Ausgabe 
29.11.1939
 
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O.Jl.-'Spoit

Die

gibt

die mit der Verarbeitung zu

spätere Entwicklung in Friedenszeit zu sichern.

Sprechennden Der ' -onftion,

11 30 bis 12 30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach» mittags geschlossen.

anwaltschast zwecks weiterer Ermittlungen ver­tagt.

tragte Helvetia-Konservenfabrik ht Groß-Gerau an- geliefert. Um die Beschaffung der Rohware künftig im größeren Maße sicherzustellen, sind Schritte unternommen, um das 2(np'h n?en wilder Rosen an den Hängen der Reichsautobahnen zu erreichen.

Borträge über Landbauwisienschasten

Die Lilli Sara Herz in Holzheim ist beschuldigt, als Jüdin in nicht rechtsverjährter Zeit ihr Der-

Kassels Korbballturnier, das am kom­menden Sonntag stattfindet, sieht 20 Mannschaften im Kampf.

Watzenborn-Steinberg.

Mit der Polizei dien st auszeichnung 2. Stufe (18 Jahre) wurden die Gendarmerie­hauptwachtmeister Becker in Laubach und G r c i h in Londorf ausgezeichnet.

Die Polizeidien st auszeichnung dritte Stufe (8 Jahre) erhielten die Gendarmeriehaupt­wachtmeister Engel in Großen-Linden, Müller in Lich, Trumpfheller in Lich, Seitz in Grünberg, Philipp in Hungen und Maurer in Steinheim.

Erfolgreiche Wildfrüchtesammlung in Heffen-Aaffau.

Vorbeugungsmaßnahmen gegen die Rachitis bei allen Kindern.

dungswerks statt.

Amtsgericht Gießen

Drei Eissport-Veranstaltungen es am kommenden Wochenende im Münchner Prinz- regentenstadion. Im Kunstlaufen starten u. a. Her- ber/Daier, Lydia Deicht und Horst Faber, weiter- hin gibt es Eisschnellaufkämpfe zwischen München, Berlin und Wien.

Hessens Fussballelf gegen ^üdwest.

Die hessische Fußball - Pakalmannschaft, die am kommenden Sonntag in Kassel den Reichsbund- pvkal-Vorschlußrundenkampf gegen den Gau Süd- west bestreitet, erhielt folgendes Aussehen:

Tor: Zimmer (Kurhessen Kassel); Verteidi­gung: Engelhardt (SC. 03 Kassel), Lippert (Gießen 1900); Läuferreihe: Mllsühr (Hanau 93), Maier (Dunlop Hanau), Strasser (Bo- russia Fulda); Skurm: Markert (SC. 03 Kassel), Heibach (Kurhessen Kassel), Donard (Hessen Bad Hersfeld), Mobs (VfB. Friedberg), Kleim (SC. 03 Kassel).

Fußball-Opferspiele in defFen.

Hessens Fußballspieler tragen am kommenden Sonntag Opferspiele aus, diesmal für den Gau. Die wichtigsten Paarungen lauten wie folgt:

in Hersfeld: Hessen Hersfeld Bebra/Breiten- bach; in Fulda: Borussia Fulda Germania Fulda/SD. Horas; in Friedberg: VfB. Friedberg Butzbach/Vad-Rauheim; in Wetzlar: Stadt Wetz­lar Stadt Gießen; in Marburg: Zivil MM- tär.

VfV.-Reichsbahn 1. Jgd. 1900 1. Igd. 1:1 (1:1).

Die Jugendmannschaften lieferten sich einen schö­nen, fesselnden Kampf. Die Bl-auweißen hatten in der ersten Spielhälfte etwas mehr vom Spiel und konnten bereits nach 10 Minuten in Führung gehen. Dies war der Auftakt für die Griinwelßen, die nun­mehr aus sich herausgingen und auch den Ausgleich buchen konnten. Rach dem Wechsel kamen die Grün- weißen immer besser ins Spiel und konnten den Kampf leicht überlegen gestalten. Tore fielen aber keine mehr, da die Stürmer durch die Glätte des Bodens leine genauen Schüsse anbringen konnten. Dieses Unentschieden ist als Erfolg gegen die stär­ken Blauweißen zu werten.

