Ausgabe 
29.11.1939
 
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Verhängnisvolle Rolle

Aus dem neuenKladderadatsch"

Zch wasche meine Lände in Unschuld!'

gäbe nicht mehr gerecht wurde.

Er war den geistigen und körperlichen Anstren­gungen von Gesprächen, bei denen es um das Schicksal Europas ging, nicht gewachsen. Gin wirklich schöpferisches Gespräch, das durch die zwi­schen den beiden Ländern zweifelsohne bestehenden Spannungen aus einen höheren Einheitsnenner hätte gebracht und damit der Friede hätte erhalten werden können, war mit ihm nicht möglich. Die Kräfte dieses verbrauchten Mannes reichten höchstens noch aus, um mit Mühe dem Gang des

ten wolle.

Mit der Konzentration einer großen Zahl von regulären Truppen an der Grenze begehe die fin- irische Regierung einen feindseligen Akt, der

Wortlaut dieses Programmes selbst durch einen Vertrauensmann übermittelt. ......

In seinen Berichten finden sich hochmütige De« merkungen, in denen er den Führer alserregt oderbesonders erregt" beschreibt, davon spricht, daß der Außenminister in größter Erregung immer wieder von seinem Stuhl aufgesprungen sei, daß er ein Dokument mit verächtlicher Geste aus den Tisch geschleudert habe und dergleichen mehr. Herr Henderson ist in seinem Bericht immer der ruhige Gentleman, die Deutschen sind hysterisch und haben die Nerven verloren. In Wirklichkeit war es so offensichtlich gerade umgekehrt daß von deutscher Seite, wo man sich der gesundheit. lichen Schwäche Hendersons durchaus bewußt war, wiederholt der Gedanke erwogen mürbe, unter mög- lichster Schonung der Gefühle des Botschafters die britische Regierung zu veranlassen, einen ande­ren, seiner Ausgabe gewachsenen Mann nach Ber­

lin zu schicken. ,

Jedenfalls hat die britische Regierung, der diese Tatsache wohl bekannt war, n i ch t s g e t a n, um dem untragbaren Zustand abzuhelfen, als sie sich in bet schwersten deutsch-britischen Krise feit 1914 durch einen körperlich und geistig behinderten Mann ver­treten ließ. Sie hat damit ebenso verantwor­tungslos geh and e l wie der Mann, der auf feinem Posten ausharrte, obwohl er wußte, daß er ihn nicht wirklich ausfüllen konnte und damit den Zweck seiner Mission in einer für England ver­hängnisvollen Weise verfehlte. Es setzt diesem gan­zen verantwortungslosen Treiben die Krone auf, wenn Henderson nunmehr in echt britischer lieber- heblichkeit dem deutschen Volke vordozieren will, was ihm fromme und was zu seinem Besten diene. Das deutsche Volk wird Henderson und Genossen in wirksamerer Weise als durch Worte die Antwort auf diese komische und gouvernantenhafte Anmaßung

Quelle von Leiden und Verlusten geworden sind. Die einzelnen Maßnahmen werden englischerseits als unerläßlich bezeichnet, um die gegen Deutsch­land gerichtete Blockade wirksam zu machen. Sie bleiben deswegen doch krasse Völkerrecht-- b r ü ch e. Man ist sich aber in der Welt weitgehend darüber klar, daß ein wesentlicher Zweck der ist, die Neutralen in bi e britisch-französische Front

Finnland zum Zwischenfall von JNainila.

und die Fensterscheiben der umliegenden Häuser z e r- schmetterte. Personen wurden nicht verletzt.

Neue britische Schiffsverluste.

Amsterdam, 28. Nov. (DNB.) Wie hier erst jetzt bekannt wird, ist in der vergangenen Woche an der Ostküste Englands auch ber britische Tankdamp­fer ,Zames I. Maguire" (10525 Tonnen) ge­funden. Ferner ist der britische DampferUsk- mouth", 2483 Tonnen, gesunken. Von der 25köp- figen Mannschaft werden drei Mann vermißt. Das englische FischerbootHumphrey" (206 Tonnen), das als Vorpostenboot Dienst tat, ist v o y einem deutschen U-Boot versenkt worden.

