähneknirichend das Fehlschlagen ihrer jahrelangen Bemühungen f<t. stellen .mußten, dann aber rasch den Schein einer freundlicheren Haltung dem nationalen Spanien gegenüber sich zu geben mühten, ließen nichts un­versucht, um insgeheim den Prozeß der Erstarkung eines autoritären Spaniens zu stören und zu ver­hindern. Bekannt ist der lange Streit zwischen Bur­gos und Paris um die Herausgabe des nach Frank­reich verschleppten spanischen Goldschatzes, der in Spanien dringend zur Durchführung des wirtschaft­lichen Aufbau Programm s benötigt wurde. Ebenso bekannt sind die phantastischen Gerüchte, die wochen­lang die Presse der Weftmächte über die Person des verdienten nationalen Vorkämpfers 2 u e i p o de Llano erfüllten. Alles dies hat die Regierung General Francos nicht beirrt. Die notwendige Nor­malisierung der Beziehungen zu Paris und London bedeutet keine Beeinträchtigung alter und mit dem Blut besiegelter Freundschaften. General Franco ist entschlossen, den Weg zum Ausbau eines imperia­len Spaniens weiter zu gehen. Das vor Monats­frist von der Madrider Regierung bekanntgegebene Programm zum Bau einer Kriegs­flotte, die den Flotten der übrigen Großmächte ebenbürtig ist, hat bei allen den Mächten einmütige Zustimmung gefunden, die bereits bisher die spa­nische Forderung unterstützten:Spanien den Spaniern!"

Als das deutsche Volk am 1. Mai dieses Jahres, seinem nationalen Feiertag, den Dichter und den Offizier des Weltkrieges Bruno Brehm für sein kämpferisches Werk vom vierjährigen Weltkriegs­ringen mit dem staatlichen Buchpreis auszeichnete, dokumentierte sich in dieser Wahl die unzerstörbare Einheit zwischen Dichtung und männ­lichem Kampf. Seit jenem 1. Mai sind Monats bewegendsten politischen Geschehens und nationaler Kraftanspannung vergangen. Während die westlichen Demokratien den Krieg gegen Deutschland vorberei­teten und leichtfertige Beistandsversprechungen ab­gaben, ehrte Deutschland in den Tagen der Münche­ner Kunstausstellung seine Maler und Plastiker, versammelten sich viele Zehntausende in Bayreuth und in Salzburg zu den Festspielen mit den Werken der unsterblichen deutschen Meister.

Offenbarte sich schon darin die klare und starke Haltung des nationalsozialistischen Reiches auf allen Lebensgebieten, so wurden mir in den Wochen nach dem Ausbruch des uns von England aufge- zwungenen Krieges noch überzeugender gewahr, daß im gesamten deutschen Lebensgefüge keine Stelle war, an der von irgend einer Seite her ein Einbruch hätte erfolgen können. Während sich der Künste in den Feindländern ein. kaum lösbarer

Mit dem 20. Dezember haben die feindlichen und neutralen Handelsschiffverluste seit Kriegsbeginn die Millionen-Tonnen-Grenze über­schritten. Da die feindliche Propaganda Schifss- verluste weitgehend verschweigt und zugleich die Richtigkeit der deutschen Veröffenttichungen b e - streiten möchte, ist der heutigen Statistik eine namentliche Li ste derjenigen feindlichen und neutralen Schiffsoerluste beigefügt, die bis zum 20. Dezember als bestätigt gemeldet worden sind. Gleichzeitig werden die deutschen Handelsschiffs- oerluste bekanntgegeben, die nur einen Bruch­teil der feindlichen ausmachen. Don den 18 ver- sentten deutschen Schiffen konnte der Gegner nur eines versenken, die übrigen sind durch S e l b st - Versenkung dem Zugriff des verfolgenden Fein­des entzogen worden. Dieses Verfahren steht in der Geschichte des Handelskrieges erstmalig dar. Das mutige Vorgehen der deutschen Handelsschiffskapi­täne ist umsomehr anzuerkennen angesichts wieder­holter englischer Drohungen, die deutschen Kapitäne, die ihr Schiff versenken, erschießen zu wollen.