Termine

der deutschen Gchi-Meisterschaften.

Der Reichssportführer hat nunmehr die Termine und Austtagungsorte für die Deutschen Schi-Meister­schaften und die Internationale Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen genehmigt. Für die Mei-

RSG. Von den Wildfrüchten, auf die sich die Sammelaktion dieses Herbstes erstreckte, ist die wich­tigste die Hagebutte, deren Gehalt an Ascorbinsäure. . i X P Ha f a HA nrln r\f ( mnrkl ff Otl 3

Wie wir bereits gestern berichteten, werden die po­pulärwissenschaftlichen Vorträge im Rahmen des Deut­schen Volksbildungswerks nunmehr auch auf das Gebiet der Landbauwissenschaften ausgedehnt. Hierzu wird uns von berufener Seite geschrieben:

Nächst dem Wehrstand hat heute zweifellos der nährstand allergrößte Bedeutung. Daher ist auch das Interesse, welches den Fragen der Erzeugung aus deutschem Boden heute entgegengebracht wird, in weitesten Kreisen im Wachsen begriffen. Es ist besonders wichtig, daß die Kenntnis, woher unsere Ernährung kommt und wie sie erzeugt wird, im­mer mehr Verbreitung findet und daß Unklarheiten und irrige Ansichten weggeräumt werden. Jeder sollte wissen, wie dastägliche Brot" erzeugt wird.

Aus diesem Grunde werden Vertreter der Land­bauwissenschaften an unserer Universität allgemein­verständliche Vorttäge aus allen Gebieten der land­wirtschaftlichen Erzeugung halten. Die Vorträge werden im Großen Hörsaal der Landwirtschaftlichen Jnstttute in der Senckenbergstraße Sonntagvormit- tags um 11 Uhr stattfinden und rechtzeitig bekannt­gegeben. Den Reigen wird ein Thema eröffnen, das sicher lebhaften Widerhall finden wird. Es wird Professor Dr. Sessous, Direktor des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, über das ThemaWie steht- es um die Sojabohne?" sprechen.

Die Vorträge finden im Rahmen des Volksbil-

Wirtschaft.

Gießener Schlachtviehmarkt.

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsstelle) in der Diebverwer- tungsstelle Rhein-Main wurden notiert: Ochsen 44,50 bis 45,5 Rpf., Bullen 36 bis 43,5, Kühe 16 bis 43,5, Färsen 35 bis 45,5, Kälber 33 bis 65, Schafe 28 bis 46 Rpf. je N kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht bezahlt: Klaffe a (150 kg und mehr) 1,10 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,10, b2 (120 bis 134,5 kg 1,10, c (100 bis 119,5 kg) 1,08, d (unter 100 kg) 1,02, e bis f (unter 80 kg) 0,98, gl (fette Specksauen) 1,10, i (Altschnei­der) 1,10, g2 (andere Sauen) 1,|O, h (Eber) 1,06. Marktverkauf: ausverkauft.

Mein-Mainische Börse.

Tendenz: Uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 28. Nov. Die Flüssigkeit des Geldmarktes wirkte sich an der Börse in weite* rer Anlagetätigkeit der Kundschaft aus, die aller­dings mit Rücksicht auf den Ultimo kein größeres Ausmaß annahm. ~

Am Aktienmarkt entwickelten sich die Kurse wiederum etwas uneinheitlich, die durchschnittlichen Abweichungen gingen aber kaum über 1 v. H. hin­aus. Etwas fester eröffneten u. a. Metallgesellschast mit 115,25 (114,50), Scheideanstalt mit 218,50 (217,50), Bekula mit 160 (159) und Deutsche Erdöl mit 138 (137,75). Dagegen bröckelten IG. Farben auf 158,65 (158,75), Vereinigte Stahl auf 100,40 (100,75), Rheinstahl auf 130,75 (131,50) und Rhein- mctall auf 121 (122) ab. Mannesmann mit 107, Salzdetfurth mit 171, VDM. mit 153 und Adler-- werke mit 93,50 lagen unverändert.