Auszeichnung für Verdienste um den deutschen Schutzwall.

Berlin, 28. Nov. (DNB.) Als Ausdruck seines Dankes und seiner Anerkennung hat der Führer für Verdienste um die Schaffung der den Schutz des deutschen Volkes dienenden Befestigunganlagen das deutsche Schutzwallehrenabzeichen gestif­tet. In besonderen Kundgebungen am Westwall sind in diesen Tagen durch Generalinspektor Dr. Todt die ersten Ehrenzeichen an die ältesten Arbeiter der Organisation Todt im Namen des Führers über­reicht worden. Die Auszeichnung soll auch allen übrigen Arbeitskameraden, die sich mindestens zehn Wochen für die Schutzwall­anlagen eingesetzt haben, zuteil werden. In einem Aufruf in den Tageszeitungen werden in aller Kürze alle näheren Einzelheiten über die zu erfüllen­den Voraussetzungen und die notwendigen Meldun­gen der Anwärter betanntgegeben werden.

Moskau kündigt den Nichtangriffspakt mit Finnland.

Die Sowjetunion erwarte jedoch, daß Japan ihr freundschaftlich gegenübertrete und bereit sei, auf­richtig zu verhandeln. In der japanischen Haupt­stadt betont man, daß die Erklärung Smetanins den Weg für eine Verständigung auf breiter Grund­lage frei mache. Auch die japanische Presse setzt sich für einen Ausgleich mit Sowjetrußland ein.

Rumänien bleibt neutral.

Eine Rundfunkrede Tatarescus.

Bukarest, 29. Nov. (Europapreß.) Minister­präsident T a t a r e ö c u sprach im rumänischen Rundfunk über das Programm seiner Regierung. Als die dringendsten Aufgaben nannte Tatarescu Maßnahmen für die Aufrechterhaltung der öffent­lichen Ordnung, strengste Gesetzlichkeit bei allen Handlungen der Polizei- und Verwaltungsorgane, strengste Anwendung des Gesetzes gegen die Spe­kulation und Maßnahmen gegen die Verteuerung der Lebenshaltung. Im ganzen gehe das Programm auf die Schaffung einer Atmosphäre der Entspan­nung, Beruhigung und allgemeinen Solidarität hinaus. Als die wesentlichsten Punkte dieses Pro­gramms seien genannt: Loyale und integrale Auf­rechterhaltung der Neutralität, För­derung des rumänischen Elements im Lande, Aus­wanderung der nicht einheimischen Juden, ein Re­gime der Gerechtigkeit für die Minderheiten im Lande, Steigerung des Anbaues von Textilpflanzen wie Baumwolle, Hanf und Flachs. Zur Durchfüh­rung feiner Pläne verlangte Tatarescu einen Waf­fenstillstand aller politischen Leidenschaften und tat­kräftige Unterstützung des Landes.

Flugzeuge auf den Fliegerhorst Vorkum abgeschlagen.

Berlin, 28. November. (DNB.) Am Diens­tagnachmittag fand ein Tiefangriff eng­lischer Kampfflugzeuge auf den Flie- gerhorst Borkum statt, der jedoch abge­schlagen wurde. Die Flugzeuge schossen mit MG., warfen aber keine Bomben ab. In der Nacht vom 27. zum 28. November haben die Engländer wieder einmal versucht, im Nordwesten Deutschlands mit wenigen Flugzeugen einzufliegen. Auch dieser Versuch ist mißlungen. Eines der britischen Flug­zeuge mußte auf hoher See notlanden und gab 808-Zeichen. Da sehr schlechtes Wetter und hoher Seegang herrschte, muß mit dem sicheren Ver 1 ust dieses Flugzeuges gerechnet werden. Ein weiteres englisches Flugzeug scheute bei den fchlech-

unvereinbar sei mit dem Nichtangriffspakt, der zwischen beiden Staaten bestehe. Mit der Weige­rung, ihre Truppen zurückzuziehen, zeige die fin* nische Regierung, daß sie gewillt ist, ihre gegen­wärtige Position aufrechtzuerhalten unter Mißach­tung der Bestimmungen des Paktes. Jedoch die Sowjetunion könne einer Seite nicht gestatten, den Pakt nicht einzuhalten, während die andere Seite ihn einhalte. So erachte die Sowjetregierung es für nötig zu erklären, daß die Sowjetunion vom gegenwärtigen Moment an s i ch nicht länger durch die Bestimmungen des Paktes gebunden halte.

