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(Schluß.)

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18. Jahrhundert letzte in Göttingen der

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lernen, folgten

Hoffnung schnapsen .. -

«treten wollten, wenn sie sich nicht einer wirksamen britischen Unterstützung sicher geglaubt hätten.

Nach dieser sechswöchentlichen Gewöhnung an die Maus wurde nun den jungen Katzen Gelegen­heit gegeben, die alte Katze beim Töten und Fressen einer Maus zu beobachten. Man wollte konstatieren.

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Das britische Intrigenspiel in Warschau.

Oer britische Botschafter in Warschau weigerte sich Polen von -en deutschen Vorschlägen zu informieren.

Südosteuropa besinnt sich auf sich selbst

Don unserem D. M.-Korrespondenten.

lorbereitet war, die damaligen deutschen Vorschläge zurückwies, so würde es sicher- sch für sie unmöglich sein, nun Vorschlägen, die >ber die Märzvorschiäge hinauszugehen scheinen, zu- ^stimmen, jetzt, da die polnische Regierung Groß- jeitannien als ihren Verbündeten be°

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Halifax mutzte wissen, daß dies nach Lage der Dinge nur den Krieg bedeuten konnte. Und er wußte es. Es war genau der Zustand er­reicht, den England, wie sich schon aus der Lüge vom 28. August ergibt, herbeisühren wollte. Das britische Blaubuch verschweigt nun wohlweis­lich, daß an diesem selben 30. August um die Mit­tagsstunde Polen, statt einen Unterhändler nach Berlin zu entsenden, die Generalmobil­machung befahl. Wer konnte auf Grund dieser Sachlage noch zweifeln, daß diese Generalmobil­machung von niemanden anders als von England zu diesem Zeitpunkt vorgeschlagen worden ist? Polen war allerdings tatsächlich zu dem Zeitpunkt, da in Warschau die Generalmobilmachung angeord­net wurde, weder der englische Vorschlag noch die Bereitschaft Deutschlands, auf ihn einzugehen, be­kannt. Es erweist sich also, daß die von Polen an- geordnete Mobilmachung erfolgte, ohne daß Polen von dem unehrlichen Makler Halifax und seinem Gehilfen Kennard überhaupt über die Entwicklung der Dinge auf dem Laufenden gehalten worden war. Ein weiterer zwingender Beweis, daß England mit seinem Vorschlag-der direkten Unterhandlung gar nicht beabsichtigte, den Frieden yerbei- zuführen.

Erst in den frühen Morgenstunden des 31. August, also nachdem die von Deutschland gesetzte Frist b e - reits verstrichen war, weist Halifax den bri­tischen Botschafter in Warschau an, nunmehr Beck über die deutsche Rote vom 29. August und die englische Antwort darauf zu verständigen. Erst jetzt werden die Polen überhaupt aufgefordert, sie sollten sich mit Berlin in Verbindung setzen. Die englische Regierung hat also nicht nur in ihrer Rote vom 28. August gelogen, sondern sie hat nach der Erklärung der grundsätzlichen deutschen Bereit­schaft zu Verhandlungen, die am 29. August abends gegen 19 Uhr erfolgte, noch bis zum 31. August morgens gewartet, bis sie die Polen überhaupt über den Stand der Dinge in Berlin informierte, der sich in der Zwischenzeit durch die Generalmob,l- machung naturgemäß bereits zu ändern begann. Die deutsche Regierung wartete indes geduldig noch immer.

Durch das Telegramm Kennards vom 30. August morgens, dessen Wortlaut oben mitgeteilt worden ist, wird das bestätigt, was von Deutschland immer behauptet worden ist,' daß Polen nämlich nur deshalb nicht bereit gewesen ist, zu einem vernünftigen Abschluß mit uns zu kommen, weil es sich durch die englische Garantie sicher fühlte und glaubte sich jede Art von Provo­kationen leisten zu können. Die Polen hätten nie­mals sich darauf versteift, daß sie mit Berlin über­haupt nicht in Unterhandlungen ützer die noch im­mer äußerst maßvollen.deutschen Vorschläge ein-

ftzt und da Frankreich seinen Beistand zugesichert tat." Sir H. Kennard schließt sein Telegramm:Ich verde natürlich der polnischen Regierung gegenüber !>ine Ansicht äußern, noch werde ich ihr die Ant- vort Hitlers (gemeint ist die deutsche Antwort vom 29. August, in der die Bereitschaft zu direkten Ver­tändlungen ausgedrückt wurde) übermitteln, bis ich richt Instruktionen erhalte, die, wie ich arrnehme, chne Verzögerung kommen werden."