Der Erste Lord der Admiralität Winston Chur­chill hat kürzlich über die Methode der englischen Veröffentlichung gesprochen und hierbei zum Aus­druck gebracht, daß solche Verluste, auf deren Ge­heimhaltung vor dem Gegner man Wert legt, nicht veröffentlicht werden. Damit ist auch die englische Statistik der Handelsschiffsverluste hin­reichend gekennzeichnet. Demgegenüber hätt sich ebenso wie die gesamte deutsche Kriegsberichterstat- tung auch die von deutscher Seite bekanntgegebene Verluststatistik mit äußerster Gewissenhaftigkeit an die tatsächlichen Geschehnisse. In Zwei- felsfällen wird über die feindlichen Verluste eher zu wenig als zuviel berichtet. Demgemäß sind in der Kategorie 1 der feindlichen und neutralen Verluste nur solche Schiffe enthatten, deren Verlust b e - stätigtundnamentlichbekannt geworden ist Wenn auch nur der kleinste Unsicherheitsfaktor offen ist, so werden die Verluste in der Kategorie 2 gebucht und auch dann nur, wenn eine hohe Wahrscheinlichkeit für den Verlust besteht. Es wird hierbei vor allem die Unsicherheit auslän­discher Meldungen berücksichtigt und dis Gefahr von falschen Beobachtungen, von Verschätzungen in der Tonnagezahl oder Doppelrechnung vermieden.

Wirrwarr, ja Stillstand und Zusammenbruch be­mächtigte, blühten alle Zweige des deutschen Kul­turlebens dennoch weiter. Unsere Feinde werden gerade diese Selbstverständlichkeit, das unbirrbare Weitergehen nie begreifen können, weil sie die Grundlagen unseres Reiches nicht verstehen.

Und viele andere werden darüber hinaus nach dem Schlüssel suchen, der dieses Rätsel löst. Wenn bei uns das kulturelle Schaffen eine Angelegenheit privater Kreise wäre, hätte es durch das Kriegs­geschehen einen entscheidenden Einschnitt erfahren müssen. Das ist nicht erfolgt und wird nie erfolgen. So selbstverständlich wir daran gingen, in ötTn wiederge wonnenen Reichsgebieten neben dem wirt­schaftlichen Aufbau den kulturellen Aufbau vvr- wärtszutreiben, so selbstverständlich wird auch rn allen Zeiten das wirtschaftliche und militärische Tun mit dem kulturellen verbunden sein. Die weit- schauende kulturpolitische Arbeit der letzten Jahre hat es vermocht, Kulturschaffen zu einer Ange­legenheit des aesamten Volkes zu machen, das sich aus Den Quellen unseres Wesens nährt und daraus wächst. Wo in den Feindländern Betrieb" auf dem kulturellen Gebiet gemacht wird, besitzen mir lebendiges Wachstum, roo dort Kultur aufgepflanzt wird, wissen wir um die enge Ver­

schonen, nicht den Sturm. Nach einer Reihe innerer Zwistigkeiten streckten die feindlichen Machthaber am 28. März schließlich die Waffen. Spanien war frei. Die Dankbarkeit der ganzen Nation wandte sich dem Manne zu, der das Geschick der Landes in seine Hände genommen hatte, als die Stunoe ihn rief: dem Caudillo, Francisco Franc».

Bereits während des Krieges hatte auf natiom r Seite d e r Aufbau begonnen. Nunmehr würbe er auf ganz breite Grundlagen gestellt. Die Schlote der Fabriken begannen wieder zu rauchen, die Berg­werke wurden wieder in Gang gesetzt, die Werften nahmen erneut die Arbeit auf. Im Rhythmus des

fieitinBerlu ft geraten:

a) 134 britifche Schiffe

b) 12 franzöfifche Schiffe

c) 78 neutrale Schiffe

zu entscheiden.

Die demokratischen und kapitalistischen West­mächte unternahmen dann den Versuch, die Posi­tion Japans durch Unter st ützung der chine­sischen Terroristen von den internationalen Konzessionen aus zu untergraben. Mit einer ener­gischen Gegenmaßnahme der völligen Abschliehmig dieser Konzessionen von der Außenwett vermochte Japan auch hier seinen Standpunkt durchzudrucken, wobei es die Engländer in Tientsin hinnehmen mußten, daß ihnen von den Japanern gezeigt wurde, wer Herr im Hause sei. Im Verlauf der ersten Monate des europäischen Konflikts haben sicy dann Frankreich und England genötigt gesehen, ihre Streitkräfte aus den Konzessionen wegzu- ziehen. Dadurch ist ihre Stellung in China weiter­hin beeinträchtigt worden.