Äußerste Verschärfung."

Neue Zwischenfälle au der finnisch-sowjetischen Grenze.

Moskau, 29. Nvv. (DNB.) Der Moskauer Rundfunk verbreitet eine amtliche Mitteilung des Stabes des Leningrader Militärbezirks, wonach sich an der sowjetisch-finnischen Grenze neue Zwi­schenfälle ereignet haben. In Moskau wird die Aufkündigung des zwischen der Sowjetunion und Finnland seit 1932 bestehenden Nichtangriffspaktes als die äußerste Verschärfung Der gegen­wärtigen Spannung in den Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Finnland betrachtet. Man ist aber nicht der Ansicht, daß die Aufkündigung des Nichtangriffspaktes unbedingt bedeuten muß, daß der bewaffnete Zusammenstoß sofort devorsteht. Der gegenwärtige Schritt der Sow­jetregierung stelle vielmehr eine äußerste War­nung an die finnische Regierung dar. Die weitere Entwicklung hänge ganz von der Regierung in Hel­sinki ab. Die finnische Reaieruna nahm am Dienstagabend Stellung zur sowjetrussischen Note. Diefinnifche Antwort wird a m M i 11 w o ch in Moskau überreicht werden.

Armeebefehl

an den Leningrader Militärbezirk.

Der Dberfommanbierenbe hat an die Truppen des Leningrader Militärbezirks folgenden Armeebe­fehl erlassen:Im Zusammenhang mit der pro­vokatorischen Artilleriebeschießung unserer Abteilun­gen im Rayon Mainila auf der karelischen Land­enge von finnischer Seite gab das Oberkommando des Leningrader Militärbezirks den Truppen dieses Militärbezirks den Befehl, im Falle einer Wiederholung der Provokation der finnischen Militärclique das Feuer zu erwidern bis zur Vernichtung des Gegners."

Moskau erwartet

Verständigung mit Japan.

Tokio, 29. Nov. (DNB.-Funkspruch.) Der neue sowjetrussische Botschafter in Tokio, (5m et an in, hatte erneut eine Unterredung mit dem japanischen Außenminister Nomura. Hierbei erklärte der rus­sische Botschafter, daß Moskau nicht nur für L ö - sung des Fischereiproblems, sondern überhaupt für Vereinigung aller zwischen den beiden Ländern schwebenden Fragen bereit sei.

des letzten britischen Botschafters in Berlin Gir Neville Henderson war seiner Aufgabe in keiner Weise gewachsen.

gegen Deutschland einzuspannen.

In London rechnet man wie folgt: je mehr die Verluste der Neutralen anwachsen, desto bereiter werden sie sein,Erleichterungen" anzuneh- Berlin, 29. Nov. (DNB.) Don unterrich- men, die ihnen England bei der Kontrolle und her t e t e r Seite erfährt das Deutsche Nachrichtenbüro: Beschlagnahme gewähren will. Diese Erleichterun- ^r einigen Tagen hat der ehemalige britische Böi­gen stehen allerdings im krassen Widerspruch »um Hafter Sir Neville Henderson bei einem Fruh- deutschen Anspruch auf Neutralität gegenüber rtürf be5 Presseklubs in London gesprochen. Hendex- den am Kriege nicht beteiligten Ländern. Die Korn* I con erklärte, daß Chamberlain und er selbst schließ- mentare der neutralen Presse lassen erkennen, daß & e m deutschenGrößenwahn" er» man sich über Die Folgen einer Nachgiebigkeit Iegen seien. Er erging sich in Beschimpfungen und gegenüber den britischen Wünschen vollkom- Berunglimpsungen Deutschlands und erklärte, Eng- men klar ist. Wenn die britische Regierung Dies- lani) mQ||e ^n Krieg in einer Weise beenden, daß mal die Verschärfung des Wirtschaftskrieges mh>eutf(Manl> sich nur noch über feine eigenen Füh­rern Hinweis auf angebliches völkerrrechtswidriges und fein System beklage!