Dieses Telegramm des britischen Botschafters in Warschau zeigt nun vollends klar das br i - tische Lügen- und Jntrigantenspiet.

- Nicht nur hatte die britische Regierung keine Zusage von Polen in der Hand, wie sie zwei Tage früher behauptet hatte, sondern ihr Botschafter in Warschau hakte nicht ein­mal den englischen Vorschlag an die polnische Regierung weitergegeben, und zwar mit der Begründung, Polen werde doch nicht verhan­deln, da es sich durch das englische Bündnis so sicher fühle, daß es die Vorschläge Hitlers doch nicht annehmen werde. Die Weigerung kennards, die Vorschläge seiner Regierung an Polen weilerzugeben, war nun entweder eine grobe Insubordination oder aber sie beruhte auf einem abgekarteten Spiel.

Es ergibt sich also aus dem britischen Blaubuch, ), während die Reichsregierung vergeblich in Berlin auf das Eintreffen eines Unterhändlers mär­te te, die englische Diplomatie, die eindeutig zugesagt satte, hierfür ihr Bestes zu tun, in Wirklich- teit verhinderte, daß Polen überhaupt über tie Entwicklung der Dinge, insbesondere über die knutsche Verhandlungsbereitschaft informiert wurde, i Das merkwürdige Verhalten des Mr. Kennard v-ar zweifellos mit dem Foreign Office verabredet. Wenn Halifax wirklich die Rolle | (ines ehrlichen Maklers gespielt hätte, müßte man

annehmen, daß er seinen Botschafter in Warschau auf dessen Telegramm, er habe die britische Note vom 28. August noch nicht übergeben, unverzüglich beauftragt hätte, Kennard habe alles zu tun, um die Polen an den Derhandlungtisch zu bringen. Während des ganzen 30. August erfolgte indes keinerlei Instruktion dieser Art an Ken­nard, dagegen sendet Halifax am Nachmittag des 30. August ein Telegramm an Henderson, in dem es heißt:Wir nehmen zur Kenntnis, daß die deutsche Regierung darauf besteht, daß ein polnischer Unter­händler mit voller Legitimation nach Berlin kom­men muh, um die deutschen Vorschläge in Empfang nehmen zu können. Wir können die polnische Re­gierung nicht dahin beraten, sich auf diese Prozedur einzulassen, die völlig wider alle Der-

Botschafter die Aufforderung der britischen Regie- rang vom 28. August, Polen solle in direkte Be- Brechungen eintreten, überhaupt nicht wei- tergegeben hatte. Es ist möglich, daß er hier­zu eine im britischen Blaubuch natürlich nicht Der- ^fentlichte Geheirnanwei sung hatte, da es ja schwer lenkbar ist, daß in einem solchen Augenblick ein Botschafter einer Aufforderung feiner Regierung ächt nachkommt.

Aus dem veröffentlichten Telegramm Kennards tom 30. August morgens geht jedenfalls das Fol- cende hervor: Kennard erklärt, er fühle sicher, daß s u n m ö g l i ch sei, die polnische Regierung zu Der- mlassen, Beck oder einen anderen Unterhändler sofort nach Berlin zu entsenden, um eine Vereinbarung ms der Don Hitler vorgeschlagenen Basis zu treffen. Jn feinem Telegramm heißt es dann wörtlich wei-

Der Hansel wird geheilt.

Von Karl Robert Popp.