Der Rentenmarkt lag gleichfalls still. Nach­frage zeigte sich weiterhin für Pfandbriefe, Reichs­schatzanweisungen und Steuergutscheine. Industrie" Obligationen weiter sehr ruhig und kaum verän" bert, ebenso Stadtanleihen. Liquidationspfandbriefe wichen bis 0,25 v. H. ab. Fester lagen Reichsalt- besitz mit 137,40 (137), Reichsbahn-Vorzugsaktien mit 126,65 bis 126,75 (126,50) und Dekosama 1 mit 141,13 (141). . ...

Obwohl das Geschäft außerordentlich klein bheb, war die Grundhaltung auch im Verlaufe nicht un­freundlich, die Kurse entwickelten sich jedoch weiter uneinheitlich. IG. Farben etwas schwankend nw 158,25 bis 158,50 nach 158,65, VDM. 153,50 nach 153. Am Elektromarkt kamen die Kurse überwiegen^ 1 v. H. höher an, Siemens fest mit 207 bis 208 (205,50). Im übrigen hielten sich die Veränderungen unter 1 v. H. und glichen sich ziemlich aus.

Der Freiverkehr war weiter sttll. TagesgeV unverändert 2 v. H.

weil gerade die Rachittker bei diesen Infektionen oft Lungenentzündungen bekommen und dann eine sechsmal so große Sterbewahrscheinlichkeit haben wie Nichttachitiker.

Es ist daher anzunehmen, daß die Zunahme der Rachitis mit der ungenügenden Stilltätigkeit der Mütter zusammenhängt. Nicht etwa mangelnder Kräftezustand der Frau ist hieran schuld, sondern vielfach Bequemlichkeit, ungenügende Aufklärung, Überschätzung der Kindermehle und überhaupt der künstlichen Ernährung. Man kann unmöglich syste­matisch Rachitisprophylaxe betreiben, ohne sich im­mer wieder für die Stilltätigkeit einzusetzen. Die Rachitisbekämpfung ist daher als wichtigste im Säuglingsalter zu leistende vorbeugende Maßnahme der Gesundheitsführung, deren Auswirkungen sich an der Wehrkraft der Männer und an der Gebar- tüchtigkeit der Frauen bemerkbar machen, anzu­sehen.

Die Rachitis wird verhütet und bekämpft durch das sogenannte Vitamin D, einen Stoff, der im Lebertran, aber auch in sehr vielen pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln vorkommt, auch in der Muttermilch. Da aber vor allem bei künstlicher Er- nährung und in der sonnenarmen Jahreszeit die Kinder nicht genügend von diesem wichtigen Stoff erhalten, die Verabreichung von ßebetran aus man- cherlei Gründen nicht immer angängig ist. hat man versucht, diesen Wirkstoff auf künstlichem Wege her- zustellen und hat so das Vigantol geschaffen. Es ist ein in Oel gelöstes antirachitisches Vitamin D.

Die Durchführung der Rachitisprophylaxe liegt bet den Staatlichen Gesundheitsämtern, die hierbei im engsten Einvernehmen mit den örtlichen Hilfs­stellen fürMutter und Kind" der NS.-Volkswohl- fahrt zusammenarbeiten.

zu werden. , ,,

Die Spenden des WHW. find freiwillig, aber sie sind ein Ausdruck der politischen Zuverlässigkeit, sie sind ein Beweis der Treue zum Führer.

