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Zwei polnische Mrdbandiien von dem Sromberger Sonder- gerichl zum Tode verurteilt.

Broinberg, 29. Nov. (DNB. Funkspruch.) Das 'Brontbcrflcr Sondergcriclü verurteilte den 22jährigen Joseph Wroblewski aus Michelin und den 49 Jahre alten Wladislaus R l) b i ck i aus (Sulin, deren viehische Taten nur ein Bruchstück aus den entsetzlichen Blutdokumenten aus Brombcrg in Den ersten Septembertagen darstellen, wegen gemein­schaftlichen Mordes, begangen an Volksdeutschen, zum Tode und zum dauernden Verlust der bürger­lichen Ehrenrechte.

Ein Zug von etwa 200 deutschen Männern und Frauen, eskortiert von polnischer Polizei, kam auch durch den Ort Michelin, wo der Angeklagte Wrob­lewski wohnte. Unter den Gefangenen befand sich auch ein 8 0 jähriyer Greis, der mitten auf der Straße vor Erschöpfung zusammenbrach. Wie die Zeugin Wieczorek und der Kaufmann Siedleki vor Gericht bekundeten, versetzte der polnische Poli° zist darauf dem alten Mann drei Schläge mit dem Koppel, so daß der Greis stark blutende Verlet­zungen davontrug. P o l,n i s ch c r Döbel stürzte sich jetzt auf den hilflosen Volksdeutschen und miß­handelte ihn unter den wüstesten Beschimpsungen in der viehischsten Weise. Die Zeugin Wieczorek sah, wie besonders der Angeklagte W rod 1 e w s ki mit den Stiefelabsätzen mehrfach nach ihm stieß und auf dem Brustkasten und dem Leib des Greises herumtrampelte. Endlich ergriff der Untermensch sogar einen Stein und schlug damit gegen den Kopf

des alten Manne, so daß das Gehirn herausspritzte. Die Zeugin war über diese entsetzliche Roheit em­pört und bat den Mörder, doch von dem Sterbenden abzulassen.Bist du eine Polin oder eine Deut­sche", herrschte sie der Angeklagte an.Der ver- fluctste Hund hat nichts bei sich. Ich habe heute schon einen totgeschlaaen, der hatte wenigstens ISO Zloty in der Tasche!" Zum Schluß ihrer Vernehmung erklärte die Zeugin, daß der Greis von dem Ange­klagten zu Tode gemartert worden sei.

Kleine politische Nachrichten.

Unser in der gestrigen Ausgabe veröffentlichtes Bild eines Fernaufklärers zeigte, wie uns der Scherl-Bilderdienst, Berlin berichtigend mit- teilt, den Typ Dornier DO 17.

Der Führer hat Oberbürgermeister Habicht zum Ministerialdirektor im Auswär­tigen Amt mit der Amtsbezeichnung Unter- staatssekretär ernannt.

*

Die Regierung von Irland gab bekannt, daß Irland eine kleine Flotte aufstellen werde, da die Seekriegführung immer schärfer und an den Küsten Irlands immer mehr Schiffe versenkt wür­den. Die Küstenwachslotte werde um Motortorpedo- boote und bewaffnete Kutter vergrößert.

Der Kommandeur der asiatischen Flotte der USA., Admiral Thomas Hart, teilte mit, daß zur Verstärkung der amerikanischen Seestreitkräfte in den asiatischen Gewässern weitere sechs U-Boote in Manila eintreffen würden. Man erblickt hierin eine Maßnahme zur Stützung der

amerikanischen Außenpolitik im Fernen Osten, die seit Ausbruch des europäischen Krieges bedeutend schärfere Formen angenommen hat.

In den letzten 24 Stunden wurden in Paris etwa 20 Mann, die dabei überrascht wurden, wie sie illegaleFlugblätter herstellten und verbrei- toten, ins Gefängnis geworfen.

Der griechisch Ministerpräsident Metaxas hat den italienischen Gesandten zu einer län­geren Aussprache empfangen. Gelegentlich des zu Ehren des Gesandten gegebenen Essens erklärte der Ministerpräsident in einer kurzen Ansprache, die Be­ziehungen Griechenlands seien allen Staaten, beson­ders aber Italien gegenüber, bester Art.

Hundfunkprogramm

Donnerstag, 30. November.

6 Uhr: Landvolk, merk' auf! 6.10: Morgengym­nastik. 6.30: Frühkonzert. 7.00 bis 7.15: Nachrichten. 8: Gymnastik. 8.20 bis 9.30: Gefälligkeitssendung. Musik am Vormittag. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt. 9.10: Was wir Frauen heute wissen müssen? 9.30: Schulfunk (Mittel- und Oberstufe). Wir senden für die Landschule. 10: Frohe Weisen. Es spielt das kleine Orchester des Reichs- senders Frankfurt. 11: Beethoven-Konzert. 12: Stadt und Land Hand in Hand. 12.10: Mittags- konzert. Das große Orchester des Reichssenders Hamburg. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nach­richten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch... 15.45: Vom Rhein zur Saar. Gedichte und Erzählungen aus der saarpfälzischen Heimat. 16: Lachen ist gesund. Zwei bunte Stunden mit heiteren Szenen und viel

Musik. 16.30 bis 16.35 (nur für Frankfurt): Bücher für unsere Soldaten. 17.00 bis 17.10: Nachrichten. 18: Ruf ins Land: Berichte vom Landesernährungs. amt. 18.15: Fliegermusik. Dazwischen: 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandsender.

* Erweiterung des Mailänder Bahnhofes.

Das schwere Eisenbahnunglück von Lambrate hat die italienische Staatsbahn bewogen, um die Kreuzung von Sck)nell- und Eilzügen bei der Ein- und Ausfahrt in den Kopfbahnhof von Mailand zu vermeiden, die Zufahrtsgeleise erheblich zu ver­mehren, damit die Züge der Hauptlinien auf ihren eigenen Geleisen ein- und ausfahren können, ohne andere Hauptlinien zu kreuzen. Die verhängnis­volle Kreuzung von Lambrate überfahren gegen­wärtig 260 Züge am Tage, 60 von ihnen in fnop­pen Abständen, so daß nur die größte Wachsamkeit des Stations- und Zugpersonals Unfälle vermei­den kann.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder- Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen. Pro- vinz und Wirtschaft: Efinst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Bruhlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 NM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom F. September 1937 gültig.

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1. von den Dienststellen der Wehrmacht,

2. von den Dienststellen des Kriegs-WHW. und

3. von den Dienststellen des Deutschen Roten Kreuzes

zu leiten. Die Verteilung erfolgt gemäß Anweisung des Oberkommandos der Wehrmacht an die im Wehrkreis bzw. Marinestationsbereich ausgestellten Einheiten der drei Wehrmachtteile anteilmäßig sowie an Lazarettinsassen Sendungen über 20 kg Gewicht an dieSammelstelle" werden von der Reichsbahn auf gewöhnlichen Frachtbrief hin frachtfrei befördert, wenn sie die Anschrift tragen:An die Sammelstelle für freiwillige Liebesgaben beim Wehrkreiskom­mando IX in Kassel", von einer Außenstelle des Kriegs-WHW., oder des D. R K. aufgegeben werden und als Inhalt angegeben istLiebesgaben für die Wehrmacht". Frachtbrief muß Inhalt der Sendung erkenntlich machen. Kleinere Sendungen als Post­pakete oder Päckchen.7068D

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