Nein, mit dem Mann hats gar keine Form nehr!" jammerte die umfangreiche Hagner-Bäuerin, :nd der Bader-Loisl nickte ernsthaft zu ihrem Ze- t*rn. Oder ob das eine Art sei, alle Jahre hindurch '«ährend der Kirchweihtage stockbetrunken herum- -uloufen?! Nein, es wäre keine Art, ^.meinte der !oisl, aber der Hansel sei doch sonst fern unrechter llensch, hielt seine Sache in Ordnung, und über» aupt ...Dös scho", fiel ihm die Bäuerin ins 3ort,aber daß er mir allweil die paar Tag im ?ahr zur Sünd und Schänd im Dorf herumtorkelt, tos will i anders haben, Derstehst? Und du sollst etir einen guten Rat geben, Bader! Soll mir auf fnen Zehnerschein gar nit ankommen!"

Der Loisl nickte nicht mehr; in seinem pfiffigen Besicht zuckte ein Gedanke auf, und dann tuschelte <r auch schon der Bäuerin seinen Plan ins Ohr. Die Hagnerin war erst nicht so recht dabei.Möcht bicht unrecht sein", gab sie zu bedenken, aber mit f nem Male mußte sie lachen und sagte entschlos- tn:Alsdann, recht ist's ihm schon, dem Halodri!"

Während hier ein Komplott geschmiedet wurde, >ar der Haderlump selber selig. Der Vorabend Hner großen Tage war angebrochen, und in seines Herzens Uetzerschwang beschloß der Hagner, der feier eine Vorfeier vorangehen zu lassen. Gegen Mitternacht brgchten sie ihn heim, und er sang da- bi frohe Lieder. Dle Hagnerin äußerte sich, ihrer Gewohnheit zuwider, nicht dazu und sah ihn nur Tuit einem verkniffenen Gesichte an, als er endlich schnarchend im Bette lag. Dann holte sie den Bader.

Als der Hansel am anderen Tage seine schweren lider hob, stand die Sonne schon hoch am Himmel, frer Bauer zwinkerte verblüfft, fuhr sich über die tagen, schloß und öffnete sie einige Male hinter« < nanber, aber es half alles nichts und mußte dem- l2ch schon stimmen: Auf der Kammerschwelle stan- i-n sein bitterlich weinendes Weib und hinter ihr <"nft und berufsmäßig der Bader-Loisl.Was hbt's denn, ihr zwei?" fragte er erstaunt, und die Bäuerin kreischte:Jetzt weiß der noch net einmal, das geschehen ist!"Was soll denn g'schehen |nn? So red' doch, himmi ..." Der Hansel wurde bgerlich, aber die Hagnerin stemmte nun ihre Arme i- die Hüften, eine Bewegung, die in verstummen letz-Versündig' dich nur noch, du!" sagte sie sreng.Was g'schehen ift?!J In deinem Mords- r»usch bist du in der Nacht die ©Hegen heratzgefal- Im und hast dir den Arm zerbrochen!"

Waas?" murmelte der Bauer mit einem gren- 3 nlos verdutzten Gesicht, aber da trat der Bader shon heran und zog die Bettdecke herunter. Nun sih der Hansel freilich die Bescherung. Sein Arm t-ar geschient und unförmig dick umwickelt, schwer bg er auf ihm.Schau, Bauer", sagte der Bader

Belgrad, im November.

Mit einer verdächtigen Beharrlichkeit wurden in den beiden letzten Wochen auf dem Balkan Gerüchte herumgeboten, die von der angeblich bevorstehenden Bildung einesBlocks der Neutralen im Südosten" wissen wollten. Auffällig war, daß sich hinter diesen Gerüchten mehr oder weniger geschickt getarnte englisch-französische Kreise verbargen. In Belgrad vermerkte man ge­legentlich dieser Gerüchte, ohne zu ihiftn in eindeu­tiger Form Stellung zu nehmen. Auffallend ist, daß sich nunmehr die Belgrader Presse eingehender, allerdings mit großer Vorsicht, mit diesen Gerüchten beschäftigt. Sowohl aus den Äußerungen der Blät­ter als auch politischer Persönlichkeiten zu diesem Thema sprechen Zweifel über die Hintergründe des Planes. Es wird die Vermutung ausgesprochen, daß der ganze Plan eine Art Falle darstelle, um die Neutralität des Balkans zu kompromittieren und die neutralen Staaten des Balkansdurstend über das Wasser zu führen", wie ein jugoslawisches Sprichwort besagt.