Ist das Ihre Antwort an die Vorsehung, die uns den Führer wie ein Wunder am 8. November 1939 erhielt? Wenn Sie das wollen, dann ziehen Sie die Konsequenzen; Sie stehen dann außerhalb un­serer Gemeinschaft. Wir werden Sie dann entspre­chend einschätzen! Nein, Herr Direktor, so lassen wir uns einfach nicht mehr behandeln. Das verlan­gen von uns auch all die vielen, die wirklich Opfer bringen. Wenn Sie selbst nicht wissen, was Sie dem Nationalsozialismus und dem Führer ver­danken, dann missen wir eben in einer anderen Sprache, die Sie vielleicht besser verstehen, mit Ihnen reden. Dies soll die letzte Warnung fein für die Wenigen, die es angeht. Ich hoffe, wir haben uns verstanden, Herr Direktor. Oder sollen wir noch deutlicher werden?

Bortwfwn.

Tageskalender für Mittwoch.

Stadttheater: 19.30 bis 22 UhrIntermezzo am Abend". Gloria-Palast (Seltersweg):Schnei­der Wibbel". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Fürst Woronzefi".

Stadttheater Gießen.

Am heutigen Mittwoch wird das Lustspiel von Möller und LorenzIntermezzo am Abend" zum wiederholten Male aufgeführt. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. Mittwoch-Miete, 9. Vorstellung.

Arbeitstagung des VDM -Obemaues 13.

Ehrung verdienter Gendarmenebeamten.

Jrn Rahmen einer Dienstversammlung, die ge­stern vormittag im Sitzungssaale des Landrats­amtes stattfand, wurden mehreren Gendarmerie­beamten des Landkreises Gießen Polizeidienstaus­zeichnungen der verschiedenen Stufen feierlich über­reizt. In Vertretung des Landrats hielt Regie- rungsrat Weber eine kurze Ansprache, in der er die Treue und stete Einsatzbereitschaft der ausge­zeichneten Gendarmeriebeamten mit Anerkennung würdigte. Anschließend überreichte er den nach­stehend genannten Beamten die Auszeichnungen.

Die P o l i z e i d i e n st a u s z e i ch n u n q 1. Stufe (25 Jahre) erhielten: Gendarmerie-Obermeister Gunkelmann in Gießen, die Gendarmerie-

Strafkammer Gießen.

Der H. F. in G. war beschuldigt, am 29. Juli auf der Straße Ober-HörgernEberstadt als Führer eines Lastkraftwagens durch Fahrlässigkeit, nämlich unter Außerachtlassung der erforderlichen Sorgfalt, zu der er traft seines Berufes besonders verpflichtet war, den Tod eines Mannes aus Trais-Munzen- berg und die Körperverletzung eines anderen Man­nes von dort verursacht zu haben. Der Anklage­vertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von neun Monaten. Der Angeklagte wurde wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung in -Lat- einheit mit einer Ueberttetung der Reichssttaßen- verkehrsordnung zu einer Gefängnis str af e von a cht Monaten verurteilt. In der Urteils­begründung wurde ausgeführt, daß der Angeklagte als robuster Kraftfahrer gelte und daß es sich in diesem Falle um eine ganz grobe Fahrlässigkeit handle.

Gondergerichi in Gießen.

Der K.B. in O. hatte am 7. Oktober in einer »Wirtschaft in Stockheim das Reich und seine Der- fassung unflätig beschimpft. Der Angeklagte will so vom Alkohol beeinflußt gewesen sein, daß er sich auf nichts mehr besinnen könne. Dem Angeklagten wurde Volltrunkenheit als Milderungsgrund zu- gebilligt, und er wurde zu einer Gefängnisstrafe von zwei Wochen verurteilt.

Der G. H. in G. hatte am 29. Oktober in einer Wirtschaft in Gießen Behauptungen aufgestellt, die geeignet waren, das Ansehen des Reiches und seiner Führung sowie der Wehrmacht zu schädigen. Der Angeklagte erhielt eine Gefängnisstrafe von acht Monaten.

Die E. K. und der O. S., beide in G., wurden

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der BDM -Arbeit weiter be- und Vitamin C sie so wertvoll macht. In Hessen-, mögen nicht richtig angemeldet zu haben. (Vergehen im die Grundlaae für eine Nassau wurden an Hagebutten rund 25 000 kg an gegen bas Gesetz über bu Judenuermogensabgabefl Hagebuttenmus beauf-1 Die Vechandlung wurde auf Antrag der Staats-

Aus her Stadl Gießen

Auf ein Wort, Herr Direktor!