Verhalten Deutschlands begründet und alsRepres- <$er M^nn, der solch bittere und gehässige Worte

faüe" hinstellt, so wird damit eine Methode in die Deutschland geäußert hat, ist in Deutschland Kriegführung ein gefügt, die in ihren Wirkungen immer freundlich und mit größter Bereitschaft zum noch nicht annähernd abzusehen ist. 9tirgen!broo $erftänbni5 ausgenommen worden. Um so befrem» zweifelt man daran, daß es jetzt an den w ist es, daß er sich zu solchen ebenso törichten

traten selber ist, Großbritannien einHalt! naiven Bemerkungen hinreißen ließ. Nicht Hen- zuzurufen. Die letzten Tage haben zusammen mit Gerson hat Grund, über Deutschland erbittert zu den Protesten der Neutralen gegen die ihnen sondern das Deutsche Reich hat einem Mann

drohende neue Vergewaltigung auch einige Aufrufe gegenüber all zu lange Duldsamkeit erwiesen, der zu gemeinsamer Abwehr des Attentats gebracht. in keiner Weise verdient, sondern vielmehr in

Man weiß, daß Deutschland feinem skrupellosen ^^en Wochen vor Ausbruch des Krieges eine Gegner nichts schuldig bleiben wird, und daß mit direkt verhängnisvolle Rolle für die der Inkraftsetzung der neuen britischen Blockade- deutsch-englischen Bedungen gespielt hat. Hender- Verschärfung das letzte Stündlein für den ^n, der bei diesen entscheidenden Verhandlungen neutralen Außenh andel gekommen Wortführer Englands und Mittelsmann zwischen wäre. Schon jetzt hat eine Massenflucht neutraler I Reichsregierung und britischer Regierung gewesen Fahrzeuge aus den minen- und kontrollverseuchten ku roar seit langem ein Mann, der feiner Auf- britischen und nordfranzösischen Gewässern emge- ~mnrd- fetzt. Auf Schiffahrtstagungen und in der Presse der neutralen Länder wird vor gerechnet, in welchem Maße sich die Schiffahrt durch erhöhte Versiche­rungsprämien, durch Lohnforderungen der Mann­schaft, durch Zeitverlust in den Kontrollhäfen und vieles andere verteuert habe, und rote die Gefahren­chance über das Maß des Erträglichen hinaus zu steigen beginnt. Es roar daher nur die Schlußfol­gerung aus der bestehenden Sachlage, als z. B. die niederländische Regierung Ende der vorigen Woche ihre Reedereien au ff orderte, bis auf weiteres brt- tische Gewässer nicht mehr zu befahren.

Gleichzeitig mit der Ankündigimg des Kaperkrie-1 Witterungsbedingungen offenbar den unmittel-

ge gegen jebe Siisfutjrtnare Elchen Ursprungs Rückweg über Me Nordsee und überflog

di« britische Regierung das Spstmr derFr -i - Rückflug holländisches

gäbe br i e f e" in Kraft gesetzt. Es bestimmt, "I H ° h «ttSg - biet. Die Standorte dieses Flug- angeblicheErleichterung für bte 'neutralen baft ^ua-s über holländischem Gebiet find mm deutscher die Interessenten von Transporten nach den.nord-; ^nS?frei erkannt mordem europäischen Landern bei der diplomatischen ober

konsularischen Vertretung Großbritanniens die Aus- yU(f> (§enf y0N englischen Flugzeugen fteUung eines Unbedenklichkeitszeugnlsses für das

zu exportierende Gut beantragen können. Dieses IKJCrjIPgen.