Die Zurückhaltung der jugoslawischen Kreise kommt deutlich zum Ausdruck in einer Zuschrift aus Rom in dem Belgrader BlattDrerne". Die in der Zuschrift wiedergegebenen Ansichten römischer Kreise sind im Grunde genommen auch die Ansichten der jugoslawischen Außenpolitik. In der römischen Zu­schrift heißt es, in römischen politischen Kreisen habe man alle Nachrichten bezüglich Her Bildung eines Blocks der Neutralen im Südosten Europas mit größter Zurückhaltung ausgenommen, obwohl Ita­lien, das an diesem Raum stark interessiert sei, jede

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31. August auch der französische Botschafter in War­schau noch eingeschaltet. ,. , .

Arn Abend des 31. August telegraphierte dann Kennard an Halifar über eine U n t ersetz u n a mit Beck. Aus diesem Telegramm ergibt sich, oatz Beck lediglich Lipski, den polnischen Botschafter m Berlin, damit beauftragt hatte, im Auswärtigen Amt mitzuteilen, Polen erwäge die Vorschläge Eng­lands im günstigsten Sinne. Beck erklärte jedoch, wie Kennard telegraphierte, ausdrücklich: "^rr Lipski wird indes nicht autorisiert werden, ein Do­kument, das die deutschen Vorschläge enthielte, entgegenzunehmen." Beck fügte außerdem hinzu, daß er selbst in keinem Falle nach Ber­lin gehen wolle.

Das deutsche Verlangen, daß Polen einen be­vollmächtigten Unterhändler schicken sollte, war also, wie schon aus dem deutschen Weißbuch be­kannt ist, damit a b g e l e h n t. Dies hatte Eng­land durch sein Doppelspiel erreicht, wobei noch besonders zu vermerken ist, daß kennard auf Grund der Weisung von Halifax die Polen zu dieser Ablehnung dadurch indirekt noch be­sonders aufforderte, daß er betonte, die britische Regierung habe sich in keiner Weise etwa auf die deutschen Vor­schläge f e st gelegt.

Soweit die Dokumente des britischen Blaubuches. Es ergibt sich aus ihnen, daß England, anstatt während jener entscheidenden vier Tage zwischen dem 28. und 31. August den direkten Kon­to f t zwischen Warschau und Berlin herb ei zu- führen, durch eine Unzahl von böswilligen Knif­fen, ja selbst durch Lügen d i es unterlassen, ja unterbunden hat und seine ganze diplo- mattsche Aktion nur auf das eine Ziel ab stellte, Po­len Zeit für seine Mobilisierung zu geben und Deutschland m ö g l i ch st lange hinzu- halten. Dies ist die wahre Rolle, die Halifax und seine diplomatischen Gehilfen während der Tage vor Kriegsausbruch gespielt haben.

Physikprofessor Lichtenberg, der über fein engeres Arbeitsgebiet hinaus ein geistreicher, scharf­sinniger Beobachter des menschlichen Letzens war und dessenAphorismen^ einen bleibenden

Aktion im Donaubecken und am Balkan mit größter Aufmerksamkeit verfolge. Die Bildung eines beson­deren Blocks betrachte man in Rom aber als über­flüssig, weil die gegenwärtige Haltung Italiens und der Nachbarstaaten Italiens genügend Sicherheiten gebe für die Erhaltung des Friedens und der Ord­nung in diesem Teile Europas. Italiens Bemühun­gen gingen dahin, zu verhindern, daß sich der Kriegsbrand ausbreite, anderseits dahin, daß die Ge- gensätze im Südosten abgeschwächt und beseitigt würden. Die Beziehungen Italiens zu Jugoslawien, Ungarn, Bulgarien und Griechenland seien, so wird weiter festgestellt, die allerbesten; auch zu Rumänien bestehe ein herzliches Verhältnis. Zwar sei der schlechte Eindruck der früheren Polemiken zwischen der Türkei und Italien noch nicht ganz verwischt, aber Italien hoffe, auch hier eine Bereinigung zu schaffen. Es werde allerdings immer wieder hervorgehoben, daß die Türkei durch die Unterzeichnung des Beistandsverttages mit Eng­land und Frankreich ihre Neutralität ein­seitig belastet habe. Die Möglichkeit des Ab­schlusses eines italienisch-türkischen Abkommens bleibe vollkommen offen.