Von Gauamisleiter Haua, Gaudeaufiragier des Krstgs-WHW.

NSG. Zwei Reichssttaßen- und zwei Opferscmn- tag-Sammlungen des Kriegs-WHW. liegen bereits hinter uns. Der Gau Hessen-Nassau hat in all die­sen Sammlungen gehalten, was der Führer mit Recht von uns erwarten darf. Der Appell des Gau­leiters zu erhöhter Opferbereitschaft ist von den Volksgenossen seines Gaues mit freudiger Zustim­mung ausgenommen worden.

Es liegen stolze Beweise des Opferwlllens aus allen Bevölkerungsteilen vor, und sie sprechen von dem Willen dieses Volkes, alles für seine Gemein­schaft und damit für seine Zukunft zu tun.

Dankbar nehmen wir alle diese Opfer entgegen, um sie als Treuhänder zu verwalten und sie dort einzusetzen, wo die Beseitigung von Sorge und Not zur Sache der großen deutschen Volksgemein, schäft gemacht werden muß.

Wetteifern so alle Kreise unseres Volkes, mehr noch als seither, gerade das Kriegs-WHW. zum stolzen Beweis unserer nationalen Solidqrität zu machen, so fallen einzelne es sind nicht viele durch ihre Haltung auf.

Was denken Sie eigentlich, Herr Direktor, wenn Sie sich nicht schämen, am Opfersonntag des deut- schen Volkes, dem Tag der höchsten nationalsoziali- stischen Symbolik, 50 ganze Pfennige ^u geben? Haben Sie in der Sammelliste nicht den Bettag von 50 Pfennig als Spende und damit als Opfer des Amtsgehilfen gesehen? Sie beziehen ein anstän­diges Gestalt, haben ein eigenes Haus und wollen 50 Pfennig ein Opfer nennen?

Ihre Anstellungskörperschaft, eine Bau- und Sied- lungsgenossenschaft, interessiert sich bestimmt dafür, wie ihre Direktoren zum Nationalsozialismus stehen.

Mag Ihr Verhalten Gott sei Dank auch nur ver- einzelt sein, so sollen Sie jetzt wissen, daß wir eine derartige Brüskierung nicht mehr stinnehmen.

Wenn es Ihnen, Herr Direktor, schon gleichgültig ist, was der Sammler und die örtlichen Stellen des WHW. über Sie denken, so sagen wir Ihnen: Wer sich so verhält, muß es sich gefallen lassen, als Gegner des nationalsozialistischen Staates betrachtet

als sein Adresiat im Lazarett in Eharlottenburg lag, wieder zurück an uns. Es war zwei Tage vor Heilig Abend. Der Kuchen war noch in dasselbe blaue Packpapier eingewickelt, in dem er fortge­schickt mar. Eine kleine Ecke war eingerissen und schmutzig. Aber der Kuchen, der ja mehr als ein Jahr unterwegs gewesen mar, den mir verdorben und schimmlig glaubten, war tadel- los erhalten. Er kam nun doch noch in den ihm bestimmten Magen.

Hier ist bas alte Rezept: Honigkuchen fürs Feld: 1000 Gramm Mehl, 500 Gramm flüssiger Honig, nach Belieben Zimt, Nelken, Vanillezucker, eine Prise Salz, zwei Backpulver werden zu einem der­ben Teig innig geknetet. Der Honig wird leicht er­wärmt. Der Teig wird in kleine viereckige Formen gefüllt, die nur halb voll sind. Der Kuchen wird gleich gebacken. Die Form wird beliebig, aber gut vorbereitet, entweder eingefetkt oder gewachst. Ein hineingelegtes Buttereinwickelpapier tuts auch. Jede andere Kuchen form kann man natürlich auch neh­men, aber ein Viereck verpackt sich am besten. Zu­erst schmecken die Gewürze vor, nach vierzehn Tagen ist alles gebunden. Am Tag nach dem Backen wird er verschickt. Er kommt dann gerade recht in die Hände unserer Feldgrauen. Man halte Honigkuchen nicht für Verschwendung. Er sättigt gut, bietet bte so nötige Abwechslung und ist ein freudig begrüß­ter Jmkergruß. Natürlich schmeckt er auch anderen Leuten, als unseren Feldgrauen.