Zeugnis wird nur dann ausgestellt, wenn Gewähr Brüssel, 29. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die dafür geboten wird, daß die betreffende Ware unter ^^dt Gent wurde am Dienstagmittag von aus- keinen Umständen in die Verfügungsgewalt Deutsch- ländischen Flugzeugen überflogen. Die Flak trat fo- lands gerät. Verlader in neutralen Ländern b - fort in Aktion. Eine Granate fiel auf den Bürger- günstigen also Großbritannien im Wirt- ftei einer Straße nieder, wo sie explodierte schaftskrieg gegen Deutschland, wenn sie solcheFrei-1 gabebriefe" beantragen. Staatsrechtler, Schiffahrts,- sachverständige und Publizisten aller neutralen Län- der stimmen darin überein, daß Auseinander­setzungen mit Deutschland unaus- bleiblich sind, wenn die Regierungen der be­treffenden neutralen Länder solche Akte ihrer Staatsbürger dulden würden. Getreu der bewährten Praxis, die Folgen eines geplanten Dergeroalti- gungsaktes im kleinsten Rahmen erst einmal an Beispielen zu studieren, hat die Londoner Negie­rung zunächst Sendungen nach den kleinen nordwest­lichen und nördlichen Ländern für freigabebrief- sähig erklärt. Die Ausdehnung auf andere neutrale Länder bleibt vorbehalten. Das bedeutet, daß man die Reaktion in Belgien, Holland, den skandina­vischen Ländern und den sogenannten Randstaaten abroarten will, bis man ähnliche Bestimmungen

Helsinki, 28. November. (DNB.) Auf die Note des sowjetrusstschen Autzenkommissars Molotow wegen des Zwischenfalles an der finnisch-russischen Grenze auf der karelischen Landenge hat der finni- ----------, -- ...... / z - , sche Gesandte eine Antwort erteilt, in der die fin» über Lieferungen nach Spanien, den sudosteuro- Regierung ihrer Auffassung Ausdruck gibt, päischen Ländern und schließlich nach den beiden am e5 vielleicht auch um einen Un- Krieg nicht beteiligten europäischen Großmächten, giücksfa 11 in Verbindung mit angeblich auf sow- Jtalien und Soroietrußland, trifft. jettussischer Seite vorgenommenen Schießübun-

D'ie Proteste Oer italienischen Regierung l g n handele. Die finnische Regierung weift den gegen Durchsuchung von eigenen Schiffen in bnti- ?owtetrussifchen Protest zurück und betont, daß die schen Kontrollhäfen, die Note der R a t eunio n der sowsetrussischen Regierung festgestellte feind- vom 26.Oktober gegen die Methoden des bntischen Hctzidlung gegen die Sowjetunion nicht von Wirtschaftskrieges überhaupt und die Vorstellungen, finnischer Seite ausgeführt worden fei. die von der japanischen Regierung gegen Belasti- unmittelbaren Nähe Der Grenze befände

gung japanischer Handelsfahrzeuge durch britische jeine Artillerie, deren Schußweite bis Kriegsschiffe auf offenem Meer erhoben worden er die Grenze reichen würde.

sind, haben die Londoner Regierung im Dorsatz be° Anschließend erklärte sich die finnische Regierung stärkt, erst einmal die kleinen Neutralenweich über den von der Sowjetunion gemachten 3u machen", ehe der Versuch unternommen wird, Borschlag in dem Sinne zu beraftchlagen, daß bei- die gesamte neutrale Welt m Die Wirtschaftskriegs- herseits die Truppen in eine gewisse front gegen Deutschland einzuspannen. Entfernung von der Grenze gebracht

ist fest entschlossen, den Neutralen den Widerstand roertr(m und schlägt vor, daß die Grenzkommandan­gegen völkerrechtswidrige Zumutungen Grotzbritan- t(m ö,er Heiden Länder auf der karelischen Landenge niens zu erleichtern, nötigenfalls auch durch An- beauftragt werden möchten, zusammen das betref» fünbigung non G ege nm aßnah m e n, die -Ende Ereignis zu untersuchen, fo wie dies geeignet sind, den Vorteil illusorisch zu machen, den H ber am 24 September 1928 beschlossenen 23er» Großbritcmnien jetzt den kleinen Neuttalen für I in/barung betreffend Grenzkommandanten vorge- Wohloerhalten im britischen Sinne verspricht. Man r j

ist in Deutschland überzeugt, und die Ereignisse be-

weisen es, daß England s i ch n i ch t st a r k g e n u g IttnÄfflllä AMjvÜN.

fühlt und auch nicht stark genug ist, den VHvVlUUv «slV IlVvl !