Bemerkenswert ist auch eine Zuschrift der Bel­graderPolitika" zu dem Thema des Balkan- Friedens. Das Blatt berichtet aus Rom, die ita­lienische Diplomatie sei sehr rege, um auf der Grundlage der italienisch-jugoslawischen und der italienisch-griechischen Freundschaft neue zwei­seitige Freundschaftsverhältnisse zu schaffen.

Platz in der deutschen Literatur gewonnen haben. Ebenso, wie seine tiefsinnigen und zugleich witzigen Bemerkungen feiner Zeitgenossen, unter ihnen Kant, zur Bewunderung hinrissen, bieten seine Aussprüche auch dem heutigen Menschen viel Anregungen.

Wie vieles andere ist auch das sehr zutreffend, was Lichtenberg über das Wesen des Lot­te r i e s p i e l s aussagt, wobei er in wenigen Wor­ten den Kern der Sache trifft:Ein Los in der hannoverschen Lotterie kostet 18 Taler und 13 Groschen EiNschreitzegeld; dieses beträgt täglich eine Auslage von mehr als 14 Pfennigen; soviel verschnapsen manche Menschen täglich. Wer sich also gewohnt, Hoffnung zu schnapsen und wem dieses gut bekommt, dem wollte ich auf alle Fälle raten, in die Lotterie zu setzen".

Im übertragenen Sinne gelten diese Worte.auch heute in vollem Umfang: wer statt irgendwelcher überflüssiger AusgabenHoffnung schnapst", erlebt dadurch nicht nur eine Steigerung der Lebensfreude, sondern fiept sich auch durch die reale Aussicht be­lohnt, mit Hilfe der Reichslotterie einmal zu einem plötzlichen Geldgewinn zu kommen.

Wie die Katze Mäuse fangen lernt.

Wenn die Frage aufgeworfen wird, wie die Katze Mäuse fangen lernt, werden die meisten ge­neigt sein, von einem Instinkt zu sprechen, der ihnen angeboren wäre, nachdem er sich im Katzen- geschlecht im Lause vieler Generationen einmal ent­wickelt hatte. Die Frage Hegt aber nicht so ein­fach, und man hat schon mehrfach Versuche vvr» genommen, die das (Gegenteil beweisen. So hat einmal der amerikanische Professor Perkes sechs Monate hindurch neun Kotzen und ihre Jungen täglich drei Stunden beobachtet und Versuche mit ihnen angestellt. Zunächst mochte er mit ihnen Experimente die zeigen solften, wie weit eine be­wußte und Deatzsichtigte Nachahmung bei ihnen be­steht. Die Tiere wurden in Kästen gesetzt, von denen aus sie einander ganz genau beobachten konnten, und es ergab sich, daß die Jungen allmählich der alten Katze, wenn sie ihr sechs oder mehr Mol genau zugeschout hatten, allerlei Kniffe ablernten, z. B. bas Ausstößen des Schiebers an der Tür, bas Trinken aus einer Milchflasche oder das Rollen eines Balles in ein bestimmtes Loch. Die Tür auf­zuschieben, lernte die eine der kleinen Katzen in zwanzig Minuten, die zweite etwa eben so schnell, die dritte aber konnte es an fünf verschiedenen Ta­gen, obgleich sie sich sehr mühte, nicht zustandebrin- gen. Das Begreifen der Tiere ging nur langsam Donftatten, aber die Fähigkeit bewußter Nachahmung zeigte sich doch bei ihnen entwickelt. Dabei zeigten sich erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Katzenarten; als beste Versuchstiere erwiesen sich eine Katze von der Insel Man und ihre drei Jungen.