Die ersten Anzeichen eines Wandels der Gesamt- sttuation sind in dem Oktober-Abkommen zwischen der Sowjetunion und Japan über die Regelung des mandschurischen Grenzkon­fliktes zu erblicken. Es wurde auch viel beachtet, daß das neue Kabinett des Generals Abe zahl­reiche Marinefachleute zu Mitgliedern hat Darunter befinden sich der Außenminister Admiral H a mura, der Handelsminister Admiral G obo und der Marineminister Vizeadmiral Y ° s h '» China, dem Jnteressenzentrum der lapan ch-n Politik, hat das Jahr 1939 mjofern em auger ordentlich bemerkenswerte Weiterentwicklung

Anwachsen der Anhängerschaft Wangtschlngwels zu der sich auch der chnesische General ^uveftu be^ kannte, der allerdings im Dezember 1,_ pan geht mit Zuversicht in das neue poltL W das im Zeichen einer.Konzentrierung ~räetepnuf tischen, militärischen und wirtschaf . «^<1 der

die Beendigung des Krieges und die Schaffung Neuordnung in China stehen wiro.

Kein Rücktritt des iapanifchen Eobmeiis.

Tn?in "z Dez (DNB.) Der japanisch Pre- Mierminist?-Abe'erklärte das Kabinett beab- sichlig' nicht, wegen einer Gruppe °. renber Reichstagsabgeaichneter zur u J ut r ttn Seine Regierung sei ausdrücklich zur gebildet worden und werde

3apan konzentnert feine Stifte.

Von unserem Z.-Korrespondenten.

Tokio, Dezember 1939.

Die japanische Politik kann mit der Bilanz des Jahres 1939 zufrieden sein. Mit der S o n^j et- uni o n bahnen sich nach Jahren schwerster Span- nunaen, die sich im Sommer 1939 zu kriegerischen Handlungen an der mandschurisch - mongolischen Grenze bei Nomonhan verdichteten, normale und

Wiederanlaufens des Produktionsprozesses erfolgten die Entlassungen der Soldaten aus dem Heeres­dienst. Obwohl die spanische Regierung bestrebt ist, das Wiederaufbauwerk des Landes so schnell wie möglich vorwärtszutreiben, so war sie doch von vornherein entschlossen, hierbei keine fremde Unter­stützung anzunehmen. Zu schwer waren die Lehren der Vergangenheit. Ein Anleiheangebot eines west­europäischen, internationalen Bank - Konsortiums wurde zurückgewiesen. Am 20. Mai, am Wend der großen Madrider Siegesparade, hatte Franco er­klärt, daß der Krieg zwar gewonnen sei, daß sich Spanien aber noch nicht außerhalb jeder Gefahr befinde. Es gelte, die V»i-sucbe auslän­discher Agenten und des internationalen Judentums abzuwehren, die die Stellung wlederzugewinnen versuchten, die sie einst besagen.Die neue Hal­tung Spaniens", so rief der Caudillo unter be­geistertem Beifall aus,ist gegründet auf Opfer- bereitschaft und Disziplin!" Dem militärischen Siege werde der politische folgen. Jdeenträger des neuen, größeren und einigen Spaniens wurde d i e F a - lange. Gemeinsam mit der Armee hatte sie den Siea erkämpft. In einer Reihe von Gesehen wurde im August des vergangenen Jahres auch organi­satorisch die Einheit von Staatsapparat und Fa- lange hergestellt. Beide wurden zugleich straff auf den Caudillo ausgerichtet. .<

England und Fra n krei ch , die nach dem

Wenn sichere Schätzungen fehlen und der Schiffs- name nicht bekannt ist, wird der Verlust eines Schiffes hierbei mit 4000 Bruttoregistertonnen an­gesetzt, obwohl die Durchschnittsgröße der britischen Ueberseetonnage mit 6300 Bruttoregistertonnen je Schiff zu veranschlagen ist Wenn in den Meldun­gen die Tonnage in Spannen von ... bis ... ge­schätzt ist, so wird stets der kleinere Wert in Ansatz gebracht.