Neuttalen ein solches Verhalten aufzuzwingen wenn M o s k a u , 28. Nov. (DNB.) In der sowjetischen die Neuttalen einmütig gegen solches Ansinnen Antwort aus die letzte finnische Note wird mitgeteilt,. Front machen und ihrerseits nut dem Boykott C.ng= Sowjetregierung infolge des Vorgehens

(anbs burcf) tue neutrale Schiffahrt drohen. Die finnischen Regierung sich gezwungen sehe, den italienische amtliche Warnung und die japanische ^n^en £er Sowjetunion und Finnland seit 1932 amtliche Ankündigung von Gegenmaßnahmen gegen hesteheMen Nichtangriffspakt zu kündigen. Die dl- neuen Volk-rrechtsbruch- in d-r britischen Weigerung der finnischen Regierung, ihre Trup. kriegfuhrung die am Samstag «rsolgt sind, sind die an der Grenze z u r ü ck z u z i e h e n . so ersten deutlichen Antworten auf di- neue britische . ej6t cg in d Note weiter, und der Vorschlag, die Herausforderung. Dr.C. Wellthor. Gruppen auf beiden Seiten zurückzuziehen,

Tiefangriff englischer Kamps- Ä ,*?. rtXÄ - .7. KL:

~ 1 f) u n g zu halten. Die gegenwärtige Situation sei bereits eine ungleiche, da Leningrad von der fin­nischen Grenze nur 32 Kilometer entfernt liege, während auf der finnischen Seite kein wichtiges Zentrum innerhalb desselben Radius sich befinde. Es brauche nicht gesagt zu werden, daß die Solo» jettruppen nicht 25 Kilometer von der Grenze zu­rückgezogen werden können, denn dann würden sie in den Vorstädten von Leningrad selbst stehen, was absurd wäre vom Standpunkt der Sicherung des Schutzes der Stadt. Der sowjetische Vorschlag, daß die finnischen Truppen um 25 Kilometer zurückge­zogen werden sollen, sei ein Minimalvor­schlag. Wenn er abgelehnt werden würde, so be­deute dies, daß die finnische Regierung Leningrad unter direkter Bedrohung durch ihre Truppen Hal-

Gespräches zu folgen 2nf°'g» mußte -r sich darauf beschranken, starre Jnsttuittonen seiner Re­gierung bekanntzugeben, die den lebendigen Gedan- - kengängen des Führers wie steinerne Mauern ent­gegengesetzt wurden. .. . 1

Infolge der notorischen Geda ch t n i s - i schwäche Hendersons bestand ständig die Gefahr, i daß der Inhalt der mit ihm geführten Unterredungen : ihm bei der Rückkehr in die Botschaft nicht mehr ; gewärtig waren und infolgedessen unvollstän­dig oder direkt fal)ch weitergegeben wurde; man mußte deshalb stets ganz besonders darauf bedacht sein, ihm das Gesagte genau emzu- prägen, fast einzumemorieren. Wir wissen aus bester Quelle, nämlich durch ein Mitglied der Botschaft selbst, daß man in London mit den unzulänglichen Berichten des oft völlig konfusen Henderson unzu­frieden war und Wert darauf legte, daß er zu wich­tigen Besprechungen nur noch in Begleitung eines Herrn der Botschaft gehe.

Freilich hat Henderson versucht, diesen völlig un­genügenden Eindruck seiner Berichte dadurch zu ver­bessern, daß er lange ideologische Litaneien brachte ober gar feine Berichte bewußt fälschte. <vo hat er immer wieder behauptet, so insbesondere auch in Ziffer 52 seines inzwischen veröffentlichten Schlußberichtes vom 20. September 1939, daß Der deutsche Reichsaußenminister ihm die 16 Punkte des vorgeschlagenen deutschen Derhandlungsprogrammes über die Danziger- und die Korridor-Frage mit möglichster Schnelligkeit und im Tone äußerster Verärgerung auf Deutschheruntergeleiert" habe

In Wirklichkeit hatte der deutsche Außenminister ihm dieses Programm so langsam und deutlich und mit so ausführlichen Kommentaren vorgetragen, daß Henderson im Stande roar, trotz seines noto­risch schlechten Gedächtnisses noch in derselben Nacht den gesamten Inhalt des deutschen Angebots m einem Chiffretelegramm nach London durchzugeben. (Nr. 92 des britischen Blaubuches Cmd 6106.) Heber«1 erteilen.