Die Versuche gingen nun weiter zu der eigentlichen Frage, wie die Katze Mäuse fangen lernt, über. Die jungen Katzen wurden im Alter von fünf Monaten, wo sie bereits genügende Große und Stärke be­saßen, um sogar eine große Maus zu töten, in einen großen Käfig zusammen mit einer Maus eingesperrt. Natürlich war darauf gehalten worden, daß sie nie­mals vorher das Fangen oder Töten einer Maus gesehen hatten. Die Kätzchen hatten zunächst vor der großen schwarzen Maus ein wenig Furcht und näherten sich ihr sehr vorsichtig. Als die Maus voller Schrecken weglief, rannten sie ihr nach und fingen mit ihr zu spielen an, ohne sie irgendwie zu kratzen oder zu schlagen. Nach einer Stunde konnte die Maus, ohne daß sie einen Schaden erlitten hotte, aus dem Käfig entfernt werden. In diesen mehrmals wiederholten Versuchen gaben die Katzen nicht die geringste instinktive Absicht kund, eine Maus zu fangen, zu töten und zu fressen. Allmählich gewöhn­ten sich die Katzen an das neue lebende Spielwerk, schlugen wohl auch einmal mit den Krallen stärker zu, aber niemals verletzten sie die Maus ernstlich, auch nicht, als man sie vierundzwonzigStunden hatte hungern lassen.

ernst,i)ös kommt von dem ölenbigen Saufen. Jetzt sei stad und beweg' mir ja net den Arm!"

Der Hansel lag mäuschenstill und war wie be­täubt.Loisl", stotterte er endlich,wie lang muß ich dann liegen bleiben?"Kommt drauf an. Wann's ein glatter Bruch ist, sieben bis neun Wochen", meinte der Bader.Dos hat mir noch g'fehlt!!" jammerte der Hansel und schrie dann hellauf, denn die Hagnerin war beim Zudecken an den munden Arm gekommen, unö, während sie mit dem Loisl leise das Zimmer verließ, sank er ganz gebrochen in die Kissen zurück und hatte viel Zeit ..

Nachmittags der Bauer hatte sich standhaft geweigert, zu essen und tränt nur immer schwarzen Kaffee tarnen die ersten Krankenbesucher. Der Hansel jammerte ihnen, kaum, daß er sie erblickte, in herzbewegenden Worten sein großes 'Unglück entgegen.

Wann nur nit der Brand dazukommt", meinte der Großknecht, und der Nachbar nickte emst:Ja, der kalte Brand! Dann mochten die Würmer leicht an dir eine Kirchweih haben, Hansel ..." Jetzt aber ereiferte sich die Bäuerin:Und roann's soweit kommt, nachher laß ich dir ein Begräbnis her- richten! Musik und schwarze Pferd!"

Raus!!" brüllte der Hansel und drohte mit dem gesunden Arm,raus sag i! Alle miteinanb!!" Und er lag wieder allein in trüben Gedanken, während sie drüben imRoten Ochsen" die Zapfen einschlugen undProst! G'suffaü" schreien. Heulen hätte er können!

Gegen Abend kam der Loisel mit zwei Gehilfen. Der Arm muß bewegt werden", entschied er. Der Hansel sträubte sich mit den Beinen und dem ge­funden Arm, aber die Gehilfen packten zu, und der Bader vollbrachte seine Absicht, so sehr der Hansel auch tobte und schrie. Er kam auch am an« deren Tage wieder, aber da verspürte der Hansel fast keinen Schmerz mehr, so quälte ihn ein Rie­se ndurst, ein Durst, über Len er sich zu anderen Zeiten gefreut hatte.