Der bisherige Kampf gegen die Rachitis hat noch nicht den im Interesse der Volksgesundheit notwen­digen Erfolg gezeitigt. Der Reichsminister des Innern hält infolgedessen die planmäßige Durch­führung von Verhütungsmahnahmen möglichst bei jedem Säugling für erforderlich.

Schon bevor diese allgemeine Rachttisbekamp- sungsaktion für das ganze Reich seitens des Reichs- ministeriums des Innern geplant war, hat der Lei­ter der Landesoersicherungsanstatt Hessen in Darm­stadt, einem Wunsche des Gauleiters des Gaues Hessen-Nassau Rechnung tragend, eine gleiche Ak­tion für das Land Hessen vorgesehen und auch vor- bereitet und hierfür Geldmittel bereitgestellt, die ihm als einmalige Ausgaben aus Anlaß des 50. Ge­burtstages des Führers für gesundheitsfursorgliche Zwecke zur Verfügung standen. Beide Rachitisbe- tämpfungsaktionen, die nunmehr zeitlich und fach­lich zusammenfallen, werden jetzt einheitlich für das Gebiet des" Landes Hessen durchgeführt.

Die Erfahrungen lehren, daß allenthalben zwar die schweren Formen der Rachitis, namenttich die zu dauernder Verkrüppelung führenden, wesentlich zurückgegangen sind, daß dagegen aber leichte und auch mittelschwere immer noch in einem hohen Hundertsatz beobachtet werden. In verschiedenen Gegenden schwankt dieser Hundertsatz zwischen 30 und 55 und sogar 75 v. H. der Kinder des ersten Lebensjahres.

Die neuen Sterbeziffern und die Sterbestatistik der Säuglinge im Deutschen Reich zeigen nun aber, daß zwar der Tod an Ernährungsstörungen be­deutend zurückgegangen ist, dagegen eine verhält­nismäßig große Zahl von Säuglingen früh erwor­benen Infektionen, vor allem der Grippe, dem Keuchhusten, den Masern ufw., erliegen. An diesem Tod ist mittelbar sehr stark die Rachitis beteiligt,

beschuldigt, im Oktober in Gießen Behauptungen ausgestellt zu haben, die geeignet waren, das An­sehen des Reiches zu schädigen. Der Angeklagte x, dem eine Schuld nicht nachqewiesen werden formte, wurde freigesprochen. Die Angeklagte K. würbe zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt.

Untersuchungshaft wurde nicht angerechnet.

sterschasten in den nordischen Wettbewerben am 17. unb 18. Februar wurde Ruhpolbing als Aus­tragungsort gewählt, während die Titelkämpfe rn den alpinen Disziplinen am 9. und 10. Mär; in St. Anton stattfin-den. Den Großdeutschen Mei- sterschasten gehen im Januar am 13. unb 14. die Kreismeisterschasten und am 27. und 28. bte Be­reichsmeisterschaften in den Gauen vorauf.

Die neuen großen Wintersportanlagen in Gar­misch-Partenkirchen werden anläßlich der Internationalen Wintersportwoche, für die schon jetzt Zusagen ausländischer Teilnehmer vorliegen, vom 27. Januar bis 4. Februar in Betrieb genom­men. Gleichfalls in Garmisch-Partenkirchen finden wie schon in früheren Jahren wieder die Meisterschaften der Hitler-Jugend statt, die vom 19. bis 25. Februar angesetzt sind.

Ru6eriabr 1940 ohne Großereionisse?