Meldungen, die den Verlust eines Schiffes zwar als möglich erscheinen lassen, ohne jedoch die Vermutung des Totalverluftes näher zu begründen, sind in der deutschen Statistik überhaupt nicht berücksichtigt. Solche beschädigten Sckiffe er­scheinen also auch nicht in der 2. Kategorie dermit großer Wahrscheinlichkeit" als verloren anzuneh­menden Schiffe. Es sind in der deutschen Statistik auch keine Minen Zuschläge enthalten, ob­gleich auf Grund der Churchillschen Schweigetaktik die Annahme ohne weiteres berechtigt ist, daß die Schiffsverluste, und zwar besonders die englischen Schiffsverluste, gerade durch Minen höher sind als durch ausländische Meldungen bekannt wird.

panzerschiff- AdmiralGrafEpee Gpende"

Berlin, 28.Dez. (DNB.) Das Oberkom­mando ber Kriegsmarine gibt bekannt:

Unmittelbar nach dem Untergang des Panzer­schiffesAdmiral Graf Spee" sind beim Oberkom­mando der Kriegsmarine zahlreiche Spen­den von Deutschen des In- und Auslandes zum Neubau eines Panzerschiffes einge­gangen. Das Oberkommando der Kriegsmarine dcknkt den Spendern auf diesem Wege für ihre Opferfreudigkeit. Auf verschiedene Anfragen hin wird mitqeteilt, daß die Spenden der Deutschen Bank, Berlin, mit der Bezeichnungpanzerfchiff- Admiral-Gras-Spee"-Spende oder dem p o st s check- ko n t o Berlin Nr. 10 00 für die Deutsche Bank zu überweisen sind.

Berlin, 28.Dez. (DNB.) Amtlich wird mit­geteilt: Folgende Statistik der in der Zeit von Kriegsbeginn bis zum 20. Dezember 1 9 39 auf See eingetretenen Handelsschiffs- o e r l u ff e wird bekanntgegeben:

1 Had) bestätigten Meldungen find m i t S i ch e r - Br.-Reg.-t

55 Schiffe

Damit betragen die feindlichen und neutralen Ge- [a mit, et (uffe auf See bis zum 20. Dezember 279 Handelsschiffe mit einer Tonnage oon 1 029 635 Bruttoregifterlonnen. Obgleich in dieser Gesamt­summe die unter 2 genannten Schisse enthalten sind, bei denen nach den vorliegenden Metdnngen nnr mtt hoher Wahrscheinlichkeit auf lotaloerluft geschlossen werden kann, muh auf Grund der von amt sicher enalischer Seite zugegebenen Schweigetaktik damit ge­rechnet werden, daß die Gesamtverlnste weit ÄÄ* =*

«KM,»« tonnen versenkt, von diesen Schissen ist nur eines oom Gegner versenkt worden. Den übrigen ist e= gelungen, sich rechtzeitig selbst zu versenken, ehe sie mpnnir in die Hände kielen.

bX® er amtlichen Statistik der handelsschifssver- lufY" erfahren Sir von zuständiger Seite noch folgendes:

genen Regierung konsequent weiter. Militärisch brachte das abgelaufene Jahr auf dem chinesischen Kriegsschauplatz im Inneren des Landes allerdings wenig große Ereignisse, dafür aber schwere und umfangreiche Guerillakämpfe. Aus ihnen ragt nur die im April von den Chinesen unternommene Offensive bei Nantschang hervor, die _________________ ___y ....

unter schweren Verlusten für die Chinesen zufam- fere Dr.enschenleben zu sparen und die Stadt zu menbrach. Dem zähen, wenn auch von dem fernen -- * !--------

europäischen Beobachter nicht so sehr beachteten militärischen Ringen entsprach ein Wirtschaftskrieg, der von England in Fortsetzung seiner Politik seit Beginn des chinesisch-japanischen Konflikts gegen Japan weitergeführt wurde. Er fand seinen Aus­druck besonders im Währungskrieg gegen das neue von der chinesischen provisorischen Regie­rung herausgegebene Geld. Scharfe Gegenmaß­nahmen Japans, insbesondere die Gründung des Pen-Blocks zwischen den Staaten Neu- China, Japan, Korea und Mandschukuo, sowie die von der provisorischen Zentralregierung vorgenom­mene Gründung der Federal Reserve Bank ver­mochten auch diesen Kampf zugunsten der Japaner