Als das Fest aus und vorbei war, kam der Losil lachend zur Stube herein und riß den Verband ab, während der Bauer um Hilfe schrie und einen Wahnsinnigen vor sich zu haben glaubte. Aber der Loisl warf unbekümmert die Schienen in die Ecke: So, Bauer! Kirchweih ist g'wesen, und du bist jetzt wieder gesund!" , , ,

Eine halbe Minute lang glotzte ihn der Hansel verständnislos an, dann begriff er den schändlichen Betrug, tat einen Schrei, packte die Ofengabel und wollte den Bader erschlagen. Der aber war rascher und verschwand grinsend aus dem Hause, während die Bäuerin den Neubelebten auf die Seite nahm. Sie stemmte die Arme dabei ein und redete em ernstliches Worte! mit ihm. , . f

Aber schon ein sehr ernsthaftes! Und der Hansel ging nachher still in seine Kammer hinauf, wobei er sich überlegte, was alles hätte geschehen können, wenn es geschehen wäre ,.i

Auch Oie Franzosen wurden getäuscht.

Das britische Blaubuch ergibt ferner, daß auch d i e Franzosen über das englische Doppelspiel nicht informiert worden sind. In Paris wußte man offensichtlich am 30. und 31. August nur, daß die deutsche Regierung vergeblich auf einen polnischen Unterhändler wartete. Warum aber dieser nicht erschien, ist am Ducri d'Orsay in jenen Tagen ebenfalls nicht bekannt gewesen. Um die Mittagsstunde des 31. August telegraphierte näm­lich Halifax an Kennard, dieser solle sich mit seinem französischen Kollegen zusam- m e n t u n , um die Polen dazu zu bewegen, einen Unterhändler nach Berlin zu schicken. Es heißt dann wörtlich:Die französische Regierung fürchtet, daß die deutsche Regierung Vorteil aus dem Schweigen der polnischen Regierung ziehen konnte." Ein höchst aufschlußreicher Satz! Halifax, der absichtlich die Polen gar nicht in die Lage versetzt hatte, recht- zeittg zu antworten, bekam nun plötzlich Angst, Frankreich könne dieses Doppelspiel zu früh durchschauen und infolgedessen in letzter Stunde noch von dem Wagen abspringen, der ent­sprechend dem britischen Wunsche nun mit immer größerer Schnelligkeit dem Abgrund zurollte. Nur um die Franzosen ebenfalls hinters Licht zu führen, wurde nun, da es praktisch schon so gut wie zu spät war, in den Mittagsstunden des

er bie|t H am hem |i ',n«l .., _______

nn n tr:Wenn man bedenkt, daß die polnische Regierung, twor' ^lein stand und nicht für einen Krieg

ob sie nun wenigstens den Mäusefang erlernen könnten, den man doch bisher für einen den Katzen angeborenen Instinkt gehalten hatte. Während also die eine junge Katze mit der Maus spielte, wurde plötzlich die alte Katze in den Käfig gelassen, die die Maus sofort tötete und verzehrte, während die junge Katze zusah. Sobald die alte Katze ihren Raub gefressen hatte, wurde sie wieder aus dem Käfig ent­fernt und der jungen Katze eine neue Maus ge­geben. Sie spielte mit ihr, ebenso wie sie es mit der anderen getan hatte, ohne den geringsten An­schein, daß sie sich das gemerkt hätte, was sie eben gesehen. Erst als die alte Katze mehrmals Mäuse vor den Jungen getötet und ihnen von dem Fleisch zu elfen gegeben hatte, lernten sie allmählich den Mäusesang. Durch diese Experiment wurde also er­wiesen, daß junge Katzen im Alter von fünf bis sieben Monaten keine instinktive Neigung haben, Mäuse zu fangen und zu töten, sondern daß sie das erst durch häufigere Beobachtung der alten Katze er­es also in einer bewußten, mit Willen ver- Nachahmung tun. K.

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g? x. Die amtliche deutsche Verlautbarung eine! iber das Blaubuchder britischen Regie- n iung fährt fort:

ge Dem britischen Botschafter in Warschau fiel wäh- errtQi.. unb der entscheidenden Stunden eine besondere fprjL 5 olle zu. Am Morgen des 30. August um 10 imW, Ihr traf bei Halifax ein Telegramm Ken- >j, Tarbs ein, aus dem hervorgeht, daß der brittsche u'f be! Botschafter bie Aufforderung der britischen Regie-