Der Generalsekretär des Internationalen Ruder- verbandes, Gaston Mülleg, äußerte sich über die Gestattung des kommenden Ruderjahres hinsichtlich der großen internationalen Ereignisse. Die FÄSA. hat sich entschlossen, vorerst ganz unb gar auf die Vorbereitung der technischen Organisation der Olympia-Regatta zu verzichten. Nach der FJSA.- Erklärung sind auch die Europameisterschaften im Rudern in Frage gestellt, da sich bisher verständ­licherweise noch keine Nation um die Durchführung beworben hat.

Kurze C5porfnofi$cn.

Einen neuen Schwimm-Weltrekord stellte die Holländerin Cor Kint in Amsterdam auf. 200-m-Rücken schwamm sie in 2:38,8 Minuten. Den bisherigen Weltrekord hielt die Holländerin vatt Feggelen mit 2:39,0 Minuten.

Aus der engeren Heimat.

800 Mark als Diebeebeule.

Lpd. Biedenkopf, 28.Nov. Bei einem Gast- wirt in Holzhausen im Kreise Biedenkopf wurde ein Einbruch verübt, bei dem dem Dieb 800 RM. in die Hände fielen. Der Polizei gelang cs bald, die Person des Täters festzustellen. Es handelt sich um einen 28jährigen Einwohner aus Holzhaufen, der sich gleich nach dem Einbruch aus dem Staube gemacht hatte. Er konnte bereits ge­faßt und hinter Schloß und Riegel gebracht werden.

Landkreis Gietzen

<£ Leihgestern, 28.Nov. Mit den Holzj- hauerarbeiten im hiesigen Gemeindewald ist heute begonnen worben. Es werden in diesem Jahre 1700 Festmeter gefällt. Die Arbeiten werben durch Ortseinwohner ausgeführt.

kreis Alsfeld

Homberg, 28. Nov. Der Dahnbeamte i. R. Georg Erbe, Schriftführer und Ehrenmit. glied des Wandervereins, kann am morgigen Mitt­woch, 29. November, sein 8 2. Lebensjahr vollenden. Der Jubilar erfreut sich noch aller geisti­gen und körperlichen Frische und nimmt noch an jeder Wanderung des Vereins teil. Wir beglück­wünschen zum Geburtstag.

ßen-Linden, Braun in Watzenborn-Steinberg, Herrmann in Gießen und Hahn in Lollar; ferner die Gendarmeriehauptwachtmeifter Klapp in Londorf, Lauder in Laubach und Boll in

daß eine Stetigkeit in ... ------..... ------- m _ . ,

tont werden müsse, um die Grundlage für eine Nassau wurden an Hagebutten

meister Manz in Grünberg, Walther in Huw

NSG. Auf einer Tagung der Schulungsreferen- gen, Wendel in Reiskirchen. Schäfer in Gro linnen aus den Untergauen und Ringen des BDM.- Obergaues 13 Hessen-Nassau in Frankfurt am Main sprach die neue Führerin des BDM.-Obergaues 13 Hessen-Nassau, Untergauführerin Hede B a n i ck i. Nach einer allgemeinen Uebersicht über die Arbeit des Monats Dezember, den verstärkten WHW.-Ein­satz des BDM. und die vorgesehene Sammlung von Kinderwäsche und Spielzeug gab die Führerin des Obergaues die Leitsätze für den weiteren Einsatz des hessen-nassauischen BDM. während der Kriegszeit bekannt. Sie betonte, daß sich die Arbeitspläne, aus­genommen das AufgabengebietBereitschaftsdienft", nicht wesentlich von denen der Friedenszeit unter­scheiden und die Schulung und Sportarbeit in glei­cher Weise weitergeführt werden. Auch die Wert­arbeit wird unter oem Einsatzmotiv WHW. fort­gesetzt. Das erweiterte Aufgabengebiet der Berufs­aufklärung und Berufslenkung behandelte Unter- gauführerin Hede Banicki ausführlich unter be- sonderer Berücksichtigung der Landdienst-Aufgaben. Anschließend faßte sie nochmals die Aufgaben der Schulungsarbeit zusammen und wies darauf hin,